{"id":294,"date":"2018-07-05T13:50:06","date_gmt":"2018-07-05T11:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/zuerchergeschichten\/?p=294"},"modified":"2018-12-21T11:25:12","modified_gmt":"2018-12-21T10:25:12","slug":"fundraising-tour-eines-werdenden-diktators","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/2018\/07\/05\/fundraising-tour-eines-werdenden-diktators\/","title":{"rendered":"Fundraising-Tour eines werdenden Diktators"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Eine Episode aus der Zwischenkriegszeit zeigt, dass Schweizer Grossunternehmer in den 1920er Jahren mit finanziellen Mitteln zum politischen Erfolg der Nationalsozialisten beitragen wollten.<\/strong><\/h3>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Villa Sch\u00f6nberg liegt idyllisch im Rieterpark im Z\u00fcrcher Enge-Quartier und geh\u00f6rt heute zum Anwesen des <a href=\"http:\/\/www.rietberg.ch\/de-ch\/home.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Museums Rietberg<\/a>. Bereits zum Zeitpunkt der Gr\u00fcndung des Museums im Jahr 1952 hatte die Villa eine reiche Geschichte hinter sich, die unter anderem mit einem glanzvollen Kaiserauftritt sowie der Unterbringung <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D11644.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Richard Wagners<\/a> von sich reden lassen konnte. In unmittelbarer N\u00e4he zum Museum ist eine Strasse nach Wagner benannt, und der deutsche Kaiser Wilhelm II. residierte 1912 anl\u00e4sslich der Herbstman\u00f6ver der Schweizer Armee, die ihm zu Ehren auch \u00abKaiserman\u00f6ver\u00bb genannt werden, in der Villa. Es gibt aber auch Episoden, die erst seit kurzem im Kontext des Museums offiziell Erw\u00e4hnung finden.<\/p>\n<p>Ende August 1923 n\u00e4mlich reiste <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D48732.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adolf Hitler<\/a>, damals als aufstrebender Politiker und Parteif\u00fchrer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), nach Z\u00fcrich und hielt in der Villa Sch\u00f6nberg eine Rede vor ungef\u00e4hr vierzig Personen.<a name=\"_ftnref1\"><\/a><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Sein unerkl\u00e4rtes Ziel war es, Spenden f\u00fcr die NSDAP zu sammeln. Aufgrund der Hyperinflation der Deutschen Mark war Hitlers Partei (wie nahezu ganz Deutschland auch) in finanzielle N\u00f6te geraten.<a name=\"_ftnref2\"><\/a><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Heute dient die Villa Sch\u00f6nberg Verwaltungs- und Ausstellungszwecken des Museums Rietberg, in den 20er-Jahren war sie hingegen Wohnsitz von Inez <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D23869.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rieter<\/a> und ihrem Ehemann, <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D24434.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ulrich Wille d. J\u00fcngeren<\/a>. Letzterer entstammte der einflussreichen Familie Wille. Ulrichs Vater, mit Namen ebenfalls Ulrich, war w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges General der Schweizer Armee gewesen und hatte stets enge Kontakte zu Politikern im In- und Ausland gepflegt. Ausserdem war er wirtschaftlich an der Kriegsindustrie beteiligt gewesen.<a name=\"_ftnref3\"><\/a><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n[aesop_image img=&#8220;http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/Location-Villa-Sch\u00f6nberg.png&#8220; panorama=&#8220;off&#8220; imgwidth=&#8220;100%&#8220; credit=&#8220;Foto: Google Maps&#8220; align=&#8220;center&#8220; lightbox=&#8220;on&#8220; caption=&#8220;Die Villa Sch\u00f6nberg im Z\u00fcrcher Enge-Quartier. Heute ist das Haus Teil des Museums Rietberg, in den 1920er-Jahren diente es Inez Rieter und Ulrich Wille dem J\u00fcngeren als Wohnsitz.