{"id":924,"date":"2022-11-27T19:56:07","date_gmt":"2022-11-27T18:56:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/?p=924"},"modified":"2024-12-01T16:31:42","modified_gmt":"2024-12-01T15:31:42","slug":"das-zipp-aids-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/das-zipp-aids-haus\/","title":{"rendered":"Der Spritzenkiosk auf dem Platzspitzareal"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spur der Hoffnung im Park des Drogenelends<\/h3>\n\n\n\n<p>Platzpromenade 5, 8001 Z\u00fcrich (<a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/edit?mid=1mdJpaZOFrjwkidVhprBC_38phlQB7J0&amp;ll=47.38116879779956%2C8.53968019999999&amp;z=17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Karte<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">von Joel Wiederkehr<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#85a6c7\">Vor rund 30 Jahren trafen sich regelm\u00e4ssig Drogenabh\u00e4ngige &#8211; damals noch berh\u00f6rdlich toleriert &#8211; auf dem Platzspitzareal. Von zentraler Bedeutung war dabei das umfunktionierte, ehemalige Kiosk-H\u00e4uschen, welches t\u00e4glich das Team vom Projekt ZIPP-Aids besch\u00e4ftigte. Hier wurde durch verschiedenste Methoden wie Spritzenabgabe versucht, die Weitergabe von HIV einzud\u00e4mmen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"619\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-1024x619.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1170\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-1024x619.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-300x181.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-768x464.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-200x120.jpg 200w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-1536x928.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/Sozarch_F_5107-Na-16-034-010-2048x1237.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb.1: ZIPP-Haus auf dem Platzspitzareal mit Kiosktheke zur Spritzenabgabe; gleich daneben der &#8222;gr\u00fcne Bus&#8220; &#8211; eine mobile Arzt-Station des Sanit\u00e4tskorps Z\u00fcrich. (Aufgenommen im M\u00e4rz 1989)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Platzspitz fand weltweit unter dem Namen &#8222;Needle-Park&#8220; grosse Beachtung, weil er damals die gr\u00f6sste offene Drogenszene war und die erste, der man nicht nur mit Repression, sondern vor allem mit Krankheitspr\u00e4vention zu begegnen suchte. F\u00fcr die einen war der Platzspitz der Ort einer Fehlentwicklung in der Bek\u00e4mpung der Drogenepidemie, f\u00fcr die anderen der Versuch einer dringend notwendigen \u00d6ffnung im Umgang mit Drogen und Sucht, um aus der einseitigen Repression herauszufinden.<\/p>\n<cite><em>Dr. med Peter J. Grob, ehemals Leiter der Klinischen Immunologie am Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich<\/em><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:25px\">Medizinische und soziale Problematik im Umfeld der Drogenszene<\/h5>\n\n\n\n<p>Die langsam anrollende Drogenepidemie in der Schweiz hat seine Urspr\u00fcnge bereits im Jahr 1967. Besonders durch die Konzerte der Rolling Stones in Z\u00fcrich erlangten die Drogen wie Cannabis, aber auch das stark gef\u00fcrchtete intraven\u00f6s verabreichte Heroin \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem Jahr 1971 wurden schrittweise neue Hepatitisviren entdeckt. Kurz darauf wurde aus einer Studie, welche das Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich in Kooperation mit anderen Kliniken durchgef\u00fchrt hat, bekannt, dass sich besonders Bluttransfusions-Empf\u00e4nger und die intraven\u00f6s spritzenden Drogenben\u00fctzer damit infizierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 10 Jahre sp\u00e4ter, im 1982, erlangte eine ganz neue Krankheit, AIDS, die Aufmerksamkeit. Berichten aus den USA im 1981 deuteten auf eine besonders gepr\u00e4gte Ausbreitung unter Homosexuellen und i.v.-Drogenkonsumenten. Es erfolgten darauf diverse freiwillige Tests unter Drogenben\u00fctzer im Raum Z\u00fcrich und die Analyse best\u00e4tigten mehrere positive HIV-Proben.