{"id":474,"date":"2015-08-14T11:26:55","date_gmt":"2015-08-14T10:26:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/?p=474"},"modified":"2015-09-17T13:23:19","modified_gmt":"2015-09-17T12:23:19","slug":"rezeption-und-innovation-wandmalereien-in-den-zuercher-wohnhaeusern-des-13-und-14-jahrhunderts-und-ihre-motive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/rezeption-und-innovation-wandmalereien-in-den-zuercher-wohnhaeusern-des-13-und-14-jahrhunderts-und-ihre-motive\/","title":{"rendered":"Rezeption und Innovation.  Wandmalereien in den Z\u00fcrcher Wohnh\u00e4usern des 13. und 14. Jahrhunderts und ihre Motive"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#xA0;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/\">Zum Katalogbeitrag<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die fr&uuml;hesten Wandmalereien sind in den st&auml;dtischen Wohnbauten von Z&uuml;rich im 13. und 14. Jahrhundert nachzuweisen. Gewisse Motive, wie beispielsweise die Wappenfriese, Sockeldraperien oder <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a>, wur&shy;den bei der Ausmalung von Repr&auml;sentationsr&auml;umen immer wieder aufgenommen und rezipiert, wie an Beispielen aus Z&uuml;rich und vor allem dem Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; deutlich wird. Es wird aufge&shy;zeigt, dass Abweichungen und Neuerungen in der Motivwahl sowohl durch den r&auml;umlichen Kontext der Malerei als auch durch die jeweilige Auftraggeberschaft und deren sozialen und politischen Hintergrund motiviert werden konnten.<\/em><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<div id=\"gallery-1\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"511\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.1.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-639\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.1.jpg 649w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.1-300x239.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-639\">\n\t\t\t\tAbb.1: &#xDC;bersichtsplan der Z&#xFC;rcher Wandmalereien. Schwarz die sichtbar erhaltenen, gestrichelt die verdeckt erhaltenen und weiss die abgel&#xF6;sten Malereien (Schneider\/Hanser 1986, S. 113).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Zahlreiche Nachweise mittelalterlicher Wandmalereien aus Z&#xFC;rich belegen, dass die Aus&#xAD;schm&#xFC;ckung von profanen R&#xE4;umen im Mittelalter keine Seltenheit war (Abb.1). Ein Werk wie die Malerei aus dem Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; sollte daher nicht nur als Einzelobjekt, sondern immer auch in Bezug zu m&#xF6;glichen Vorbildern und Vergleichsbeispielen betrachtet werden. Im Folgenden wird daher das Ph&#xE4;nomen der Wandmalereien in den Z&#xFC;r&#xAD;cher Wohn&#xAD;bauten des 13. und 14. Jahrhunderts vorgestellt und m&#xF6;gliche Faktoren, die auf die Motivwahl bei diesen Kunstwerken eingewirkt haben k&#xF6;nnten, aufgezeigt und diskutiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Wandmalereien in st&#xE4;dtischen Wohnh&#xE4;usern <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im profanen Bereich lassen sich die fr&#xFC;hesten Wandmalereien in st&#xE4;dtischen Steinbauten aus dem 13. und 14. Jahrhundert nachweisen. Das Aufstreben des B&#xFC;rgertums f&#xFC;hrte dazu, dass besonders ab dem 14. Jahrhundert neben Ritters&#xE4;len und Trinkstuben nun auch die B&#xFC;rger&#xAD;h&#xE4;user der Stadt mit Wandmalereien ausgestattet wurden.[1. Clapar&#xE8;de-Crola 1973, S. 2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es gilt zu beto&#xAD;nen, dass Wandmalereien f&#xFC;r eine Interpretation ihres Inhaltes und ihrer Funk&#xAD;tion im&#xAD;mer im urspr&#xFC;nglichen Kontext betrachtet werden sollten. Sie weisen aufgrund ihrer Immobi&#xAD;lit&#xE4;t eine starke Verbundenheit zu ihrer origi&#xAD;nalen Umgebung, ihrem Entstehungsort auf und sind auf die Architektur des Raumes den sie schm&#xFC;cken abgestimmt&#xA8;.