{"id":368,"date":"2018-06-28T11:50:04","date_gmt":"2018-06-28T09:50:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/urbanekunst\/?p=368"},"modified":"2018-08-20T09:42:56","modified_gmt":"2018-08-20T07:42:56","slug":"die-un-sichtbarkeit-im-raum-martha-roslers-ausstellungsprojekt-if-you-lived-here-und-die-institutionsgeschichte-der-dia-art-foundation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/2018\/06\/28\/die-un-sichtbarkeit-im-raum-martha-roslers-ausstellungsprojekt-if-you-lived-here-und-die-institutionsgeschichte-der-dia-art-foundation\/","title":{"rendered":"Die (Un-)Sichtbarkeit im Raum"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Martha Roslers Ausstellungsprojekt <i>If You Lived Here&#8230;<\/i><br \/>\nund die Institutionsgeschichte der Dia Art Foundation<\/h4>\n<p>[\/vc_column_text][vc_text_separator title=&#8220;Von David Skof und Hortense Note&#8220; title_align=&#8220;separator_align_left&#8220; color=&#8220;orange&#8220;][vc_column_text]Please find the English version\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/urbanekunst\/files\/2018\/07\/EN_Rosler_Text_by_Hortense_David.pdf\">here<\/a>\u00a0(PDF).<\/p>\n<p>Sobald eine K\u00fcnstlerin das Paradox der Aufl\u00f6sung ihrer Autorinnenschaft zu ihrem k\u00fcnstlerischen Konzept auserw\u00e4hlt, indem sie die k\u00fcnstlerische Abwesenheit anwesend gestaltet, dabei mehr als Bedeutungsregisseurin denn als direkte Urheberin in den Kunstraum tritt und die Ausf\u00fchrung der konkreten, k\u00fcnstlerischen Umsetzung der Werke auf andere Akteur_innen \u00fcbertr\u00e4gt, entsteht zwingendermassen das n\u00e4chste Paradox: Die gleichzeitige Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der K\u00fcnstlerin im physischen, institutionellen und sozialen Raum der Ausstellung. Wie steht es bei partizipativen Kunstwerken um die (Un-)Sichtbarkeit der sozial inkludierten Menschen im schlussendlichen, abgeschlossenen Ausstellungsprojekt in den drei oben genannten Raumkategorien und wie entwickelt sich eine Institution dabei?<\/p>\n<p>Das von Martha Rosler organisierte dreiteilige Ausstellungsprojekt <em>If You Lived Here&#8230; <\/em>von 1989 dokumentierte die Krise der amerikanischen Wohnungsbaupolitik und zeigte, wie K\u00fcnstler_innen im Kontext von Nachbarschaftsorganisationen gegen die st\u00e4dtebauliche Vernachl\u00e4ssigung durch die Regierung, kurzsichtige Wohnungsbaupolitik und ungebremste Immobilienspekulation angingen. Der Versuch, eine zeitgen\u00f6ssische Geschichte von Wohnungsverh\u00e4ltnissen und der Obdachlosigkeit in New York City und den ganzen Vereinigten Staaten zu zeigen, wurde, unter Einbezug alternativer \u00d6ffentlichkeiten, mit Entw\u00fcrfen neuer, humaner Strategien der Wohnungsbaupolitik verbunden. [1]<\/p>\n<p>Roslers interdisziplin\u00e4rer und partizipativer Ansatz von 1989 innerhalb des etablierten <em>White Cube<\/em> der Dia Art Foundation spannte weite k\u00fcnstlerische, kunsttheoretische und (sozial-)politische B\u00f6gen zwischen verschiedenen Menschen, Institutionen und R\u00e4umen, die alle sogleich in einen gemeinsamen Diskurs um Wohnsituation und Obdachlosigkeit eingebunden wurden. Diese, verschiedene R\u00e4ume betreffenden B\u00f6gen, waren das Produkt und eigentliches Arbeitsergebnis Roslers indirekter Urheberinnenschaft, einerseits als konkrete thematische Verbindungen und andererseits als eine Metareflexion \u00fcber den abgegrenzten und ausgrenzenden Kunstraum selbst.