{"id":358,"date":"2021-09-07T13:27:52","date_gmt":"2021-09-07T13:27:52","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital1\/?p=358"},"modified":"2022-01-31T14:57:37","modified_gmt":"2022-01-31T14:57:37","slug":"erinnerungskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/erinnerungskultur\/","title":{"rendered":"Erinnerungskultur im Wandel &#8211; Stalin unter Putin"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p><em>Eine Sch\u00fclerin sorgte 2005 f\u00fcr Aufsehen, als sie im Rahmen eines Sch\u00fclerwettbewerbs, organisiert von <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Memorial ist eine NGO, die sich f\u00fcr die Aufarbeitung der stalinistischen Repressionen einsetzt. Mehr dazu weiter unten.\"> <span style=\"color: #ff0000\">Memorial<\/span> <\/span>, einen Aufsatz \u00fcber ihre Grosseltern verfasste, die in den 1940er-Jahren deportiert wurden. Auf die Frage der Projektleiterin, was sie von Josef Stalin halte, antwortete das M\u00e4dchen: \u00abEr war dennoch ein effektiver Manager\u00bb.((Vgl.: Becker, Mythos Stalin, S. 7f)) <\/em><br \/>\n<em>Die Haltung der Sch\u00fclerin besitzt in Anbetracht der heutigen Erinnerungskultur in Russland symbolischen Charakter. Wie es dazu kam und welchen Stellenwert der Stalinismus und Stalins Person in der heutigen russischen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik einnehmen, ist Thema dieses Beitrags. Zwischen Geschichtspolitik und Erinnerungskultur muss klar unterschieden werden. Unter Geschichtspolitik versteht man eine parteiische Interpretation der Geschichte. Damit verbindet sich der Versuch, eine breite \u00d6ffentlichkeit von dieser Interpretation zu \u00fcberzeugen und schliesslich politische Ziele zu erreichen. Erinnerungskultur wiederum bezeichnet die gesamte historische Erinnerung im kollektiven Ged\u00e4chtnis sowohl einer Gesellschaft als auch einzelner Individuen. In diesem Sinne ist Geschichtspolitik ein Teil der Erinnerungskultur.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Von Stalins Tod bis zum Zusammenbruch der UdSSR<\/strong><\/h3>\n<p>Knapp drei Jahre nach Stalins Tod l\u00e4utete der neue Generalsekret\u00e4r Nikita Chruschtschow mit seiner Geheimrede auf dem 20. Parteitag der KPdSU die <strong><span style=\"text-decoration: underline;color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000;text-decoration: underline\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/02\/entstalinisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Entstalinisierung<\/a> <\/span><\/strong>ein. Obwohl die folgende <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Die Bezeichnung lehnt sich an Ilja Ehrenburgs Werk \u00abTauwetter\u00bb von 1954 an.\"><span style=\"color: #ff0000\">\u00abTauwetter-Periode\u00bb<\/span><\/span>, die mit politischer Entspannung einherging, nur von kurzer Dauer war, hatte sie tiefgreifende Wirkung auf die Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nIn den 80er-Jahren entfaltete sich der Wille zu mehr Offenheit unter <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Letzter Generalsekret\u00e4r der KPdSU und Friedensnobelpreistr\u00e4ger von 1990.\"><span style=\"color: #ff0000\">Michail Gorbatschow<\/span><\/span> erneut und unaufhaltsam. Im Rahmen der <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Deutsch: \u00abUmbau\u00bb. Die Perestrojka war ein von Gorbatschow eingeleiteter Prozess zur Modernisierung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion.\"><span style=\"color: #ff0000\">Perestrojka<\/span><\/span> und der <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Deutsch: \u00abOffenheit\u00bb Die Glasnost war ein Schlagwort im Rahmen der Perestrojka, worunter die Verbreitung der Meinungs- und Pressefreiheit verstanden wurde.\"><span style=\"color: #ff0000\">Glasnost<\/span><\/span> schuf Gorbatschow die Grundlagen f\u00fcr eine kritische und \u00f6ffentliche Auseinandersetzung mit dem Sowjetsystem. Sein Ziel war nichts Geringeres als die Rettung des Sozialismus, dem er jedoch ungewollt den Todesstoss versetzte.