[2. Wolter-von dem Knesebeck 2009, S.111.]<\/p>\n<div id=\"gallery-2\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"604\" height=\"579\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.2.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-640\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.2.jpg 604w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.2-300x288.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-640\">\n\t\t\t\tAbb.2: Grundrissplan Grimmeturm und Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; (Schneider 1989, S. 125).  \n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">So auch die Malerei im Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C;. Das Wohnhaus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; be&#xAD;findet sich am Rindermarkt in der Altstadt von Z&#xFC;rich. Es bildet zusammen mit dem Grim&#xAD;meturm eine Geb&#xE4;udegruppe die 1324 erstmals in einer Urkunde als solche erw&#xE4;hnt wurde.[3. Schneider 1989] Bei der darin genannten Erbteilung wurde die bis&#xAD;her ge&#xAD;meinsam besessene Liegenschaft mit Grimmeturm und Wohnhaus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; unter drei Vettern der Familie Bilgeri auf&#xAD;geteilt. Aufgrund dieser Quelle und einigen sp&#xE4;rlichen bauarch&#xE4;ologischen Befunden, wird die Ge&#xAD;b&#xE4;udegruppe in die zweite H&#xE4;lfte des 13. Jahrhunderts da&#xAD;tiert. Beim Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; handelt es sich um einen palast&#xAD;&#xE4;hnlichen Bau mit lan&#xAD;gem, leicht trapezoidem Grundriss mit einer L&#xE4;nge von ungef&#xE4;hr 20 Metern und einer Breite von 8 Metern (Abb.2). Die Wandmale&#xAD;rei befand sich im zweiten Obergeschoss und bedeckte die gesamte 3 Meter hohe&#xA0; und 14.9 Meter breite Westwand. Wie Untersuchungen zeigen, waren die S&#xFC;d- und die Westwand des Saales mit Sicherheit fensterlos, w&#xE4;hrend die Nord- und Ostw&#xE4;nde mit mehreren Fenstern durchbro&#xAD;chen wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die meisten der untersuchten Wandmalereien in Z&#xFC;rich befinden sich, wie im Haus &#x201E;Zum lan&#xAD;gen Keller&#x201C;, im zweiten oder dritten Obergeschoss. Ein Grund daf&#xFC;r ist, dass die h&#xE4;ufig mit Wandmalereien ausgestatteten Repr&#xE4;sentationsr&#xE4;ume wegen der h&#xF6;heren Lichtmenge die einfallen konnte, eher in den oberen Stockwerken eines Hauses und zur Gasse bzw. zum Platz hin ausgerichtet wurden. Im Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; hat die Platzierung und Ausrichtung des repr&#xE4;sentativen Saals auch mit dem Standort des Hauses zu tun. Dieser Raum bot zur Entstehungszeit der Wandmalerei einen guten Blick auf den ganzen Strassenzug des Neumarkts, da das Haus vor dem Langen Keller damals noch nicht existierte.[4. Wolter-von dem Knesebeck, S.123] Der Saal erlaubte somit den bestm&#xF6;glichen Blick auf eine der prosperierendsten Zonen der Stadt um 1400. Die Gr&#xF6;sse der R&#xE4;ume, welche in Z&#xFC;rich mit Wandmalereien ausgestat&#xAD;tet sind, variiert sehr stark. Es zeigt sich jedoch, dass es sich bei dem mit Malereien versehe&#xAD;nen Raum, im Ver&#xAD;gleich zum Haus, immer um den gr&#xF6;ssten Raum mit der gr&#xF6;ssten Ge&#xAD;schossh&#xF6;he handelt.[5. Gutscher-Schmid 1982, S. 114.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Funktion der Wandmalereien und ihrer R&#xE4;ume<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Diese f&#xFC;r mittelalterliche Wohnh&#xE4;user sehr grossen S&#xE4;le d&#xFC;rften f&#xFC;r Familienanl&#xE4;sse sowie gesellschaftliche Anl&#xE4;sse genutzt worden sein. Aufgrund der eher beschr&#xE4;nkten Platzverh&#xE4;lt&#xAD;nisse in st&#xE4;dtischen Wohnbauten ist jedoch nicht von einer ausschliesslichen Nutzung dieser R&#xE4;umlichkeiten als Fests&#xE4;le oder Repr&#xE4;sentationsr&#xE4;ume auszugehen.