{"id":468,"date":"2015-08-14T11:24:19","date_gmt":"2015-08-14T10:24:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/?p=468"},"modified":"2021-04-19T22:11:06","modified_gmt":"2021-04-19T21:11:06","slug":"liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/","title":{"rendered":"Liebesgarten \u2013 h\u00f6fische Kultur im St\u00e4dtischen Kontext neu interpretiert. Kontext und Deutung der Bretterwand aus dem Haus \u201ezum hinteren Pflug\u201c in Konstanz"},"content":{"rendered":"<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz-2\/\"><em><strong>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das Thema des Liebesgartens wird in der Wandmalerei des &#x201E;Hauses zum hinteren Pflug&#x201C; in einer ungew&#xF6;hnlichen Art dargestellt und mit neuer Bedeutung versehen. Die Malerei zeigt das Selbstverst&#xE4;ndnis und den Einfluss einer Patrizierfamilie in Konstanz mit einem bisher dem Adel vorbehaltenen Bildprogramm. Die Thematik des Liebesgartens erf&#xE4;hrt eine Ausweitung nicht nur der Darstellungsweise, sondern auch der Rezeption durch den Betrachter.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Essay konzentriert sich auf den Kontext und die Deutung der sogenannten Bretter- oder <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> aus dem Haus zum hinteren Pflug. Um den Kontext der Wand zu ergr&uuml;nden, werden in einem ersten Teil einige Details zur Entstehung der Wand, also deren Provenienz, angesprochen. Abschliessend soll die Frage nach dem Auftraggeber zur Sprache kommen, und die angestrebte Wirkung der Malerei auf den Betrachter diskutiert werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bretter- oder <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> stammt aus dem Doppelhaus zum Pflug zwischen der M&uuml;nzgasse 27 und Wessenbergstrasse 6 in Konstanz. Das Objektverzeichnis des Schweizerischen Landesmuseums von 1929 vermerkt die Bohlenbretter und das T&auml;fer als von zwei gegen&uuml;berliegenden W&auml;nden stammend.<sup><a href=\"#footnote_1_468\" id=\"identifier_1_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Objektverzeichnis 1929.\">1<\/a><\/sup> Der Tr&#xE4;ger der Malerei, das Holz, wurde hier in zwei verschiedenen Konstruktionsweisen verwendet. Die T&#xE4;ferfragmente wurden einer schon bestehenden Wandkonstruktion vorgeblendet, das T&#xE4;fer ist nur die Verkleidung derselben. Bei der Bohlenf&#xFC;gung handelt es hingegen um die Wand selbst. So oder so stammt die Malerei nachweislich aus dem Innenraum eines Privathauses.<\/p>\n<div id=\"gallery-1\" class=\"gallery galleryid-468 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/abbildung-1-2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"342\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-11-800x427.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-730\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-11-800x427.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-11-300x160.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-11.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-730\">\n\t\t\t\tAbb. 1: Bemaltes Wandt&#xE4;fer, Photomontage, LM 6277.1-4, (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/screen-shot-2015-09-17-at-19-47-26\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"43\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/09\/Screen-Shot-2015-09-17-at-19.47.26-800x54.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-747\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/09\/Screen-Shot-2015-09-17-at-19.47.26-800x54.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/09\/Screen-Shot-2015-09-17-at-19.47.26-300x20.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/09\/Screen-Shot-2015-09-17-at-19.47.26.jpg 1395w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-747\">\n\t\t\t\tAbb. 2: Bemalter Balken, Teil 7, LM 6277.4, (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/abbildung-3\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"84\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-3-800x105.