{"id":1120,"date":"2023-08-23T16:45:31","date_gmt":"2023-08-23T14:45:31","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/?p=1120"},"modified":"2023-08-31T09:44:42","modified_gmt":"2023-08-31T07:44:42","slug":"philisophische-zugaenge-zur-hoehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/2023\/08\/23\/philisophische-zugaenge-zur-hoehle\/","title":{"rendered":"Philosophische Zug\u00e4nge zur H\u00f6hle"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Verlauf der Geistesgeschichte haben sich Philosoph*innen immer wieder mit dem Topos der H\u00f6hle auseinandergesetzt. Im Folgenden stellen wir zun\u00e4chst zwei dieser Texte vor, welche der H\u00f6hle eine unterschiedliche Bedeutung zuschreiben. W\u00e4hrend in Platons H\u00f6hlengleichnis die H\u00f6hle als ein Ort der Gefangenschaft und der Illusion charakterisiert wird, welcher die Sicht auf die wahre Welt verunm\u00f6glicht, sieht Hans Blumenberg die H\u00f6hle als einen positiv konnotierten Ort, in welchem Kultur entsteht. In einem weiteren Schritt m\u00f6chten wir analysieren, wie die beiden philosophischen Zug\u00e4nge zur H\u00f6hle in drei modernen Spielfilmen aufgegriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zwei philosophische Ans\u00e4tze: Platons H\u00f6hlengleichnis und Blumenbergs H\u00f6hlenausg\u00e4nge<\/h4>\n\n\n\n<p>Im H\u00f6hlengleichnis des griechischen Philosophen Platon (428\/427\u2013348\/347 v. Chr.) wird die H\u00f6hle als negativ besetzt dargestellt.<a href=\"#_edn1\" id=\"_ednref1\">[1]<\/a> Die Menschen, welche in der H\u00f6hle leben, sind Gefangene, denen eine (Schatten-)Welt vorgespielt wird. Dabei figuriert die H\u00f6hle einen Ort der Illusion, in welchem die Gefangenen leben, ohne sich ihrer Gefangenschaft bewusst zu sein. Abgesondert von der Wahrheit und betrogen von den Schattenspielern sehen sie ihre Welt als die richtige und normale an, da sie nichts anderes kennen. Sie erfahren sogar Anerkennung untereinander, indem sie die Schattenspiele kommentieren. Mit diesem Leben haben sich die gefangenen H\u00f6hlenbewohner*innen gut arrangiert und daher keine Motivation, sich ihrer Fesseln zu entledigen und die H\u00f6hle zu verlassen. Somit ist f\u00fcr die Gefangenen die Erdoberfl\u00e4che nur durch Hilfe von aussen erreichbar. Der Gang aus der H\u00f6hle ist aufw\u00e4ndig und beschwerlich, doch einmal am Sonnenlicht angekommen, erkennen sie, dass die Schatten in der H\u00f6hle nur verzerrte Darstellungen der Wirklichkeit sind.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend bei Platon die H\u00f6hle negativ konnotiert ist, da sie die Wahrheit verzerrt, sieht der deutsche Denker Hans Blumenberg in ihr einen Schutzraum und die Voraussetzung f\u00fcr kulturelle Inspiration. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts verfasste Blumenberg eine Monografie mit dem Titel <em>H\u00f6hlenausg\u00e4nge<\/em>. Darin widmete er sich seinem Gegenstand mittels einer anthropologischen Studie, temporal verortet in pr\u00e4historischen Zeiten, als die menschlichen Primaten gerade den aufrechten Gang entwickelt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit einhergehend folgte der Austritt der Spezies aus dem afrikanischen Regenwald. Blumenberg vermutet, dass dieses Verlassen eine traumatische Erfahrung gewesen sein muss, da sich die Primaten nun mit dem sogenannten Absolutismus der Wirklichkeit konfrontiert sahen.<a href=\"#_edn2\" id=\"_ednref2\">[2]<\/a> Darunter versteht Blumenberg den Moment, in dem ein Lebewesen erkennt, dass es die Bedingungen seiner Existenz nicht ann\u00e4hernd in der Hand hat und gegen\u00fcber seiner Umwelt in einer Ohnmachtsbeziehung steht. Gem\u00e4ss Blumenberg empfinden der Mensch und dessen Vorfahren diese Erfahrung besonders stark, da es sich bei ihnen um M\u00e4ngelwesen handelt, denen es an echten Instinkten fehlt, um mit ihrer Umwelt zurechtzukommen.<a href=\"#_edn3\" id=\"_ednref3\">[3]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Einfluss dieses traumatischen Zustandes suchten unsere Vorfahren einen neuen Schutzraum. Diesen fanden sie schliesslich in der H\u00f6hle.