[6. Gutscher-Schmid 1982, S. 113\/114] Erstaunlich scheint, dass in keinem der untersuchten R&#xE4;ume mit Wandmalereien &#xD6;fen nachgewiesen werden konnten. Es wird daher vermutet, dass die S&#xE4;le haupts&#xE4;chlich in den w&#xE4;rmeren Jahreszeiten genutzt wurden. Eine Ausnahme bildet das Haus &#x201E;Zum Loch&#x201C;, welches nachweislich anl&#xE4;sslich eines Besuchs K&#xF6;nig Albrechts in Z&#xFC;rich im Januar 1306 ausgemalt wurde und der Jahreszeit entsprechend einen Ofen aufweist. Gutscher-Schmied vermutet aufgrund dieses Beispiels, dass eine Malerei nicht zwingendermassen nur zur dauerhaften Aufwertung des Hauses gedacht sein musste, sondern auch f&#xFC;r einen einzigen bestimmten An&#xAD;lass produziert werden konnte.[7. Gutscher-Schmid 1982, S. 115.] Im Gegensatz dazu betont Saurma-Jeltsch die Multifunktionalit&#xE4;t solcher Malereien. Sie seien auf eine Mehrdeutigkeit hin angelegt und somit ganz unterschiedlich einsetzbar.[8. Saurma-Jeltsch 2002, S.283\/284] Das Angebot an Deutungsm&#xF6;glichkeiten sei bei Wandmalereien von Anfang an so breit gef&#xE4;&#xAD;chert, dass die Ausstattung f&#xFC;r die verschiedensten Aufgaben, Anl&#xE4;sse und sogar f&#xFC;r meh&#xAD;rere Auftraggeber und wechselnde Rezipienten verwendbar sei. F&#xFC;r einen einzigen Anlass h&#xE4;tte man auch eine tempor&#xE4;re Dekoration, wie beispielsweise einen Wandbehang, w&#xE4;hlen k&#xF6;nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der repr&#xE4;sentative Charakter der Kunstwerke spielte bei den meisten Wandmalereien sicher eine entscheidende Rolle, doch reicht dieser Ansatz nicht immer aus, um die verschiedenen Programme und Ausstattungen zu verstehen. Die Darstellungen hatten im 14. Jahrhundert mit Sicherheit nicht nur eine schm&#xFC;ckende Funktion, sondern auch eine ganz andere Aussage&#xAD;kraft, die aus heutiger Sicht nur noch schwierig zu erkennen ist. Der damals wohl verst&#xE4;ndli&#xAD;che und zug&#xE4;ngliche Symbolgehalt bleibt uns heute oftmals verschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Verwendete Motive <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Gliederung der bemalten W&auml;nde unterliegt zwar keinen Gesetzm&auml;ssigkeiten, die Eintei&shy;lung in Bilderfries, Wappenfries, <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Sockeldraperie&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;(frz.&amp;lt;i&amp;gt; drap&amp;lt;\/i&amp;gt;: &rsaquo;Tuch&lsaquo;) Ein in Falten gelegter und geraffter dekorativer Stoffbehang, der den untersten Teil einer Wand bedeckt. In mittelalterlichen Wandmalereien wird dieser teilweise durch einen aufgemalten Wandbehang ersetzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/sockeldraperie\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Sockeldraperie<\/a> und Deckenfries war jedoch in der ersten H&auml;lfte des 14. Jahrhunderts ein weit verbreitetes Schema, das in Z&uuml;rich bei mehreren Wand&shy;malereien belegt werden konnte. Bei einfacheren Malereien und bei niedrigeren Raumh&ouml;hen wurden h&auml;ufig eine oder mehrere Zonen weggelassen, wie beispielsweise im Haus &bdquo;Zum Grie&shy;semann&ldquo; der Wappenfries oder im Haus &bdquo;Zum grossen Propheten&ldquo; der Bilderfries und der Deckenfries. Eine Vierzonigkeit wie im Haus &bdquo;Zum Langen Keller&ldquo; weisen die W&auml;nde im Haus &bdquo;Zum Brunnenhof&ldquo;, im &bdquo;Meyerhof&ldquo; und im Haus &bdquo;Zur Mageren Magd&ldquo; auf.[9. Schnei&shy;der\/Hanser 1986, S. 4.]<\/p>\n<div id=\"gallery-3\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-3\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"735\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.3-697x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-641\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.3-697x800.jpg 697w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.3-261x300.jpg 261w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.3.jpg 1464w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-641\">\n\t\t\t\tAbb.3: Oben: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Sockeldraperie&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;(frz.