{"id":3579,"date":"2022-02-21T22:09:00","date_gmt":"2022-02-21T22:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/?p=3579"},"modified":"2022-03-05T21:10:51","modified_gmt":"2022-03-05T21:10:51","slug":"der-wald-als-konsummotiv-in-schwedischer-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/der-wald-als-konsummotiv-in-schwedischer-literatur\/","title":{"rendered":"Der Wald als Konsummotiv in Schwedischer Literatur"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\"><strong>Der Wald geh\u00f6rt zu Schweden wie die Alpen zur Schweiz. Er pr\u00e4gt nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch schon seit jeher die \u00f6konomische und kulturelle Entwicklung Schwedens, was \u00fcber die Jahrhunderte hinweg in der Literatur reflektiert wurde. Heute steht der Wald in der Literatur f\u00fcr eine nachhaltige und Zukunft \u2013 doch wie wurde er in der Literatur der vergangenen Jahrhunderte dargestellt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>Ich sitze im Bus und fahre der schwedischen Westk\u00fcste entlang Richtung D\u00e4nemark. Zu meiner Rechten liegt das Meer, wir fahren an einigen einsamen H\u00f6fen vorbei und halten alle dreissig Minuten in einer mittelgrossen Stadt. Dazwischen: der allgegenw\u00e4rtige Wald, der mal fleckenweise, mal schier endlos dicht am Fenster vorbeizieht. Knapp <a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/AG.LND.FRST.ZS?end=2020&amp;locations=SE-DK-NO-FI-IS&amp;start=1990&amp;view=chart&amp;year_high_desc=true\">70 %<\/a><sup><a href=\"#footnote_1_3579\" id=\"identifier_1_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"https:\/\/data.worldbank.org. (30.01.2022).\">1<\/a><\/sup> des Landes sind mit Wald bedeckt; dass der Wald und seine nat\u00fcrlichen Ressourcen eine wichtige Rolle f\u00fcr die \u00d6konomie und Kultur des Landes einnehmen, ist nicht \u00fcberraschend.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Jahrzehnten, in denen uns das Ausmass&nbsp; des aktuellen Klimawandels immer bewusster geworden ist, setzte sich der Mensch vermehrt auch mit seinem Verh\u00e4ltnis und seinem Umgang mit der Natur auseinander. In der skandinavischen Literatur, wo der Wald schon seit Jahrhunderten ein beliebtes Setting und Motiv ist, wird diese umweltbewusste Auseinandersetzung heute mitunter kritisch reflektiert. In der Literaturforschung spricht man dabei von \u201e\u00d6kokritik\u201c (= Anwendung \u00f6kologischer Konzepte in der Literaturwissenschaft).<sup><a href=\"#footnote_2_3579\" id=\"identifier_2_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Rueckert: 1978, zitiert in: G&ouml;rlin, Henrik. &bdquo;Fr&aring;n ekologi till ekokritik: en skiss &ouml;ver ekokritikens framv&auml;xt&ldquo;. In:&nbsp;Litteratur och spr&aring;k, No. 5 (2009), S. 5.\">2<\/a><\/sup> Dabei werden verschiedene Motive wie Urbanisierung, Apokalypse (<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/die-aktualitaet-der-voeluspa-im-gegenwaertigen-klimadiskurs-eine-oekokritische-adaption-des-mythos-in-netflix-ragnaroek\/\">hier<\/a> findet ihr dazu den Beitrag von Dominique M\u00fchlebach \u00fcber die Aktualit\u00e4t der <em>Vl\u00f6lusp\u00e1<\/em>) oder Nutzung\/Konsum nat\u00fcrlicher Ressourcen auf ihre \u00f6kokritische Bedeutung hin untersucht. Solche Motive tauchen in Skandinavien bereits in der Literatur des Mittelalters auf und werden bis heute immer wieder neu dargestellt und verarbeitet. Nat\u00fcrlich unterscheiden sich die Darstellungsweisen betr\u00e4chtlich: Gerade die bewegte Geschichte des schwedischen Waldes zeichnet sich \u00fcber eine beeindruckende literarische Darstellungsvielfalt aus, an der sich immer wieder auch die jeweiligen realhistorischen Kontexte ablesen lassen. In diesem Blogbeitrag versuche ich, zumindest im Kurzformat, eine Art Chronologie des schwedischen Waldes nachzuzeichnen und mit den davon inspirierten literarischen Werken in Verbindung zu bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor rund 10&#8217;000 Jahren ging die letzte Eiszeit zu Ende und mit dem Verschwinden des Eises begann die Geschichte des \u201emodernen\u201c skandinavischen borrealen Nadelwaldes.<sup><a href=\"#footnote_3_3579\" id=\"identifier_3_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Klingstr&ouml;m, Lars: &bdquo;Det boreala skogsekosystemet&ldquo;. https:\/\/skogshistoria.se (28.01.2022).\">3<\/a><\/sup> Schon damals nutzten die ersten Siedler:innen Holz, um Feuer zu machen oder H\u00fctten zu bauen.<sup><a href=\"#footnote_4_3579\" id=\"identifier_4_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Lagerqvist, Lars et. al. Den svenska skogens historia. Norstedt 1999, S. 14.