{"id":3575,"date":"2022-02-13T14:36:29","date_gmt":"2022-02-13T14:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/?p=3575"},"modified":"2022-03-05T21:04:27","modified_gmt":"2022-03-05T21:04:27","slug":"%ef%bf%bcvom-vadmal-zum-h%c7%abttr-die-funktion-von-kleidung-im-mittelalterlichen-island","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/%ef%bf%bcvom-vadmal-zum-h%c7%abttr-die-funktion-von-kleidung-im-mittelalterlichen-island\/","title":{"rendered":"Vom\u00a0<em>va\u00f0m\u00e1l<\/em>\u00a0zum\u00a0<em>h\u01ebttr<\/em> \u2013 die Funktion von Kleidung im mittelalterlichen Island\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>K\u00f6nnt Ihr euch vorstellen, dass es in einem Gesetz Kleidervorschriften gibt? Wir kennen zwar Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr gewisse Bereiche (Schule, Arbeit, Kirchen), aber generelle gesetzliche Vorgaben, welche f\u00fcr alle, immer und \u00fcberall gelten? Was f\u00fcr uns heute in unserem Kulturkreis recht merkw\u00fcrdig erscheint, war im mittelalterlichen Island gegen Ende des 13. Jahrhunderts Realit\u00e4t. Im Jahr 1281 genehmigte das isl\u00e4ndische Parlament, das&nbsp;<em>Althing<\/em>, auf Vorschlag des norwegischen K\u00f6nigs ein umfassendes Gesetzeswerk, die&nbsp;<em>J\u00f3nsbok<\/em>. Und diese beinhaltete, wie auch die Gesetzessammlung&nbsp;<em>Gr\u00e1g\u00e1s<\/em>, tats\u00e4chlich Vorschriften \u00fcber die Kleidung. Aber sch\u00f6n der Reihe nach.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir \u00fcber die Funktion von Kleidern sprechen, k\u00f6nnen wir intuitiv zwei Hauptfunktionen unterscheiden. Die Kleider befriedigen einmal grundlegende menschliche Bed\u00fcrfnisse. Sie dienen als Bedeckung f\u00fcr unseren K\u00f6rper, sie sch\u00fctzen uns vor \u00e4usseren Einfl\u00fcssen wie K\u00e4lte, Hitze, Feuchtigkeit und sie helfen uns bei gewissen T\u00e4tigkeiten, zum Beispiel bei der Arbeit oder beim Sport. Aus Konsumsicht k\u00f6nnen sie insoweit den Basiskonsumg\u00fctern zugeordnet werden. Zus\u00e4tzlich haben viele Kleider in unserer modernen Gesellschaft eine \u00fcber Deckung der grundlegenden Bed\u00fcrfnisse hinausgehende Funktion, \u00fcber Statussymbol bis hin zum reinen Luxusartikel. So definieren Kleider soziale Rollen, wie Reichtum oder Armut, das Geschlecht, die Religion oder die Weltanschauungen. Und sie k\u00f6nnen auch \u00abnur\u00bb Mode oder Schmuck sein. So weit, so klar. Oder doch nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Im mittelalterlichen Island hatten Kleider, oder besser gesagt der Stoff, aus dem Kleider gemacht wurden, noch eine weitere Funktion: Stoff war Geld. Das&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l<\/em>, das aus Schafwolle hergestellte Rohmaterial, war eine W\u00e4hrung; es wurde im Mittelalter als Zahlungsmittel verwendet. Gem\u00e4ss den \u00e4ltesten Quellen zu diesem Thema entsprachen 6 Ellen&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l&nbsp;<\/em>einer norwegischen Krone.&nbsp; Eine wichtige Funktion hatte es insbesondere im Handel zwischen Island und Norwegen: Die norwegischen Kaufleute lieferten Waren nach Island, und die Isl\u00e4nder bezahlten mit&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l<\/em>&nbsp;statt mit M\u00fcnzen. Und umgekehrt bezahlten isl\u00e4ndische Kaufleute, welche Waren in Norwegen bezogen, ebenfalls mit&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l.&nbsp;<\/em>Und auch Steuern wurden in&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l&nbsp;<\/em>erhoben.