{"id":480,"date":"2015-08-14T11:29:31","date_gmt":"2015-08-14T10:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/?p=480"},"modified":"2021-04-19T18:25:14","modified_gmt":"2021-04-19T17:25:14","slug":"wie-zwei-elfenbeintafeln-die-meinungen-spalten-diskussion-des-urspruenglichen-kontextes-zweier-karolingischer-elfenbeintafeln-im-schweizerischen-nationalmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wie-zwei-elfenbeintafeln-die-meinungen-spalten-diskussion-des-urspruenglichen-kontextes-zweier-karolingischer-elfenbeintafeln-im-schweizerischen-nationalmuseum\/","title":{"rendered":"Wie zwei Elfenbeintafeln die Meinungen spalten. Diskussion des urspr\u00fcnglichen Kontextes zweier karolingischer Elfenbeintafeln im Schweizerischen Nationalmuseum"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/die-elfenbeintafeln-aus-der-hofschule-karls-des-kahlen-3\/\"><em><strong>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><em>Urspr&#xFC;nglich als Buchdeckelschmuck verwendet, wurden sie lose &#xFC;berliefert und geben daher keinerlei Hinweise mehr auf ihre Ursprungshandschrift. Eine von der Forschung nur teilweise gerechtfertigte Zuweisung an das Gebetbuch Karls des Kahlen in M&#xFC;nchen soll daher mithilfe aller massgeblichen Faktoren erneut untersucht werden, um konkrete Aussagen &#xFC;ber den urspr&#xFC;nglichen Kontext der Tafeln machen zu k&#xF6;nnen.<\/em><\/p>\n<div id=\"gallery-1\" class=\"gallery galleryid-480 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/katalog_neu_albert_abb_01\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"800\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_01-624x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-353\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_01.jpg 624w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_01-234x300.jpg 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 624px) 100vw, 624px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-353\">\n\t\t\t\tAbb. 1: Hofschule Karls des Kahlen, Elfenbeinplatte mit Szenen zu Psalm 24, um 870, Schweizerisches Nationalmuseum Z&#xFC;rich, Inv. AG 1311 (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/katalog_neu_albert_abb_02\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"628\" height=\"800\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_02-628x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-354\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_02.jpg 628w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Katalog_neu_Albert_Abb_02-236x300.jpg 236w\" sizes=\"auto, (max-width: 628px) 100vw, 628px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-354\">\n\t\t\t\tAbb. 2: Hofschule Karls des Kahlen, Elfenbeinplatte mit Szenen zu Psalm 26, um 870, Nationalmuseum Z&#xFC;rich, Inv. Nr. LM 21825 (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">&#x201E;Karolus piissimus rex Hludovici caesaris filius&#x201C;<sup><a href=\"#footnote_1_480\" id=\"identifier_1_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Koehler &#x2013; M&#xFC;therich 1982, S. 10.\">1<\/a><\/sup> so benennt das Gebetbuch in der Schatzkammer der Residenz M&#xFC;nchen seinen urspr&#xFC;nglichen Besitzer. Karl der Kahle, der hier angesprochen wird, gab dieses kostbare Buch in Auftrag, welches heute in einen Einband aus Leder mit Goldstickerei und bayrischen Perlen gefasst ist.((Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online.)) Doch urspr&#xFC;nglich war das Buch mit kostbaren Elfenbeintafeln verziert, wie aus einer Beschreibung von 1583 hervorgeht.<sup><a href=\"#footnote_2_480\" id=\"identifier_2_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd. In der Einleitung einer gedruckten Ausgabe, die Bischof Feliciano Ninguarda f&#xFC;r den bayrischen Kronprinzen Maximilian anfertigen liess, werden als Schmuck des Buchdeckels zwei Elfenbeintafeln genannt.\">2<\/a><\/sup> Waren dies die Tafeln im Schweizerischen Nationalmuseum? Die Frage einer m&#xF6;glichen Verbindung zwischen den Elfenbeintafeln und dem Gebetbuch in M&#xFC;nchen erweist sich immer noch als unbeantwortet. Die von Adolph Goldschmidt erstmals vorgebrachte These einer urspr&#xFC;nglichen Zusammengeh&#xF6;rigkeit von Buch und Tafeln wird in der neueren Forschung zum einen als Faktum behandelt<sup><a href=\"#footnote_3_480\" id=\"identifier_3_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Fillitz 2010, S. 180; Gaborit-Chopin 1978; Brunner 1970. S.35.\">3<\/a><\/sup>, w&#xE4;hrend zugleich die Seite unterst&#xFC;tzt wird, welche eine Verbindung negiert.<sup><a href=\"#footnote_4_480\" id=\"identifier_4_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online; Kat. Utrecht 1996, S. 204.