{"id":350,"date":"2021-09-07T13:24:48","date_gmt":"2021-09-07T13:24:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital1\/?p=350"},"modified":"2022-01-31T14:54:36","modified_gmt":"2022-01-31T14:54:36","slug":"realismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/realismus\/","title":{"rendered":"Sozialistischer Realismus &#8211; Stalins Kunst"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p><em>Die Oktoberrevolution stellte auch f\u00fcr die Kunst in Russland einen Bruch dar. Die b\u00fcrgerliche Kultur der vorrevolution\u00e4ren Elite wurde explizit als \u2018elit\u00e4r\u2019 abgelehnt und eine proletarische Kulturbewegung gef\u00f6rdert. Vielf\u00e4ltige proletarische K\u00fcnstlerorganisationen schossen aus dem Boden, wobei Richtlinien f\u00fcr sozialistische Kunst nur vage definiert waren. Die Kunst an sich wurde als Hilfsmittel im Aufbau des Sozialismus betrachtet und sollte die Bev\u00f6lkerung leiten. Daher erwartete man von sowjetischen K\u00fcnstlern Loyalit\u00e4t zum Parteikurs und ein Gef\u00fchl der Verpflichtung gegen\u00fcber dem Proletariat.((Vgl. R\u00f6hrl, World History of Realism, S.257.)) Die K\u00fcnstler genossen zu Beginn noch grosse Freiheiten, und es entstand eine vielf\u00e4ltige Kunstlandschaft.((Vgl. Dobrenko, Socialist Realism, S.270.)) Innerhalb der Kommunistischen Partei herrschte zun\u00e4chst Uneinigkeit dar\u00fcber, welchen Stil die sozialistische Kunst haben sollte. W\u00e4hrend Lenin sich sehr konservativ \u00e4usserte, unterst\u00fctzte der Volkskommissar f\u00fcr Bildungswesen<\/em> <em>Anatoli Lunatscharski unter anderem K\u00fcnstler der Avantgarde. Mit der voranschreitenden Machtfestigung der Partei und dem gleichzeitigen Aufstieg Stalins geriet diese Vielfalt arg in Bedr\u00e4ngnis. <\/em><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<h3><strong>Vielf\u00e4ltige sozialistische Kunst<\/strong><\/h3>\n<p>Die anf\u00e4ngliche Unentschlossenheit hinsichtlich der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit hatte zur Folge, dass K\u00fcnstler der verschiedensten Kunstrichtungen gef\u00f6rdert wurden, solange sie den Sozialismus proklamierten. Die K\u00fcnstler der Avantgarde waren ihrerseits den Ideen des Sozialismus auch keineswegs abgeneigt, sondern erhoben den Anspruch, als \u00abIngenieure der neuen Welt\u00bb durch Manipulation des Unbewussten den neuen Sowjetmenschen zu erschaffen. Dieser wurde dann auch Teil <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Z.B. wurde der \u00abSturz des Winterpalastes\u00bb propagandistisch und extrem aufwendig in einem Massenspektakel mit Laiendarstellern inszeniert und so das Gef\u00fchl der Teilnahme an der richtigen Oktoberrevolution gef\u00f6rdert.\"><span style=\"color: #ff0000\">k\u00fcnstlerischer Inszenierungen<\/span><\/span>. Damit geb\u00e4rdete sich die Avantgarde letzten Endes sogar als Konkurrenz zu den Bolschewiki.((Vgl. Groys, Gesamtkunstwerk Stalin.)) Doch vorl\u00e4ufig hatten sie Erfolg. Denn im Pluralismus der 1920er-Jahre waren verschiedene Formen des <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Kunstrichtung seit Mitte 19. Jh., welche sich der &quot;unsch\u00f6nen&quot; Wirklichkeit zuwendet. Alltag, Probleme und Technik werden dargestellt.\"><span style=\"color: #ff0000\">Realismus<\/span><\/span>, aber auch abstrakte avantgardistische Konzepte wie <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Kunstform um die Jahrhundertwende, u.a. der Schweizer Maler Ferdinand Hodler.\"><span style=\"color: #ff0000\">Symbolismus<\/span><\/span>, <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"1909 von Filippo Tommaso Martinetti gegr\u00fcndete Kunstbewegung aus Italien.