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-731\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-3-800x105.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-3-300x39.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-3.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-731\">\n\t\t\t\tAbb.  3: Bemalter Balken, Teil 6, LM 6277.4, (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mit &#xF6;lhaltiger Tempera bemalten Holzteile zeigen im Vordergrund eine farbenfrohe Gesellschaft, die Karten spielend, tanzend oder einem Minnes&#xE4;nger lauschend, in einem Garten mit reich verzierten Brunnen verweilen (Abb. 5, 6, 9). Der Garten zeigt wenig Vegetation und wird durch den Brunnen, die Menschen und ein umschliessendes Architekturpanorama dominiert. Die zu sehenden Geb&#xE4;ude werden umschlossen von einer Stadtmauer, die sich nach rechts &#xFC;ber einer Wasserstrasse &#xF6;ffnet und dahinter den Blick auf ein weites Umland frei gibt. Das Umland der Stadt zeigt viele kleine, detaillierte Szenen von florierendem Leben, wie fahrende Boote auf dem Fluss, eine weitere Gesellschaft und einige Verkaufsst&#xE4;nde. Die Malerei wurde nur teilweise fertiggestellt und ist an vielen Stellen nur in Umrisslinien und Vorzeichnungen ausgef&#xFC;hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine in der Literatur oft genannte Deutung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> ist die eines Ausschnitts aus einem Jahreszyklus mit der Abfolge der vier Jahreszeiten, von denen nur der Fr&uuml;hling erhalten blieb. Zimmerausmalungen mit diesem Thema sind im 15. und 16. Jahrhundert sicher belegt. F&uuml;r die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> des Landesmuseums ist diese Interpretation zwar m&ouml;glich, es gibt jedoch weder klare Hinweise auf eine bestimmte Jahreszeit innerhalb der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> noch Anhaltspunkte f&uuml;r die Fortsetzung einer solchen Abfolge auf den Balken, was dann zu erwarten w&auml;re.<\/p>\n<div id=\"gallery-2\" class=\"gallery galleryid-468 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/abbildung-4\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"398\" height=\"533\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-4.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-554\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-4.jpg 398w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-4-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-554\">\n\t\t\t\tAbb. 4: Gartenszene, Illustration aus der Bibel Wenzels IV.\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Plausibler ist die Deutung der Malerei als &bdquo;<a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a>&ldquo;. Das Lexikon des Mittelalters definiert den Garten im Mittelalter als zugeh&ouml;rig zu einem Hof, mit Zaun oder Gehege. Weiter wird festgehalten, dass die Dokumentation zu G&auml;rten im Mittelalter eher sp&auml;rlich ist, dass sich jedoch einige Gegebenheiten oder Szenerien im Mittelalter im Garten verorten lassen. Die Rede ist einerseits von fiktiven G&auml;rten, h&auml;ufig Baumg&auml;rten (Abb. 4) in der Literatur respektive Dichtung, wie auch von zu einer Burg geh&ouml;renden G&auml;rten, in denen Aktivit&auml;ten wie h&ouml;fische Spiele oder Turniere abgehalten wurden.<sup><a href=\"#footnote_2_468\" id=\"identifier_2_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"LDM 4, Eintrag 1121-1122.\">2<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Garten an sich wird in der mittelalterlichen Kunst meist in zwei Darstellungsweisen unterteilt. Einerseits gibt es den christlich konnotierten Garten, der als Garten Marias bezeichnet wird. Blumen und Pflanzen darin haben eine Bedeutungsebene und fungieren meist als Attribut zu Maria.