&amp;lt;i&amp;gt; drap&amp;lt;\/i&amp;gt;: &rsaquo;Tuch&lsaquo;) Ein in Falten gelegter und geraffter dekorativer Stoffbehang, der den untersten Teil einer Wand bedeckt. In mittelalterlichen Wandmalereien wird dieser teilweise durch einen aufgemalten Wandbehang ersetzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/sockeldraperie\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Sockeldraperie<\/a>, Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo;, fr&uuml;hes 14. Jh. (Foto Jasmin Frei &copy;).\nUnten: Fellbesatz als alleiniges Mustermotiv, Haus &bdquo;Zum goldenen Apfel&ldquo;, Mitte 14. Jh. (Schneider\/Hanser 1986 I, S. 52).\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Im Bereich der nicht fig&#xFC;rlichen Malerei waren gemalte Wandbeh&#xE4;nge in den Z&#xFC;rcher Wohn&#xAD;h&#xE4;usern h&#xE4;ufig vertreten. Es handelt sich dabei um Imitationen an&#xAD;einandergereihter kleiner Felle, die vor allem in der ersten H&#xE4;lfte des 14. Jahrhunderts allge&#xAD;mein &#xFC;blich waren (Abb.3). Unmittelbares Vorbild f&#xFC;r solche Malereien waren richtige Be&#xAD;h&#xE4;nge, welche an beweglichen Gestellen befestigt und bei festlichen Anl&#xE4;ssen vor die W&#xE4;nde ge&#xAD;schoben wurden.<\/p>\n<div id=\"gallery-4\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-4\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"585\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.4-800x731.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-642\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.4-800x731.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.4-300x274.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.4.jpg 1206w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-4-642\">\n\t\t\t\tAbb.4: Oben: Wappenfries aus dem Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C;, fr&#xFC;hes 14. Jh. (Foto Jasmin Frei &#xA9;).\nMitte: Sichtbalkendecke mit Heraldischer Malerei aus dem Haus &#x201E;Zum Loch&#x201C;, fr&#xFC;hes 14. Jh. (Schneider\/Hanser 1986, S. 58).\nUnten: Wappenfries aus dem Haus &#x201E;Zum Brunnenhof&#x201C;, Mitte 14. Jh. (D&#xF6;lf\/B&#xF6;hmer 1995\/96, S. 14).\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Auch die heraldischen Malereien nahmen einen wichtigen Stellenwert ein. Diese waren in Z&#xFC;rich in der ersten H&#xE4;lfte des 14. Jahrhunderts ausserordentlich beliebt, was die zahlreichen Wappenzonen in den Z&#xFC;rcher Wandmalereien zeigen (Abb.4). In dieser fr&#xFC;hen Zeit der Wap&#xAD;penmalerei sind die Wappen fast immer in gr&#xF6;sseren Sammlungen abge&#xAD;bildet. Die Darstel&#xAD;lungen von Wappen konnten zum einen Ausdruck der gottgewollten hierarchischen Ordnung der mittelalterlichen Gesellschaft sein, zum anderen konnten Auftraggeber durch sie auch ihre Beziehung zu den vor&#xAD;nehmen Geschlechtern ausdr&#xFC;cken. Dass Wappen auch &#xFC;ber l&#xE4;ngere Zeit hinweg entstehen konnten und teilweise den aktuellen vorherrschenden Beziehungen angepasst wurden, zeigt die Wappenwand im Haus &#x201E;Zum Tor&#x201C; aus der Mitte des 14. Jahrhun&#xAD;derts, wo die Wappen eine Form eines adligen G&#xE4;stebuchs zu sein scheinen.[10. Gutscher-Schmid 1982, S. 84\/85]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei den Motiven in den Bilderfriesen der Wandmalereien in Z&#xFC;rich scheinen im 14. Jahrhun&#xAD;dert h&#xF6;fisch-ritterliche Bildinhalte besonders beliebt gewesen zu sein. Diese Thematik fand ihre Verbreitung ausgehend von den franz&#xF6;sischen und italienischen H&#xF6;fen im s&#xFC;ddeutschen Raum und in der Schweiz.[11. Clapar&#xE8;de-Crola 1973, S.50] Oft wurden in diesen Darstellun&#xAD;gen Themen wie Gastfreundschaft indirekt angesprochen oder die Eingliederung der Auftraggeberfamilie durch die Darstellung von Systemen, die die hierarchische oder soziale Ordnung der Gesellschaft aufzeigten, deutlich gemacht.