 {"id":1249,"date":"2023-11-17T14:16:48","date_gmt":"2023-11-17T14:16:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/?page_id=1249"},"modified":"2023-11-29T06:08:25","modified_gmt":"2023-11-29T06:08:25","slug":"unterrichtsvorschlaege-amish-shwitzer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik-in-der-schule-einleitung\/unterrichtsvorschlaege-amish-shwitzer\/","title":{"rendered":"Unterrichtsvorschl\u00e4ge &#8211; Amish Shwitzer"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Ideen f\u00fcr Transfer: Linguistik &gt; Sprachdidaktik&#8220; color=&#8220;sky&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Ftransfer-ideen%2F|title:Ideen%20f%C3%BCr%20Transfer&#8220; el_class=&#8220;bs-color4&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Unterrichtsvorschl\u00e4ge&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Swiss linguistic landscapes&#8220; color=&#8220;blue&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Flinguistic-landscapes%2F|title:Linguistic%20landscapes&#8220; el_class=&#8220;bs-color1&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;100&#8243; no_fill=&#8220;true&#8220; collapsible_all=&#8220;true&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1692016552513-b6bdd6c9-59bef3ad-a217&#8243;][vc_column_text]In diesem Bereich haben wir drei linguistische Themen zu vollst\u00e4ndigen Unterrichtsvorschl\u00e4gen ausgearbeitet (f\u00fcr eine reine Ideensammlung, siehe <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik-in-der-schule-einleitung\/transfer-ideen\/\">hier<\/a>). Die ausgew\u00e4hlten Inhalte passen thematisch zum Kompetenzbereich \u201eSprache und Sprachgebrauch\u201c reflektieren: Hierbei geht es um die F\u00e4higkeit, \u201edie Systematik und Struktur von Sprache wie auch ihre kommunikativen und medialen Verwendungsweisen zum Gegenstand der Reflexion zu machen\u201c (Feilke\/Jost 2015: 236). Dazu geh\u00f6rt auch, die Struktur und Funktion von Sprachvariet\u00e4ten zu beschreiben (siehe Feilke\/Jost 2015: 238). Unter \u201eKompetenzbereich\u201c sind Leistungsanforderungen im fachlichen Bereich zu verstehen, auch bekannt als \u201eBildungsstandards\u201c (vgl. f\u00fcr einen \u00dcberblick \u00fcber die Bildungsstandards f\u00fcr das Fach Deutsch, Becker-Mrotzek et al. 2015). Im Kompetenzbereich \u201eSprache und Sprachgebrauch\u201c gibt es nun, wie das obige Zitat zeigt, einen sprach<em>systematischen<\/em> Aspekt (Sprache als System) und einen sprach<em>funktionalen<\/em> Aspekt (Sprache als Kommunikationsmedium). Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen nachvollziehen, dass Sprache nach bestimmten Regeln funktioniert und dass Sprache aus verschiedenen Gestaltungsmitteln besteht, welche man f\u00fcr eine (gelungene) Kommunikation einsetzt.[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][\/vc_tta_accordion][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;20px&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row css_animation=&#8220;fadeInRight&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Die sprachlichen Wurzeln Europas \/ Sprachgeschichte&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][vc_btn title=&#8220;Lexikalische und grammatische Variation im deutschen Sprachraum \/ Dialektologie&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Funterrichtsvorschlaege-linguistische-variation-im-deutschen-sprachraum%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge%20%E2%80%93%20Linguistische%20Variation%20im%20deutschen%20Sprachraum&#8220;][vc_btn title=&#8220;Sprachinselvariet\u00e4t Amish Shwitzer \/ Sprachwandel und Sprachkontakt&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege-amish-shwitzer%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge%20%E2%80%93%20Amish%20Shwitzer&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;3\/4&#8243;][vc_tta_tabs active_section=&#8220;1&#8243;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1691573993491-171ab08d-fd7bf3ad-a217&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<p>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lernen mehr \u00fcber die Geschichte der Schweizer T\u00e4ufer, deren Emigration aus der Schweiz und deren Sprache. In Gruppen bearbeiten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wissenschaftliche Texte zur Sprachinsel im US-amerikanischen Bundesstaat Indiana, wodurch sie den Umgang mit solchen Texten \u00fcben. Anschliessend h\u00f6ren sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler gemeinsam Tonaufzeichnungen von Interviews an und lernen mehr \u00fcber die urspr\u00fcnglich berndeutsche Variet\u00e4t. Dabei sind Lehnw\u00f6rter am auff\u00e4lligsten, jedoch sind auch syntaktische, phonologische und morphologische Wandel zu beobachten.<\/p>\n<p>Die Unterrichtseinheit ist f\u00fcr die gymnasiale Oberstufe, die Berufsmaturit\u00e4tsschule und die Passerelle geeignet.<\/p>\n<p>Dieses Unterrichtskonzept basiert auf der Masterarbeit von Tobias Frick \u00a0\u00abZur Kasusmorphologie alemannischer Sprachinselvariet\u00e4ten in Nordamerika. Eine quantitative Analyse zu deutschen Variet\u00e4ten im Bundesstaat Indiana\u00bb, die am Deutschen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich verfasst wurde. Ausz\u00fcge wurden auf der Webseite des Projekts <em>Dialekt Ressourcen<\/em> (<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/\">DiRes<\/a>), das unter der Leitung von Dr. Ann-Marie Moser (Universit\u00e4t Z\u00fcrich) steht, ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Aufzeichnungen&#8220; tab_id=&#8220;1691575467745-98947f8f-7706f3ad-a217&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 1: Hochzeitsessen&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/1.