((Vgl.: Keghel, Geschichtspolitik, S.62.)) Die Initiativen zur Aufarbeitung kamen auch von unten und konnten nun erstmals straffrei durchgef\u00fchrt werden. Der \u00f6ffentliche Raum blieb zwar vorl\u00e4ufig unter staatlicher Kontrolle, doch entfaltete sich unter der gelockerten Zensur eine kritische und pluralistische Meinungslandschaft.((Vgl.: Keghel, Geschichtspolitik, S.66.)) W\u00e4hrend Stalins Verbrechen erstmals eine richtige Aufarbeitung erfuhren, \u00e4nderte sich die Wahrnehmung hinsichtlich Stalin erneut. Seit Chruschtschow galt der Stalinismus als Abwendung vom sozialistischen Ideal, das nun wieder zunehmend im Sinne der Umsetzung des <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Marxismus-Leninismus bezeichnet die seit Mitte der 1920er Jahre offizielle politische Ideologie der Sowjetunion.\"><span style=\"color: #ff0000\">Marxismus-Leninismus<\/span><\/span> verstanden und anerkannt wurde.((Vgl.: Keghel, Geschichtspolitik, S.68.))<br \/>\nEntgegen der erhofften Rehabilitierung des Sowjetsystems richtete sich die mediale Kritik mehrheitlich gegen die KPdSU, deren ideologische Grunds\u00e4tze und historische Deutungshoheit. Schliesslich m\u00fcndeten Gorbatschows Reformen in die politische Delegitimierung des Systems und trugen zum Zerfall der UdSSR bei, die am 26. Dezember 1991 ihr offizielles Ende fand.((Vgl.: Becker, Mythos Stalin, S.30.))<\/p>\n<h3><strong>Die liberale Phase und ihr Ende<\/strong><\/h3>\n<p>Unter <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Erster Pr\u00e4sident Russlands von 1991 bis 1999.\"><span style=\"color: #ff0000\">Boris Jelzin<\/span><\/span> wurde die Aufarbeitung des Stalinismus zun\u00e4chst weiter vorangetrieben.((Vgl.: Becker, Mythos Stalin, S. 31.)) Die \u00d6ffnung der Archive liess innovative Forschungsprojekte entstehen, und durch die anhaltende Diskussion \u00fcber das Stalin-Regime kehrten die Massenexekutionen, die zwangsumgesiedelten V\u00f6lker oder der <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Verheerende Hungersnot in der Ukraine 1932\/33, der Millionen Menschen zum Opfer fielen und der durch die sowjetische Regierung herbeigef\u00fchrt bzw. in Kauf genommen wurde.\"><span style=\"color: #ff0000\">Holodomor<\/span><\/span> zur\u00fcck in das kollektive Ged\u00e4chtnis. Dank den frei zug\u00e4nglichen Quellen und der Pressefreiheit fand das neue Wissen \u00fcber den \u00abGrossen Terror\u00bb seinen Weg bis in die kleinsten Haushalte der Russischen F\u00f6deration.((Vgl.: R\u00fcesch, NZZ, 24.10.2017.))<br \/>\nVon staatlicher Seite verfolgte man das Ziel, mithilfe der geschichtlichen Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen die angestrebten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Reformen sowie die Demokratisierung in der neu entstandenen Russischen F\u00f6deration zu legitimieren. Zugleich sollte es der KPdSU unm\u00f6glich gemacht werden, erneut die Macht zu ergreifen. Im sogenannten KPdSU-Prozess vom 26. Mai bis zum 30. November 1992 wurde die Kommunistische Partei der Sowjetunion g\u00e4nzlich verboten. Das Verfahren befeuerte die Auseinandersetzung mit den stalinistischen Repressionen, da die historische Aufarbeitung als Beweisgrundlage f\u00fcr den Prozess diente. Allerdings verloren die stalinistischen Verbrechen nach dem Urteil zunehmend an Relevanz f\u00fcr Reformpolitiker wie Jelzin. Der Zugang zu den Archiven wurde ab der zweiten H\u00e4lfte der 1990er-Jahre wieder beschr\u00e4nkt. Auch in der russischen Bev\u00f6lkerung ging das Interesse am stalinistischen Regime immer mehr verloren, da man sich mit gegenw\u00e4rtigen Problemen konfrontiert sah. Die Wirtschaftskrise hatte tiefe Existenz\u00e4ngste geweckt, und die Aufl\u00f6sung der Sowjetunion die russische Bev\u00f6lkerung in eine Identit\u00e4tskrise gest\u00fcrzt.((Vgl.: Becker, Mythos Stalin, S. 32.))