{"id":68,"date":"2020-10-12T08:10:02","date_gmt":"2020-10-12T06:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zoubery\/?p=68"},"modified":"2020-10-12T08:10:49","modified_gmt":"2020-10-12T06:10:49","slug":"du-rotte-und-blutige-mutter-frauensegen-und-fruehneuzeitliche-vorstellungen-des-weiblichen-koerpers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/zoubery\/2020\/10\/12\/du-rotte-und-blutige-mutter-frauensegen-und-fruehneuzeitliche-vorstellungen-des-weiblichen-koerpers\/","title":{"rendered":"\u201eDu rotte und blutige Mutter\u201c: Frauensegen und fr\u00fchneuzeitliche Vorstellungen des weiblichen K\u00f6rpers"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Johanna Russ<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Glaube an Segensspr\u00fcche in der Behandlung von \u201eFrauenbeschwerden\u201c wie Unterleibsschmerzen war in der Fr\u00fchen Neuzeit ein verbreitetes Ph\u00e4nomen. Eine Betrachtung einiger solcher Segensspr\u00fcche, die in einem Arzneibuch aus dem 17. Jhd. \u00fcberliefert sind, zeigt, dass im Mittelpunkt dieser sogenannten Frauensegen stets eine bestimmte Vorstellung des weiblichen K\u00f6rpers steht, die vor allem den Uterus als bewegliches und potenziell gef\u00e4hrliches Organ in den Fokus r\u00fcckt. In dieser K\u00f6rperkonzeption vereinen sich medizinische und religi\u00f6se Diskurse, die bis in die Antike zur\u00fcckreichen. Die vorliegenden Segensspr\u00fcche geben so einen ersten Einblick in das fr\u00fchneuzeitliche Verst\u00e4ndnis des weiblichen K\u00f6rpers und veranschaulichen die Best\u00e4ndigkeit historischer Praktiken und Vorstellungen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>\u201eVyl gueti Rothschl\u00e4g f\u00fcr M\u00e4nsche und Vych\u201c verspricht ein Arzneibuch aus dem 17. Jhd., welches vermutlich urspr\u00fcnglich aus der Innerschweiz stammte, aber im Berner Gebiet zur Verwendung kam, seinen Leser*innen. Nebst einer Vielzahl anderer Praktiken zur Bew\u00e4ltigung des allt\u00e4glichen Lebens finden sich darin auch mehrere sogenannte Frauensegen, die Hilfe bei Geburt oder Menstruationsschmerzen leisten sollten. Hierbei handelte es sich keineswegs um Rarit\u00e4ten: Zauberspr\u00fcche und Segen zur Behandlung von \u201eFrauenbeschwerden\u201c sind bereits f\u00fcr das 10. Jhd. belegt und waren mindestens bis ins 18. Jhd. hinein verbreitet.<sup><a href=\"#footnote_1_68\" id=\"identifier_1_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse, Britta-Juliane: Die Arznei ist Goldes wert. Mittelalterliche Frauenrezepte, Berlin, New York 1999, hier S. 42f und S. 54ff.\">1<\/a><\/sup> Dementsprechend ergeben sich in den Frauensegen aus dem besagten Arzneibuch sowohl formale als auch inhaltliche Ber\u00fchrungspunkte mit bekannten antiken und mittelalterlichen Praktiken. Im Zentrum steht dabei stets der K\u00f6rper der Frau, der abwechselnd beschworen und geheilt werden sollte, und sowohl als Ursache wie auch als Opfer von Krankheiten verstanden wurde. So gew\u00e4hren die Quellen einen faszinierenden Einblick in das fr\u00fchneuzeitliche Verst\u00e4ndnis des weiblichen K\u00f6rpers \u2013 das Ergebnis ist ein komplexes Bild, in dem die Grenzen unseres heutigen Verst\u00e4ndnisses von Religion und Medizin verschwimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Formal betrachtet lassen sich zun\u00e4chst schriftliche und m\u00fcndliche Segensformen unterscheiden. Erstere bestehen aus Anleitungen, die erfordern, dass bestimmte Worte exakt abgeschrieben und anschliessend am K\u00f6rper der betroffenen Frau befestigt werden. So r\u00e4t einer der Texte \u201ewann ein frauw in kinds n\u00f6hten liegt, so leg ihr diesen brief under, so wird sie bald genn\u00e4sen.\u201c<sup><a href=\"#footnote_2_68\" id=\"identifier_2_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl&auml;g f&uuml;r M&auml;nsche und Vych, Nr. 17.\">2<\/a><\/sup> Aus dem expliziten Verweis auf einen \u201ebrief\u201c l\u00e4sst sich schliessen, dass es sich hierbei um einen sogenannten \u201eGeburtsbrief\u201c handelt \u2013 eine popul\u00e4re Praktik, die sich bereits f\u00fcr das Mittelalter nachweisen l\u00e4sst. Der eigentliche Brief, der am K\u00f6rper der Geb\u00e4renden angebracht werden sollte, bestand dabei meist aus lateinischen Formeln, mit denen Heilige und Bibelfiguren, die mit Geburt und Fruchtbarkeit assoziiert wurden, um Hilfe angerufen wurden.