 {"id":282,"date":"2022-09-05T16:06:22","date_gmt":"2022-09-05T16:06:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/?page_id=282"},"modified":"2023-11-27T10:10:10","modified_gmt":"2023-11-27T10:10:10","slug":"unterrichtsvorschlaege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik-in-der-schule-einleitung\/unterrichtsvorschlaege\/","title":{"rendered":"Unterrichtsvorschl\u00e4ge &#8211; Die sprachlichen Wurzeln Europas"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Ideen f\u00fcr Transfer: Linguistik &gt; Sprachdidaktik&#8220; color=&#8220;sky&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Ftransfer-ideen%2F|title:Ideen%20f%C3%BCr%20Transfer&#8220; el_class=&#8220;bs-color4&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Unterrichtsvorschl\u00e4ge&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Swiss linguistic landscapes&#8220; color=&#8220;blue&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Flinguistic-landscapes%2F|title:Linguistic%20landscapes&#8220; el_class=&#8220;bs-color1&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInLeft&#8220;][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;100&#8243; no_fill=&#8220;true&#8220; collapsible_all=&#8220;true&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1692016552513-b6bdd6c9-59be&#8220;][vc_column_text]In diesem Bereich haben wir drei linguistische Themen zu vollst\u00e4ndigen Unterrichtsvorschl\u00e4gen ausgearbeitet (f\u00fcr eine reine Ideensammlung, siehe <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik-in-der-schule-einleitung\/transfer-ideen\/\">hier<\/a>); zum Teil wurden sie von den Autorinnen und Autoren sogar selbst oder im Auftrag im schulischen Kontext erprobt. Die ausgew\u00e4hlten Inhalte passen thematisch zum Kompetenzbereich \u201eSprache und Sprachgebrauch\u201c reflektieren: Hierbei geht es um die F\u00e4higkeit, \u201edie Systematik und Struktur von Sprache wie auch ihre kommunikativen und medialen Verwendungsweisen zum Gegenstand der Reflexion zu machen\u201c (Feilke\/Jost 2015: 236). Dazu geh\u00f6rt auch, die Struktur und Funktion von Sprachvariet\u00e4ten zu beschreiben (siehe Feilke\/Jost 2015: 238). Unter \u201eKompetenzbereich\u201c sind Leistungsanforderungen im fachlichen Bereich zu verstehen, auch bekannt als \u201eBildungsstandards\u201c (vgl. f\u00fcr einen \u00dcberblick \u00fcber die Bildungsstandards f\u00fcr das Fach Deutsch, Becker-Mrotzek et al. 2015). Im Kompetenzbereich \u201eSprache und Sprachgebrauch\u201c gibt es nun, wie das obige Zitat zeigt, einen sprach<em>systematischen<\/em> Aspekt (Sprache als System) und einen sprach<em>funktionalen<\/em> Aspekt (Sprache als Kommunikationsmedium). Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen nachvollziehen, dass Sprache nach bestimmten Regeln funktioniert und dass Sprache aus verschiedenen Gestaltungsmitteln besteht, welche man f\u00fcr eine (gelungene) Kommunikation einsetzt.[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_accordion][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Die sprachlichen Wurzeln Europas \/ Sprachgeschichte&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][vc_btn title=&#8220;Lexikalische und grammatische Variation im deutschen Sprachraum \/ Dialektologie&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege-linguistische-variation-im-deutschen-sprachraum%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge%20%E2%80%93%20Linguistische%20Variation%20im%20deutschen%20Sprachraum&#8220;][vc_btn title=&#8220;Sprachinselvariet\u00e4t Amish Shwitzer \/ Sprachwandel und Sprachkontakt&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege-amish-shwitzer%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge%20%E2%80%93%20Amish%20Shwitzer&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_tta_tabs active_section=&#8220;1&#8243;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1691573993491-171ab08d-fd7b&#8220;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]Mithilfe von Theorietexten, auditiven Inputs und eigenen Sprachkenntnissen sollen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler neben der geografischen Verteilung der Sprachen in Europa auch die gr\u00f6sseren Zusammenh\u00e4nge indoeurop\u00e4ischer Sprachen kennenlernen. Sie sollen durch die neu erlangten Erkenntnisse Verkn\u00fcpfungen zwischen den in Europa gesprochenen Sprachen herstellen k\u00f6nnen und Wissen \u00fcber drei grosse, indoeurop\u00e4ische Sprachzweige erlangen. Zus\u00e4tzlich sollen sie mehr \u00fcber die wissenschaftliche Disziplin \u00abLinguistik\u00bb erfahren und lernen, linguistische Methoden selbst anzuwenden.