Social Media Kampagne „Provenienzen SKKG“

Ich habe mich dazu entschieden eine Social Media Kampagne über Provenienzen und die Provenienzforschung zu machen. Die Social Media Kampagne hat zum Ziel den Besitzer:innenwechsel und die Hintergründe zu den Objekten spannend und verständlich visuel darzustellen.

Luana Popaj

Ausgangslage
Ich habe mich dazu entschieden eine Social Media Kampagne über Provenienzen und die Provenienzforschung zu machen. Hierfür habe ich den Fokus auf die Sammlung der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, kurz SKKG, gelegt. Die SKKG ist eine Schweizer Stiftung, welche 1980 gegründet wurde und sich mit der Sammlungs- und Förderungstätigkeit befasst.[1] Gegründet wurde sie durch Bruno Stefanini, einem Schweizer Immobilienbesitzer und Kunstsammler.[2] Die Stiftung fokussiert sich nicht nur auf Kunstwerke, sondern auch auf Objekte, welches ein Kulturerbe darstellt. Durch die Stiftung soll das Kulturerbe erhalten werden, wobei es sich nicht nur um Objekte handeln soll, die ein Schweizer Kulturerbe darstellen. So haben viele Objekte einen internationalen und ausserschweizerischen historischen Hintergrund.[3]

Die Stiftung und deren Sammlungen sind für das Projekt von grossem Interesse, da die Stiftung einerseits aktiv Provenienzforschung betreibt und somit auch Provenienzen zu bestimmten Objekten grösstenteils erforscht wurden. Ein weiterer Aspekt ist auch, dass sich die Instagrammseite von der Stiftung nicht mit ihrer Sammlung befasst, sondern eher mit Ausstellungen oder Veranstaltungen, in denen die Stiftung involviert ist.

Die Idee, die Provenienzforschung der Stiftung durch die Nutzung von einer visuellen Social Media Plattform darzustellen und den Menschen näher zu bringen, wurde also noch nicht umgesetzt. Die Provenienzforschung wird in Bereichen der Kunst und Kultur immer wichtiger, was sich unter anderem durch die zahlreichen Zeitungsberichte über geraubte oder gefälschte Kunstwerke zeigt. Jedoch geht es in der Provenienzforschung nicht nur darum zu klären, ob es sich bei den Objekten um Fälschungen handelt oder ob sie unter fragwürdigen Umständen angeeignet wurden. Die Provenienzforschung befasst sich mit den Besitzer:innenwechsel und den Hintergründen zu Objekten und Kunstwerken.[4] Die Provenienzforschung wird bei Auktionen auch oft als ein Marketingmittel gebraucht. So werden bekannte Besitzer:innen und Fakten beim Vermarkten vor der Auktion hervorgehoben.

Projektbeschrieb
Die Social Media Kampagne hat das Ziel den Besitzer:innenwechsel und die Hintergründe zu den Objekten spannend und verständlich visuel darzustellen.

 

Innerhalb dieses Projekts konnte ich jedoch selbst keine Bilder der Objekte machen und die Bildrechte an den Fotografien der ehemaligen Besitzer:innen zu kriegen erwies sich als schwierig. Auch konnte ich keine eigenen Videos von den Objekten oder dem Arbeitsprozess machen, was sich sehr gut für das Erstellen von Stories und Reels geeignet hätte und einen tieferen Einblick in die Provenienzforschung ermöglicht hätte. Es wäre auch möglich gewesen selbst vor der Kamera zu stehen und so Reels oder Stories zu drehen, jedoch sollte es bei diesem Projekt nicht um mich gehen oder die Person, die hinter der Instagrammseite steckt, sondern um die Objekte und den Informationen zu den Objekten.

Da sich die Provenienz und die Forschung hauptsächlich auf schriftlicher Ebene befindet und auch so kommuniziert wird, war es eine zusätzliche Herausforderung die Objekte und die Provenienzen visuell darzustellen. Die Bilder zu den Werken wurden jeweils thematisch in Dreier- oder Sechserblöcken hochgeladen. So wurden die Posts visuell ansprechend dargestellt und die Seite sieht dann auch ästhetischer aus. Es wurden auch jeweils interaktive Plakate oder Texte gepostet, die sich mit Fragen aus der Provenienz- und Sammlungsforschung beschäftigen. Dazu folgten dann Antworten oder Posts zu Objekten, wobei der Text in der Beschreibung zu finden war und nicht auf dem Bild selbst.

Reflexion
Die Instagrammseite zu gestalten, erwies sich als eine Herausforderung war aber zugleich auch spannend, denn es stellt eine andere Form der Kommunikation von Sammlungen dar.

Wie schon zuvor erwähnt, konnte ich durch die Schwierigkeiten das volle Potenzial in diesem Projekt nicht ausschöpfen. Für eine Person, die in der Stiftung arbeitet oder für die Provenienzforschung zuständig ist, wäre es möglich gewesen, selbst Fotos und Videos zu machen und diese interaktiv mit den Follower:innen zu posten. Eine Stärke des Projektes ist, dass die Provenienz- und Sammlungsforschung auf einer für alle zugänglichen Plattformen gezeigt werden kann und dessen Wichtigkeit der breiteren Masse näherbringen kann. Das Projekt soll also aufzeigen, dass die Vermittlung von Sammlungen und Provenienzen auf visueller Ebene ergänzt werden kann.

[1] Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte 2023.

[2] Ebd.

[3] Ebd.

[4] Schwartz et al. 2019.

 

Literatur
Last Week Tonight 2022: Last Week Tonight, John Oliver, Museums: Last Week Tonight with John Oliver (HBO), https://youtu.be/eJPLiT1kCSM, zuletzt aufgerufen am 20.05.2023.

Schwartz et al. 2019: Museum August Kestner, Johannes Schwartz und Simone Vogt (Hrsg.), Was ist Provenienzforschung? Die Washingtoner Prinzipien, ihre Umsetzung in Deutschland und Forschungen in der Landeshauptstadt Hannover, in: Spuren der NS-Verfolgung. Provenienzforschung in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Hannover, Köln 2019.

Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte 2023: Stifung für Kunst, Kultur und Geschichte, https://www.skkg.ch/pages/stiftung, zuletzt aufgerufen am 20.05.2023.

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