<sup><a href=\"#footnote_3_468\" id=\"identifier_3_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"LCI II, 77-81.\">3<\/a><\/sup> Eine weitere Auspr&#xE4;gung des Liebesgartens kann der Lustgarten sein. Dieser Begriff konnte sowohl positiv im Sinne eines R&#xFC;ckzugs- und Andachtsorts, als auch negativ im Sinne eines Gartens der S&#xFC;nde konnotiert sein.<sup><a href=\"#footnote_3_468\" id=\"identifier_4_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"LCI II, 77-81.\">3<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bei der Betrachtung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> ausgeschlossen werden kann, ist eine christliche Deutung des Liebesgartens, egal ob als Garten Marias oder Garten der S&uuml;nde. Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> stammt aus einem profanen Kontext und zeigt Szenen einer h&ouml;fischen und l&auml;ndlichen Idylle. Die Zuweisung der Szene an einen <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a> ist sicher stark gepr&auml;gt von dem am rechten Rand erhaltenen Brunnen. Die Ikonographie des Liebesgartens wird durch eine oft zentrumsgerichtete Anordnung von Wegen und Pflanzen charakterisiert, in deren Mitte h&auml;ufig ein Brunnen steht.((LDM 4, Eintrag 1121-1122.)) Der herk&ouml;mmliche <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a> definiert sich &uuml;ber die neue ritterliche Gesellschaft, die ab dem 12. Jahrhundert eine neue Gartenkultur entwickelt.<sup><a href=\"#footnote_4_468\" id=\"identifier_5_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Fr&#xFC;he 2002, 202 ff.\">4<\/a><\/sup> Der Garten ist gepr&auml;gt vom privaten Leben seiner Betreiber, fungiert als Aussenraum der zugeh&ouml;rigen Burg und ist zugleich ein Ort gesellschaftlicher Kommunikation, wie beim Spiel oder beim Fest, und ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit. Der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a> steht so auch f&uuml;r politische Sicherheit und Friedenszeiten, in denen der Ritter und Lehnsherr sich auf seine Burg oder sein Schloss zur&uuml;ckziehen und dem h&ouml;fischen Leben fr&ouml;nen kann.<sup><a href=\"#footnote_5_468\" id=\"identifier_6_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Fr&#xFC;he 2002, 227 ff.\">5<\/a><\/sup><\/p>\n<div id=\"gallery-3\" class=\"gallery galleryid-468 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/liebesgarten-hoefische-kultur-im-staedtischen-kontext-neu-interpretiert-kontext-und-deutung-der-bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz\/abbildung-5\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"386\" height=\"425\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-5.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-555\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-5.jpg 386w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Abbildung-5-272x300.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-555\">\n\t\t\t\tAbb. 5: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a>, Miniatur zum Rosenroman, um 1490\/1500, fol. 12v.\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">In Konstanz ist der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a>, der normalerweise in einem rein h&ouml;fischen Kontext auftritt, leicht abgewandelt. Dargestellt wird ein stark ge&ouml;ffnetes oder erweitertes Verst&auml;ndnis der Thematik. Die besprochene Malerei beginnt im vorderen Teil mit einer h&ouml;fischen Gartenszene, wie sie in der Darstellung eines Liebesgartens zu erwarten ist. Diese Szene wird jedoch von einer Stadt mit Stadtmauer gerahmt. Einen Grossteil des Bildes nimmt schliesslich das l&auml;ndliche Umland der Stadt ein. Dies vermag zu &uuml;berraschen. Im Mittelalter wird der Garten immer als ein &bdquo;hortus conclusus&ldquo;, als abgesonderter und abgegrenzter Raum dargestellt. In der Buchmalerei finden sich viele Beispiele von G&auml;rten, deren Darstellung sich nur auf den abgegrenzten Raum konzentriert, ohne sich auf das Umland auszudehnen. (Abb.5) Kulissenartige Hintergr&uuml;nde kommen vereinzelt vor, jedoch ohne vergleichbare &Ouml;ffnung des Blickes auf ein zug&auml;ngliches und integriertes Umland.