\"><span style=\"color: #ff0000\">Futurismus<\/span><\/span>, <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"In Russland entwickelte, streng gegenstandslose Stilrichtung der Moderne in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jh.\"><span style=\"color: #ff0000\">Konstruktivismus<\/span><\/span> und <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Eine von Kasimir Malewitsch (1878\u20131935) begr\u00fcndete Art des Konstruktivismus.\"><span style=\"color: #ff0000\">Suprematismus<\/span><\/span> erfolgreich vertreten. Proletarische und zeitgen\u00f6ssische Kunstorganisationen beteiligten sich rege am Diskurs \u00fcber die Zukunft der sozialistischen Kunst.((Vgl. R\u00f6hrl, World History of Realism, S.270.))<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><\/a><\/p>\n<div id='gallery-1' class='czr-gallery row flex-row czr-gallery-style gallery galleryid-350 gallery-columns-2 gallery-size-medium'><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"Eines der ikonischten Werke des russischen Konstruktivismus von Alexander Rodtschenko (1924); wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/rodchenko-knigi.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"248\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/rodchenko-knigi-350x248.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-1-459\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/rodchenko-knigi-350x248.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/rodchenko-knigi.jpg 750w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-459'>\r\n                              Eines der ikonischten Werke des russischen Konstruktivismus von Alexander Rodtschenko (1924); wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"Russischer Symbolismus von Konstantin Juon: \u201cNew Planet\u201d (1921); Staatliche Tretjakow-Galerie Moskau, wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/new-planet-1921.jpgLarge.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"243\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/new-planet-1921.jpgLarge-350x243.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-1-456\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/new-planet-1921.jpgLarge-350x243.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/new-planet-1921.jpgLarge.jpg 750w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-456'>\r\n                              Russischer Symbolismus von Konstantin Juon: \u201cNew Planet\u201d (1921); Staatliche Tretjakow-Galerie Moskau, wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure>\r\n                  <\/div>\n\n[vc_row][vc_column][vc_toggle title=&#8220;<strong>Lenin \u00fcber die Kunst im Gespr\u00e4ch mit Clara Zetkin<\/strong>&#8220; custom_font_container=&#8220;tag:h3|text_align:left&#8220; custom_use_theme_fonts=&#8220;yes&#8220; use_custom_heading=&#8220;true&#8220;]\n<p><em>Man soll Sch\u00f6nes erhalten, zum Muster nehmen, daran ankn\u00fcpfen, auch wenn es \u201aalt\u2018 ist. Warum sich von wirklich Sch\u00f6nem abkehren und es als Ausgangspunkt weiterer Entwicklung ein f\u00fcr allemal verwerfen, nur weil es \u201aalt\u2018 ist? Warum das Neue als Gott anbeten, dem man gehorchen soll, nur weil es \u201adas Neue\u2018 ist? Das ist Unsinn, nichts als Unsinn. \u00dcbrigens ist auch viel konventionelle Kunstheuchelei dabei im Spiele und der Respekt vor der Kunstmode im Westen. Selbstverst\u00e4ndlich unbewusst. Wir sind gute Revolution\u00e4re, aber wir f\u00fchlen uns verpflichtet zu beweisen, dass wir auf \u201ader H\u00f6he zeitgen\u00f6ssischer Kultur\u2018 stehen. Ich habe den Mut, mich als \u201aBarbar\u2018 zu zeigen. Ich kann die Werke des Expressionismus, Futurismus, Kubismus und anderer Ismen nicht als h\u00f6chste Offenbarungen des k\u00fcnstlerischen Genies preisen. Ich verstehe sie nicht. Ich habe keine Freude an ihnen.