{"id":2853,"date":"2024-05-01T20:13:00","date_gmt":"2024-05-01T18:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/?p=2853"},"modified":"2024-12-01T16:54:15","modified_gmt":"2024-12-01T15:54:15","slug":"dignitas-meschenwuerdig-leben-menschenwuerdig-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/dignitas-meschenwuerdig-leben-menschenwuerdig-sterben\/","title":{"rendered":"Dignitas &#8211; Meschenw\u00fcrdig leben, menschenw\u00fcrdig sterben"},"content":{"rendered":"\n<p>Gertrudstrasse 84 (<a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/edit?mid=1mdJpaZOFrjwkidVhprBC_38phlQB7J0&amp;usp=sharing\">Karte<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">von Aleena Saif<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-cyan-bluish-gray-background-color has-background has-medium-font-size\">Ob im Auto, Hotel oder bei sich zu Hause, mit Dignitas wird Sterbehilfe an jedem Ort, f\u00fcr jeden, ob Schweizer oder Ausl\u00e4nder, m\u00f6glich gemacht. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die erste \u201eSterbewohnung\u201c von Dignitas<\/h2>\n\n\n\n<p>Mitten in Stadt Z\u00fcrich, in Wiedikon, an der Gertrudstrasse 84, von draussen betrachtet ein gew\u00f6hnliches Geb\u00e4ude. Doch zwei von den Wohnungen in diesem Hause waren einst viel mehr als nur normal bewohnte Wohnungen. Sie wurden n\u00e4mlich von dem Verein Dignitas als \u201eSterbewohnungen\u201c gemietet, mit dem Zweck Freitodbegleitungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Sterbewillige durchzuf\u00fchren. Immer wieder wurden dort, in der sonst ruhigen und normalen Nachbarschaft, Leichen der Freitodbegleitungen wegtransportiert.<br>F\u00fcr die Nachbarschaft war dies jedoch nicht ganz unproblematisch, ganz im Gegenteil es war f\u00fcr sie ein Horror. &#8222;Die Sterbenden kommen mit dem Taxi, mit dem Krankenwagen oder im Rollstuhl und man denkt: In zwei oder drei Stunden werden sie im Sarg wieder hinausgetragen&#8220;, schildert ein Nachbar dies einer englischen Tageszeitung. Man w\u00fcrde immer wieder sehen, wie die Leichen in dem engen Treppenhaus und in einem sehr kleinen Fahrstuhl aufrecht hinaus transportiert werden. Diese t\u00e4gliche Konfrontation mit dem Tod war auch eine grosse psychische Belastung f\u00fcr die Nachbaren dort. Mit der Zahl der Freitodbegleitungen stiegen auch die politischen Widerst\u00e4nde. Obwohl die Einrichtung der ersten &#8222;Sterbewohnung&#8220; an der Gertrudstrasse 84 in Z\u00fcrich einen wichtigen Meilenstein markierte, mussten die Mietverh\u00e4ltnisse acht Jahre sp\u00e4ter gek\u00fcndigt werden. Solche Vorf\u00e4lle wiederholten sich noch oft im Laufe der Dignitas Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2266\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-scaled.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2928\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-scaled.jpeg 2266w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-266x300.jpeg 266w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-906x1024.jpeg 906w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-768x868.jpeg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-1359x1536.jpeg 1359w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/05\/FullSizeRender-4-1813x2048.jpeg 1813w\" sizes=\"auto, (max-width: 2266px) 100vw, 2266px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb.1: Gertrudstrasse 84, 8003 Z\u00fcrich<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Entstehung und Entwicklung von Dignitas<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Vorstand von Exit lehnte es ab, \u00fcber die Aufnahme von Suizidversuchsvermeidung in ihr Programm zu diskutieren und das Angebot f\u00fcr ausl\u00e4ndische Personen zu \u00f6ffnen. Die Bef\u00fcrworter einer solchen Erweiterung spalteten sich ab und gr\u00fcndeten schon am n\u00e4chsten Tag den neuen Verein Dignitas. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu Exit bot Dignitas Sterbebegleitung f\u00fcr ausl\u00e4ndische Personen ohne Schweizer Wohnsitz sowie Dienstleistungen wie Beratung zur Suizidpr\u00e4vention, Patientenverf\u00fcgung und Palliativversorgung neben der Freitodbegleitung an. Da sich einige erfahrene Freitodbegleiter sofort dem Verein anschlossen, war Dignitas bereits am Tag seiner Gr\u00fcndung dazu bef\u00e4higt, Freitodbegleitung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute unterscheiden sich Exit und Dignitas in einem wesentlichen Punkt. W\u00e4hrend Exit immer noch ausschliesslich f\u00fcr Schweizerinnen und Schweizer zul\u00e4ssig ist, sind bei Dignitas auch Menschen mit ausl\u00e4ndischem Wohnsitz willkommen. So hatte sich auch schnell der Begriff \u201eSterbetourismus\u201c etabliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur etwa 7 Prozent der fast 12&#8217;000 Mitglieder von Dignitas stammen aus der Schweiz. Haupts\u00e4chlich sind es Personen aus Deutschland, England oder Amerika, die in die Schweiz gereist sind, um mit Unterst\u00fctzung von Dignitas zu sterben.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u00abW\u00fcrden wir nur Schweizerinnen und Schweizer nehmen, w\u00fcrden wir alle anderen Menschen auf der Welt diskriminieren. Diskriminierung ist nicht mein Gesch\u00e4ft\u00bb, <\/em><\/p>\n<cite>heisst es laut dem Gr\u00fcnder Ludwig A. Minelli.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Am 7. Juni 1988 fand die erste Freitodbegleitung von Dignitas statt. Im gleichen Jahr wurden sechs weitere Freitodbegleitungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einrichtung der ersten &#8222;Sterbewohnung&#8220; an der Gertrudstrasse 84 in Z\u00fcrich markierte einen wichtigen Meilenstein. Diese Entscheidung erforderte die Anmietung von geeigneten R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Freitodbegleitungen. Ab dem 1. Mai 1999 stand eine 1-\u00bd-Zimmer-Wohnung in Z\u00fcrich-Wiedikon daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung. &nbsp;Bei drei von den sieben Freitodbegleitungen im Jahre 2000, waren Personen aus dem Ausland involviert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter, im Jahr 2002, hatte sich die Mitgliederzahl mehr als verdoppelt, gleichzeitig stieg auch die Anzahl der Freitodbegleitungen. Diese positive Entwicklung hielt an, sodass Dignitas ab dem 1. Dezember 2005 ein zus\u00e4tzliches Zimmer im Erdgeschoss des Hauses Gertrudstrasse 84 in Z\u00fcrich anmietete. Bis zum Ende des Jahres 2005 hatte sich die Mitgliederzahl auf drastisch erh\u00f6ht. Die Anzahl der Freitodbegleitungen stieg in den Jahren 2003 auf 100, 2004 auf 105 und 2005 auf 138.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen verschiedenen Beh\u00f6rden f\u00fchrte es zu einer Phase der Instabilit\u00e4t bei Dignitas. Trotz der Anmietung einer passenden Wohnung in St\u00e4fa f\u00fcr Freitodbegleitungen wurde diese vom Gemeinderat geschlossen, was dazu f\u00fchrte, dass sie auf andere Standorte ausweichen mussten. Einige Mitglieder bevorzugten private Automobilstandorte f\u00fcr die Freitodbegleitung. Diese fanden in ruhigen, abgelegenen Gebieten statt, wurden jedoch von den Beh\u00f6rden \u00f6ffentlich gemacht, was zu Medienreaktionen f\u00fchrte. Dignitas \u00fcbernahm daraufhin die Organisation der Begleitungen selbst und ersetzte den Bestatter.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch ein unerwartetes Angebot, schien wieder endlich ein wenig Licht in der Geschichte von Dignitas. Ein Liegenschaftseigent\u00fcmer, der sich \u00fcber die Hindernisse f\u00fcr Dignitas emp\u00f6rte, bot dem Verein eine geeignete Liegenschaft in Pf\u00e4ffikon an: die &#8222;blaue Oase&#8220;, ein Haus inmitten einer Industriezone mit Garten, Teich und Hecken. Damit hatte der Verein endlich einen sicheren Ort f\u00fcr zuk\u00fcnftige Freitodbegleitungen, unabh\u00e4ngig von Vermietern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum1-begleitungen-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2860\" style=\"width:421px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum1-begleitungen-1.jpg 400w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum1-begleitungen-1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2: Das Zimmer f\u00fcr die Begleitungen ist&nbsp;ger\u00e4umig und freundlich.