-Hochzeitsessen_mp3.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/1.-Hochzeitsessen_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/1.-Hochzeitsessen_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Die Amischen sind bekannt f\u00fcr ihre gute K\u00fcche. Du kannst dir also vorstellen, was f\u00fcr ein Genuss es ist, auf eine amische Hochzeit zu gehen. Ihre Mahlzeiten bestehen meistens aus gebratenem oder gegrilltem H\u00e4hnchen, Kartoffelbrei mit Sosse, Gem\u00fcse und einigen verschiedenen Salaten oder H\u00fcttenk\u00e4se als Beilage. Danach servieren sie ihrem Besuch einfach einige verschiedene Speisen zum Nachtisch, und sie haben die besten Nachtische. Pecancremekuchen oder Zuckercremekuchen sind zwei meiner bevorzugten Nachtische.&#8220;[\/vc_toggle][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 2: Hochzeitsdesserts&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/2.-Hochzeitsdesserts_mp3.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/2.-Hochzeitsdesserts_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/2.-Hochzeitsdesserts_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Danach haben sie Apfel-Crumble, Kirschen und Erdnussbutterkuchen und schon beim Denken daran l\u00e4uft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich mag ihre flockenartigen Pl\u00e4tzchen, die sie auch auf alle Tische stellen. Diese sind mit einer d\u00fcnnen, frittierten Kruste gemacht, mit Zucker bestreut. Sie sind nicht wirklich gesund, aber sie sind wirklich eine geeignete S\u00fcssigkeit f\u00fcr die Hochzeit.&#8220;[\/vc_toggle][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 3: Peanutbutter&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-3\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/3.-Peanutbutter_mp3.mp3?_=3\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/3.-Peanutbutter_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/3.-Peanutbutter_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Ein Hochzeitsessen unterscheidet sich von einem einfachen Essen in der Gemeinde, aber es ist mindestens genauso gut. Es (das Essen) besteht aus selbstgemachter Erdnussbutter, Erdnussbutter mit St\u00fcckchen, Marshmallowcreme und weissem Maissirup.&#8220;[\/vc_toggle][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 4: Essen nach der Gemeinde&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-4\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/4.-Essen-nach-der-Gemeinde_mp3.mp3?_=4\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/4.-Essen-nach-der-Gemeinde_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/4.-Essen-nach-der-Gemeinde_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Wir vermischen alles miteinander und daraus entsteht ein leckeres, klebriges Sandwich. Ich mag das mit einer Scheibe Wurst und K\u00e4se. Nach dem Gottesdienst servieren sie \u00fcblicherweise Wurst mit Erdnussbutter, roten Beten, s\u00fcssem Brot und Essiggurken. Das macht ein gutes Sandwich aus. F\u00fcr dich ist das alles vermutlich fremd, aber es ist so lecker, mir l\u00e4uft das Wasser im Mund zusammen.&#8220;[\/vc_toggle][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 5: Kameradschaft&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-5\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/5.-Kameradschaft_mp3.mp3?_=5\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/5.-Kameradschaft_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/5.-Kameradschaft_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Die Amischen sind nicht immer derselben Meinung, aber in einer Sache sind sie sich einig, und zwar in der Kameradschaft. Wenn jemand Hilfe braucht, dann vergessen sie ihre Meinungsverschiedenheiten und helfen sich gegenseitig. Es spielt keine Rolle, ob es eine grosse oder kleine Hilfeleistung ist. Sie k\u00f6nnen an einem Tag eine Scheune bauen und sie k\u00f6nnen in kurzer Zeit viele Schweine schlachten.&#8220;[\/vc_toggle][vc_toggle title=&#8220;Aufnahme 6: Amische Frauen&#8220;]<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1249-6\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/6.-Amische-Frauen_mp3.mp3?_=6\" \/><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/6.-Amische-Frauen_mp3.mp3\">https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/files\/2023\/11\/6.-Amische-Frauen_mp3.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&#8222;Sie sagen, viele H\u00e4nde erleichtern einen grossen\/aufw\u00e4ndigen Arbeitsauftrag. Die Frauen arbeiten genauso hart wie die M\u00e4nner. Sie k\u00fcmmern sich um die Kinder und um das Essen f\u00fcr die hungrigen M\u00e4nner. Sie kochen eine reichhaltige Mahlzeit, um die hungrigen M\u00e4nner zu versorgen. Diese besteht aus selbstgemachtem Fleisch und Nudeln, Kartoffelbrei, Mischgem\u00fcse und Salat und nat\u00fcrlich aus ihrem guten, frischen, selbstgemachten Brot. Es gibt nichts Besseres als dieses. Das sind einige der Dinge, die ich beim Aufwachsen in der amischen Gemeinschaft sehr genossen habe.&#8220;[\/vc_toggle][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Fachwissenschaftlicher Hintergrund&#8220; tab_id=&#8220;1691574105739-3284ebbf-f940f3ad-a217&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<h4>Das Fachgebiet der <em>Sprachwissenschaft <\/em>(Linguistik)<\/h4>\n<p>Die Linguistik ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der (empirischen) Beschreibung von Sprachen und Theorien sprachlicher Kommunikation befasst. Die Forschung l\u00e4sst sich in eine Reihe einzelner Teildisziplinen untergliedern, die sich, abh\u00e4ngig von untersuchtem Gegenstandsbereich, verwendeter Methode und spezifischem Erkenntnisinteresse, voneinander unterscheiden.