<sup><a href=\"#footnote_6_468\" id=\"identifier_7_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Mader 2006, 30-31.\">6<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die als <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a> beginnende Malerei der Konstanzer <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Bohlenwand&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Eine Bretter oder Bohlenwand ist eine Wand, die auf einer St&auml;nderkonstruktion basiert, deren Zwischenr&auml;ume mit Bohlen oder Brettern ausgef&uuml;llt werden. Die Bohlenwand kann als Ausfachung der St&auml;nderkonstruktion oder als Verschalung dieser angelegt sein.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/bohlenwand\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Bohlenwand<\/a> zeigt eine &Ouml;ffnung ins Umland mittels eines Flusses. Eine weitere &Ouml;ffnung in Form einer Strasse kann im verlorenen Teil der Malerei vermutet werden. Der Blick in die Weite wird auch nicht durch hohe Mauern gebremst. Im Umland kann man verschiedene Reisende und sogar eine weitere, klein dargestellte h&ouml;fische Gesellschaft ausmachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Besonderheit der Konstanzer Darstellung ist die scheinbare Einszenigkeit des Liebesgartens. Das Gem&#xE4;lde zeigt eine Verschmelzung vieler Einzelszenen, die nicht in eine zeitliche Abfolge gesetzt sind. Das Geschehen im Garten bezieht sich nicht, wie in Liebesgartendarstellungen oft &#xFC;blich, auf popul&#xE4;re zeitgen&#xF6;ssische Romane wie Tristan und Isolde. Diese Erz&#xE4;hlweise w&#xFC;rde zwangsl&#xE4;ufig eine Leserichtung und eine zeitliche Achse f&#xFC;r die Malerei vorgeben. Auf beides wird in der Wandbemalung verzichtet zugunsten einer eher sph&#xE4;rischen Szenerie, der sich auch die Betrachter zugeh&#xF6;rig f&#xFC;hlen k&#xF6;nnen.<sup><a href=\"#footnote_7_468\" id=\"identifier_8_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Lutz 2002.\">7<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einzig die Rahmung und Untermauerung der Darstellung erinnert den Betrachter daran, dass der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Liebesgarten&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Der Liebesgarten oder &amp;lt;em&amp;gt;hortulus animae&amp;lt;\/em&amp;gt; kann Christlich gedeutet werden als Garten Marias. Er illustriert in der Regel ihre Tugendhaftigkeit und Jungfr&auml;ulichkeit und zeigt sie bei sittsamen Aktivit&auml;ten wie Lesen oder Sticken.&amp;lt;br \/&amp;gt;Der Liebesgarten als Lustgarten ist in der Regel ein Wiesenplatz mit unterschiedlich dichtem Baumbestand mit einem Brunnen als Zentrum. In ihm spielen sich Handlungen des h&ouml;fischen Lebens ab, wie zum Beispiel Minnebegegnungen oder Turniere.&amp;lt;br \/&amp;gt;Negativ konnotiert kann er auch als S&uuml;ndenpfuhl der Wollust dargestellt sein, als eine Art direktlink zur H&ouml;lle.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/liebesgarten\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Liebesgarten<\/a> fiktiv bleibt. Die Sockelzone &uuml;bernimmt zus&auml;tzlich die Funktion einer Hervorhebung und der Steigerung der Wirkung der so ungef&auml;hr auf H&uuml;fth&ouml;he beginnenden Malerei.<sup><a href=\"#footnote_7_468\" id=\"identifier_9_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Lutz 2002.\">7<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der ins Umland ge&#xF6;ffnete Garten passt zu einer Auftraggeberschaft in den Patrizierkreisen von Konstanz. Daf&#xFC;r sprechen auch die Besitzverh&#xE4;ltnisse des Hauses zur Entstehungszeit der Malerei. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts ist das Haus &#x201E;zum hinteren Pflug&#x201C; im Besitz der Patrizierfamilie Blarer. 