<\/p>\n<h4>Raumpr\u00e4senz<\/h4>\n<p>Rosler arbeitete mit obdachlosen Menschen, wie auch mit bekannten K\u00fcnstler_innen und Obdachloseninitiativen zusammen, die zu aktivistischer Arbeit innerhalb und mit Hilfe der Kunstinstitution eingeladen waren. [2] Eine erste Sichtbarmachung von unsichtbaren, weil unterprivilegierten Menschen ist diese konkret physische, da sozial unterprivilegierte, im Fall von Roslers Projekt, obdachlose Menschen, aus dem von ihnen belebten Stadtraum tempor\u00e4r herausgel\u00f6st und in den Ausstellungsraum, der bei Rosler auch Kunstproduktionsraum ist, inkludiert waren. Die menschlichen Leerstellen im Stadtraum und der Kunstraum als Pr\u00e4senzort entstehen also gleichzeitig und f\u00fchren einerseits zu einem Fehlen und andererseits zu einem Bestehen in Sichtbarkeit, denn auch durch das irregul\u00e4re Fehlen bestimmter Akteur_innen entsteht Sichtbarkeit, durch eine Art Kontrastwirkung. Die physische Raumpr\u00e4senz als direkte Anwesenheit und <em>indirekte Anwesenheit durch Abwesenheit<\/em>, f\u00fchrt demnach zur Sichtbarkeit im Umkehrschluss. Die Sichtbarkeit wird im \u00f6ffentlich-physischen Raum, dem \u00fcblichen Habitat, unterbunden und im un\u00fcblichen, privilegierten Kunstraum erreicht. Spannend ist in dieser Hinsicht, dass Rosler in den visuellen Medien ihrer Ausstellungen, keine Abbildungen von Bewohner_innen des \u00f6ffentlichen Raumes zeigen wollte. [3]<\/p>\n<p>Betrachtet man den physischen, \u00f6ffentlichen Raum nach Frederic Jameson als <em>Herrschaftsinstrument<\/em>, also nicht im Habermasschen Ideal als neutralen Ort der Meinungsbildung einer allgemeinen \u00d6ffentlichkeit, sondern als umk\u00e4mpftes Gut zwischen hierarchisierten Nutzergruppen mit unterschiedlichen Interessen [4], so ist Roslers inklusiver, k\u00fcnstlerischer Aktivismus f\u00fcr die sozio\u00f6konomisch Unterprivilegierten als eine physische Umwertung dieser Hierarchie zu begreifen. Dies f\u00fchrt zu einer weiteren Strategie der Sichtbarmachung, die den institutionellen Raum auf vier Ebenen betrifft, n\u00e4mlich den institutionellen Raum der Dia Art Foundation, den st\u00e4dtischen Raum des Kunstviertels SoHo, mit seinem florierenden Kunstmarkt, den stadtkommunalen Raum und den \u00fcbergreifenden nationalstaatlichen Raum.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-368 gallery-columns-2 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"604\" height=\"400\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild4.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-488\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild4.jpg 604w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild4-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-488'>\n\t\t\t\tAbb. 2\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"362\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild7.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-494\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild7.jpg 700w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild7-300x170.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-494'>\n\t\t\t\tAbb. 3\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<h4>Dia Art Foundation<\/h4>\n<p>Zwei Aspekte der Strategie des Aufbruchs der Institution sind f\u00fcr die Situation in der Dia Art Foundation von besonderer Wichtigkeit: Einerseits die \u00d6ffnung des elit\u00e4ren Kunstraumes f\u00fcr sozio\u00f6konomisch unterprivilegierte Menschen und andererseits die \u00d6ffnung f\u00fcr andere aktivistische Institutionen (z.B. Obdachloseninitiativen), die u.a. das gesetzte Ziel der Spracherm\u00e4chtigung der von ihnen vertretenen Menschen als Institution im<em> Betriebssystem Kunst<\/em> fortsetzen. In beiden F\u00e4llen ist die Rolle der Dia Art Foundation vor Roslers dreiteiligem Ausstellungsprojekts zu betrachten. Bis dato unterst\u00fctzte die Institution kostspielige, materialaufwendige Grossprojekte etablierter und ausschliesslich m\u00e4nnlicher, <em>weisser <\/em>K\u00fcnstler und spiegelte in diesem Fall die Politik des US-amerikanischen <em>Betriebssystem