<\/p>\n<p>Der Schwerpunkt aller Teildisziplinen ist die Erforschung von sprachlichen Zeichen, wobei verschiedene Teilebenen unterschieden werden. In der <em>Phonetik<\/em> und der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/phonologie\/\"><em>Phonologie<\/em><\/a> steht die Untersuchung des Lautes oder Lautereignisses sowie die Silbe im Fokus. Gr\u00f6ssere Einheiten, wie beispielsweise einzelne W\u00f6rter oder Teile von einzelnen W\u00f6rtern (sog. Morpheme), sind Schwerpunkt der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/morphologie\/\"><em>Morphologie<\/em><\/a>,\u00a0 w\u00e4hrend sich in der <a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/sites\/dialektressource\/linguistik\/syntax\/\"><em>Syntax<\/em><\/a> alles um die Verkn\u00fcpfung mehrerer W\u00f6rtern zu einem Satz dreht. In der <em>Pragmatik<\/em> besch\u00e4ftigt man sich wiederum mit den Bedingungen und Regularit\u00e4ten von sprachlichem Handeln, also beispielsweise mit der Frage, welche Bedeutung ein Satz wie \u00abHiermit mache ich Sie zu Mann und Frau\u00bb auf dem Standesamt erlangt, und wann dieser Satz gerade keine Bedeutung erlangt (bspw. zuhause auf der Couch). Weitere Teilbereiche der Linguistik sind die <em>Graphematik<\/em> und <em>Semantik. <\/em>Neben diesen klassischen oder auch traditionellen Bereichen der Linguistik gibt es auch Teilbereiche mit interdisziplin\u00e4rem Charakter wie die Soziolinguistik (Gesellschaft und Sprache), Textlinguistik (Text \u2013 seien es literarische oder nicht-literarische \u2013 und Sprache) oder Psycholinguistik (Psychologie und Linguistik).<\/p>\n<p>Die vorliegende Unterrichtseinheit basiert in erster Linie auf der Erforschung extraterritorialer, deutschbasierter Variet\u00e4ten (sog. Sprachinselvariet\u00e4ten). Die Untersuchung von Sprachinselvariet\u00e4ten verbindet Elemente aus der Dialektologie (z.B. die Beschreibung von sprachlichen dialektalen Strukturen) mit der Forschung zu Sprachwandel und Sprachkontakt: Bewohnerinnen und Bewohner von \u201eSprachinseln\u201c stehen \u00fcblicherweise in engem Kontakt mit einer anderen, nicht-deutschen Sprache, die sie umgibt. Die Sprecherinnen und Sprecher von Sprachinseln sind zudem meist mindestens zweisprachig aufgewachsen, zum Beispiel k\u00f6nnen sie in der Schule die Sprache der Umgebung lernen, w\u00e4hrend zuhause eine andere Sprache \u2013 ihr Dialekt \u2013 gesprochen wird. H\u00e4ufig ist eine der beiden Sprachen dominanter, was dazu f\u00fchrt, dass der Dialekt immer weniger von den Bewohnerinnen und Bewohner der Sprachinsel (und deren Kindern, die sp\u00e4ter wiederum Kinder bekommen) gesprochen wird. In diesem Fall spricht man von Abbautendenzen oder sogar von Sprachtod, wenn keine Sprecherinnen und Sprecher mit der (ehemaligen) Sprachinselmundart mehr vorhanden sind. Auch die Spracheinstellung zur eigenen Sprachsituation tr\u00e4gt dazu bei, ob ein Sprachinseldialekt \u00fcberlebt, sich ver\u00e4ndert oder verlorengeht.\u00a0 \u00a0Zusammenfassend beschr\u00e4nkt sich also die Analyse und Beschreibung von Dialekten (<em>Dialektologie<\/em>) nicht nur auf die synchrone Beschreibung sprachlicher Strukturen (Teilgebiet: <em>Dialektgrammatik<\/em>), die Kartierung von Dialekten (Teilgebiet: <em>Dialektgeografie<\/em>) und das Erstellen von Dialektw\u00f6rterb\u00fcchern (Teilgebiet: Dialektlexikografie), sondern umfasst auch die Besch\u00e4ftigung mit sprachdynamischen Prozessen sowie den Einstellungen der Sprachgemeinschaft zu ihren Dialekten. Basierend auf empirisch erhobenen Daten k\u00f6nnen vergleichende Studien durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h4>Fachwissenschaftliche Grundlagen zum Unterrichtskonzept<\/h4>\n<h6><a name=\"_Toc150868650\"><\/a>Historischer Hintergrund: Herkunft und Migration(en)<\/h6>\n<p>Die in dieser Unterrichtseinheit besprochenen sprachlichen Variet\u00e4ten sind eng mit der religi\u00f6sen Gruppierung der <em>T\u00e4ufer<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> verflochten. Der Ursprung der T\u00e4uferbewegung liegt im 16. Jahrhundert und ist technologisch durch die Etablierung der Druckerpresse und sozial durch einen Vertrauensverlust in traditionelle Institutionen wie die katholische Kirche gepr\u00e4gt (Hostetler 1980: 26; Nolt 2015: 6). In der Schweiz bem\u00fchten sich die ersten Anabaptisten (u.a. mit, Conrad Grebel und Felix Manz), zusammen mit Ulrich Zwingli, um die Z\u00fcrcher Reformation (Hostetler 1980: 26), bis sie sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bez\u00fcglich der Kindstaufe 1524 von Zwingli abwandten (Gratz 1953: 5\u20136; Weaver 1994: 27).<\/p>\n<p>Die Abschaffung der Kindstaufe wurde zum reformatorischen Hauptanliegen der sich selbst als <em>Br\u00fcder<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> bezeichnenden Bewegung (Gratz 1953: 1; Hostetler 1980: 26\u201327). Grebel, Manz und J\u00f6rg Blaurock, deren Forderung zur Abschaffung der Kindstaufe sowohl bei Zwingli als auch dem Z\u00fcrcher Stadtrat erfolglos blieb, f\u00fchrten 1525, im Wissen um die m\u00f6glichen Konsequenzen, eine Erwachsenentaufe durch (Hostetler 1980: 27).