{"id":466,"date":"2015-08-14T11:22:59","date_gmt":"2015-08-14T10:22:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/?p=466"},"modified":"2015-10-02T09:35:03","modified_gmt":"2015-10-02T08:35:03","slug":"das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/","title":{"rendered":"Das Fl\u00fcgelretabel aus St. Thomas, Sevgein: Gesamtwerk trotz vieler H\u00e4nde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/fragment-eines-fluegelaltars-mit-verkuendigung-und-weltgericht-2\/\"><strong><em>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Die Fragmente des Retabels aus St. Thomas lassen nur erahnen, dass das Altarbild einem ikonographischen Gesamtprogramm folgte. Dessen Gestaltung ist das Ergebnis von Vorgaben der Auftraggeber, aber auch eines arbeitsteiligen Herstellungsprozesses von Bildwerken in hohen St&uuml;ckzahlen. Dass das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> dennoch eine Einheit bildet, ist k&uuml;nstlerischen Traditionen und der Arbeit eines Konzepteurs zu verdanken.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> im Spannungsfeld von Auftraggebern und Handwerker<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus St. Thomas in Sevgein ist ein typisches Beispiel jener Altaraufs&auml;tze, die um 1500 als &bdquo;Massenware&ldquo; entstanden und vielfach in Graub&uuml;ndner Kirchen exportiert wurden. Diese Werke hatten unterschiedlichen Anforderungen zu gen&uuml;gen. Zum einen sollten sie den W&uuml;nschen der Auftraggeber entsprechen und stimmigen Konzepten folgen. Ihre Herstellung stand einer solchen Einheitlichkeit entgegen. Diese involvierte verschiedene Werkst&auml;tten[1. Von Beckerath 1998ii, S. 82 f&uuml;hrt Schreiner, Bildhauer und Maler an; Menghini 1998i, S. 129 nennt zus&auml;tzlich Schlosser.],&nbsp;die oft weit vom Auftraggeber entfernt lagen. Zudem mussten die K&uuml;nstler effizient arbeiten und griffen auf Bekanntes zur&uuml;ck.[2.&nbsp;Der Vergleich des Schreins von St. Thomas \/ Seveign mit jenem St. Martin \/ Filisur (heute im Schweizerischen Nationalmuseum, LM 14544, Abb. 07) verdeutlicht dies. Obschon unterschiedlich gross, verf&uuml;gen beide Schreine &uuml;ber eine &auml;hnliche Grundform. Ihre Seitenw&auml;nde sind gleichartig marmoriert und zeigen analoge Nuten f&uuml;r die Standfl&uuml;gel. Die R&uuml;ckwand wurde jeweils aus zwei Brettern gefertigt, die mit einer Nutleiste verbunden sind. Die Granatapfelmuster der R&uuml;ckwand gleichen sich so sehr, dass von einer Schablone auszugehen ist.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In diesem Essay m&ouml;chte ich am Beispiel des Retabels aus St. Thomas aufzeigen, wie dennoch Objekte entstanden, die einem Gesamtkonzept folgten. Hierzu wird einleitend der Erstellungsprozess generell dargestellt, anschliessend das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> rekonstruiert (Abb. 1, 2, 3) und dessen Programm diskutiert. Abschliessend wird kurz aufgezeigt, wie die Einheit des Werkes sichergestellt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> als Gemeinschaftswerke<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In Graub&uuml;nden wurden <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> vor allem durch die Gemeinden in Auftrag gegeben.[3.&nbsp;Von Beckerath 1998i, S. 73.]&nbsp;Die ausf&uuml;hrenden Werkst&auml;tten befanden sich prim&auml;r im s&uuml;ddeutschen Raum. Dies lag zum einen an der geringen Zahl lokaler Handwerker, zum anderen an etablierten Handelsrouten, die S&uuml;ddeutschland mit Graub&uuml;nden verbanden.[4.&nbsp;Von Beckerath 1998ii, S. 82 und S. 118-123 zeigt die Handelswege auf; Menghini 1998i, S. 127 geht kurz auf die Zentren und Transportwege ein.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Literatur geht davon aus, dass diese Handelswege bereits bei der Auftragsverteilung von Bedeutung waren. S&uuml;ddeutsche Kaufleute nutzten ihre Kontakte zu Graub&uuml;ndner Gemeinden, um ihnen die heimischen Werkst&auml;tten zu empfehlen. Unter Umst&auml;nden wurden sie von Mitgliedern dieser begleitet, die vor Ort ihre Dienste direkt pr&auml;sentierten.[5.&nbsp;Von Beckerath 1998ii, S. 123.]&nbsp;Bei gr&ouml;sseren Vorhaben boten sie nicht nur die eigenen Gewerke feil. Als Werkverantwortliche[6.&nbsp;Menghini 1998ii, S. 128 f&uuml;hrt aus, dass die Rolle meistens von den Malern &uuml;bernommen wurde.&nbsp;Von Beckerath 1998ii, S. 83, l&auml;sst dies offen und nennt &bdquo;Schreiner, Bildschnitzer oder Maler&ldquo;.]&nbsp;vergaben sie Unterauftr&auml;ge, organisierten den Transport der Einzelteile und deren Zusammenbau vor Ort.[7.&nbsp;Das Zusammenspiel zwischen Auftraggebern und Werkverantwortlichen kann in Graub&uuml;nden aufgrund fehlender Dokumente nur bedingt nachvollzogen werden (Menghini 1998ii, S. 128). Eine detaillierte Abstimmung mit einer Visualisierung des Gesamtwerkes wie sie f&uuml;r das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> des Ulmer M&uuml;nsters angenommen wird (Mengini 1998ii, S. 129) ist auf Grund der Entfernung nicht zu vermuten. Der finanzielle Aufwand und die Bedeutung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> lassen es jedoch auch unwahrscheinlich erscheinen, dass die Auftraggeber nur die Masse ihres Altars sowie die ikonographische Richtung vorgaben und der Konzepteur die &uuml;brige Gestaltung entschied.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Notwendigkeit, Gewerke an andere Handwerksbetriebe zu vergeben, resultierte vor allem aus den Regeln der Handwerksz&#xFC;nfte. Diese bestimmten unter anderem, welche Handwerke die einzelnen Gewerke ausf&#xFC;hren durften[8.