1403 wird Heinrich von Blarer, 1441 Ulrich von Blarer genannt. Erst 1538 ist der n&#xE4;chste Besitzer des Hauses zum hinteren Pflug verzeichnet, jedoch handelt es sich nicht mehr um dasselbe Geschlecht. Die Blarer, vom 14. bis zum 16. Jahrhundert eine der reichsten und angesehensten Patrizierfamilien von Konstanz, verf&#xFC;gten &#xFC;ber die finanziellen Mittel f&#xFC;r ein derart kostbares und gehaltvolles Malprogramm.<sup><a href=\"#footnote_8_468\" id=\"identifier_10_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Stellungnahme 2013.\">8<\/a><\/sup> Dass der Auftraggeber aus dieser Familie kam, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen von dem sicherlich kostspieligen Auftrag einer zimmerf&#xFC;llenden Ausmalung zeugt auch das komplexe Bildprogramm von einem gehobenen Selbstverst&#xE4;ndnis. Mehrere angenommene Bildfelder, in Szene gesetzt durch die mit wehrhaften Bossenquadern versehene und mit kostbarem Brokat bespannte Wand &#x2013; darin manifestiert sich ein hoher gesellschaftlicher Anspruch. Der Garten, der in h&#xF6;fischen- oder ritterlichen Kreisen ein Sinnbild von stabiler Herrschaft wir, wird hier in den Dienst einer Patrizierfamilie genommen und dabei einer semantischen Verschiebung unterzogen.<sup><a href=\"#footnote_9_468\" id=\"identifier_11_468\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"B&#xFC;ttner 2008, 27 ff.\">9<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Betrachter am n&#xE4;chsten ist ein fr&#xF6;hliches Treiben von h&#xF6;fischem Leben. Jedoch nicht, wie zu erwarten in einem Schlossgarten, sondern in einer grossen, mit stattlichen H&#xE4;usern erbauten Stadt mit wehrhaften Stadtmauern. Die Gesellschaft geniesst den Frieden eines Sommertages umgeben von einer imposanten Kulisse. Die dargestellte Stadt steht nicht isoliert, sondern ist mit dem weit auslaufenden Umland verbunden durch einen sich schl&#xE4;ngelnden Fluss. An seinen Ufern und in der weiteren Umgebung finden sich weitere H&#xE4;usergruppen, Schl&#xF6;sser und Burgen. Dazwischen sind gr&#xF6;sstenteils friedliche Szenen zu sehen, die das emsige Treiben der Bewohner des Landstriches zeigen. Schiffer befahren den Fluss, an Marktst&#xE4;nden wird Wahre feilgeboten, und Bauern eilen ihres Weges. Eine kleine Rauferei, ein Fechtkampf und ein in den Vorzeichnungen erhaltenes Feldlager auf den Bohlen sind die einzigen kriegerischen Handlungen der Malerei. Diese zwei kleinen Details fallen in der Idylle auf, sind aber nicht als Zeichen der Bedrohung zu lesen, sondern eher als einen gewissen Realit&#xE4;tssinn zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ganze Gem&#xE4;lde zeigt eine dem H&#xF6;fischen ebenb&#xFC;rtige Stadt, die ihr Umland dominiert oder mit ihm interagiert. Handel und Gesellschaft sind im Umland ein starkes Motiv, das die Stadt als florierenden Marktplatz einer Region ausweist. Eine Stadt, in der Wohlstand herrscht und die ihr Umland dominiert, &#xE4;hnlich einem einflussreichen und erfolgreichen H&#xE4;ndler, der in seiner Stadt mitzuregieren versteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wandmalerei wendet sich in geradezu glorifizierender Weise an den Auftraggeber, zeigt seine Macht und sein Verst&#xE4;ndnis einer Stadt. Dem Betrachter zeigt er die Idylle, die Ruhe eines Stadtgartens. Er sieht den Frieden, den die Stadt und die in ihr herrschenden Patrizier zu garantieren verm&#xF6;gen. Obwohl die Stadt und das Umland viel Platz einnehmen und vermutlich noch mehr einnahmen auf den anderen W&#xE4;nden, ist die Gartenszene auf den ersten Blick sehr dominant und l&#xE4;sst sofort an eine h&#xF6;fische Szene denken. Bei genauerem Betrachten erschliesst sich jedoch schnell die &#xD6;ffnung, die dem Bildthema eigentlich fremd ist. Auf Grund der Umsetzung des Themas mit einer starken Adressierung des Betrachters kann f&#xFC;r das Zimmer ein halb&#xF6;ffentlicher Charakter angenommen werden, im Sinne eines