<sup><a href=\"#footnote_3_68\" id=\"identifier_3_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 46 und S. 53f.\">3<\/a><\/sup> Dementsprechend erw\u00e4hnt auch der vorliegende Geburtsbrief beispielsweise \u201eMaria\u201c oder \u201eElisabeth\u201c, die biblische Mutter von Johannes dem T\u00e4ufer. Dies zeigt, dass solche Segen nicht nur \u201edie Grenzen zwischen Volksmagie und Gebet\u201c<sup><a href=\"#footnote_4_68\" id=\"identifier_4_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 42.\">4<\/a><\/sup>, sondern auch die zwischen reformiertem und katholischem Glauben verwischen: Die Anrufung von Heiligen wurde im Zuge der Reformation abgelehnt und kann deshalb als katholisches Ph\u00e4nomen gesehen werden.<sup><a href=\"#footnote_5_68\" id=\"identifier_5_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Barth, Hans-Martin: &lsquo;Heilige\/Heiligenverehrung: III. Dogmatisch, 3. Evangelisches Verst&auml;ndnis&rsquo;, in: Religion und Geschichte in Gegenwart, online unter: https:\/\/referenceworks.brillonline.com\/entries\/religion-in-geschichte-und-gegenwart\/heiligeheiligenverehrung&gt; [Stand: 09.09.20].\">5<\/a><\/sup> Dass das Arzneibuch wohl auch im reformierten Bern konsultiert wurde, k\u00f6nnte als Hinweis darauf gedeutet werden, dass hier der Glaube an Heilige \u2013 zumindest im Rahmen von Frauensegen \u2013 weiterhin popul\u00e4r war. Grunds\u00e4tzlich gilt es jedoch anzumerken, dass die Anwendung solcher Segensspr\u00fcche ohnehin vom Klerus untersagt wurde: viele Geburtssegen wurden zwar vermutlich urspr\u00fcnglich von Geistlichen verfasst, von der Kirche aber bereits Ende des 13. Jhds. explizit abgelehnt.<sup><a href=\"#footnote_6_68\" id=\"identifier_6_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 54.\">6<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p>Auch in m\u00fcndlichen Segen finden sich zahlreiche Bibelbez\u00fcge. Im Gegensatz zu schriftlichen Formeln handelt es sich hier jedoch weniger um Anleitungen als um eine Art von \u201eZauberformeln\u201c, die gesprochen wurden und so bei der Heilung von Krankheiten behilflich sein sollten. In beiden vorliegenden Exemplaren dieser Art sollten die Segen spezifisch bei Unterleibsschmerzen Linderung verschaffen. Folglich kann dabei von Bannzaubern gesprochen werden, da jeweils eine Krankheit aus dem K\u00f6rper \u201eausgetrieben\u201c werden sollte. Jedoch wird in den erw\u00e4hnten Beispielen, im Gegensatz zu anderen Bannsegen, nicht die abzuwendende Krankheit an sich adressiert<sup><a href=\"#footnote_7_68\" id=\"identifier_7_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Ohrt, Ferdinand: &lsquo;Verbannung&rsquo;, in: Hoffmann et al. (Hg.): Handw&ouml;rterbuch des deutschen Aberglaubens, 10 Bde., Bd. 8, Berlin 1974, Sp. 1546-8.\">7<\/a><\/sup>, sondern stets die Geb\u00e4rmutter selbst. Dies steht in direktem Zusammenhang mit fr\u00fchneuzeitlichen Vorstellungen des weiblichen K\u00f6rpers. Den sogenannten \u201eGeb\u00e4rmuttersegen\u201c liegt n\u00e4mlich die Annahme zugrunde, der Uterus k\u00f6nne sich im K\u00f6rper frei bewegen und so verschiedene Krankheiten verursachen. Dabei handelt es sich um eine Theorie, die schon von Hippokrates (ca. 460-377 v. Chr.) beschrieben wurde und sich bis in die Fr\u00fche Neuzeit hielt. Das Ziel dieser Segen war es dementsprechend, die Geb\u00e4rmutter mit Hilfe von g\u00f6ttlicher Macht, die sich die Sprecher*innen durch den Segen zu eigen machten, wieder an ihren urspr\u00fcnglichen Platz zu bewegen.<sup><a href=\"#footnote_8_68\" id=\"identifier_8_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 44.\">8<\/a><\/sup> Aus diesem Grund beinhaltet einer der vorliegenden Segen beispielsweise die Worte \u201eamen b\u00e4rmutter, ich beschwere dich an das orth, da dir gott hinbott.\u201c<sup><a href=\"#footnote_9_68\" id=\"identifier_9_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl&auml;g f&uuml;r M&auml;nsche und Vych, Nr. 105.\">9<\/a><\/sup> Ein anderer beginnt mit den Worten \u201eIch beschweren dich, du lebendige b\u00e4rmuter.