{"id":366,"date":"2015-08-03T11:14:30","date_gmt":"2015-08-03T10:14:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/?page_id=366"},"modified":"2015-09-30T19:02:38","modified_gmt":"2015-09-30T18:02:38","slug":"einfuehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/einfuehrung\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Das <a href=\"http:\/\/www.nationalmuseum.ch\/d\/\">Schweizerische Nationalmuseum<\/a>&#xA0;(SNM) hat den Auftrag, die Kulturgeschichte der Schweiz von der Ur- und Fr&#xFC;hgeschichte bis zur Gegenwart zu dokumentieren. Das schliesst auch die Sammlung von Kunstwerken Schweizer Provenienz ein. Im Bereich der Kunst des Mittelalters verf&#xFC;gt das SNM &#xFC;ber Best&#xE4;nde, die diejenigen der spezialisierten Kunstmuseen weit hinter sich lassen. Diese Werke sind auf mehrere H&#xE4;user verteilt, die unter der Dachinstitution Nationalmuseum zusammengefasst sind: im Kanton Z&#xFC;rich sind dies das<a href=\"http:\/\/www.landesmuseum.ch\/d\/\"> Landesmuseum<\/a>&#xA0;am Hauptbahnhof Z&#xFC;rich und das <a href=\"http:\/\/www.nationalmuseum.ch\/d\/affoltern\/\">Sammlungszentrum<\/a>&#xA0;in Affoltern am Albis. In Affoltern ist in weiten Depotr&#xE4;umen das Gros der st&#xE4;ndig wachsenden Sammlung eingelagert. Die im Galeriesaal des Landesmuseums zu sehende Dauerausstellung mittelalterlicher Kunstwerke repr&#xE4;sentiert dagegen nur einen kleinen Ausschnitt aus den Best&#xE4;nden des SNM.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#x201E;kunstsnm&#x201C; ist aus einem Master-Seminar im Fr&#xFC;hjahrssemester 2015 entstanden, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beide Orte mit ihren je eigenen Zugangs- und Pr&#xE4;sentationsbedingungen kennenlernen konnten. Besonders der Blick hinter die Kulissen des Sammlungszentrums bot eine wichtige M&#xF6;glichkeit, Kunstwerke von einer anderen Seite zu betrachten und zu untersuchen: nahsichtiger, taktiler, technischer und materieller. Die Idee des Projekts war es, diese Konstellation f&#xFC;r eine selbst&#xE4;ndige wissenschaftliche Erschliessung fruchtbar zu machen: die von den Studierenden getroffene Auswahl von Kunstwerken umfasst viele Objekte, die bislang erst in Ans&#xE4;tzen wissenschaftlich aufgearbeitet sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&bdquo;kunstsnm&ldquo; pr&auml;sentiert elf Werke, die das bemerkenswert breite Spektrum an Objektformen, Funktionen und Techniken innerhalb der Sammlung des SNM abbilden: filigrane Elfenbeinschnitzereien f&uuml;r ein liturgisches Buch, golden gefasste Triptychen f&uuml;r den privaten Gebrauch, ein leinenes <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Fastentuch&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;auch Hungertuch, Leidenstuch, lat. &amp;lt;i&amp;gt;cortina&amp;lt;\/i&amp;gt;- und &amp;lt;i&amp;gt;velum quadragesimale&amp;lt;\/i&amp;gt;, nordd. &sbquo;Schmachtlappen, -fetzen&rsquo;: Grossformatige Vorh&auml;nge, welche in der Fastenzeit zwischen Kirchenschiff und Chorraum aufgespannt wurden, um den Altar, das Altarretabel oder den gesamten liturgischen Bereich des Altarsakramentes zu verh&uuml;llen. Alpenl&auml;ndische Fastent&uuml;cher: Tempera auf Leinwand, in Felder geteilt. Westf&auml;lische Fastent&uuml;cher: bestickte Leinwand, ornamentaler.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/kunstsnm\/glossary\/fastentuch\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Fastentuch<\/a> und ein h&ouml;lzerner Palmesel f&uuml;r bestimmte Zeiten des Kirchenjahres, abgenommenen Wandmalereien und Wandverkleidungen f&uuml;r den Wandschmuck von Kirchen und Wohnh&auml;usern sowie eine bemalte Hochzeitstruhe f&uuml;r den Haushalt einer Florentiner Patrizierfamilie &ndash; letztere mit ihrer s&uuml;dalpinen Provenienz eher ein Exotikum in den Best&auml;nden des SNM. Gerade die Vielfalt der Gattungen und Formate kann den Blick f&uuml;r die Alterit&auml;t historischer Gebrauchszusammenh&auml;nge sch&auml;rfen, die durch eine starke Kluft vom neuzeitlich-modernen Rahmen der Konservierung und Ausstellung in Museen getrennt sind. Anschaulich werden soll aber auch, dass es sich um Objekte mit Geschichte handelt, um das Resultat von Besitzerwechseln und Transporten, von Besch&auml;digung, Erg&auml;nzung, Fragmentierung und Restaurierung, die in vielen F&auml;llen das heutige Erscheinungsbild ebenso pr&auml;gen wie der origin&auml;re Sch&ouml;pfungsakt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mit &#x201E;kunstsnm&#x201C; ist eine kleine Online-Ausstellung entstanden, die mittelalterliche Kunstwerke auf zwei verschiedenen Ebenen pr&#xE4;sentiert: der Katalogteil bietet kurze Texte zur Einf&#xFC;hrung und Orientierung. Hier werden die Objekte beschrieben und die wichtigsten Informationen &#xFC;ber sie zusammengefasst. Ein Glossar erl&#xE4;utert die verwendeten Fachbegriffe. Eine zweite Ebene vertiefter Auseinandersetzung bieten die Beitr&#xE4;ge im Essayteil: Hier steht jedes Objekt im Mittelpunkt einer ausf&#xFC;hrlicheren Diskussion von ungekl&#xE4;rten Fragen und neu formulierten Thesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#x201E;kunstsnm&#x201C; steht beispielhaft f&#xFC;r Veranstaltungen des Lehrstuhls f&#xFC;r Kunstgeschichte des Mittelalters auf Master-Stufe: die gew&#xE4;hlte Arbeitsform verbindet die Anleitung zum eigenst&#xE4;ndigen, methodisch reflektierten Forschen mit praxisnaher T&#xE4;tigkeit in einem musealen Umfeld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span style=\"text-decoration: underline\"><strong><a href=\"http:\/\/www.phil.uzh.ch\/elearning\/blog\/kunstsnm\/impressum\/\">Prof. Dr. David Ganz<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schweizerische Nationalmuseum&#xA0;(SNM) hat den Auftrag, die Kulturgeschichte der Schweiz von der Ur- und Fr&#xFC;hgeschichte bis zur Gegenwart zu dokumentieren. 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