<\/p>\n<p>Die Unterrichtseinheit ist f\u00fcr die\u00a0gymnasiale Oberstufe und die Sekundarstufe geeignet.<\/p>\n<p>Das hier pr\u00e4sentierte Unterrichtskonzept wurde im Rahmen des Masterseminars \u201eVariation und Mehrsprachigkeit: theoretisch, empirisch, didaktisch\u201c (Fr\u00fchlingssemester 2023) am Deutschen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich erstellt. Das Konzept wurde mit Zustimmung der Autoren auf der Webseite des Projekts <em>Dialekt Ressource<\/em> (<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/\">DiRes<\/a>), das unter der Leitung von Dr. Ann-Marie Moser (Universit\u00e4t Z\u00fcrich) steht, ver\u00f6ffentlicht.[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Fachwissenschaftlicher Hintergrund&#8220; tab_id=&#8220;1691574105739-3284ebbf-f940&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Das Fachgebiet der <em>Sprachwissenschaft <\/em>(Linguistik)<\/h4>\n<p>Die Linguistik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der (empirischen) Beschreibung von Sprachen und Theorien sprachlicher Kommunikation befasst. Die Forschung l\u00e4sst sich in eine Reihe einzelner Teildisziplinen untergliedern, die sich, abh\u00e4ngig von untersuchtem Gegenstandsbereich, verwendeter Methode und spezifischem Erkenntnisinteresse, voneinander unterscheiden.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt aller Teildisziplinen ist die Erforschung von sprachlichen Zeichen, wobei verschiedene Teilebenen unterschieden werden. In der <em>Phonetik<\/em> und der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/phonologie\/\"><em>Phonologie<\/em><\/a> steht die Untersuchung des Lautes oder Lautereignisses sowie die Silbe im Fokus. Gr\u00f6ssere Einheiten, wie beispielsweise einzelne W\u00f6rter oder Teile von einzelnen W\u00f6rtern (sog. Morpheme), sind Schwerpunkt der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/morphologie\/\"><em>Morphologie<\/em><\/a>,\u00a0 w\u00e4hrend sich in der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/syntax\/\"><em>Syntax<\/em><\/a> alles um die Verkn\u00fcpfung mehrerer W\u00f6rtern zu einem Satz dreht. In der <em>Pragmatik<\/em> besch\u00e4ftigt man sich wiederum mit den Bedingungen und Regularit\u00e4ten von sprachlichem Handeln, also beispielsweise mit der Frage, welche Bedeutung ein Satz wie \u00abHiermit mache ich Sie zu Mann und Frau\u00bb auf dem Standesamt erlangt, und wann dieser Satz gerade keine Bedeutung erlangt (bspw. zuhause auf der Couch). Weitere Teilbereiche der Linguistik sind die <em>Graphematik<\/em> und <em>Semantik. <\/em>Neben diesen klassischen oder auch traditionellen Bereichen der Linguistik gibt es auch Teilbereiche mit interdisziplin\u00e4rem Charakter wie die Soziolinguistik (Gesellschaft und Sprache), Textlinguistik (Text \u2013 seien es literarische oder nicht-literarische \u2013 und Sprache) oder Psycholinguistik (Psychologie und Linguistik).<\/p>\n<p>Die vorliegende Unterrichtseinheit basiert in erster Linie auf den Ergebnissen der <em>historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft<\/em>. \u00a0Deren Bestreben liegt im Erforschen der historischen Entwicklung von Sprachen und den Verwandtschaftsverh\u00e4ltnissen dieser Sprachen zueinander: Welche Sprache stammt von welcher \u00abMuttersprache\u00bb ab, so k\u00f6nnte man verk\u00fcrzt die Intention dieser Forschungsrichtung wiedergeben. Die Fragestellungen besch\u00e4ftigen sich also sowohl mit dem Ursprung von Sprachen als auch mit Sprachverwandtschaft, wobei der Hauptuntersuchungsgegenstand die Ver\u00e4nderung