{"id":2488,"date":"2023-12-05T08:53:11","date_gmt":"2023-12-05T07:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/?p=2488"},"modified":"2024-12-01T16:49:48","modified_gmt":"2024-12-01T15:49:48","slug":"frauenhaus-violetta-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/frauenhaus-violetta-zuerich\/","title":{"rendered":"Frauenhaus Violetta Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das Haus ohne Adresse<br>(Stellvertretend: Quellenstrasse 25, 8005 Z\u00fcrich, die Adresse der Stiftung Frauenhaus Z\u00fcrich) (<a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/edit?mid=1mdJpaZOFrjwkidVhprBC_38phlQB7J0&amp;usp=sharing\">Karte<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">von Nina H\u00e4nseler<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><em>Ein Zufluchtsort ohne Adresse \u2013 Das ist die Idee des Frauenhauses Violetta in Z\u00fcrich. Wie findet man die Unterkunft? Warum ist sie \u00fcberhaupt geheim? Und was spielt sich hinter ihren unscheinbaren T\u00fcren ab?<\/em><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Hintergrund<\/h5>\n\n\n\n<p>Wir befinden uns mitten in London, im Jahre 1972. Die Frauenbewegung ist in vollem Gange, w\u00e4hrend Gewalt gegen Frauen noch ein unausgesprochenes Tabuthema in der Gesellschaft darstellt. Erin Pizzey gibt den Startschuss des Wandels: Sie gr\u00fcndet das erste Frauenhaus Europas \u2013 ein Zufluchtsort f\u00fcr Frauen, die von h\u00e4uslicher Gewalt betroffen sind in der Gro\u00dfstadt London. Bereits 4 Jahre sp\u00e4ter gibt es ganze 90 Frauenh\u00e4user in Gro\u00dfbritannien. Deutschland folgt diesem Beispiel. Auch in der Schweiz sind Diskussionen \u00fcber das Thema im Gange &#8211; denn auch hier fordern Frauen Gleichberechtigung und Schutz vor Misshandlung.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Geschichte<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung des ersten Frauenhauses Europas gibt auch in der Schweiz den Ansporn, etwas gegen die h\u00e4usliche Gewalt gegen Frauen zu tun. In einer Gesellschaft, in der die Vergewaltigung in der Ehe noch nicht als Straftat angesehen wird, wird 1977 der Schweizer <em>Verein zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder<\/em> gegr\u00fcndet &#8211; eine Reaktion auf die Frauenbewegung und dem Beispiel von Erin Pizzey folgend. Dieser Verein besteht anfangs nur aus zehn Frauen. Ihre Ziele sind einerseits eine Enttabuisierung des Gespr\u00e4chs \u00fcber h\u00e4usliche Gewalt gegen Frauen und andererseits das Schaffen eines Zufluchtsorts f\u00fcr betroffene Frauen in Z\u00fcrich. <\/p>\n\n\n\n<p>Als erster Schritt Richtung Frauenhaus kontaktiert der Verein mehrere Hundert Fachpersonen und \u00c4mter zum Thema Gewalt gegen Frauen. \u00c4rzte, Psychiaterinnen, Pfarrer und Eheberater erhalten vom Verein einen Fragebogen, mit welchem er das Ausmass der Gewalt einzusch\u00e4tzen versucht. Auch Politiker*innen werden kontaktiert, darunter der SP-Kantonsrat Armand Meyer. Als Eheschutzrichter hat er viel mit missbrauchten Frauen zu tun, f\u00fchlt sich allerdings aufgrund der Gesetzeslage hilflos und schenkt dem Verein deswegen gern ein offenes Ohr. Meyer reicht beim Kantonsrat eine Interpellation ein und fordert ihn auf, Beratung und Notunterk\u00fcnfte f\u00fcr betroffene Frauen bereitzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel erhebt der Verein eine weitere, breiter angelegte Umfrage mit schockierenden Resultaten und pr\u00e4sentiert diese an einer Pressekonferenz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>81% der antwortenden Fachleute sind regelm\u00e4ssig mit dem Thema Gewalt gegen Frauen konfrontiert.<\/li>\n\n\n\n<li>25% erleben diese Gewalt t\u00e4glich, 28% w\u00f6chentlich und 28% monatlich.