\">4<\/a><\/sup> In diesem Essay sollen verschiedene Faktoren analysiert werden, die eine Verbindung von Buch und Tafeln wahrscheinlich machen k&#xF6;nnen. Eine erste Voraussetzung ist, dass die Objekte formal zueinander passen. Die Masse der Tafeln m&#xFC;ssen kleiner sein als die des Buchdeckels und diesem in den Proportionen entsprechen. Ein zweiter Anhaltspunkt ist die Datierung der beiden Werke in derselben Zeitspanne. Ist dieses Kriterium erf&#xFC;llt, soll untersucht werden, ob die Reliefdarstellungen der Elfenbeintafeln in ihrem Stil und ihrer Ikonografie auch zum Buch geh&#xF6;ren k&#xF6;nnen. Dabei sind die Miniaturen des Buches ein wichtiges Element, aber auch allgemeine Beobachtungen zum Bezug zwischen Deckelschmuck und Inhalt. Besonders die Ikonografie muss ganz allgemein der Buchgattung entsprechen k&#xF6;nnen. Zu ber&#xFC;cksichtigen ist schliesslich auch die Provenienz von Handschrift und Elfenbeinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Z&#xFC;rcher Elfenbeintafeln sind ohne ihre urspr&#xFC;ngliche Handschrift &#xFC;berliefert, wie die meisten der bekannten St&#xFC;cke. <span style=\"line-height: 1.5;\">((Vgl. Goldschmidt 1914, S. 2.)) Da die Abmessungen von Elfenbeintafeln im Allgemeinen sehr unterschiedlich ausfallen, kann die Suche nach mass&#xE4;hnlichen Handschriften zu einer aussagekr&#xE4;ftigen Eingrenzung f&#xFC;hren. Doch auch wenn eine Einpassung m&#xF6;glich wird, so lassen sich nicht allein aufgrund dieses Faktums weitere Informationen &#xFC;ber die Elfenbeintafeln gewinnen.<sup><a href=\"#footnote_5_480\" id=\"identifier_5_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Loubier 1926, S. 26&#x2013;27. Kat. Paris 2007, S. 47. Einige der in Buchdeckeln eingelassenen Elfenbeine gehen beispielsweise bis auf die Sp&#xE4;tantike zur&#xFC;ck. Gerne wurden f&#xFC;r fr&#xFC;hmittelalterliche Einb&#xE4;nde Konsular-Diptycha verwendet. Dies geschah vor allem wieder in den 870er Jahren, da das Elfenbein zunehmend knapp wurde. Die Elfenbeinreliefs sind somit auch in Zweitverwendung auf Bucheinb&#xE4;nde gelangt.\">5<\/a><\/sup> Die Masse der Z&#xFC;rcher Tafeln von 11.2 x 8.5 bzw. 8.7 cm<sup><a href=\"#footnote_6_480\" id=\"identifier_6_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Die Masse beruhen auf den Angaben des Schweizerischen Nationalmuseums.\">6<\/a><\/sup> w&#xFC;rden so auf den Deckel des Gebetbuchs passen, dass dieser mit 14.2 x 11.5 cm<sup><a href=\"#footnote_7_480\" id=\"identifier_7_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online.\">7<\/a><\/sup> noch Platz f&#xFC;r einen Rahmen von etwas mehr als 1 cm um die Tafeln beliesse.<sup><a href=\"#footnote_8_480\" id=\"identifier_8_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 27.\">8<\/a><\/sup> Zus&#xE4;tzlich zu ihrer Paarigkeit, die f&#xFC;r die Verwendung als Buchschmuck spricht, sodass eine Tafel f&#xFC;r die Vorder- und eine f&#xFC;r die R&#xFC;ckseite eines Buchdeckels vorhanden w&#xE4;re,<sup><a href=\"#footnote_9_480\" id=\"identifier_9_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Ganz 2015, S. 23&#x2013;24. Bei fr&#xFC;hen Prachtb&#xE4;nden ist die Symmetrie beider Einbanddeckel in Anlehnung an die Objektform des Diptychons vertreten. Die Konzentration auf den Vorderdeckel erfolgte in der Epoche der Ottonen, wobei dieser dreidimensionaler und kostbarer geschm&#xFC;ckt wurde als der R&#xFC;ckdeckel. Eine seltener &#xFC;berlieferte Variante besteht schliesslich darin, das Buch lose in einen Kasten zu legen, welcher seinerseits den Schmuck trug.\">9<\/a><\/sup> <\/span>k&#xF6;nnten die Tafeln grunds&#xE4;tzlich auch formal eine Einheit bilden. Es soll sich aber zeigen, dass diese Annahme nicht ohne Weiteres zutrifft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Die Datierungsfrage der Elfenbeintafeln konnte aufgrund ihrer Unabh&#xE4;ngigkeit von einer Handschrift nur in einem stilistischen Vergleich mit anderen Elfenbeintafeln angegangen werden. So lassen sich die Z&#xFC;rcher Tafeln in die von Adolph Goldschmidt angelegte Gruppeneinteilung aller bekannter fr&#xFC;hmittelalterlichen Elfenbeintafeln eingliedern. Sie besteht vornehmlich aus drei Gruppen, der Adagruppe, der Liuthardgruppe und der Metzer Gruppe.<sup><a href=\"#footnote_10_480\" id=\"identifier_10_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 5.\">10<\/a><\/sup> Ihre zeitlichen Anfangspunkte werden aufeinander folgend auf den Anfang, die Mitte und das Ende des 9. Jh. angesetzt. Die Z&#xFC;rcher Tafeln werden von Adolph Goldschmidt der Liuthardgruppe zugeteilt, deren Beginn er in den Jahren 830&#x2013;840<sup><a href=\"#footnote_11_480\" id=\"identifier_11_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Der Stil, der sich gegen&#xFC;ber seinem vorangehenden, unter Karl dem Grossen verbreiteten, absetzt, tritt an mehreren Orten gleichzeitig auf. Zum einen in Metz mit dem Sakramentar des Erzbischofs Drogo und zum anderen am Hof Karls des Kahlen mit von dem Schreiber Liuthard verfassten Psalterien.\">11<\/a><\/sup> festlegt.<sup><a href=\"#footnote_10_480\" id=\"identifier_12_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 5.\">10<\/a><\/sup> Die Benennung dieser Gruppe erfolgte nach dem Namen des Schreibers Liuthard.<sup><a href=\"#footnote_12_480\" id=\"identifier_13_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 5. 23; Fillitz 2010, S. 180.\">12<\/a><\/sup><\/span><\/p>\n<p>Dieser signierte in der Handschrift zu den fr&uuml;hesten beiden Vertretern dieser Gruppe, welche diese immer noch schm&uuml;cken. Es handelt sich um den <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> Ms. lat. 1152 in der Nationalbibliothek in Paris.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Bei der Datierung der Z&#xFC;rcher Tafeln spricht folglich nichts gegen eine Verbindung mit dem Gebetbuch in M&#xFC;nchen. Dieses, wie aus seiner Widmungsinschrift hervorgeht, muss zur Regierungszeit Karls des Kahlen entstanden sein, also von 843&#x2013;875.