von Sprachen im Verlauf der Zeit darstellt. Dieser Vergleich verschiedener Sprachstufen \u00fcber einen l\u00e4ngeren historischen Zeitraum hinweg wird auch als <em>diachrone Herangehensweise <\/em>bezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Fachwissenschaftliche Grundlagen zum Unterrichtskonzept<\/h4>\n<p>Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler halten seit Langem die <em>Arbitrarit\u00e4t<\/em> bzw. <em>Willk\u00fcrlichkeit<\/em> von W\u00f6rtern f\u00fcr ein grunds\u00e4tzliches Merkmal aller menschlichen Sprachen. Damit ist gemeint, dass ein Hund genauso gut <em>Katze<\/em> heissen k\u00f6nnte, oder eben Englisch <em>dog<\/em>, Franz\u00f6sisch <em>chien<\/em> usw. Gleichzeitig gibt es viele W\u00f6rter, die in verschiedenen Sprachen \u00e4hnlich oder gleich klingen: etwa Deutsch <em>Haus <\/em>und English <em>house<\/em> oder Deutsch <em>Kaffee<\/em> und Franz\u00f6sisch <em>caf\u00e9<\/em>. Solche \u00c4hnlichkeit liegt nicht am benannten Ding selbst \u2013 die Begriffe <em>Haus<\/em> und <em>house<\/em> passen nicht von Natur aus besser zu einem Wohngeb\u00e4ude als beispielsweise Franz\u00f6sisch <em>maison<\/em>. Es gibt nur sehr wenige Gegenbeispiele, darunter <em>Mama<\/em>\/<em>mama<\/em>\/<em>maman<\/em>, das f\u00fcr Kleinkinder ganz einfach auszusprechen ist.<\/p>\n<p>Manchmal sind sich W\u00f6rter auch nur per Zufall \u00e4hnlich, z.B. Deutsch <em>Feuer <\/em>und Franz\u00f6sisch <em>feu<\/em>. Da die Anzahl m\u00f6glicher Sprachlaute begrenzt ist, ist es keine grosse \u00dcberraschung, wenn ab und zu ein Gegenstand in zwei Sprachen mit einer \u00e4hnlichen Lautkombination bezeichnet wird. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Zufalls wird aber viel kleiner, sobald erstens mehr als zwei Sprachen \u00e4hnliche W\u00f6rter verwenden oder zweitens mehrere Paare \u00e4hnlicher W\u00f6rter vorliegen. In diesem Fall gibt es daf\u00fcr zwei andere, m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen: Entlehnung und gemeinsame Abstammung.<\/p>\n<p>Entlehnung \u2013 also die \u00dcbernahme eines Worts aus einer Sprache in eine andere \u2013 ist besonders h\u00e4ufig, wenn neue Gegenst\u00e4nde in einem Gebiet bekannt werden, wo es sie vorher nicht gegeben hat. Im Deutschen verwenden wir etwa f\u00fcr digitale Ger\u00e4te W\u00f6rter aus dem Englischen, weil die Ger\u00e4te selbst haupts\u00e4chlich aus den USA stammen: <em>Computer<\/em>, <em>Smartphone<\/em>, <em>Tablet<\/em> usw. F\u00fcr Gegenst\u00e4nde und Vorstellungen (sog. Konzepte), die es schon seit Langem und an ganz verschiedenen Orten gibt, ist diese Erkl\u00e4rung jedoch nicht plausibel. Was ein Haus ist, haben deutschsprachige Menschen sicher nicht erst von englischsprachigen gelernt (und auch nicht umgekehrt). In diesem Fall spricht man von gemeinsamer Abstammung. Das bedeutet, dass zwei oder mehr Sprachen sich allm\u00e4hlich aus einer anderen, fr\u00fcheren Sprache unterschiedlich entwickelt haben, die es aber nicht mehr gibt.<\/p>\n<p>Eine Sprachfamilie ist demnach eine Gruppe von Sprachen, die \u00abgenetisch\u00bb miteinander verwandt sind. Ein Beispiel daf\u00fcr w\u00e4ren die Sprachen \u00abEnglisch\u00bb und \u00abDeutsch\u00bb, die beide zur <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/grundbegriffe\/#1666087264615-4841488b-cecb\">indoeurop\u00e4ischen Sprachfamilie<\/a> gez\u00e4hlt werden. Die Tochtersprachen der indoeurop\u00e4ische Familie erstrecken sich heute geografisch von Indien bis nach Nordeuropa.<\/p>\n<p>Die meisten der heute in Europa gesprochenen Sprachen z\u00e4hlen zu dieser Familie, wobei unterschiedliche Subgruppierungen (sog. Sprachzweige) unterschieden werden. Alle dieser Sprachen k\u00f6nnen auf die gemeinsame, rekonstruierte<sup><a id=\"fnref-1\" href=\"#fn-1\">1<\/a><\/sup> Ursprache <em>Indoeurop\u00e4isch<\/em> zur\u00fcckgef\u00fchrt werden und sind entsprechend genetisch verwandt.