&#xA0;Huth 1967, S. 73]&#xA0;und verhinderten, dass einzelne Werkst&#xE4;tten mehreren Z&#xFC;nften angeh&#xF6;rten.[9.&#xA0;Huth 1967, S. 74-76.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei der Fertigung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> waren vor allem vier unterschiedliche Gewerke zu unterscheiden. Tischler konstruierten den Mittelschrein wie auch die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> nach den Massen und Vorgaben der Auftraggeber. Der holzsichtige, fig&uuml;rliche Schmuck wurde von Bildhauern gefertigt, die f&uuml;r das Material, die detaillierte Gestaltung wie auch das Einpassen in den Schrein verantwortlich waren. Die farbige Fassung und Vergoldung des Schreins wie auch der Figuren oblag den Fassmalern. Als viertes Handwerk sind die Maler anzuf&uuml;hren, die die Gem&auml;lde auf den Fl&uuml;geln, der R&uuml;ckseite des Schreins sowie der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> gestalteten. Die Literatur zeigt, dass es trotz der Zunftregeln zu &Uuml;berschneidungen kam: Die Maler &uuml;bernahmen h&auml;ufig zus&auml;tzlich die Aufgaben der Fassmaler. Einfache farbliche Fassungen, z.B. die Aussenseite der Schreine, konnten auch von Schreinern durchgef&uuml;hrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach der Fertigung der Bestandteile wurden diese gut verpackt an den Bestimmungsort transportiert und dort zusammengesetzt. Neben lokalen Handwerkern waren teilweise Mitarbeiter der Malerwerkstatt vor Ort, die dem aufgebauten <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> abschliessend Gem&auml;lde und Vergoldungen hinzuf&uuml;gten.[10.&nbsp;Krebs 1993, S. 273.]&nbsp;Von den an der Herstellung des Retabels von St. Thomas Beteiligten ist nur J&ouml;rg K&auml;ndel aus Biberach namentlich bekannt. Dieser signierte auf der R&uuml;ckseite und identifizierte sich als Maler.[11.&nbsp;Die Signatur in schwarzer Farbe am unteren Rahmen lautet &bdquo;j&ouml;rg kendel maller zu bibrach&ldquo;. &Auml;ltere Literatur diskutiert, ob K&auml;ndel auch als Bildhauer t&auml;tig war, verneint dies aber letztlich.]&nbsp;Andere Meister oder Werkst&auml;tten sind nicht &uuml;berliefert. Wie dieser d&uuml;rften auch sie in den schw&auml;bischen Zentren anzusiedeln sein.<\/p>\n<div id=\"gallery-1\" class=\"gallery galleryid-466 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/essay_neu_lormann_abb_01\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"557\" height=\"566\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_01.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-206\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_01.jpg 557w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_01-295x300.jpg 295w\" sizes=\"auto, (max-width: 557px) 100vw, 557px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-206\">\n\t\t\t\tAbb. 1: Rekonstruktion der Werktagsseite mit Standfl&#xFC;geln,  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/essay_neu_lormann_abb_02\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"516\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_02.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-207\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_02.jpg 696w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_02-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-207\">\n\t\t\t\tAbb. 2: Rekonstruktion der Festtagsseite,  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/essay_neu_lormann_abb_06\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"667\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_06.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-213\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_06.jpg 676w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/07\/Essay_neu_Lormann_Abb_06-288x300.jpg 288w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-1-213\">\n\t\t\t\tAbb. 3: Rekonstruktion der R&#xFC;ckseite,  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Form und Dekoration des Fl&#xFC;gelretabels aus St. Thomas<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> von St. Thomas ist nur in Fragmenten erhalten: Um das Gesamtprogramm es Retabels fundiert zu diskutieren, sind die fehlenden Komponenten zu rekonstruieren. Diese sind zum einen am Erhaltenen abzulesen. Vergleiche mit &auml;hnlichen Retabeln liefern zus&auml;tzliche Hinweise zur Form und Gestaltung.[12.&nbsp;Neben dem <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus St. Martin \/ Filisur werden jenen Altaraufs&auml;tze herangezogen, die die Literatur J&ouml;rg K&auml;ndel, oder seinem Umfeld zuschreibt. Es sind dies die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus St. Blasius \/ Tinizong (signiert, datiert 1512), St. Martin \/ Platta (signiert, datiert 1516), St. Martin \/ Platta (Werkstatt, um 1520) und St. Martin \/ Brigels (Werkstatt \/ datiert 1518).]<\/p>\n<div id=\"gallery-2\" class=\"gallery galleryid-466 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-04\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"548\" height=\"605\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-04.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-803\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-04.jpg 548w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-04-272x300.