<a id=\"_ednref4\" href=\"#_edn4\">[4]<\/a> Blumenberg zufolge bedeutete die H\u00f6hle f\u00fcr ihre neuen Einwohner*innen weit mehr als eine Behausung f\u00fcr Ruhe und Schlaf. Die Furcht vor dem Absolutismus der Wirklichkeit war so gross, dass man die H\u00f6hle nur verliess, wenn es n\u00f6tig war, beispielsweise zur Nahrungsbeschaffung. Blumenberg vermutet, dass nur die <em>St\u00e4rkeren<\/em><a id=\"_ednref5\" href=\"#_edn5\">[5]<\/a> einer menschlichen Gemeinschaft f\u00fcr diese Aufgaben ausersehen wurden. Die <em>Schwachen<\/em><a id=\"_ednref6\" href=\"#_edn6\">[6]<\/a> blieben im Schutz der H\u00f6hle zur\u00fcck. F\u00fcr sie entstand daraus ein Bed\u00fcrfnis, sich in anderen Formen f\u00fcr die Gemeinschaft n\u00fctzlich zu machen. Sie begannen Geschichten zu erz\u00e4hlen, Musik und erste bildnerische Kunst entstanden, wie man an den uns allen bekannten pr\u00e4historischen H\u00f6hlenmalereien erkennen kann.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Das Filmstudio als H\u00f6hle in <em>The Truman Show <\/em>(1998)<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Film <em>The Truman Show<\/em><a href=\"#_edn7\" id=\"_ednref7\">[7]<\/a>entspricht der platonischen H\u00f6hle ein kuppelf\u00f6rmiges Filmstudio, in welchem das Leben in einer Kleinstadt simuliert wird. Dort lebt der Protagonist Truman Burbank seit Geburt, ohne zu wissen, dass seine Welt eine inszenierte ist. T\u00e4glich geht er seinen normalen T\u00e4tigkeiten nach und wird dabei 24 Stunden lang live am Fernsehen \u00fcbertragen. Nach 29 Jahren f\u00e4llt versehentlich ein Scheinwerfer vom Himmel und Truman ahnt, dass etwas mit seiner Umgebung nicht stimmt. In der Folge versucht er, die Wahrheit herauszufinden. Schliesslich f\u00e4hrt er mit einem Boot auf den See, welches von der Wand des Filmstudios gestoppt wird. Truman findet eine T\u00fcre und entschliesst sich, obwohl man versucht ihn davon abzuhalten, das Filmstudio zu verlassen. Letzteres kann als Metapher f\u00fcr Medien wie Fernsehen und Film gesehen werden, die den Menschen eine Scheinwelt vorgaukeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Regisseur der TV-Show lenkt Trumans Leben gott\u00e4hnlich. Dies wird besonders deutlich in der Schlussszene, in der er zu Truman spricht. Wie Platons Puppenspieler*innen steuert er das Filmset. Platons Schatten entsprechen hier den Menschen in Trumans Umfeld, die eigentlich Schauspieler*innen sind, und den Geschehnissen, welche einem Drehbuch folgen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"584\" height=\"362\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1122\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb1.png 584w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb1-300x186.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb1-465x288.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 1: Der Regisseur und sein Team lenken Trumans Leben in der Show.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie bei Platons H\u00f6hlengleichnis, wo die befreiten Gefangenen erst nach und nach die Dinge im Sonnenlicht erkennen, <a id=\"_ednref8\" href=\"#_edn8\">[8]<\/a> findet auch bei <em>The Truman Show<\/em> der Austritt des Protagonisten aus der H\u00f6hle bzw. dem Filmstudio schrittweise statt und ist mit Unsicherheiten verbunden. Erst kommt die Erkenntnis, dass etwas nicht stimmt und daraus folgend die Suche nach der Wahrheit. Letztere bedingt die \u00dcberwindung der Angst vor Wasser, die Bootsfahrt, die zur Grenze des Studios und zur Ausgangst\u00fcre f\u00fchrt, und den Mut, das Studio durch diese T\u00fcre zu verlassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"562\" height=\"344\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1123\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb2.png 562w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb2-300x184.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb2-465x285.