Kunst<\/em>. [5]<\/p>\n<p>Die Stiftung der <em>Dia Art Foundation <\/em>war konzipiert als eine gemeinn\u00fctzige Organisation, die sich der Initiierung, Unterst\u00fctzung, Ausstellung und Erhaltung von Kunstprojekten widmete und als Ort f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Kunstwerke fungierte. [6] Das Wort <em>dia<\/em> bedeutet auf Griechisch <em>durch<\/em> oder <em>Katalysator<\/em>. Es wurde von den Gr\u00fcndern Heiner Friedrich und Helen Winkler gew\u00e4hlt, um zu suggerieren, dass die Stiftung eine treibende Kraft f\u00fcr die Verwirklichung aussergew\u00f6hnlicher k\u00fcnstlerischer Projekte sein w\u00fcrde, die sonst nicht realisierbar sind. [7] Friedrich tr\u00e4umte dabei von einem <em>Gesamtunternehmen<\/em>, das ausserhalb des Kunstbetriebs und des Kunstmarktes agieren w\u00fcrde, in dem es einen alternativen Rahmen f\u00fcr die Produktion monumentaler ortsspezifischer Kunstwerke und Projekte bildete. Ende 1981 besass die Dia-Stiftung Kunstwerke im Wert von 12 Millionen Dollar und mehr als 13,5 Millionen Dollar an Immobilien. Durch das Sinken des \u00d6lpreises 1984 trocknete sodann die Finanzquelle der Foundation aus.<\/p>\n<p>Die zweite \u00c4ra der Stiftung begann um 1986 unter Charles Wright, der Direktor der Dia Art Foundation dieser Zeit, dessen Hauptaufgabe darin bestand, das Image von Dia in der \u00d6ffentlichkeit zu verbessern und Mittel f\u00fcr ihre Aktivit\u00e4ten zu beschaffen. Die Dia Foundation wurde allgemein als eine elit\u00e4re und exklusive Institution angesehen, wobei die Presse von \u00fcberm\u00e4ssigen Ausgaben und Verschwendung berichtete. [8] Die Aktivit\u00e4ten der Stiftung wurden durch den Verkauf von Kunst und Immobilien sowie durch die Unterst\u00fctzung verschiedener \u00f6ffentlicher und privater Stiftungen finanziert und ihre finanziellen M\u00f6glichkeiten st\u00e4ndig intern und extern \u00fcberpr\u00fcft. [9] Die Dia Foundation organisierte immer noch Projekte, indem sie den K\u00fcnstler_innen die Zeit, die sie brauchten, eine Unterkunft, Ausstellungsr\u00e4ume und die Hoheit \u00fcber ihre Ausstellungen zur Verf\u00fcgung stellte, jedoch unter eingeschr\u00e4nkteren Bedingungen. [10] In diese Zeit f\u00e4llt auch Martha Roslers <em>If You Lived Here&#8230;<\/em><\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-368 gallery-columns-2 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"541\" height=\"400\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild2.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-486\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild2.jpg 541w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild2-300x222.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-486'>\n\t\t\t\tAbb. 4\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"510\" height=\"389\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild3.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-487\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild3.jpg 510w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild3-300x229.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-487'>\n\t\t\t\tAbb. 5\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"510\" height=\"385\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/here4.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-489\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/here4.jpg 510w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/here4-300x226.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-489'>\n\t\t\t\tAbb. 6\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"507\" height=\"363\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild5.