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 548px) 100vw, 548px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-803\">\n\t\t\t\tAbb. 4: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> Hochaltar St. Martin, Filisur, SNM LM 14544,  (&copy; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-05\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"486\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-05.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-804\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-05.jpg 796w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-05-300x228.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-804\">\n\t\t\t\tAbb. 5: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> Seitenaltar St. Martin Platta  (heute St. Florinus, Vignon).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-06\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"406\" height=\"605\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-06.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-805\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-06.jpg 406w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-06-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 406px) 100vw, 406px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-2-805\">\n\t\t\t\tAbb. 6: <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> St. Martin Breils.\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Zumeist stand der Betrachter dem geschlossenen Fl&uuml;gelretabel gegen&uuml;ber. Auf der Mensa stand eine <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a>, deren Mittelteil sich in den Schrein hinein w&ouml;lbte.[13.&nbsp;Diese Form erschliesst sich aus dem Dekor des Mittelschreins. Unterhalb der B&uuml;hne zeigt dieser geschnitztes und vergoldetes Rankenwerk. Mittig wurde ein Bogenfeld ausgespart, vor das sich die Erh&ouml;hung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> schob. Halbauer 1993, S. 343, Anm. 52 weist darauf hin, dass nur wenige Meister, unter anderem J&ouml;rg Kendel, dieser Gestaltung nutzten.] [14.&nbsp;H&ouml;he und Breite der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> lassen von der erhaltenen R&uuml;ckwand ablesen. Es kann angenommen werden, dass diese original zum <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> geh&ouml;rte. Zum einen wurden beide gemeinsam erworben, zum anderen stimmt ihre Standbreite mit der Breite des Schreins &uuml;berein.]&nbsp;&Auml;hnliche Predellen pr&auml;sentierten hier meist Christus inmitten der Apostel (Abb. 4, 5, 6). [15.&nbsp;Gem&auml;ss Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 48, Fussnote 25, nutzten ~60% der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> dieses Motiv. Beispiele sind die Altaraufs&auml;tze aus St. Martin \/ Filisur (Abb. 7) und St. Martin \/ Platta (Abb.09). Andere <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a>, beispielsweise jenes aus St. Martin \/ Brigels (Abb. 10), gaben Heilige wieder.]&nbsp;Vermutlich nutzte auch das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus St. Thomas dieses Motiv. Hierf&uuml;r sprechen seine Zuordnung zum Hochaltar und das Patrozinium der Kirche.[16.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis 2007, S. 69 und S. 72 verweist auf Zugeh&ouml;rigkeit des Retabels zum Hochaltar.Die &auml;ltere Literatur negiert dies jedoch (KDM GR 4, S. 118, Fussnote 1).]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Form der Fl&uuml;gel nahm Bezug auf Schrein wie auch Unterbau: oben folgten sie dem Kleeblattbogen[17.&nbsp;F&uuml;r Ulm zeigt Halbauer 1993, S. 330 ff. eine tendenzielle zeitliche Abfolge von <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a>-Formen.],&nbsp;unten sparten sie das Mittelteil der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> aus. Ihre Dekoration ist nicht sicher zu bestimmen. H&auml;ufig zeigten die Aussenseiten der Fl&uuml;gel Gem&auml;lde von Ortsheiligen.[18.&nbsp;Setzler 1993, S 347.]&nbsp;F&uuml;r das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> von St. Thomas kann hier eine Darstellung des Kirchenpatrons vermutet werden. Thema der Bilder war unter Umst&auml;nden die Szene des &bdquo;Thomaszweifels&ldquo;. Der eine Fl&uuml;gel h&auml;tte dann den Apostel Thomas, der andere Christus mit den Wundmalen gezeigt. Apostel oder Heilige schm&uuml;ckten vermutlich auch die Standfl&uuml;gel die links und rechts an den Schrein anschlossen.[19.&nbsp;Vertikale Nuten an den Seitenw&auml;nden des Schreins belegen die Standfl&uuml;gel, zu deren Befestigung sie dienten. Die Form und Ausgestaltung der Standfl&uuml;gel ist im Detail nicht zu rekonstruieren, d&uuml;rfte jedoch jenen des Retabels von St. Martin \/ Brigels (Abb. 10) entsprechen.]&nbsp;Unten ruhten diese auf der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a>; oben endeten sie mit Masswerk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die erhaltenen Ans&auml;tze zeigen, dass der Schrein selbst ebenfalls von einem <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Masswerkkamm&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Niedriger Streifen filigranen Masswerkes, der sich entlang der Vorderseite des Schreindaches zieht.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/masswerkkamm\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Masswerkkamm<\/a> bekr&ouml;nt wurde. Hinter diesem erhob sich das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Gesprenge&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Filigraner Abschluss des Retabels, welches sich von dem Schrein erhebt. H&auml;ufig wurden fig&uuml;rliche Darstellungen in die ansonsten architektonische Gestaltung eingeflochten.