{"id":171,"date":"2019-08-20T14:17:27","date_gmt":"2019-08-20T12:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/zuerchergeschichten\/?p=171"},"modified":"2021-03-19T11:30:51","modified_gmt":"2021-03-19T10:30:51","slug":"unter-aller-kanone-die-arbeiterschaft-der-werkzeugmaschinenfabrik-oerlikon-im-und-um-den-buehrle-skandal-von-1968","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/2019\/08\/20\/unter-aller-kanone-die-arbeiterschaft-der-werkzeugmaschinenfabrik-oerlikon-im-und-um-den-buehrle-skandal-von-1968\/","title":{"rendered":"Unter aller Kanone? &#8211; Die Arbeiterschaft der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon im und um den &#8222;B\u00fchrle-Skandal&#8220; von 1968"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\">Waffenlieferungen ins Ausland sind in der Schweiz seit l\u00e4ngerer Zeit immer wieder Geg<\/span><span style=\"color: #000000\">enstand von <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/service\/suche\/suche.html?date=alle&amp;order=date&amp;key=waffenexporte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Debatten<\/a>. Dabei gehen die Meinungen insbesondere dann weit auseinander, wenn die Frage von Ausfuhren in sogenannte &#8222;<a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/standard\/schweizer-ruestungsfirmen-wollen-in-buergerkriegslaender-exportieren\/story\/14137412\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konfliktgebiete<\/a>&#8220; diskutiert wird: Ist das wirtschaftliche \u00dcberleben der Schweizer R\u00fcstungsindustrie h\u00f6her zu gewichten als ethische Bedenken? Wie ambivalent die Haltung der Mitarbeitenden der Waffenindustrie diesbez\u00fcglich sein kann, k\u00f6nnen Archivalien aus der Zeit des &#8222;B\u00fchrle-Skandals&#8220; von 1968 aufzuzeigen.<\/span><!--more--><\/p>\n<h3>Krieg in Biafra und &#8222;Post aus der Schweiz&#8220;<\/h3>\n<p>Am 30. Mai 1967 erkl\u00e4rte die im S\u00fcdosten Nigerias gelegene Provinz Biafra ihre Unabh\u00e4ngigkeit von der Regierung in Lagos,<sup><a href=\"#footnote_1_171\" id=\"identifier_1_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kalt, Tiersmondismus, S. 349.\">1<\/a><\/sup> nachdem im Vorjahr zwei Machtwechsel innerhalb von sechs Monaten interne Spannungen im &#8222;Kampf um politische und \u00f6konomische Ressourcen&#8220; angestossen hatten.<sup><a href=\"#footnote_2_171\" id=\"identifier_2_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Matter, SOS Biafra, S. 11.\">2<\/a><\/sup> Als Reaktion auf die Sezession der &#8222;Republik Biafra&#8220; erkl\u00e4rte die nigerianische Regierung der &#8222;abtr\u00fcnnige[n] Provinz&#8220; den Krieg und leitete eine &#8222;Polizeiaktion&#8220; ein.<sup><a href=\"#footnote_3_171\" id=\"identifier_3_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Matter, SOS Biafra, S. 11, St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 14 sowie Kalt, Tiersmondismus, S. 349.\">3<\/a><\/sup> Aus der urspr\u00fcnglich als kurzer Eingriff verstandenen Milit\u00e4roperation entwickelte sich schliesslich ein B\u00fcrgerkrieg,<sup><a href=\"#footnote_4_171\" id=\"identifier_4_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 15.\">4<\/a><\/sup> welcher erst im Januar 1970 mit der biafranischen Kapitulation beendet wurde.<sup><a href=\"#footnote_5_171\" id=\"identifier_5_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Kalt, Tiersmondismus, S. 349.\">5<\/a><\/sup><\/p>\n<figure style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/e\/ef\/Biafra_independent_state_map-en.svg\/2000px-Biafra_independent_state_map-en.svg.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/e\/ef\/Biafra_independent_state_map-en.svg\/2000px-Biafra_independent_state_map-en.svg.png\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1545\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Nigeria und die Region Biafra 1967-1970 (C) Wikimedia Commons<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left\">Im Zuge der vollst\u00e4ndigen Abschneidung der sezessionistischen Region durch die Armee Nigerias ab Mai 1968 f\u00fchrte deren Blockade zu einer humanit\u00e4ren Notlage, von welcher insbesondere die Zivilbev\u00f6lkerung Biafras einschneidend getroffen wurde.