{"id":116,"date":"2016-01-15T12:46:53","date_gmt":"2016-01-15T12:46:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/tourdesuisse\/?p=116"},"modified":"2018-07-31T12:49:34","modified_gmt":"2018-07-31T12:49:34","slug":"loewenbraeu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/2016\/01\/15\/loewenbraeu\/","title":{"rendered":"L\u00f6wenbr\u00e4u, Manifests 11"},"content":{"rendered":"<p>Exkursion vom 14.06.2016<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Unser Besuch an der Manifesta 11 startet im L\u00f6wenbr\u00e4uareal. Hier begr\u00fcsst uns Heiko Schmid, er ist Koordinator im Education-Team. In einem rund einst\u00fcndigen Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt er uns die Strukturen innerhalb des Manifesta-Betriebs, sein eigener Platz darin, das Konzept der Manifesta 11 und sein pers\u00f6nlicher beruf- licher Werdegang. Er tut dies auf eine bemerkenswert authentische und gewinnende Art. Dabei vermeidet\u00a0er es auch nicht, pers\u00f6nliche D\u00e4mpfer und entt\u00e4uschte Erwartungen in der Zusammenarbeit mit dem Kurator Christian Jankowski oder bei seiner Arbeit im Education-Team zu schildern. Auch zeigt er sich o en f\u00fcr eine kritische Auseinandersetzung mit dem fertigen Ergebnis der Biennale.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-281\" src=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4-300x224.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4-300x224.jpeg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4-768x574.jpeg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4-1024x766.jpeg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4-210x157.jpeg 210w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-4.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Der Kurator Christian Jankowski hat sich f\u00fcr die Manifesta 11 ein Konzept \u00fcberlegt, bei dem jeweils ein internationaler K\u00fcnstler mit einem lokalen Berufsmensch zusammenarbeiten sollte. Aus einer Liste<br \/>\nvon 1000 Berufen, welche heute in Z\u00fcrich ausge\u00fcbt werden, konnte der K\u00fcnstler eine Person ausw\u00e4hlen f\u00fcr eine Kooperation. Diese so genannten \u00abJoin Ventures\u00bb zwischen K\u00fcnstlern und Berufsleuten (Gastgeber) zeigen sich an drei verschiedenen Schaupl\u00e4tzen: In einer Kunstinstitution; in einem Satelliten, welcher sich in der Umgebung des Gastgebers be ndet und auf dem \u00abPavillon of Re ections\u00bb, wo jedes Projekt in lmischer Form vorgestellt wird.<\/p>\n<p>Nach dem Gespr\u00e4ch mit Heiko Schmid schauen wir uns also den ersten dieser drei Schaupl\u00e4tze an:\u00a0das L\u00f6wenbrauareal als Kunstinstitution. Hier wird einerseits eine museale Form dieser \u00abJoin Ventures\u00bb gezeigt. Parallel dazu \u2013 oder fast \u00fcberschneidend \u2013 wird aber hier auch anderes gezeigt. Die \u00abHistorical Exhibition: Sites Under Construction\u00bb zeigt Werke, welche in Form von verschiedenen Sites, zusammen- geh\u00e4ngt durch eine Art Ger\u00fcst, im weitesten Sinn das Verh\u00e4ltnis zwischen Beruf und Kunst widerspiegeln. Aspekte wie Strukturen von Arbeitswelten, Darstellungen von Berufen, K\u00fcnstler als Zweitberuf und Selbstportr\u00e4ts und Eigenwerbung werden anhand von Kunstwerken aus den letzten f\u00fcnfzig Jahren beleuchtet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-282\" src=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6-230x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6-230x300.jpeg 230w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6-768x1002.jpeg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6-785x1024.jpeg 785w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6-210x274.jpeg 210w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-6.