<\/em><br \/>\n<em>Aber wichtig ist nicht unsere Meinung \u00fcber Kunst. Wichtig ist auch nicht, was die Kunst einigen Hundert, ja einigen Tausend von einer Bev\u00f6lkerung gibt, die nach so vielen Millionen wie die unsrige z\u00e4hlt. Die Kunst geh\u00f6rt dem Volke. Sie muss ihre tiefsten Wurzeln in den breiten schaffenden Massen haben. Sie muss von diesen verstanden und geliebt werden. Sie muss sie in ihrem F\u00fchlen, Denken und Wollen verbinden und emporheben. Sie muss K\u00fcnstler in ihnen erwecken und entwickeln.<\/em><\/p>\n<p>Zetkin, Clara: Erinnerungen an Lenin, in: Sozialistische Klassiker 2.0.<\/p>\n[\/vc_toggle][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h3><a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><\/a><strong>Das Ende der k\u00fcnstlerischen Freiheiten<\/strong><\/h3>\n<p>Mit der Unterst\u00fctzung der Sowjetf\u00fchrung entfaltete sich eine qualitativ breite Palette an proletarischen Kunstschaffenden, die nicht nur in der Sowjetunion Anerkennung genossen, sondern weltweit Erfolg hatten, sich aber teilweise \u2013 auch durch fehlende Vorgaben \u2013 der Einflussnahme der Partei entzog. Mit der Beendigung der <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/02\/neue-oekonomische-politik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neuen \u00d6konomischen Politik (NEP)<\/a><\/span><\/strong> sah sich auch die Kunst mit einem zunehmenden staatlichen Eingriff in ihre Freiheit konfrontiert. Die Kollektivierung und der \u00abforcierte Klassenkampf\u00bb wurden auf die Kunst \u00fcbertragen und die Zensur versch\u00e4rft.((Vgl. R\u00f6hrl, World History of Realism, S.276.)) Am 23. April 1932 erliess das Zentralkomitee (ZK) den Beschluss \u00ab\u00dcber den Umbau der literarisch-k\u00fcnstlerischen Organisationen\u00bb. Damit wurden die existierenden proletarischen K\u00fcnstlerorganisationen jeder Kunstgattung zusammengef\u00fchrt und unter staatliche Kontrolle gestellt. Als Begr\u00fcndung verwies das ZK auf den Vorwurf, dass sich die K\u00fcnstlerorganisationen \u00abvon einem Instrument zur maximalen Mobilisierung sowjetischer Schriftsteller und K\u00fcnstler f\u00fcr die Ziele des sozialistischen Aufbaus zu einem Instrument der Kultivierung zirkelartiger Abgeschlossenheit sowie der Entfremdung von den politischen Aufgaben der Gegenwart und von bedeutenden Gruppen der Schriftsteller und K\u00fcnstler, die mit dem sozialistischen Aufbau sympathisieren, [zu wandeln drohten].\u00bb((Beschluss des CK VKP(b) \u201c\u00dcber den Umbau der literarisch-k\u00fcnstlerischen Organisationen\u201d, 23. April 1932.))<br \/>\nKonsequenterweise wurden die Russische Assoziation Proletarischer Schriftsteller (RAPP) und weitere kulturelle Gewerkschaften liquidiert und \u00aballe Schriftsteller, die die Plattform der Sowjetmacht unterst\u00fctzen und bestrebt sind, am sozialistischen Aufbau mitzuwirken, in einem einheitlichen Verband sowjetischer Schriftsteller mit einer eigenen kommunistischen Fraktion [vereinigt].\u00bb((Beschluss des CK VKP(b) \u201c\u00dcber den Umbau der literarisch-k\u00fcnstlerischen Organisationen\u201d, 23. April 1932.)) Dieses Vorgehen betraf alle Kunstrichtungen bzw. Organisationen (Maler, Musiker, Komponisten und <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Prunkbauten im stalinistischen Zuckerb\u00e4ckerstil dominieren heute noch Moskaus Stadtbild\"><span style=\"color: #ff0000\">Architekten<\/span><\/span>). Als Leitlinien wurde schliesslich der \u00abSozialistische Realismus\u00bb zur alleinigen Kunstrichtung erkoren.