\">4<\/a><\/sup> Unsere Zeitrechnung beginnt jedoch erst im 17. Jahrhundert, als sowohl die Holzindustrie als auch das literarische Schaffen Schwedens stark zu wachsen begannen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"17-jahrhundert-schweden-als-grossmacht\"><strong>17. Jahrhundert \u2013 Schweden als Grossmacht&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NM-961.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4000\" width=\"683\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NM-961.jpg 910w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NM-961-300x219.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NM-961-768x560.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Bild 1: &#8222;Bes\u00f6k i S\u00f6derfors ankarsmedja. Smederna i fullt arbete&#8220; [Besuch in der Ankerschmiede S\u00f6derfors. Die Schmiede bei der Arbeit]. Bild von: Pehr Hillestr\u00e4m d.\u00e4., lizenziert unter: CC BY-SA 4.0, via: <a href=\"https:\/\/digitaltmuseum.se\/021046508011\/besok-i-soderfors-ankarsmedja-smederna-i-fullt-arbete\">https:\/\/digitaltmuseum.se.<\/a> <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die finanzielle Lage des schwedischen K\u00f6nigreichs unsicher.<sup><a href=\"#footnote_5_3579\" id=\"identifier_5_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. ebd.\">5<\/a><\/sup> Doch Kupfer- und Eisenerzbest\u00e4nde sowie die Bergindustrie verhalfen der schwedischen \u00d6konomie alsbald zu Wachstum: Schweden war damals einer der gr\u00f6ssten Eisenproduzente der Welt.<sup><a href=\"#footnote_6_3579\" id=\"identifier_6_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. https:\/\/skogshistoria.se. (28.01.2022).\">6<\/a><\/sup> Dank niederl\u00e4ndischer Unterst\u00fctzung konnte die Metallindustrie modernisiert und expandiert werden. Besonders der Waffenexport gewann zunehmend an Bedeutung. Und weshalb konnte diese Expansion gerade in Schweden so m\u00fchelos durchgef\u00fchrt werden? Dank der vielen W\u00e4lder hatte die Schwerindustrie gen\u00fcgend Brennmaterial, um die Eisenerz- und Schmied\u00f6fen einzufeuern.<sup><a href=\"#footnote_7_3579\" id=\"identifier_7_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 51f.\">7<\/a><\/sup> Ein weiteres wichtiges Exportprodukt war der durch die Verbrennung von Holz gewonnene Teer und sein Nebenprodukt Pech. Auch Pottasche (Kaliumkarbonat) konnte aus Birken und Buchen gewonnen werden und wurde unter anderem zur Keramikherstellung nach England exportiert.<sup><a href=\"#footnote_8_3579\" id=\"identifier_8_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. ebd. S. 69.\">8<\/a><\/sup> Unter dem damaligen schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583\u20131654) wurde 1637 das \u201eBergskollegium\u201c eingerichtet, ein Ministerium, das die Neuerrichtung von Hoch\u00f6fen und Schmieden kontrollierte.<sup><a href=\"#footnote_9_3579\" id=\"identifier_9_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. https:\/\/skogshistoria.se. (30.01.2022).\">9<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit gewann auch die weltliche Literatur in Schweden an Bedeutung. Unter den Autoren dieser Zeit, die in ihren Werken die Natur behandeln, war unter anderem Haquin Spegel (1645\u20131714) einer der bedeutendsten. In seinem Dichterwerk <em>Gudz verk och hvila <\/em>(Ende 17. Jahrhundert) preist er die verschiedenen Nutzen des Waldes.<sup><a href=\"#footnote_10_3579\" id=\"identifier_10_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Klingstr&ouml;m, Lars (red). Skogen i litteraturen. Skogshistoriska &Aring;rsskrift 2020, S. 16. https:\/\/skogshistoria.se. (15.01.2022).\">10<\/a><\/sup> Ein weiterer Autor, der dem Wald einige Verse widmete, ist Lars Wivallius (geb. Svensson, 1604\u20131669):&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>L\u00e4t skogen st\u00e5 gr\u00f6n, l\u00e4t jorden f\u00e5 fukt, se till, att oss intet tr\u00e4ngjer, l\u00e4t fl\u00e4kta en sk\u00f6n och h\u00e4rlig en lukt av skogar, \u00e5krar och \u00e4ngjer!<\/p><cite>Wivallius, Lars.&nbsp;<em>Klage-Wijsa \u00f6fver thenna torra kalla W\u00e5\u00e5hr.&nbsp;<\/em>1642. In: Klingstr\u00f6m, Lars (red). <em>Skogen i Litteraturen<\/em>, Skogshistoriska S\u00e4llskapets \u00c5rsskrift 2020, S. 19.&nbsp;<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Lass den Wald gr\u00fcn stehen, lass die Erde Feuchte bekommen, seh zu, dass uns nichts bedr\u00e4ngt, lass ein sch\u00f6nes L\u00fcftchen gehen, das nach W\u00e4ldern, Feldern und Wiesen duftet! <\/p><cite>\u00dcbersetzung: Ayla Florin<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"18-jahrhundert-aufklarung\"><strong>18. Jahrhundert \u2013 Aufkl\u00e4rung&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im 18. Jahrhundert entwickelte sich der schwedische Waldkonsum rasant: Die Eisenindustrie, die im vergangenen Jahrhundert bereits gef\u00f6rdert wurde, verdoppelte sich aufgrund der steigenden Exportnachfrage.