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-492\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild5.jpg 507w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild5-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-492'>\n\t\t\t\tAbb. 7\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"537\" height=\"400\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild8.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-495\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild8.jpg 537w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild8-300x223.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 537px) 100vw, 537px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-495'>\n\t\t\t\tAbb. 8\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"593\" height=\"400\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild9.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-496\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild9.jpg 593w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/files\/2018\/06\/Bild9-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 593px) 100vw, 593px\" \/>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-496'>\n\t\t\t\tAbb. 9\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<h4>Aufbruch der Institution<\/h4>\n<p>Wenn nun in diesen institutionellen Raum, durch Roslers Arbeit und Vermittlung, alternative \u00d6ffentlichkeiten Eingang fanden, dann wurde durch den von Andrea Fraser so pr\u00e4gnant bezeichneten Wandel <em>From the Critique of Institutions to an Institution of Critique <\/em>[11] ein weiterer Raum f\u00fcr die Sichtbarkeit von unsichtbaren, weil unterprivilegierten Menschen geschaffen. Der institutionelle Raum der Dia Art Foundation, welcher man durchaus \u00f6konomische Zwecke und Unternehmertum zuschreiben konnte, wurde f\u00fcr einen Moment also dahingehend ver\u00e4ndert, dass er nicht mehr zur Segregation beitrug, sondern sogenannten ausgegrenzten Teil\u00f6ffentlichkeiten [12], wie obdachlosen Menschen und Erwerbslosen, inklusiv eine Teilnahme an einem spezifischen Kunstdiskurs erm\u00f6glichte und sie daher erl\u00e4uterte, in einem bis dahin elit\u00e4ren Raum der Kunst, der getragen wurde von der <em>Dia Art Foundation<\/em>, des Kunstviertels SoHo, der Stadt New York und nationalen Strukturen.<\/p>\n<p>Martha Rosler pervertierte die Funktionen des <em>White Cube<\/em> als auratisch, \u00e4sthetisch, elit\u00e4r und ausschliessend und schuf einen sozialen Raum der Kommunikation und Information. [13] Die Umwandlung eines institutionellen Raumes, der infiltriert war durch den Besitz von privatem Kapital, gespeist aus \u00d6l- und Immobilienanlagen und der Kontrolle \u00fcber potentielle Nutzergruppen, zu einem <em>Sozialen Raum<\/em>, dem ein Autonomieverlust der Institution inh\u00e4rent ist und bestimmt ist durch die M\u00f6glichkeit der \u201eRepr\u00e4sentation und Artikulation f\u00fcr schwache, d.h. mit wenig Kapital ausgestattete, Teil\u00f6ffentlichkeiten\u201c[14], kann als Roslers Verdienst angesehen werden. Ein bis dato nichtexistenter Sozialer Raum wurde in einem institutionellen Raum geschaffen. Die Produktion eines Sozialen Raumes, der sich nach Bourdieu \u201edurch die wechselseitige Ausschliessung der ihn konstituierenden Positionen, das heisst als eine Struktur des Nebeneinanders von sozialen Personen\u201c [15] auszeichnet, bietet sich deshalb so gut f\u00fcr die Sichtbarmachung von unterprivilegierten Menschengruppen an, weil erstens, die \u2013 wie schon durch Bourdieu selbst beschrieben \u2013 gesellschaftlichen Hierarchien nivelliert sind und zweitens, die Reproduktionsprozesse [16] dieser Hierarchien unterbunden werden und eine Umkodierung des herrschenden, exklusiven Diskurses zu einer \u201ekollaborativen Wissensproduktion, d.h. die Herstellung eines polyphonen Diskurses\u201c [17], m\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>Die Stiftung setzte es sich in der \u00c4ra nach Roslers Projekt zum Ziel, die vom fr\u00fcheren Management entfremdeten K\u00fcnstler_innen zur\u00fcckholen und die Kunst mehr in den Alltag und weniger in exklusive T\u00e4tigkeiten einzubinden. Nicht mehr als elit\u00e4res Mittel der \u201aunabh\u00e4ngigen\u2019 amerikanischen Kunst sollte sie gelten, sondern als ein Zentrum, das sich der Integrit\u00e4t der zeitgen\u00f6ssischen Kunst und Kultur verschrieben hat. [18]<\/p>\n<p>Die Stiftung erlangte langsam einen neuen Ruf als eine Institution, die die \u00d6ffentlichkeit erreicht und ihrem Publikum die M\u00f6glichkeit bietet, sich an zeitgen\u00f6ssischen gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen. Der Ausstellungsraum widmete sich haupts\u00e4chlich grossformatigen ortsbezogenen Ausstellungen einzelner K\u00fcnstler_innen, von denen viele Fragen der ortsspezifischen Praxis aufwarfen und die Beziehungen zwischen dem Ort und gesellschaftspolitischen Forderungen erforschten. [19] Der Widerspruch zwischen Dias exklusiver Sammlung von Werken bekannter K\u00fcnstler_innen und den unbekannten K\u00fcnstler_innen im neuen Programm, das weitgehend Ausstellungen zu gesellschaftspolitischen Themen gewidmet war, ist jedoch nicht zu \u00fcbersehen. [20]<\/p>\n<p>Die 90er Jahre waren f\u00fcr das Management der Dia Art Foundation eine durch interne Konflikte, Machtk\u00e4mpfe und kollidierende Pers\u00f6nlichkeiten gepr\u00e4gte Zeit. Insbesondere die Situation um 1994 war sehr kompliziert, die Konfliktteilnehmenden zahlreich und die hitzigen Diskussionen zu sehr in klandestine Geld- und Immobilienfragen verstrickt, um diese hier umfangreich darzustellen. [21] Von 2003\u20132014 hatte die Foundation keine private Geldquelle mehr, die bereit war, rund 30 Millionen f\u00fcr eine Dauerlokalit\u00e4t in New York zu bezahlen und extensive Renovationsarbeiten zu finanzieren. Wegen Mangel an einen solchen Raum im Zentrum New York Citys ist die Dia Foundation f\u00fcr fast ein Jahrzehnt aus dem New Yorker Stadtraum verschwunden, bis 2015 wo die Foundation mit der Wiederer\u00f6ffnung der <em>Dia: <\/em>Chelsea wieder Einzug in den urbanen Raum New York Citys hielt.<\/p>\n<h4>Perspektiven<\/h4>\n<p>Die grosse Chance, welche Projekte wie Martha Roslers <em>If You Lived Here&#8230;<\/em> bieten, ist von Suzana Milevska pr\u00e4gnant auf den Punkt gebracht worden: Solch partizipatorische Kunstprojekte bringen K\u00fcnstler_innen mit zivilgesellschaftlichem Aktivismus zusammen und f\u00fchren zu Kollaborationen in Solidarit\u00e4t mit bereits existierenden Organisationen von Aktivist_innen, um das Paradox der Demokratie in neoliberalen Zeiten und Institutionen zu \u00fcberwinden. Partizipatorische Kunst stelle sich Problemen wie der sozialen Inklusion verschiedener Gemeinschaften und Individuen \u2013 hinsichtlich Ethnizit\u00e4t, Geschlecht und Klasse \u2013 in allen gesellschaftlichen Strukturen, v.a. durch die Kritik von Privilegien und Ausbeutung als Mittel zur \u00dcberwindung von Ungleichheit. [22] Hier sind unseres Erachtens zusammenfassend und erg\u00e4nzend noch die verschiedene Strategien der Raumsichtbarkeit zu erw\u00e4hnen, da Milevska die raumtheoretische Analyse vernachl\u00e4ssigt. Die Beachtung der Kategorie des <em>Raumes<\/em> im Kontext partizipatorischer Kunst bringt jedoch theoretisch-strukturelle Erhellungen, die den Prozess der Inklusion, d.h. in letzter Konsequenz die M\u00f6glichkeiten der \u00dcberwindung von Ungleichheit, auch innerhalb Institutionen beleuchten.<\/p>\n<p><em>If You Lived Here&#8230;.