<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Dies wurde von der neuen, reformierten Staatskirche als aufr\u00fchrerische Aktion aufgefasst, weshalb mit Verbannung und Hinrichtung strikt gegen das T\u00e4ufertum vorgegangen wurde (Hostetler 1980: 28; Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 10; Nolt 2015: 10). Trotz der drohenden Strafen hielt sich die Glaubensgemeinschaft weiterhin in der Schweiz auf (Nolt 2015: 8). 1527 trafen sich gleichgesinnte <em>Br\u00fcder <\/em>in Schleitheim (SH) und hielten die sieben Grunds\u00e4tze des anabaptistischen Glaubens in der heute als <em>Schleitheimer Bekenntnis<\/em> bezeichneten Gemeindeordnung fest (Hostetler 1980: 28). Hervorzuheben sind die Erwachsenentaufe und die Meidung (engl. s<em>hunning<\/em>) sowie das Eidverbot und die strikte Trennung von Staat und Kirche (Hostetler 1980: 28\u201329). An diesen Grunds\u00e4tzen, die als <em>Ordnung<\/em> bezeichnet werden, wird in den amischen Gemeinden noch heute festgehalten.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr zeitgleich mit dem T\u00e4ufertum in der Schweiz entstanden in den Niederlanden \u00e4hnliche Gruppierungen (Haas 1980: 10). 1632 wurde dort die <em>Dodrechter Bekenntnis <\/em>verfasst, die sich durch die Fusswaschung und die Meidung von exkommunizierten Mitgliedern von der Schleitheimer Bekenntnis unterscheidet (Hostetler 1980: 34).<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Erste T\u00e4ufer lebten seit 1526 im Kanton Bern (Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 11).<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Zusammen mit den Obrigkeiten von St. Gallen und Z\u00fcrich reagierte Bern auf diese Pr\u00e4senz 1527 mit \u00absystematic punishment and attempt at extermination of the Anabaptists\u00bb (Gratz 1953: 8). Daraufhin floh ein Teil der Berner T\u00e4ufer bereits im 16. Jahrhundert in den franz\u00f6sischsprachigen Jura<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> (Humpa 1996: 33), der damals dem F\u00fcrstbistum Basel unterstand (Siebenhaar 2004: 181). Es konnten sich jedoch auch T\u00e4ufergemeinschaften im Emmental halten (Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 12), wo sie weiterhin ihren Glauben praktizierten.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Ab 1671<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> zogen Berner T\u00e4ufer auch in die Gebiete des heutigen Elsass (Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 19, Endnote 57) und in die Pfalz, wo bereits seit 1653 T\u00e4ufer mit Schweizer Herkunft lebten (Gratz 1953: 36). Andere fanden Zuflucht in den Niederlanden, Polen und Preussen (Hostetler 1980: 50).<\/p>\n<p>Zwischen 1693 und 1697 fand zwischen den Emmentaler und den in das Elsass emigrierten T\u00e4ufern eine Auseinandersetzung um religi\u00f6se Praktiken<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> statt, die zur Abspaltung der Amischen von den restlichen Anabaptisten f\u00fchrte. Der in der Schweiz geborene Jakob Ammann, dessen Name die Bezeichnung <em>Amisch <\/em>pr\u00e4gte, war der Dorfsprecher der t\u00e4uferischen Gemeinde im els\u00e4ssischen Markirch (frz. <em>St.-Marie-aux-Mines<\/em>) (Hostetler 1980: 32). Er war \u00fcberzeugt, dass die Schweizer Glaubensgenossen seinen Ansichten folgen m\u00fcssten. Die Emmentaler Gruppe weigerten sich jedoch und auch eine Vermittlung durch pf\u00e4lzische T\u00e4ufer blieb erfolglos (Hostetler 1980: 38). Ammann beschloss, die Schweizer T\u00e4ufer eigenst\u00e4ndig zu exkommunizieren und leitet somit die Abspaltung herbei (Hostetler 1980: 37).<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Auf Ammann geht auch der bis heute tradierte, schlichte Bekleidungsstil,<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> der den Amischen die englische Bezeichnung <em>plain people<\/em> einbrachte (Humpa 1996: 18), sowie die Bartpflege zur\u00fcck (Hostetler 1980: 39).<\/p>\n<p>Die Bezeichnung <em>Mennoniten<\/em> (oder <em>Mennists<\/em>) leitet sich hingegen vom Namen des niederl\u00e4ndischen Pfarrers Menno Simmons ab (Hostetler 1980: 30). Diese Bezeichnung wird f\u00fcr alle T\u00e4ufer verwendet, die sich nicht Ammanns Gruppe anschlossen (Hostetler 1980: 30). Entsprechend werden auch die aus der Schweiz ausgewanderten oder noch heute in der Schweiz lebenden T\u00e4ufer als Mennoniten bezeichnet.<\/p>\n<p>Da sich die ans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung in Markirch gegen\u00fcber den T\u00e4ufern benachteiligt zu f\u00fchlen begann, musste die religi\u00f6se Minderheit das Gebiet 1712 verlassen, worauf sie in die Pfalz und nach Montb\u00e9liard, das damals Teil des Herzogtums W\u00fcrttemberg war, emigrierten (Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 14). Zeitgleich machte sich in der von Kriegen verw\u00fcsteten und von Hungersn\u00f6ten und Krankheiten heimgesuchten Pfalz eine ablehnende Stimmung gegen\u00fcber den religi\u00f6sen Minderheitsgruppen breit. Diese richtete sich gegen Mitglieder von sog. <em>sektiererischen<\/em> Glaubensgemeinschaften (engl. <em>sectarians<\/em>), zu welchen die Anabaptisten und Hugenotten z\u00e4hlen (Hostetler 1980: 51\u201352). Aufgrund der schlechten Lebensbedingungen verliessen in der ersten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts jedoch nicht nur T\u00e4ufer die Pfalz (Hostetler 1980: 52). Zusammen mit Lutheranern und Reformierten und Mitgliedern kleinerer Glaubensgemeinschaften emigrierten sie nach Nordamerika und brachten ihre vornehmlich pf\u00e4lzischen Dialekte nach Pennsylvania (Hostetler 1980: 52). Aufgrund zeitlicher und geographischer Faktoren k\u00f6nnen neben dieser ersten vier weitere Auswanderungsphasen voneinander abgegrenzt werden (siehe Tabelle 1).