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum2-begleitungen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2861\" style=\"width:421px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum2-begleitungen.jpg 400w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2024\/04\/raum2-begleitungen-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3: Das zweite Zimmer f\u00fcr Begleitungen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p>Von Beginn an hat Dignitas fest an die Vorstellung geglaubt, dass das Recht eines Individuums, selbst dar\u00fcber zu bestimmen, wann und wie es sein eigenes Leben beenden m\u00f6chte, ein integraler Bestandteil des Rechts auf Selbstbestimmung ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dignitas strebt danach \u00fcberfl\u00fcssig zu werden, da in einer idealen Welt die Existenz von Organisationen wie Dignitas nicht mehr n\u00f6tig sein sollten. Doch solange Staaten ihren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern diese Rechte nicht in vollem Masse gew\u00e4hren, bleibt die Notwendigkeit f\u00fcr eine Organisation wie Dignitas bestehen. Was Dignitas von anderen Organisationen unterscheidet, ist ihr universales Engagement f\u00fcr dieses Ziel im Gegensatz zu Organisationen, die das &#8222;Recht auf Sterben&#8220; oft nur f\u00fcr ihre eigenen Mitglieder einfordern. Auch wenn die Realisierung dieses Ziels noch in weiter Ferne zu liegen scheint, sollte man daran denken, dass jede Reise mit dem ersten Schritt beginnt. Mit jedem weiteren Schritt in die richtige Richtung kommt man seinem Ziel n\u00e4her.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Bildquellen<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Abb. 1: eigenes Bild<br>Abb. 2 &amp; 3: http:\/\/www.dignitas.ch\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=52&amp;Itemid=86&amp;lang=de<br><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/25-jahre-dignitas-wenn-menschen-zum-sterben-in-die-schweiz-kommen<br>http:\/\/www.dignitas.ch<br>https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/gesellschaft\/standpunkt_die-sterbehilfe-in-der-schweiz-ist-laengst-ausser-kontrolle\/44599878<br>https:\/\/www.welt.de\/politik\/article1024176\/Nachbarn-wollen-Sterbehelfer-vertreiben.html<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitten in Stadt Z\u00fcrich, in Wiedikon, an der Gertrudstrasse 84, von draussen betrachtet ein gew\u00f6hnliches Geb\u00e4ude. 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Sie wurden n\u00e4mlich von dem Verein Dignitas als \u201eSterbewohnungen\u201c gemietet, mit dem Zweck Freitodbegleitungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Sterbewillige durchzuf\u00fchren. <\/p>\n","protected":false},"author":900,"featured_media":2924,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,90,99,9,1,31,27,5],"tags":[],"class_list":{"0":"post-2853","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-20-jahrhundert","8":"category-fachbereich","9":"category-fuersorge","10":"category-institution","11":"category-ort","12":"category-stadtkreis-4","13":"category-wohnhaus","14":"category-zeit","15":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/900"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2853"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2997,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2853\/revisions\/2997"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2924"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}