<sup><a href=\"#footnote_6_171\" id=\"identifier_6_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Matter, SOS Biafra, S. 11; aber auch St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 15.\">6<\/a><\/sup> So wurde 1969 gesch\u00e4tzt, dass aufgrund der miserablen Versorgungslage &#8222;t\u00e4glich bis zu zehntausend Menschen[leben]&#8220; von der &#8222;Hungerkatastrophe&#8220; gefordert wurden.<sup><a href=\"#footnote_7_171\" id=\"identifier_7_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 16.\">7<\/a><\/sup> Obschon Hilfsorganisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bereits fr\u00fchzeitig im Konfliktgebiet pr\u00e4sent waren, wurde es den humanit\u00e4ren Institutionen erst nach einer internationalen Medienkampagne von Seiten der Republik Biafra m\u00f6glich,\u00a0ihre Eins\u00e4tze auszuweiten.<sup><a href=\"#footnote_2_171\" id=\"identifier_8_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Matter, SOS Biafra, S. 11.\">2<\/a><\/sup> Diese gezielte &#8222;Imagepflege&#8220; Biafras f\u00fchrte unter anderem dazu, dass die internationale \u00d6ffentlichkeit auf die N\u00f6te der Zivilisten in der umk\u00e4mpften Region aufmerksam wurde.<sup><a href=\"#footnote_8_171\" id=\"identifier_9_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Kalt, Tiersmondismus, S. 349f.\">8<\/a><\/sup> Auch in der Schweiz erfuhren die Hilfsbem\u00fchungen f\u00fcr Biafra eine Intensivierung. Beispielsweise erh\u00f6hten sich die Zuwendungen der Bundesregierung zugunsten des IKRK und es fanden diverse, teils weitr\u00e4umige <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/me_schonvergessen\/video\/hilfsaktion-fuer-biafra?id=59301476-7325-4b08-9f1b-14d81d1ef93d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sammelaktionen<\/a>\u00a0statt.<sup><a href=\"#footnote_9_171\" id=\"identifier_10_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 49 sowie Kalt, Tiersmondismus, S. 352.\">9<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Aus der Schweiz gelangten allerdings nicht nur Spendengelder und Hilfsg\u00fcter an hilfsbed\u00fcrftige Menschen in Biafra, auch die nigerianische Seite wurde &#8218;unterst\u00fctzt&#8216;, jedoch mit weitaus andersartigen &#8218;Hilfslieferungen&#8216;, wie ab November 1968 \u00f6ffentlich bekannt werden sollte.<\/p>\n<h3>Oerlikoner Waffenlieferungen nach Nigeria: Die &#8222;Bombe&#8220; platzt<\/h3>\n<p>Bereits im Juli 1966, also fast ein Jahr vor dem Ausbruch des B\u00fcrgerkriegs in Biafra, reisten nigerianische Armeeoffiziere nach Frankreich und in die Schweiz und besuchten verschiedene R\u00fcstungsfirmen, darunter die\u00a0Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, B\u00fchrle AG (WO). Der Schweizer Botschaft in der nigerianischen Hauptstadt Lagos war dies mindestens seit April 1967 <a href=\"http:\/\/dodis.ch\/33433\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ebenso bekannt<\/a> wie die Absicht einer weiteren nigerianischen Delegation, auf einer Reise in die Schweiz Waffenk\u00e4ufe zu t\u00e4tigen.<sup><a href=\"#footnote_10_171\" id=\"identifier_11_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"dodis 33433, S. 1.\">10<\/a><\/sup> Von Seiten der Schweizer Beh\u00f6rden wurde in der Folge ein &#8222;Embargo&#8220; \u00fcber Nigeria und die Region Biafra verh\u00e4ngt, welches ab Ende April 1967 in Kraft trat.<sup><a href=\"#footnote_11_171\" id=\"identifier_12_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"dodis 33433, S. 2.\">11<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Trotz dieser Massnahmen gelangten Flugabwehrkanonen aus WO-Produktion in die Best\u00e4nde der nigerianischen Armee und fanden am Kriegsschauplatz in Biafra Verwendung. Bis zum Ende des Jahres 1967 wusste auch der Schweizer Botschafter in Lagos \u00fcber diese Tatsache Bescheid und berichtete nach Bern \u00fcber die Lieferungen: Die Gesch\u00fctze &#8222;[w]urden in der Schweiz fabriziert und gelangten voraussichtlich \u00fcber ein anderes Land nach Nigeria.&#8220; Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wies der Botschafter darauf hin, dass &#8222;die Umgehung unserer Ausfuhrvorschriften offensichtlich ist&#8220; und forderte eine interne Untersuchung, welche daraufhin er\u00f6ffnet wurde.