Besprechungsraumes f&#xFC;r Gesch&#xE4;fte oder eines Empfangsraums f&#xFC;r wichtige G&#xE4;ste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offen bleibt die Frage, warum die Malerei nicht fertiggestellt werden konnte. Dazu k&#xF6;nnen nur Vermutungen angestellt werden. Versiegende Zahlungen an den K&#xFC;nstler, also Geldmangel der Familie Blarer, k&#xF6;nnte ein Grund sein. Das w&#xFC;rde f&#xFC;r eine Bemalung des Zimmers gegen Ende des Besitzverh&#xE4;ltnisses der Blarer im Haus zum hinteren Pflug sprechen. Auch ein Erkranken oder gar Versterben des K&#xFC;nstlers ist denkbar. Wobei sich dann die Frage stellt, wieso die Arbeit nicht von einem anderen K&#xFC;nstler fertiggestellt wurde. In beiden F&#xE4;llen stellt sich weiter die Frage, ob das Zimmer mit seiner unfertigen Dekoration genutzt wurde. Verdeckte man vielleicht die Malerei, um das Zimmer trotzdem nutzen zu k&#xF6;nnen, mit einem textilen Medium, oder einer weiteren Holzverkleidung, die dann einfach gestrichen \/ verputzt werden konnte? Oder st&#xF6;rten sich die Bewohner gar nicht an der unfertigen Malerei, und erst der n&#xE4;chste Hausbesitzer lies die Malerei &#xFC;berdecken? Fest steht, dass die Malerei Ende des 19. Jahrhunderts, als Ludwig Stromeyer das Haus aufkauft, mit einer Holzverkleidung &#xFC;berdeckt war. Die Funktion, welche die Malerei erf&#xFC;llt h&#xE4;tte, w&#xE4;re sie fertiggestellt worden, konnte sie vielleicht nie aus&#xFC;ben.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/impressum\/\">(Iris Hutter)<\/a><\/em><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/bretterwand-aus-dem-haus-zum-hinteren-pflug-in-konstanz-2\/\"><em><strong>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><strong>B&#xFC;ttner 2008:<\/strong> Nils B&#xFC;ttner, Gemalte G&#xE4;rten. Bilder aus zwei Jahrhunderten, M&#xFC;nchen 2008.<\/p>\n<p><strong>Mader 2006:<\/strong> G&#xFC;nter Mader, Geschichte der Gartenkunst. Streifz&#xFC;ge durch vier Jahrtausende, Stuttgart 2006.<\/p>\n<p><strong>Lutz 2002:<\/strong> Eckart Conrad Lutz, Der Minnegarten im Z&#xFC;rcher Haus zur Mageren Magd &#x2013; ein unspektakul&#xE4;rer Fall?, in: ders. (Hg.), Erscheinungsformen h&#xF6;fischer Kultur und ihre Tr&#xE4;ger im Mittelalter, T&#xFC;bingen 2002, 365-403.<\/p>\n<p><strong>Fr&#xFC;he 2002:<\/strong> Ursula Fr&#xFC;he, Das Paradies ein Garten &#x2013; der Garten ein Paradies. Studien zur Literatur des Mittelalters unter Ber&#xFC;cksichtigung der bildenden Kunst und Architektur, Frankfurt am Main 2002.<\/p>\n<p><strong>W&#xFC;thrich 1980:<\/strong> Lucas W&#xFC;thrich, Wandgem&#xE4;lde, Sammlungskatalog, 1980, S. 124-130.<\/p>\n<p><strong>Kat. 1989:<\/strong> Kat. Ausstellung Konstanz, Konstanzer Museumsjournal, Heilige, Ritter, Fabelwesen, 1989.<\/p>\n<p><strong>Ott 1999:<\/strong> N. H. Ott, I. Zur &#xDC;berlieferung in Fachliteratur, Dichtung und Bildender Kunst, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 10, Stuttgart 1999.<\/p>\n<p><strong>SLM 1903:<\/strong> Schweizerisches Landesmuseum, Jahresbericht 1902, Nr. 11, Z&#xFC;rich 1903.<\/p>\n<p><strong>SLM 1948:<\/strong> Das Schweizerische Landesmuseum 1898-1948. Kunst, Handwerk, Geschichte, Z&#xFC;rich 1948.<\/p>\n<p><strong>Maurer 1989:<\/strong> Helmut Maurer, Konstanz im Mittelalter. II. Vom Konzil bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts, in: Geschichte der Stadt Konstanz, Konstanz 1989, S: 167\/168.<\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><strong>Quellen \/ Akten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Baurechtsamt KN o.e.:<\/strong> Baurechtsamt, Vorakten Bezirksamt, Landratsamt, Archivkopie SLM,&#xA0; S. 559.<\/p>\n<p><strong>Baugesuch 1892:<\/strong> Baugesuch, Archiv Konstanz, Archivkopie SLM, 1892.<\/p>\n<p><strong>Konstanzer Zeitung 17.5.1902:<\/strong> Konstanzer Zeitung, Archivkopie SLM, 17.5.1902, S. 2.<\/p>\n<p><strong>Konstanzer Zeitung 15.5.1902:<\/strong> Konstanzer Zeitung, Archivkopie SLM, 15.5.1902.