&#8220; captionposition=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220; overlay_revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n<p>1918 stand die Niederlage der Mittelm\u00e4chte fest. Aufgrund seiner Beziehungen zum Deutschen Kaiserreich und seinen Gesch\u00e4ften in der Kriegswirtschaft hatte das Ende des Ersten Weltkrieg f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D24433.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ulrich Wille d. \u00c4lteren<\/a> handfeste wirtschaftliche Konsequenzen &#8211; die grossen Geldanlagen in \u00f6sterreichische und deutsche Kriegsanleihen waren bei Kriegsende wertlos geworden, er geriet in finanzielle Engp\u00e4sse <a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>. Vor dem Krieg hatte er sich zudem damit gebr\u00fcstet, die Schweizer Armee nach preussischem Vorbild im Sinne von Disziplin und Ordnung wieder auf Vordermann gebracht zu haben. Aufgrund der Anlehnung an den n\u00f6rdlichen Nachbarn erstaunt es nicht, dass er auch nach dem Krieg noch deutschlandfreundlich gesinnt war \u2013 und mit ihm weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik.<\/p>\n<h3><strong>Ein bayerischer Politiker in Z\u00fcrich<\/strong><\/h3>\n<p>Diese deutschlandfreundliche Haltung kulminierte schliesslich 1923 in Adolf Hitlers Besuch in Z\u00fcrich, in der Villa Sch\u00f6nberg, wo Ulrich Wille d. J\u00fcngere 1923 wohnte. Dass Hitler \u00fcberhaupt in die Schweiz gereist ist, gilt als belegt.<a name=\"_ftnref5\"><\/a><a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Ein Tagebucheintrag von Clara Wille, der Frau Ulrich Willes d. \u00c4lteren, illustriert die Ereignisse exemplarisch, aus heutiger Sicht aber nahezu in grotesker Weise: \u00abZu Tisch, Oberst Gertsch \u2013 Hittler &amp; Dr. Ganzert. Hittler \u00e4usserst sympatisch [sic]! Der ganze Mensch bebt, wenn er spricht; er spricht wundervoll.\u00bb<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n\n[aesop_quote type=&#8220;pull&#8220; background=&#8220;#ffffff&#8220; text=&#8220;#804000&#8243; width=&#8220;75%&#8220; align=&#8220;center&#8220; size=&#8220;1&#8243; quote=&#8220;\u00abZu Tisch, Oberst Gertsch \u2013 Hittler &amp; Dr. Ganzert. Hittler \u00e4usserst sympatisch! Der ganze Mensch bebt, wenn er spricht; er spricht wundervoll.\u00bb&#8220; cite=&#8220;Clara Willes Tagebuch, 31. August 1923&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; direction=&#8220;right&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Das Dokument zu Hitlers in Z\u00fcrich gehaltenen Rede wurde erstmals vollst\u00e4ndig von Alexis Schwarzenbach im Jahr 2003 innerhalb seines Artikels <em>\u00abZur Lage in Deutschland\u00bb: Hitlers Z\u00fcrcher Rede vom 30. August 1923 <\/em>ver\u00f6ffentlicht. Allerdings handelt es sich dabei um eine nachtr\u00e4glich bereinigte auf Notizen basierende Mitschrift der Rede.<a name=\"_ftnref6\"><\/a><a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>In diesem Dokument ist in keinem Satz die Rede von Hitler selbst. Vielmehr tr\u00e4gt es den aus heutiger Sicht eindeutigen Verweis auf Hitler: \u00abEin bayerischer Politiker, der in der n\u00e4chsten Zeit eine gr\u00f6ssere Rolle zu spielen berufen sein kann, \u00e4usserte sich in einer Unterredung am 30. August 1923 wie folgt: [\u2026]\u00bb<a name=\"_ftnref7\"><\/a><a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>. Diese Formulierung scheint auf den ersten Blick merkw\u00fcrdig, l\u00e4sst sich aber plausibel erkl\u00e4ren. Denn beim Beantragen des Visums in M\u00fcnchen Mitte August musste Hitler dem Generalkonsulat versichern, sich von s\u00e4mtlichen politischen T\u00e4tigkeiten fernzuhalten. Vielmehr nannte er Studienzwecke als Anlass seiner Reise.<a name=\"_ftnref8\"><\/a><a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Folglich w\u00e4re es aus der Sicht Hitlers ungeschickt gewesen, diese Rede mit seinem Namen in Verbindung zu bringen. <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D12101.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Niklaus Meienberg<\/a> beurteilt die Sachlage in f\u00fcr ihn gewohnt provokativer Manier: \u00abIn welcher Tracht ist Hitler erschienen? Nicht im Braunhemd vermutlich, sondern zivil im Zweireiher.