<sup><a href=\"#footnote_11_3579\" id=\"identifier_11_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. https:\/\/jernkontoret.se. (26.01.2022).\">11<\/a><\/sup> Zentral dabei: Das Holz selbst war noch immer nicht die eigentliche Ware, sondern lediglich Mittel zum Zweck der Schwerindustrie.<sup><a href=\"#footnote_12_3579\" id=\"identifier_12_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 63.\">12<\/a><\/sup> Gleichzeitig stellte man im S\u00fcden Schwedens zum ersten Mal fest, dass die Waldfl\u00e4che stark geschrumpft war:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201e\u00d6fver allt, och i synnerhet i J\u00e4rn Brukens n\u00e4rhet, s\u00e5g man ingen stor skog. Bara sl\u00e4ta kullar och berg, bekl\u00e4dda med risiga buskar.\u201c<\/p><cite>Aussage eines Besuchers des Eisenerzwerks. <a href=\"https:\/\/www.jernkontoret.se\/sv\/stalindustrin\/stalindustrins-historia\/\">https:\/\/jernkontoret.se<\/a> (30.01.2022)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00dcberall, und besonders in der N\u00e4he des Eisenerzwerks, sah man keine grosse Waldfl\u00e4che. Nur glatte H\u00fcgel und Berge, von verkommen Str\u00e4uchern bedeckt.<\/p><cite><em>\u00dcbersetzung: Ayla Florin<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Carl von Linn\u00e9 (1707\u20131778), der schwedische Botaniker, schrieb 1732 in seiner Reisebeschreibung \u00fcber Nordschweden, in dessen kaum ber\u00fchrten W\u00e4ldern er grosses Potenzial erkannte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Stora skogar av tall st\u00e5r \u00f6de och f\u00e5f\u00e4ng, ty ingen beh\u00f6ver timret, faller omkull och ruttnar bort.<\/p><cite>Carl von Linn\u00e9, 1732.  <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/1700-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se<\/a> (30.01.2022)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Grosse Tannenw\u00e4lder stehen \u00f6de und vergeblich, denn niemand braucht das Holz, fallen um und verrotten.<\/p><cite><em>\u00dcbersetzung: Ayla Florin<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Diese Beobachtung er\u00f6ffnete der schwedischen Holzindustrie neue M\u00f6glichkeiten. Etwa zur selben Zeit besch\u00e4ftigte sich der \u00d6konomieprofessor Anders Rosensten (1687\u20131740), der sich auch mit Linn\u00e9s Vorlesungen auskannte, eingehender mit der Forstwirtschaft und ver\u00f6ffentlichte 1737 das erste Buch zum Thema Waldpflege: <em>Tankar om skogens sk\u00f6tsel<\/em> [Gedanken zur Waldpflege].<sup><a href=\"#footnote_13_3579\" id=\"identifier_13_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Klingstr&ouml;m 2020, S. 26.\">13<\/a><\/sup> Dieses Fachbuch war mit Anstoss f\u00fcr eine intensivere politische Diskussion \u00fcber den Umgang mit dem Wald und den Konsequenzen daraus. Belletrisitk oder Lyrik, die sich zu dieser Zeit mit Wald auseinandersetzt, gibt es kaum. Wom\u00f6glich h\u00e4ngt dies damit zusammen, dass der Wald zur effektiven wirtschaftlichen Ressource rationalisiert wurde und somit weniger poetische Auseinandersetzungen stattfanden. <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"19-jahrhundert-industrialisierung-und-romantik\"><strong>19. Jahrhundert \u2013 Industrialisierung und Romantik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/Miljondrivning1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3582\" width=\"507\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/Miljondrivning1.jpg 676w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/Miljondrivning1-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px\" \/><figcaption>Bild 2: Miljiondrivning 1 [Millionantrieb 1]. Holz wird vom Abholzungsort abtransportiert. Public domain, via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Miljondrivning1.jpg\">Wikimedia Commons.<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zur Zeit der Industrialisierung erkannten auch andere das Potential der W\u00e4lder Norrlands, das von Linn\u00e9 bereits fr\u00fcher genannt wurde. Zu Beginn des Jahrhunderts wurde die Pottasche ein wichtiges Exportprodukt aus den n\u00f6rdlichen W\u00e4ldern Schwedens. Auch die Teerindustrie wurde in Nordschweden weiterentwickelt.<sup><a href=\"#footnote_14_3579\" id=\"identifier_14_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. https:\/\/skogshistoria.se (30.01.2022).