Stauffacherstrasse 60,8004, Zürich von Anna Simeon Ein öffentliches Bad, das soziale Reform, Hygiene und Würde vereinte. Das Volksbad im Volkshaus Zürich war ein Schlüsselprojekt für die Gesundheit der Arbeiterschicht um 1900. Abbildung 1: Volkshaus Zürich, kurz nach Eröffnung 1910 Ein soziales Zentrum im Herzen der Stadt Das Volksbad entstand an […]
20. Jahrhundert
Die Medizingeschichte Zürichs ist eng verknüpft mit dem Leben und Wirken von Caroline Farner – einer der ersten promovierten Ärztinnen der Schweiz und engagierten Kämpferin für Frauenrechte. Der Ort ihres langjährigen Wirkens, die Villa Ehrenberg an der Rämistrasse 26, war nicht nur ihr Wohnhaus, sondern ein Zentrum für medizinische, soziale […]
von Elias Jalal Wie ein Notbefehl von 1939 das Blutspendewesen der Schweiz begründete Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs erhielt das Schweizerische Rote Kreuz am 6. Oktober 1939 vom Oberfeldarzt der Armee den Auftrag, im Militär wie auch in der Zivilbevölkerung Blutspender zu rekrutieren (Abb. 1). Zum ersten Mal wurden […]
Die Notwasserbrunnen in Zürich zeigen, wie technische Planung und gesundheitliche Vorsorge zusammenwirken, um die Bevölkerung auch in Krisenzeiten zuverlässig mit sauberem Trinkwasser aus dem unabhängigen Quellwassersystem der Stadt zu versorgen.
Ein Zuhause auf Zeit – das Schlupfhuus Zürich Schönbühlstrasse 8 Manchmal wird das Leben einfach zu viel. Wenn zu Hause nur noch gestritten wird, in der Schule nichts mehr klappt oder man sich einfach verloren fühlt, genau dann kann es unglaublich schwer sein, einen Ausweg zu finden. Hier setzt das […]
Der Erweiterungsbau der Universitätsklinik Balgrist, der aufgrund von Bettknappheit 1966 gebaut wurde
Doch vor etwas mehr als 100 Jahren war der Balgrist ein Ort, wo vor allem Kinder mit körperlicher Behinderung behandelt wurden.
Das älteste vegetarische Restaurant der Welt Sihlstrasse 28, 8001 Zürich Von Lisa Bozzolo Vom „Vegetarierheim“ mit Hintereingang bis zur modernen Gastronomie mit internationalem Anspruch in der Stadtmitte Zürichs. Die Anfänge des Restaurant Hiltls Das vegetarische Restaurant Hiltl ist heute nicht nur ein beliebter Treffpunkt in Zürich, sondern auch ein wichtiger Teil […]
Das Seefeld war einmal ein Drogenstrich. Am sogenannten „Babystrich“ prostituierten sich junge Frauen, um sich ihre Drogen zu finanzieren. Dabei waren sie grosser Gefahr ausgesetzt. Zur Unterstützung dieser Frauen wurde vom Zürcher Sozialamt der „Lila Bus“ ins Leben gerufen.
An der Zürcher Stadtgrenze im Bezirk Höngg, umgeben von Rebbergen, fand man bis 2019 die Suchtbehandlung Frankental. Die wunderschöne Villa dient zwar heute unter einem anderen Namen als Wohngemeinschaft, ist jedoch von aussen noch immer in voller Pracht zu bewundern.
Die Allgemeine Krankenkasse Zürich wurde 1856 unter der Oberaufsicht der Hülfsgesellschaft Zürich gegründet. 1956 zum 100-jährigen Geburtstag erfolgt der Umzug in das neu errichtete Bürogebäude an der Birmensdorferstrasse 94, das sich nahtlos in die klassische Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre mit ihrer strengen, funktionalen Geometrie, der rasterartigen Fassadengestaltung und dem Betonbau einfügt.
Abgelegen vom wachsenden Tumult der Stadt und bei gutem Wetter mit Blick auf die Berge wurde auf dem Zürichberg 1891 ein kleines Licht-, Luft- und Sonnenbad im Verein für Volksgesundheit eröffnet.
Der Fokus des Kurhaus Waidberg war die Lichtluftpraxis – also eine gesundheitliche Anwendung mit Licht und frischer Luft, besonders im Zusammenhang mit Freiluftgymnastik.
Wo heute das Romanische Seminar der Universität untergebracht ist, war seit 1905 das Rechtsmedizinische Institut zu finden.
Das CAB-Gebäude der Zürcher ETH wurde zwischen 1884 und 1886 gebaut, um der wachsenden Bedeutung der Chemie gerecht zu werden.
Hinter dem heutigen Amtshaus 1, welches unter anderem das Polizeidepartement der Stadt Zürich beherbergt, verbirgt sich Zürichs ehemaliges barockes Waisenhaus.
Das Gebäude an der Rämistrasse hatte in seinem 140-jährigen Bestehen schon viele Verschiedene Funktionen für die UZH. Der Nobelpreisträger Walter Rudolf Hess hat zwischen 1912 und 1951 im 1. Stock der Rämistrasse 69 wichtige Erkenntnisse für die Medizin gewonnen.
An der Friedaustrasse 12 im Stadtquartier Wiedikon steht ein unscheinbares Haus mit mehreren Wohnungen für Familien. Von aussen würde man fast nicht glauben, dass hier hunderte von Kindern zur Welt gekommen sind.
Das Frauenambulatorium, auch bekannt als Frauenambi, war eine genossenschaftlich organisierte Praxis für frauenspezifische Gesundheitsfragen und Gynäkologische Probleme. Sie wurde ausschliesslich von Fachfrauen geführt und ging aus der Frauenbefreiungsbewegung FBB Zürichs hervor.
Im Zürcher Arbeiterquartier Aussersihl prägten Paulette Brupbacher-Raygrodski und Fritz Brupbacher Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue Form von Medizin. Ihre Praxis diente nicht nur als Anlaufstelle für die gesundheitlichen Bedürfnisse der Arbeiterschaft, sondern auch als Zentrum für gesellschaftliche Reformen.
Das Spital, in dem sich heute die Privatklinik Bethanien befindet, wurde vor über 100 Jahren erbaut. Damals waren es Diakonissen, die die Pflege der Patientinnen und Patienten übernahmen.
Im Zentrum Zürichs, wo sich der heutige Sitz des Rektorats der Universität Zürich befindet, war einst der ehemalige Sitz der Julius-Klaus-Stiftung für Vererbeforschung, Sozialanthropologie und Rassenhygiene, welches ein dunkles Kapitel der Schweizer Wissenschafts- und Forschungsgeschichte darstellt.
Wo heute das Hauptgebäude der UZH steht, war einst das erste Institut für Blinde und Taubstumme der Stadt Zürich. Wenn man davorsteht, kann man es sich kaum vorstellen, aber der hektische Universitätsstandort war während 72 Jahren das Zuhause von zahlreichen Kindern, denen man eine Bildung trotz ihrer Beeinträchtigungen zur Verfügung stellen wollte.
Das Krematorium Sihlfeld A in Zürich war das erste seiner Art in der Schweiz und wurde von dem Visionär Johann Jakob Wegmann-Ercolani ins Leben gerufen. Schon 1874 gründete er den ersten Feuerbestattungsverein und setzte sich durch öffentliche Versammlungen und Aufklärungsarbeit für die Einführung der Kremation ein.