Wir sind attraktiv!

Hildegard

Prof. Dr. Hildegard Keller empfängt mich unprätentiös in ihrer Dachwohnung an der Zollikerstrasse. Augenfällig sind die Bücher, die hinter ihrem Schreibtisch eine ganze Wand einnehmen und auch auf den Tischen und Fenstersimsen liegen. Als sie mich begrüsst, läuft an ihrem Arbeitsplatz noch der Computer. Sie schreibt gerade an der Biographie von Alfonsina Storni, ihrem aktuellen Projekt. Das tut sie an der gleichen Stelle, an der schon Max Frisch in die Tasten haute, als er in diesem Haus noch das Familienleben genoss. Im Interview spricht die Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin, Jurorin, Autorin und Regisseurin über Höhepunkte des letzten Blockseminars, die Mängel der Universität Zürich und die Unstimmigkeiten im „Literaturclub“ von SRF.

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Ein paar Worte zum Schluss

Hervorgehoben

In den drei Tagen des Blockseminars waren wir auf hoher See und haben eine lange Reise unternommen. Glücklicherweise versorgte uns die Kapitänin mit viel Proviant sowohl geistiger wie auch materieller Natur. Nicole hat uns zudem mit Speisen der fremden Destination beglückt. Trotz der Angst vor Gefahren wie Kannibalismus, Krankheiten und Monstern unter uns im Meer, haben wir unsere Augen geöffnet und viele Einblicke in eine scheinbar andere Welt erhascht, die eigentlich gar nicht so verschieden von unserer ist.

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Leider hat alles ein Ende. Die Reise mag vorbei sein, aber die spannenden Geschichten, neuen Eindrücke und Bekanntschaften werden uns noch lange begleiten. Sie kreisen in unserem Kopf und formen die Frage: Wann ist das nächste Blockseminar?

by Nathalie

 

Quiz danach

Wir kennen nun Hans Staden, den schreibenden Söldner aus dem 16. Jahrhundert. Aber es gibt noch zwei berühmte Söldner in der deutschen Literaturgeschichte, zwei Schweizer. Wie heissen sie?

  • Einer war einer der bezahlten Soldaten, die man in meist armen Gegenden der Schweiz rekrutierte, wie Madeleine referierte, ein Geissenhirt wie der Walliser Thomas Platter. Er desertierte, weil es ihm im Krieg der Preussen nicht gefiel und weil er sein karges Leben als Bergbauer und Heimweber dem Krieg vorzog. Zuhause schrieb er dann seine Autobiografie und starb 1798. Er ist dort begraben, wo der Autor des „Wettermachers“ und die Dozentin dieses Blockseminars die Matura machten.
  • Der andere haute ab vor seinem Vater, der ihn wegen seiner Drogensucht in die Psychiatrie stecken wollte (schliesslich gelang ihm das), er ging in die Fremdenlegion. Seine autobiografischen Skizzen sind einzigartig, seine Krimis gehören zu den ersten Literaturverfilmungen in der Schweiz. Er starb 1938, einen Tag vor seiner Hochzeit.