[12. Meier 2005] Somit wurde durch g&#xE4;ngige Motive und den damit zusammenh&#xE4;ngenden Deutungsassoziationen eine Art Ver&#xAD;kn&#xFC;pfung der Wandmalereien mit der Lebenswelt ihrer Auftraggeber geschaffen. Wolter-von dem Knesebeck schl&#xE4;gt vor, dass im Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; durch die klare Zonengliede&#xAD;rung und die deutliche Hierarchisierung der Szenen und Personen m&#xF6;glicherweise eine intakte innere Ordnung der Auftraggeberfamilie und ihr Platz in der Gesellschaft aufgezeigt werden sollte.[13. Wolter-von dem Knesebeck 2009, S.111.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a> hingegen repr&auml;sentiert nicht die hierarchische, sondern die zeitliche Ord&shy;nung. Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a> gehen auf die allegorischen Figuren des heidnischen Festkalenders der Sp&auml;tantike zur&uuml;ck und wurden zuerst in die kirchliche und seit dem 14. Jahrhundert dann auch in die weltliche Kunst &uuml;bernommen. In oberitalienischen und franz&ouml;sischen Kathedralen wurde das Motiv der Monatsdarstellungen seit dem 12. Jahrhundert vor allem bei Glas&shy;fens&shy;tern oder bei Portalskulpturen verwendet. Die einzelnen Darstellungen wurden&nbsp; seit dem 14. Jahrhundert dann teilweise fast eins zu eins vom sakralen in den privaten Bereich &uuml;bertragen. Die zw&ouml;lf Bilder im Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; zeigen die jeweils typischen Besch&auml;ftigungen der Landbev&ouml;lkerung in den betreffenden Monaten und k&ouml;nnten in diesem neuen Zusammen&shy;hang als Sinnbilder f&uuml;r den von Gott gesteuerten Jahresablauf stehen.[14. Schneider\/Hanser 1986 I, S. 18.] Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a> zeigen auf, dass sakrale und profane Bildthemen nur schwer von&shy;einander zu trennen sind. Die Verkn&uuml;pfung von biblischen Inhalten mit einer weltlichen Be&shy;deutung war wohl auch in ande&shy;ren Motiven der Wandmalereien verbreitet.[15. Schneider\/Hanser 1986 I, S. 9.]<\/p>\n<div id=\"gallery-5\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-5\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"621\" height=\"622\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.5.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-5-643\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.5.jpg 621w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.5-150x150.jpg 150w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.5-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 621px) 100vw, 621px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-5-643\">\n\t\t\t\tAbb.5: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a>, Haus &bdquo;Zum R&ouml;mer&ldquo;, letztes Drittel 14. Jh. (Schneider\/Hanser 1986, Abb. 26).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Neben dem Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; ist noch eine weitere Monatsdarstellung aus Z&uuml;rich bekannt. Die Medaillons aus dem Haus &bdquo;Zum R&ouml;mer&ldquo; stammen jedoch erst aus dem letzten Drittel des 14. Jahrhunderts und sind im Gegensatz zu den in zwei Reihen gegliederten Me&shy;daillons im Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; auf einer Linie stehend angeordnet[16. Schneider\/Hanser 1986, S. 18] (Abb.5). Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a> in den Wohnh&auml;usern wurden zus&auml;tzlich mit weiteren profanen Themen kombiniert. Im Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; beispielsweise mit einer Darstel&shy;lung des Wurstsieders, in der &bdquo;Rinegg&rsquo;schen Kurie&ldquo; in Konstanz mit einer Darstellung der Erst&uuml;rmung der Minneburg aus der Mitte des 14. Jahrhunderts[17. Michler 1992, S. 24] (Abb.7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Neben den Bildinhalten scheint auch das Schema der Medailloneinteilung aus dem sakralen Bereich &uuml;bernommen worden zu sein. Die in Reihen angeordneten Medaillons finden sich zum Beispiel auch am, um 1300 entstandenen, Konstanzer M&auml;rtyrerfries im Seitenschiff der Dominikanerkirche oder in der &bdquo;Ringg&rsquo;schen Kurie&ldquo; in Konstanz wieder (Abb.9). Durch die farbigen Zwickelf&uuml;llungen und die roten oder blauen Hintergr&uuml;nde der Medaillonszenen wird bei allen diesen Beispielen eine fast teppichartige Fl&auml;chigkeit geschaffen. Vor allem im Haus &bdquo;Zum langen Keller&ldquo; steht diese flache Darstel&shy;lungsweise in einem starken Kontrast zu den r&auml;umlichen und lockeren Szenen der anderen Zonen des Bilderfrieses. Der Grund f&uuml;r dieses fl&auml;chige Erscheinungsbild dieses Darstellungs&shy;schemas liegt in seinem Ursprung. Das Schema der Medailloneinteilung war eine traditionelle Methode zur Dekoration von textilen Wandbe&shy;h&auml;ngen. Der M&auml;rtyrerfries aus Konstanz und die Monatsmedaillons aus dem Haus &bdquo;Zum lan&shy;gen Keller&ldquo; sind also beides Beispiele f&uuml;r die &Uuml;ber&shy;setzung jenes Teppichschemas in die Wandmalerei. Die &Uuml;bernahme der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a> in die Wandmalerei hatte also ein weites Be&shy;zugsfeld.[18.Michler 1992, S. 24.]<\/p>\n<div id=\"gallery-6\" class=\"gallery galleryid-474 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-6\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"358\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.6-800x448.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-6-644\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.6-800x448.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.6-300x168.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.6.jpg 836w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-6-644\">\n\t\t\t\tAbb.6: Erst&uuml;rmung der Minneburg und <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Monatsbilder&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Auch Monatsarbeiten genannt. Zu einem&nbsp; geschlossenen Zyklus zusammengestellte, visuelle Repr&auml;sentationen der Monate. Besonders h&auml;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&auml;tmittelalterlichen Buchmalerei&nbsp;und dem profanen Wandschmuck&nbsp;der fr&uuml;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Monatsbilder<\/a>, &bdquo;Rinegg&rsquo;sche Kurie&ldquo; in Konstanz (Michler 1992, S. 24). \n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-7\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"409\" height=\"600\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.7.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-6-645\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.7.jpg 409w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.7-205x300.jpg 205w\" sizes=\"auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-6-645\">\n\t\t\t\tAbb.7: Ausschnitt aus dem Konstanzer M&#xE4;rtyrerfries, Dominikanerkirche, um 1300 (http:\/\/prometheus.uni-koeln.de\/pandora\/image\/large\/zi_muc-933bfb58e732432bbb92269e8fc49ceab2c79f98).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/abb-8\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"448\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.8-800x560.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-6-646\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.8-800x560.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.8-300x210.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abb.8.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-6-646\">\n\t\t\t\tAbb.8: Links: Kaiserdarstellung, Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; (Foto Jasmin Frei &#xA9;)\nRechts: K&#xF6;nig Wenzel, Manessische Liederhandschrift (Heidelberger historische Best&#xE4;nde &#x2013; digital; Gro&#xDF;e Heidelberger Liederhandschrift, http:\/\/digi.ub.uni-heidelberg.de\/diglit\/cpg848). \n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Stilistisch weisen Malereien in Z&#xFC;rich starke Gemeinsamkeiten zur Manessischen Lieder&#xAD;handschrift auf.