<sup><a href=\"#footnote_12_171\" id=\"identifier_13_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"dodis 33433, S. 3 aber auch Matter, SOS Biafra, S. 48.\">12<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Im Verlauf der Nachforschungen wurde nicht nur die Verletzung des Embargos gegen\u00fcber Nigeria verifiziert, sondern auch illegale Waffenexporte in sieben weitere Staaten, darunter <a href=\"http:\/\/dodis.ch\/33503\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Persien<\/a> (der heutige Iran) und S\u00fcdafrika, aufgedeckt.<sup><a href=\"#footnote_13_171\" id=\"identifier_14_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"dodis 33503, S. 1; Kalt, Tiersmondismus, S. 354 sowie Matter, SOS Biafra, S. 12.\">13<\/a><\/sup> Schliesslich liess die Mitteilung des Eidgen\u00f6ssischen Justiz- und Polizeidepartements, dass Ermittlungen gegen Mitarbeitende der WO aufgrund des Verdachts auf illegale Waffenlieferungen nach Nigeria aufgenommen worden seien,<sup><a href=\"#footnote_14_171\" id=\"identifier_15_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Kalt, Tiersmondismus, S. 352.\">14<\/a><\/sup> die &#8222;Bombe&#8220; am 4. November 1968\u00a0platzen und der &#8222;B\u00fchrle-Skandal&#8220; nahm seinen Lauf.<sup><a href=\"#footnote_15_171\" id=\"identifier_16_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Tobler, B&uuml;hrle-Skandal, S. 139.\">15<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Die Schweizer \u00d6ffentlichkeit reagierte in den Worten von <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D17394.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LdU<\/a>-Nationalrat Walter Allg\u00f6wer &#8222;<a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/buehrle-prozess-allgoewer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mit Emp\u00f6rung<\/a>&#8220; auf die Enth\u00fcllungen \u00fcber die illegalen R\u00fcstungsgesch\u00e4fte der WO.<sup><a href=\"#footnote_16_171\" id=\"identifier_17_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Interpellation Allg&ouml;wer, S. 1.\">16<\/a><\/sup> In- und ausl\u00e4ndische Medien berichteten in &#8222;aufgeregten Tonlagen&#8220; \u00fcber die Waffenverk\u00e4ufe nach Nigeria, wobei der Fokus nicht einmal in erster Linie auf den Machenschaften der WO lag.<sup><a href=\"#footnote_17_171\" id=\"identifier_18_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"St&ouml;ssel, Kriegsmaterial, S. 85.\">17<\/a><\/sup> Vielmehr wurde es als &#8222;<a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/waffenausfuhr-buehrle-affaere.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">untragbar<\/a>&#8220; bezeichnet, dass ein &#8222;Land, das in beiden Weltkriegen verschont geblieben ist, durch Waffenverk\u00e4ufe ins Ausland dazu beitr\u00e4gt, das Andauern der kriegerischen Spannungen und der Gefahr milit\u00e4rischer Konflikte in der Welt zu beg\u00fcnstigen.&#8220;<sup><a href=\"#footnote_18_171\" id=\"identifier_19_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vormittagssitzung vom 19. Dezember 1968, S. 1.\">18<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Die Lieferungen der WO nach Nigeria wurden dabei besonders aus zwei Gr\u00fcnden kritisiert: Einerseits sympathisierte die \u00f6ffentliche Meinung tendenziell mit der biafranischen Sezession. Andererseits wurden die humanit\u00e4ren Hilfsaktionen, im Speziellen jene des &#8217;schweizerischen&#8216; IKRK, durch die Verwendung von &#8218;Schweizer&#8216; Flugabwehrkanonen bedroht.<sup><a href=\"#footnote_19_171\" id=\"identifier_20_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Matter, SOS Biafra, S. 93f.\">19<\/a><\/sup> In der Folge lancierten Organisationen wie der schweizerische Friedensrat Bem\u00fchungen, eine Volksabstimmung \u00fcber ein &#8222;totales Verbot der Waffenausfuhr&#8220; zu forcieren;<sup><a href=\"#footnote_20_171\" id=\"identifier_21_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Kalt, Tiersmondismus, S. 357-362.\">20<\/a><\/sup> ein Bestreben, welches in der schliesslich verworfenen &#8222;Waffenausfuhrverbotsinitiative&#8220; von 1972 kulminieren sollte.<sup><a href=\"#footnote_21_171\" id=\"identifier_22_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Hug, Waffenproduktion, S. 2.