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/gesprenge\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Gesprenge<\/a>, welches vermutlich drei von Architektur eingefasste Figuren zeigte.[20.&nbsp;Heute zeugen nur noch elf Steckl&ouml;cher im Schreindach von diesem. Der Aufbau d&uuml;rfte jenem des Retabels von St. Martin \/ Platta &auml;hneln, der im 20. Jahrhundert erneuert wurde.]&nbsp;Diese k&ouml;nnen nicht eindeutig identifiziert werden. Zeitgleiche Graub&uuml;ndner Altaraufs&auml;tze pr&auml;sentierten bevorzugt die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes.[21.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 48.]&nbsp;F&uuml;r Ulmer Marienretabel werden die Motive Anna Selbdritt und Marienkr&ouml;nung genannt.[22.&nbsp;Setzler 1993, S. 348; Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 48 erw&auml;hnt ebenfalls die Marienkr&ouml;nung.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">An ausgew&auml;hlten Feiertagen wurde das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> ge&ouml;ffnet und die Verk&uuml;ndigung im Inneren enth&uuml;llt. Die zentrale Szene ist weitgehend original erhalten. Lediglich die Begleitfiguren sind nicht eindeutig zugeordnet. Die Kataloge zeigen meist Lucius und Emerita direkt neben Engel und Maria. Die Restaurierung 1989 ergab jedoch, dass rechts vermutlich die Figur des hl. Oswald stand.[23.&nbsp;Hinweise darauf geben die im Beinbereich durchg&auml;ngig vergoldete R&uuml;ckwand des Schreins sowie die Dimensionierung des Sockelbereichs der Figur.]&nbsp;Auf der linken Seite ist eine Skulptur des hl. Bonifatius anzunehmen, des zweiten Nebenpatrons der Kirche.<\/p>\n<div id=\"gallery-3\" class=\"gallery galleryid-466 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-07\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"466\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-07-800x582.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-807\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-07-800x582.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-07-300x218.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-07.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-807\">\n\t\t\t\tAbb. 7: Fl&#xFC;gelinnenseiten mit Papst und Johannes d.T. (links), Abt und Katharina (rechts),  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-08\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"466\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-08-800x582.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-808\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-08-800x582.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-08-300x218.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-08.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-808\">\n\t\t\t\tAbb. 8: Fl&#xFC;gelinnenseiten mit Luzius und Johannes d.T. (links), Abt und Emerita (rechts),  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon landscape\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-09\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"466\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-09-800x582.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-3-809\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-09-800x582.jpg 800w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-09-300x218.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-09.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-3-809\">\n\t\t\t\tAbb. 9: Fl&#xFC;gelinnenseiten mit Papst und Luzius (links), Emerita und Katharin (rechts),  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Die Innenseiten der Fl&uuml;gel pr&auml;sentierten zumeist Heilige, die entweder als Malerei oder als Plastik ausgef&uuml;hrt wurden. Zusammen mit dem Schrein erwarb das Museum sechs Skulpturen.[24.&nbsp;Aufgrund des Ankaufs von der gleichen Gemeinde kann von einer engen Verbindung mit den <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> ausgegangen werden. Die Figuren weisen zudem grosse &Auml;hnlichkeiten mit der Marien- und Engelsfigur auf. Beide Gruppen zeigen den Parallelfaltenstil, eine Gestaltung der Kleidung die f&uuml;r Schnitzereien nach 1500 nachgewiesen wurde (Baum 1917).]&nbsp;Zwei von ihnen, Johannes den T&auml;ufer und ein heiliger Abt, sind vermutlich in den Fl&uuml;geln zu verorten.[25.&nbsp;Beide Figuren weisen im Sockelbereich bogenf&ouml;rmige Aussparungen auf, die sich in den unteren Abschluss der Fl&uuml;gel f&uuml;gen. Die sichtbaren, geraden Sockel sind Ergebnis einer &Uuml;berarbeitung im 20. Jahrhundert.]&nbsp;Sie f&uuml;llten diese nicht aus liessen jedoch gleichzeitig wenig Raum f&uuml;r weitere Skulpturen (Abb. 7, 8). Vermutlich wurden sie durch Malerei und Schleierwerk erg&auml;nzten. Alternativ k&ouml;nnten jeweils zwei der anderen Figuren in den Fl&uuml;geln Platz gefunden haben (Abb. 9). Hierf&uuml;r sprechen die Sockelbreite der Skulpturen, die sich gut in den Fl&uuml;gel einf&uuml;gt, die Gewichtung m&auml;nnlicher und weiblicher Protagonisten sowie die Anordnung letzterer auf der Seite Marias.<\/p>\n<div id=\"gallery-4\" class=\"gallery galleryid-466 gallery-columns-3 gallery-size-large\"><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-10\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"377\" height=\"454\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-10.