<sup><a href=\"#footnote_13_480\" id=\"identifier_14_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Bayerische Landesbibliothek Online.\">13<\/a><\/sup> Der Zeitraum der Entstehung der Reliefs und des Gebetbuches w&#xFC;rden sich demnach decken.<\/span><\/p>\n<div id=\"gallery-2\" class=\"gallery galleryid-480 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wie-zwei-elfenbeintafeln-die-meinungen-spalten-diskussion-des-urspruenglichen-kontextes-zweier-karolingischer-elfenbeintafeln-im-schweizerischen-nationalmuseum\/katalog_neu_albert_abb_03\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"592\" height=\"800\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_03-592x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-692\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_03-592x800.jpg 592w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_03-222x300.jpg 222w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_03.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-692\">\n\t\t\t\tAbb. 3: Illustration zu Psalm 24, Utrecht-<a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, 820-835, Utrecht, Universiteitsbibliotheek, Ms. 22, fol.14r (http:\/\/www.utrechtpsalter.nl\/#digital-edition).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wie-zwei-elfenbeintafeln-die-meinungen-spalten-diskussion-des-urspruenglichen-kontextes-zweier-karolingischer-elfenbeintafeln-im-schweizerischen-nationalmuseum\/katalog_neu_albert_abb_04\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"598\" height=\"800\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_04-598x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-693\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_04-598x800.jpg 598w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_04-224x300.jpg 224w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Katalog_neu_Albert_Abb_04.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-693\">\n\t\t\t\tAbb. 4: Illustration zu Psalm 26, Utrecht-<a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, 820-835, Utrecht, Universiteitsbibliotheek, Ms. 22, fol.15r, (http:\/\/www.utrechtpsalter.nl\/#digital-edition).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Der Stil der Liuthardgruppe ist nach der Betrachtung Adolph Goldschmidts charakterisiert durch dessen malerischen und erz&#xE4;hlenden Charakter, der oftmals skizzenhaft wirkt. Der narrative Aspekt kann anschaulich an der Z&#xFC;rcher Tafel mit Psalm 24 nachvollzogen werden. Das Weiterreichen der Schriftrollen dient hierbei dazu, nacheinander ablaufende Handlungsstr&#xE4;nge in einem Bild zu veranschaulichen. Zuerst muss die erste Rolle, die das himmlische Gesetz oder Testament verk&#xF6;rpert, von Christus an David auf die Erde herab gereicht werden, bevor es sich verbreiten kann. Daneben ist auch der malerische Aspekt in den Reliefs wahrnehmbar. Da sie auf den Federzeichnungen des Utrecht-Psalters basieren (Abb. 3 und 4), stellen sich die szenischen Elemente und die Bewegtheit der Figuren klar &#xFC;ber einen strukturierten Bildraum. Mit Adolph Goldschmidts Worten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">&#x201E;Er [der Stil der Liuthardgruppe] hat etwas jugendlich Lebhaftes gegen&#xFC;ber dem zeremoniell Pr&#xE4;chtigen, er ist mehr erz&#xE4;hlend als repr&#xE4;sentierend, mehr malerisch als plastisch.&#x201C;<sup><a href=\"#footnote_14_480\" id=\"identifier_15_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Ebd., S. 23.\">14<\/a><\/sup> Ganz entscheidend f&#xFC;r das malerische Empfinden dieses Stils ist ferner auch die Wechselwirkung von Licht und Schatten, die durch die tiefen Unterschneidungen des Reliefs hervorgerufen werden.<sup><a href=\"#footnote_15_480\" id=\"identifier_16_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 23.\">15<\/a><\/sup> Zeitlich sind Charakteristika des Stils der Liuthardgruppe bis ins 10. Jh. hinein fassbar.<sup><a href=\"#footnote_16_480\" id=\"identifier_17_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 5.\">16<\/a><\/sup><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Der Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, der wie erw&auml;hnt, die fr&uuml;hesten Elfenbeinreliefs der Liuthardgruppe tr&auml;gt, wird bez&uuml;glich seines &auml;hnlichen Stils und Bildprogramms auch als Einheit mit den Z&uuml;rcher Tafeln verstanden.<sup><a href=\"#footnote_17_480\" id=\"identifier_18_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kat. Z&#xFC;rich 2014, S. 202&#x2013;205.\">17<\/a><\/sup> Der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> entstand zwischen 842 und 869.<sup><a href=\"#footnote_18_480\" id=\"identifier_19_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"gl. Goldschmidt 1914, S. 23.\">18<\/a><\/sup> Die Reliefs halten sich, wie von den Z&uuml;rcher Tafeln bekannt, eng an den Utrecht-<a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, sodass dessen Kenntnis vorausgesetzt werden muss. Die Nachahmung reichte aber nicht bis ins kleinste Detail. Man m&uuml;sste meinen, dass der bewegte, malerische Stil, der die Elfenbeine der Liuthardgruppe so pr&auml;gt, sich auch in den Miniaturen der entsprechenden Handschrift wiederfinden m&uuml;sste. Jedoch ist nur ein sehr geringer Prozentsatz an Handschriften noch mit ihrem urspr&uuml;nglichen Prachteinband verbunden, weshalb nur hypothetische Aussagen &uuml;ber thematische &Uuml;bereinstimmungen zwischen Buchdeckel und Handschrift und folglich auch &uuml;ber stilistische Gemeinsamkeiten erfolgen k&ouml;nnen.