<\/p>\n<p>Die genetische Verwandtschaft zweier Sprachen wird in der Regel aufgrund von <em>Kognaten<\/em> (Wortgruppen aus verschiedenen Sprachen, die sich in ihrer Form \u00e4hneln) bestimmt. Beispielsweise sind English <em>water <\/em>und Deutsch <em>wasser<\/em> solche Kognaten. Vergleicht man diese beiden W\u00f6rter mit Schwedisch <em>vatten <\/em>oder Isl\u00e4ndisch <em>vatn, <\/em>so sind \u00c4hnlichkeiten zu beobachten (siehe dazu auch <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik-in-der-schule-einleitung\/unterrichtsvorschlaege\/#1691573993498-51a674ba-f07f\">Aufgabe 2<\/a>, wo W\u00f6rter mit der Bedeutung <em>Fisch <\/em>verglichen werden). Dies ist nicht verwunderlich, den auch Schwedisch und Isl\u00e4ndisch sind indoeurop\u00e4ische Sprachen. Weitere indoeurop\u00e4ische Sprachen sind Franz\u00f6sisch, Italienisch oder Spanisch, aber auch Russisch, Bulgarisch oder Albanisch z\u00e4hlen zu dieser Sprachfamilie. Vergleicht man jedoch die obengenannten Beispiele mit Spanisch <em>agua <\/em>und Italienisch <em>acqua,<\/em> so sind die Unterschiede nicht zu \u00fcbersehen. Diese Unterschiede lassen sich mit der Diversifizierung der Sprachen innerhalb der indoeurop\u00e4ischen Sprachfamilie erkl\u00e4ren. So handelt es sich beispielsweise bei Englisch, Deutsch, Schwedisch und Isl\u00e4ndisch um <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/grundbegriffe\/#1666087649538-f8c3972b-1244\">germanische Sprachen<\/a>, w\u00e4hrend Spanisch und Italienisch zu den romanischen Sprachen gez\u00e4hlt werden. Der Fokus dieser Unterrichtseinheit liegt auf den indoeurop\u00e4ischen Sprachen, die dem germanischen, dem romanischen oder slawischen Sprachzweig angeh\u00f6ren. Zus\u00e4tzlich zu diesen Zweigen geh\u00f6ren auch die <em>keltischen <\/em>(z.B. Irisch) und <em>baltischen<\/em> Sprachen (Lettisch, Litauisch) sowie Griechisch und Albanisch zur indoeurop\u00e4ischen Familie. Weitere in Europa gesprochene Sprachen, die jedoch nicht zur indoeurop\u00e4ischen Familie gez\u00e4hlt werden, sind: Finnisch, Estnisch, Ungarisch und die samischen Sprachen (Finno-Ugrisch), Maltesisch (Semitisch), Baskisch (isoliert) sowie T\u00fcrkisch (Turksprachen).<\/p>\n<p>Die Zuordnung einer Sprache zu einer Familie oder einem Zweig ist nicht immer eindeutig, weshalb Phylogenien (die Darstellung von genetischer Verwandtschaft) immer wieder in Frage gestellt werden. Um Zufall und Entlehnung als Erkl\u00e4rungen f\u00fcr Verwandtschaft auszuschliessen, werden Sprachen nur dann derselben Sprachfamilie zugeordnet, wenn bestimmte Indizien vorliegen. Am wichtigsten sind regelm\u00e4ssige \u00dcbereinstimmungen nicht nur in W\u00f6rtern, sondern auch in der Grammatik. <em>Regelm\u00e4ssig<\/em> meint, dass bestimmte Elemente einer Sprache in der Regel mit bestimmten Elementen einer anderen korrespondieren. Wenn beispielsweise ein Wort in Sprache 1 mit \u2018<em>d<\/em>\u2019 beginnt, beginnt das gleichbedeutende Wort der Sprache 2 (fast) immer mit \u2018<em>t<\/em>\u2019; oder wenn in Sprache 1 ein Wort den Plural mit der Endung &#8211;<em>s<\/em> bildet, bildet das gleichbedeutende Wort in Sprache 2 den Plural (fast) immer auf &#8211;<em>r.<\/em>[\/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<ol>\n<li id=\"fn-1\">Es gibt keine Aufzeichnungen oder \u00dcberlieferungen dieser Sprache. Die Sprache wurde basierend auf dem Vergleich verschiedener indoeurop\u00e4ischer Tochtersprachen rekonstruiert. Das heisst, dass W\u00f6rter der verschiedenen verwandten Sprachen systematisch miteinander verglichen werden. Basierend auf den Gemeinsamkeiten kann eine Urform rekonstruiert werden.<a href=\"#fnref-1\">\u2191<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]Literaturnachweis:<\/p>\n<ul>\n<li>Gl\u00fcck, Helmut\/R\u00f6del, Michael (Hrsg.) (2016): Metzler Lexikon Sprache. 5., aktualisierte und \u00fcberarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler.<\/li>\n<li>Haarmann, Harald (2003): Das Sprachenmosaik Europas, in: Europ\u00e4ische Geschichte Online (EGO) vom Institut fu\u0308r Europa\u0308ische Geschichte (IEG), Mainz 2011-08-03. URL: http:\/\/www.ieg-ego.eu\/haarmannh-2011-de [26.06.2023]<\/li>\n<li>Kausen, Ernst (2012): Die indogermanischen Sprachen. Von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart. Hamburg: Helmut Buske Verlag GmbH.