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-810\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-10.jpg 377w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-10-249x300.jpg 249w\" sizes=\"auto, (max-width: 377px) 100vw, 377px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-4-810\">\n\t\t\t\tAbb. 10: R&#xFC;ckseite des Schreins mit Darstellung des J&#xFC;ngsten Gerichts,  (&#xA9; Schweizerisches Nationalmuseum).\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class=\"gallery-item\">\n\t\t\t<div class=\"gallery-icon portrait\">\n\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/das-fluegelretabel-aus-st-thomas-sevgein-gesamtwerk-trotz-vieler-haende\/essay-11\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"556\" height=\"800\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-11-556x800.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-811\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-11-556x800.jpg 556w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-11-208x300.jpg 208w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/files\/2015\/08\/Essay-11.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 556px) 100vw, 556px\"\/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class=\"wp-caption-text gallery-caption\" id=\"gallery-4-811\">\n\t\t\t\tAbb. 11: Hans Baldung Grien, Weltgericht, Holzschnitt 1505.\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p style=\"text-align: justify\">Die R&uuml;ckseite des Retabels ist weitgehend erhalten und bedarf keiner Rekonstruktion. Zu erg&auml;nzen sind lediglich die Standfl&uuml;gel, vermutlich mit Heiligenfiguren bemalt, sowie die Rahmung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> (Abb. 10). Als Vorlage des Weltgerichts diente der 1505 ver&ouml;ffentliche Holzschnitt Hans Baldungs (Abb. 11). J&ouml;rg K&auml;ndel modernisierte die Komposition und verlieh der Darstellung Tiefe: Die Wolkenformationen gliedern den Raum in drei hintereinander liegende Ebenen. Der mittig eingef&uuml;gte Auferstehende lenkt den Blick des Betrachters in die Tiefe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ikonographie der einzelnen Elemente und deren Zusammenspiel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Rekonstruktion des Retabels verdeutlicht, dass dem Betrachter drei Ansichten geboten wurden. Der geschlossene Altar pr&auml;sentierte ihm eine Darstellung, die sich aus den Gem&auml;lden der Fl&uuml;gelaussenseiten und den Standfl&uuml;geln zusammensetzte. An hohen Feiertagen &ouml;ffnete man den Schrein.[26.&nbsp;Rimmele 2010, S. 53-52, zeigt auf, dass die &Ouml;ffnung der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a>, die H&auml;ufigkeit wie auch der Akt selbst, nicht einheitlich geregelt war, sonder sehr individuell gehandhabt wurde.Dennoch wird folgend vereinfachend von &bdquo;Werktagsseite&ldquo; und &bdquo;Festtagsseite&ldquo; gesprochen.]&nbsp;Die erste Wandlung enth&uuml;llte die prunkvolle Verk&uuml;ndigung an Maria, gerahmt von Heiligenfiguren. Beide integrierten die Vorderseite der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> wie auch die Figuren im <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Gesprenge&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Filigraner Abschluss des Retabels, welches sich von dem Schrein erhebt. H&auml;ufig wurden fig&uuml;rliche Darstellungen in die ansonsten architektonische Gestaltung eingeflochten.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/gesprenge\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Gesprenge<\/a>. Die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a>-R&uuml;ckseite zeigte das Weltgericht und die Vera Icon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Festtagsseiten der Graub&uuml;nden <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> fokussierten meist auf mariologische Szenen.[27.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis1998, S. 47, f&uuml;hrt aus, dass ca. 80% der Retabeln Maria als zentrale Figur zeigen.]&nbsp;Dieser Schwerpunkt geht auf lokale Traditionen zur&uuml;ck[28.&nbsp;Die im 13.Jahrhundert fertiggestellte Kathedrale in Chur wurde Maria geweiht.],&nbsp;entspricht jedoch auch allgemeinen Gepflogenheiten der Zeit.[29.&nbsp;Setzler 1993, S. 345, f&uuml;hrt dies f&uuml;r die in Ulm entstandenen <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus. Sie erkl&auml;rt den Fokus auf Maria mit dem Verst&auml;ndnis der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> als &bdquo;Bundeslade des Neuen Bundes&ldquo;. Ein Begriff der gleichzeitig als Beiname Marias verwendet wurde (Salzer 1967, S. 10-12).]&nbsp;Die Verbindung zwischen Dargestelltem und dem Ort seiner Pr&auml;sentation scheint bei der Verk&uuml;ndigung besonders eng. Der Schrein l&auml;sst sich aufgrund der Form mit Maria gleichsetzen: beide tragen das Wort Gottes in sich.[30.&nbsp;Salzer 1967, S. 10, 36, 94 und 340.]&nbsp;Mit dem &Ouml;ffnen des Schreins wendet sich Gottvater nicht nur an Maria, sondern auch an die Gl&auml;ubigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Rolle Marias als Muttergottes wird im Schrein von St. Thomas vielf&#xE4;ltig adressiert. Zum einen fallen die Proportionen der knienden Maria auf, deren gebauschtes Gewand die Schwangerschaft vorwegzunehmen scheint. Zwischen Engel und Maria steht ein weisses Gef&#xE4;ss auf einem Buch. Analog zur unbefleckten Empf&#xE4;ngnis entspringt diesem durch das Wort Leben, hier in Form einer Blume.[31.