[19. Clapa&#xAD;r&#xE8;de-Crola, S. 28.] Im Bilderfries der Wandmalerei &#x201E;Zum langen Kel&#xAD;ler&#x201C; deuten Details aus allen Zonen auf die Verbindung zur Manessischen Liederhandschrift hin. Der Kessel des Wurstsieders weist bei&#xAD;spielsweise eine starke &#xC4;hnlichkeit zum Kessel in einer Darstellung des Jakob von Wart auf, einer Darstellung des ersten Nachtragsmalers. Auch in den Ritterszenen sind Be&#xAD;z&#xFC;ge zur Manessichen Liederhandschrift zu erkennen. So entspricht die Tracht der Ritter der Gewandung und Bewaffnung der Figuren der ersten bei&#xAD;den Nachtragsmaler. Noch deutlicher wird diese &#xC4;hnlichkeit in der Kaiser- und K&#xFC;rf&#xFC;rsten Dar&#xAD;stellung vom Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C;. Der Kaiser ent&#xAD;spricht, mit Ausnahme des Or&#xAD;nats, dem Manessischen K&#xF6;nig Wenzel, einer Arbeit des ersten Nachtragsmalers (Abb.6).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die in Z&#xFC;rich beobachtbaren, relativ kontinuierlichen stilistischen Entwicklungen innerhalb der Motive der Wandmalerei deuten laut Gutscher-Schmid und&#xA0; Clapar&#xE8;de-Crola darauf hin, dass es w&#xE4;hrend dem gesamten 14. Jahrhundert eine Malerschule in Z&#xFC;rich gab, die diese Konven&#xAD;tionen weiterentwickelt habe. Aufgrund der starken formalen und stilistischen Ver&#xAD;bindungen zwischen den Z&#xFC;rcher Wandbildern und den ersten beiden Nachtragsmalern der Manessischen Liederhandschrift vermutete Clapar&#xE8;de-Crola, dass die ersten beiden Nachtrags&#xAD;maler zentrale Figuren in dieser Z&#xFC;rcher Malerschule gewesen sein mussten. Die in Z&#xFC;rich nachweisbare N&#xE4;he zwischen Miniaturen und Monumentalmalereien spricht daf&#xFC;r, dass in dieser Malerschule sowohl Wand- als auch Miniaturmalereien ausgef&#xFC;hrt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Darauf, dass die Maler in mehreren Gattungen t&#xE4;tig waren und je nach Auftragslage f&#xFC;r unterschiedliche Arbeiten zu Verf&#xFC;gung standen, weisen beispielsweise die mehrfach belegbaren Darstellungen von Monsterwesen in den Balkenzwischenr&#xE4;umen in Z&#xFC;rich hin.[20. Saurma-Jeltsch 2009.] Diese Motive sind seit dem 13. Jahrhundert in der Buchmalerei, vor allem in den Randleisten der Handschriften, wiederzufinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Rezeption und Innovation<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In den Z&#xFC;rcher Wandmalereien des 13. und 14. Jahrhunderts werden gewisse Motive und In&#xAD;halte immer wieder rezipiert. Dies wohl vor allem deshalb, weil eine innovative Iko&#xAD;nographie f&#xFC;r den zeitgen&#xF6;ssischen Betrachter m&#xF6;glicherweise genauso schwierig zu verste&#xAD;hen gewesen w&#xE4;re wie f&#xFC;r uns heute. Man schaffte auf der Basis des g&#xE4;ngigen Wissens der Zeitgenossen Assoziationen, die an einen gr&#xF6;sseren Zusammenhang erinnern sollten. Und trotz dieser h&#xE4;ufig verwendeten Bildmotive und den offenbar g&#xE4;ngigen Konventionen, muss jede Wandmalerei auch in ihrem spezifischen Kontext betrachtet werden. Neben dem architekto&#xAD;nisch-r&#xE4;umlichen Kontext wirkten auch die Hintergr&#xFC;nde und Absichten der jeweiligen Auf&#xAD;traggeber stark auf die dargestellten Bildmotive und die Funktion einer Malerei ein. Eine um&#xAD;fassende Deutung einer mittelalterlichen Wandmalerei kann also nur dann erfolgen, wenn all diese Faktoren ber&#xFC;cksichtigt werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/impressum\/\">(Jasmin Frei)<\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/wandmalerei-aus-dem-haus-zum-langen-keller-in-zuerich-2\/\">Zum Katalogbeitrag<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#xA0;<\/strong><strong>Clapar&#xE8;de-Crola 1973:&#xA0;<\/strong>Melanie Clapar&#xE8;de-Crola 1973, <em>Profane Wandmalerei des 14. Jahrhunderts zwischen Z&#xFC;rich und Bodensee<\/em>, Dissertation, M&#xFC;nchen 1973.