{"id":15566,"date":"2024-09-14T09:55:31","date_gmt":"2024-09-14T07:55:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/?p=15566"},"modified":"2025-03-26T14:07:30","modified_gmt":"2025-03-26T13:07:30","slug":"musik-im-einklang-mit-literatur-und-film-juliana-wiemer-im-gespraech-mit-mathieu-szpiechowycz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/2024\/09\/14\/musik-im-einklang-mit-literatur-und-film-juliana-wiemer-im-gespraech-mit-mathieu-szpiechowycz\/","title":{"rendered":"Musik im Einklang mit Literatur und Film \u2013 Juliana Wiemer im Gespr\u00e4ch mit Mathieu Szpiechowycz"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>MUSIK IM EINKLANG MIT LITERATUR UND FILM <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><em>Die <a href=\"https:\/\/www.raskolnikov-band.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #3366ff;\">Band Raskolnikov<\/span><\/a> ist international bekannt. Der Name der Band wurde in Bezug auf das psychologische Portr\u00e4t der Hauptfigur Rodion Raskolnikov des Romans \u00abSchuld und S\u00fchne\u00bb von Dostojevskij gew\u00e4hlt. Zentral sind dabei die vom Dichter aufgeworfenen sozial-philosophischen Fragen, wie etwa die nach dem B\u00f6sen, dem Sinn der physischen und psychischen Schmerzen, der Legitimit\u00e4t von Gewalt, der Unumkehrbarkeit und der unm\u00f6glichen Erl\u00f6sung. Auch weitere Referenzen der slavischen und russischen Literatur wie Gogol, Bulgakov oder Tolstoj sind f\u00fcr die Kunst der Band relevant. <\/em><em>Die Band ist ein sehr interessantes multimediales Ph\u00e4nomen in der zeitgen\u00f6ssischen Kunst, da sie sich in ihrem Schaffen nicht nur an der musikalischen Kunst, sondern auch an Literatur, Philosophie, Malerei und Kino orientiert. Diese Eigenschaft zeigt sich nicht nur in der Musik selbst, sondern auch in der Gestaltung der Musik-Alben.<\/em> Zum Beispiel besteht das Cover aus einer Collage, die im Vordergrund die drei Gorgonen von Gustav Klimt und ein Portr\u00e4t von Emile Zola zeigt. <em>Mathieu Spiechoyicz, der Gr\u00fcnder der Gruppe, sieht diese Figuren als Kampf zwischen zwei fanatischen Kr\u00e4ften, die um die Begriffe <\/em>\u00ab<em>Wahrheit<\/em>\u00bb<em>, \u00abGut\u00bb und \u00abB\u00f6se\u00bb streiten. F\u00fcr <\/em><em>Mathieu Szpiechowycz <\/em><em>ist das \u201eder Kampf vom Kitsch des Fortschritts<\/em><em> gegen den reaktion\u00e4ren Kitsch\u201c, \u201eeine Art, das aufzugreifen, was Milan Kundera als Kitsch bezeichnete \u2013 die Verneinung von Idiotie\u201c. <\/em><em>In diesem Interview erfahren wir mehr \u00fcber die Band Raskolnikov und den Musiker <\/em><em>Mathieu Szpiechowycz.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_15569\" aria-describedby=\"caption-attachment-15569\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15569 size-large\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-300x300.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-150x150.jpg 150w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-768x769.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-1534x1536.jpg 1534w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-465x466.jpg 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/08\/Mathieu-Szpiechowycz-499x500.jpg 499w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-15569\" class=\"wp-caption-text\">Gorgon&#8217;Zola \u00a9 M. P. Szpiechowycz<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>J.W.:<\/strong> Zu Beginn unseres Gespr\u00e4chs m\u00f6chte ich Sie bitten, uns ein wenig \u00fcber sich selbst zu erz\u00e4hlen. Ihr Leben ist sehr interessant und vielseitig. Sie sind in Frankreich geboren und sind nicht nur Musiker, S\u00e4nger und Komponist&#8230;<\/p>\n<p><strong>M.S.:<\/strong> Ich komme urspr\u00fcnglich aus Reims in der Champagne, wo ich auch aufgewachsen bin. Ich habe in Lyon Handel, interkulturelle und internationale Beziehungen studiert. Ich spreche Franz\u00f6sisch, Italienisch, Deutsch, Englisch, ein wenig Spanisch, Polnisch und lerne jetzt Russisch als Gasth\u00f6rer an der Universit\u00e4t Konstanz.<\/p>\n<p>Ich bin B\u00fcroangestellter in einem Industrieunternehmen im Thurgau und \u00fcbersetze gesch\u00e4ftliche und technische Inhalte aus dem Deutschen ins Franz\u00f6sische, Englische und Italienische. Ich lebe seit zehn Jahren in Kreuzlingen.