<sup><a href=\"#footnote_19_480\" id=\"identifier_20_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Steenbock 1965, S. 57.\">19<\/a><\/sup><br>\n<\/span><\/p>\n<div id=\"gallery-3\" class=\"gallery galleryid-480 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wie-zwei-elfenbeintafeln-die-meinungen-spalten-diskussion-des-urspruenglichen-kontextes-zweier-karolingischer-elfenbeintafeln-im-schweizerischen-nationalmuseum\/essay_neu_albert_abb_05\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"438\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay_neu_Albert_Abb_05-800x547.jpeg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-837\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay_neu_Albert_Abb_05-800x547.jpeg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay_neu_Albert_Abb_05-300x205.jpeg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay_neu_Albert_Abb_05.jpeg 1902w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-837\">\n\t\t\t\tAbb. 5: Karl der Kahle vor dem Gekreuzigten, Gebetbuch Karls des Kahlen, um 846-869, M&#xFC;nchen, Schatzkammer der Residenz, ResM&#xFC; Schk 4 WL, fol. 38v-39r (http:\/\/daten.digitale-sammlungen.de\/~db\/0007\/bsb00079994\/images\/).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Selbst wenn man die einzige fig&#xFC;rliche Malerei des Gebetbuches in M&#xFC;nchen, den knieenden Karl den Kahlen auf Folio 38v vor dem gekreuzigten Christus auf Folio 39r (Abb. 5) mit den Davidspsalmen der Z&#xFC;rcher Tafeln stilistisch oder ikonographisch auf einen Nenner bringen k&#xF6;nnte, es w&#xE4;re demnach keine eindeutige Verbindung zwischen Buch und Tafeln bewiesen. Dass die fl&#xE4;chigen auf das Minimum an Figuren reduzierten Miniaturen, mit den bewegten, vielfigurigen Darstellungen der Elfenbeintafeln &#xFC;berdies keine Gemeinsamkeiten aufweisen, sei dabei umgangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Die Z&#xFC;rcher Tafeln zeigen die Illustrationen des 24. und 26. Psalms der Bibel.<sup><a href=\"#footnote_20_480\" id=\"identifier_21_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 26&#x2013;27.\">20<\/a><\/sup> David ist dabei die handelnde Hauptperson. Er nimmt auf der einen Tafel das Gesetz oder Testament von Christus entgegen und auf der anderen fasst er schutzsuchend die rechte Hand des Heilands, w&#xE4;hrend er jeweils von Feinden bedroht wird. Die beiden Reliefs halten sich in ihren Darstellungen, wie bereits erw&#xE4;hnt, eng an die Vorlage des Utrecht-Psalters, wobei sie allerdings in ein neues Format und Medium &#xFC;berf&#xFC;hrt wurden. Elfenbeintafeln, welche Psalterien schm&#xFC;ckten, zeigten Darstellungen K&#xF6;nig Davids und seiner Psalmenschreiber, Szenen aus dem Leben des ersten K&#xF6;nigs Israels oder Illustrationen einzelner bedeutsamer Psalmen<\/span><span style=\"line-height: 1.5;\">.<sup><a href=\"#footnote_21_480\" id=\"identifier_22_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 4. Bei Evangeliaren wurde ferner f&#xFC;r Bilddarstellungen auf dem Buchvorderdeckel am h&#xE4;ufigsten Christus am Kreuz verwendet, w&#xE4;hrend der R&#xFC;ckdeckel die Auferstehung und Himmelfahrt zeigte. Daneben trat der triumphierende Christus oder die Majestas Domini vorne und Maria mit dem Christuskind hinten gerne auf den Buchdeckeln auf. Auch Evangelisten und ihre Symbole waren beliebt. Vor allem bei Evangelistaren wurden Aneinanderreihungen von evangelischen Szenen verwendet, w&#xE4;hrend Sakramentare mit Bildern des Heiligen Gregorius oder liturgischen Szenen geschm&#xFC;ckt waren.\">21<\/a><\/sup> So tr&auml;gt der Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> vergleichsweise die Verbildlichung des 50. und 56. Psalmes.<sup><a href=\"#footnote_22_480\" id=\"identifier_23_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kat. Utrecht 1996, S. 202.\">22<\/a><\/sup> Darstellungen solcher Art sind f&uuml;r Buchdeckelschmuck selten, allerdings findet man sie in anderen Kunstgattungen durchaus. In der Buchmalerei sind sie beispielsweise vertreten, die zum Teil, wie im vorliegenden Falle, Vorbild f&uuml;r die Reliefs war. Der Schmuck der Z&uuml;rcher Tafeln, die wie die Pariser Tafeln Psalmen tragen, w&uuml;rde also f&uuml;r einen <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> als Handschrift sprechen. Grunds&auml;tzlich w&auml;ren sie aber auch f&uuml;r ein Gebetbuch denkbar. Von ikonographischer Seite lassen sich auch deshalb keine klaren Aussagen machen, da Bilder, die den Einband eines kirchlichen Buches schm&uuml;ckten auch allgemeiner Art sein konnten.<sup><a href=\"#footnote_19_480\" id=\"identifier_24_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Steenbock 1965, S. 57.\">19<\/a><\/sup> Wichtige liturgische B&#xFC;cher zeigten vor einem Bezug auf ihren Inhalt auf ihren Deckeln vor allem den umfassenden Heilsplan mit Christus als zentraler Figur.