Ein Indianer aus der Schweiz

300 Jahre legen wir zurück, als wir uns von Hans Staden und dem 16. Jahrhundert auf den Weg zu Karl Bodmers detaillierten Indianer-Illustrationen machen.Nonam

Im NONAM angekommen nimmt uns unsere Karl-Bodmer-Expertin Anna mit auf die Reise des in seiner eigenen Heimat wenig bekannten Schweizer Malers. Die vielseitigen Skizzen und Aquarelle, die Bodmer auf seiner Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834 schuf, illustrieren mit scharfem Blick das Forschungsgebiet seines Begleiters Maximilian Prinz zu Wied.

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„In Europa hatte ich Bekannte, in Amerika Freunde“ – Wie sich dieses Zitat Bodmers in seiner Kunst widerspiegelt und wie sein Werk die Sichtweise auf die Indianer zu verändern vermochte, lässt uns Anna überzeugend nachvollziehen.

Wir dürfen unter vielem anderen erfahren, dass der Künstler nicht nur Fauna und Flora dokumentierte, sondern insbesondere die Eingeborenen. Mit präzisen und detaillierten Porträts wollte er den Indigenen ein individuelles Gesicht verleihen. Dass ihm das gelang, davon können wir uns in der Galerie gleich selbst überzeugen.

Die Verbindung von Ästhetik und wissenschaftlicher Präzision beim Darstellen seiner amerikanischen Freu- nde können wir nach Annas Referat in den Bildern Bodmers klar wiederfinden.

Dem Künstler und Ethnografen Bodmer gelang es, eine Kultur kurz vor ihrem Untergang umfassend zu doku- mentieren.

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Christof Burkard, sichtlich angeregt von der Diskussion, erzählt von einem Bildhauer in New England, der nach Vorlagen Bodmers seine Skulpturen erschafft: „Dass die heutigen Amerikaner etwas über „ihre“ Geschichte erfahren, ist Bodmers Werk zu verdanken.“

Christoph

Danke, Anna, für diese faszinierende und lehrreiche Präsentation!

by Sunniva

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