{"id":290,"date":"2021-09-06T20:19:32","date_gmt":"2021-09-06T20:19:32","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital1\/?p=290"},"modified":"2022-02-20T21:37:53","modified_gmt":"2022-02-20T21:37:53","slug":"mobilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/06\/mobilitaet\/","title":{"rendered":"Gesellschaftliche Mobilit\u00e4t unter Stalin"},"content":{"rendered":"<p><em>Soziale Mobilit\u00e4t bezeichnet den Auf- bzw. Abstieg einer Person innerhalb eines sozio\u00f6konomischen Bezugsrahmens, also die Bewegung in eine andere soziale Position. Diese potenzielle Bewegungsfreiheit gilt &#8211; nebst der <span style=\"color: #ff0000\"><strong><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/06\/emanzipation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Emanzipation<\/a><\/strong><\/span> &#8211; heute als Merkmal f\u00fcr Fortschritt und Gleichstellung in einer Gesellschaft. Faktoren, die eine soziale Mobilit\u00e4t spezifisch im stalinistischen Russland beg\u00fcnstigten oder erschwerten, sind das Kernthema dieses Beitrags; dabei werden wir konkreten Gegebenheiten, wie geografischen Abwanderungen, ebenso auf den Grund gehen wie gesellschaftlichen Konstrukten. Relevant sind bei all dem auch die Lebensumst\u00e4nde fr\u00fcherer Generationen. Bildungsgrad und Chancen(un)gleichheit sind determinierende Faktoren, welche die Lebenswege einer Gesellschaft und ihrer Individuen pr\u00e4gen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Soziale und r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t als wichtige Indikatoren<\/strong><\/h3>\n<p>Je h\u00f6her die soziale Mobilit\u00e4t einer Gesellschaft ist, desto durchl\u00e4ssiger sind deren Strukturen. Diese Durchl\u00e4ssigkeit hat einen direkten Einfluss auf das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl einer Gesellschaft oder auch einer Nation, was sich wiederum indirekt auf die Lebensqualit\u00e4t oder die Produktivit\u00e4t auswirkt. Die Vermutung liegt nahe, dass Menschen gl\u00fccklicher sind und mehr Einsatz in ihrer Arbeit zeigen, wenn sie am Ende eine Verbesserung ihrer sozio\u00f6konomischen Situation sehen. Deshalb ist soziale Mobilit\u00e4t ein wichtiger Faktor f\u00fcr die Analyse eines Landes.((Vgl. Wilkinson und Pickett, The Spirit Level))<\/p>\n<p>Ein wichtiger Faktor f\u00fcr die soziale Mobilit\u00e4t auf dem Land war die <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/06\/kollektivierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kollektivierung der Landwirtschaft<\/a><\/span><\/strong> seit den sp\u00e4ten 20er-Jahren. Sie f\u00fchrte dazu, dass die Bauern das Land wieder verloren, das ihnen im Zuge der Oktoberrevolution einige Jahre zuvor erst zugesprochen worden war. Vor der Revolution war das Leben &#8211; trotz Mangel an Besitz &#8211; von gr\u00f6sseren wirtschaftlichen Freiheiten und damit einhergehenden Aufstiegschancen gepr\u00e4gt gewesen als unter Stalin.<br \/>\nNeben der sozialen Mobilit\u00e4t ist die r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t ein weiterer wichtiger Faktor. Darunter versteht man zum einen die unmittelbare Mobilit\u00e4t, also die Fortbewegung mit Verkehrsmitteln. Zum anderen ist damit die Freiheit gemeint, seinen eigenen Lebensmittelpunkt zu w\u00e4hlen. Ist Letzteres nicht gegeben, kann von einem Mangel an Freiheit gesprochen werden.<br \/>\nDer Spielraum r\u00e4umlicher Mobilit\u00e4t kann als Indikator f\u00fcr den Entwicklungsstand eines Staates genommen werden. Je h\u00f6her die r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t, desto einfacher ist es f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, sich innerhalb der Landesgrenzen zu bewegen. Seit jeher sind dabei Strassen und Schifffahrt die wichtigsten Faktoren, sp\u00e4ter auch die Eisenbahn sowie die Luftfahrt. Je besser ausgebaut und je zug\u00e4nglicher diese Strukturen f\u00fcr die allgemeine Bev\u00f6lkerung sind, desto fortgeschrittener ist eine Nation in der Regel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_296\" aria-describedby=\"caption-attachment-296\" style=\"width: 666px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-296\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/Bibliothek-in-einer-Kolchoze-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-296\" class=\"wp-caption-text\">Mobile Bibliothek in einer ukrainischen Kolchose (1934). Die Fotografie stammte von Gerogij Petrusov, einem sowjetischen Fotojournalisten, der das Leben auf dem Land und auf den gigantischen Baustellen des Landes dokumentierte; Bendavid-Val, Lea: Propaganda and Dreams. New York 1989.