<sup><a href=\"#footnote_23_480\" id=\"identifier_25_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd., S. 58. Die sinnbildhafte Veranschaulichung des Leidens und Triumphes Christi sind die am h&#xE4;ufigsten vertretenen Darstellungen. Sie geben bildhaft wieder, was sich in der Liturgie vollzieht.\">23<\/a><\/sup><br>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Neben seiner Bedeutsamkeit im stilistischen und ikonografischen Vergleich kann ausgehend vom Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> auch die Herkunft der Z&uuml;rcher Tafeln diskutiert werden. Nach Adolph Goldschmidt wurde dieser der sogenannten &bdquo;Schule von Corbie&ldquo; zugeschrieben, weshalb sich die Annahme aufdr&auml;ngt, dass auch seine Reliefs dort entstanden sind.<sup><a href=\"#footnote_24_480\" id=\"identifier_26_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 23.\">24<\/a><\/sup> Die Diskussion um die sogenannte &#x201E;Schule von Corbie&#x201C; war besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts rege im Gange.<sup><a href=\"#footnote_25_480\" id=\"identifier_27_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Koehler &#x2013; M&#xFC;therich 1982, S. 15.\">25<\/a><\/sup>. Da sich keine eindeutige Lokalisierung eines Herstellungszentrums der Handschriften und allf&auml;lligem zugeh&ouml;rigem Buchschmuck unter Karl dem Kahlen herauskristallisieren konnte, wurde eine L&ouml;sung darin gefunden, die Werkst&auml;tte als &bdquo;Hofschule Karls des Kahlen&ldquo; zu bezeichnen. Nach Adolph Goldschmidt stammen die Handschriften, denen Reliefs der Liuthardgruppe zugeschrieben werden k&ouml;nnen, wie auch der Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, aus dieser Hofschule Karls des Kahlen oder sind nah verwandt.<sup><a href=\"#footnote_24_480\" id=\"identifier_28_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 23.\">24<\/a><\/sup> Da die Elfenbeintafeln des Pariser Psalters und die Z&#xFC;rcher Tafeln aufgrund ihrer &#xDC;bereinstimmungen als im gleichen Zuge entstandenes Projekt aufgefasst werden kann, ist auch f&#xFC;r die Z&#xFC;rcher Tafeln die Hofschule Karls des Kahlen als Herkunftsort nicht auszuschliessen. Betrachtet man im Hinblick auf die zugrunde liegende Fragestellung wieder das Gebetbuch in M&#xFC;nchen, so kann aber auch dieses der Hofschule Karls des Kahlen zugeschrieben werden.<sup><a href=\"#footnote_7_480\" id=\"identifier_29_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online.\">7<\/a><\/sup> <\/span>Es ergibt sich daraus einen weiteren Punkt, der f&#xFC;r eine Verbindung spr&#xE4;che.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch bieten sich von der Provenienz her einige Parallelen. So befand sich das Gebetbuch genau wie die Elfenbeintafeln zeitweilig im Kloster Rheinau, wohin es aus dem Grossm&#xFC;nster von Z&#xFC;rich gebracht wurde.<sup><a href=\"#footnote_26_480\" id=\"identifier_30_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Ebd.; Brunner 1970, S. 35.\">26<\/a><\/sup><\/p>\n<p>An diesem Punkt ist festzuhalten, dass die formalen Kriterien, der Datierungszeitrum und einzelne &Uuml;bereinstimmungen in der Provenienz die Z&uuml;rcher Tafeln als Schmuck des Gebetsbuches in M&uuml;nchen grunds&auml;tzlich best&auml;tigen w&uuml;rden. Stil und Ikonografie helfen bei der Zuweisungsfrage direkt nicht weiter, zeigen aber die nahe Verwandtschaft der Z&uuml;rcher Tafeln mit dem Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> auf. Dies ist ein ernst zu nehmender Aspekt, da der Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a>, dessen Elfenbeintafeln mit den Z&uuml;rcher Tafeln wie beschrieben als Ensemble<sup><a href=\"#footnote_17_480\" id=\"identifier_31_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kat. Z&#xFC;rich 2014, S. 202&#x2013;205.\">17<\/a><\/sup> gefertigt wurden, eine Vorstellung vermittelt, wie auch die Z&#xFC;rcher Tafeln auf ihrem urspr&#xFC;nglichen Einband angebracht waren. Fasst man diesen Vergleich n&#xE4;her ins Auge, so besticht, dass um die Elfenbeintafeln des Pariser Psalters, die mit ihren Massen von 14.2 x 0.92 cm<sup><a href=\"#footnote_22_480\" id=\"identifier_32_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Kat. Utrecht 1996, S. 202.\">22<\/a><\/sup> nur wenig gr&#xF6;sser als die Z&#xFC;rcher Tafeln sind, sich auf einem Buchdeckel von 24.2 x 19.3 cm befinden. Dies l&#xE4;sst eine Umrahmung von ganzen 5 cm entstehen. Kann es sein, dass die Umrahmung, setzt man die Z&#xFC;rcher Tafeln auf das Gebetbuch in M&#xFC;nchen, nur aus etwas mehr als 1 cm besteht, w&#xE4;hrend diejenige der Pariser Pendants 5 cm aufweist? Macht es Sinn, ein Ensemble so aufzutrennen, dass zwei Tafeln eine Prachtumrahmung erhalten, um ihre Kostbarkeit herauszustreichen, zwei aber nur minimal eingefasst werden? Um dieser Frage n&#xE4;her zu kommen, k&#xF6;nnen weitere Handschriften herangezogen werden, die immer noch mit ihren urspr&#xFC;nglichen Einb&#xE4;nden verbunden sind und aus der gleichen Zeitspanne stammen. So zeigen auch das Lindauer Evangeliar und der Codex Aureus von St. Emmeram, eine eindeutig breite Umrahmung auf, die in beiden F&#xE4;llen noch zus&#xE4;tzlich durch die Best&#xFC;ckung mit Edelsteinen und Perlen hervorgehoben wird.<sup><a href=\"#footnote_27_480\" id=\"identifier_33_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Loubier 1926, S. 40.42. Hervorragende Abbildungen zeigt Ganz 2015, S.132&#x2013;134. 