<\/p>\n<h3><strong>Russische Geschichtspolitik unter Putin<\/strong><\/h3>\n<p>Mit der \u00f6ffentlichen Diskussion wurden die Verbrechen angeprangert, doch erlangte Stalin zeitgleich neue Anerkennung.((Vgl.: R\u00fcesch, NZZ, 24.10.2017.)) Dieser Trend setzte sich unter Wladimir Putin fort und h\u00e4lt bis heute an. In einer Umfrage des unabh\u00e4ngigen Meinungsforschungsinstitut Lewada aus dem Jahr 2016, in der nach der herausragendsten Pers\u00f6nlichkeit Russlands gefragt wurde, landete Stalin vor dem amtierenden Pr\u00e4sidenten Putin und dem Nationaldichter Puschkin auf Platz 1 mit 38% aller Stimmen.((Vgl.: Schulmann, InLiberty, 27.07.2017.))<br \/>\nDie Verbrechen im Stalinismus treten zunehmend in den Hintergrund. Dabei hat ein zentrales Ereignis grosse Auswirkung auf die russische Erinnerungskultur: der Sieg \u00fcber Nazi-Deutschland unter Stalin. In Moskau wird jedes Jahr am <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Im \u00fcbrigen Europa wird die Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai gefeiert. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung in Berlin war in Moskau bereits der 9. Mai angebrochen.\"><span style=\"color: #ff0000\">\u00abTag des Sieges\u00bb<\/span><\/span> 9. Mai mit einer pomp\u00f6sen Milit\u00e4rparade und einer feierlichen Rede des Pr\u00e4sidenten an die schreckliche Zeit und die glorreiche Aufopferung des Sowjetvolks erinnert. Dabei wird Stalin als Sieger verehrt. Das darf aber nicht als Zuspruch f\u00fcr die stalinistischen Verbrechen verstanden werden. In Russland w\u00fcnscht man sich in der breiten \u00d6ffentlichkeit weder den <span style=\"color: #ff0000\"><strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/archipel-gulag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abGulag\u00bb<\/a><\/span> <\/strong><span style=\"color: #333333\">noch den<\/span><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/schauprozesse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong> \u00abGrossen Terror\u00bb<\/strong><\/a><\/span> zur\u00fcck.((Vgl.: Katzenberger, S\u00fcddeutsche Zeitung, 09.05.2019.)) Trotzdem besitzt Stalin als Mythos eine starke Anziehungskraft. So werden ihm die <span style=\"color: #ff0000\"><strong><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/06\/industrialisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Industrialisierung Russlands<\/a><\/strong><\/span> wie auch der Sieg im Zweiten Weltkrieg als Erfolge angerechnet. Des Weiteren stieg die Sowjetunion unter seiner Herrschaft zu einer Weltmacht auf. Unter diesen Gesichtspunkten verk\u00f6rpert Stalin f\u00fcr viele eine starke F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, die treibende Kraft der Modernisierung Russlands, den Inbegriff von imperialer Gr\u00f6sse sowie einen st\u00e4hlernen Willen, aus dem nicht Worte, sondern Taten entsprangen. Stalin als Massenm\u00f6rder ger\u00e4t dabei nicht komplett in Vergessenheit, doch \u00fcberwiegen f\u00fcr viele die \u00abpositiven\u00bb Aspekte.((Vgl.: R\u00fcesch, NZZ, 24.10.2017.))<\/p>\n<figure id=\"attachment_563\" aria-describedby=\"caption-attachment-563\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-563 size-large\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-350x233.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-768x512.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/tag-des-sieges-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-563\" class=\"wp-caption-text\">Vorbereitungen zur Sieges-Parade in St. Petersburg; F. Wiedemann.<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend unter Jelzin die geschichtliche Aufarbeitung noch \u00fcberwiegend in ziviler Hand war, wurde unter Putin immer mehr eine monopolartige Deutungshoheit des Staates beansprucht. Konkrete Massnahmen gegen NGOs unterstrichen (und unterstreichen) dies zus\u00e4tzlich. Nichtregierungsorganisationen, die eine abweichende Sichtweise auf das Stalin-Regime vertreten, sehen sich zunehmend repressiven Massnahmen ausgesetzt.