\">14<\/a><\/sup> Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Schweden von der sogenannten \u201etimmerfront\u201c [Holzfront] \u00fcberrollt. Die Industrialisierung in Europa und besonders in England ben\u00f6tigte grosse Mengen an Konstruktionsholz und richtete sich deswegen an die nordischen L\u00e4nder.<sup><a href=\"#footnote_15_3579\" id=\"identifier_15_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 78.\">15<\/a><\/sup> Die n\u00f6rdlichen W\u00e4lder wurden abgeholzt und das gewonnene Material in S\u00e4gewerke transportiert, von wo aus es nach Europa exportiert wurde. 1870 galt Schweden als gr\u00f6sster Holzwarenexporteur und das meiste Holz stammte aus dem Norden Schwedens.<sup><a href=\"#footnote_16_3579\" id=\"identifier_16_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. https:\/\/skogshistoria.se (30.01.2022).\">16<\/a><\/sup> Das Bergskollegium versuchte die Abholzung der W\u00e4lder zwar zu kontrollieren, seine Macht reichte jedoch nicht in alle \u201ctimmerdalar\u201d<em> <\/em>[Holzt\u00e4ler].<sup><a href=\"#footnote_15_3579\" id=\"identifier_17_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 78.\">15<\/a><\/sup> Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bildeten sich \u00fcbrigens die ersten Arbeitervereinigungen, die gegen die damaligen Arbeitsverh\u00e4ltnisse zu wehren begannen.<sup><a href=\"#footnote_17_3579\" id=\"identifier_18_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. ebd. S. 101f.\">17<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"430\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/SuM-foto012970.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4003\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/SuM-foto012970.jpg 600w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/SuM-foto012970-300x215.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption>Bild 3: &#8222;Ortvikens pappersbruk&#8220; [Die Papierfabrik in Ortviken]. Bild von: Sundholm, Per-\u00c5ke,  lizenziert unter: CC BY-NC 4.0, via <a href=\"https:\/\/digitaltmuseum.se\/011014665665\/ortvikens-pappersbruk\">https:\/\/digitaltmuseum.se. <\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Gegen Mitte\/Ende des 19. Jahrhunderts erm\u00f6glichte das Holz auch eine Revolution der Papierindustrie. Zun\u00e4chst wurde die Papierproduktion um 1830 mechanisiert, etwa drei Jahrzehnte sp\u00e4ter wurde das bis dahin verwendete Hader, ein meist aus Leinen gewonnener Faserstoff, durch Holz ersetzt. Mit einem Schlag wurde die Papierproduktion billiger, wodurch auch pl\u00f6tzlich Medien aus Papier f\u00fcr ein weiteres Publikum zug\u00e4nglicher wurden. Dadurch erfuhr nat\u00fcrlich auch die Literatur einen Aufschwung.<sup><a href=\"#footnote_18_3579\" id=\"identifier_19_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Harrison Lindbergh, Katarina. S&aring; blev Sverige en pappersnation. 15.02.2020. https:\/\/popularhistoria.se (30.02.2022).\">18<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Die Expansion der Holzindustrie im Norden Schwedens konnte offensichtlich nur zustande kommen, indem mehr Arbeitskr\u00e4fte in den weniger besiedelten Norden bef\u00f6rdert wurden. Diese Umsiedlung, die dort herrschenden Arbeitsbedingungen wurde jedoch erst gegen Ende der 19. und besonders zu Beginn und im Verlauf des 20. Jahrhunderts kritisch literarisiert. Stattdessen erlag die Literatur des 19. Jahrhunderts den Str\u00f6mungen der Romantik. Zu den wichtigsten Autoren dieser Zeit, die das Motiv des Waldes aufgriffen, geh\u00f6ren unter anderem Erik Johan Stagnelius (1793\u20131823), dessen Werke \u2013 wie zum Beispiel das Gedicht <a href=\"https:\/\/litteraturbanken.se\/f%C3%B6rfattare\/StagneliusEJ\/titlar\/SamladeSkrifter1\/sida\/308\/etext\"><em>I denna m\u00f6rka skog<\/em><\/a><em> <\/em>[In diesem dunklen Wald] oder sein Epos <a href=\"https:\/\/litteraturbanken.se\/f%C3%B6rfattare\/StagneliusEJ\/titlar\/SamladeSkrifter1\/sida\/271\/etext\"><em>Gunl\u00f6g<\/em><\/a><em> <\/em>(1814) \u2013 die romantisierte Verbindung zur Natur und zum Wald schildern.<sup><a href=\"#footnote_19_3579\" id=\"identifier_20_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Klingstr&ouml;m 2020, S. 33.\">19<\/a><\/sup> Ein weiterer Romantiker, der sich dieser Thematik annahm, war Erik Gustaf Geijer (1783\u20131847). Mit seinem Gedicht <a href=\"https:\/\/litteraturbanken.se\/skolan\/poesi-forfattare-erik-gustaf-geijer-den-lilla-kolargossen\/\"><em>Den lilla kolargossen<\/em><\/a> [Der kleine Kohlerjunge] (1814) schildert er, wie ein kleiner Junge durch den dunklen Wald geht, um seinem arbeitenden Vater Essen und Trinken zu bringen.<sup><a href=\"#footnote_20_3579\" id=\"identifier_21_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Klingstr&ouml;m 2020, S. 35.