\">21<\/a><\/sup> Ausserdem hatte der &#8222;B\u00fchrle-Skandal&#8220; den &#8222;B\u00fchrle-Prozess&#8220; zur Folge, im Zuge dessen sich Verantwortliche der WO, darunter ihr Generaldirektor Dieter B\u00fchrle, vor Gericht verantworten mussten und Haft- sowie Geldstrafen erhielten.<sup><a href=\"#footnote_22_171\" id=\"identifier_23_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Kalt, Tiersmondismus, S. 354-356.\">22<\/a><\/sup><\/p>\n<h3>Die Belegschaft der WO und ihr Verh\u00e4ltnis zu R\u00fcstungsexporten in und um den &#8222;B\u00fchrle-Skandal&#8220;<\/h3>\n<p>Der recht klaren, einseitigen Reaktion der Schweizer \u00d6ffentlichkeit zu Waffenexporten im Allgemeinen und den illegalen nach Nigeria im Besonderen stand eine deutlich ambivalentere Haltung der Mitarbeitenden der WO zur Exportfrage gegen\u00fcber.<sup><a href=\"#footnote_23_171\" id=\"identifier_24_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. dodis 33503, S. 1f. zur allgemeinen Haltung gegen&uuml;ber R&uuml;stungsexporten in den Jahren vor der &bdquo;B&uuml;hrle-Aff&auml;re&ldquo;.\">23<\/a><\/sup> Diese Ambivalenzen werden \u00a0insbesondere in den diversen Jahresberichten der Betriebskommission der WO (BK-WO) deutlich.<sup><a href=\"#footnote_24_171\" id=\"identifier_25_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Die Jahresberichte der BK-WO sind als Teil von Ar. 422.65.4, Mappe 3:&nbsp;SWO \/ Oerlikon B&uuml;hrle 1966-1973 im Schweizerischen Sozialarchiv verf&uuml;gbar.\">24<\/a><\/sup> Verfasst von Walter F\u00fcrst, dem damaligen Pr\u00e4sidenten der BK-WO, beginnen die Berichte der Jahre 1965 bis 1972 typischerweise mit einem Blick auf die Brennpunkte des Weltgeschehens des vergangenen Jahres. So schreibt F\u00fcrst im &#8222;Jahresbericht 1966&#8243;:<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n[aesop_quote  type=&#8220;block&#8220; background=&#8220;#282828&#8243; text=&#8220;#ffffff&#8220; width=&#8220;content&#8220; height=&#8220;auto&#8220; align=&#8220;center&#8220; size=&#8220;1&#8243; quote=&#8220;Werte Kolleginnen und Kollegen, &lt;br \/&gt;<br \/>\nWiederum haben wir ein ereignisreiches Jahr hinter uns. Leider beherrschen immer noch die Kampfhandlungen im fernen Osten, welche f\u00fcr die Betroffenen Hunger und Elend bringen, das internationale Tagesgeschehen. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es doch, wenn alle V\u00f6lker der Erde friedlich miteinander leben k\u00f6nnten.&#8220; cite=&#8220;Walter F\u00fcrst 1966 im Jahresbericht der BK-WO (Ar. 422.65.4. Mappe 3)&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; direction=&#8220;left&#8220; revealfx=&#8220;off&#8220;]\n<p>Speziell F\u00fcrsts Vorstellung eines friedlichen Zusammenlebens aller Menschen muss dabei wohl mehr als Standardformulierung denn als &#8218;frommer Wunsch&#8216; verstanden werden, ist diese Aussage doch praktisch wortgetreu in allen seinen darauffolgenden Jahresberichten zu finden. Es ist jedoch nicht nur dieser Beobachtung geschuldet, dass die Eingangsabs\u00e4tze in den Berichten von Walter F\u00fcrst nur schwerlich w\u00f6rtlich genommen werden k\u00f6nnen, stehen sie doch\u00a0in bisweilen auffallendem Kontrast zum weiteren Text.<\/p>\n<p>Denn f\u00fcr die BK-WO war nicht der Weltfrieden die gr\u00f6sste Sorge, sondern vielmehr Angelegenheiten wie die FremdarbeiterInnenfrage, bleibende Besch\u00e4ftigung sowie Teuerungsausgleiche und Lohnerh\u00f6hungen, die &#8218;klassischen&#8216; Schwerpunkte einer Betriebskommission. Diese Aspekte sind dann in F\u00fcrsts Jahresberichten auch fast durchgehend pr\u00e4sent, zum Beispiel wird stets auf die Anzahl der FremdarbeiterInnen im Land und im Metallgewerbe eingegangen. In ebendiesem Sinne schliesst F\u00fcrst seine Berichte jeweils auch &#8222;[i]n der Hoffnung, gute Besch\u00e4ftigung und Verdienst m\u00f6ge uns allen im kommenden Jahr sichergestellt sein&#8220;.<sup><a href=\"#footnote_25_171\" id=\"identifier_26_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ar. 422.65.4, Mappe 3: Jahresbericht 1966.\">25<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Um die prim\u00e4ren Interessen der vertretenen ArbeiterInnen, Besch\u00e4ftigung, Arbeitsbedingungen und der Teuerung angepasste Entl\u00f6hnung, bestm\u00f6glichst zu vertreten, scheint die BK-WO deshalb klare Priorit\u00e4ten gesetzt zu haben.