<\/p>\n<p><strong>Gutscher-Schmid 1982:&#xA0;<\/strong>Charlotte Gutscher-Schmid, Bemalte sp&#xE4;tmittelalterliche Repr&#xE4;sentationsr&#xE4;ume in Z&#xFC;rich: Untersu&#xAD;chungen zur Wandmalerei und baugeschichtliche Beobachtungen anhand von Neu&#xAD;funden 1972-1980, in: <em>Nobile Turegum multarum copia rerum, drei Aufs&#xE4;tze zum mittelalter&#xAD;lichen Z&#xFC;rich<\/em>, Z&#xFC;rich 1982, S. 75-127.<\/p>\n<p><strong>Meier 2005:&#xA0;<\/strong>Hans-Rudolf Meier, Dekorationssysteme profaner Raumausstattungen im ausgehenden Mittelalter, in: <em>Literatur und Wandmalerei II. Konventionalit&#xE4;t und Konversion<\/em>, hg. von Eckart Conrad Lutz et al., T&#xFC;bingen 2005, S. 393-418.<\/p>\n<p><strong>Michler 1992:&#xA0;<\/strong>J&#xFC;rgen Michler, <em>Gotische Wandmalerei am Bodensee<\/em>, Friedrichshafen 1992.<\/p>\n<p><strong>Saurma-Jeltsch 2002:&#xA0;<\/strong>Lieselotte E. Saurma-Jeltsch, Profan oder sakral? Zur Interpretation mittelalterlicher Wandmale&#xAD;reien im st&#xE4;dtischen Kontext, in: <em>Literatur und Wandmalerei I. Erscheinungsformen h&#xF6;fischer Kultur und ihre Tr&#xE4;ger im Mittelalter. Freiburger Colloquium 1998<\/em>, hg. von Eckart Conrad Lutz et al., T&#xFC;bingen 2002, S. 283-328.<\/p>\n<p><strong>Schneider\/Hanser 1986:&#xA0;<\/strong>J&#xFC;rg E. Schneider\/J&#xFC;rg Hanser, <em>Wandmalerei im Alten Z&#xFC;rich<\/em>, Z&#xFC;rich\/Egg 1986.<\/p>\n<p><strong>Schneider 1989:&#xA0;<\/strong>J&#xFC;rg E. Schneider, <em>Z&#xFC;richs Rindermarkt und Neumarkt. Entstehung und Entwicklung eines Quartiers<\/em>, Z&#xFC;rich 1989.<\/p>\n<p><strong>Wild\/B&#xF6;hmer 1995\/1996:&#xA0;<\/strong>D&#xF6;lf Wild\/Roland B&#xF6;hmer, Die sp&#xE4;tmittelalterlichen Wandmalereien im Haus &#x201E;Zum Brun&#xAD;nenhof&#x201C; in Z&#xFC;rich und ihre j&#xFC;dischen Auftraggeber, in: <em>Z&#xFC;rcher Denkmalpflege, Stadt Z&#xFC;rich, Bericht 1995\/1996<\/em>, S. 14-33.<\/p>\n<p><strong>Wolter-von dem Knesebeck 2009:&#xA0;<\/strong>Harald Wolter-von dem Knesebeck, Der K&#xF6;nig als Gast. Formen der Vergegenw&#xE4;rtigung und Indienstnahme k&#xF6;niglicher Pr&#xE4;senz in der profanen Wandmalerei der ersten H&#xE4;lfte des 14. Jahrhunderts, in: <em>Integration und Konkurrenz<\/em>, hg. von Stefanie R&#xFC;ther, M&#xFC;nster 2009, S. 111-129.<\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#xA0; Zum Katalogbeitrag &#xA0; Die fr&#xFC;hesten Wandmalereien sind in den st&#xE4;dtischen Wohnbauten von Z&#xFC;rich im 13. und 14. 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Besonders h&#xE4;ufig vertreten in den Bildprogrammen der gotischen Kathedralen, der sp&#xE4;tmittelalterlichen Buchmalerei&#xA0;und dem profanen Wandschmuck&#xA0;der fr&#xFC;hen Neuzeit.&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/monatsbilder\/\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Monatsbilder<\/a>, wur&#xAD;den bei der Ausmalung von Repr&#xE4;sentationsr&#xE4;umen immer wieder aufgenommen und rezipiert, wie an Beispielen aus Z&#xFC;rich und vor allem dem Haus &#x201E;Zum langen Keller&#x201C; deutlich wird&#x2026;.<\/p>\n","protected":false},"author":274,"featured_media":716,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28,1],"tags":[],"class_list":["post-474","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wandmalerei-in-zuerich","category-essays"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/users\/274"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=474"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":652,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474\/revisions\/652"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media\/716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}