\">20<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"20-jahrhundert-moderne-arbeiterliteratur-und-beginn-der-okokritik\"><strong>20. Jahrhundert \u2013 Moderne, Arbeiterliteratur und Beginn der \u00d6kokritik<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>1903 wurden erste moderne Waldgesetze formuliert, worin verordnet wurde, dass abgeholzte Waldfl\u00e4chen zwingend wieder aufgeforstet werden sollten. Um 1920 erreichte der Holzvorrat einen Tiefpunkt. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, wurden deswegen regelm\u00e4ssig Wald- und Holzbestand gemessen. W\u00e4hrend der 1920er- und 1930er-Jahre war die Abholzung aufgrund \u00f6konomischer Schwierigkeiten wieder unkontrollierter. 1948 wurde eine neue Waldpolitik eingef\u00fchrt, was in der schwedischen Forstwirtschaft eine Restaurationsepoche&nbsp; einl\u00e4utete. Im Verlauf der 1960er- und 70er-Jahre protestieren Umweltorganisationen und Privatpersonen gegen chemische Mittel, die in der Forstwirtschaft eingesetzt wurden. W\u00e4hrend die Aufforstung der schwedischen W\u00e4lder zun\u00e4chst nur zur Sicherung der schwedischen \u00d6konomie gef\u00f6rdert wurde, wurde der Fokus nun mehr und mehr auf den Schutz der Artenvielfalt des Waldes gelegt. Nationaler und internationaler Druck sorgten daf\u00fcr, dass sich die schwedische Forstwirtschaft umweltbewusster und nachhaltiger organisierte. Ende der 1990er-Jahre hatten sich prinzipiell alle schwedischen Forstunternehmen dem FSC-Standard (Forest Stewardship Council) angepasst.<sup><a href=\"#footnote_21_3579\" id=\"identifier_22_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"https:\/\/skogshistoria.se (31.01.2022).\">21<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits weiter oben erw\u00e4hnt, wird die Situation der Waldarbeiter und &#8222;nybyggare&#8220; [Siedler:innen] im Norden und ihr Verh\u00e4ltnis zum Wald und zur Forstwirtschaft besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts literarisiert. Unter dem Sammelbegriff \u201aArbeiterliteratur\u2018 entstanden Werke, die sich mit den sozio\u00f6konomischen Umst\u00e4nden der Arbeitergesellschaft befassten und diese kritisch reflektierten. Auch die Arbeitsbedingungen der Arbeiter, die in der Forstwirtschaft und den damit verbundenen Industrien t\u00e4tig waren, wurden in literarischen Werken aufgegriffen. Unter den unz\u00e4hligen Werken befinden sich unter anderem <em>N\u00e4r skogen d\u00f6r <\/em>(1901) von Valdemar Lindholm, <em>Timmer <\/em>(1929) von Albert Viksten, <em>Ur en fallen skog <\/em>(1910) von Gustaf Hedenvind-Eriksson, <em>Gyllene Tider <\/em>(1948) von Birger Vikstr\u00f6m oder Sara Lidmans Roman <em>Tj\u00e4rdalen <\/em>(1953).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-John_Bauer_-_Princess_Tuvstarr_gazing_down_into_the_dark_waters_of_the_forest_tarn._-_Google_Art_Project.jpg\" alt=\"John Bauer: Die Prinzessin Tuvstarr, die sich im Wald vor der realen Welt versteckt, starrt hinunter in das dunkle Wasser des dunklen, mystischen Waldteiches. \" class=\"wp-image-3584\" width=\"320\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-John_Bauer_-_Princess_Tuvstarr_gazing_down_into_the_dark_waters_of_the_forest_tarn._-_Google_Art_Project.jpg 639w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-John_Bauer_-_Princess_Tuvstarr_gazing_down_into_the_dark_waters_of_the_forest_tarn._-_Google_Art_Project-297x300.jpg 297w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-John_Bauer_-_Princess_Tuvstarr_gazing_down_into_the_dark_waters_of_the_forest_tarn._-_Google_Art_Project-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><figcaption>Bild 4: Die Prinzessin Tuvstarr, die sich im Wald vor der realen Welt versteckt, starrt hinunter in das dunkle Wasser des dunklen, mystischen Waldteiches. Bild von: John Bauer, Public domain, via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:John_Bauer_-_Princess_Tuvstarr_gazing_down_into_the_dark_waters_of_the_forest_tarn._-_Google_Art_Project.jpg\">Wikimedia Commons.<\/a>  <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-rounded\"><figure class=\"alignright size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"226\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-Elsa_Beskow_-_from_Svenskt_Portraettgalleri_XX-226x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4018\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-Elsa_Beskow_-_from_Svenskt_Portraettgalleri_XX-226x300.png 226w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-Elsa_Beskow_-_from_Svenskt_Portraettgalleri_XX.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><figcaption>Bild 5: Elsa Beskow (1874-1953). Public domain, via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Elsa_Beskow_-_from_Svenskt_Portr\u00e4ttgalleri_XX.png\">Wikimedia Commons.