Die Poliklinik des Universitätsspital Zürich

Rämistrasse 100, 8091 Zürich (Karte)

von David Erne

Hier kann der Teaser-Text stehen (nach Belieben hervorhebbar, etwa mit farbigem Hintergrund)

Abb. 1: Die Poliklinik des Universitätspital Zürich.

Der Bau der Poliklinik

100 Jahren nach dem Errichten des ersten Kantonspitals auf dem heutigen Areal des Universitätspitals Zürich wurde ein Neubau des Kantonspitals notwendig. Das Architekturbüro Haefeli-Moser-Steiger gestaltete die moderne Klinik. Es entstand ein aus durchdachtes Bauwerk, welches auch in den Folgejahrzehnten organische Weiterentwicklungen erlaubte. Architektonisch war es ein grosser Wurf der Schweizer Moderne.

Der Bau der neuen Poliklinik wurde 1942 begonnen und endete drei Jahre später im Jahr 1945. Weil eine durchgehende Funktion des Spitals gewährleistet werden musste, standen zeitweise beide Polikliniken gleichzeitig.1 Auch volkswirtschaftlich war der Bau zu dieser Zeit von grosser Bedeutung. Rund 1000 verschiedenen Betrieben wurde dank des Baus während den Krisen- und Kriegsjahren Arbeit verschaffen.2

Der neu entstandene „Polikliniktrakt“ mit 110 Metern länge wurde in einen nördlichen, mittleren sowie einen südlichen Teil mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen aufgeteilt. Der nördliche Teil enthielt die Spezialräume, der mittlere Teil die ärztliche Direktion sowie den speziellen Untersuchungs- sowie Behandlungsräumen, im nördlichen Teil fand man die poliklinischen Untersuchungsabteilungen der medizinischen Poliklinik, HNO-Klinik und Augenklinik. Die Bettenstationen der drei Kliniken wurden im Bettenhaus West untergebracht. [mail]

Das Innere der Poliklinik sollte Patienten möglichst wenig an einen Spital erinnern, da die Erbauer der neuartigen Auffassung waren, dass ein Spital mit einem „an einen Operationssaal“ erinnernden Charakter, aufgrund des psychischen Befindens, die Genesung hindere (Bild 2).2 Der Eingang wurde so gestaltet, dass die Besucher der Poliklinik direkt nach Eintritt ins Gebäude abbiegen mussten und somit mit dem eigentlichen Spital möglichst wenig Kontakt haben.[mail]

Abb. 2: Aufnahme der neuen Poliklinik circa 1946. Links im Bild kann man die alte Poliklinik erkennen.

Die Poliklinik wurde 1946 in Betrieb genommen.2 Noch heute steht sie an der gleichen Adresse.

Entstehung der Poliklinik in Züric

Die Geschichte der Poliklinik in Zürich beginnt jedoch schon früher: Nach der Gründung der ersten Poliklinik um das Jahr 1800 in Jena entschloss sich der Regierungsrat 1835 eine Poliklinik in der Stadt Zürich zu eröffnen.1

Wo genau die Poliklinik stehen sollte, war zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht abschliessend geklärt. Nachdem sie zuerst im Oetenbachkloster untergebracht war, folgte Ungewissheit: Sie sollte zum Kantonsspital ziehen, oder zum alten Spitalquartier bei der Predigerkirche.1

Diese Unschlüssigkeit wurde durch einen Brand beim Predigerkloster gelöst. Der Bau der Poliklinik erfolgte dann 1892 – 1894 auf dem Areal des Kantonspitals, direkt an der Schmelzbergstrasse.1

Exkurs: historische Polikliniken

Polikliniken oder Stadtkliniken hatten den Auftrag zur Armenklinik, Ausbildung und Ambulanz. Ein wichtiges Ziel war die Ausbildung von jungen Ärzten. Im Zürcher Poliklinik-Reglement § 1 wurde festgehalten: „Der Zweck der ambulatorischen Klinik ist theils unentgeldliche aerztliche Behandlung armer Kranken und Versorgung derselben mit Arzneien, theils praktische Bildung künftiger Aerzte.“ Die Tätigkeit an einer Poliklinik enthielt die poliklinische Sprechstunde sowie Hausbesuche.1

Bildquellen

Abb. 1: (Bildquelle)
Abb. 2: (Bildquelle)
Video 1: (Bildquelle)

Literatur

(Literaturangabe)
(Literaturangabe)