<\/li>\n<li>Kausen, Ernst (2013): Die Sprachfamilien der Welt, Teil 1. Hamburg: Helmut Buske Verlag GmbH.<\/li>\n<li>Terry Crowley\/Bowern, Claire (2010): An Introduction to Historical Linguistics. 4., aktualisierte und \u00fcberarbeitete Auflage. Oxford: Oxford University Press.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator style=&#8220;double&#8220; border_width=&#8220;2&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; align=&#8220;center&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FUnterrichtskonzept_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_Fw.-Hintergrund.pdf|title:Fachwissenschaftlicher%20Hintergrund|target:_blank&#8220;][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Unterrichtsablauf&#8220; tab_id=&#8220;1691575467745-98947f8f-7706&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Schematischer Ablauf<\/h4>\n<p>Die Unterrichtseinheit kann mit mehr oder weniger Input von Seiten der Lehrperson gestaltet werden. Entsprechend gibt es zwei verschiedene Versionen des Arbeitsblattes. In der einen Version sind die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dazu aufgefordert, sich Wissen \u00fcber das Thema durch einen Lekt\u00fcreauftrag anzueignen. Soll mehr Input von Seiten der Lehrperson erfolgen, so kann die Version des \u00dcbungsblatts verwendet werden, die lediglich die Aufgaben beinhaltet. Die Aufgabenbl\u00e4tter sowie zus\u00e4tzliche Kommentare zu den einzelnen Aufgaben finden Sie im Reiter &#8222;Downloads&#8220;.<\/p>\n<p>Im Folgenden findet sich ein exemplarischer Ablauf. Da dieses Material auf unterschiedlichen Schulstufen verwendet werden kann, liegt die finale Planung bei der Lehrperson. Die Zeitangaben sind als Richtwerte zu verstehen und keinesfalls bindend: Je nach Klassentyp und -stufe sowie dem vorhanden Vorwissen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen die Zeiten stark variieren.[\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1692358690070{border-top-width: 1px !important;border-right-width: 1px !important;border-bottom-width: 1px !important;border-left-width: 1px !important;padding-right: 3px !important;border-left-color: #e5e5e5 !important;border-left-style: ridge !important;border-right-color: #e5e5e5 !important;border-right-style: ridge !important;border-top-color: #e5e5e5 !important;border-top-style: ridge !important;border-bottom-color: #e5e5e5 !important;border-bottom-style: ridge !important;border-radius: 1px !important;}&#8220;]<\/p>\n<table style=\"height: 1166px\" width=\"1096\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>Sozialform<\/th>\n<th>Kurzbeschreibung und Ziel<\/th>\n<th>Material<\/th>\n<th>Zeit<\/th>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Input, moderiertes Gespr\u00e4ch<\/td>\n<td>Kognitive Aktivierung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler; Ankn\u00fcpfung an ihre Lebenswelt. Zwei Vorschl\u00e4ge dazu, siehe weiter unten auf dieser Website.<\/td>\n<td><\/td>\n<td>5\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Gruppenarbeit<\/td>\n<td>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler notieren auf einem Blatt Papier die von ihnen gesprochene(n) Sprache(n) und \u00fcbersetzen einen einfachen Satz in ihre Sprache(n). F\u00fcr den anschliessenden Vergleich wurde Aufgabe 1 konzipiert. In kleineren Gruppen besprechen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Ergebnisse, erkennen Gemeinsamkeiten zwischen ihren Sprachen und arbeiten diese heraus.<\/p>\n<p>Allenfalls kann nach abgeschlossener Gruppenarbeit eine kurze Plenumsdiskussion angef\u00fcgt werden, in der die verschiedenen Gruppen ihre Sprachen vorstellen.<\/td>\n<td>Arbeitsblatt<\/td>\n<td>10\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Input<\/td>\n<td>Pr\u00e4sentation des ersten Theorieblocks oder Aneignung durch eigenst\u00e4ndiges Lesen. Nach dem Bearbeiten der Theorie sollten Fragen beantwortet oder einzelne Aspekte (freie Wahl der Lehrperson) genauer betrachtet werden.