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 562px) 100vw, 562px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 2:Truman st\u00f6sst mit seinem Schiff am Rande des Filmstudios an und erkennt dessen Abgeschlossenheit.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Torsten Meyer findet in <em>The Truman Show<\/em> auch Parallelen zu Blumenbergs <em>H\u00f6hlenausg\u00e4ngen<\/em>.<a href=\"#_edn9\" id=\"_ednref9\">[9]<\/a> Er zitiert Blumenberg<a href=\"#_edn10\" id=\"_ednref10\">[10]<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDass sie sich in \u201aeiner\u2018 H\u00f6hle bef\u00e4nden und diese einen \u201aAusgang\u2018 haben m\u00fcsse, war vor allen Komparativen und Superlativen des Seiendseins, von Urbild- und Abbildverh\u00e4ltnissen, die primitive Wahrheit vor allen Wahrheiten, die den H\u00f6hleninsassen zugef\u00fchrt, mindestens als Behauptung verst\u00e4ndlich gemacht werden musste: Eine H\u00f6hle als ein Aufenthaltsort unter anderen m\u00f6glichen.\u201c<a href=\"#_edn11\" id=\"_ednref11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dabei verweist er darauf, dass genau dies in der Schlussszene veranschaulicht wird, in der Truman den Rand des Filmstudios erkennt und daraus austritt.<a href=\"#_edn12\" id=\"_ednref12\">[12]<\/a> Truman entdeckt, dass seine Welt nur eine von verschiedenen m\u00f6glichen Welten ist. Am Ende des Films entscheidet er sich, diese Welt zu verlassen, um eine neue, ihm bis dahin unbekannte zu betreten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"572\" height=\"332\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1125\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb3.png 572w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb3-300x174.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb3-465x270.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 572px) 100vw, 572px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 3:Truman hat den Ausgang gefunden und verl\u00e4sst das Filmstudio.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">H\u00f6hlen als R\u00e4ume der Evolution in <em>2001: A Space Odyssey <\/em>(1986)<\/h4>\n\n\n\n<p>Auch im Science-Fiction Film <em>2001: A Space Odyssey<\/em><a href=\"#_edn13\" id=\"_ednref13\">[13]<\/a> spielen H\u00f6hlen eine Rolle: Einerseits wird der Austritt aus der H\u00f6hle im Sinne Platons thematisiert, anderseits finden sich Verweise auf die Evolution, die an Blumenberg erinnern.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Anfangsszene, benannt <em>The Dawn of Man<\/em>, wird die Schutzlosigkeit der Urzeitmenschen ausserhalb ihrer H\u00f6hlen gezeigt. Eines Tages steht ein Monolith vor ihrer H\u00f6hle, den die Urzeitmenschen ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"560\" height=\"280\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1126\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb4.png 560w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb4-300x150.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb4-465x233.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 4: Der Monolith erscheint vor der H\u00f6hle der Urzeitmenschen und bewegt sie dazu, die H\u00f6hle zu verlassen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes zeigt die Kamera die aufgehende Sonne hinter dem Monolithen, welche in einer Reihe mit dem Mond steht. Am n\u00e4chsten Tag erfinden die Urzeitmenschen das Werkzeug und die Waffe aus herumliegenden Knochen. Die Entdeckung erm\u00f6glicht ihnen, den Schutz der H\u00f6hle zu verlassen. Diese Schl\u00fcsselszene stellt im Film den Beginn der Evolution dar.<a id=\"_ednref14\" href=\"#_edn14\">[14]<\/a> Auch sie erinnert an Platons H\u00f6hlengleichnis, obschon sie einige Unterschiede aufweist: Die Sonne wird im Film nur als Sonnenaufgang und nicht als blendend gezeigt. Auch ist es hier nicht ein Lebewesen, das die Menschen aus der H\u00f6hle f\u00fchrt, sondern der Monolith. Gem\u00e4ss Dale Williams sehen die Wissenschaftler, die im Film den Monolithen untersuchen, in diesem eine h\u00f6here, ausserirdische Intelligenz.