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Tabelle 1: Auswanderungsphasen nach Nordamerika (Weaver 1994: 94\u201396).<\/em><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"83\"><strong>Zeitraum<\/strong><\/td>\n<td width=\"142\"><strong>Emigration aus<\/strong><\/td>\n<td width=\"180\"><strong>Immigration nach<\/strong><\/td>\n<td width=\"177\"><strong>Anzahl<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">1707\u20131754<\/td>\n<td width=\"142\">Schweiz, Pfalz<\/td>\n<td width=\"180\">S\u00fcdostpennsylvania<\/td>\n<td width=\"177\">3000-5000 Mennoniten,<br \/>\nmehrere hundert Amische<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">ab 1815<\/td>\n<td width=\"142\">Elsass, Bayern, Hessen<\/td>\n<td width=\"180\">Ohio, Indiana, Illinois,<\/p>\n<p>Ontario<\/td>\n<td width=\"177\">3000 Amische<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">1820\u20131875<\/td>\n<td width=\"142\">Berner Jura<\/td>\n<td width=\"180\">Ohio, Indiana<\/td>\n<td width=\"177\">mehrere hundert Mennoniten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">1865\u20131895<\/td>\n<td width=\"142\">Pfalz, Berner Jura<\/td>\n<td width=\"180\">Ohio, Indiana, Illinois<\/td>\n<td width=\"177\">300 Mennoniten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\">1875\u20131880<\/td>\n<td width=\"142\">Galizien, Wolhynien<\/td>\n<td width=\"180\">Kansas, South Dakota<\/td>\n<td width=\"177\">400 Mennoniten<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rund ein Jahrhundert sp\u00e4ter veranlassten die Franz\u00f6sische Revolution (1789\u20131799) und die Napoleonischen Kriege die im S\u00fcden des deutschen Sprachgebiets ans\u00e4ssigen Amischen ihre Heimat zu verlassen (Hostetler 1980: 65; Weaver 1994: 95). Ein betr\u00e4chtlicher Teil der zuvor in der Franche-Comt\u00e9 wohnhaften Auswanderer migrierte ins heutige Adams oder Allen County (Indiana, im Folgenden: IN), wo eine linguistisch durch alemannische Merkmale gepr\u00e4gte Gemeinschaft entstand (Meyers\/Nolt 2005: 31\u201333). Die Besiedlung des Allen Countys erfolgte, \u00fcber einer Zwischenstation im Stark County (Ohio, im Folgenden: OH), direkt aus der Region um Montb\u00e9liard (Thompson 1994: 72), wobei die ersten Amischen 1852 im County siedelten (Thompson 1994: 71, unter Bezugnahme auf Wenger 1961). F\u00fcr die erste amische Siedlung im Adams County liegen unterschiedliche Daten vor (siehe Hasse\/Seiler im Druck-b). Die Gr\u00fcndung der Stadt Berne, heute ein regionales Zentrum f\u00fcr Amische und Wohnort von Mennoniten, kann auf 1852 datiert werden (Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 30) und wird mennonitischen Siedlern zugesprochen.<\/p>\n<p>Diese waren 1819 \u00fcber eine Zwischenstation in Ohio<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> aus dem Jura ausgewandert (Haas 1980: 10; Hasse 2022: 6; Bachmann-Geiser\/Bachmann-Geiser 2003: 30)<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> und z\u00e4hlen zur dritten Auswanderungsperiode. In der vierten Phase liessen sich wiederum Mennoniten aus dem Jura und der Pfalz in Indiana und Ohio nieder. Deren Variet\u00e4t, die in Anlehnung an Seiler (2017) bzw. Hasse\/Seiler (im Druck-a) als <em>Mennonite Shwitzer <\/em>bezeichnet wird, ist heute moribund (Seiler 2017: 213\u2013214; Hasse 2022). Hingegen zeigen die amischen Gemeinschaften im Allen und Adams County, in welchen die deutsche Variet\u00e4t weiterhin als Erstsprache erworben wird (Hasse\/Seiler im Druck-b), ein deutliches Bev\u00f6lkerungswachstum.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>Neben den interkontinentalen fanden auch innerkontinentale Migrationen statt. Im Rahmen der Westexpansion zogen Amische aus Pennsylvania und Ohio in die N\u00e4he von Goshen im Norden Indianas, wo sie in den 1840er Jahren das <em>Elkhart-LaGrange Settlement<\/em> gr\u00fcndeten (Meyers\/Nolt 2005: 31).<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Sp\u00e4ter wurden in Indiana weitere (Be)Siedlungen von bereits dort ans\u00e4ssigen oder von aus anderen Bundesstaaten zugezogenen Amischen etabliert. Die meisten Siedlungsaktivit\u00e4ten in Indiana sind auf Pennsylvaniadeutsch-sprechende Amische zur\u00fcckzuf\u00fchren (Seiler 2017: 212).<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Die Ausl\u00f6ser f\u00fcr innerkontinentale Migrationen sind divers. Gr\u00fcnde k\u00f6nnen Differenzen bez\u00fcglich der Auslegung der Ordnung, aber auch der Umgang mit technologischen Neuerungen sein. In den 1860er und 1870er Jahren l\u00f6ste sich die als <em>Old Order Amish<\/em> (OOA) bezeichnete Gruppe ab (Humpa 1996: 20). Deren Mitglieder heben sich in erster Linie durch ihren Konservatismus ab, wobei sie an der traditionell schlichten Bekleidung festhalten sowie technische Neuerungen ablehnen (Humpa 1996: 21). Die nach ihrem Bischof Moses M. Beachy benannten <em>Beachy Amish<\/em> separierten sich 1927 von konservativeren Gruppen und erlauben das Fahren von Autos sowie die Verwendung von Elektrizit\u00e4t (Hostetler 1980: 276). Die j\u00fcngste Abspaltung startete 1966 in Pennsylvania und Ohio, wobei diese als <em>New Order<\/em> bezeichneten Amischen (NOA) offener mit technischen Neuerungen umgehen. So ist beispielsweise die Benutzung von Telefonen, Traktoren und Generatoren gestattet, das Lenken eines Autos ist jedoch untersagt (Hostetler 1980: 277). Wie die OOA benutzen die NOA f\u00fcr die Gottesdienste kein eigenst\u00e4ndiges Kirchengeb\u00e4ude (Hostetler 1980: 277). Neben diesen drei grossen Spaltungen finden sich noch unz\u00e4hlig Weitere, die nur einen spezifischen Kirchendistrikt betreffen.