171&#x2013; 174.178.181.184.\">27<\/a><\/sup> Es muss demnach auch f&#xFC;r die Z&#xFC;rcher Tafeln auf deren Ursprungshandschrift eine deutlich breitere Umrahmung angenommen werden, als auf dem M&#xFC;nchner Gebetbuch gegeben w&#xE4;re. Diese Gegenthese wird gest&#xFC;tzt durch eine zus&#xE4;tzliche Problematik, die gerne ausser Acht gelassen wird. Aus dem Vorwort der gedruckten Ausgabe des Gebetbuchs von 1583 geht n&#xE4;mlich hervor, dass die Elfenbeintafeln, die sich auf dem urspr&#xFC;nglichen Bucheinband befanden, auf der Vorderseite die Verk&#xFC;ndigung und Heimsuchung Mariens und auf der R&#xFC;ckseite die Geburt Christi darstellten.<sup><a href=\"#footnote_28_480\" id=\"identifier_34_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online; Brunner 1970, S. 35. Bei Brunner 1970, S. 35 werden als Bildthemen ausschliesslich die Verk&#xFC;ndigung und die Heimsuchung genannt.\">28<\/a><\/sup> Zus&#xE4;tzlich nennen die Inventare des Grossm&#xFC;nsters von 1333 und 1525,<sup><a href=\"#footnote_29_480\" id=\"identifier_35_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. ebd.\">29<\/a><\/sup> wo sich das Gebetbuch vor seiner &#xDC;berf&#xFC;hrung nach Rheinau befand, sowohl ein <em>psalterium beati Caroli, <\/em>als auch ein <em>libellus orationum beati Caroli scriptus cum literis aureis<\/em>.<sup><a href=\"#footnote_8_480\" id=\"identifier_36_480\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Vgl. Goldschmidt 1914, S. 27.\">8<\/a><\/sup> Es muss also neben dem Gebetbuch ein noch <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> vorhanden gewesen sein, welcher heute nicht mehr nachweisbar ist, vielleicht aber genau die Ursprungshandschrift der Z&uuml;rcher Tafeln war.<\/p>\n<p>Auch wenn dieser Nachweis aber nicht mehr zu erbringen ist, so hat der Vergleich mit den formal, stilistisch und ikonografisch verwandten Tafeln des Pariser Psalters, dennoch deutlich gemacht, dass obwohl Datierung und Provenienz Tafeln und Gebetbuch in Verbindung bringen, eine solche nicht ohne Weiteres vertreten werden kann. Im Gegenteil, sie ist sehr zweifelhaft, belegen doch der Pariser <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> und weitere Prachteinb&auml;nde f&uuml;r die Z&uuml;rcher Tafeln eine deutlich andere Gestaltungsweise als diejenige, die durch das Anbringen der Z&uuml;rcher Tafeln auf dem Gebetbuch gegeben w&auml;re. Der in der Forschung gerne als Faktum verwendeten These kann also mit Nachdruck widersprochen werden.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/impressum\/\">Noemi Albert<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/die-elfenbeintafeln-aus-der-hofschule-karls-des-kahlen-3\/\"><em><strong>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><strong>Brunner 1970:<\/strong> Herbert Brunner (Hrsg.), <em>Schatzkammer der Residenz M&#xFC;nchen.&#xA0;<\/em><em>Katalog<\/em>, M&#xFC;nchen 1970. S. 34&#x2013;35.<\/p>\n<p><strong>Fillitz 2010:<\/strong> Hermann Fillitz, <em>Thesaurus Mediaevalis. Ausgew&#xE4;hlte Schriften zur Schatzkunst des Mittelalters<\/em>, hrsg. v. Franz Kirchweger und Werner Telesko, Ostfildern 2010, S. 179&#x2013;185.<\/p>\n<p><strong>Gaborit-Chopin 1978:<\/strong> Danielle Gaborit-Chopin,&#xA0;<em>Elfenbeinkunst im&#xA0;<\/em><em>Mittelalter,&#xA0;<\/em>Freiburg 1978. S. 9&#x2013;18, 62&#x2013;63.<\/p>\n<p><strong>Ganz 2015:<\/strong> David Ganz, <em>Buch-Gew&#xE4;nder. Prachteinb&#xE4;nde im Mittelalter<\/em>, Berlin 2015.<\/p>\n<p><strong>Goldschmidt 1914:<\/strong> Adolph Goldschmidt, <em>Die Elfenbeinskulpturen aus der Zeit der karolingischen und s&#xE4;chsischen Kaiser: VIII.&#x2013;XI. Jahrhundert <\/em>(Denkm&#xE4;ler der Deutschen Kunst 1), Berlin 1914.<\/p>\n<p><strong>Kat. Paris 2007:<\/strong> <em>Tr&#xE9;sors carolingiens. Livres manuscrits de Charlemagne &#xE0; Charles le Chauve, <\/em>Kat. Ausst. Paris 20.03.2007&#x2013;24.06.2007, hrsg. v. Marie-Pierre Laffite &#x2013; Charlotte Deno&#xEB;l, Paris, 2007, S. 43&#x2013;47. 108&#x2013;112.<\/p>\n<p><strong>Kat. Utrecht 1996:<\/strong> <em>The Utrecht <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Psalter&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Nach dem griechischen &amp;lt;i&amp;gt;&psi;&alpha;&lambda;&tau;&#942;&rho;&iota;&omicron;&nu;&amp;lt;\/i&amp;gt;, was ein Saiteninstrument meint, erh&auml;lt es sp&auml;ter die Bedeutung als Sammlung von Liedern. Im Besonderen enthielt der Psalter die Lieder des Alten Testaments, durch deren Auswendiglernen im Mittelalter der erste Kontakt mit Latein gegeben war. F&uuml;r hochstehende Pers&ouml;nlichkeiten der Welt und Kirche wurden kostbare illustrierte Handschriften hergestellt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/psalter\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Psalter<\/a> in Medival Art. Picturing the Psalms of David<\/em>, Kat. Ausst. Utrecht 31.08.1996&#x2013;17.11.1996, hrsg. v. Koert van der Horst &#x2013; William Noel &#x2013; Wilhelmina C.M. W&#xFC;stefeld, Westrenen 1996.<\/p>\n<p><strong>Kat. Z&#xFC;rich 2014:<\/strong> <em>Die Zeit Karls des Grossen in der Schweiz<\/em>, Kat. Ausst. Landesmuseum Z&#xFC;rich 20.09.2013&#x2013;02.02.2014, hrsg. v. Markus Riek &#x2013; J&#xFC;rg Groll &#x2013; Georges Desc&#x153;dres, Z&#xFC;rich, 2014, S. 202&#x2013;208.