((Vgl.: Ackeret, NZZ, 19.12.2019.)) Der Zweite Weltkrieg wird f\u00fcr die Konsolidierung des russischen Patriotismus instrumentalisiert, wodurch auch die Person Stalins und ihr Wirken eine fortlaufende staatliche Rehabilitierung durchleben.((Vgl.: Ackeret, NZZ, 09.05.2020.))<\/p>\n[vc_row][vc_column][vc_video link=&#8220;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=apgHaHe8n2g&#8220; title=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<p>Stalin lebt nicht nur in der glorifizierten Vorstellungswelt vieler Russen und Russinnen weiter. Auch plastisch erlebt der Diktator eine Renaissance. Zahlreiche, von Privaten finanzierte Statuen bezeugen diesen Umstand.((Vgl.: R\u00fcesch, NZZ, 06.03.2018.)) So ist denn auch seit 2009 im Moskauer U-Bahnhof Kurskaja der, unter Chruschtschow entfernte Satz aus der fr\u00fchsowjetischen Hymne: \u00abUns erzog Stalin \u2013 zur Treue zum Volk, zu Arbeit und Heldentaten regte er uns an!\u00bb, wieder restauriert worden &#8211; mit dem Argument, die historische Realit\u00e4t zu rekonstruieren. Zus\u00e4tzlich wurde ein Schlachtruf aus dem Zweiten Weltkrieg beigef\u00fcgt: <em>\u00abZa Rodinu, za Stalina\u00bb<\/em> (F\u00fcr die Heimat, f\u00fcr Stalin).((Vgl.: Gasimov, Russlands staatlicher Umgang mit der Stalinismus-Zeit, S. 103.))<br \/>\nNicht nur Stalins Person erlebte eine Umdeutung, auch der GULAG wird vorwiegend in einem anderen Licht pr\u00e4sentiert. H\u00e4ufig wird auf die dort geleistete, kriegswichtige Arbeit w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges verwiesen, die Haftbedingungen werden sch\u00f6ngeredet. Exemplarisch f\u00fcr diese Haltung steht das GULAG-Museum, das im ehemaligen Gefangengenlager Perm-36 untergebracht ist. Das Museum entstand einst auf private Initiative, die teils auf die politischen H\u00e4ftlinge selbst zur\u00fcck ging, und wurde zu einem Zentrum der Aufarbeitung. Auf die Streichung der staatlichen F\u00f6rdermittel und zunehmenden Einschr\u00e4nkungen folgte 2014 die Verstaatlichung. Den Tiefpunkt erreichte diese Geschichte, als ehemalige W\u00e4chter die einstigen Insassen im Beirat des Museums ersetzten.((Vgl.: Giesen, Perm-36, S.2f. ))<\/p>\n<h3><strong>Die \u00abMauer der Trauer\u00bb<\/strong><\/h3>\n<p>In Moskau wurde 2017 zwar erstmals ein Denkmal er\u00f6ffnet, das an die Opfer der politischen Repressionen in der Sowjetunion erinnert und den Namen \u00abMauer der Trauer\u00bb tr\u00e4gt. Das Denkmal \u00e4ndert aber nichts an der Tatsache, dass das Stalin-Regime im heutigen Russland juristisch nicht als verbrecherisch anerkannt wird.((Vgl.: Denkmal f\u00fcr die Opfer des Stalinterrors in Moskau, Mitteldeutscher Rundfunk, 30.10.2017.)) Eine breit angelegte, kritische und staatlich gest\u00fctzte Auseinandersetzung mit der Stalin-\u00c4ra existiert nicht mehr. Die russische Medienlandschaft und auch die offizielle Geschichtsforschung liegen gr\u00f6sstenteils in staatlichen H\u00e4nden und sind damit deren Kontrolle ausgesetzt.((Vgl.: Gasimov, Russlands staatlicher Umgang mit der Stalinismus-Zeit, S. 99.))<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8220;Quelle: Putins Er\u00f6ffnungsrede zur Mauer der Trauer&#8220; custom_font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; custom_use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; use_custom_heading=&#8220;true&#8220;]<em><a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Friends, Today is a special memorable date: October 30 has been marked in our country for over 25 years as the national Day of Remembrance of Victims of Political Repression.<\/em><br \/>\n<em>It is very important that we all and future generations \u2013 this is of great significance \u2013 know about, and remember this tragic period in our history when entire social groups and entire peoples were cruelly persecuted, including workers, peasants, engineers, military commanders, clergy, government employees, scientists and cultural figures.