<a id=\"_ednref15\" href=\"#_edn15\">[15]<\/a> Der Monolith erscheine immer in wichtigen Momenten der Evolution und stehe f\u00fcr neue Informationen und Gegebenheiten, die der Mensch bisher nicht kannte.<a id=\"_ednref16\" href=\"#_edn16\">[16]<\/a> \u00c4hnlich Platons H\u00f6hlengleichnis repr\u00e4sentiert also die Begegnung mit dem Monolithen ausserhalb der H\u00f6hle eine neue Erkenntnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Szene erinnert zudem an Blumenbergs Verweis auf die Evolution, in der die H\u00f6hle als Zufluchtsort des Menschen diente, nachdem dieser keinen Urwald mehr hatte.<a id=\"_ednref17\" href=\"#_edn17\">[17]<\/a> Das Thema Evolution begleitet den Film auf Schritt und Tritt und wird auch in der Schlussszene wieder aufgegriffen, wenn der Astronaut Dave Bowman nach der Reise durch die Lichtgalaxien in einem Raum im Stil von Louis XVI ankommt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"568\" height=\"304\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1127\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb5.png 568w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb5-300x161.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb5-465x249.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 5: Der Astronaut Dave Bowman landet in einem Raum im Stil von Louis XVI.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst von der Raumkapsel aus sieht Dave Bowman sich selbst in diversen Zust\u00e4nden im Raum, in welchen er immer \u00e4lter wird. Zuletzt liegt er als alter Mann im Bett im Sterben. Vor ihm erscheint ein Monolith, nach welchem er die Hand ausstreckt. Danach transformiert sich Bowman als letztes Stadium in einen Embryo in einer Fruchtblase, der zun\u00e4chst auf dem Bett liegt und in der Schlussszene des Films im Weltall gezeigt wird. Der Raum im Stil von Louis XVI kommt dabei einer H\u00f6hle gleich, die als eine Art Zwischenraum figuriert am \u00dcbergang zum Tod und der Wiedergeburt. Das erneute Erscheinen des Monolithen kann so interpretiert werden, dass der Protagonist Bowman in eine h\u00f6here Sph\u00e4re der Evolution eintaucht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"552\" height=\"260\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb6.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1128\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb6.png 552w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb6-300x141.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb6-465x219.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 552px) 100vw, 552px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 6: Der Protagonist Dave Bowman sieht im Sterbebett den Monolithen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Blumenberg, der im Kapitel <em>Das \u00dcberleben der \u00dcberg\u00e4nge <\/em>u. a. den Geburtsvorgang als ein Heraustreten beschreibt, spricht von \u201eSchwellen der Erlebnisf\u00e4higkeit, der Erkenntnis, des Realismus, vielleicht der Wahrheit\u201c.<a href=\"#_edn18\" id=\"_ednref18\">[18]<\/a> Obschon die Interpretation des Filmendes offengehalten wurde, w\u00fcrde diese Betrachtungsweise zu einem sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten Interview mit Kubrick passen, in welchem er die Schlussszene mit dem Embryo so erkl\u00e4rte, dass Bowman von ausserirdischen Wesen gefangen genommen werde und danach als h\u00f6heres Wesen zur Erde zur\u00fcckkehre.<a href=\"#_edn19\" id=\"_ednref19\">[19]<\/a> Der Austritt aus dem Raum und aus dem Leben w\u00fcrde somit, \u00e4hnlich dem Austritt aus der H\u00f6hle bei Platon, das Eintreten in eine neue Erkenntnisstufe bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"568\" height=\"292\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1129\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb7.png 568w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb7-300x154.