<sup><a href=\"#footnote_1_3575\" id=\"identifier_1_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Helgi, &THORN;orl&aacute;ksson. &ldquo;King and Commerce. The foreign trade of Iceland in medieval times and the impact of royal authority&rdquo;, in: Steinar, Imsen (ed.):&nbsp;The Norwegian Domination and the Norse World c.1100 &ndash; c.1400, Tapir Academic Press, 2010, S. 151.\">1<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/c\/cf\/Kjolv\u00e4ska_av_svart_vadmal_med_applikationer_i_r\u00f6tt_-_Nordiska_museet_-_NM.0106338_%283%29.jpg?uselang=is\" alt=\"\" \/><figcaption>Rocktasche aus schwarzem&nbsp;<em>va\u00f0m\u00e1l<\/em>&nbsp;mit Applikationen in Rot, Gr\u00fcn und Gelb. Nordiska Museet Stockholm. Public domain, via&nbsp;Wikimedia Commons.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p>In jener Zeit wurden die grundlegenden Bed\u00fcrfnisse in Bezug auf Kleider auf relativ einfache Art und Weise abgedeckt. Wir wissen das auf der einen Seite aus der Sagaliteratur und auf der anderen Seite aufgrund (eher sp\u00e4rlicher) arch\u00e4ologischer Funde.<sup><a href=\"#footnote_2_3575\" id=\"identifier_2_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Toplak, Matthias.&nbsp;Kleidung und Tracht in der altnordischen Sagaliteratur und im arch&auml;ologischen Fundkontext. Tectum Verlag, 2011, S. 30f.\">2<\/a><\/sup> Die Alltagskleidung bestand aus einem Kittel \/ Hemd (<em>skyrta, sekr<\/em>), einem Rock (<em>kyrtill<\/em>) oder Hosen (<em>broekr<\/em>), Schuhen (<em>sk\u00f3r<\/em>) und einer M\u00fctze (<em>h\u01ebttr<\/em>&nbsp;oder&nbsp;<em>hattr)<\/em>. Das mag dann etwa so ausgesehen haben:<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-683x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4160\" width=\"840\" height=\"1259\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-683x1024.jpeg 683w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-200x300.jpeg 200w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-768x1152.jpeg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-1024x1536.jpeg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-1365x2048.jpeg 1365w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/files\/2022\/02\/NO-lofoten-wikingmuseum-wachsfiguren-scaled.jpeg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><figcaption>Wikingermuseum Borg, Wachsfiguren in der Eingangshalle. Public domain, via\u00a0Wikimedia Commons.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Bis zu einem gewissen Grad kann man auch die Kriegs- und die Jagdbekleidung zur grundlegenden Kleidung z\u00e4hlen, aber wir wollen hier nicht n\u00e4her darauf eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der \u00fcber die grundlegenden Bed\u00fcrfnisse hinaus gehenden Kleidung ist es etwas komplizierter. Diese kann, wie bereits erw\u00e4hnt, vielf\u00e4ltige Funktionen haben. An dieser Stelle soll der Blick auf das Verh\u00e4ltnis von Kleidern und Kommunikation gerichtet werden. Und wir konzentrieren uns auf mittelalterliche isl\u00e4ndische Texte. Dabei kann unterschieden werden zwischen Kommunikation \u00fcber Kleidung einerseits und Kommunikation durch Kleidung andererseits. Im ersten Fall geht es darum, wie die Kleider beschrieben werden, und im zweiten Fall darum, welche Aussage mit der Kleidung gemacht wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Sagas liefert uns Anita Sauckel viel Anschauungsmaterial. Sie untersuchte daf\u00fcr im Wesentlichen drei Kategorien von Kleiderfunktionen, n\u00e4mlich Kleidung und soziale Funktion, Kleidung und Geschlecht