<\/td>\n<td>frei<\/td>\n<td>15\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Einzel- oder Gruppenarbeit<\/td>\n<td>Einzeln oder in kleinen Gruppen bearbeiten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nun Aufgabe 2. Ziel ist, die drei Sprachzweige zu finden, die im Verlauf des Unterrichts genauer besprochen werden.<\/td>\n<td>Arbeitsblatt<\/td>\n<td>10\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Input<\/td>\n<td>Wenn die Aufgabe bearbeitet ist, kann die Aufl\u00f6sung dazu pr\u00e4sentiert werden. Dies kann wiederum durch Lesen oder durch den Input der Lehrperson geschehen.<\/td>\n<td>frei<\/td>\n<td>5\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td><\/td>\n<td>Pause<\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Einzel- oder Gruppenarbeit<\/td>\n<td>In Aufgabe 3 werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aufgefordert, ihr Wissen zur geografischen Verteilung der Sprachen anzuwenden. Dazu wird ihnen eine blanke Karte pr\u00e4sentiert. Auf dieser sollen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr jedes Land den oder die Sprachzweige bestimmen.<\/td>\n<td>Arbeitsblatt<\/td>\n<td>10\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Einzelarbeit<\/td>\n<td>Um die Aufgabe selbstst\u00e4ndig zu korrigieren, k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die drei kurzen Kapitel zu den verschiedenen Sprachzweigen lesen. Dadurch erfahren sie nicht nur, welche Sprachen zum jeweiligen Zweig geh\u00f6ren, sondern auch noch weitere linguistisch relevante Informationen.<\/td>\n<td>Arbeitsblatt<\/td>\n<td>10\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Plenum<\/td>\n<td>Neben den visuellen Inputs sollen den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auch auditive Inputs geliefert werden, sodass sie ihr in der Unterrichtseinheit erlangtes Wissen verbinden und gleichzeitig auf spielerische Art testen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr werden Audioausschnitte von der Website <em>omniglot.com<\/em> abgespielt und die Sch\u00fcler:innen sollen diese in der Tabelle von Aufgabe 4 eintragen. Es wird empfohlen, dass die Lehrperson die Sprachen individuell ausw\u00e4hlt und mit den in der Klasse gesprochenen abstimmt. Es ist durchaus auch sinnvoll, nicht-indoeurop\u00e4ische Sprachen miteinzubeziehen.<br \/>\nDas Sprachen-Quiz soll allein ausgef\u00fcllt werden und wird danach im Plenum diskutiert.<\/td>\n<td>Arbeitsblatt<\/td>\n<td>15\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"top\">\n<td>Plenum<\/td>\n<td>Den Abschluss der Unterrichtseinheit bilden eine Blitzlichtrunde und die Reflexion der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcber den eigenen Lernprozess. Die Blitzlichtrunde greift das Konzept der Sprachfamilien, welche die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler am Anfang der Unterrichtseinheit gebildet haben, nochmals auf und schliesst somit die didaktische Klammer.<br \/>\nUm die erste Aufgabe wieder aufzugreifen, kann auf der Wandtafel einer oder mehrere Sprachb\u00e4ume gezeichnet werden, die alle in der Klasse vertretenen Sprachen beinhalten.<\/td>\n<td>Wandtafel<\/td>\n<td>10\u2019<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Exemplarische Einleitung in die Unterrichtseinheit<\/h4>\n<p><strong>Vorschlag 1<\/strong><\/p>\n<p>Steigen sie mit ein paar allgemeinen Aussagen in das Thema ein. Dies k\u00f6nnte ungef\u00e4hr wie folgt aussehen:<\/p>\n<p>&#8222;Auf der Welt gibt es heute tausende von Sprachen. Viele verschiedene werden in der Schweiz gesprochen, andere nur in weit entfernten L\u00e4ndern. Jede und jeder von uns kennt eine oder zwei sehr gut, andere mehr oder weniger gut und nochmals andere nur dem Namen nach. Diese Sprachen unterscheiden sich bez\u00fcglich Schrift, Aussprache, Wortschatz, Grammatik und Verwendungskontext. Deshalb ist es schwierig, eine neue Sprache zu lernen \u2013 aber hin und wieder st\u00f6sst man doch auf Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Sprachen!