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='czr-gallery row flex-row czr-gallery-style gallery galleryid-350 gallery-columns-2 gallery-size-medium'><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"Kubo-Futuristisches Werk &#8222;Sturm auf den Winterpalast&#8220; von Juri Annenkow (1920); wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/storming-the-winter-palace-1920-kubo-futurismus.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"313\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/storming-the-winter-palace-1920-kubo-futurismus-350x313.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-2-462\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/storming-the-winter-palace-1920-kubo-futurismus-350x313.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/storming-the-winter-palace-1920-kubo-futurismus.jpg 450w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-462'>\r\n                              Kubo-Futuristisches Werk &#8222;Sturm auf den Winterpalast&#8220; von Juri Annenkow (1920); wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"Kasimir Malewitsch entwickelte vor der Revolution aus dem Konstruktivismus die neue Kunstform Suprematismus (1916); wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/suprematism-1916-malevic-e1631902745179.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"314\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/suprematism-1916-malevic-e1631902745179-350x314.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-2-461\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/suprematism-1916-malevic-e1631902745179-350x314.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/suprematism-1916-malevic-e1631902745179.jpg 532w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-461'>\r\n                              Kasimir Malewitsch entwickelte vor der Revolution aus dem Konstruktivismus die neue Kunstform Suprematismus (1916); wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure>\r\n                  <\/div>\n\n<h3><strong>Sozialistischer Realismus und die Realit\u00e4t<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Das Konzept des Sozialistischen Realismus entstand nicht erst im Stalinismus, sondern wurde in Debatten von sozialistischen Kreisen des 19. Jahrhunderts entwickelt. Es hat seine Wurzeln im Realismus, der Mitte des 19. Jahrhunderts unter anderem in Frankreich entstand. In Russland wurde die Oktoberrevolution von der <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"1922-1928: &quot;Vereinigung der K\u00fcnstler des Revolution\u00e4ren Russlands&quot; ; 1928\u20131932: &quot;Vereinigung der K\u00fcnstler der Revolution&quot;.\"><span style=\"color: #ff0000\">AKhRR<\/span><\/span> als Befreiung der Kreativit\u00e4t gefeiert. Doch bereits in ihrer Gr\u00fcndungsdeklaration von 1922 proklamierte die AKhRR den \u00abHeroischen Realismus\u00bb, der noch keine grosse Anh\u00e4ngerschaft fand und als Vorl\u00e4ufer des Sozialistischen Realismus gesehen werden kann.((Vgl. AKhRR, Declaration, 1922)) Die avantgardistische, pluralistische Kunstlandschaft hatte mit dem Volkskommissar f\u00fcr Bildungswesen <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Ehemaliger Student der Universit\u00e4t Z\u00fcrich; setzte sich in den 1920er-Jahren f\u00fcr eine Latinisierung des Russischen ein.\"><span style=\"color: #ff0000\">Anatoli Lunatscharski<\/span><\/span> einen bemerkenswerten Verfechter. Doch mit Beginn der \u00abKulturrevolution\u00bb 1929, die ganz im Zeichen des Sozialistischen Realismus stand, verlor er seinen Ministerposten, hatte aber weiterhin leitende Funktionen im Bereich der Kultur inne.