\u00bb<a name=\"_ftnref9\"><\/a><a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n[aesop_quote type=&#8220;pull&#8220; background=&#8220;#ffffff&#8220; text=&#8220;#804000&#8243; width=&#8220;75%&#8220; height=&#8220;auto&#8220; align=&#8220;center&#8220; size=&#8220;1&#8243; quote=&#8220;\u00abIn welcher Tracht ist Hitler erschienen? Nicht im Braunhemd vermutlich, sondern zivil im Zweireiher.\u00bb&#8220; cite=&#8220;Niklaus Meienberg, 1987.&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; direction=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Dennoch war Hitlers Ziel von Anfang an klar politischer Natur. Aus der Mitschrift der Rede geht die Absicht, Spenden zu sammeln, zwar nicht hervor, allerdings zeichnet Hitler darin ein Bild, in dem in naher Zukunft nicht nur Nord- und Ostdeutschland, sondern auch S\u00fcddeutschland und die Schweiz vom \u00abkommunistischen Schreckensgespenst\u00bb aus Osteuropa \u00fcberrannt w\u00fcrden. Die Revolution \u00abwird kommen, zwangsl\u00e4ufig, und sie wird von Erfolg begleitet sein, weil keine Organisation da ist, die sich ihr entgegenstellt.\u00bb<a name=\"_ftnref10\"><\/a><a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Keine Organisation? Nicht direkt in denjenigen Monaten, in denen Hitler seine Rede hielt. Allerdings weiss Hitler eine Organisation zu inszenieren, die der bolschewistischen Gefahr in Zukunft gegen\u00fcbertreten kann: Die NSDAP, mit ihm an der Spitze. Sein Geschichtsbild ist in fataler Weise absolut: \u00abDem kommunistischen Jdeal der Internationale [sic], der Vaterlandslosigkeit, muss ein nationales Ideal gegen\u00fcbergestellt werden, der Glaube an das kommende Deutschland, an die Zukunft Deutschlands.\u00bb<a name=\"_ftnref11\"><\/a><a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Denn so oder so, die Ereignisse w\u00fcrden gem\u00e4ss Hitler in einem von nur zwei m\u00f6glichen Szenarien enden: In der Diktatur des Proletariats, oder aber, wie in Italien, in der \u00abDiktatur eines <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D27903.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mussolinis<\/a>\u00bb<a name=\"_ftnref12\"><\/a><a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a>, wobei f\u00fcr Hitler selbstredend nur die zweite Option in Frage kam.<\/p>\n[aesop_character name=&#8220;Adolf Hitler&#8220; caption=&#8220;Adolf Hitler hatte ab 1921 den Vorsitz der NSDAP inne. Im November 1923 versuchte er in M\u00fcnchen, die Weimarer Republik zu st\u00fcrzen. In den Monaten davor waren er und seine Parteikollegen auf der Suche nach finanzieller Unterst\u00fctzung. Das f\u00fchrte ihn schliesslich in die Schweiz. Der geplante Putsch scheiterte jedoch und Hitler wurde gemeinsam mit weiteren Umst\u00fcrzlern in Landsberg inhaftiert.&#8220; align=&#8220;left&#8220; force_circle=&#8220;off&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n[aesop_character name=&#8220;Ulrich Wille d. \u00c4ltere&#8220; caption=&#8220;Ulrich Wille senior war w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges Gerenal der Schweizer Armee. Dabei zeigte er durchg\u00e4ngig offene Sympathien f\u00fcr das Deutsche Kaiserreich, erw\u00e4gte gar einen Kriegseintritt der Schweiz auf Seiten der Mittelm\u00e4chte. Auch nach dem Krieg pflegte er Kontkate nach Deutschland, u.a. auch in nationalsozialistischen Kreisen.&#8220; align=&#8220;left&#8220; force_circle=&#8220;off&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n\n[aesop_character name=&#8220;Ulrich Wille d. J\u00fcngere&#8220; caption=&#8220;Der Sohn von Ulrich Wille d. \u00c4lteren, mit Namen ebenfalls Ulrich, diente wie sein Vater in der Schweizer Armee. Nach dem Ersten Weltkrieg war er es, der den Kontakt mit Rudolf Hess und Adolf Hitler f\u00f6rderte. Von Ulrich ging auch die Initiative aus, Hitler in die Villa Sch\u00f6nberg einzuladen. &#8220; align=&#8220;left&#8220; force_circle=&#8220;off&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n\n\n\n[aesop_character name=&#8220;Rudolf Hess&#8220; caption=&#8220;Rudolf Hess fand schon zu Studienzeiten in M\u00fcnchen Kontakt zu den sich formierenden Nationalsozialisten. 