{"id":777,"date":"2022-01-07T00:14:05","date_gmt":"2022-01-07T00:14:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital1\/?p=777"},"modified":"2022-02-04T16:05:15","modified_gmt":"2022-02-04T16:05:15","slug":"historisches-arbeiten-im-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2022\/01\/07\/historisches-arbeiten-im-internet\/","title":{"rendered":"Historisches Arbeiten im Internet"},"content":{"rendered":"<p>Welche \u00c4nderungen in der historischen Wissenschaft bringt das Internet mit sich? Die \u00fcblichen Schritte (Quellensuche &#8211; Quellen\u00fcberpr\u00fcfung- Literaturrecherche und Diskussion &#8211; Pr\u00e4sentation) bleiben vorhanden, erhalten aber ein Update.<\/p>\n<h3><strong>Quellensuche<\/strong><\/h3>\n<p>Die digitale Quellenlage um Stalin ist verh\u00e4ltnism\u00e4ssig reichhaltig. So haben beispielsweise das <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/digitalarchive.wilsoncenter.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wilson Center Digital Archive<\/a><\/span><\/strong> und das <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.stalindigitalarchive.com\/frontend\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stalin Digital Archive<\/a><\/span><\/strong> gut ausgebaute Online-Archive, auf denen sich leicht spannende Quellen finden l\u00e4sst. Eine \u00dcbersicht f\u00fcr weitere Plattformen gibt es <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/online-ressourcen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a><\/span><\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Quellen\u00fcberpr\u00fcfung<\/strong><\/h3>\n<p>Die Quellenkritik in den Digital Humanities ist nicht viel komplizierter als bei der herk\u00f6mmlichen Quelle, man muss einfach andere Dinge beachten. Eine Quellenkritik beinhaltet zum einen eine \u00dcberpr\u00fcfung wer die Medien digitalisiert oder erstellt hat. Die Copyrighthinweise sind teilweise kryptischer, als man sich das von der Standardliteratur gew\u00f6hnt sein mag. Trotzdem k\u00f6nnen Metadaten sogar eine bessere Einsicht in die Herkunft der Dateien, ihren Verwendungszweck und die allgemeine Zuverl\u00e4ssigkeit der Quelle geben. Sollte es sich bei der Quelle um eine Website handeln kann auch der Quellcode Spannende Einblicke bieten. Alternativ kann auch <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/archive.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">internetarchive<\/a><\/span><\/strong> benutzt werden. Dieses Webarchive speichert Versionsverl\u00e4ufe von anderen Websites und bietet die M\u00f6glichkeit, Seiten zu datieren und quellenkritisch zu analysieren (Was wurde von Wem ge\u00e4ndert? Wann wurde der Inhalt produziert?).<\/p>\n<h3><strong>Literaturrecherche und Diskussion<\/strong><\/h3>\n<p>Literatur l\u00e4sst sich durch gezielte Suche im Katalog von <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/uzb.swisscovery.slsp.ch\/discovery\/search?vid=41SLSP_UZB:UZB\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">swisscovery<\/a><\/span><\/strong> relativ schnell finden. Es ist aber gute Netiquette, die Verweise auf Literatur zu verlinken und sich (idealerweise) auf zug\u00e4ngliche Medien zu berufen, die nicht hinter einer Paywall versteckt sind. Es empfiehlt sich also, die Literatur selbst \u00fcber das Internet zu erschliessen. Anlaufstellen sind <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/books.google.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google Books<\/a><\/span><\/strong>, <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.jstor.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jstor<\/a><\/span><\/strong> und die <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.zb.uzh.ch\/de\/recherche\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachdatenbanken der Zentralbibliothek<\/a><\/span><\/strong>.<br \/>\nEin positiver Aspekt des NEBIS-Katalogs ist, dass Literatur vorsortiert wurde und die gelisteten Autoren als glaubw\u00fcrdig (wissenschaftlich) einzusch\u00e4tzen sind. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur muss dennoch oberstes Prinzip bleiben. Erleichtert wird diese Auseinandersetzung zus\u00e4tzlich durch die vielen, einfach zug\u00e4nglichen Rezensionen auf NEBIS oder anderen Portalen wie <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.academia.edu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Academia<\/a><\/span><\/strong> oder <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.hsozkult.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H-Soz-Kult<\/a><\/span><\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Pr\u00e4sentation<\/strong><\/h3>\n<p>Die Pr\u00e4sentation von wissenschaftlichen Arbeiten im Internet hat viele Vorteile. So stehen sie einem breiten Publikum leicht zug\u00e4nglich zur Verf\u00fcgung und k\u00f6nnen einfacher verbreitet werden. Dabei spielt die Suchmaschinenoptimierung (SEO) f\u00fcr die Reichweite im Internet (Indexierung bei Google) eine zentrale Rolle. Die Suchmaschinenindexierung ist sodann eine Wissenschaft f\u00fcr sich selbst. <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/developers.google.com\/search\/docs?hl=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google selbst bietet hierf\u00fcr einen umfangreichen Leitfaden.<\/a><\/span><\/strong><br \/>\nEinen weiteren Vorteil bietet die M\u00f6glichkeit, Literaturhinweise von Onlineressourcen direkt in den Texten zu verlinken. Dadurch wird einerseits den Interessierten den Zugang zur weiterf\u00fchrenden Literatur erleichtert. Andererseits kann die kritische und notwendige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nBildergalerien, Videos oder interaktive Elemente erh\u00f6hen zus\u00e4tzlich die Lesefreudigkeit, ohne dabei die Wissenschaftlichkeit zu beeintr\u00e4chtigen. Die Art der Pr\u00e4sentation kann im Internet also deutlich kreativer und variabler ausgelebt werden. Eine \u00fcberbordende Gestaltung wird aber auch schnell un\u00fcbersichtlich und chaotisch erscheinen und sich negativ auf die Lese- sowie Nutzerfreundlichkeit auswirken. Es gilt daher, in der Onlinepr\u00e4sentation eine gewisse Ausgewogenheit zu finden. Der Lesefluss sollte immer oberste Priorit\u00e4t haben.<br \/>\nDie Freiheit der Gestaltung birgt weitere T\u00fccken in Sachen der Copyrightfragen. Grunds\u00e4tzlich sollten auch eingef\u00fcgte Medien ausreichend gekennzeichnet werden. Die urspr\u00fcngliche Urheberschaft ist aber nicht immer nachvollziehbar. Themenspezifische Bilder k\u00f6nnen \u00fcber Bildarchive und Agenturen leicht gefunden werden und sind meist \u2013 ganz im Sinne der Quellenkritik \u2013 ausreichend mit Informationen zur Urheberschaft und Bildkontexten ausgestattet. Die Bildersuche \u00fcber Google ist aber nicht immer umg\u00e4nglich. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass Hintergrundinformationen oft Fehlen oder Bilder sogar gezielt zu Zwecken der Desinformation missbraucht werden.<\/p>\n<h3><strong>von Julian Fischer (E-Tutor im Seminar Stalin digital)<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>\u00dcberarbeitung: Florian Wiedemann<br \/>\nTitelbild: russiainphoto.ru; Background photo created by kjpargeter \u2013 www.freepik.com.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche \u00c4nderungen in der historischen Wissenschaft bringt das Internet mit sich? Die \u00fcblichen Schritte (Quellensuche &#8211; Quellen\u00fcberpr\u00fcfung- Literaturrecherche und Diskussion &#8211; Pr\u00e4sentation) bleiben vorhanden, erhalten aber ein Update. Quellensuche Die digitale Quellenlage um Stalin ist verh\u00e4ltnism\u00e4ssig reichhaltig. 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