<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Die Intelligenzia unter Stalin<\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr eine tiefgr\u00fcndige Verwurzelung der sozialistischen Lehren waren die neuen Machthaber auf eine gebildete Bev\u00f6lkerung angewiesen. So galt es nun vor allem, das immer noch weit verbreitete Analphabetentum zu bek\u00e4mpfen und eine sozialistische Gesellschaft heranzuz\u00fcchten. Vor allem die Menschen auf dem Land sollten nun erstmals eine obligatorische allgemeine Schulbildung erhalten. Damit einhergehend entstand bald eine neue Bildungsschicht, eine sozialistische Intelligenzia, die ihren Ursprung vorwiegend in der Arbeiter- und Bauernklasse hatte.<br \/>\nDa die Bolschewiki keinen grossen R\u00fcckhalt in den hochschulischen Institutionen hatten, f\u00f6rderten sie anfangs die Aufnahme von Arbeiter- und Bauernkindern in die h\u00f6heren Bildungseinrichtungen.((Vgl. Fitzpatrick, Education and Social Mobility, S.48.)) Unter Stalin versiegte diese Unterst\u00fctzung wieder. Der Hauptteil der Hochschulstudenten wurde nun aus den Sekundarstufen und nicht mehr auf der Grundlage von Parteiempfehlungen f\u00fcr Mitglieder benachteiligter Bev\u00f6lkerungsschichten rekrutiert.<br \/>\nEine Auflistung der sozialen Herkunft der Hochschulstudenten im Jahr 1938 zeigt,((Vgl. Fitzpatrick, Education and Social Mobility, S.235.)) dass Bauern nun deutlich unterrepr\u00e4sentiert waren. Ohne die parteiliche Unterst\u00fctzung und mit der Wiedereinf\u00fchrung von Schulgeb\u00fchren wurden traditionelle Faktoren wie die Stellung der Eltern wieder entscheidend. Trotzdem fanden die fr\u00fcheren Anstrengungen Niederschlag in den Statistiken. Im Jahr 1933 machten Arbeiter (55%) und Bauern (22%) einen Grossteil der parteizugeh\u00f6rigen Angestellten in der Administration aus.((Vgl. Fitzpatrick, Education and Social Mobility, S.241.)) Der Aufstieg von Parteimitgliedern suggeriert also, dass Systemloyalit\u00e4t \u2013 nebst Intelligenz \u2013 von grosser Bedeutung war.((Vgl. Solga, \u201cSystemloyalit\u00e4t\u201d als Bedingung sozialer Mobilit\u00e4t im Staatssozialismus.)) Auch im Wirtschaftssektor trieb die stalinistische F\u00fchrung die Einsetzung von treu Ergebenen voran. Dazu bediente sie sich der parteiloyalen <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"\"><em><span style=\"color: #ff0000\">Wydwischenzy<\/span> <\/em><\/span>.((Figes, The Consolidation of the Stalinist Dictatorship, 2014.))\u00a0 Die <em>Wydwischenzy <\/em>wurden gleich nach ihrem Abschluss \u2013 und zumeist ohne grundlegende Arbeitserfahrung \u2013 schnell die hierarchischen Betriebsstrukturen hinaufbef\u00f6rdert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_295\" aria-describedby=\"caption-attachment-295\" style=\"width: 514px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-295\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-677x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"514\" height=\"777\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-677x1024.jpg 677w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-232x350.jpg 232w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-768x1161.