1923 soll er sich f\u00fcr ein Semester an der ETH Z\u00fcrich aufgehalten haben. Nach dem Hitlerputsch im selben Jahr musste er wie Hitler eine Haftstrafe absitzen. 1933 wurde er zu dessen Stellvertreter im Dritten Reich ernannt.&#8220; align=&#8220;left&#8220; force_circle=&#8220;off&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n\n[aesop_image imgwidth=&#8220;20%&#8220; img=&#8220;http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/576px-Villa_Rieter_Sch\u00f6nberg_2012-09-30_00-31-03.jpg&#8220; credit=&#8220;Wikimedia Commons; Roland Fischer&#8220; align=&#8220;right&#8220; lightbox=&#8220;on&#8220; captionposition=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220; overlay_revealfx=&#8220;off&#8220;]\n\n[aesop_parallax parallaxbg=&#8220;on&#8220; captionposition=&#8220;bottom-left&#8220; lightbox=&#8220;off&#8220; floater=&#8220;on&#8220; floaterposition=&#8220;left&#8220; floaterdirection=&#8220;none&#8220; overlay_revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Um sich aber in den politischen Wirren der Weimarer Republik durchsetzen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigte er Geld, aufgrund der Inflationsrate am besten in Devisenform. Genaue Zahlen zur Summe der Spendengelder sowie zur Verwendung ebendieser liegen keine vor, allerdings kann davon ausgegangen werden, dass mit dem Schweizer Geld die NSDAP insbesondere im Vorfeld des Hitler-Putsches im November 1923 teilweise finanziell abgesichert werden konnte.<a name=\"_ftnref13\"><\/a><a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<h3><strong>Finanzierung in Devisenform<\/strong><\/h3>\n<p>Die deutsche Wirtschaft kam f\u00fcr die NSDAP indes nicht als wesentliche Geldeinnahmequelle in Frage. Gleichzeitig verschaffte aber Mussolinis Machtetablierung in Italien im Jahr 1922 der Partei Auftrieb. Nach faschistischem Vorbild wurde in Deutschland ernsthaft mit der Nachahmung des Beispiels in Italien gedroht. Es ist belegt, dass die NSDAP vor dem Putschversuch im November 1923 seine F\u00fchrungsschicht u.a. in Schweizer Franken bezahlt hat. Die bayerische Polizei fand im Zuge des darauffolgenden Prozesses entsprechende Beweise daf\u00fcr.<a name=\"_ftnref15\"><\/a><a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Doch wie erfolgreich diese Spendensammlung auch gewesen sein mag \u2013 Alexis Schwarzenbach bspw. spricht von einem Misserfolg, Niklaus Meienberg meint hingegen, dass die Schweizer Franken der NSDAP eine solide finanzielle Basis verschafft h\u00e4tten \u2013, es darf nicht vergessen werden, dass nicht nur Schweizer Geld f\u00fcr die NSDAP in Frage kam. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg floss ebenso franz\u00f6sisches Geld in die deutsche Politik. So gab es vor allem aus Kreisen einer antibolschewistischen Front eine finanzielle Zuwendung zu den Nationalsozialisten. Ebenso hatte die Bewegung Anh\u00e4nger in den USA, in den Niederlanden und in weiteren Staaten.<a name=\"_ftnref17\"><\/a><a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Zu den genauen Ziffern der besagten Geldspende nach Hitlers Rede in Z\u00fcrich gibt es keine eindeutigen Angaben. Die Hinweise, die die bayrische Polizei im Zuge des Prozesses und der Verurteilung Hitlers im Jahr 1924 gesammelt hat, k\u00f6nnen jedoch als am wahrscheinlichsten angesehen werden: 33&#8217;000 Franken sollen es gewesen sein. Davon abweichende Sch\u00e4tzungen reichen hingegen von 20&#8217;000 Franken bis hin zu \u00fcber 100&#8217;000 Franken.<a name=\"_ftnref19\"><\/a><a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Bei Sch\u00e4tzungen derartiger H\u00f6he ist aber nicht gekl\u00e4rt, ob es sich um das Geld handelt, das Hitler allein in Z\u00fcrich sammelte, oder ob es sich dabei um die Summe aller Geldmittel handelt, die der NSDAP \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum aus der Schweiz erhielt.