<\/em><\/p>\n<p><em>Neither talent, nor services to the Motherland, nor sincere devotion to it could help avoid repression, because unwarranted and absolutely absurd charges could be brought against anyone. Millions of people were declared \u2018enemies of the people\u2019, shot or mutilated, or suffered in prisons, labour camps or exile.<\/em><\/p>\n<p><em>This terrifying past cannot be deleted from national memory or, all the more so, be justified by any references to the so-called best interests of the people.<\/em><br \/>\n<em>The history of our country, like that of any other country, has plenty of difficult and controversial stages. People argue about them, discuss them, offering different approaches to explaining various events.<\/em><br \/>\n<em>This is a natural process of learning history and seeking the truth. However, when we are speaking about the repression, death and suffering of millions of people, it will only take a visit to the Butovo memorial site or other common graves of victims of repression, of which there are quite a few in Russia, to realise that these crimes cannot be justified in any way.<\/em><br \/>\n<em>Political repression has become a tragedy for all our people, all our society and dealt a harsh blow to our people, its roots, culture and self-consciousness. We are still feeling its consequences.<\/em><br \/>\n<em>Our duty is to not let it slip into oblivion. Remembrance, a clear and unambiguous position and assessments with regard to those sad events serve as a powerful warning against their recurrence.<\/em><\/p>\n<p><em>Two years ago, the Government adopted the State Policy Concept for Perpetuating the Memory of the Victims of Political Repression. A Memorial Fund was created.<\/em><br \/>\n<em>The idea of a monument to the victims of political repression was born in the distant years of the \u2018thaw\u2019, but such memorials were created only in the past decades.<\/em><br \/>\n<em>Today, we will open the Wall of Sorrow in downtown Moscow. A grand, poignant monument both in its message and implementation. It appeals to our conscience and sentiment, calling for a deep and honest understanding of the period of repression, and empathy for its victims.<\/em><\/p>\n<p><em>[\u2026]<\/em><\/p>\n<p><em>In closing, I would like to ask Ms Natalia Solzhenitsyna [sic] permission to quote her, \u201dTo know, to remember, to condemn. And only then to forgive.\u201c I fully agree with these words.<\/em><br \/>\n<em>Indeed, we and our descendants must remember the tragedy of repression and what caused it. However, this does not mean settling scores. We cannot push society to a dangerous line of confrontation yet again.<\/em><br \/>\n<em>Now, it is important for all of us to build on the values of trust and stability. Only on this basis will we be able to achieve the goals of our society and our country, which is one for us all.<\/em><br \/>\n<em>I would like to thank once again the sculptor who designed this monument. I would also like to thank everyone who took part in making it possible. It is important for us, important for the entire country now, and still more important for the young people, who are the future of Russia.<\/em><\/p>\n<p>Wladimir Putin, Er\u00f6ffnungsrede zum Denkmal \u00abMauer der Trauer\u00bb, 30.10.2017. Englische \u00dcbersetzung gem\u00e4ss Webseite des Kremls (<a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/55948\">http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/55948<\/a>).<\/p>\n[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<figure id=\"attachment_561\" aria-describedby=\"caption-attachment-561\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-561 size-large\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-1024x576.jpg\" alt=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verfolgte-der-sowjet-diktatur-erinnerung-mit-widerspruechen-100.html\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-350x197.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-768x432.