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 230px) 100vw, 230px\" \/><\/p>\n<p>Beim letztgenannten Thema halten wir uns einen Moment auf und setzen uns bei einem Referat und einer kurzen Diskussion mit dem Selbstportr\u00e4t des K\u00fcnstlerkollektivs RELAX auseinander. Das Werk \u00abDie K\u00fcnstler kurz vor dem H\u00f6hepunkt ihrer Karriere, 2008\u00bb zeigt das K\u00fcnstlerpaar in einem fotogra schen Portr\u00e4t darge- stellt als physisch arbeitende K\u00fcnstler-Arbeiter. Die beiden m\u00f6chten in ihrer k\u00fcnstlerischen Arbeit nicht als Paar wahrgenommen werden. Ihr Kollektiv erweitern sie auch immer wieder durch andere K\u00fcnstler. Sie sind bekannt f\u00fcr ihre polemischen Statements, Assoziationen \u00fcber soziale und politische Themen, Auseinander- setzung mit Fragen und Werten der Gesesellschaft. Bezeichnenderweise ist von RELAX hier \u00abnur\u00bb ein bestehendes Werk in der \u00abHistorical Exhibition\u00bb zu sehen. Bei einem eigenen Werk f\u00fcr eine \u00abJoin Venture\u00bb w\u00fcrden sie wohl kaum davor zur\u00fcckschrecken, die Institution der Manifesta selbst infrage zu stellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-283\" src=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7-300x224.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7-300x224.jpeg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7-768x574.jpeg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7-1024x766.jpeg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7-210x157.jpeg 210w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/tourdesuisse\/files\/2016\/01\/Foto-7.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Das zweite Werk in der \u00abHistorical Exhibition\u00bb, das wir uns anschauen, ist im Bereich \u00abArbeitswelten\u00bb anzutreen. Der deutsche Filmk\u00fcnstler Harun Farocki zeigt hier bestehende Filmausschnitte, die neu zusam- mengef\u00fcgt werden. F\u00fcr ihn sind Hollywood lme auch Bilddokumente. F\u00fcr seine Montagen nutzt er sie<br \/>\nals \u00abReadymades\u00bb, um Neues entstehen zu lassen und seine eigene \u2013 sehr kritische \u2013 Sichtweise auf verschiedene Themen zu werfen. Der gezeigte Film zeigt einen Blick auf l\u00e4ngst vergangene Zeiten: Arbeiter verlassen die Fabrik auf dem Weg in die Freizeit \u2013 ins Kino. Das ganze geschieht aus der Perspektive des postindustriellen Zeitalters (1995), in der Fabriken ihre urspr\u00fcngliche Funktion verloren haben und nunmehr als Museen und Wohnungen genutzt werden.<\/p>\n<p>\u00abWhat people do for money\u00bb heisst das Motto der Manifesta 11. Ein Thema, f\u00fcr Z\u00fcrich so klischeebehaftet wie kaum ein anderes. Das Konzept verspricht Spannung f\u00fcr die Zusammenarbeit der K\u00fcnstler mit Berufsleu- ten und Reibung und Provokation bei den dabei entstandenden Produktionen. Ein subversives Moment ist in den gezeigten Werken aber kaum zu erkennen, zumindest nicht bei jenen in den Ausstellungen der Kunstinsti- tutionen L\u00f6wenbr\u00e4uareal und Helmhaus. Vielleicht braucht es daf\u00fcr ein paar zus\u00e4tzliche Besuche bei den weit gestreuten Satelliten. Vielleicht braucht es tats\u00e4chlich auch ein paar Re ektionen auf dem gleichnamigen Pavillon beim Bellevue. Gut m\u00f6glich, dass auch eine anregende Diskussion \u00fcber das Gesehene und das eine oder andere Bier an der einladenden Bar auf dem schwimmenden Floss zu O enbarungen f\u00fchren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Autorin: Petra Winiger \u00d8strup<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Kunsthalle Z\u00fcrich:\u00a0<a href=\"http:\/\/kunsthallezurich.ch\/de\">http:\/\/kunsthallezurich.ch\/de<\/a><\/p>\n<p>Migros Museum f\u00fcr Gegenwartskunst:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.migrosmuseum.ch\/de\/\">http:\/\/www.migrosmuseum.ch\/de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Exkursion vom 14.06.2016 Unser Besuch an der Manifesta 11 startet im L\u00f6wenbr\u00e4uareal. Hier begr\u00fcsst uns Heiko Schmid, er ist Koordinator im Education-Team. 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