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Sprachliche Situation<\/h6>\n<p>Erwachsene Amische und Mennoniten sind heute alle mindestens bilingual, wobei sie ihre jeweilige deutsche Alltagsvariet\u00e4t f\u00fcr die gruppeninterne, m\u00fcndliche Kommunikation verwenden und Englisch f\u00fcr schriftliche Angelegenheiten sowie zur Verst\u00e4ndigung mit Aussenstehenden benutzen (Fleischer\/Louden 2010: 234). In Indiana basiert diese deutsche Variet\u00e4t auf dem berndeutschen Dialekt. In amischen Gemeinschaften ist zudem ein meist passives Wissen \u00fcber eine archaische Form des Standardhochdeutschen vorhanden, das die Adams County Amischen als <em>Bibutitsch<\/em> bezeichnen (Hasse\/Seiler im Druck-a). Es wird in der Regel nur in religi\u00f6sen Kontexten verwendet (Fleischer\/Louden 2010: 234), wobei der Erwerb durch den Schulunterricht unterst\u00fctzt werden kann (siehe dazu Johnson-Weiner 2006). Aus Gespr\u00e4chen mit Ex-Amischen geht hervor, dass das Verst\u00e4ndnis dieser Variet\u00e4t zumindest im Kindesalter verschwindend gering ist. Vermutlich deshalb stellen Meyers\/Nolt (2005: 62) fest, dass der Gottesdienst oft in der Alltagsvariet\u00e4t oder auf Pennsylvaniadeutsch abgehalten wird. Viele Amische in Indiana verf\u00fcgen aus diesem Grund zumindest \u00fcber passive pennsylvaniadeutsche Kenntnisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6>Was ist Amish Shwitzer?<\/h6>\n<p>Die erste umf\u00e4ngliche linguistische Auseinandersetzung mit der Variet\u00e4t <em>Amish Shwitzer <\/em>(AS) ist die Dissertation mit phonologischem Fokus von Humpa (1996). Vergleichend arbeiten Fleischer\/Louden (2010), die ausgew\u00e4hlte morphosyntaktische, lexikalische und phonologische Merkmale untersuchen, um typisch alemannische und pf\u00e4lzische Merkmale der Variet\u00e4t zu definieren. Ihren Erkenntnissen folgend k\u00f6nnte es sich bei AS um eine Mischvariet\u00e4t handeln (Fleischer\/Louden 2010: 12). Daran ankn\u00fcpfend publizieren Seiler (2017) und Hasse\/Seiler (2023, im Druck-a, im Druck-b) die Ergebnisse ihrer Feldforschung und untermauern damit die Hypothese von Louden\/Fleischer. Als entscheidender Faktor f\u00fcr die Vermischung der alemannischen (Berndeutsch, im Folgenden: BD) und pf\u00e4lzischen Variet\u00e4t (Pennsylvaniadeutsch, im Folgenden: PD) betrachten sie mischsprachige Ehen zwischen BD-M\u00e4nnern und PD-Frauen. In dieser intensiven Sprachkontaktsituation mussten sich die zugezogenen Frauen der linguistischen Norm der umgebenden Gesellschaft anpassen, wobei von einem unvollst\u00e4ndigen L2-Erwerb ausgegangen wird (Hasse\/Seiler 2023: 112): Darunter ist zu verstehen, dass beim Erwerb der Zweitsprache (hier: BD) die \u00a0salienten Merkmale (= Lexikon, Phonologie) erworben wurden, die grammatische Struktur (= Syntax, Morphologie) des PD jedoch beibehalten wurde. Diese gemischte L2-Variet\u00e4t wurde als L1 (= Erstsprache) von den Kindern in mischsprachigen Ehen erworben. Das Ende dieses Prozesses wird auf das fr\u00fche 20. Jahrhundert datiert (Hasse\/Seiler 2023: 115), wobei das Ergebnis eine Mischvariet\u00e4t ist, deren Charakter beschrieben wird als &#8222;result of an incomplete shift from Pennsylvania Dutch towards Bernese Swiss German, whereby mainly Bernese Swiss German lexical items have been adopted but not grammatical structure, leading to a grammar-lexicon-split&#8220; (Hasse\/Seiler 2023: 110).<\/p>\n<p>Hasse\/Seiler (2023, im Druck-a) und Seiler (2017) pr\u00e4sentieren eine breitangelegte Beschreibung linguistischer Merkmale, wobei sie auf die berndeutsche Phonologie und Lexik verweisen, aber auch Kontaktph\u00e4nomene wie die obligatorische Markierung von Progressivit\u00e4t im Verbalsystem (= Verlaufsform, z.B. <em>Ich bin <u>am <\/u>Kochen<\/em>) oder den Abbau von kasusmorphologischen Markierungen nennen.[\/vc_column_text][vc_empty_space height=&#8220;10px&#8220;][vc_separator][vc_column_text]<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Auch <em>Wiedert\u00e4ufer<\/em> oder latinisiert <em>Anabaptisten<\/em> genannt. Die Begriffe werden in dieser Arbeit synonymisch verwendet.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die Bezeichnung (<em>Wieder<\/em>-)<em>T\u00e4ufer<\/em> erhielten sie sp\u00e4ter, wobei sich der Begriff von den erneuten Taufen im Erwachsenenalter ableitet. Die T\u00e4ufer \u00fcbernahmen sp\u00e4ter diese Bezeichnung, auch wenn sie den Begriff <em>Taufgesinnte <\/em>bevorzugen (Gratz 1953: 1).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> F\u00fcr weitere Informationen zu diesen Personen siehe Weaver (1994: 28\u201329, 34\u201338).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Wie strikt diese Grunds\u00e4tze umzusetzen sind, wird in jeder amischen Gemeinde anders beurteilt. Selbes gilt auch f\u00fcr den Umgang mit technologischen Neuerungen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Diese Ordnung \u00fcbernahmen 1660 auch T\u00e4ufergemeinden im Elsass (Hostetler 1980: 34).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> In der rezenten Literatur (z.B. Nolt 2015) wird der Ursprung der T\u00e4uferbewegung in Z\u00fcrich situiert. Gratz (1953: 1\u20135) nennt als weitere M\u00f6glichkeit einen Waldensischen Ursprung und bemerkt: \u00ab[T]here were two strains of Anabaptism in existence during the Reformation period in Bernese territory, the one located in the cities of Bern, Biel, and Aarau and being nourished (and perhaps founded) by Anabaptists from other Swiss cities as Basel and Zurich, and the other movement of a much older origin in the more secluded rural areas in the state of Bern\u00bb (Gratz 1953: 7).