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1987 wurde die Anzahl i.v.-Drogenben\u00fctzer in Z\u00fcrich auf etwa 3000-4000 gesch\u00e4tzt, wovon sich bereits 20-50% mit HIV angesteckt haben k\u00f6nnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde angenommen, dass ohne Massnahmen sowohl die Anzahl der HIV- aber auch der Hepatitis-Infizierten j\u00e4hrlich zunehmen und auch grosse volkswirtschaftliche Konsequenzen haben w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" style=\"font-size:25px\">Gr\u00fcndung von ZIPP-Aids<\/h5>\n\n\n\n<p>1987 tat sich eine Gruppe aus verschiedensten Vereinen, und Institutionen zusammen und erarbeiteten ein Konzept f\u00fcr das <em>Z\u00fcrcher Interventionsprojekt gegen Aids f\u00fcr Drogengef\u00e4hrdete und Drogenabh\u00e4ngige<\/em> (<strong>ZIPP-AIDS<\/strong>). Die Kampagne fokussierte sich unter anderem auf folgende Punkte:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Die Ausbreitung von HIV sollte durch sterile Spritzen- und Kondomabgabe einged\u00e4mmt werden. Zus\u00e4tzlich dazu sollte auch eine Gesundheits- und Hygienef\u00f6rderung eingeschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Das Pr\u00e4ventionsprogramm soll m\u00f6glichst am Ort des Geschehens stattfinden. Ein Grossteil der Drogenkonsumenten ist sozial integriert und berufst\u00e4tig, doch diese Gruppe w\u00e4re nur auf diesem Weg anzusprechen, weil sie konventionelle Anlaufstationen kaum ben\u00fctzen. Die Eins\u00e4tze sind auch von Bedeutung, weil vergleichsweise erst wenige von ihnen mit HIV infiziert sind.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Der Dienst soll m\u00f6glichst \u00fcber 24 Stunden und t\u00e4glich gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><tbody><tr><td><strong>Die zeitliche Entwicklung<\/strong><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td>1967<\/td><td>Beginn einer neuen Drogen-Epidemie in der Schweiz<\/td><\/tr><tr><td>1975<\/td><td>Beginn der Hepatitis-Epidemie<\/td><\/tr><tr><td>1981<\/td><td>Weltweit erste Hepatitis-B Impfaktion in Z\u00fcrich<\/td><\/tr><tr><td>1982<\/td><td>Erste Anzeichen einer HIV-Epidemie<\/td><\/tr><tr><td>1985<\/td><td>Spritzenverbot durch Kantonsarzt erteilt<\/td><\/tr><tr><td>1986<\/td><td><strong>Platzspitz <\/strong>wird als <strong>offene Drogenszene<\/strong> bewilligt<\/td><\/tr><tr><td>1988 Jan.<\/td><td>Genehmigung des Konzepts und <strong>Gr\u00fcndung <\/strong>von <strong>ZIPP-Aids<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>1988 Dez.<\/td><td><strong>Betriebsstart ZIPP-Aids<\/strong> auf dem Platzspitz<\/td><\/tr><tr><td>1992 Feb.<\/td><td>Schliessung des Platzspitzareals<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Beginn der Operation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4ventionskapagne des ZIPP-AIDS startete im Dezember 1988 auf dem Platzspitzareal und beinhaltete folgenden Dienstleistungen:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Aids-bezogene und generelle medizinische Beratung und Bereitstellung von Informationen (u.a. allgemeine Hygiene- und Gesundheitsinstruktion aber auch zu \u00abSafe sex\u00bb )<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Abgabe von sterilen Spritzen, Nadeln, Kondome und weitere hygienef\u00f6rdernde Mitteln wie Alkoholtupfer und Venensalben<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Durchf\u00fchrung von HIV-Tests und Hepatitisimpfungen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Einfache medizinische Eingriffe und Ersthilfe<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Vertrauensf\u00f6rderung z.B. durch Abgabe von Tee<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Infrastruktur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Infrastruktur umfasste neben dem Kiosk- und Toilettenh\u00e4uschen (siehe Abb. 1 &amp; 2) auch einen Sanit\u00e4tsanh\u00e4nger, der in unmittelbarer N\u00e4he des ZIPP-H\u00e4uschen stand (siehe Abb.1). Darin befanden sich zwei Liegestellen aber auch ein Untersuchungsabteil. Beides wurde von der Stadt Z\u00fcrich zur Verf\u00fcgung gestellt und im Laufe der Jahre etwas umgestaltet. So wurde z.B. der Pissoirraum im Kiosk zu einem Lager umgebaut, aber auch Aussen- und Innen-Infrarotstrahler eingebaut. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-1024x767.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-925\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-300x225.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-768x575.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-1536x1150.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2022\/11\/IMG_9432-2048x1534.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb.2: Das ehemalige ZIPP-Haus und der geschlossene Kiosk auf dem Platzspitzareal. Gleich dahinter (hellblau) die zentrale Wache der <em>Schutz &amp; Rettung Z\u00fcrich<\/em> und das Z\u00fcrich Marriott Hotel (vom Baum verdeckt). Das Geb\u00e4ude hat die Zeit gut \u00fcberstanden, dient heute aber nur noch als Toiletten-H\u00e4uschen. (Aufgenommen im November 2022)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Organisation des Betriebs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ZIPP-Haus war \u00fcblicherweise t\u00e4glich von 7 Uhr bis 23 Uhr in Betrieb. Normalerweise wurde die Schicht der ersten Stunde von zwei Medizinstudenten \u00fcbernommen, welche sp\u00e4ter dann durch weitere \u00c4rzte und Pflegepersonal erg\u00e4nzt wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das ZIPP-Team bestand prim\u00e4r aus medizinischem Personal. Sie kooperierte jedoch mit diversen Vereinen, welche sogenannte Streetworker oder Gassenarbeiter zur Verf\u00fcgung stellten und den Betroffenen, vor Ort, psychosoziale Hilfe anboten. <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Erbrachte Leisung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Sch\u00e4tzungsweise** 6000 Beratungen*<br>&#8211; Sch\u00e4tzungsweise** 8200 medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Wundpflege*<br>&#8211; 1032 dokumentiere Reanimationen*<br>&#8211; 238 \u00dcberweisungen in spezialisierte Institutionen (z.B. Spit\u00e4ler)*<br>&#8211; 380 Impfungen gegen Hepatitis B an 6 Abenden<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">* f\u00fcr das Jahr 1989<br>**die Dokumentation wurde in der Hektik des Umfelds oft vergessen, die tat\u00e4chliche Zahle d\u00fcrfte daher h\u00f6her ausfallen<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Erreichte Ziele<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Spritzenabgabe stellte sicher eine wichtige Rolle in der Unterbrechung der \u00dcbertragung von viralen Krankheiten dar. Die Anzahl j\u00e4hrlicher HIV-Neuinfektion wurde drastisch reduziert und so der Anteil der i.v.-Drogenben\u00fctzer an der Gesamtanzahl an Neuinfektionen verkleinert. Bei Hepatitis B wurde ein \u00e4hnliches Verhalten beobachtet, auch wenn sie etwas sp\u00e4ter einsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist aber etwas Vorsicht geboten, da es viele verschiedenen Statistiken von unterschiedlichen Gr\u00f6ssenodnungen gibt, die sich teils widersprechen. Es ist daher schwer abzusch\u00e4tzen, ob das eine direkte Konsequenz von diesen Massnahmen ist, oder ob da noch andere Faktoren im Spiel waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber sicherlich erreicht wurde, ist die Steigerung des individuellen Hygienebewusstseins bei den Drogenabh\u00e4ngigen. Daf\u00fcr sprechen die frequent bezogenen Kioskartikel wie Alkoholtupfer oder Venensalben, aber auch die intensiv genutzte M\u00f6glichkeit der medizinischen Beratung.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Pr\u00e4senz von ZIPP AIDS vor Ort konnte die medizinische Erstversorgung sehr schnell geleistet werden. Damit wurden viele Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit Drogenkonsum verhindert und auch viele Reanimationen erfolgreicher und ohne bleibende Hirnsch\u00e4den durchgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:25px\"><strong>Dillema der Aids-Pr\u00e4vention<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl die Aids-Pr\u00e4vention aber auch die Drogenbek\u00e4mpfung haben gesetzliche Grundlagen, die sich allerdings teilweise widersprechen: <\/p>\n\n\n\n<p>Aids-Epidemie ist ein gesundheitliches Problem muss im Sinne des Epidemiengesetze bek\u00e4mpft werden. Unter anderem durch Abgabe von sterilem Spritzmaterial. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch der Drogenkonsum muss aufgrund des Bet\u00e4ubungsmittelgesetzes ebenfalls bek\u00e4mpft werden. Die Spritzenabgabe w\u00e4re hier kontraproduktiv und h\u00e4tte wom\u00f6glich eine f\u00f6rdernde Wirkung.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele westliche Staaten hatten in dieser Zeit mit der gleichen Drogenproblematik zu k\u00e4mpfen. Und es l\u00e4sst sich sagen, dass alle Massnahmen, die nur auf einem Prinzip beruhten, nicht erfolgreich waren. Nach dem Prinzip der G\u00fcterabw\u00e4gung wurde aber zu dieser Zeit die Strategie der Aids-Bek\u00e4mpfung priorisiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Z\u00fcrich Junkietown \u2013 Die Drogenszene am Platzspitz und Letten | Doku | SRF Dok\" width=\"1140\" height=\"641\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/s4ruVs5ZM3I?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine etwas \u00e4ltere SRF Doku aus dem Jahr 2015, aber dennoch sehenswert. Dieser Film geht vor allem auf die Betroffenen der damaligen Drogenszene ein.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"font-size:11px\"><strong>Disclaimer: Zur besseren Lesbarkeit wird an einigen Stellen nur die m\u00e4nnliche Form aufgef\u00fchrt. Sie soll sich aber auf alle Formen beziehen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Quellenangabe Zitat<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><em>Dr. med Peter J. Grob, ehemals Leiter der Klinischen Immunologie am Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich<\/em> &#8211; Aus dem Buch &#8222;Z\u00fcrcher Needle-Park &#8211; Ein St\u00fcck Drogengeschichte und -politik 1968-2008&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Bildquellen<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Abb. 1: Gertrud Vogler: Z\u00fcrich, &#8222;Schweizerisches Sozialarchiv &#8211; F&nbsp;5107-Na-16-034-010<br>Abb. 2: Eigene Aufnahme<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Peter. J. Grob, Z\u00fcrcher Needle-Park &#8211; Ein St\u00fcck Drogengeschichte und -politik 1968-2008, Z\u00fcrich 2009.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Hornung, R. \/ Fuchs, W. \/ Alvo, K., \u201eDas Z\u00fcrcher Interventions-Pilotprojekt gegen Aids f\u00fcr Drogengef\u00e4hrdete und Drogenabh\u00e4ngige (ZIPP-AIDS) : Ergebnisse und Erfahrungen des ersten Betriebsjahres 1989,\u201c Z\u00fcrich 1990.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">M. Suter, Offene Drogenszene Platzspitz und Letten: Ein R\u00fcckblick auf die Entwicklungen der Suchthilfe in der Sozialen Arbeit seit der offenen Drogenszene in Z\u00fcrich, Z\u00fcrich 2020.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als im Jahr 1988 der &#8222;Platzspitz&#8220; zum Zentrum der offenen Drogenszene wurde, nutze eine Initiative den Kiosk dort als Pr\u00e4ventionszentrum. <\/p>\n","protected":false},"author":790,"featured_media":1170,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,58,48,98,90,99,121,9,8,1,43,28,5],"tags":[],"class_list":{"0":"post-924","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-20-jahrhundert","8":"category-aids","9":"category-drogensucht","10":"category-epidemiologie","11":"category-fachbereich","12":"category-fuersorge","13":"category-hygiene","14":"category-institution","15":"category-krankheiten","16":"category-ort","17":"category-spezialinstitution","18":"category-stadtkreis-1","19":"category-zeit","20":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/790"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=924"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2172,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/924\/revisions\/2172"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}