((Vgl. Lobanova, <span id=\"id-5b57e76f-5958-b7e5-34d1-f912b50c39a0\" class=\"rilmPerson\" data-tei-tag=\"rilmPerson\"><span class=\"persName notranslate\" data-tei-tag=\"persName\"><span class=\"surname\" data-tei-tag=\"surname\">Luna\u010darskij<\/span><\/span><\/span>, 2016.)) In seinen Reden war die sozialistische \u00c4sthetik h\u00e4ufig Thema \u2013 so auch am 12. Februar 1933, als er dem 2. Plenum des Komitees der Schriftstellerunion der UdSSR die offizielle Richtung vorgab.((Vgl. R\u00f6hrl, World History of Realism, S.257.)) Zentrale Aspekte waren die Verst\u00e4ndlichkeit der Kunst <em>(dostupnost\u2019)<\/em> \u2013 was die abstrakte Kunst der Avantgarde \u2018per se\u2019 ausschloss \u2013, die Verwurzelung in der Gesellschaft <em>(narodnost\u2019)<\/em> und die Darstellung von Inhalten auf der Parteilinie <em>(partijnost\u2019)<\/em>.((Vgl. von Geldern, Socialist Realsim, 2020.)) Vor allem was Erstgenanntes betrifft, scheint Lunatscharski auf die Linie der Partei eingeschwenkt zu sein. Ein m\u00f6gliches Indiz f\u00fcr den aufkommenden Stalinismus.<br \/>\nAm 1. Kongress der sowjetischen Schriftsteller von 1934 legte dann <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Mitglied des ZK der KPdSU (B), Gebiets- und Stadtsekret\u00e4r der Parteiorganisation Leningrads (Nachfolger des ermordeten Kirov), enger Mitarbeiter Stalins, &quot;S\u00e4uberer&quot; im &quot;grossen Terror&quot; der 30er-Jahren.\"><span style=\"color: #ff0000\">Andrej Schdanow<\/span><\/span> in seiner Rede detailliertere Richtlinien f\u00fcr alle K\u00fcnstler des Sozialistischen Realismus fest: Die Kunst solle die \u2018Wahrheit\u2019 darstellen, womit die \u2018Realit\u00e4t der revolution\u00e4ren Entwicklung\u2018 \u2013 also die Wahrheit vom Standpunkt der sozialistischen Gesellschaft aus gesehen und nicht eine objektive Wahrheit \u2013 gemeint war. Die Darstellungen sollten \u2018sch\u00f6n\u2019 sein und optimistisch der Zukunft entgegenblicken.((Vgl. R\u00f6hrl, World History of Realism, S.258.))<br \/>\nBereits 1936 verk\u00fcndete Stalin in seiner Rede zur neuen Verfassung schliesslich sogar, dass der Sozialismus und die sozialistische Gesellschaft im Wesentlichen verwirklicht seien.((Vgl. Altrichter, Die Sowjetunion, S.262.)) Dieser Argumentation folgend, stellte also auch der Sozialistische Realismus nun die tats\u00e4chliche \u00abRealit\u00e4t\u00bb dar.<\/p>\n<div id='gallery-3' class='czr-gallery row flex-row czr-gallery-style gallery galleryid-350 gallery-columns-2 gallery-size-medium'><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"&#8222;Die ersten Kolchosniki im Strahl der Sonne&#8220; von Konstantin Juon (1928). Juons Stil wandelte sich bereits fr\u00fch zum Sozialistischen Realismus hin; wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/the-first-collective-farmers-in-the-rays-of-of-the-sun-podolina-mosk-reg-1928.jpgLarge.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"215\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/the-first-collective-farmers-in-the-rays-of-of-the-sun-podolina-mosk-reg-1928.jpgLarge-350x215.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-3-468\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/the-first-collective-farmers-in-the-rays-of-of-the-sun-podolina-mosk-reg-1928.jpgLarge-350x215.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/the-first-collective-farmers-in-the-rays-of-of-the-sun-podolina-mosk-reg-1928.jpgLarge-570x350.jpg 570w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/the-first-collective-farmers-in-the-rays-of-of-the-sun-podolina-mosk-reg-1928.jpgLarge.jpg 750w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-468'>\r\n                              &#8222;Die ersten Kolchosniki im Strahl der Sonne&#8220; von Konstantin Juon (1928). Juons Stil wandelte sich bereits fr\u00fch zum Sozialistischen Realismus hin; wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item col col-auto'>\r\n                        <div class='gallery-icon landscape czr-gallery-icon'>\r\n                              <a data-lb-type=\"grouped-gallery\" title=\"&#8222;Zuk\u00fcnftige Piloten&#8220; von Alexander Deineka (1938); wikiart.org.