Veras Kurs in Wundern

Vera

Hans Staden und Plinius den Älteren trennen etwa 1500 Jahre. Dennoch haben sie einiges gemeinsam. Sensationsgierige Leser gab es nämlich nicht nur in der frühen Neuzeit, sondern bereits im römischen Kaiserreich. Beide Autoren verstanden es, sich diese Neugierde zunutze zu machen.

 Plinius und Staden liefern in ihren Werken nicht nur Informationen über die Welt und deren „Alterität“, sondern geben „im gleichen Maße Auskünfte über die Ausgangskultur und ihr ‚kulturelles Selbstverständnis‘“.[1] So geschieht es auch mit den Mirabilia, die in ihren Werken auftauchen: Sie weisen darauf hin, was das Publikum und den Autor selbst zu dieser Zeit in Staunen versetzte und worauf sie neugierig waren. Der Begriff Mirabilia kann nicht nur auf phantastische Tiere oder wunderbare Dinge übertragen werden, sondern auch auf Menschen.

Zitat aus Veras Arbeit

 

1

Sägerochen bei Staden (Wahrhaftige Historia)

2

            Mantichora bei Plinius (Naturalis             Historia)

 

 

 

 

 

Und auch heutige Leser faszinieren solche Bilder, denn sensationsgierig sind wir doch immer noch, oder etwa nicht?
Die Arbeit über die Mirabilia in den Werken von Plinius und Hans Staden ist – unter zahlreichen Highlights – mein ganz persönlicher Favorit.

Vera, ich finde deine Arbeit wirklich mirabilis!


[1] Brenner, 1989. S. 15. Er zitiert aus: Huck, 1978. S. 31.

by Sunniva

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