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb7-465x239.png 465w\" sizes=\"auto, (max-width: 568px) 100vw, 568px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 7: Die Schlussszene des Films zeigt einen Embryo als \u00dcbergang in eine neue Erkenntnisstufe.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">K\u00fcnstliche Intelligenz und digitale Welten als H\u00f6hle in <em>The Matrix<\/em> (1999)<\/h4>\n\n\n\n<p>Als letztes Filmbeispiel wenden wir uns <em>The Matrix<\/em><a href=\"#_edn20\" id=\"_ednref20\">[20]<\/a> zu. Der 1999 erschienene Science-Fiction Film der Wachowski-Br\u00fcder pr\u00e4sentiert seinem Publikum nicht nur coole Leder-Outfits und spektakul\u00e4re Kung-Fu-Tricks auf der New Yorker Skyline, sondern ist ein aktueller Versuch, Platons H\u00f6hlengleichnis in die moderne Welt des digitalen Zeitalters zu \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Protagonist Thomas A. Anderson ist keine gew\u00f6hnliche Person. Obwohl er Programmierer f\u00fcr eine angesehene Softwarefirma ist, lebt er deutlich unter seinen finanziellen M\u00f6glichkeiten. Er verzichtet vollst\u00e4ndig auf pers\u00f6nliche Beziehungen und verbringt seine N\u00e4chte als Hacker unter dem Decknamen Neo in der virtuellen Welt des noch jungen Internets. Der Grund f\u00fcr diesen Lebensstil? Sein Gef\u00fchl, dass irgendetwas mit der Welt nicht in Ordnung ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"453\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-1024x453.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1130\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-1024x453.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-300x133.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-768x340.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-465x206.png 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8-695x308.png 695w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb8.png 1304w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 8: Der schlafende Protagonist Neo umgeben von digitalen Medien der Unterhaltung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dieses Gef\u00fchl wird durch Stimmen aus der Hackersubkultur best\u00e4tigt, darunter eine Person mit dem Namen Morpheus, die Neo Antworten auf all seine Fragen verspricht. Bevor dieses Treffen stattfinden kann, hat Neo einen \u00e4u\u00dferst realistischen Alptraum. Staatsagenten nehmen ihn an seinem Arbeitsplatz fest und verh\u00f6ren ihn gewaltsam. Kurz nachdem Neo aus seinem Traum aufwacht, wird er von einer Gruppe von Hackern zu Morpheus gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser offenbart Neo, dass die Welt, wie er sie erlebt, nur eine Simulation ist. Sie ist lediglich ein Programm, welches eine fiktive Realit\u00e4t in seinem Kopf vorspielt. Dieser Zustand, dem fast alle Menschen unterliegen, resultierte aus einem Krieg der Menschheit gegen ihr eigenes technologisches Meisterwerk, die k\u00fcnstliche Intelligenz. Die selbstst\u00e4ndig gewordene Erfindung entschied den Konflikt f\u00fcr sich, unterwarf fast die gesamte Menschheit und benutzt sie seitdem als Energiequelle. Die intelligenten Maschinen z\u00fcchten die Menschen wie Nutztiere und halten sie mithilfe des Programms (genannt: Die Matrix) unter Kontrolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Neo wird von den anderen Hackern in der realen Welt lokalisiert und gerettet. Er befindet sich nun zusammen mit Morpheus und dem Rest der Hacker in einer Art Raumschiff, welches sich im Erdinneren vor der KI versteckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Platons H\u00f6hlengleichnis bezogen ergeben sich hier offensichtliche Parallelen, nur sind in der fiktionalen Welt des Films beinahe alle Menschen gefangen. Im Kontext des Films stellt die H\u00f6hle die Matrix dar, welche ihren Bewohnern eine falsche Realit\u00e4t vormacht. Das Programm entspricht den Schattenspielern in Platons H\u00f6hle und symbolisiert sogleich die Ketten, welche die Gefangenen in der H\u00f6hle festhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Neo unterscheidet sich zwar von den Gefangenen in der H\u00f6hle dadurch, dass sein Drang nach der Wahrheit stark genug ist, um seine eigene Wahrnehmung der Realit\u00e4t zu hinterfragen. Trotzdem kann auch er seiner Situation nicht ohne die Hilfe von Morpheus entkommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"455\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-1024x455.