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss <a href=\"http:\/\/www.portal-stat.admin.ch\/lik_rechner\/d\/lik_rechner.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Statistik Schweiz<\/em><\/a> entsprechen 33&#8217;000 Franken aus dem Jahr 1923 im Jahr 2018 einem umgerechneten Wert von 206&#8217;000 Franken. Abgesehen von der Tatsache, dass NSDAP-Politiker in Fremdw\u00e4hrungen bezahlt wurden, liegen allerdings keine genaueren Angaben zu den Verwendungszwecken vor.<\/p>\n<h3><strong>Vom Studententreff zur Hitlerrede<\/strong><\/h3>\n<p>Um die Entwicklung, wie Hitler zu seinen Verbindungen in der Schweiz kam, besser zu verstehen, kommt man nicht um die Person <a href=\"http:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/biografie-rudolf-hess.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rudolf Hess<\/a> herum. 1894 kam er als Sohn einer Deutschen Handelsfamilie in Alexandria, \u00c4gypten, auf die Welt, siedelte aber 1908 nach Deutschland \u00fcber und entwickelte sich in den 20er-Jahren zu einem engen Vertrauten Hitlers; 1933 wurde er zu dessen Stellvertreter im Dritten Reich.<\/p>\n<p>Berichten zufolge hat der junge Rudolf Hess im Wintersemester 1922\/23 in Z\u00fcrich an der ETH studiert und war aufgrund der pro-Deutschen Haltung der Familie Wille auch mit dem jungen Ulrich vertraut. Dieser lud ihn 1923 regelm\u00e4ssig zum studentischen Mittagessen in der Villa Sch\u00f6nberg ein.<a name=\"_ftnref21\"><\/a><a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Studienbescheinigungen oder andere Dokumente, die Hess\u2019 Aufenthalt in der Schweiz belegen, liegen keine vor. Aus einem Briefwechsel zwischen Rudolf Hess und dem deutschen Geographen <a href=\"http:\/\/www.dhm.de\/lemo\/biografie\/biografie-karl-haushofer.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karl Haushofer<\/a> geht aber hervor, dass sich ersterer im Sommer 1923 in der Schweiz aufgehalten hat: \u00abGern denk ich an den kurzen Besuch dort zur\u00fcck [24.7.] [\u2026] Ob die Spenderin damals geahnt hat, was f\u00fcr eine Freude sie uns bereitete? [\u2026] Bitte empfehle mich auch sonst, wo man sich meiner entsinnt, besonders in Horgen und beim Oberst.\u00bb<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Gemeint ist das Landgut <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D7807.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bocken<\/a> in Horgen, dessen Besitzer ab 1912 die Seidenfabrikanten-Familie <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D25139.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwarzenbach<\/a> war. Ren\u00e9e Schwarzenbach-Wille war die Tochter Ulrichs d. \u00c4lteren und wuchs am besagten Ort in Horgen auf.<\/p>\n<p>Durch Hess\u2019 Aufenthalt in Z\u00fcrich und seine Bekanntschaft mit der Familie Wille kam es also Ende August 1923 zum besagten Treffen Hitlers mit der Familie Wille. Ob Rudolf Hess selbst dabei war, steht nicht fest, kann aber angenommen werden. Auch die restliche Zuh\u00f6rerschaft konnte bis heute nicht rekonstruiert werden.<\/p>\n<h3><strong>Bolschewistisches Schreckensgespenst und die Rettung Deutschlands<\/strong><\/h3>\n<p>Doch was genau vermittelte Hitler seinen Zuh\u00f6rern? Es ging um die wirtschaftliche und politische Bedrohungslage Deutschlands. Die Regierung der Weimarer Republik sei machtlos und unf\u00e4hig, die drohende Katastrophe, die mit Hunger und Elend einhergehe, zu bek\u00e4mpfen. Daher forderte Hitler eine Umw\u00e4lzung: \u00abEine Gesundung Deutschlands ist nur m\u00f6glich, wenn r\u00fccksichtslos dreingefahren wird. [\u2026] Eine solche Umw\u00e4lzung kann nie von einer parlamentarischen Regierung durchgef\u00fchrt werden, sondern nur von einem Diktator, der sich auf eine entschlossene, wenn auch kleine Minderheit st\u00fctzt.\u00bb Ausgehen sollte diese Aktion von Bayern, das noch nicht \u00abunmittelbar dem Bolschewismus befallen\u00bb sei.