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-1110x624.jpg 1110w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_-528x297.jpg 528w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2022\/01\/Mauer-der-Trauer-Deutschlandfunk.de_.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-561\" class=\"wp-caption-text\">Die &#8222;Mauer der Trauer&#8220; in Moskau; deutschlandfunk.de<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Memorial \u2013 Putins Feindbild<\/strong><\/h3>\n<p>Seit den 80er-Jahren existiert mit <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/www.memorial.de\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Memorial <\/a> <\/span><\/strong>eine NGO, die sich mit der Aufarbeitung von Verbrechen im Stalinismus befasst und f\u00fcr die Menschenrechte in Russland einsetzt. Ihren Fokus legen die Aktivisten auf das Gedenken an die Opfer; im ganzen Land liessen sie Gedenkst\u00e4tten errichten. Zugleich ist die NGO auch politisch aktiv, indem sie sich f\u00fcr die Demokratisierung der Gesellschaft einsetzt, auch gegenw\u00e4rtige Menschenrechtsverletzungen dokumentiert sowie Listen zu politischen Gefangenen f\u00fchrt.<br \/>\nIm Rahmen verschiedenster Online-Projekte stellt Memorial nach wissenschaftlichen Standards gehaltene Publikationen bereit oder verweist auf diese. Zudem bietet die NGO freien Zugang zum Fotoarchiv zahlreicher Memorial-Organisationen. Aufgrund von gross angelegten und innovativen Forschungsprojekten wird man bei einer historischen Arbeit zu den stalinistischen Repressionen nicht darum herumkommen, sich mit Memorial auseinanderzusetzen, insbesondere in Zusammenhang mit dem GULAG-System.<br \/>\nDass Memorial mit seiner Arbeit die Monopolstellung der staatlichen Deutungshoheit torpediert, liess die Organisation l\u00e4ngst Ziel von grossangelegten politischen Kampagnen werden.((Vgl.: Applebaum, The Atlantic, 8.12.2021.)) Auch die Aktivisten bewegen sich in einem gef\u00e4hrlichen Umfeld und wurden bereits Opfer von politisch motivierten Gerichtsurteilen. Ein besonders tragisches Schicksal erlitten die beiden Menschenrechtsaktivistinnen Anna Politkowskaja (1958-2006) und Natalja Estemirowa (1958-2009), die f\u00fcr ihre T\u00e4tigkeiten mit dem Leben bezahlen mussten. Politkowskaja war unabh\u00e4ngige Journalistin und berichtete einst \u00fcber die schweren Menschenrechtsverletzungen der russischen Armee sowie deren tschetschenischen Verb\u00fcndeten w\u00e4hrend dem Zweiten Tschetschenienkrieges. Im Gegensatz zu Politkowskaja war Estemirowa eine Mitarbeiterin von Memorial und f\u00fchrte die Arbeit ihrer ermordeten Kollegin weiter. Obwohl es in beiden F\u00e4llen zu Verurteilungen kam, wurden die Umst\u00e4nde der Verbrechen von den russischen Ermittlern nur unzureichend aufgearbeitet.((Vgl.: Putz, Memorial, 24.11.2021.))<br \/>\nDen j\u00fcngsten H\u00f6hepunkt dieser Repressionen bildet nun die angestrebte Liquidierung der Gesellschaft. Im November 2021 stellte die Moskauer Generalstaatsanwaltschaft beim Obersten Gericht der Russl\u00e4ndischen F\u00f6deration einen Antrag auf Aufl\u00f6sung von Memorial. Begr\u00fcndet wird die Klage durch wiederholte Verst\u00f6sse gegen das <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Das Gesetz sieht vor, dass russischen Organisationen, die Zahlungen aus dem Ausland erhalten, sich als \u00abausl\u00e4ndische Agenten\u00bb kennzeichnen m\u00fcssen. Dabei m\u00fcssen jegliche Publikationen, auch einzelne Facebookposts oder Twitterbeitr\u00e4ge diese Kennzeichnung aufweisen.\"><span style=\"color: #ff0000\">Gesetz \u00fcber ausl\u00e4ndische Agenten<\/span><\/span>. Trotz nationalen und internationalen Protesten und Solidarit\u00e4tsbekundungen gehen Beobachter davon aus, dass dies das Ende von Memorial in Russland bedeutet.((Vgl.: Sapper, NZZ, 21.11.2021. )) Damit h\u00e4tte sich Putin seines m\u00e4chtigsten Mitstreiters in der Debatte der Erinnerungskultur entledigt.