<sup><a href=\"#footnote_26_171\" id=\"identifier_27_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Ar. 422.65.4, Mappe 3: Brief der BK an die Gesch&auml;ftsleitung der WO zum Jahresende 1970 zu den Interessen der durch die BK-WO vertretenen ArbeiterInnen.\">26<\/a><\/sup> Diese Priorit\u00e4tensetzung wird dabei besonders im Jahresbericht 1969, und bedingt in jenem f\u00fcr 1968, deutlich. So wird zu Beginn des Jahresberichts 1968, spiegelbildlich f\u00fcr die Schweizer \u00d6ffentlichkeit, explizit auf den Konflikt in und um Biafra Bezug genommen, wobei die Rede von &#8222;Hunger und Tod f\u00fcr Millionen von unschuldigen Menschen&#8220; ist.<sup><a href=\"#footnote_27_171\" id=\"identifier_28_171\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ar. 422.65.4, Mappe 3: Jahresbericht 1968.\">27<\/a><\/sup> In dem im M\u00e4rz 1970 verfassten &#8222;Jahresbericht 1969&#8220; wird dagegen kein Wort \u00fcber den erst k\u00fcrzlich zu Ende gegangenen B\u00fcrgerkrieg in Nigeria verloren. Ganz im Gegenteil, findet sich darin doch dieser Abschnitt:<\/p>\n<figure id=\"attachment_1404\" aria-describedby=\"caption-attachment-1404\" style=\"width: 768px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1404 size-full\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/IMG_3276-raw.-loyale_haltung_der_B.K.-e1616148368698.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/IMG_3276-raw.-loyale_haltung_der_B.K.-e1616148368698.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/IMG_3276-raw.-loyale_haltung_der_B.K.-e1616148368698-300x145.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/IMG_3276-raw.-loyale_haltung_der_B.K.-e1616148368698-370x179.jpg 370w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/files\/2017\/12\/IMG_3276-raw.-loyale_haltung_der_B.K.-e1616148368698-400x194.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1404\" class=\"wp-caption-text\">Ausschnitt aus dem Jahresbericht 1969 der BK-WO. Foto: M.Staubli<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es erscheint daher unzweifelhaft, dass sich die BK-WO und die ArbeiterInnenschaft ihren &#8222;Teuerungs-Ausgleich&#8220; quasi &#8218;erkauften&#8216;, da sie ihn als &#8218;Belohnung&#8216; daf\u00fcr erhielten, dass sie sich gegen\u00fcber der im Kreuzfeuer der \u00f6ffentlichen Kritik stehenden Gesch\u00e4ftsleitung loyal erwiesen hatten. Die Priorit\u00e4t der BK-WO lag daher eindeutig auf den finanziellen Eigeninteressen der ArbeiterInnen. Die humanit\u00e4re Katastrophe in Biafra, an der die WO und ihre Mitarbeiter mit der Produktion und dem illegalen Export von Flugabwehrkanonen nach Nigeria nicht unbeteiligt waren, wurde zwar zur Kenntnis genommen, w\u00e4hrend des &#8222;B\u00fchrle-Skandals&#8220; jedoch unbeachtet belassen. Im Vordergrund standen &#8211; so scheint es &#8211; die wirtschaftlichen Eigeninteressen.<\/p>\n<p>Es bleibt daher nur noch festzuhalten, dass f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie, hier am Beispiel der Mitarbeitenden der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, B\u00fchrle AG und der sie vertretenden Betriebskommission im Rahmen des &#8222;B\u00fchrle-Skandals&#8220;, im Gegensatz zur damaligen \u00f6ffentlichen Meinung, im Zweifelsfall wirtschaftliche (Eigen-)Interessen \u00fcber ethischen Bedenken standen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Diplomatische Dokumente der Schweiz 1848-1975. Nr. 33433 (Aktennotiz\/Notiz vom 16.12.1968) <a href=\"http:\/\/dodis.ch\/33433\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/dodis.ch\/33433<\/a>.<\/li>\n<li>Diplomatische Dokumente der Schweiz 1848-1975. Nr. 33503 (Aktennotiz\/Notiz vom 15.10.1968) <a href=\"http:\/\/dodis.ch\/33503\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/dodis.ch\/33503<\/a>.<\/li>\n<li>Eidgen\u00f6ssisches Departement f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten. Vormittagssitzung vom 19. Dezember 1968\u00a0<a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/waffenausfuhr-buehrle-affaere.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/waffenausfuhr-buehrle-affaere.pdf<\/a>.