<\/p>\n<p>Nebenbei bin ich Musiker; ich komponiere auf der Gitarre und dem Bass und schreibe Texte haupts\u00e4chlich auf Englisch. In letzter Zeit hatte ich den Wunsch, Texte von Autoren in der Originalsprache zu interpretieren. Mit zwei befreundeten Musikern gr\u00fcndeten wir 2015 die Band Raskolnikov in Genf und nahmen drei Alben auf, die 2017, 2020 und 2024 erschienen.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren bekam ich eine ins Franz\u00f6sische \u00fcbersetzte Gedichtsammlung von Vladimir Majakovskij geschenkt. Ich mochte diesen Autor, von dem ich nur wenig wusste, sehr. <em>Voznesenie<\/em> hat mich sehr bewegt. Ich wollte es schnell in der Originalsprache, dem Russischen, vortragen. So entschied ich mich, Russisch als Gasth\u00f6rer an der Universit\u00e4t Konstanz zu lernen.<\/p>\n<p><strong>J.W.:<\/strong> Gab es ein besonderes Schema, indem die Ausschnitte aus den verschiedenen Filmen gew\u00e4hlt wurden?<\/p>\n<p><strong>M.S.:<\/strong> Ich habe mir einige Wochen vor der Bearbeitung des Videos <em>Voznesenie<\/em> verschiedene Filme und Serien, z. T. auf Literaturbasis, in voller L\u00e4nge angesehen und mir gemerkt, welche Szenen ich wann verwenden wollte. F\u00fcr diesen Text von Majakowskij, der in eine unserer Kompositionen integriert ist, wollte ich Bilder aus russischen oder sowjetischen Filmen verwenden. In diesem Fall wollte ich auch Szenen und Sequenzen finden, die in St. Petersburg spielen w\u00fcrden, genau wie dieses Gedicht.<\/p>\n<p>Manchmal denke ich an ein bestimmtes literarisches oder filmisches Werk, wenn ich einen Text schreibe oder wenn die musikalische Komposition fertig ist. Sonst entwerfe ich f\u00fcr Videos ein Drehbuch in meinem Kopf, was seit meinen fr\u00fchen Jahren h\u00e4ufig vorkommt. Ich versuche dann Szenen zu finden, die dem, was ich im Kopf habe, so \u00e4hnlich wie m\u00f6glich sind. Das kann eine Weile dauern, oder manchmal habe ich auch Gl\u00fcck und mir kommen die Ideen schnell.<\/p>\n<p>Ich verfolge zwei Dinge, die Hand in Hand gehen: Die Intention des Textes und die Intention der Musik. Oft ist die Intensit\u00e4t die gleiche.<\/p>\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr ist der erste, einige Sekunden dauernde Abschnitt des <em>Voznesenie<\/em>-Videos, der eine Szene aus der Serie von Dmitrij Svetozarovs <em>Schuld und S\u00fchne<\/em> aus dem Jahr 2007 aufgreift (Rodion Raskonikov wird wunderbar von Vladimir Koshevoy gespielt). Ich habe Szenenfragmente ausgew\u00e4hlt, die im richtigen Moment die Emotionen wecken, die Musik und Text hervorrufen sollen. Es handelt sich um den Moment, in dem sich eine junge Frau von einer Br\u00fccke st\u00fcrzt, w\u00e4hrend Rodion Raskolnikov scheinbar teilnahmslos zuschaut.<\/p>\n<p><strong>J.W.:<\/strong> Gab es dazu eine besondere Reihenfolge?<\/p>\n<p><strong>M.S.:<\/strong> Manchmal gibt es eine chronologische Reihenfolge, manchmal nicht, je nachdem, welche Filmsequenzen ich herausgeschnitten habe. In den meisten F\u00e4llen wurde dies tats\u00e4chlich so gemacht.<\/p>\n<p>Ich denke in dem Moment \u00fcber die Reihenfolge nach, in dem ich merke, dass eine Szene perfekt zu einem bestimmten Moment im Lied passt. Ich schreibe es auf oder behalte es in einer Ecke meines Kopfes.<\/p>\n<p>In dem Video <em>Viy<\/em>, das Bilder aus dem gleichnamigen Film von Georgij Kropachyov und Konstantin Yershov aus dem Jahr 1967 enth\u00e4lt, hatte ich eine positive \u00dcberraschung, als ich Momente herausschnitt, in denen die Lippenbewegungen von Natalia Varley, die Pannotschka spielt, perfekt mit dem \u2013 dieses Mal \u2013 auf Englisch gesungenen Text \u00fcbereinstimmten. Dies kommt nur selten vor.<\/p>\n<p>Bei einem Video, in dem die Band im Studio oder auf der B\u00fchne spielt, gibt es zwangsl\u00e4ufig eine Reihenfolge: Wir haben das St\u00fcck dreimal gespielt, und die beiden Kameraleute haben uns alle drei gefilmt. Die Reihenfolge folgt in dem Fall zwangsl\u00e4ufig der Musik.<\/p>\n<p><strong>J.W.:<\/strong> Warum wurden genau diese Ausschnitte aus den Filmen gew\u00e4hlt?