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #333333\">Update<\/span>:<\/strong> Memorial International wurde am 28. Dezember 2021 vom Obersten Gericht der Russischen F\u00f6deration aufgel\u00f6st. Memorial wird dieses Urteil an den Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte weiterziehen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333\">[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_message message_box_style=&#8220;solid-icon&#8220; message_box_color=&#8220;grey&#8220; icon_type=&#8220;openiconic&#8220; icon_openiconic=&#8220;vc-oi vc-oi-book&#8220;]<strong><span style=\"color: #000000\">Literaturtipps<\/span>:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #333333\">Applebaum, Anne: Falsifying Russia\u2019s History Is a Step Toward More Violence. In: The Atlantic, 08.12.2021. <a style=\"color: #333333\" href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2021\/12\/putins-plot-against-russias-future\/620930\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ff0000\">Hier online verf\u00fcgbar<\/span><\/a>.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #333333\">Gessen, Mahsa\/Friedman, Misha: Vergessen. Stalins Gulag in Putins Russland, M\u00fcnchen 2019.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #333333\">[\/vc_message][\/vc_column][\/vc_row][vc_column][\/vc_column]<\/span><\/p>\n<h3>von Robin B\u00e4ni<\/h3>\n<p>\u00dcberarbeitung: Florian Wiedemann<br \/>\nTitelbild: themoscowtimes.com<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literaturangaben:<\/strong><\/p>\n<p>Ackeret, Markus: Die russische Deutung der Geschichte. Im vergangenen Sieg leuchtet die Gegenwart, in: NZZ, 09.05.2020. &lt;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-und-der-zweite-weltkrieg-der-sieg-steht-im-zentrum-ld.1554285\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-und-der-zweite-weltkrieg-der-sieg-steht-im-zentrum-ld.1554285<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Ackeret, Markus: Immer mehr \u00abausl\u00e4ndische Agenten\u00bb in Russland, in: NZZ, 19.12.2019. &lt;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-mehr-druck-auf-nichtstaatliche-organisationen-ld.1529459\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/russland-mehr-druck-auf-nichtstaatliche-organisationen-ld.1529459<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Applebaum, Anne: Falsifying Russia\u2019s History Is a Step Toward More Violence. In: The Atlantic, 08.12.2021.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2021\/12\/putins-plot-against-russias-future\/620930\/\">https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2021\/12\/putins-plot-against-russias-future\/620930\/<\/a> [Stand: 09.12.2021].<\/p>\n<p>Becker, Anna: Mythos Stalin. Stalinismus und staatliche Geschichtspolitik im postsowjetischen Russland der \u00c4ra Putin, Berlin 2016 (Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert 2).<\/p>\n<p>Denkmal f\u00fcr die Opfer des Stalinterrors in Moskau, in: Mitteldeutscher Rundfunk, 30.10.2017. &lt;<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/osteuropa\/politik\/stalin-opfer-denkmal-moskau-russland-100.html\">https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/osteuropa\/politik\/stalin-opfer-denkmal-moskau-russland-100.html<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Gasimov, Zaur: Russlands staatlicher Umgang mit der Stalinismus-Zeit, in: Jahrbuch f\u00fcr Politik und Geschichte 1 [JPG 1], 2010, S. 87-110.<\/p>\n<p>Giesen, Anke: Perm-36. In: Russland Analysen Nr.368, 15.03.2019. &lt;<a href=\"https:\/\/www.laender-analysen.de\/russland-analysen\/368\/RusslandAnalysen368.pdf\">https:\/\/www.laender-analysen.de\/russland-analysen\/368\/RusslandAnalysen368.pdf<\/a>&gt; [Stand: 06.12.2021].