sowie Kleidung und Gef\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Beispiel f\u00fcr die Identifizierung der sozialen Funktion nennt sie die Beschreibung von&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Eyj\u0301olfr B\u01eblverksson<\/em>&nbsp;in der&nbsp;<em>Ni\u00e1lls Saga<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>[Hann] haf\u00f0i skarlatsskikkju \u00e1 her\u00f0um ok gullhla\u00f0 um h\u01ebfu\u00f0 ok \u00f8xi<\/em><\/p><p><em>silfrrekna \u00ed hendi<\/em><\/p><p>[Er] hatte einen Scharlachmantel um die Schultern und eine Goldborte um den Kopf und eine silberverzierte Axt in der Hand.<sup><a href=\"#footnote_3_3575\" id=\"identifier_3_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Sauckel, Anita.&nbsp;Die literarische Funktion von Kleidung in den &Iacute;slendingas\u01ebgur und &Iacute;slendinga&thorn;&aelig;ttir.&nbsp;De Gruyter, 2014, S. 21.\">3<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Was hier mit der Kleidung implizit gesagt wird, ist ziemlich offensichtlich: Er war ein reicher und m\u00e4chtiger Mann. In den meisten F\u00e4llen hatte eine solche oder \u00e4hnliche Beschreibung denn auch eine positive Bedeutung. Aber selbstverst\u00e4ndlich ist es in den Sagas nicht immer so einfach, die Bedeutungen richtig zu deuten. Es gibt auch Leute, die sich mit den Kleidern gerne besser darstellten, als sie es effektiv waren. Sauckel meint, dass dies vor allem bei Norwegern und anderen Skandinaviern der Fall war.<sup><a href=\"#footnote_4_3575\" id=\"identifier_4_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Brennu-Nj&aacute;ls Saga. &Iacute;slenzk Fornrit, XII. bindi (Einar &Oacute;l. Sveinsson, gaf &uacute;t),&nbsp;Hi&eth;&nbsp;&Iacute;slenska Fornritaf&eacute;lag,1954, 138. kap. S. 366. &Uuml;bersetzung von Sauckel, Anita.&nbsp;Die literarische Funktion von Kleidung in den &Iacute;slendingas\u01ebgur und &Iacute;slendinga&thorn;&aelig;ttir.&nbsp;De Gruyter, 2014, S. 136.\">4<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr den Zusammenhang zwischen Kleidung und Gef\u00fchlen ist die Schilderung mordlustiger M\u00e4nner. Diese tragen auffallend oft einen dunkelblauen Mantel. So wird&nbsp;<em>Lj\u00f3tr Lj\u00f3t\u00f3lfsson<\/em>&nbsp;in der&nbsp;<em>Valla-Lj\u00f3ts saga<\/em>&nbsp;wie folgt beschrieben:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>Hann \u00e1tti tvennan b\u00fana\u00f0, bl\u00e1n kyrtil stuttan ok \u00f8xi snaghyrnda, ok var vafit j\u00e1rni skaptit; \u00fe\u00e1&nbsp;var&nbsp;hann sv\u00e1 b\u00fainn, er v\u00edghugr var \u00e1 honum.&nbsp;En \u00fe\u00e1&nbsp;er honum l\u00edka\u00f0i vel, haf\u00f0i hann \u00fe\u00e1&nbsp;br\u00fanan kyrtil ok bryntr\u01ebll rekit \u00ed hendi.<\/em><\/p><p>Er hatte zweierlei Ausstattungen, einen blauschwarzen Leibrock und eine Axt mit gebogenem und in zwei scharfe Spitzen auslaufendem Blatt, und deren Schaft war mit Eisen eingelegt. Dann war er so ausger\u00fcstet, wenn die Mordlust in ihm war. Aber wenn er zufrieden war, trug er einen braunen Leibrock und eine zweischneidige, mit Metalleinlagen verzierte Axt in der Hand.<sup><a href=\"#footnote_5_3575\" id=\"identifier_5_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Valla-Lj&oacute;ts Saga. &Iacute;slenzk Fornrit, IX. bindi (J&oacute;nas Kristj&aacute;nsson, gaf &uacute;t),&nbsp;Hi&eth;&nbsp;&Iacute;slenska Fornritaf&eacute;lag, 1956, 138. kap. S. 366. &Uuml;bersetzung von&nbsp;Sauckel, Anita.&nbsp;Die literarische Funktion von Kleidung in den &Iacute;slendingas\u01ebgur und &Iacute;slendinga&thorn;&aelig;ttir.