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Nachfahren dieser T\u00e4ufer leben noch heute in der Region. F\u00fcr eine Diskussion siehe Siebenhaar (2004) und Hasse (2022).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Gratz (1953: 32) vermerkt: \u00ab[b]y 1640 it appears that in the Emmental there were a considerable number of Anabaptists. Each village had a group\u00bb.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> 1671 wurde in Bern beschlossen, dass anabaptistische M\u00e4nner nach Italien deportiert werden sollten, wo sie als Sklaven auf Venezianischen Galeeren zu dienen h\u00e4tten (Gratz 1953: 36).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Hauptstreitpunkte waren die Meidung von Exkommunizierten, die Exkommunikation von L\u00fcgnern sowie die Frage, ob sog. <em>Treuherzige<\/em> oder <em>Halbt\u00e4ufer<\/em> (Nicht-T\u00e4ufer, die Anabaptisten Schutz, Nahrung oder Unterst\u00fctzung gew\u00e4hrten) errettet werden (Hostetler 1980: 34\u201335).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Sp\u00e4ter entschuldigte sich die Gruppe und nahm die Exkommunikation der Emmentaler T\u00e4ufer zur\u00fcck, eine Wiedervereinigung scheiterte allerdings (Hostetler 1980: 39).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Aufgrund der Verschlussm\u00f6glichkeit an der Bekleidung werden die Amischen als <em>H\u00e4ftler und <\/em>\u00a0die Mennoniten als <em>Kn\u00f6pfler <\/em>bezeichnet (Hostetler 1980: 39). Die Amischen verbinden noch heute Kn\u00f6pfe mit Hochmut (Humpa 1996: 18).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Die T\u00e4ufer, die aus dem Dorf Sonnenberg im Jura auswanderten, gr\u00fcndeten in Ohio ein <em>Sonneb\u00e4rg<\/em> (heute Kidron) (Haas 1980: 10). Dort leben heute noch Nachfahren, die ihre alemannische Variet\u00e4t bewahrt haben. Alle Sprecherinnen und Sprecher sind jedoch in weit fortgeschrittenem Alter (siehe Hasse 2022).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>F\u00fcr einen Abriss der t\u00e4uferischen Besiedlungsgeschichte des Juras siehe Hasse (2022: 9\u201311).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Meyers\/Nolt (2005: 7) z\u00e4hlten 2002 32 Kirchendistrikte f\u00fcr das Adams County (inklusive angrenzendes Jay und Wells County) und 14 Kirchendistrike f\u00fcr das Allen County. Burdge (2023) listet 68 Distrikte f\u00fcr das Adams und Jay County sowie 25 f\u00fcr das Allen County. Die Population sch\u00e4tzt er auf 10\u2019680 respektive 3750 Amische (Burdge 2023: 1).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Mit sch\u00e4tzungsweise 28\u2019275 Amischen ist dies heute die bev\u00f6lkerungsreichste (Be)Siedlung in Indiana (Burdge 2023: 1).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> F\u00fcr ein \u00dcberblick zu den Siedlungst\u00e4tigkeiten in Indiana siehe Meyers\/Nolt (2005: 33\u201338).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Eine \u00dcbersicht zu den j\u00fcngsten Abspaltungen in Allen County findet sich in Petrovich (2013).[\/vc_column_text][vc_separator][vc_column_text]Literaturnachweis:<\/p>\n<ul>\n<li>Bachmann-Geiser, Brigitte\/Bachmann-Geiser, Eugen (2003): Amische. Die Lebensweise der Amischen in Berne, Indiana. 2. Auflage. Bern\/Langnau\/Murten: Licorne.<\/li>\n<li>Burdge, Edsel (2023): Amish Population Profile, 2023. Young Center for Anabaptist and Pietist Studies, Elizabethtown College. &lt;http:\/\/groups.etown.edu\/amishstudies\/statistics\/amish-population-profile-2023&gt; (10.9.2023).<\/li>\n<li>Fleischer, J\u00fcrg\/Louden, Mark L. (2010): Das Amish Swiss German im nord\u00f6stlichen Indiana. Eine alemannisch-pf\u00e4lzische Mischmundart? In: Christen, Helen\/Germann, Sibylle\/Haas, Walter\/Montefiori, Nadia\/Ruef, Hans (Hrg.): Alemannische Dialektologie. Wege in die Zukunft. Stuttgart: Franz Steiner. S. 231\u2013244. (= Zeitschrift f\u00fcr Dialektologie und Linguistik. Beihefte 141).<\/li>\n<li>Gratz, Delbert L. (1953): Bernese Anabaptists. And Their American Descendants. Scottdale, Pennsylvania: Herald Press. (= Studies in Anabaptist and Mennonite History 8).<\/li>\n<li>Haas, Walter (1980): Berndeutsch in Berne\/Indiana. In: Schweizerdeutsches W\u00f6rterbuch \/ Schweizerisches Idiotikon Bericht \u00fcber das Jahr 1979, S. 9\u201316.<\/li>\n<li>Hasse, Anja (2022): Die berndeutschsprachigen Mennoniten im Jura, in Wayne County, OH, und in Adams County, IN. Spracherhalt, Sprachwandel, Sprachwechsel, Spracherosion. In: Mennonitica Helvetica 45, S. 6\u201334.<\/li>\n<li>Hasse, Anja\/Seiler, Guido (2023a): Social Factors in Mixed Language Emergence. Solving the Puzzle of Amish Shwitzer. In: Ballar\u00e8, Silvia\/Inglese, Guglielmo (Hrg.): Integrating Sociolinguistics and Typological Perspective on Language Variation. Methods and Concepts. Berlin: De Gruyter. S. 85\u2013120. (= Trends in Linguistics. Studies and Monographs 374).<\/li>\n<li>Hasse, Anja\/Seiler, Guido (2023b): Amisches und mennonitisches Shwitzer im Vergleich. Ergebnisse einer Pilotstudie. In: Zeitschrift f\u00fcr Dialektologie und Linguistik 90(2), S. 144\u2013174.<\/li>\n<li>Hasse, Anja\/Seiler, Guido (im Druck): Amish Shwitzer. An Old Order Contact Language. In: Journal of Amish and Plain Anabaptist Studies.<\/li>\n<li>Hostetler, John A. (1980): Amish Society. 3. Edition. Baltimore\/London: Johns Hopkins University Press.<\/li>\n<li>Humpa, Gregory J. (1996): Retention and Loss of Bernese Alemannic Traits in an Indiana Amish Dialect. A Comparative-Historical Study. West Lafayette: Purdue University.