\u201c<sup><a href=\"#footnote_10_68\" id=\"identifier_10_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ebd., Nr. 24.\">10<\/a><\/sup> Das Attribut \u201elebendig\u201c unterstreicht hier, wie der Geb\u00e4rmutter im Kontext dieser Vorstellungen ein gewisses Eigenleben zugeschrieben wurde. Das Organ erhielt so einen speziellen Stellenwert im weiblichen K\u00f6rper, dem die Macht zugeschrieben wurde, den K\u00f6rper aus dem Gleichgewicht zu bringen. Den Verweis auf den \u201eorth, da dir gott hinbott\u201c verst\u00e4rkt diesen Eindruck, da hier die schmerzhafte vermeintliche Bewegung der Geb\u00e4rmutter mit der Zerst\u00f6rung einer Ordnung assoziiert wird, die sowohl physiologischer als auch g\u00f6ttlicher Natur ist. Der weibliche K\u00f6rper war demnach stets in Gefahr, ausser Ordnung zu geraten und die personifizierte Geb\u00e4rmutter wurde immer auch als potenziell gef\u00e4hrlich wahrgenommen. Die problematische Stellung des Uterus im weiblichen K\u00f6rper spiegelt sich auch darin wider, dass sie als Adressatin in solchen Segen geradezu mit der zu behandelnden Krankheit gleichgesetzt wurde. Im Gegensatz zu anderen Bannzaubern, in denen eine Krankheit gebannt, sprich aus dem K\u00f6rper vertrieben werden soll, wird sie hier als dem weiblichen K\u00f6rper inh\u00e4rent gesehen. Dies zeigt sich auch darin, dass das fr\u00fchneuzeitliche Wort \u201eb\u00e4rmutter\u201c sowohl f\u00fcr das Organ selbst als auch synonym f\u00fcr verschiedene Krankheiten wie \u201eMutterkrankheit\u201c, \u201eKolik, Bauchweh\u201c oder \u201eMagenbeschwerden, krampfhaftes Aufstossen\u201c<sup><a href=\"#footnote_11_68\" id=\"identifier_11_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"&lsquo;B&auml;rmueter&rsquo;, in: Ott et al. (Hg.): Schweizerisches Idiotikon. W&ouml;rterbuch der schweizerdeutschen Sprache, 17 Bde., Bd. 4, Frauenfeld 1901, Sp. 595.\">11<\/a><\/sup> verwendet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den zahlreichen Bibelbez\u00fcgen in den Segen ergeben sich ebenfalls Implikationen f\u00fcr das weibliche K\u00f6rperbild. So wird besonders in einem der beiden die \u201erotte und blutige mutter\u201c dem \u201ereynen lyb, der jungfrau Maria\u201c<sup><a href=\"#footnote_12_68\" id=\"identifier_12_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl&auml;g f&uuml;r M&auml;nsche und Vych, Nr. 24.\">12<\/a><\/sup> entgegengesetzt. Der explizit \u201ereyne\u201c K\u00f6rper Marias verweist hier auch unweigerlich auf sein Gegenteil, vor allem da die Geb\u00e4rmutter gleich doppelt (\u201erotte und blutige\u201c) mit Menstruationsblut assoziiert wird. Dieser Vergleich zwischen Menstruationsblut und Unreinheit wird bereits in der Bibel gezogen.<sup><a href=\"#footnote_13_68\" id=\"identifier_13_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse, Britta-Juliane: Verborgene Heilk&uuml;nste. Geschichte der Frauenmedizin im Sp&auml;tmittelalter, Berlin, New York 1996, hier S. 223.\">13<\/a><\/sup> Trotz gewisser teils ambivalenter Bewertungen war Blut nahe mit Verunreinigung verkn\u00fcpft \u2013 weshalb Maria in Darstellungen stets davon abgegrenzt wurde.<sup><a href=\"#footnote_14_68\" id=\"identifier_14_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Rubin, Miri: Blood and the Virgin Mary, in: Santig, Catrien \/ Touber, Jetzte (Hg.): Blood &ndash; symbol &ndash; liquid, Leuven 2012 (Groningen studies in cultural change 44), S. 1-15, hier S. 10.\">14<\/a><\/sup> Dies spiegelt sich auch in der fr\u00fchneuzeitlichen Vorstellung wider, eine Stauung von Menstruationsblut w\u00fcrde das Wandern der Geb\u00e4rmutter erst verursachen,<sup><a href=\"#footnote_15_68\" id=\"identifier_15_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 3.\">15<\/a><\/sup> was den engen Zusammenhang von Blut, Uterus und Krankheit in dieser Quelle erkl\u00e4rt. Die blutige Geb\u00e4rmutter wird hier nicht nur Maria, sondern in einem weiteren Schritt auch \u201edem h[eiligen] blut\u201c und \u201eden h[eiligen] 5 wunden\u201c<sup><a href=\"#footnote_12_68\" id=\"identifier_16_68\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl&auml;g f&uuml;r M&auml;nsche und Vych, Nr. 24.