<\/li>\n<li>Eidgen\u00f6ssisches Departement f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten. 10 739. Interpellation Allg\u00f6wer. B\u00fchrle-Prozess. 22.09.1971\u00a0<a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/buehrle-prozess-allgoewer.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/parl-vor\/southafrica\/1948-1979\/buehrle-prozess-allgoewer.pdf<\/a>.<\/li>\n<li>Schweizerisches Sozialarchiv: Ar. 422.65.4. Mappe 3: SWO \/ Oerlikon B\u00fchrle 1966-1973 (Archiv des SMUV Sektion Z\u00fcrich 1873-2004).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hug, Peter: Waffenproduktion und -handel, in: Historisches Lexikon der Schweiz, 27.12.2014. <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D13982.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D13982.php<\/a>\u00a0[Stand: 13.02.2018].<\/li>\n<li>Kalt, Monica: Tiersmondismus in der Schweiz der 1960er und 1970er Jahre. Von der Barmherzigkeit zur Solidarit\u00e4t, Bern 2010 (Monographien zur Soziologie und Gesellschaftspolitik 45).<\/li>\n<li>Matter, Dominik: \u201aSOS Biafra\u2018. Die schweizerischen Aussenbeziehungen im Spannungsfeld des nigerianischen B\u00fcrgerkriegs 1967-1970, Bern 2015 (Quaderni di Dodis 5).<\/li>\n<li>Meuwly, Olivier: Landesring der Unabh\u00e4ngigen, in:\u00a0Historisches Lexikon der Schweiz, 11.11.2008. <a href=\"http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D17394.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.hls-dhs-dss.ch\/textes\/d\/D17394.php<\/a>\u00a0[Stand: 16.02.2018].<\/li>\n<li>St\u00f6ssel, Gian-Luca: Kriegsmaterial und Solidarit\u00e4t \u2013 Die Schweiz und der Biafrakrieg. Die Bem\u00fchungen der Schweiz um Linderung der humanit\u00e4ren Auswirkungen des Biafrakriegs und die B\u00fchrle-Aff\u00e4re, Saarbr\u00fccken 2011.<\/li>\n<li>Tobler, Ruedi: Der B\u00fchrle-Skandal und die Waffenausfuhrverbotsinitiative, in: Tagungssekretariat \u201eF\u00fcr das Leben produzieren\u201c (Hg.): Waffenplatz Schweiz. Beitr\u00e4ge zur schweizerischen R\u00fcstungsindustrie und Waffenausfuhr, Bern 1983, S. 139-150.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Beitragsbild:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Archiv f\u00fcr Zeitgeschichte: PA Syst Sammlung &#8222;Biafra&#8220; (913). &#8222;Post aus der Schweiz&#8220;. Karikatur aus dem Nebelspalter vom 11.12.1968 (enthalten in Matter, SOS Biafra, S. 115).<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_171\" class=\"footnote\">Vgl. Kalt, Tiersmondismus, S. 349.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_171\" class=\"footnote\">Matter, SOS Biafra, S. 11.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_171\" class=\"footnote\">Matter, SOS Biafra, S. 11, St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 14 sowie Kalt, Tiersmondismus, S. 349.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_171\" class=\"footnote\">St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 15.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_171\" class=\"footnote\">Kalt, Tiersmondismus, S. 349.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_171\" class=\"footnote\">Matter, SOS Biafra, S. 11; aber auch St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 15.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_171\" class=\"footnote\">St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 16.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_171\" class=\"footnote\">Kalt, Tiersmondismus, S. 349f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_171\" class=\"footnote\">St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 49 sowie Kalt, Tiersmondismus, S. 352.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_10_171\" class=\"footnote\">dodis 33433, S. 1.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_11_171\" class=\"footnote\">dodis 33433, S. 2.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_12_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_12_171\" class=\"footnote\">dodis 33433, S. 3 aber auch Matter, SOS Biafra, S. 48.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_13_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_13_171\" class=\"footnote\">dodis 33503, S. 1; Kalt, Tiersmondismus, S. 354 sowie Matter, SOS Biafra, S. 12.