\" href=https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/future-pilots-19381.jpgLarge.jpg class=\"bg-link\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"282\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/future-pilots-19381.jpgLarge-350x282.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" sizes=\"auto, (min-width: 1200px) 540px, (min-width: 992px) 450px, (min-width: 768px) 330px, (min-width: 576px) 240px, calc( 50vw - 30px )\" aria-describedby=\"gallery-3-466\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/future-pilots-19381.jpgLarge-350x282.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/future-pilots-19381.jpgLarge.jpg 744w\" \/>\r\n                        <\/div>\r\n                              <figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-466'>\r\n                              &#8222;Zuk\u00fcnftige Piloten&#8220; von Alexander Deineka (1938); wikiart.org.\r\n                              <\/figcaption><\/figure>\r\n                  <\/div>\n\n<p>Auch Klassiker der vorrevolution\u00e4ren Zeit blieben von der Politik nicht verschont; sie wurden auf ihren sozialistischen Gehalt gepr\u00fcft und entweder verboten oder kanonisiert. Viele K\u00fcnstler, die am pluralistischen Diskurs der 1920er-Jahre beteiligt waren, f\u00fcgten sich in der neuen \u00c4sthetik. Da die K\u00fcnstlerorganisationen die Kontrolle \u00fcber die Publikation hatten, entschieden sie dar\u00fcber, wer als K\u00fcnstler oder K\u00fcnstlerin ein Auskommen hatte und wer nicht. Sie f\u00fchrten \u00fcber Zeitschriften wie die <em>Pravda<\/em> Kampagnen gegen \u2018Formalisten\u2019 und \u2018Kosmopoliten\u2019, die verfolgt, zur \u2018inneren Emigration\u2019 gezwungen, ins Exil geschickt oder zur Zwangsarbeit in den <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/archipel-gulag\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitslagern (Gulag)<\/a><\/span><\/strong> verurteilt wurden.<\/p>\n<h3><strong>K\u00fcnstlerische Schicksale im Stalinismus<\/strong><\/h3>\n<p>Der Stalinismus bedeutete f\u00fcr Kulturschaffende nicht nur ein Ende des Individualismus, sondern im Zuge des <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/07\/schauprozesse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">aufkommenden Grossen Terrors<\/a><\/span><\/strong>, h\u00e4ufig auch Verfolgung und Tod, wie im Falle von Ossip Mandelstam oder Isaak Babel \u2013 um nur zwei Beispiele zu erw\u00e4hnen. Trotzdem bedeutete ein Verbot nicht zwangsl\u00e4ufig das Ende einer Karriere oder des Lebens. Stalin, der in <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/17\/junge_stalin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">jungen Jahren selbst als Dichter<\/a><\/span><\/strong> auffiel, soll Michail Bulgakows Werke gerne gelesen haben, verwehrte dem Autor aber zeitweilig Ver\u00f6ffentlichungen.((Vgl. Bulgakow, Die Weisse Garde, Einleitung.))