<\/p>\n<p><strong>M.S.:<\/strong> Ein gelungener Film, ein Gem\u00e4lde, ein Gedicht oder ein Lied ist ein Werk, das bei Ihnen Emotionen ausl\u00f6sen wird. Ein Video, das einen vertonten Text begleitet, muss die Emotionen, die man vermitteln will, tats\u00e4chlich verst\u00e4rken oder sogar verzehnfachen.<\/p>\n<p>In den Filmfragmenten, die ich verwende, besteht der Wunsch, den Text und die Musik zu unterst\u00fctzen. Das russische und sowjetische Kino ist sehr reichhaltig und ich hatte das Gl\u00fcck, sehr gro\u00dfe Werke zu entdecken, die von gro\u00dfartigen Schauspielern gespielt und von ausgezeichneten Regisseuren inszeniert wurden. Und ich mache weiter; ich schaue mir Filme in der Originalversion auf Russisch, mit franz\u00f6sischen Untertiteln an. Das hilft mir, die Aussprache und die g\u00e4ngigen Ausdr\u00fccke zu lernen. Aber ich habe noch viel Arbeit vor mir, bis ich es flie\u00dfend verstehen und sprechen kann.<\/p>\n<p>Im Video von <em>Voznesenie<\/em> gibt es Ausschnitte aus verschiedenen Filmen, Filme, die mir in den letzten Monaten besonders gut gefallen haben; es gibt die Serie <em>Schuld und S\u00fchne<\/em> von Dmitrij Svetozarov (2007), <em>Gorod Zero<\/em> von Karen Chakhnazarov (1988), die Serie <em>\u041caster i Margarita <\/em>von Vladimir Bortko (2005) einen sehr kurzen Ausschnitt aus <em>Tsareubiitsa<\/em> von Karen Chakhnazarov (1991) und einige Sequenzen, die in der U-Bahn und auf den Stra\u00dfen von St. Petersburg von Videok\u00fcnstlern gedreht wurden, <em>stpetersburgwalker <\/em>(2024) und <em>Ambiance of Saint Petersburg<\/em> (2023). Ich habe mehrere Bilder aus diesen verschiedenen Werken ausgew\u00e4hlt, um den Ton zu illustrieren, den dieses Gedicht von Majakowskij in mir hervorgerufen hat. Bei Majakowskij gibt es diese abstrakten Begriffe, die auf geniale Weise Leidenschaft und Melancholie heraufbeschw\u00f6ren. Ich wollte diese Interpretation mit Bildern illustrieren, die mir passend erschienen.<\/p>\n<p><strong>J.W.: <\/strong>Haben die Orte, an denen die Band gefilmt wurde, eine besondere Bedeutung f\u00fcr die Songs? Haben sie einen spezifischen Zusammenhang zu den Videoausschnitten?<\/p>\n<p><strong>M.S.: <\/strong>In Bezug auf die fr\u00fchen Videos der Band, wie z. B. <em>Stockholm<\/em> I und II, <em>Poddanie Bezwarunkowe<\/em> oder zuletzt <em>Masterfreak<\/em>, ja; es gibt eine besondere Bedeutung, die den Text begleitet. Es ist schon vorgekommen, dass ich mit den Jungs am Wochenende 1000 km gefahren bin, um zwei Stunden lang zu drehen und dann nach Hause zu fahren. Warum dort? Da steckte doch eine besondere, eher private Absicht dahinter. Es ist vollkommen pathetisch, albern und unn\u00f6tig, aber ich bin froh, dass ich es getan habe. Und genau das ist es, was der Text erz\u00e4hlt. Und das Publikum kann sich ohnehin eine ganz andere, pers\u00f6nlichere Bedeutung aneignen, wenn es sich ein Video ansieht und ein Lied anh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Es gibt einen Bezug zu den Werken, die ich gelesen habe und bei denen mir die Verfilmung wirklich gefallen hat. Ich denke da an die Serie <em>Master I Margarita<\/em> von Vladimir Bortko aus dem Jahr 2005. <em>Vij<\/em> hat auch etwas Besonderes, <em>I don&#8217;t want to see the doctor today<\/em>, mit den Bildern aus dem Film <em>Marc&#8217;Antonio e Cleopatra<\/em> von Enrico Guazzoni 1913. Ich mag das Tragikomische; was ich mache, muss nicht unbedingt nur rein melancholisch und oder romantisch sein. Ich lache gerne, besonders \u00fcber die Groteske und die Ironie des Lebens, und manchmal passen bestimmte Filmausschnitte extrem gut zu unseren Liedern.<\/p>\n<p><strong>J.W.: <\/strong>Inwiefern flie\u00dft der musikalische Stil in den Charakter von der Videos hinein?<\/p>\n<p><strong>M.S: <\/strong>Ich w\u00fcrde sagen, dass es eher der Stil des Films ist, der mit der Musik zusammenpasst der nicht. Das macht die Suche sehr interessant. Ich denke, es geht vor allem um den Rhythmus und weniger um den Musikstil. Die Stummfilme der 1900er und 1920er Jahre sind ein sehr gutes Beispiel. Dies ist eine sehr interessante \u00dcbung, da diese Filme bereits von Musik begleitet wurden. Es war die Musik, die sich dem Rhythmus, der Intensit\u00e4t und den Emotionen, die von den Schauspielern gespielt wurden, anpasste. Bei neueren Werken verl\u00e4sst man sich auch auf den Rhythmus der Bilder und die Bewegungen und Ausdr\u00fccke der Schauspieler. Bei der Bearbeitung eines Videos zu unserer Musik ist es meine Aufgabe, die richtigen Sequenzen und Einstellungen zu finden, die die verschiedenen Teile eines Liedes am besten illustrieren. Ich baue immer Bilder aus Filmen ein, die einen literarischen oder emotionalen Bezug zum gesungenen oder rezitierten Text haben.