<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Neben diesen sozialkritischen Str\u00f6mungen wurden auch romantische Str\u00f6mungen weiterentwickelt, indem Volksm\u00e4rchen und Sagen neu niedergeschrieben und illustriert wurden. Das Bild, das in diesen Werken vom Wald gezeichnet wurde, war mystisch-dunkel und idyllisch zugleich. Der literarische Wald stellt dabei oft eine Art Schwellenraum dar, der ausserhalb des realen Kulturraums steht und als Ort der Reifung und Entwicklung betrachtet werden kann.<sup><a href=\"#footnote_22_3579\" id=\"identifier_23_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Schubenz, Klara. &bdquo;Forstwissenschaft und Waldm&auml;rchen. Kinder im Wald I&ldquo;. In: Schubenz, Klara:&nbsp;Der Wald in der Literatur des 19. Jahrhunderts : Geschichte einer romantisch- realistischen Ressource. Konstanz 2020, S. 41.\">22<\/a><\/sup> Es verwundert entsprechend nicht, dass diese Walddarstellung auch in Kinderliteratur auftaucht. Selbstverst\u00e4ndlich auch in schwedischer Kinderliteratur: Die wohl bedeutendste Kinderbuchautorin, die den Wald als Setting f\u00fcr ihre idyllischen Erz\u00e4hlungen nutzte, ist sicherlich Elsa Beskow, deren Werke <em>Puttes \u00e4ventyr i bl\u00e5b\u00e4rsskogen <\/em>(1901) oder <em>Tomtebobarnen <\/em>(1910) noch heute gerne gelesen werden. Ein etwas d\u00fcsteres Bild vom Wald wurde vom Illustrator John Bauer geschaffen. Mit seinen Illustrationen zu <em>Bland tomtar och troll<\/em> (1907\u2013heute) erschuf er einen mystischen Wald, in dem Trolle und Geister zum Leben erweckte.<sup><a href=\"#footnote_23_3579\" id=\"identifier_24_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"vgl. Klingstr&ouml;m 2020, S. 71.\">23<\/a><\/sup> <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"21-jahrhundert-okokritik-und-umweltbewusstsein\"><strong>21. Jahrhundert \u00d6kokritik und Umweltbewusstsein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der geforderte umweltbewusste und nachhaltige Umgang mit dem Wald ist heute Standard in der schwedischen Forstwirtschaft. Da dem Wald nun eine Position als nat\u00fcrlich nachwachsende Ressource zukommt, drehen sich Fragen der Nachhaltigkeit vermehrt um Produkte aus Holz. Solange die Forstwirtschaft auch nachhaltig gestaltet ist, bietet der Wald eine unendliche Quelle an Rohstoffen f\u00fcr eine nachhaltige Waren- und Energieproduktion.<sup><a href=\"#footnote_24_3579\" id=\"identifier_25_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"https:\/\/skogshistoria.se (31.01.2022).\">24<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits zu Beginn erw\u00e4hnt, entwickelte sich gegen Ende des 20. Jahrhunderts ein immer gr\u00f6sseres Interesse, das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Menschen und der Natur neu zu interpretieren. In der Literaturwissenschaft er\u00f6ffnete sich daher das Forschungsfeld der \u00d6kokritik. Dieses neue Interesse f\u00fcr die Narrativierung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein f\u00fchrte in den letzten Jahrzehnten dazu, dass immer mehr \u00f6kokritische Literatur erschienen ist. Der Wald ist immer pr\u00e4senter, besonders auch in der schwedischen Kinder- oder Jugendliteratur. W\u00e4hrend sich die zunehmend urbanisierte Gesellschaft in ihrem Alltag vom Waldleben entfernt, scheint es, als ob in der Literatur versucht w\u00fcrde, diese Verbindung wieder herzustellen.<sup><a href=\"#footnote_25_3579\" id=\"identifier_26_3579\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"K&auml;ll&eacute;n, Matilda. Kulturkr&ouml;nikan: Skogens r&ouml;tter i svensk barnlitteratur. 25.03.2018. https:\/\/sverigesradio.se (13.01.2022).\">25<\/a><\/sup>&nbsp;Gleichzeitig werden auch aktuelle Problematiken wie der Klimawandel, der Umgang mit fossilen Brennstoffen oder das unaufhaltbare Fortschreiten der Urbanisierung thematisiert und kritisch reflektiert. Der heutige schwedische Buchmarkt spiegelt das gesellschaftliche Umweltbewusstsein und Interesse an einer nachhaltigen Zukunft wider. Die Liste der dazu entstandenen B\u00fccher ist unvorstellbar lang. Dazu geh\u00f6ren, um nur einige Werke zu nennen, <em>Jorden Vaknar <\/em>(2017), von Madeleine Beck, verschiedenste Romane von Kerstin Ekman, darunter auch <em>Herrarna i skogen <\/em>(2015) oder <em>M\u00f6rker och bl\u00e5b\u00e4rsris <\/em>(2015), <em>F\u00f6rvriden <\/em>(2010) von Frida Arwen Rosesund, Th\u00e9rese S\u00f6derlinds <em>V\u00e4gen mot b\u00e5lberget <\/em>(2013) oder auch <em>Barrskogens Barn <\/em>(2014) von Eva-Stina Byggm\u00e4star, um noch ein Beispiel aus der Lyrik zu nennen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-The_notes_of_a_forestry_student.