<\/p>\n<p><strong>Koehler &#x2013; M&#xFC;therich 1982:<\/strong> Wilhelm Kohler &#x2013; Florentine M&#xFC;therich (Hrsg.), <em>Die<\/em> <em>Hofschule Karls des Kahlen <\/em>(Die karolingischen Miniaturen 5), Berlin 1982.<\/p>\n<p><strong>Laffitte &#x2013; Goupil 1991:<\/strong> Marie-Pierre Laffitte &#x2013; Val&#xE9;rie Goupil, <em>Reliures Pr&#xE9;cieuses<\/em>, Paris 1991, S. 7&#x2013;12. S.32-33. 98.<\/p>\n<p><strong>LGB:<\/strong> Lexikon des gesamten Buchwesens, hrsg. v. Karl L&#xF6;ffler &#x2013; Joachim Kirchner, 3 Bde., Leipzig 1935&#x2013;1937.<\/p>\n<p><strong>Loubier 1926:<\/strong> Hans Loubier, <em>Der Bucheinband von seinen Anf&#xE4;ngen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts <\/em>(Monographien des Kunstgewerbes 21\/22), Leipzig 1926.<\/p>\n<p><strong>Rahn 1878:<\/strong> Johann Rudolf Rahn, <em>Ein wiedergefundenes Kleinod des Grossm&#xFC;nsters in Z&#xFC;rich: Karls des Kahlen Gebetbuch in der K&#xF6;niglichen Schatzkammer in M&#xFC;nchen <\/em>in: Anzeiger f&#xFC;r schweizerische Altertumskunde 3, Heft 2, Z&#xFC;rich 1878, S. 827 &#x2013;832.<\/p>\n<p><strong>Rahn 1910:<\/strong> Johann Rudolf Rahn, <em>Nachbildungen des Utrecht-Psalters auf zwei karolingischen Elfenbeintafeln <\/em>in: Anzeiger f&#xFC;r schweizerische Altertumskunde, Neue Folge 12, Heft 1, Z&#xFC;rich 1910, S. 40&#x2013;45.<\/p>\n<p><strong>Schwarz 1948:<\/strong> Dietrich Walo Hermann Schwarz, <em>Das Schweizerische Landesmuseum 1898&#x2013;1948. Kunst, Handwerk und Geschichte<\/em>, Z&#xFC;rich 1948. S. 40&#x2013;43.<\/p>\n<p><strong>Steenbock 1965:<\/strong> Frauke Steenbock, <em>Der kirchliche Prachteinband im fr&#xFC;hen Mittelalter von den Anf&#xE4;ngen bis zum Beginn der Gotik<\/em>, Berlin 1945.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_480\" class=\"footnote\">Koehler &#x2013; M&#xFC;therich 1982, S. 10.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd. In der Einleitung einer gedruckten Ausgabe, die Bischof Feliciano Ninguarda f&#xFC;r den bayrischen Kronprinzen Maximilian anfertigen liess, werden als Schmuck des Buchdeckels zwei Elfenbeintafeln genannt.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_480\" class=\"footnote\">Vgl. Fillitz 2010, S. 180; Gaborit-Chopin 1978; Brunner 1970. S.35.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_480\" class=\"footnote\">Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online; Kat. Utrecht 1996, S. 204.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_480\" class=\"footnote\">Vgl. Loubier 1926, S. 26&ndash;27. Kat. Paris 2007, S. 47. Einige der in Buchdeckeln eingelassenen Elfenbeine gehen beispielsweise bis auf die Sp&auml;tantike zur&uuml;ck. Gerne wurden f&uuml;r fr&uuml;hmittelalterliche Einb&auml;nde Konsular-Diptycha verwendet. Dies geschah vor allem wieder in den 870er Jahren, da das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Elfenbein&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Material aus Z&auml;hnen, Knochen oder gar Geweih von Tieren. Im Mittelalter war besonders der Elefantenstosszahn beliebt. Das als unverweslich geltende Elfenbein wurde zu dieser Zeit f&uuml;r Pyxiden, Diptychen, Triptychen, Tafeln, K&auml;mme, Buchk&auml;sten und Buchdeckel verwendet.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/elfenbein\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Elfenbein<\/a> zunehmend knapp wurde. Die Elfenbeinreliefs sind somit auch in Zweitverwendung auf Bucheinb&auml;nde gelangt.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_480\" class=\"footnote\">Die Masse beruhen auf den Angaben des Schweizerischen Nationalmuseums.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_480\" class=\"footnote\">Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_29_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_480\" class=\"footnote\">Vgl. Goldschmidt 1914, S. 27.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_36_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_480\" class=\"footnote\">Vgl. Ganz 2015, S. 23&#x2013;24. Bei fr&#xFC;hen Prachtb&#xE4;nden ist die Symmetrie beider Einbanddeckel in Anlehnung an die Objektform des Diptychons vertreten. Die Konzentration auf den Vorderdeckel erfolgte in der Epoche der Ottonen, wobei dieser dreidimensionaler und kostbarer geschm&#xFC;ckt wurde als der R&#xFC;ckdeckel. Eine seltener &#xFC;berlieferte Variante besteht schliesslich darin, das Buch lose in einen Kasten zu legen, welcher seinerseits den Schmuck trug.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_10_480\" class=\"footnote\">Vgl. Goldschmidt 1914, S. 5.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_12_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_11_480\" class=\"footnote\">Der Stil, der sich gegen&#xFC;ber seinem vorangehenden, unter Karl dem Grossen verbreiteten, absetzt, tritt an mehreren Orten gleichzeitig auf. Zum einen in Metz mit dem Sakramentar des Erzbischofs Drogo und zum anderen am Hof Karls des Kahlen mit von dem Schreiber Liuthard verfassten Psalterien.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_12_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 5. 23; Fillitz 2010, S. 180.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_13_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_13_480\" class=\"footnote\"><span style=\"line-height: 1.5;\">Vgl. Bayerische Landesbibliothek Online.