&nbsp;De Gruyter, 2014, S. 116f.\">5<\/a><\/sup><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ungew\u00f6hnlich an diesem Textausschnitt ist, dass auch die Bedeutung der Kleider ausdr\u00fccklich beschrieben wird. Damit wird sowohl eine Kommunikation \u00fcber die Kleidung \u2013 die Beschreibung der Kleidung&nbsp;\u2013 als auch die Kommunikation durch die Kleidung \u2013 die Bedeutung der Kleidung&nbsp;\u2013 wiedergegeben. Aber das Beispiel weist auch sehr sch\u00f6n darauf hin, wie Gef\u00fchle mit Kleidern ausgedr\u00fcckt und beschrieben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Beispiele zeigen, dass die Beschreibungen in der Regel einfach \u2013 oder in den Worten von Roland Barthes \u2013 banal sind. Auch die Bedeutung ist in der Regel recht trivial. Daher sind Kleider auch sehr gut f\u00fcr die implizite Kommunikation geeignet, sowohl im wirklichen Leben wie auch in der Literatur.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zur&nbsp;<em>J\u00f3nsb\u00f3k<\/em>. Diese beschreibt eine klare Zuteilung der Art der Kleidung und deren Bedeutung. Von der Kleidung kann man danach direkt den Reichtum einer Person ablesen. Je reicher jemand ist, desto bessere Kleider darf er von Gesetzes wegen anziehen. Es gab ein paar Ausnahmen f\u00fcr gelehrte Menschen und f\u00fcr Kleider, welche im Ausland gekauft wurden. Im Einzelnen sah das wie folgt aus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong><em>Beschreibung der Kleidung (alles aus wertvollem Material)<\/em><\/strong><\/td><td><strong><em>Bedeutung<\/em><\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Jacke mit Kapuze&nbsp;<\/td><td>Besitzt mehr als 20 Hundert<sup><a href=\"#footnote_6_3575\" id=\"identifier_6_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Gemeint waren wohl aurar bzw. &oslash;ren oder Mark.\">6<\/a><\/sup> <\/td><\/tr><tr><td>zus\u00e4tzlich einen Kittel<\/td><td>Besitzt mehr als 40 Hundert<\/td><\/tr><tr><td>zus\u00e4tzlich einen Mantel oder Umhang<\/td><td>Besitzt mehr als 80 Hundert<\/td><\/tr><tr><td>freie Wahl der Kleidung<\/td><td>Besitzt mehr als 100 Hundert<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Die&nbsp;<em>J\u00f3nsb\u00f3k<\/em>&nbsp;gibt auch eine Begr\u00fcndung an f\u00fcr diese klaren Kleidervorschriften: manche Leute w\u00fcrden zu pr\u00e4chtige Kleider tragen. Dadurch w\u00fcrden sie sich einerseits zu stark verschulden und k\u00f6nnten sich die notwendigen Dinge nicht beschaffen, und andererseits w\u00e4ren viele Bed\u00fcrftige auf ihre Hilfe angewiesen und l\u00e4gen nun stattdessen draussen und erfr\u00f6ren.<sup><a href=\"#footnote_7_3575\" id=\"identifier_7_3575\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"J&oacute;nsb&oacute;k. The Laws of Later Iceland. The Icelandic Text According to MS AM 351 fol. Sk&aacute;lholtsb&oacute;k eldri. With an English Translation, Introduction and Notes by Jana K. Schulman. 2010, AQ Verlag, S. 135.\">7<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/f\/fc\/Egil_Skallagrimsson_17c_manuscript.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"706\" \/><figcaption>Egil Skallagrimsson, gut gekleidet, aus dem isl\u00e4ndischen Manuskript AM 426 fol. (17.Jhd.)&nbsp;<a href=\"http:\/\/fathom.lib.uchicago.edu\/1\/777777122294\/3093_egilsidebar.html\">http:\/\/fathom.lib.uchicago.edu\/1\/777777122294\/3093_egilsidebar.html<\/a>,<br>&nbsp;<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Titelbild: J\u00f3nsb\u00f3k MS AM 351 Fol, Sk\u00e1lholtsb\u00f3k eldri. Manuskript in Facsimilie. Public domain, via&nbsp;Wikimedia Commons.