<\/em> war und ist ein gedanklich und k\u00fcnstlerisch konsequenter Gegenentwurf mit unzweifelhaft wichtigen Konzepten f\u00fcr die Kunstwelt. Wie sich die Dia Art Foundation in Zukunft entwickeln wird bleibt offen. Dass sowohl fr\u00fchere Konzepte der Anfangsjahre mit Fokus auf Schwerpunktk\u00fcnstler_innen, sowie neuere, diskursivere Ans\u00e4tze aus der zweiten \u00c4ra gleichermassen vorhanden sind, zeigt sich auch in der dualistischen Aufteilung der Ausstellungsr\u00e4ume: Das Dia:Beacon in der Peripherie New Yorks und das zentral gelegene Dia:Chelsea. Mit Blick auf die uns heute umgebende Welt, auf weiterhin neoliberal wuchernde \u00d6konomien des Sp\u00e4tkapitalismus, digitale Kolonialisierungen des physischen, institutionellen und sozialen Raumes oder rechtspopulistischer Exklusionsnarrative, w\u00e4re Martha Roslers Projekt mit anderer inhaltlicher Ausrichtung, jedoch gleichbleibender Form mit Sicherheit gewinnbringend zu wiederholen. Und diese M\u00f6glichkeit der Wiederholung der Form, scheint mir der schlussendliche k\u00fcnstlerische Wert dieser Arbeit zu sein; ein Wert, auf den sich die Dia Art Foundation in Zukunft durchaus berufen k\u00f6nnte, um sich l\u00e4ngerfristig am Projekt der Enthierarchisierung der Kunst zu beteiligen.<\/p>\n\n<!-- iframe plugin v.6.0 wordpress.org\/plugins\/iframe\/ -->\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rejDDWTbev4\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" 0=\"allowfullscreen\" scrolling=\"yes\" class=\"iframe-class\"><\/iframe>\n\n<p>Meritis, Felix:<i>\u00a0Interview mit Martha Rosler anl\u00e4sslich des Symposiums \u201eActors, Agents and Attendants: Social Housing\u2014Housing the Social: Art, Property and Spatial Justice\u201d<\/i>, 4.-5.11.2011, Amsterdam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[1] Vgl. M\u00f6ntmann, Nina: <em>Kunst als sozialer Raum, Andrea Fraser, Martha Rosler, Rirkrit Tiravanija, Ren\u00e9e Green<\/em> (Kunstwissenschaftliche Bibliothek, hg. v. Christian Posthofen, Bd.18), K\u00f6ln 2002, S. 80\u201382.<\/p>\n<p>[2] Siehe: M\u00f6ntmann 2002, S. 78.<\/p>\n<p>[3] Siehe: Ebd.<\/p>\n<p>[4] Lewitzky, Uwe: <em>Kunst f\u00fcr alle? Kunst im \u00f6ffentlichem Raum zwischen Partizipation, Intervention und Neuer Urbanit\u00e4t<\/em>, Bielefeld 2005, S. 121.<\/p>\n<p>[5] Siehe: M\u00f6ntmann 2002, S. 83.<\/p>\n<p>[6] Banay 2014: Mira Banay, The Making of a New \u201eDifferential Space\u201c. Permanent Site-Specific Art in America and The Dia Art Foundation (1974\u20132006), (Humboldt-Schriften zur Kunst- und Bildgeschichte Bd. 18), Berlin 2014, S. 54.<\/p>\n<p>[7] Ebd., S. 55.<\/p>\n<p>[8] Ebd., S. 65.<\/p>\n<p>[9] Ebd.<\/p>\n<p>[10] Ebd.<\/p>\n<p>[11] Siehe: Fraser, Andrea: From the Critique of Institutions to an Institution of Critique, in: <em>Artforum<\/em>, Nr. 44, Sep. 2005, S. 278\u2013285.<\/p>\n<p>[12] Vgl. Lewitzky 2005, S. 123.<\/p>\n<p>[13] Vgl. M\u00f6ntmann 2002, S. 106.<\/p>\n<p>[14] Lewitzky 2005, S. 66f.<\/p>\n<p>[15] Zit. nach ebd., S. 64.<\/p>\n<p>[16] Siehe dazu: Ebd., S. 65.<\/p>\n<p>[17] Lang, Siglinde:\u00a0 Kunst, Partizipation und kulturelle Produktion, in: <em>NEUE kunstwissenschaftliche forschungen<\/em>, Nr. 1, 2014, S. 108.<\/p>\n<p>[18] Banay 2014, S. 65<\/p>\n<p>[19] Ebd., S. 71.<\/p>\n<p>[20] Ebd., S. 65.<\/p>\n<p>[21] Ebd., S. 71<\/p>\n<p>[22] Vgl. Milevska, Suzana: Auf der neoliberalen B\u00fchne. Die uneingel\u00f6sten Versprechen und Hoffnungen partizipatorischer Kunst f\u00fcr die Demokratisierung der Gesellschaft, in: Zeitschrift der IG Bildende Kunst, Nr. 35, Fr\u00fchjahr 2015, URL: https:\/\/www.linksnet.de\/artikel\/32420 [Stand: 26.03.18].[\/vc_column_text][vc_text_separator title=&#8220;Abbildungsverzeichnis&#8220; color=&#8220;orange&#8220;][vc_column_text]<strong>S\u00e4mtliche Abbildungen sind Eigentum von Martha Rosler und wurden freundlicherweise zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/strong><\/p>\n<p>Abb. 1 (Beitragsbild): Martha Rosler,\u00a0If You Lived Here, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL <em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 2:\u00a0Martha Rosler, Exhbition I: Home Front, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here2.