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4022\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-The_notes_of_a_forestry_student.jpg 640w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/640px-The_notes_of_a_forestry_student-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption>Bild 6: Die Notizen eines Forstwirtschaftsstudenten, lizenziert unter: CC BY-SA 3.0, via <a href=\"http:\/\/The notes of a forestry student.jpg\">Wikimedia Commons.<\/a> <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Sowohl Forstwirtschaft als auch die Literaturproduktion werden ihren Platz im Schweden der nahen Zukunft behalten und zusammen mit der aktuellen \u00f6kokritischen Sensibilisierung der Gesellschaft daf\u00fcr sorgen, dass die Nutzung des Waldes und dessen Bedeutung f\u00fcr Kultur, \u00d6konomie und Klima auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Literatur spielen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>Um einen n\u00e4heren Einblick in die Geschichte des schwedischen Waldes zu erhalten, empfehle ich die Lekt\u00fcre <em>Den svenska skogens historia <\/em>(1999) von Lars Lagerqvist und Herman Lindqvist. Die <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/\">Skogshistoriska S\u00e4llskapet<\/a> [Waldhistorische Gesellschaft] verf\u00fcgt \u00fcber eine gut strukturierte Website mit einem zeitlichen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte des schwedischen Waldes und publiziert ausserdem j\u00e4hrlich eine Zeitschrift, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Thema Wald besch\u00e4ftigt. Die Zeitschrift des vorletzten Jahres widmet sich mit dem Wald in der Literatur (\u201eSkogen i litteraturen\u201c) und bietet einen ausf\u00fchrlichen \u00dcberblick \u00fcber die waldbezogene Literaturgeschichte Schwedens.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Titelbild: &#8222;Deep in the Swedish forest&#8220; [Tief im schwedischen Wald]. Mattias \u00c5str\u00f6m, lizenziert unter: CC-BY-2.0, via <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Deep_in_the_Swedish_forest._(49489843257).jpg\">Wikimedia Commons.<\/a> <\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_3579\" class=\"footnote\"><a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/AG.LND.FRST.ZS?end=2020&amp;locations=SE-DK-NO-FI-IS&amp;start=1990&amp;view=chart&amp;year_high_desc=true\">https:\/\/data.worldbank.org.<\/a> (30.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_3579\" class=\"footnote\">vgl. Rueckert: 1978, zitiert in: G\u00f6rlin, Henrik. &#8222;Fr\u00e5n ekologi till ekokritik: en skiss \u00f6ver ekokritikens framv\u00e4xt&#8220;. In:&nbsp;<em>Litteratur och spr\u00e5k<\/em>, No. 5 (2009), S. 5.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_3579\" class=\"footnote\">vgl. Klingstr\u00f6m, Lars: &#8222;Det boreala skogsekosystemet&#8220;. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\">https:\/\/skogshistoria.se<\/a> (28.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_3579\" class=\"footnote\">vgl. Lagerqvist, Lars et. al. <em>Den svenska skogens historia.<\/em> Norstedt 1999, S. 14.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_3579\" class=\"footnote\">vgl. ebd.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_3579\" class=\"footnote\">vgl. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se.\">https:\/\/skogshistoria.se.<\/a> (28.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_3579\" class=\"footnote\">vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 51f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_3579\" class=\"footnote\">vgl. ebd. S. 69.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_3579\" class=\"footnote\">vgl. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/1600-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se.<\/a> (30.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_10_3579\" class=\"footnote\">vgl. Klingstr\u00f6m, Lars (red). <em>Skogen i litteraturen.<\/em> Skogshistoriska \u00c5rsskrift 2020, S. 16. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Arsskrift-2020-2-utan-piraten.pdf\">https:\/\/skogshistoria.se.<\/a> (15.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_11_3579\" class=\"footnote\">vgl. <a href=\"https:\/\/www.jernkontoret.se\/sv\/stalindustrin\/stalindustrins-historia\/\">https:\/\/jernkontoret.se. <\/a>(26.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_12_3579\" class=\"footnote\">vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 63.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_12_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_13_3579\" class=\"footnote\">Klingstr\u00f6m 2020, S. 26.