&#xA0;Die heute sichtbare Pflanze, eine Tulpe, ist eine sp&#xE4;tere Erg&#xE4;nzung. Hingegen ist das Gef&#xE4;ss, das die beiden Figuren verbindet, original und bezeugt, dass auch urspr&#xFC;nglich eine Blume vorhanden war. Durch die Verbindung mit Maria kann eine weisse Lilie angenommen werden.]&#xA0;Deren Bl&#xFC;te ist ebenfalls in der Farbe der Unschuld gefasst. Die mittelalterliche Literatur bezeichnet Maria selbst h&#xE4;ufig als Gef&#xE4;ss.[32.&#xA0;Salzer 1967, S. 17.]&#xA0;Auch die in die R&#xFC;ckwand gravierten Granat&#xE4;pfel verweisen auf Fruchtbarkeit und Empf&#xE4;ngnis.[33.&#xA0;Online Seite des Reallexikons der Deutschen Kunstgeschichte, zugegriffen am 06. Mai. (http:\/\/www.rdklabor.de\/wiki\/Granatapfel,_Granatapfelbaum#III._Bildmotiv).]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Gegensatz zum Inneren des Schreins war die Vorderseite der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> f&uuml;r den Besucher kontinuierlich sichtbar und musste eine eigenst&auml;ndige Wirkung erzielen. Die Darstellung Christi inmitten der Apostel ist eng mit dem Letzten Abendmahl verbunden. Auf dem Altar platziert, verschmolzen Bild und Raum zu einer Einheit. Die Mensa &uuml;bernahm die Funktion des Abendmahltisches, an dem Christus gesessen hatte. Das darauf stehende liturgische Ger&auml;t wurde sein Tafelgeschirr. Bei der Eucharistie &uuml;bernahm der Priester die Rolle Christi, der mit der Wandlung quasi aus dem Bildnis in den Kirchenraum trat. Die Umsetzung des Motives als Relief, das teils vergoldet, teils farblich gefasst war, verst&auml;rkte diese Vorstellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beim &Ouml;ffnen des Schreins r&uuml;ckte die Bedeutung des Abendmahls in den Hintergrund. Die erh&ouml;hte Position, die Gr&ouml;sse wie auch die prachtvolle Ausgestaltung stellte die Verk&uuml;ndigung an Maria in den Mittelpunkt. Gleichzeitig f&uuml;gten sich beide Motive zu einem, von oben nach unten zu lesenden Gesamtbild. In der Verk&uuml;ndigung f&uuml;hrte das Wort Gottes zur Empf&auml;ngnis und damit zu seiner <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Inkarnation&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;(lat. i&amp;lt;em&amp;gt;ncarnatio&amp;lt;\/em&amp;gt;: &sbquo;Fleischwerdung&lsquo;): Menschwerdung des G&ouml;ttlichen, in der christlichen Lehre Voraussetzung der Erl&ouml;sung durch den menschgewordenen Christus.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/inkarnation\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Inkarnation<\/a>. Beim Abendmahl gab Christus diese Essenz in Form des Brotes und des Weins weiter. Die Transsubstantiation durch den Priester schloss hieran an und nahm die Gl&auml;ubigen in die Kette auf.[34.&nbsp;Die enge Verbindung von <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> und Transsubstantiation beschreibt Rimmele 2010, S. 56-57.]&nbsp;Die Kirche wirkte jedoch nicht nur als Vermittlerin des Wortes. Der architektonische Aufbau der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> und ihre Formensprache referenzierten die Rolle der Kirche als Besch&uuml;tzerin und Bewahrerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch die Motive der R&uuml;ckseite standen in engem Zusammenhang mit der Funktion des Altars bzw. des Raumes dahinter. Der Bereich, den das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> vom restlichen Kirchenraum weitgehend abtrennte[35.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Von dem Kirchenbau des 16. Jahrhunderts ist der Chor erhalten, der heute als Sakristei dient. An seiner der breitesten Stelle misst er ca. 4 Meter. Nimmt man an, dass die Breite der Standfl&uuml;gel ca. 2\/3 der Klappfl&uuml;gel betrug, so erstreckte sich das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> &uuml;ber ca. 2,5 Meter.],&nbsp;wurde h&auml;ufig f&uuml;r die Abnahme der Beichte genutzt.[36.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 43; Setzler 1993, S. 346.]&nbsp;Das Weltgericht f&uuml;hrte den S&uuml;ndern die Konsequenzen ihres Handelns vor Augen und ermahnte sie, den rechten Weg einzuschlagen. Um die Folgen zu verdeutlichen, wich J&ouml;rg K&auml;ndel von der Vorlage ab und ordnete die Auferstehenden neu. Seine Komposition trennte die Seligen, links, eindeutig von den S&uuml;ndern, rechts. Wo der mittig im Vordergrund eingef&uuml;gte Auferstehende endet, wurde offen gelassen. Dem Betrachter wurde vor Augen gef&uuml;hrt, dass er seine eigene Destination noch bestimmen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die R&uuml;ckseite der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> zeigt das von zwei Engeln gehaltene Schweisstuch der Veronika.[37.&nbsp;Die Literatur verweist darauf, dass die meisten <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> dieses Motiv dort nutzten (Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 48; Setzler 1993, S. 348).]&nbsp;Die Vera Icon, als Teil der Arma Christi, integriert sich in das dar&uuml;ber liegende Weltgericht. Dort pr&auml;sentieren zwei Engel, links und rechts von Christus, weitere Marterwerkzeuge. F&uuml;r Gebete vor Abbildern der Vera Icon wurde besonderer Ablass gew&auml;hrt.[38.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis 1998, S. 48.]&nbsp;Die Anbringung an der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a>, die h&auml;ufig Reliquien enthielt, referenzierte auch das in Rom aufbewahrte Reliquienbild.