<br \/>\nEin anderes Schicksal hatte der international beachtete Komponist Dmitri Schostakowitsch. Dessen Musik wurde in der Sowjetunion h\u00e4ufig verboten, nur um wieder hochgejubelt zu werden \u2013 oder umgekehrt. Seine Oper &#8222;Lady Macbeth von Mzensk&#8220; wurde anf\u00e4nglich hochgelobt, bis Stalin im Dezember 1935 eine Auff\u00fchrung vorzeitig und emp\u00f6rt verliess. Kurz darauf erschien in der <em>Pravda<\/em> der Artikel \u00abChaos statt Musik\u00bb, in dem es hiess: \u00abDer Komponist bediente sich der nerv\u00f6sen, verkrampften und hysterischen Jazzmusik, um die \u2018Leidenschaften\u2019 seiner Helden zu zeigen. In einer Zeit, in der unsere Kritiker um den sozialistischen Realismus k\u00e4mpfen, stellt das Werk von Schostakowitsch einen vulg\u00e4ren Naturalismus dar. [\u2026] Unsere Theater haben sich viel M\u00fche gegeben, um Schostakowitschs Oper sorgf\u00e4ltig vorzubereiten. Im Kampf mit dem Chaos, Geschrei und Missklang des Orchesters haben die S\u00e4nger ihr \u00fcberaus grosses K\u00f6nnen bewiesen. [\u2026] Das wohlgelungene Spiel verdient Anerkennung, die vergebliche M\u00fche aber Mitleid.\u201c((<span class=\"author-name notranslate\">Gojowy, \u0160ostakovi\u010d, 2016.)) <\/span>Hinter dem Artikel wurde Stalins Handschrift vermutet. Das folgende Verbot des St\u00fccks hatte aber weniger negative Auswirkungen auf Schostakowitschs Karriere, als man erwarten k\u00f6nnte. So wurde er ein Jahr sp\u00e4ter zum Professor f\u00fcr Komposition am Leningrader Konservatorium berufen, und sp\u00e4ter folgten renommierte Preise, unter anderem mehrfach der Stalinpreis. Die 7. (\u00abLeningrader\u00bb) Symphonie, die er w\u00e4hrend der\u00a0<span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Die Belagerung dauerte knapp 900 Tage und forderte \u00fcber eine Million Opfer.\"><span style=\"color: #ff0000\">Leningrader Blockade<\/span><\/span> im Zweiten Weltkrieg schrieb, sollte seinen Ruhm sowohl in der UdSSR wie auch ausserhalb zementieren. Dennoch blieb Schostakowitsch in der Nachkriegszeit nicht von weiteren Verboten oder Anfeindungen verschont.((Vgl. <span class=\"author-name notranslate\">Gojowy, \u0160ostakovi\u010d, 2016.))<\/span><\/p>\n<p><a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><\/a><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_video link=&#8220;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_z8TZjcqYhY&#8220; title=&#8220;7. &#8222;Leningrader&#8222; Sinfonie&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n<p>Die Revolution bedeutete f\u00fcr die Kunst den Aufbruch in eine sozialistische Zukunft. Mit der Euphorie entstand eine Kulturlandschaft, die zun\u00e4chst von avantgardistischer Diversit\u00e4t gepr\u00e4gt war. Dieser Umstand war auch der anf\u00e4nglichen Unklarheit hinsichtlich einer Richtungsvorgabe in der bolschewistischen F\u00fchrung zu verdanken. Erlaubt war, was sich in den Dienst des Sozialismus stellte. Mit dem Aufkommen des Stalinismus ging schliesslich eine Vereinheitlichung und Monopolisierung der Kunst bzw. der Verbreitung von Kunst einher. Die f\u00fcr den Sowjetb\u00fcrger schwer fassbare Avantgarde erfuhr in der Folge ihren Niedergang. Nur wer sich auf die k\u00fcnstlerische Parteilinie einliess, also sich dem Sozialistischen Realismus unterwarf, konnte Erfolg haben. In diesem Sinne dr\u00e4ngt sich die Frage auf, inwiefern der Sozialistische Realismus als Kunst bezeichnet werden kann. Kunst lebt von Individualit\u00e4t, die unter Stalin \u2013 und nicht nur im Bereich des k\u00fcnstlerischen Schaffens \u2013 arg in Bedr\u00e4ngnis geriet. Trotzdem gab es eine gewisse Flexibilit\u00e4t hinsichtlich der Konformit\u00e4t, wie das Beispiel Schostakowitschs anschaulich zeigt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\">[vc_row][vc_column][vc_message message_box_style=&#8220;solid-icon&#8220; message_box_color=&#8220;grey&#8220; icon_type=&#8220;openiconic&#8220; icon_openiconic=&#8220;vc-oi vc-oi-book&#8220;]<strong>Webseitentipp:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000\">WikiArt &#8211; Enzyklop\u00e4die der Bildenden K\u00fcnste: <a style=\"color: #000000\" href=\"https:\/\/www.wikiart.org\/de\/artists-by-art-movement\/supermatismus#!