Interview mit Nicole Giger

Was hast du aus der Arbeit mitgenommen, gelernt?

Ich habe sehr viel Sekundärliteratur und Autobiographien gelesen und ich nahm sehr viel mit im Sinne von, was es heisst, über sich selbst zu schreiben, wie man sich selbst wahrnimmt und dass man sich seiner selbst als Individuum bewusst wird. Ich lernte sehr viel über Thomas Platter, den ich zuvor nicht kannte. Ich las seine Autobiographie und fand sie sehr spannend.

 Nun hast du dich sicher auch viel mit dem Glauben befasst….

Ja, das habe ich, auch was es heisst, Protestant zu sein und zu schreiben mit diesen Widersprüchen, die es gibt, dass man demütig sein sollte, aber trotzdem über sich schreiben sollte.

 Du hast deiner Arbeit den Titel „Hans Staden und Thomas Platter: Mit Gott zum Erfolg“ gegeben. Meinst du, dass Hans Staden und Platter ihr Christsein nur vorgegaukelt hatten oder waren sie wirklich von Herzen Christ? Wieviel davon ist Stilisierung?

Ich glaube schon, dass Staden von Herzen Christ war, aber ich glaube auch, dass er sich in seinem Buch bewusst so stilisiert hatte, im Wissen, dass er seine Autorschaft so für die Leserschaft legitimierte.

Du hast Staden als Person vielleicht am besten von uns allen kennengelernt, da du herausfinden musstest, wer er genau war. Nun, meinst du, du hättest dich gut mit ihm verstanden? Du sagtest im Referat, er hätte eine kameradschaftliche Haltung, gebe sich als Mensch mit viel Nächstenliebe etc.

Ja, er ist so der kumpelhafte Typ und war sicher relativ kameradschaftlich, er war aber sicher auch fanatisch in seinem Glauben und mit dem hätte ich sicher Mühe.

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Keine Mühe hatte allerdings Madeleine damit, ihren Ansichten in der Diskussion treu zu bleiben:

Hildegard: Das ist keine These... wo ist die These?"
Madeleine: DAS ist die These!
Mit diesem Selbstbewusstsein kann man alle möglichen Thesen an der Uni aufstellen. 🙂

 

by Raffaela

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