<\/li>\n<li>Johnson-Weiner, Karen M. (2006): Teaching Identity: German Language Instruction in Old Order Schools. In: Yearbook of German-American Studies Supplemental Issue 2, S. 13\u201325.<\/li>\n<li>Meyers, Thomas J.\/Nolt, Steven M. (2005): An Amish Patchwork. Indiana\u2019s Old Orders in the Modern World. Bloomington: Indiana University Press.<\/li>\n<li>Nolt, Steven M. (2015): A History of the Amish. 3. Edition. New York: Good Books.<\/li>\n<li>Petrovich, Christopher (2013): Realignment and Division in the Amish Community of Allen County, Indiana: A Historical Narrative. In: Journal of Amish and Plain Anabaptist Studies 1(1), S. 167\u2013195.<\/li>\n<li>Seiler, Guido (2017): Wenn Dialekte Sprachen sind, dann ist Dialektkontakt Sprachkontakt: Zum \u201eShwitzer\u201c der Amischen in Adams County (Indiana, USA). In: Zeitschrift f\u00fcr Dialektologie und Linguistik 84(2\/3), S. 202\u2013231.<\/li>\n<li>Siebenhaar, Beat (2004): Die deutschen Sprachinseln auf den Jurah\u00f6hen der franz\u00f6sischsprachigen Schweiz. In: Zeitschrift f\u00fcr Dialektologie und Linguistik 71(2), S. 180\u2013212.<\/li>\n<li>Thompson, Chad L. (1994): The Languages of the Amish of Allen County, Indiana: Multilingualism and Convergence. In: Anthropological Linguistics 36(1), S. 69\u201391.<\/li>\n<li>Weaver, Clair (1994): The Swiss Anabaptists. A Brief Summary of Their History and Beliefs. Revised and Reprinted. Ephrata, PA: Eastern Mennonite Publications.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator style=&#8220;double&#8220; border_width=&#8220;2&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; align=&#8220;center&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F11%2FUnterrichtskonzept_Amish-Shwitzer_Fw.-Hintergrund.pdf|title:Fachwissenschaftlicher%20Hintergrund|target:_blank&#8220;][\/vc_tta_section][vc_tta_section title=&#8220;Downloads&#8220; tab_id=&#8220;1691573993498-51a674ba-f07ff3ad-a217&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;5px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Unterrichtseinheit<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F11%2FUnterrichtskonzept-Amish-Shwitzer.pdf|title:Unterrichtseinheit|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space height=&#8220;15px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Handout mit Aufgaben<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F11%2FHandout_Amish-Shwitzer.pdf|title:Handout|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als .docx&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F11%2FHandout_Amish-Shwitzer.docx|title:Handout|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][vc_empty_space height=&#8220;15px&#8220;][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/4&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;7px&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<ul>\n<li>\n<h6>Transkripte der Aufzeichnungen<\/h6>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][vc_btn title=&#8220;Download als PDF&#8220; color=&#8220;peacoc&#8220; size=&#8220;sm&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Ffiles%2F2023%2F11%2FUnterrichtskonzept-Amish-Shwitzer_Transkriptionen.pdf|title:Transkripte|target:_blank&#8220;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;1\/4&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_tta_section][\/vc_tta_tabs][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_separator][vc_column_text]Literaturnachweis:<\/p>\n<ul>\n<li>Becker-Mrotzek, Michael\/K\u00e4mper-van den Boogaart, Michael\/K\u00f6ster, Juliane K\u00f6ster\/Stanat, Petra Stanat\/Gippner, Gabriele Gippner (2015) (Hrsg.): Bildungsstandards aktuell: Deutsch in der Sekundarstufe II. Braunschweig: Westermann Schroedel Diesterweg Sch\u00f6ningh Winklers GmbH.<\/li>\n<li>Feilke, Helmuth\/Jost, J\u00f6rg (2015), unter Mitarbeit von Angelika Buss und Ulrich Nill: Sprache und Sprachgebrauch reflektieren. In: Becker-Mrotzek, Michael\/K\u00e4mper-van den Boogaart, Michael\/K\u00f6ster, Juliane K\u00f6ster\/Stanat, Petra Stanat\/Gippner, Gabriele Gippner (2015) (Hrsg.): Bildungsstandards aktuell: Deutsch in der Sekundarstufe II. Braunschweig: Westermann Schroedel Diesterweg Sch\u00f6ningh Winklers GmbH, 236-296.<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Ideen f\u00fcr Transfer: Linguistik &gt; Sprachdidaktik&#8220; color=&#8220;sky&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Ftransfer-ideen%2F|title:Ideen%20f%C3%BCr%20Transfer&#8220; el_class=&#8220;bs-color4&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Unterrichtsvorschl\u00e4ge&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Funterrichtsvorschlaege%2F|title:Unterrichtsvorschl%C3%A4ge&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_btn title=&#8220;Swiss linguistic landscapes&#8220; color=&#8220;blue&#8220; align=&#8220;center&#8220; button_block=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:https%3A%2F%2Fdlf.uzh.ch%2Fsites%2Fdialektressource%2Flinguistik-in-der-schule-einleitung%2Flinguistic-landscapes%2F|title:Linguistic%20landscapes&#8220; el_class=&#8220;bs-color1&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_tta_accordion active_section=&#8220;100&#8243; no_fill=&#8220;true&#8220; collapsible_all=&#8220;true&#8220;][vc_tta_section title=&#8220;\u00dcberblick&#8220; tab_id=&#8220;1692016552513-b6bdd6c9-59bef3ad-a217&#8243;][vc_column_text]In diesem Bereich haben wir drei linguistische Themen zu vollst\u00e4ndigen Unterrichtsvorschl\u00e4gen ausgearbeitet (f\u00fcr eine reine Ideensammlung, siehe hier). 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