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Motive integrieren sich jedoch nicht nur auf jeder Seite, vertikal, zu einem Gesamten. Die Darstellungen der beiden Seiten verwiesen auch aufeinander. Aus formaler Sicht wurden sowohl die Verk&uuml;ndigung an Maria wie auch das Weltgericht als Dreieck angelegt. Beide Kompositionen zeigen die himmlischen Figuren leicht nach links versetzt. Unterschied im Material und in der damit verbundenen Plastizit&auml;t relativierte J&ouml;rg K&auml;ndel, indem er im Gem&auml;lde Raumtiefe aufbaute. Auch bei den Motiven der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Predella&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Kastenf&ouml;rmiger unterer Teil des Retabels, das den Schrein &uuml;ber dem Altar erhebt. Meist bemalt, teilweise skulptural verziert. Wurde h&auml;ufig zur Aufbewahrung von Reliquien genutzt.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/predella\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Predella<\/a> &auml;hnelt sich die Konzeption. Beide r&uuml;cken Christus ins Zentrum umgeben von Aposteln bzw. Engeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber die Bez&uuml;ge reduzieren sich nicht auf formale Eigenschaften. Zusammenh&auml;nge liegen auch in den Bildinhalten. Die Vera Icon ist Ber&uuml;hrungsreliquie und Acheiropoieton. Dem Akt der Bildentstehung entspricht die Wandlung w&auml;hrend der Messe. Durch die Ber&uuml;hrung mit Blut und Fleisch Christi werden Kelch und Patene quasi selbst zu Reliquien. Auch die Verk&uuml;ndigungsszene des Schreins und die Weltgerichtsdarstellung stehen in Verbindung. Erstere repr&auml;sentiert den Beginn des Neuen Bundes, letztere dessen Ende. Das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> sch&uuml;tzte im &uuml;bertragenen Sinne den Inhalt des Neuen Testamentes. Die architektonische Gestaltung wurde gew&auml;hlt, um es mit der Kirche als Bauwerk aber auch als Institution gleichzusetzten. Letztere &bdquo;besass&ldquo; die Deutungshoheit &uuml;ber das Wort Gottes und konnte die Gl&auml;ubigen zur Auferstehung in den Himmel leiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Gesamtkonzept durch Tradition und Generalunternehmen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das in sich stimmige Konzept des Retabels ist zum einen auf generelle k&uuml;nstlerische Traditionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die bestimmte Motive festschrieben und diesen feste Pl&auml;tze zuordneten. Einen wesentlichen Beitrag leisteten aber auch die Generalunternehmer, die die <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> entwarfen, deren Herstellung koordinierten und Komponenten selbst fertigten.[39.&nbsp;Menghini 1998 i, S. 129.]&nbsp;F&uuml;r das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> aus St Thomas wird J&ouml;rg K&auml;ndel diese Rolle zugeschrieben.[40.&nbsp;Fl&uuml;hler-Kreis 2007, S. 174]&nbsp;Obschon das Gelingen wesentlich von diesen abhing, wird ihre Rolle in der Literatur kaum behandelt und wenig honoriert.[41.&nbsp;Zumeist wird das Buch Hans Huths Buch &ldquo;K&uuml;nstler und Werkstatt der Sp&auml;tgotik&rdquo; zitiert, dass im Wesentlichen bereits 1925 ver&ouml;ffentlicht wurde.]<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/impressum\/\">(Oliver Lormann)<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/fragment-eines-fluegelaltars-mit-verkuendigung-und-weltgericht-2\/\"><strong><em>Zum&#xA0;Katalogbeitrag<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<h1><\/h1>\n<p>&#xA0;<\/p>\n<p><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p><strong>Baum 1917:<\/strong> Julius Baum, Deutsche Bildwerke des 10.-18. Jahrhunderts, Stuttgart 1917.<\/p>\n<p><strong>B&#xF6;hling 1932:<\/strong> Luise B&#xF6;hling, J&#xF6;rg K&#xE4;ndel von Biberach und die Alt&#xE4;re des Parallelfaltenstils in der Schweiz, Anzeiger f&#xFC;r Schweizerische Altertumskunde (Neue Folge), Bd. 34, Heft 1, 1932, S. 26-38.<\/p>\n<p><strong>Fl&#xFC;hler-Kreis 2007:<\/strong> Dione Fl&#xFC;hler-Kreis, Peter Wyer (Hrsg.), Die Holzskulpturen des Mittelalters, Bd. 2, Katalog der Sammlung des Schweizerischen Landesmuseums Z&#xFC;rich, Z&#xFC;rich 2007.<\/p>\n<p><strong>Fl&#xFC;hler-Kreis 1998:<\/strong> Dione Fl&#xFC;hler-Kreis, Funktion, Form und Bildprogramm sp&#xE4;tgotischer Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re, in: Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser (Hrsg.), Sp&#xE4;tgotische Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden und im F&#xFC;rstentum Lichtenstein, Chur 1998, S. 43-56.<\/p>\n<p><strong>Halbauer 1993:<\/strong> Karl Halbauer, Form und Ornament der Ulmer Schnitzretabel von 1480 bis 1530, in: W&#xFC;rttembergisches Landesmuseum Stuttgart (Hrsg.), Meisterwerke Massenhaft &#x2013; die Bildhauerwerkstatt des Niklaus Weckmann und die Malerei in Ulm um 1500, Stuttgart 1993, S. 328-343.<\/p>\n<p><strong>Huth 1967:<\/strong>&#xA0;Hans Huth, K&#xFC;nstler und Werkstatt der Sp&#xE4;tgotik, Darmstadt 1967.<\/p>\n<p><strong>Inventar 2015i:<\/strong> Informationen aus dem Inventar des Schweizerischen Nationalmuseums, Objektnummer LM 7207, eingesehen am 05. M&#xE4;rz 2015.<\/p>\n<p><strong>Inventar 2015ii:<\/strong> Informationen aus dem Inventar des Schweizerischen Nationalmuseums, Objektnummer LM 7211, eingesehen am 05. M&#xE4;rz 2015.<\/p>\n<p><strong>KDM GR 4:<\/strong> Erwin P&#xF6;schel, Die Kunstdenkm&#xE4;ler des Kantons Graub&#xFC;nden, Bd. 4, Die T&#xE4;ler des Vorderrhein, 1. Teil, Das Gebiet von Tamis bis Somvix (Die Kunstdenkm&#xE4;ler der Schweiz, Bd. 13), Basel 1942.