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here2.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 3: Martha Rosler, Exhibition II: Homeless: The Street and Other Venues, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here7.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here7.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 4: Martha Rosler, Exhibition II: Homeless: The Street and Other Venues, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here5.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here5.html<\/a><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here5.html\">.<\/a><\/em><\/p>\n<p>Abb. 5:\u00a0Martha Rosler,\u00a0Exhbition I: Home Front, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here1.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here1.html<\/a><\/em><em>.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Abb. 6:\u00a0Martha Rosler, Exhibition II: Homeless: The Street and Other Venues, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here4.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here4.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 7:\u00a0Martha Rosler, Exhibition II: Homeless: The Street and Other Venues, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here3.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here3.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 8: Martha Rosler, Exhibition II: Homeless: The Street and Other Venues, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here9.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here9.html<\/a><\/em><em>.<\/em><\/p>\n<p>Abb. 9: Martha Rosler, Exhibition III: City: Visions and Revisions, Multi-part exhibition project, Dia Art Foundation, New York, 1989, Aus: URL\u00a0<em><a href=\"http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here10.html\">http:\/\/www.martharosler.net\/projects\/here10.html<\/a><\/em><em>.<\/em>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text] Martha Roslers Ausstellungsprojekt If You Lived Here&#8230; und die Institutionsgeschichte der Dia Art Foundation [\/vc_column_text][vc_text_separator title=&#8220;Von David Skof und Hortense Note&#8220; title_align=&#8220;separator_align_left&#8220; color=&#8220;orange&#8220;][vc_column_text]Please find the English version\u00a0here\u00a0(PDF). Sobald eine K\u00fcnstlerin das Paradox der Aufl\u00f6sung ihrer Autorinnenschaft zu ihrem k\u00fcnstlerischen Konzept auserw\u00e4hlt, indem sie die k\u00fcnstlerische Abwesenheit anwesend gestaltet, dabei mehr als Bedeutungsregisseurin denn als&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":385,"featured_media":485,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[27,28,44,57,61,20,56,39,29,42,40],"class_list":["post-368","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-institutional-criticism","tag-intervention","tag-kuenstlerischer-aktivismus","tag-marxism","tag-nina-moentmann","tag-oeffentlicher-raum","tag-partizipation","tag-sichtbarmachung","tag-social-function-of-art","tag-sozialer-raum","tag-wohnungsbaupolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/users\/385"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=368"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":571,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/368\/revisions\/571"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/media\/485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/urbanekunst\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}