<\/p>\n<p>Musik zu komponieren ist eine Chance, eine Absicht, eine Emotion, die in deinem Bauch und in deinem Gehirn eingeschlossen ist, nach au\u00dfen zu bringen. Das funktioniert nicht jedes Mal! Manchmal legen Sie eine Idee f\u00fcr lange Zeit beiseite oder werfen sie weg; wie bei einem Text oder einem plastischen Werk. Manchmal brauchen Sie nur ein paar Minuten. Einen Text zu integrieren, ist doppelt heikel. Bei uns ist es der Text, der die Musik begleitet \u2013 normalerweise komponiere ich zuerst und schreibe parallel dazu auf lose Bl\u00e4tter, wenn mir eine Idee kommt. Dann nehme ich meine Notizen wieder auf und versuche, Reime und Rhythmen zu finden, die zu der Farbe passen, die die Musik vorgibt. Bei den Bildern, die ein Lied begleiten sollen, gehe ich genauso vor. Ich w\u00e4hle die Sequenzen aus, die die Komposition und den dazugeh\u00f6rigen Text am besten illustrieren.<\/p>\n<p><strong>J.W.: <\/strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>RASKOLNIKOV \u2013 VIJ <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">From the album <em>Lazy people will destroy you Manic Depression Records<\/em> \/ Icy Cold Records 2020, Music by Raskolnikov Lyrics by M. P. Szpiechowycz<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"kmsembed-0_qgdec02w\" class=\"kmsembed\" title=\"Raskolnikov Vij 2020\" src=\"https:\/\/uzh.mediaspace.cast.switch.ch\/embed\/secure\/iframe\/entryId\/0_qgdec02w\/uiConfId\/23449004\/st\/0\" width=\"826\" height=\"465\" frameborder=\"0\" sandbox=\"allow-downloads allow-forms allow-same-origin allow-scripts allow-top-navigation allow-pointer-lock allow-popups allow-modals allow-orientation-lock allow-popups-to-escape-sandbox allow-presentation allow-top-navigation-by-user-activation\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>RASKOLNIKOV \u2013 VOZNESENIE <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Music from Raskolnikov Produced, recorded, mixed by Jaime F. da Costa Text. From the part <em>Voznesenie Mayakovskog\u043e<\/em> Vladimir Mayakovsky&#8217;s poem <em>The Man<\/em> 1916-1917<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" id=\"kmsembed-0_zorus70c\" class=\"kmsembed\" title=\"Raskolnikov - Voznesenie\" src=\"https:\/\/uzh.mediaspace.cast.switch.ch\/embed\/secure\/iframe\/entryId\/0_zorus70c\/uiConfId\/23449004\/pbc\/12894\/st\/0\" width=\"826\" height=\"465\" frameborder=\"0\" sandbox=\"allow-downloads allow-forms allow-same-origin allow-scripts allow-top-navigation allow-pointer-lock allow-popups allow-modals allow-orientation-lock allow-popups-to-escape-sandbox allow-presentation allow-top-navigation-by-user-activation\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>RASKOLNIKOV <\/strong><strong>\u2013 MASTERFREAK <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span class=\"yt-core-attributed-string yt-core-attributed-string--white-space-pre-wrap\" dir=\"auto\" role=\"text\"><span class=\"yt-core-attributed-string--link-inherit-color\" dir=\"auto\">New single from the French-Swiss-Spanish post-punk trio, announcing a new EP in spring and a third album for autumn 2024. Music by Raskolnikov Lyrics by M. Szpiechowycz<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u00a0<iframe loading=\"lazy\" id=\"kmsembed-0_8wfya5kx\" class=\"kmsembed\" title=\"Raskolnikov - Masterfreak - Official Video\" src=\"https:\/\/uzh.mediaspace.cast.switch.ch\/embed\/secure\/iframe\/entryId\/0_8wfya5kx\/uiConfId\/23449004\/pbc\/12894\/st\/0\" width=\"826\" height=\"465\" frameborder=\"0\" sandbox=\"allow-downloads allow-forms allow-same-origin allow-scripts allow-top-navigation allow-pointer-lock allow-popups allow-modals allow-orientation-lock allow-popups-to-escape-sandbox allow-presentation allow-top-navigation-by-user-activation\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>\u00a9 <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/tag\/mathieu-szpiechowycz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #3366ff;\">Mathieu Szpiechowycz<\/span><\/a>, \u00a9 <a href=\"https:\/\/www.raskolnikov-band.