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1131\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-1024x455.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-300x133.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-768x342.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-465x207.png 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9-695x309.png 695w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb9.png 1304w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 9: Morpheus \u00fcberl\u00e4sst Neo die Entscheidung, ob er sich in die Wahrheit einweihen lassen m\u00f6chte.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Genau wie der Befreite aus Platons H\u00f6hlengleichnis hat auch Neo gro\u00dfe Schwierigkeiten damit, die reale Welt zu akzeptieren. Gegen\u00fcber Morpheus bestreitet er zun\u00e4chst sogar deren Existenz und erleidet physische Qualen. M\u00f6glicherweise leidet Neo auch unter der Erfahrung des Absolutismus der Wirklichkeit, die angesichts der dystopischen Realit\u00e4t besonders deutlich zum Vorschein kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blumenbergs Vorstellungen zur H\u00f6hle l\u00e4sst sich auch das Verhalten des menschlichen Antagonisten des Films erkl\u00e4ren. Cypher geh\u00f6rt zu der Gruppe von Hackern, die Neo befreit haben. Er bereut allerdings seine Entscheidung, die Matrix verlassen zu haben, da ihm sein jetziges Dasein keine Befriedigung gibt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"440\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-1024x440.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1187\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-1024x440.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-300x129.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-768x330.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-465x200.png 465w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10-695x299.png 695w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/files\/2023\/08\/Abb10.png 1356w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abb. 10: In der Matrix betrachtet der Verr\u00e4ter Cypher ein perfekt simuliertes Steak. Ein Genuss, den ihm die reale Welt nicht bieten kann.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Den Schutz und Komfort, die ihm die H\u00f6hle bietet, sch\u00e4tzt er weit h\u00f6her ein als das Wissen um die Wahrheit. Somit entspricht er der anthropologischen Vorstellung von Blumenberg, w\u00e4hrend Neo das Menschenbild Platons vertritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei Filmbeispiele zeigen, dass die philosophischen Betrachtungen von H\u00f6hlen, wie diejenigen von Platon und Blumenberg, die Menschheit noch heute besch\u00e4ftigen. Einerseits regen sie Drehbuchautor*innen und Filmschaffende dazu an, neue Fantasiewelten auf die Leinw\u00e4nde zu bringen und sich gleichzeitig mit Fragen unseres Daseins zu befassen. Anderseits scheinen diese Themen auch die breite Masse der Kinobesucher*innen zu bewegen, denn alle drei vorgestellten Spielfilme geniessen bis heute Popularit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-vertical is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8cf370e7 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><a href=\"#_ednref1\" id=\"_edn1\">[1]<\/a> Vgl. Platon: Der Staat. \u00dcbersetzt und herausgegeben von Gernot Krapinger. Ditzingen 2017, S. 564\u2013566. Im folgenden Abschnitt wird diese Ausgabe paraphrasiert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref2\" id=\"_edn2\">[2]<\/a>Vgl. Hans Blumenberg: H\u00f6hlenausg\u00e4nge. Frankfurt am Main 1989, S. 25.