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n[aesop_quote type=&#8220;pull&#8220; background=&#8220;#ffffff&#8220; text=&#8220;#804000&#8243; width=&#8220;75%&#8220; align=&#8220;center&#8220; size=&#8220;1&#8243; quote=&#8220;\u00abEine Gesundung Deutschlands ist nur m\u00f6glich, wenn r\u00fccksichtslos dreingefahren wird.\u00bb&#8220; cite=&#8220;Adolf Hitler, Rede in Z\u00fcrich, 30. August 1923&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; direction=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Hitler zeichnete ein Bild der drohenden bolschewistischen Gefahr, die zu bek\u00e4mpfen er aufrief. Dieser thematische Schwerpunkt ist insofern interessant, als dass in keinem Wort <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D11379.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">antisemitische<\/a> Parolen vorkommen; Juden bleiben vollst\u00e4ndig unerw\u00e4hnt. Das erkl\u00e4rt sich durch die Umst\u00e4nde, in denen die Rede gehalten wurde. In der Schweiz war offen antisemitisches Gedankengut in den 1920er-Jahren nicht gesellschaftstauglich, zudem war nur ein Bruchteil der Bev\u00f6lkerung j\u00fcdisch. Da war die antibolschewistische Rhetorik schon deutlich anklingender. Denn Grossunternehmer und b\u00fcrgerliche Politiker hatten den <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D16533.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landesstreik<\/a> von 1918 noch in Erinnerung. Eine aufbegehrende Arbeiterschaft hatte sich gegen Ende des Ersten Weltkrieges zusammengetan, um gegen die wirtschaftliche Not zu protestieren. Eliten hatten eine kommunistische Revolution gef\u00fcrchtet, und kein anderer als Ulrich Wille d. \u00c4ltere, damals General der Schweizer Armee, dr\u00e4ngte den Bundesrat, Truppen gegen die Arbeiterschaft aufzubieten.<\/p>\n[aesop_video width=&#8220;50%&#8220; align=&#8220;center&#8220; src=&#8220;youtube&#8220; id=&#8220;pdn0Io_SwCs&#8220; caption=&#8220;Ulrich Wille, pro-German General, powered by Swissinfo&#8220; disable_for_mobile=&#8220;off&#8220; loop=&#8220;off&#8220; autoplay=&#8220;off&#8220; controls=&#8220;on&#8220; viewstart=&#8220;off&#8220; viewend=&#8220;off&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220; overlay_revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Im Jahr 1923 war die Erinnerung an die aufbegehrende Arbeiterschaft noch frisch, die Angst vor weiteren bolschewistischen Vorst\u00f6ssen gross. Kein Wunder also, dass Hitler sich dieser Thematik bediente und die \u00abJudenfrage\u00bb ausser Acht liess.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Quellenlage bzgl. Hitlers Aufenthalt in der Schweiz aber d\u00fcrftig. \u00dcber die Autorschaft der Abschrift der Rede herrscht keine Klarheit, inhaltlich stimmt sie aber mit Hitlers Reden \u00fcberein, die er in der Zeit vor dem Putschversuch in M\u00fcnchen andernorts hielt. Angaben zu weiteren Stationen auf seiner Reise gibt es nur vereinzelte, und diese sind selbst nicht immer gesichert. Alexis Schwarzenbach bringt die Problematik der Quellenlage vielleicht etwas vorschnell zum Ausdruck: \u00abVerl\u00e4ssliche Quellen dazu hat es vermutlich nie gegeben, weil der Zweck der Reise von Anfang an geheim gehalten wurde. Zuwendungen d\u00fcrften nicht in Form von Bankanweisungen, sondern bar und ohne Quittung erfolgt sein. Hitlers geschickt formulierte Rede hat sicherlich zum Spendenergebnis beigetragen, inwiefern dies allerdings der NSDAP die Aufrechterhaltung ihrer Aktivit\u00e4ten bis zum Putschversuch erlaubte, ist nicht gekl\u00e4rt.\u00bb<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Mit dem letzten Punkt hat Schwarzenbach sicherlich recht, es ist schwierig, die Spendeneinnahmen der NSDAP in den Kontext von 1923 zu setzen. Doch kann der Betrag, den die bayrische Polizei 1924 ermittelt hat (33&#8217;000 Schweizer Franken), als verl\u00e4sslich gelten. Diesbez\u00fcglich besteht also keine solch grosse Unklarheit, wie es Schwarzenbach postuliert.<\/p>\n<h3><strong>Schweigen oder Erinnern?