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-1016x1536.jpg 1016w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896-1355x2048.jpg 1355w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1896.jpg 1427w\" sizes=\"auto, (max-width: 514px) 100vw, 514px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-295\" class=\"wp-caption-text\">Leninsche Komsomolsen waren und werden die junge Reserve unserer Revolution &#8211; Stalin; redavantgarde.com<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Die Modernisierung als Triebkraft der Mobilit\u00e4t<\/strong><\/h3>\n<p>Die Modernisierung des Staates, die sich haupts\u00e4chlich auf <strong><span style=\"color: #ff0000\"><a style=\"color: #ff0000\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/2021\/09\/06\/industrialisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Industrialisierung<\/a><\/span><\/strong> und die damit eng verbundene Kollektivierung der Landwirtschaft st\u00fctzte, bedeutete ein immer gr\u00f6sser werdendes Bed\u00fcrfnis nach Arbeitskr\u00e4ften, vor allem f\u00fcr die arbeitsintensiven Sektoren wie die Kohlen- oder Bauindustrie. Das ben\u00f6tigte Personal fanden die Rekrutierer \u00fcberwiegend unter der Bauernschaft in den Kolchosen. Mit grossen Versprechungen hinsichtlich der Arbeits- und Lebensbedingungen wurden die Bauern in die St\u00e4dte gelockt. Den Werbekampagnen folgten in den Jahren 1930-32 fast zehn Millionen Menschen \u2013 meistens junge M\u00e4nner. Schlussendlich profitierten nicht wenige ehemalige Bauern vom Kr\u00e4ftehunger der Industrie. Der Weg in die Fabriken bedeutete einen sozialen Aufstieg aus der Bauernschaft und war besonders f\u00fcr die Jungen attraktiv. Zwischen 1929 und 1932 waren 70% der neuen Arbeiter unter 24 Jahre alt. Die Karrierem\u00f6glichkeiten waren f\u00fcr die Bauern in den Kolchosen begrenzt, denn ihnen wurden nur allzu oft parteinahe <em>Wydwischenzy <\/em>vorgezogen.((Vgl. Gorshkov, Peasants in Russia from Serfdom to Stalin, S.202; Vgl. Merl, Bauern unter Stalin, S.201.))<br \/>\nDen Kolchosen versprach man hingegen als Kompensation f\u00fcr die abgezogenen Arbeiter moderne Landwirtschaftstechnik oder Saatgut, ohne dass diese Versprechen aber konsequent eingel\u00f6st worden w\u00e4ren. Dieser Umstand war auch der mangelhaften Produktion geschuldet.((Vgl. Fitzpatrick, Education and Social Mobility in the Soviet Union, S.243.)) Der Kr\u00e4ftemangel in den Kolchosen konnte jedenfalls nur bedingt ausgeglichen werden. Zwar herrschte auf dem Land eine grosse Nachfrage nach Arbeit, dennoch waren nur wenige bereit, sich freiwillig in den Dienst der Kolchosen zu stellen. Dies hatte schliesslich zur Folge, dass die vormalig freie r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t eine Einschr\u00e4nkung erfuhr. Die <em>Kolchosniki<\/em> durften sich ohne Genehmigung nur noch in bestimmten, umliegenden Rayons bewegen, und die Abwanderung in die Industriezentren versiegte. Gleichzeitig l\u00e4sst sich beobachten, dass in den St\u00e4dten beispielsweise Frauen vermehrt in die Fabrikarbeit miteinbezogen wurden.((Vgl. Lorenz, Sozialgeschichte der Sowjetunion, S.237f.))<\/p>\n<figure id=\"attachment_300\" aria-describedby=\"caption-attachment-300\" style=\"width: 704px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1592-1024x742.jpg\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1592-1024x742.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1592-350x254.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1592-768x556.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/files\/2021\/09\/1592.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-300\" class=\"wp-caption-text\">\u201cKolchosen, reiht euch ein in die Kolonnen der Stossbrigaden!\u00bb (1930); redavantgarde.com.<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Fazit<\/strong><\/h3>\n<p>Unter den Zaren war sozialer Aufstieg nur einer d\u00fcnnen Bev\u00f6lkerungsschicht m\u00f6glich. Der Aufstieg in den Adel blieb wenigen vorbehalten. Innerhalb des Adelsstandes war die soziale Mobilit\u00e4t gr\u00f6sser. Nach der Revolution und dann besonders unter Stalin \u00e4nderte sich das System dahingehend, dass der soziale Aufstieg fast jedem gehor- und gelehrsamen Sowjetb\u00fcrger offenstand, sofern er oder sie nicht aus der Familie eines (vermeintlichen) Konterrevolution\u00e4rs stammte. Durch die Bildungsoffensive wurde auch f\u00fcr die einfache Bev\u00f6lkerung eine soziale Verbesserung m\u00f6glich. Und auch die voranschreitende Industrialisierung und die r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t beg\u00fcnstigten die individuellen Entwicklungsperspektiven. Dabei gab es mehrere Wege zum Aufstieg in die sozialistische Elite \u2013 einer Elite, die sich in ihrem Gebaren und ihren Privilegien schon bald gar nicht mehr so sehr von fr\u00fcheren Eliten unterschied.