&#8220;<\/p>\n<p>Anschliessend k\u00f6nnen verschiedene Beispiele f\u00fcr solche Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede genannt oder an der Tafel\/per Pr\u00e4sentation gezeigt werden. Hier k\u00f6nnten auch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eingebunden werden. Verschiedene Beispiele finden Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00f6rter, die in mehreren Sprachen identisch ausgesprochen werden: Z.B. die <em>Maus<\/em> heisst auf Englisch ebenfalls <em>mouse<\/em>. Selbes gilt auch f\u00fcr <em>Haus<\/em>. Die schweizerdeutschen Begriffe <em>muus <\/em>und <em>huus <\/em>unterscheiden sich hingegen davon.<\/li>\n<li>Grammatische Muster, die in verschiedenen Sprachen identisch sind: Z.B. im Franz\u00f6sischen wird das <em>pass\u00e9 compos\u00e9<\/em> wie das deutsche Perfekt mit <em>avoir <\/em>oder <em>\u00eatre<\/em>, den W\u00f6rtern f\u00fcr <em>haben <\/em>und <em>sein<\/em>, gebildet. Im Englischen wird f\u00fcr das <em>past perfect<\/em> jedoch <em>to be<\/em> und nicht auch <em>to have <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bevor Sie mit der ersten Aufgabe beginnen, kann an dieser Stelle als \u00dcberleitung eine Frage ins Plenum gestellt werden: Was w\u00e4re also, wenn man Sprachen nach ihrer \u00c4hnlichkeit anordnen w\u00fcrde, um ein bisschen Ordnung in die Sprachenvielfalt zu bringen? An dieser Stelle kann auch bereits auf die Disziplin der Linguistik vorgegriffen werden. Den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kann so bereits erkl\u00e4rt werden, dass ihre erste Aufgabe jener einer Wissenschaftlerin\/eines Wissenschaftlers der Linguistik \u00e4hnelt: Datenerhebung (Sammlung von verschiedenen sprachlichen \u00c4usserungen) und anschliessende Auswertung (Vergleich der Sprachen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorschlag 2<\/strong><\/p>\n<p>Der Einstieg erfolgt mithilfe eines Gedankenspiels. Folgendes Szenario wird pr\u00e4sentiert:<\/p>\n<p>&#8222;Du bist in den Ferien und sitzt in einem touristischen Caf\u00e9 oder einem Restaurant einer belebten Stadt in Europa. Um dich herum h\u00f6rst du Menschen in den verschiedensten Sprachen sprechen \u2013 Deutsch, Franz\u00f6sisch, Spanisch, Serbisch und viele mehr, die du noch nie geh\u00f6rt hast. Dir f\u00e4llt auf, dass sich die meisten Sprachen deutlich voneinander unterscheiden, und trotzdem h\u00f6rt man zwischen einige Sprachen gewisse \u00c4hnlichkeiten. Vielleicht f\u00e4llt dir auch auf, dass du manche Sprachen ein wenig verstehst, obwohl du sie gar nicht sprichst. Hast du dich jemals gefragt, woran das liegt? Oder wie diese Sprachen entstanden sind und wie sie miteinander verbunden sind?&#8220;<\/p>\n<p>Mit diesem Beispiel soll den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein Eindruck in die faszinierende Sprachenvielfalt Europas, mit ihren Sprachfamilien, vermittelt werden. Anschliessend wird der grobe Ablauf der Lektion vorgestellt. Hier w\u00e4re zu erw\u00e4hnen, dass diese Unterrichtseinheit sich mit der vielf\u00e4ltigen Sprachlandschaft Europas besch\u00e4ftigt und dass nun gemeinsam versucht werde, mehr \u00fcber diese Sprachen zu lernen. Es kann auch erkl\u00e4rt werden, dass im Verlauf des Unterrichts einige der gr\u00f6ssten Sprachfamilien Europas pr\u00e4sentiert und diskutiert werden. Dabei werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Hilfe einer Karte auch nachverfolgen k\u00f6nnen, in welchen L\u00e4ndern man \u00e4hnliche bzw. verwandte Sprachen spricht. Am Schluss der Lektion k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihr eigenes Wissen im H\u00f6rquiz auf die Probe stellen und das zu Beginn der Einheit beschriebene Szenario nacherleben.