<\/strong><\/h3>\n<p>Der Historiker Willi Gautschi war 1978 der erste, der Hitlers Besuch in Z\u00fcrich \u00f6ffentlich thematisiert hat. Sein NZZ-Artikel blieb aber f\u00fcr lange Zeit die Ausnahme. Wie gesagt, viele Spuren gibt es nicht, und erst ein Artikel der <a href=\"https:\/\/www.schweizamwochenende.ch\/nachrichten\/enthuellt-die-zuercher-hitler-akte-131063663\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schweiz am Wochenende vom 17. Oktober 2015<\/a> r\u00fcckte die Sachlage wieder ins \u00f6ffentliche Bewusstsein. Daraufhin setzte eine Debatte ein, in der es um die Frage ging, inwiefern man dem zweifelhaften Besuch Hitlers in Z\u00fcrich Erw\u00e4hnung im \u00f6ffentlichen Raum schenken soll. <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/zuerich\/stadt\/hitlers-rede-in-zuerich-hallt-nach\/story\/19210521\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Tages Anzeiger berichtete knapp eine Woche sp\u00e4ter \u00fcber die Tatsache<\/a>, dass Hitlers Rede keinerlei Erw\u00e4hnung, weder im Museum Rietberg noch von offizieller Seite der Stadt Z\u00fcrich, fand. Dies sei insofern hervorzuheben, als dass andere Besucher der Villa Sch\u00f6nberg, etwa Richard Wagner oder der Deutsche Kaiser Wilhelm II., prominent erw\u00e4hnt w\u00fcrden. Darauf folgte eine Debatte unter Historikern: Schweigen oder Erinnern? Philipp Sarasin von der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zog eine Plakette in Betracht, auf der n\u00fcchtern von Hitlers Aufenthalt in der Stadt die Rede sein sollte. Schliesslich entschied sich das Museum sowie auch die Stadt Z\u00fcrich aber auf eine weniger auffallende Variante: Seit 2015 ist auf der <a href=\"http:\/\/www.rietberg.ch\/de-ch\/das-museum\/geschichte.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website des Museums<\/a> Adolf Hitler namentlich erw\u00e4hnt, wenn auch ein wenig euphemistisch:\u00a01923 sei Adolf Hitler \u00abzu Gast\u00bb in der Villa Sch\u00f6nberg gewesen.<\/p>\n[aesop_quote type=&#8220;pull&#8220; background=&#8220;#ffffff&#8220; text=&#8220;#804000&#8243; width=&#8220;75%&#8220; align=&#8220;center&#8220; size=&#8220;1&#8243; quote=&#8220;\u00ab1923 war Adolf Hitler zu Gast in der Villa Sch\u00f6nberg. Er hielt am 30. August eine Rede zur Lage Deutschlands. Motiv f\u00fcr seinen Aufenthalt in Z\u00fcrich war die akute Finanznot der NSDAP.\u00bb&#8220; cite=&#8220;Website des Museums Rietberg.&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; direction=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>\u00c4ngste, die Idylle k\u00f6nne durch den Hinweis auf Hitler zu einer Pilgerst\u00e4tte von Neonazis werden, haben sich seither nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Doch die Debatte \u00fcber neunzig Jahre nach Hitlers Aufenthalt in Z\u00fcrich zeigt, dass Fragen der Erinnerung an grosse M\u00e4nner, seien sie nun ruhmreich oder verbrecherisch in die Geschichte eingegangen, nicht leicht zu beantworten und regelm\u00e4ssig Gegenstand von geschichtspolitischen Debatten sind. Fest steht, dass die finanzielle Unterst\u00fctzung der NSDAP aus der Schweiz kein Glanzlicht der Schweizer Geschichte darstellt. Doch muss man die Ereignisse im historischen Kontext betrachten; der Landesstreik von 1918 sowie die Rolle und Bedeutung von Ulrich Wille (d. \u00c4lteren und d. J\u00fcngeren) k\u00f6nnen n\u00fcchterne Erkl\u00e4rungen liefern, wieso sich die Ereignisse 1923 so abgespielt haben. Man braucht folglich nicht davon zur\u00fcckzuschrecken, auch negative Ged\u00e4chtnisinhalte ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zu r\u00fccken. Durch den bewussten Hinweis auf solche negativen Ged\u00e4chtnisinhalte k\u00f6nnen Vereinnahmungen jeglicher politischen Richtung verhindert und eine sachgerechte Debatte \u00fcber historische Ereignisse erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n\n<p><strong>Beitragsbild: <\/strong>Adolf Hitler, Wikimedia Commons.<\/p>\n\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p>Gossweiler, Kurt: Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919-1924, Berlin 1982.