{"id":209,"date":"2024-05-14T09:34:44","date_gmt":"2024-05-14T09:34:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/?p=209"},"modified":"2024-05-16T10:38:57","modified_gmt":"2024-05-16T10:38:57","slug":"soziale-realitaetsbildung-und-verschwoerungstheorien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/2024\/05\/14\/soziale-realitaetsbildung-und-verschwoerungstheorien\/","title":{"rendered":"Soziale Realit\u00e4tsbildung und Verschw\u00f6rungstheorien"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/files\/2024\/05\/Podcast_Soziale_Realitaetsbildung_undVerschwoerungstheorien.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Verschw\u00f6rungstheorien, also Theorien von geheimen Pl\u00e4nen m\u00e4chtiger Akteure, die darauf abzielen, politische oder wirtschaftliche Macht zu ergreifen, etablierte Vereinbarungen zu missachten oder gro\u00dfe Geheimnisse zur\u00fcckzuhalten, sind weit verbreitet (Douglas et al., 2019; Uscinski et al, 2022). Dies kann nicht nur auf pers\u00f6nlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene verschiedene negative Auswirkungen haben (Van Prooijen, 2022). Die weite Verbreitung von Verschw\u00f6rungstheorien l\u00e4sst sich unter anderem damit erkl\u00e4ren, dass sie f\u00fcr Verschw\u00f6rungstheoretikerInnen psychologische Nutzen bringen k\u00f6nnen, wie zum Beispiel die Erh\u00f6hung des Selbstwerts oder das Erf\u00fcllen von Bed\u00fcrfnissen nach Sicherheit und Kontrolle (Douglas et al., 2017; Douglas et al., 2019; Van Prooijen, 2022). Da der Glaube an Verschw\u00f6rungstheorien Gemeinsamkeiten mit paranoiden Wahnvorstellungen aufweist, k\u00f6nnen zur Therapie ebenfalls \u00e4hnliche Interventionen angewandt werden: Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie, in denen Personen lernen, ihre automatischen Gedanken und Bewertungen von Situationen zu \u00fcberpr\u00fcfen und weniger logische Fehler zu machen, oder das Metakognitive Training, wo Personen \u00fcber die negativen Folgen ihrer Tendenz, voreilige Schlussfolgerungen zu ziehen, informiert, und anschlie\u00dfend trainiert werden, mehr Informationen zu sammeln und dabei kritischer zu sein, bevor sie Entscheidungen treffen (Mehl, 2022). Der Austausch, um Fehler in Argumenten aufzuzeigen und unbewiesene Anschuldigungen anzusprechen, ist auch im Alltag wichtig. Eine sehr respektvolle Art, wie das gemacht werden kann, nennt sich &#8222;epistemisches Interview\u201c. Dabei werden nur Fragen gestellt, ohne die eigene Meinung zu \u00e4u\u00dfern, um Personen dazu zu bringen, selbst zu erl\u00e4utern, warum sie an etwas glauben und wie sie das rechtfertigen (Zoccatelli, 2024). Oft erkennen Menschen dann selbst, dass ihr Glaube eine br\u00fcchige Basis hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verschw\u00f6rungstheorien, also Theorien von geheimen Pl\u00e4nen m\u00e4chtiger Akteure, die darauf abzielen, politische oder wirtschaftliche Macht zu ergreifen, etablierte Vereinbarungen zu missachten oder gro\u00dfe Geheimnisse zur\u00fcckzuhalten, sind weit verbreitet (Douglas et al., 2019; Uscinski et al, 2022). Dies kann nicht nur auf pers\u00f6nlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene verschiedene negative Auswirkungen haben (Van Prooijen, 2022). Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":522,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-209","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fs24"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/users\/522"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=209"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/209\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":210,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/209\/revisions\/210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/sozpsypodcasts\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}