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_14_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/span><\/li><li id=\"footnote_14_480\" class=\"footnote\">Ebd., S. 23.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_15_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_15_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 23.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_16_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_16_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 5.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_17_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_17_480\" class=\"footnote\">Vgl. Kat. Z&#xFC;rich 2014, S. 202&#x2013;205.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_18_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_31_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_18_480\" class=\"footnote\">gl. Goldschmidt 1914, S. 23.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_19_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_19_480\" class=\"footnote\">Vgl. Steenbock 1965, S. 57.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_20_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_24_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_20_480\" class=\"footnote\">Vgl. Goldschmidt 1914, S. 26&#x2013;27.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_21_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_21_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 4. Bei Evangeliaren wurde ferner f&#xFC;r Bilddarstellungen auf dem Buchvorderdeckel am h&#xE4;ufigsten Christus am Kreuz verwendet, w&#xE4;hrend der R&#xFC;ckdeckel die Auferstehung und Himmelfahrt zeigte. Daneben trat der triumphierende Christus oder die Majestas Domini vorne und Maria mit dem Christuskind hinten gerne auf den Buchdeckeln auf. Auch Evangelisten und ihre Symbole waren beliebt. Vor allem bei Evangelistaren wurden Aneinanderreihungen von evangelischen Szenen verwendet, w&#xE4;hrend Sakramentare mit Bildern des Heiligen Gregorius oder liturgischen Szenen geschm&#xFC;ckt waren.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_22_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_22_480\" class=\"footnote\">Vgl. Kat. Utrecht 1996, S. 202.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_23_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_32_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_23_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd., S. 58. Die sinnbildhafte Veranschaulichung des Leidens und Triumphes Christi sind die am h&#xE4;ufigsten vertretenen Darstellungen. Sie geben bildhaft wieder, was sich in der Liturgie vollzieht.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_25_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_24_480\" class=\"footnote\">Vgl. Goldschmidt 1914, S. 23.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_26_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_28_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_25_480\" class=\"footnote\">Vgl. Koehler &#x2013; M&#xFC;therich 1982, S. 15.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_27_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_26_480\" class=\"footnote\">Vgl. Ebd.; Brunner 1970, S. 35.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_30_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_27_480\" class=\"footnote\">Vgl. Loubier 1926, S. 40.42. Hervorragende Abbildungen zeigt Ganz 2015, S.132&#x2013;134. 171&#x2013; 174.178.181.184.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_33_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_28_480\" class=\"footnote\">Vgl. Bayrische Landesbibliothek Online; Brunner 1970, S. 35. Bei Brunner 1970, S. 35 werden als Bildthemen ausschliesslich die Verk&#xFC;ndigung und die Heimsuchung genannt.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_34_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_29_480\" class=\"footnote\">Vgl. ebd.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_35_480\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum&#xA0;Katalogbeitrag &#xA0; Urspr&#xFC;nglich als Buchdeckelschmuck verwendet, wurden sie lose &#xFC;berliefert und geben daher keinerlei Hinweise mehr auf ihre Ursprungshandschrift. Eine von der Forschung nur teilweise gerechtfertigte Zuweisung an das Gebetbuch Karls des Kahlen in M&#xFC;nchen soll daher mithilfe aller massgeblichen Faktoren erneut untersucht werden, um konkrete Aussagen &#xFC;ber den urspr&#xFC;nglichen Kontext der Tafeln machen zu&#x2026;<\/p>\n","protected":false},"author":274,"featured_media":713,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23,1],"tags":[],"class_list":["post-480","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-elfenbeintafeln-2","category-essays"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/users\/274"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=480"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":889,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480\/revisions\/889"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media\/713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}