<\/li>\n\n\n\n<li>Beispiele f\u00fcr Gewaltformen reichen von physischer Gewalt wie &#8222;Schlagen&#8220;, &#8222;Geschlechtsverkehr unter Zwang&#8220; oder &#8222;Zigarette auf der Haut und im Gesicht der Frau ausdr\u00fccken&#8220; bis zu psychischer Gewalt: &#8222;Die Frau unter finanziellem Druck halten&#8220;, &#8222;Liebesentzug&#8220;, &#8222;Drohungen, Selbstmord zu ver\u00fcben oder die ganze Familie zu erschiessen&#8220; oder &#8222;L\u00e4cherlichmachen der Frau&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Eine Unterst\u00fctzung des Kantonsrats als Reaktion auf die Interpellation von Meyer k\u00f6nnen die Vereinsfrauen jedoch vergessen. Im Rathaus am Limmatquai tritt der Justizminister Arthur Bachmann auf und entt\u00e4uscht die Frauen mit einer ignoranten Antwort: Frauen w\u00fcrden Gewalt in der Ehe provozieren, seien also selber Schuld an ihrem Leid und die M\u00e4nner seien die eigentlichen Opfer als Beschuldigte. Durch die Schaffung eines Frauenhauses k\u00f6nnte die Frau der Konfliktbew\u00e4ltigung aus dem Weg gehen und die Ehe &#8222;als Urzelle des Staates&#8220; somit zerst\u00f6ren. Der Kantonsrat, der gr\u00f6sstenteils aus M\u00e4nnern besteht, erkl\u00e4rt sich somit nicht bereit dazu, den Verein zu unterst\u00fctzen und am\u00fcsiert sich stattdessen mit frauenfeindlichen Witzen und h\u00f6hnischen Kommentaren gegen\u00fcber den weiblichen Politikerinnen, welche den Verein unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also nimmt der Verein die Sache selbst in die Hand und schafft es, noch im selben Jahr die erste Beratungsstelle an der Lavaterstra\u00dfe in Z\u00fcrich zu er\u00f6ffnen.  <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wir hatten ein Flugblatt kreiert, das wir an Sozialdienste und Arztpraxen zum Auslegen sendeten. In einer Kartei sammelten wir Adressen von Anw\u00e4ltinnen, \u00c4rztinnen, Psychologinnen, zu denen wir die Frauen schicken konnten. Wir dachten, wir seien gut vorbereitet. Aber dann kam schon am allerersten Nachmittag, als wir die Beratungsstelle er\u00f6ffneten, eine Frau mit gepackten Koffern. Wir waren v\u00f6llig \u00fcberfordert!<\/p>\n<cite>Annemarie Leiser (Mitgr\u00fcnderin des Vereins) in Cristina Caprez&#8216; Buch: Wann, wenn nicht jetzt: Das Frauenhaus in Z\u00fcrich. Z\u00fcrich 2022.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"979\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-1024x979.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2529\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-1024x979.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-300x287.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-768x734.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-1536x1468.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/IMG_3033-1-2048x1958.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abb. 1: Die Lavaterstrasse in Z\u00fcrich. Hier befand sich das Frauenzentrum, in der erstmals Beratungen f\u00fcr von Gewalt betroffene Frauen angeboten wurden.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Verein erkennt, dass dringend ein Frauenhaus her muss. Mit Spenden von Kirchgemeinden, Frauenvereinen und sogar Firmen schaffen die Frauen es, gen\u00fcgend Geld und Mitglieder zu sammeln. Der Verein stellt bei der Liegenschaftsverwaltung Z\u00fcrich einen Antrag &#8211; mit Erfolg: Ende 1978 bietet die Verwaltung dem Verein eine f\u00fcr sechs Monate befristete Wohnung an der Weinbergstrasse an. Schon zwei Monate nach Er\u00f6ffnung platzt die Wohnung aus allen N\u00e4hten &#8211; in den vier Zimmern leben zweitweise 18 Frauen. Ein klares Zeichen daf\u00fcr, wie n\u00f6tig die Stadt einen solchen Ort hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor Ablaufen des Mietvertrags der Wohnung findet der Verein ein Haus, in welches er ziehen kann &#8211; elf Zimmer mit K\u00fcche und Spielraum. Wer genau verantwortlich ist, dass die Stadt dem Verein das Haus \u00fcberl\u00e4sst, dar\u00fcber kursieren sp\u00e4ter noch verschiedene Geschichten. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach langem Hin und Her wird 1980 eine Stiftung von an der Bewegung beteiligten Frauen gegr\u00fcndet. Sie fordern staatliche Mittel, um von Gewalt betroffene Frauen entsprechend zu sch\u00fctzen und das Frauenhaus finanziell zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/frauenhaus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2527\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/frauenhaus.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/frauenhaus-300x200.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medizingeschichte\/files\/2023\/12\/frauenhaus-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Abb. 2: Im ersten Frauenhaus Z\u00fcrichs, 1981.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Reorganisation und Aktuelles<\/h2>\n\n\n\n<p>1996 entsteht separat das Frauenhaus Violetta, welches speziell f\u00fcr gewaltbetroffene Migrantinnen gedacht ist. Die beiden Frauenh\u00e4user werden 2013 unter dem Namen Frauenhaus Violetta zusammengef\u00fchrt. Das Sozialamt des Kantons Z\u00fcrich erkl\u00e4rt sich bereit, das Frauenhaus finanziell durch Subventionen zu unterst\u00fctzen, weshalb die Stiftung schliesslich aufgel\u00f6st werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Frauenhaus wechselt \u00fcber die Jahre noch einige Male seinen Standort. Heute befindet es sich an einem geheimen Ort irgendwo in Z\u00fcrich, vermutlich in einer Wohngegend in einem unscheinbaren Ein- oder Mehrfamilienhaus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-medium-font-size\">Wozu genau ein Frauenhaus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Frauenhaus Violetta bietet von h\u00e4uslicher Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern einen gesch\u00fctzten Zufluchtsort \u2013 gesch\u00fctzt vor missbr\u00e4uchlichen Partnern und \u00f6ffentlicher Blossstellung. Aus diesem Grund wird die Adresse streng geheim gehalten. Eine hilfesuchende Frau erreicht das Frauenhaus telefonisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Es werden 24 Betten im Haus angeboten sowie psychologische, rechtliche und seelische Hilfe. Das Ziel ist es, die Frauen in ihrer schwierigen Lage zu unterst\u00fctzen, ihnen einen geregelten Tagesablauf zu bieten und sie wieder ins normale Leben zu integrieren. Deswegen ist das Frauenhaus auch nicht wie eine &#8222;Institution&#8220; aufgebaut, sondern mehr wie eine Wohngemeinschaft, in der Frauen und ihre Kinder gemeinsam wohnen, kochen und ihren pers\u00f6nlichen Interessen nachgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Medizinhistorisch gesehen markiert die Gr\u00fcndung des Vereins und die Er\u00f6ffnung des Frauenhauses einen wichtigen Wendepunkt in der Frauenbewegung. Es \u00f6ffnet eine neue T\u00fcr der M\u00f6glichkeiten der psychischen und physischen medizinischen Behandlung von Frauen.<\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Bildquellen<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Abb. 1: Eigene Aufnahme<br>Abb. 2: Comet Photo AG (Z\u00fcrich), 1981 \u00fcber https:\/\/www.e-pics.ethz.ch\/index\/ETHBIB.Bildarchiv.ID\/ETHBIB.Bildarchiv_1541991.html <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Literatur<\/h6>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">[1] https:\/\/www.frauenhaus-zhv.ch\/geschichte.html<br>[2] Cristina Caprez: Wann, wenn nicht jetzt: Das Frauenhaus in Z\u00fcrich. Z\u00fcrich 2022.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Zufluchtsort ohne Adresse \u2013 Das ist die Idee des Frauenhauses Violetta in Z\u00fcrich. Wie findet man die Unterkunft? Warum ist sie \u00fcberhaupt geheim? 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