<\/p>\n<p>Katzenberger, Paul: Den Zuspruch erh\u00e4lt der Kriegsgewinner Stalin, nicht der Massenm\u00f6rder, in: S\u00fcddeutsche Zeitung, 09.05.2019. &lt;<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stalin-hitler-zweiter-weltkrieg-siegesfeier-1.4438028\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/stalin-hitler-zweiter-weltkrieg-siegesfeier-1.4438028<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Keghel, Isabelle: Strategien des Umgangs mit den stalinistischen Repressionen in Russland seit der Perestrojka. Geschichtspolitik \u00abvon unten\u00bb, in: Jahrbuch f\u00fcr Politik und Geschichte 1 [JPG 1], 2010, S. 63-86.<\/p>\n<p>Putin, Vladimir V.: Opening of Wall of Sorrow memorial to victims of political repression. In: Kremlin, 30.10.2017. &lt;<a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/55948\">http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/news\/55948<\/a>&gt; [Stand: 06.12.2021].<\/p>\n<p>Putz, Manuela: Memorial, in: Dekoder, 24.11.2021.<br \/>\n&lt;https:\/\/www.dekoder.org\/de\/gnose\/memorial&gt; [Stand: 01.01.2021].<\/p>\n<p>R\u00fcesch, Andreas: Wieso es in Russland wieder salonf\u00e4hig ist, Stalin zu verehren, in: NZZ, 24.10.2017. &lt;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/stalin-und-die-sehnsucht-nach-der-starken-hand-ld.1323741\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/stalin-und-die-sehnsucht-nach-der-starken-hand-ld.1323741<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>R\u00fcesch, Andreas: 10 Orte in Moskau, wo einem Stalin noch heute begegnet, in: NZZ, 06.03.2018. &lt;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/10-orte-in-moskau-wo-man-stalin-noch-heute-begegnet-ld.1323556\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/10-orte-in-moskau-wo-man-stalin-noch-heute-begegnet-ld.1323556<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Sapper, Manfred: Wer hat Angst vor Memorial? \u2013 Das System Putin plant, das moralische R\u00fcckgrat der russischen Zivilgesellschaft zu zerschlagen, in NZZ, 21.11.2021. &lt; <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/wer-hat-angst-vor-memorial-russlands-moralisches-gewissen-wankt-ld.1655888\">https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/wer-hat-angst-vor-memorial-russlands-moralisches-gewissen-wankt-ld.1655888<\/a>&gt; [Stand: 06.12.2021].<\/p>\n<p>Schulmann, Ekaterina: Stalin. Eine aufgezwungene Liebe, in: InLiberty, 27.07.2017. (\u00dcbersetzung f\u00fcr Dekoder: Anselm B\u00fchling 17.01.2018). &lt;<a href=\"https:\/\/www.dekoder.org\/de\/article\/beliebtheit-stalin-umfragen-schulmann\">https:\/\/www.dekoder.org\/de\/article\/beliebtheit-stalin-umfragen-schulmann<\/a>&gt; [Stand: 28.11.2020].<\/p>\n<p>Tod von Stalin vor 65 Jahren. Ein Monster kehrt durch die Hintert\u00fcr zur\u00fcck, in: SRF, 24.02.2018. &lt;<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/tod-von-stalin-vor-65-jahren-ein-monster-kehrt-durch-die-hintertuer-zurueck\">https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/tod-von-stalin-vor-65-jahren-ein-monster-kehrt-durch-die-hintertuer-zurueck<\/a>&gt; [Stand: 25.11.2020].<\/p>\n<hr \/>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Sch\u00fclerin sorgte 2005 f\u00fcr Aufsehen, als sie im Rahmen eines Sch\u00fclerwettbewerbs, organisiert von Memorial, einen Aufsatz \u00fcber ihre Grosseltern verfasste, die in den 1940er-Jahren deportiert wurden. Auf die Frage der Projektleiterin, was sie von Josef Stalin halte, antwortete das M\u00e4dchen: \u00abEr war dennoch ein effektiver Manager\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"author":484,"featured_media":559,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,27,25],"tags":[],"class_list":{"0":"post-358","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesellschaft","8":"category-politik","9":"category-stalinismus","10":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/users\/484"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=358"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1009,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/358\/revisions\/1009"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media\/559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}