<\/p>\n<p>Jacobsen, Hans-Adolf: Karl Haushofer. Leben und Werk, Band 2. Ausgew\u00e4hlter Schriftwechsel 1917-1946, Boppard a. Rhein 1979.<\/p>\n<p>Meienberg, Niklaus: Die Welt als Wille und Wahn. Elemente zur Naturgeschichte eines Clans, Z\u00fcrich 1987.<\/p>\n<p>Scheck, Raffael: Swiss Funding for the Early Nazi Movement: Motivation, Context and Continuities, in: Journal of Modern History, 71 (4), 1999, p. 793-813.<\/p>\n<p>Schmed, Silvio \/ R\u00fcegg, Arthur (Hg.): Villa Sch\u00f6nberg. Entstehung und Erneuerung, Z\u00fcrich 2003.<\/p>\n<p>Schwarzenbach, Alexis: Die Geborene. Ren\u00e9e Schwarzenbach-Wille und ihre Familie, Z\u00fcrich 2004.<\/p>\n<p>Schwarzenbach, Alexis: \u00abZur Lage in Deutschland\u00bb: Hitlers Rede in Z\u00fcrich vom 30. August 1923, in: Traverse: Zeitschrift f\u00fcr Geschichte (=Revue d\u2019Histoire), Vol. 13 (1), 2006, S. 176-189.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vgl. Schmed \/ R\u00fcegg (Hg.): Villa Sch\u00f6nberg, S. 21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. Schwarzenbach: Hitlers Rede in Z\u00fcrich, S. 176.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Vgl. Schwarzenbach: Die Geborene, S.164<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Vgl. ebd., S. 163 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Hitler beantragte am 25. August 1923 in M\u00fcnchen am Schweizer Generalkonsulat ein Visum f\u00fcr die Schweiz. Vgl. Scheck, Swiss Funding, p. 805.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Schwarzenbach: Hitlers Rede in Z\u00fcrich, S. 182.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. ebd., S. 176.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ebd., S. 178.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Vgl. Meienberg: Die Welt als Wille und Wahn, S. 83<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Schwarzenbach: Hitlers Rede in Z\u00fcrich, S. 179.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Ebd., S. 180.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Ebd., S. 180 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. Scheck, : Swiss Funding for the Early Nazi Movement, S. 807.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Vgl. ebd., S. 793.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Gossweiler : Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919-1924, S.363 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. Meienberg: Die Welt als Wille und Wahn, S.81.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Schmed \/ R\u00fcegg (Hg.): Villa Sch\u00f6nberg, S.21.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Jacobsen: Karl Haushofer. Leben und Werk, Band 2, S. 20.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Schwarzenbach: Hitlers Rede in Z\u00fcrich, S. 179-181.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Schwarzenbach: Hitlers Rede in Z\u00fcrich, S. 187.<\/p>\n\n<p>Beitragsbild: Adolf Hitler, Wikimedia Commons.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Episode aus der Zwischenkriegszeit zeigt, dass Schweizer Grossunternehmer in den 1920er Jahren mit finanziellen Mitteln zum politischen Erfolg der Nationalsozialisten beitragen wollten.<\/p>\n","protected":false},"author":359,"featured_media":1291,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[1,6,7],"tags":[3,13,54,53,10],"class_list":["post-294","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-stadtraeume","category-wirtschaft","tag-hitler","tag-nsdap","tag-schwarzenbach","tag-villa-schoenberg","tag-wille"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/359"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=294"}],"version-history":[{"count":97,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1969,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294\/revisions\/1969"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=294"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=294"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=294"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}