\">12<\/a><\/sup> Jesu gegen\u00fcbergestellt. So entsteht eine Dichotomie zwischen dem Sakralen und dem Profanen, dem Reinen und Unreinen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Die Betrachtung der Frauensegen im erw\u00e4hnten Arzneibuch zeigt, wie sich in solch scheinbar \u201etrivialen\u201c Segensformeln fr\u00fchneuzeitliche Konzepte bez\u00fcglich des weiblichen K\u00f6rpers widerspiegeln. Sowohl auf formaler als auch auf inhaltlicher Ebene lassen sich die Segensspr\u00fcche in eine Reihe bekannter historischer Praktiken und Ideen einordnen. Weit entfernt davon, blosser \u201eAberglaube\u201c zu sein, greifen die Segensspr\u00fcche bekannte Vorstellungen auf und partizipieren so in Diskursen \u00fcber Medizin, Weiblichkeit und Religion. Vor dem Hintergrund des Glaubens an einen wandernden Uterus galt es stets, den weiblichen K\u00f6rper im Gleichgewicht zu halten \u2013 ein Gleichgewicht, dass immerzu in Gefahr war, schmerzhaft auseinanderzugeraten.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_68\" class=\"footnote\">Vgl. Kruse, Britta-Juliane: Die Arznei ist Goldes wert. Mittelalterliche Frauenrezepte, Berlin, New York 1999, hier S. 42f und S. 54ff.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_68\" class=\"footnote\">StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl\u00e4g f\u00fcr M\u00e4nsche und Vych, Nr. 17.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_68\" class=\"footnote\">Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 46 und S. 53f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_68\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 42.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_68\" class=\"footnote\">Vgl. Barth, Hans-Martin: \u2018Heilige\/Heiligenverehrung: III. Dogmatisch, 3. Evangelisches Verst\u00e4ndnis\u2019, in: Religion und Geschichte in Gegenwart, online unter: <a href=\"https:\/\/referenceworks.brillonline.com\/entries\/religion-in-geschichte-und-gegenwart\/heiligeheiligenverehrung\">https:\/\/referenceworks.brillonline.com\/entries\/religion-in-geschichte-und-gegenwart\/heiligeheiligenverehrung<\/a>&gt; [Stand: 09.09.20].<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_68\" class=\"footnote\">Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 54.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_68\" class=\"footnote\">Vgl. Ohrt, Ferdinand: \u2018Verbannung\u2019, in: Hoffmann et al. (Hg.): Handw\u00f6rterbuch des deutschen Aberglaubens, 10 Bde., Bd. 8, Berlin 1974, Sp. 1546-8.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_68\" class=\"footnote\">Vgl. Kruse: Die Arznei ist Goldes wert, S. 44.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_68\" class=\"footnote\">StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl\u00e4g f\u00fcr M\u00e4nsche und Vych, Nr. 105.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_10_68\" class=\"footnote\">Ebd., Nr. 24.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_11_68\" class=\"footnote\">\u2018B\u00e4rmueter\u2019, in: Ott et al. (Hg.): Schweizerisches Idiotikon. W\u00f6rterbuch der schweizerdeutschen Sprache, 17 Bde., Bd. 4, Frauenfeld 1901, Sp. 595.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_12_68\" class=\"footnote\">StABE, DQ 688, Vyl guethi Rothschl\u00e4g f\u00fcr M\u00e4nsche und Vych, Nr. 24.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_12_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_16_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_13_68\" class=\"footnote\">Vgl. Kruse, Britta-Juliane: Verborgene Heilk\u00fcnste. Geschichte der Frauenmedizin im Sp\u00e4tmittelalter, Berlin, New York 1996, hier S. 223.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_13_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_14_68\" class=\"footnote\">Vgl. Rubin, Miri: Blood and the Virgin Mary, in: Santig, Catrien \/ Touber, Jetzte (Hg.): Blood \u2013 symbol \u2013 liquid, Leuven 2012 (Groningen studies in cultural change 44), S. 1-15, hier S. 10.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_14_68\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_15_68\" class=\"footnote\">Vgl. 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