<\/p>\n<p><strong>KDM GR 1:<\/strong> Erwin P&#xF6;schel, Die Kunstdenkm&#xE4;ler des Kantons Graub&#xFC;nden, Bd. 1, Die Kunst in Graub&#xFC;nden ein &#xDC;berblick (Die Kunstdenkm&#xE4;ler der Schweiz, Bd. 8), Basel 1937, S. 127-128.<\/p>\n<p><strong>Krebs 1993:<\/strong> Elisabeth Krebs, Der Schrein &#x2013; mehr als eine Kiste? Konstruktionsmerkmale von Ulmer Retabeln, in: W&#xFC;rttembergisches Landesmuseum Stuttgart (Hrsg.), Meisterwerke Massenhaft &#x2013; die Bildhauerwerkstatt des Niklaus Weckmann und die Malerei in Ulm um 1500, Stuttgart 1993, S. 264-275.<\/p>\n<p><strong>Menghini 1998i:<\/strong> Giovanni Menghini, Altarretabel &#x2013; Gemeinschaftswerke des Handwerks und der bildenden K&#xFC;nste, in: Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser (Hrsg.), Sp&#xE4;tgotische Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden und im F&#xFC;rstentum Lichtenstein, Chur 1998, S. 127-136.<\/p>\n<p><strong>Menghini 1998ii:<\/strong> Giovanni Menghini, Katalog der sp&#xE4;tgotischen Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden, in: Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser (Hrsg.), Sp&#xE4;tgotische Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden und im F&#xFC;rstentum Lichtenstein, Chur 1998, S. 229-271.<\/p>\n<p><strong>Perret 1994:<\/strong> Ren&#xE9; Perret, Katalogeintrag 135, in: Peter Jetzler (Hrsg.), Himmel, H&#xF6;lle, Fegefeuer Das Jenseits im Mittelalter (Katalog des Schweizerischen Landesmuseums Z&#xFC;rich), Z&#xFC;rich 1994, S. 346-347.<\/p>\n<p><strong>Rimmele 2010:<\/strong> Marius Rimmele, Das <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Triptychon&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;(griech. &amp;lt;em&amp;gt;tr&iacute;ptychos&amp;lt;\/em&amp;gt;: &sbquo;dreifach&lsquo;): Drei aneinander gefaltete Bildtafeln mit hierarchisch gegliederter, erz&auml;hlerischer Komposition, leitet sich von sp&auml;tantiken Diptychen her.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/triptychon\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Triptychon<\/a> als Metapher, K&ouml;rper und Ort, Semantisierung eines Bildtr&auml;gers, M&uuml;nchen 2010<\/p>\n<p><strong>Salzer 1967:<\/strong> Anselm Salzer, Die Sinnbilder und Beiworte Mariens in der deutschen Literatur und lateinischen Hymnenpoesie des Mittelalters, Darmstadt 1967.<\/p>\n<p><strong>Setzler 1993:<\/strong> Sibylle Setzler, Bildprogramme schw&auml;bischer <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Retabel<\/a> der Sp&auml;tgotik, in: W&uuml;rttembergisches Landesmuseum Stuttgart (Hrsg.), Meisterwerke Massenhaft &ndash; die Bildhauerwerkstatt des Niklaus Weckmann und die Malerei in Ulm um 1500, Stuttgart 1993, S. 345-355.<\/p>\n<p><strong>Von Beckerath 1998i:<\/strong> Astrid von Beckerath, Die Auftraggeber, in: Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser (Hrsg.), Sp&#xE4;tgotische Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden und im F&#xFC;rstentum Lichtenstein, Chur 1998, S. 57-79.<\/p>\n<p><strong>Von Beckerath 1998ii:<\/strong> Astrid von Beckerath, Die Werkst&#xE4;tten, in: Astrid von Beckerath, Marc Antoni Nay, Hans Rutishauser (Hrsg.), Sp&#xE4;tgotische Fl&#xFC;gelalt&#xE4;re in Graub&#xFC;nden und im F&#xFC;rstentum Lichtenstein, Chur 1998, S. 81-125.<\/p>\n<p><strong>Westhoff 1993:<\/strong> Hans Westhoff, Roland Hahn, Elisabeth Krebs, Verzierungstechniken an sp&#xE4;tmittelalterlichen Altarretabeln, in: W&#xFC;rttembergisches Landesmuseum Stuttgart (Hrsg.), Meisterwerke Massenhaft &#x2013; die Bildhauerwerkstatt des Niklaus Weckmann und die Malerei in Ulm um 1500, Stuttgart 1993, S. 294-299.<\/p>\n<p><strong>W&#xFC;thrich 1996:<\/strong> Lucas W&#xFC;thrich, Myl&#xE8;ne Ruoss (Hrsg.), Katalog der Gem&#xE4;lde, Schweizerisches Landesmuseum Z&#xFC;rich, Z&#xFC;rich 1996.<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum&#xA0;Katalogbeitrag &#xA0; Die Fragmente des Retabels aus St. Thomas lassen nur erahnen, dass das Altarbild einem ikonographischen Gesamtprogramm folgte. Dessen Gestaltung ist das Ergebnis von Vorgaben der Auftraggeber, aber auch eines arbeitsteiligen Herstellungsprozesses von Bildwerken in hohen St&#xFC;ckzahlen. Dass das <a class=\"glossaryLink\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Retabel&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Mehrteiliger Altaraufsatz, der sich vom hinteren Teil der Mensa erhob. Seit dem 15. Jahrhundert zumeist als Kombination von Predella, Schrein und Gesprenge konzipiert.&lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/retabel\/\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Retabel<\/a> dennoch eine Einheit bildet, ist k&#xFC;nstlerischen Traditionen und der Arbeit eines Konzepteurs zu verdanken&#x2026;.<\/p>\n","protected":false},"author":274,"featured_media":750,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,1],"tags":[],"class_list":["post-466","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fluegelaltar-2","category-essays"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/users\/274"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=466"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":812,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/466\/revisions\/812"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media\/750"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=466"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=466"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=466"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}