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_13_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_14_3579\" class=\"footnote\">vgl. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/1800-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se <\/a>(30.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_14_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_15_3579\" class=\"footnote\">vgl. Lagerqvist et al. 1999, S. 78.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_15_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_17_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_16_3579\" class=\"footnote\">vgl. <a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/1800-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se<\/a> (30.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_16_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_17_3579\" class=\"footnote\">vgl. ebd. S. 101f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_18_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_18_3579\" class=\"footnote\">Harrison Lindbergh, Katarina. <em>S\u00e5 blev Sverige en pappersnation.<\/em> 15.02.2020. <a href=\"https:\/\/popularhistoria.se\/teknik\/industri\/pappersbrukens-historia\">https:\/\/popularhistoria.se <\/a>(30.02.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_19_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_19_3579\" class=\"footnote\">Klingstr\u00f6m 2020, S. 33.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_20_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_20_3579\" class=\"footnote\">Klingstr\u00f6m 2020, S. 35.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_21_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_21_3579\" class=\"footnote\"><a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/1900-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se <\/a>(31.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_22_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_22_3579\" class=\"footnote\">vgl. Schubenz, Klara. \u201eForstwissenschaft und Waldm\u00e4rchen. Kinder im Wald I\u201c. In: Schubenz, Klara:&nbsp;<em>Der Wald in der Literatur des 19. Jahrhunderts : Geschichte einer romantisch- realistischen Ressource<\/em>. Konstanz 2020, S. 41.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_23_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_23_3579\" class=\"footnote\">vgl. Klingstr\u00f6m 2020, S. 71.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_24_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_24_3579\" class=\"footnote\"><a href=\"https:\/\/skogshistoria.se\/skogshistoria\/skogsbruk-genom-arhundradena\/2000-talet\/\">https:\/\/skogshistoria.se<\/a> (31.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_25_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_25_3579\" class=\"footnote\">K\u00e4ll\u00e9n, Matilda. <em>Kulturkr\u00f6nikan: Skogens r\u00f6tter i svensk barnlitteratur<\/em>. 25.03.2018. <a href=\"https:\/\/sverigesradio.se\/artikel\/6914308\">https:\/\/sverigesradio.se<\/a> (13.01.2022).<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_26_3579\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wald geh\u00f6rt zu Schweden wie die Alpen zur Schweiz. Er pr\u00e4gt nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch schon seit jeher die \u00f6konomische und kulturelle Entwicklung Schwedens, was \u00fcber die Jahrhunderte hinweg in der Literatur reflektiert wurde. Heute steht der Wald in der Literatur f\u00fcr eine nachhaltige und Zukunft \u2013 doch wie wurde er in der Literatur der vergangenen Jahrhunderte dargestellt? <\/p>\n<p> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/der-wald-als-konsummotiv-in-schwedischer-literatur\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":719,"featured_media":3993,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,88,90],"tags":[209,212,210,153,211,175,208,205,207],"class_list":{"0":"post-3579","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-blogposts","8":"category-literature","9":"category-society","10":"tag-eisenindustrie","11":"tag-forstwirtschaft","12":"tag-holzindustrie","13":"tag-konsum","14":"tag-literaturgeschichte","15":"tag-oekokritik","16":"tag-papierindustrie","17":"tag-wald","18":"tag-waldliteratur"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/719"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3579"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3579\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4071,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3579\/revisions\/4071"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}