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_3575\" class=\"footnote\">Helgi, \u00deorl\u00e1ksson. \u201cKing and Commerce. The foreign trade of Iceland in medieval times and the impact of royal authority\u201d, in: Steinar, Imsen (ed.):&nbsp;<em>The Norwegian Domination and the Norse World c.1100 &#8211; c.1400<\/em>, Tapir Academic Press, 2010, S. 151.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_3575\" class=\"footnote\">Toplak, Matthias.&nbsp;<em>Kleidung und Tracht in der altnordischen Sagaliteratur und im arch\u00e4ologischen Fundkontext<\/em>. Tectum Verlag, 2011, S. 30f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_3575\" class=\"footnote\">Sauckel, Anita.&nbsp;<em>Die literarische Funktion von Kleidung in den \u00cdslendingas\u01ebgur und \u00cdslendinga\u00fe\u00e6ttir.&nbsp;<\/em>De Gruyter, 2014, S. 21.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_3575\" class=\"footnote\"><em>Brennu-Nj\u00e1ls Saga<\/em>. \u00cdslenzk Fornrit, XII. bindi (Einar \u00d3l. Sveinsson, gaf \u00fat),&nbsp;Hi\u00f0&nbsp;\u00cdslenska Fornritaf\u00e9lag,1954, 138. kap. S. 366. \u00dcbersetzung von Sauckel, Anita.&nbsp;<em>Die literarische Funktion von Kleidung in den \u00cdslendingas\u01ebgur und \u00cdslendinga\u00fe\u00e6ttir.&nbsp;<\/em>De Gruyter, 2014, S. 136.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_3575\" class=\"footnote\"><em>Valla-Lj\u00f3ts Saga<\/em>. \u00cdslenzk Fornrit, IX. bindi (J\u00f3nas Kristj\u00e1nsson, gaf \u00fat),&nbsp;Hi\u00f0&nbsp;\u00cdslenska Fornritaf\u00e9lag, 1956, 138. kap. S. 366. \u00dcbersetzung von&nbsp;Sauckel, Anita.&nbsp;<em>Die literarische Funktion von Kleidung in den \u00cdslendingas\u01ebgur und \u00cdslendinga\u00fe\u00e6ttir.&nbsp;<\/em>De Gruyter, 2014, S. 116f.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_3575\" class=\"footnote\">Gemeint waren wohl aurar bzw. \u00f8ren oder Mark.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_3575\" class=\"footnote\"><em>J\u00f3nsb\u00f3k<\/em>. The Laws of Later Iceland. The Icelandic Text According to MS AM 351 fol. Sk\u00e1lholtsb\u00f3k eldri. With an English Translation, Introduction and Notes by Jana K. Schulman. 2010, AQ Verlag, S. 135.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_3575\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleidung kann vielf\u00e4ltige Funktionen haben. Das war auch im mittelalterlichen Island der Fall. In diesem Beitrag liegt der Schwerpunkt auf der Frage, wie das gegenseitige Verh\u00e4ltnis von Kleidung und Kommunikation in den isl\u00e4ndischen Sagas dargestellt wurde.<\/p>\n<p> <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/%ef%bf%bcvom-vadmal-zum-h%c7%abttr-die-funktion-von-kleidung-im-mittelalterlichen-island\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>","protected":false},"author":722,"featured_media":3824,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,90],"tags":[181,180,179,178],"class_list":{"0":"post-3575","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-blogposts","8":"category-society","9":"tag-jonsbok","10":"tag-kleidung","11":"tag-kommunikation","12":"tag-vadmal"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/722"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3575"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4161,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3575\/revisions\/4161"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/skandinavischekonsumkulturen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}