[\/vc_column_text][vc_separator style=&#8220;double&#8220; border_width=&#8220;2&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; align=&#8220;center&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FUnterrichtskonzept_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_Unterrichtsablauf.pdf|title:Unterrichtseinheit|target:_blank&#8220;][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Downloads&#8220; tab_id=&#8220;1691573993498-51a674ba-f07f&#8220;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Vollst\u00e4ndige Unterrichtseinheit<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FUnterrichtskonzept_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas.pdf|title:Vollst%C3%A4ndige%20Unterrichtseinheit|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space height=&#8220;15px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Kommentare zu den Aufgaben<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FUnterrichtskonzept_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_Kommentare-Aufgaben.pdf|title:Kommentare%20zu%20Aufgaben|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space height=&#8220;15px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Handout mit Aufgaben<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FHandout_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_Aufgaben.pdf|title:Handout|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als .docx&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FHandout_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_Aufgaben.docx|title:Handout|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space height=&#8220;15px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Handout mit Aufgaben (mit Begleittext)<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FHandout_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_AufgabenBegleittext.pdf|title:Handout%20mit%20Begleittext|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als .docx&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F08%2FHandout_Die-sprachlichen-Wurzeln-Europas_AufgabenBegleittext.docx|title:Handout%20mit%20Begleittext|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_tta_section][\/vc_tta_tabs][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator][vc_column_text]Literaturnachweis:<\/p>\n<ul>\n<li>Becker-Mrotzek, Michael\/K\u00e4mper-van den Boogaart, Michael\/K\u00f6ster, Juliane K\u00f6ster\/Stanat, Petra Stanat\/Gippner, Gabriele Gippner (2015) (Hrsg.): Bildungsstandards aktuell: Deutsch in der Sekundarstufe II. Braunschweig: Westermann Schroedel Diesterweg Sch\u00f6ningh Winklers GmbH.<\/li>\n<li>Feilke, Helmuth\/Jost, J\u00f6rg (2015), unter Mitarbeit von Angelika Buss und Ulrich Nill: Sprache und Sprachgebrauch reflektieren. In: Becker-Mrotzek, Michael\/K\u00e4mper-van den Boogaart, Michael\/K\u00f6ster, Juliane K\u00f6ster\/Stanat, Petra Stanat\/Gippner, Gabriele Gippner (2015) (Hrsg.): Bildungsstandards aktuell: Deutsch in der Sekundarstufe II. Braunschweig: Westermann Schroedel Diesterweg Sch\u00f6ningh Winklers GmbH, 236-296.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Ideen f\u00fcr Transfer: Linguistik &gt; Sprachdidaktik&#8220; color=&#8220;sky&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Ftransfer-ideen%2F|title:Ideen%20f%C3%BCr%20Transfer&#8220; el_class=&#8220;bs-color4&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Unterrichtsvorschl\u00e4ge&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Swiss linguistic landscapes&#8220; color=&#8220;blue&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Flinguistic-landscapes%2F|title:Linguistic%20landscapes&#8220; el_class=&#8220;bs-color1&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInLeft&#8220;][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;100&#8243; no_fill=&#8220;true&#8220; collapsible_all=&#8220;true&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1692016552513-b6bdd6c9-59be&#8220;][vc_column_text]In diesem Bereich haben wir drei linguistische Themen zu vollst\u00e4ndigen Unterrichtsvorschl\u00e4gen ausgearbeitet (f\u00fcr eine reine Ideensammlung, siehe hier); zum Teil wurden sie von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":789,"featured_media":0,"parent":228,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-282","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/users\/789"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=282"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1270,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/282\/revisions\/1270"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}