#resultType:masonry\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.wikiart.org<\/a> [\/vc_message][\/vc_column][\/vc_row][vc_column][\/vc_column]<\/span><\/p>\n<h3>von Florian Hunziker<\/h3>\n<p>\u00dcberarbeitung: Florian Wiedemann<br \/>\nTitelbild: Skulptur &#8222;Arbeiter und Kolchosniza&#8220; in Moskau; russian7.ru.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literaturangaben:<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p>Altrichter, Helmut: Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod, Band 1 Staat und Partei, M\u00fcnchen 1986.<\/p>\n<p>Beschluss des CK VKP(b) \u201c\u00dcber den Umbau der literarisch-k\u00fcnstlerischen Organisationen\u201d, 23. April 1932: in 100(0= Schl\u00fcsseldokumente zur russischen und sowjetischen Geschichte,\u00a0 &lt;https:\/\/www.1000dokumente.de\/index.html?c=dokument_ru&amp;dokument=0008_ssp&amp;object=pdf&amp;st=UMBAU&amp;l=de&gt; [Stand: 16.10.2020].<\/p>\n<p>Bulgakow, Michail: Die Weisse Garde. M\u00fcnchen 1990.<\/p>\n<p>Dobrenko, Evgeny: Socialist Realism. In: Dobrenko, Evgeny \/ Balina, Marina (Hg.): The Cambridge Companion to Twentieth-Century Russian Literature, Cambridge 2011.<\/p>\n<p>Gojowy, Detlef: \u0160ostakovi\u010d, Dmitrij Dmitrievi\u010d. In: MGG Online 2016, &lt; https:\/\/www.mgg-online.com\/article?id=mgg12217&amp;v=1.0&amp;rs=mgg12217&gt; [Stand: 01.01.2022].<\/p>\n<p>Groys, Boris: Gesamtkunstwerk Stalin. Berlin 2008.<\/p>\n<p>Lobanova, Marina: Luna\u010darskij, Anatolij Vasil\u2019evi\u010d. In: MGG Online 2016, &lt;https:\/\/www.mgg-online.com\/article?id=mgg08388&amp;v=1.0&amp;rs=mgg08388&gt; [Stand: 01.01.2022].<\/p>\n<p>R\u00f6hrl, Boris:\u00a0World History of Realism. In Visual Arts 1830\u20131990, Naturalism, Socialist Realism, Social Realism, Magic Realism, New Realism and Documentary Photography, Hildesheim 2013.<\/p>\n<p>von Geldern, James: Socialist Realism, in Seventeen Moments in Soviet History, &lt;http:\/\/soviethistory.msu.edu\/1934\u20132\/socialist-realism\/&gt; [Stand: 08.11.2020].<\/p>\n<p>Zetkin, Clara: Erinnerungen an Lenin, in: Sozialistische Klassiker 2.0, &lt;<a href=\"https:\/\/sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/zetkin\/zetkin-1921-1924\/clara-zetkin-erinnerungen-an-lenin-i\">https:\/\/sites.google.com\/site\/sozialistischeklassiker2punkt0\/zetkin\/zetkin-1921-1924\/clara-zetkin-erinnerungen-an-lenin-i<\/a>&gt; [Stand: 01.01.2022].<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\"><\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Oktoberrevolution stellte auch f\u00fcr die Kunst in Russland einen Bruch dar. Die b\u00fcrgerliche Kultur der vorrevolution\u00e4ren Elite wurde explizit als \u2018elit\u00e4r\u2019 abgelehnt und eine proletarische Kulturbewegung gef\u00f6rdert. Vielf\u00e4ltige proletarische K\u00fcnstlerorganisationen schossen aus dem Boden, wobei Richtlinien f\u00fcr sozialistische Kunst nur vage definiert waren. Die Kunst an sich wurde als Hilfsmittel im Aufbau des Sozialismus betrachtet und sollte die Bev\u00f6lkerung leiten.<\/p>\n","protected":false},"author":484,"featured_media":455,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,28,25],"tags":[],"class_list":{"0":"post-350","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesellschaft","8":"category-kultur","9":"category-stalinismus","10":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/users\/484"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":977,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350\/revisions\/977"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media\/455"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}