((Vgl. Fitzpatrick, Education and Social Mobility in the Soviet Union, S.243.)) Entgegen der marxistischen Losung von der \u00ab\u00dcberwindung der Klassengesellschaft\u00bb wurde eine neue Nomenklatura herangez\u00fcchtet, die sich nur der Partei (und in der Praxis der Person Stalins) verschrieben hatte. Von einem Fortschritt f\u00fcr die Gesellschaft kann insofern gesprochen werden, als soziale Grenzen f\u00fcr die einfache Bev\u00f6lkerung nicht mehr un\u00fcberwindbar waren.<br \/>\nW\u00e4hrend die soziale Mobilit\u00e4t also tendenziell zunahm, erfuhr die r\u00e4umliche Mobilit\u00e4t im Zuge der Kollektivierungsmassnahmen wieder eine Einschr\u00e4nkung. Dieser Umstand wird oft und zu Recht mit einem R\u00fcckschritt in Verbindung gebracht. Baberowski spricht in diesem Zusammenhang von einer erneuten Bindung an die Scholle,((Vgl. Baberowski, Wandel und Terror, S.109.)) die 1861 durch die Aufhebung der Leibeigenschaft unter Zar Alexander II. de jure abgeschafft worden war. In diesem Sinne kam es unter Stalin sogar zu einem gesellschaftlichen R\u00fcckschritt, den man als Leibeigenschaft 2.0 bezeichnen k\u00f6nnte.<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<h3>von Alex Joho<\/h3>\n<p>\u00dcberarbeitung: Florian Wiedemann<br \/>\nTitelbild: russianphoto.ru<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Literaturangaben:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Baberowski, J\u00f6rg: Wandel und Terror. Die Sowjetunion unter Stalin 1928-1941, Ein Literaturbericht, in: Jahrb\u00fccher f\u00fcr Geschichte Osteuropas 43\/1, M\u00fcnchen 1995, S.97-129.<\/p>\n<p>Figes, Orlando: The Consolidation of the Stalinist Dictatorship. The New Stalinist Elites, in: &lt;<a href=\"http:\/\/www.orlandofiges.info\/section11_TheConsolidationoftheStalinistDictatorship\/TheNewStalinistElites.php\">http:\/\/www.orlandofiges.info\/section11_TheConsolidationoftheStalinistDictatorship\/TheNewStalinistElites.php<\/a>&gt; [Aufgerufen am 19.10.2020].<\/p>\n<p>Gorshkov, Boris B.: Peasants in Russia from Serfdom to Stalin. Accomodation, Survival, Resistance, in: The Bloomsbury History of Modern Russia Series, London 2018.<\/p>\n<p>Lorenz, Richard. Sozialgeschichte der Sowjetunion 1 1917\u20131945. Frankfurt 1976.<\/p>\n<p>Merl, Stephan: Bauern unter Stalin. Die Formierung des sowjetischen Kolchossystems 1930\u20131941, in: Osteuropastudien der Hochschulen des Landes Hessen, Reihe 1 (Giessener Abhandlungen zur Agrar- und Wirtschaftsforschung des europ\u00e4ischen Ostens, 175). Berlin 1990.<\/p>\n<p>Solga, Heike: \u201cSystemloyalit\u00e4t\u201d als Bedingung sozialer Mobilit\u00e4t im Staatssozialismus, am Beispiel der DDR. In: Berliner Journal f\u00fcr Soziologie. Wiesbaden 1994.<\/p>\n<p>Wilkinson, Richard und Pickett, Kate: The Spirit Level. Why Greater Equality Makes Societies Stronger, London 2011.<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziale Mobilit\u00e4t bezeichnet den Auf- bzw. Abstieg einer Person innerhalb eines sozio\u00f6konomischen Bezugsrahmens, also die Bewegung in eine andere soziale Position. Diese potenzielle Bewegungsfreiheit gilt &#8211; nebst der Emanzipation &#8211; heute als Merkmal f\u00fcr Fortschritt und Gleichstellung in einer Gesellschaft. Faktoren, die eine soziale Mobilit\u00e4t spezifisch im stalinistischen Russland beg\u00fcnstigten oder erschwerten, sind das Kernthema dieses Beitrags.<\/p>\n","protected":false},"author":484,"featured_media":328,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,28,25],"tags":[],"class_list":{"0":"post-290","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesellschaft","8":"category-kultur","9":"category-stalinismus","10":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/users\/484"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=290"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1061,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290\/revisions\/1061"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media\/328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/stalindigital\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}