<\/p>\n<p><strong>Registerbuch 1929:<\/strong> Registrationsbuch, unver&#xF6;ff., Archiv SLM, 1929.<\/p>\n<p><strong>Objektverzeichnis 1929:<\/strong> Objektverzeichnis, Aufbewahrungsorte Schweizerisches Landesmuseum, unver&#xF6;ff., Archiv SLM, 1929.<\/p>\n<p><strong>Restaurierungsbericht 1970:<\/strong> Restaurierungsbericht, unver&#xF6;ff., Typoskript, SLM, Juni 1970.<\/p>\n<p><strong>Untersuchung 1970:<\/strong> Hans G&#xE4;hwiler, Untersuchung von kleinen Papierframenten, LM-Nr. 6277.2\/Atelier Nr. 289b, unver&#xF6;ff., Brief, Z&#xFC;rich 22.7.1970.<\/p>\n<p><strong>Datenbank DP 1987:<\/strong> Liste der Kulturdenkmale. Wessenbergstrasse 6, unver&#xF6;ff., Datenbankauszug Denkmalpflege Konstanz, 1987.<\/p>\n<p><strong>Dendro 2013:<\/strong> Felix Walder, Dendrochronologischer Untersuchungsbericht Nr. 980, Amt f&uuml;r St&auml;dtebau Unterwasserarch&auml;ologie und <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Dendrochronologie&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Unter Dendrochronologie versteht sich die Abfolge von Jahrringen bei B&auml;umen, die zur Eruierung des F&auml;lldatums eines Baumes genutzt werden k&ouml;nnen. Jedes Jahr bildet der Baum einen Jahrring, der unterschiedlich dick ausfallen kann, je nach Wassererhalt und Wetter das Jahr &uuml;ber. Mit Hilfe von diesen verschiedendicken Jahresabfolgen kann der letzte Jahrring, sofern er denn in der Probe enthalten ist, das Datum des F&auml;llens des Baumes angeben.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/dendrochronologie\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Dendrochronologie<\/a>, Z&uuml;rich 2013.<\/p>\n<p><strong>Stellungnahme 2013:<\/strong> Norbert Fromm, Wandmalerei aus dem Haus &#x201E;Zum hinteren Pflug&#x201C; (M&#xFC;nzgasse 27\/Wessenbergstr. 6), unver&#xF6;ff., Stellungnahme zu Anfrage per Mail, 18.6.2013.<\/p>\n<p><strong>SLM 2015:<\/strong> Nachweisakten SLM, unver&#xF6;ff., digitales Datenbankblatt. (Stand: 18.3.2015)<\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_468\" class=\"footnote\">Objektverzeichnis 1929.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_468\" class=\"footnote\">LDM 4, Eintrag 1121-1122.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_3_468\" class=\"footnote\">LCI II, 77-81.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_3_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_4_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_4_468\" class=\"footnote\">Fr&#xFC;he 2002, 202 ff.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_5_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_5_468\" class=\"footnote\">Fr&#xFC;he 2002, 227 ff.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_6_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_6_468\" class=\"footnote\">Mader 2006, 30-31.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_7_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_7_468\" class=\"footnote\">Lutz 2002.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_8_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_9_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_8_468\" class=\"footnote\">Stellungnahme 2013.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_10_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_9_468\" class=\"footnote\">B&#xFC;ttner 2008, 27 ff.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_11_468\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#x21A9;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#xA0; Zum&#xA0;Katalogbeitrag &#xA0; Das Thema des Liebesgartens wird in der Wandmalerei des &#x201E;Hauses zum hinteren Pflug&#x201C; in einer ungew&#xF6;hnlichen Art dargestellt und mit neuer Bedeutung versehen. Die Malerei zeigt das Selbstverst&#xE4;ndnis und den Einfluss einer Patrizierfamilie in Konstanz mit einem bisher dem Adel vorbehaltenen Bildprogramm. 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