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_14_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_14_171\" class=\"footnote\">Kalt, Tiersmondismus, S. 352.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_15_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_15_171\" class=\"footnote\">Tobler, B\u00fchrle-Skandal, S. 139.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_16_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_16_171\" class=\"footnote\">Interpellation Allg\u00f6wer, S. 1.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_17_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_17_171\" class=\"footnote\">St\u00f6ssel, Kriegsmaterial, S. 85.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_18_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_18_171\" class=\"footnote\">Vormittagssitzung vom 19. Dezember 1968, S. 1.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_19_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_19_171\" class=\"footnote\">Matter, SOS Biafra, S. 93f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_20_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_20_171\" class=\"footnote\">Kalt, Tiersmondismus, S. 357-362.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_21_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_21_171\" class=\"footnote\">Hug, Waffenproduktion, S. 2.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_22_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_22_171\" class=\"footnote\">Kalt, Tiersmondismus, S. 354-356.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_23_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_23_171\" class=\"footnote\">Vgl. dodis 33503, S. 1f. zur allgemeinen Haltung gegen\u00fcber R\u00fcstungsexporten in den Jahren vor der &#8222;B\u00fchrle-Aff\u00e4re&#8220;.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_24_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_24_171\" class=\"footnote\">Die Jahresberichte der BK-WO sind als Teil von Ar. 422.65.4, Mappe 3:\u00a0SWO \/ Oerlikon B\u00fchrle 1966-1973 im Schweizerischen Sozialarchiv verf\u00fcgbar.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_25_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_25_171\" class=\"footnote\">Ar. 422.65.4, Mappe 3: Jahresbericht 1966.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_26_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_26_171\" class=\"footnote\">Vgl. Ar. 422.65.4, Mappe 3: Brief der BK an die Gesch\u00e4ftsleitung der WO zum Jahresende 1970 zu den Interessen der durch die BK-WO vertretenen ArbeiterInnen.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_27_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_27_171\" class=\"footnote\">Ar. 422.65.4, Mappe 3: Jahresbericht 1968.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_28_171\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waffenlieferungen ins Ausland sind in der Schweiz seit l\u00e4ngerer Zeit immer wieder Gegenstand von Debatten. Dabei gehen die Meinungen insbesondere dann weit auseinander, wenn die Frage von Ausfuhren in sogenannte &#8222;Konfliktgebiete&#8220; diskutiert wird: Ist das wirtschaftliche \u00dcberleben der Schweizer R\u00fcstungsindustrie h\u00f6her zu gewichten als ethische Bedenken? Wie ambivalent die Haltung der Mitarbeitenden der Waffenindustrie diesbez\u00fcglich&hellip;&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":361,"featured_media":435,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[1,7],"tags":[58,19,37,70],"class_list":["post-171","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-wirtschaft","tag-arbeit","tag-neutralitaet","tag-wirtschaft","tag-zuerich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/users\/361"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=171"}],"version-history":[{"count":123,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2211,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171\/revisions\/2211"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media\/435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zuerchergeschichten\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}