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref3\" id=\"_edn3\">[3]<\/a>Vgl. Franz Josef Wetz: Hans Blumenberg zur Einf\u00fchrung. Hamburg 1993 (5. Auflage 2020), S. 96, 106.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref4\" id=\"_edn4\">[4]<\/a> Vgl. Blumenberg 1989 (wie Anm. 2), S. 25.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref5\" id=\"_edn5\">[5]<\/a> Ebd., S. 30.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref6\" id=\"_edn6\">[6]<\/a> Ebd., S. 29.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref7\" id=\"_edn7\">[7]<\/a> THE TRUMAN SHOW (1998, Peter Weir, USA).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref8\" id=\"_edn8\">[8]<\/a> Vgl. Platon 2017 (wie Anm. 1), S. 290.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref9\" id=\"_edn9\">[9]<\/a> Vgl. Torsten Meyer: Zwischen Kanal und Lebens-Mittel. P\u00e4dagogisches Medium und mediologisches Milieu. In: Johannes Fromme \/ Werner Sesink (Hg.): P\u00e4dagogische Medientheorie. Medienbildung und Gesellschaft. Wiesbaden 2008 (Band 6), S. 71\u201394, S. 78.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref10\" id=\"_edn10\">[10]<\/a> Ebd., S. 78.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref11\" id=\"_edn11\">[11]<\/a> Vgl. Blumenberg 1989 (wie Anm. 2), S. 189.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref12\" id=\"_edn12\">[12]<\/a> Vgl. Meyer 2008 (wie Anm. 8), S. 79\u201380.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref13\" id=\"_edn13\">[13]<\/a> 2001 A SPACE ODYSSEY (1968, Stanley Kubrick, USA).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref14\" id=\"_edn14\">[14]<\/a> Vgl. Dale E. Williams: 2001. A Space Odyssey: A warning before its time. In: Critical Mass Communication 1 3 (1984), S. 311\u2013322.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref15\" id=\"_edn15\">[15]<\/a> Ebd., S. 319.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref16\" id=\"_edn16\">[16]<\/a> Ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref17\" id=\"_edn17\">[17]<\/a> Vgl. Blumenberg 1989 (wie Anm. 2), S. 25.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref18\" id=\"_edn18\">[18]<\/a> Ebd., S. 24.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref19\" id=\"_edn19\">[19]<\/a> The Telegraph: Stanley Kubrick explains the ending of 2001. A Space Odyssey in newly discovered interview, 9. Juli 2018, <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/films\/2018\/07\/09\/stanley-kubrick-finally-explains-ending-2001-space-odyssey-unearthed\/\">https:\/\/www.telegraph.co.uk\/films\/2018\/07\/09\/stanley-kubrick-finally-explains-ending-2001-space-odyssey-unearthed\/<\/a>), Datum des Zugriffs: 19.04.2023.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ednref20\" id=\"_edn20\">[20]<\/a> THE MATRIX (1999, The Wachowskis, USA).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Verlauf der Geistesgeschichte haben sich Philosoph*innen immer wieder mit dem Topos der H\u00f6hle auseinandergesetzt. Im Folgenden stellen wir zun\u00e4chst zwei dieser Texte vor, welche der H\u00f6hle eine unterschiedliche Bedeutung zuschreiben. W\u00e4hrend in Platons H\u00f6hlengleichnis die H\u00f6hle als ein Ort der Gefangenschaft und der Illusion charakterisiert wird, welcher die Sicht<span class=\"more-link\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/2023\/08\/23\/philisophische-zugaenge-zur-hoehle\/\">Weiterlesen&#8230;<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":776,"featured_media":1125,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":"","footnotes":""},"categories":[62,61],"tags":[],"class_list":["entry","author-victoria-derron","post-1120","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hoehlen","category-serien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/users\/776"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1120"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1229,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120\/revisions\/1229"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/medioscope\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}