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #3366ff;\">Band Raskolnikov<\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interview conducted by: <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/tag\/juliana-wiemer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #3366ff;\">Juliana Wiemer<\/span><\/a>, University of Konstanz<\/p>\n\n\t\t\t<div id=\"15566-1\" class=\"gallery gallery-15566 gallery-col-2 gallery-columns-2 gallery-size-large\" itemscope itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageGallery\">\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-2' itemprop='associatedMedia' itemscope itemtype='https:\/\/schema.org\/ImageObject'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'><a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/band-raskolnikov-3\/' itemprop=\"contentURL\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"680\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-1024x680.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-768x510.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-1536x1020.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-465x309.jpg 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2-695x461.jpg 695w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-2.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" aria-describedby=\"figcaption-15566-15657\" itemprop=\"thumbnail\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t\t<figcaption id=\"figcaption-15566-15657\" class=\"gallery-caption\" itemprop=\"caption\">Mathieu Szpiechowycz \u00a9 Band Raskolnikov<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t\t\t<figure class='gallery-item col-2' itemprop='associatedMedia' itemscope itemtype='https:\/\/schema.org\/ImageObject'>\n\t\t\t\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'><a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/band-raskolnikov-2\/' itemprop=\"contentURL\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-1024x683.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-465x310.jpg 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1-695x463.jpg 695w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/files\/2024\/09\/Band-Raskolnikov-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" aria-describedby=\"figcaption-15566-15656\" itemprop=\"thumbnail\" \/><\/a><\/div>\n\t\t\t\t\t\t<figcaption id=\"figcaption-15566-15656\" class=\"gallery-caption\" itemprop=\"caption\">The concert of the Band Raskolnikov \u00a9 Band Raskolnikov<\/figcaption>\n\t\t\t\t\t<\/figure>\n\t\t\t<\/div><!-- .gallery -->\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Edited by: Anna Medzhydova, University of Konstanz and Olga Burenina-Petrova, University of Zurich &amp; University of Konstanz<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Name der Band wurde in Bezug auf das psychologische Portr\u00e4t der Hauptfigur Rodion Raskolnikov des Romans \u00abSchuld und S\u00fchne\u00bb von Dostojevskiy gew\u00e4hlt<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/2024\/09\/14\/musik-im-einklang-mit-literatur-und-film-juliana-wiemer-im-gespraech-mit-mathieu-szpiechowycz\/\">Read More &rarr;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":709,"featured_media":15630,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":"","footnotes":""},"categories":[174],"tags":[115,457,570,582],"class_list":["entry","author-olga","has-excerpt","post-15566","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-interview","tag-german","tag-juliana-wiemer","tag-mathieu-szpiechowycz","tag-raskolnikov"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/709"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15566"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15661,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15566\/revisions\/15661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/slavicumpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}