{"id":4,"date":"2024-10-15T10:06:18","date_gmt":"2024-10-15T08:06:18","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/?p=4"},"modified":"2025-05-20T11:47:23","modified_gmt":"2025-05-20T09:47:23","slug":"introduction","status":"publish","type":"front-matter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/front-matter\/introduction\/","title":{"raw":"Vorwort der Herausgeber:innen","rendered":"Vorwort der Herausgeber:innen"},"content":{"raw":"<p style=\"font-weight: 400\">Am 28. und 29. September 2023 fand am Romanischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich der zw\u00f6lfte <em>Dies Romanicus Turicensis <\/em>unter dem Titel \u00abSprache und Identit\u00e4t\u00bb statt. Der Kongress richtete sich an junge Forscherinnen und Forscher der romanistischen Disziplinen (Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaften) und erm\u00f6glichte ein Forum f\u00fcr den wissenschaftlichen Austausch in einem internationalen Kontext.<\/p>\r\n<p style=\"font-weight: 400\">Welches sind die entscheidenden Faktoren f\u00fcr die Identit\u00e4tsentwicklung? Die hier aufgeworfene Frage hat weit in die Vergangenheit zur\u00fcckreichende Urspr\u00fcnge, was jedoch ihren Zusammenhang mit der Dynamik und Entwicklung der Gesellschaft keineswegs mindert. In diesem vielseitigen System, in welchem der Begriff <em>Identit\u00e4t <\/em>schwer zu definieren und abzugrenzen ist, haben die Sprache und die Literatur eine vorherrschende Rolle inne. Beide tragen sie n\u00e4mlich zur Herausbildung einer vielf\u00e4ltigen, d.h. individuellen, regionalen, (trans)nationalen, sozialen, kulturellen, gemein\u00adschaftlichen, politischen usw., Identit\u00e4t bei. Die Aufgabe der Forschenden ist es, \u00fcber die zugrundeliegenden Mechanismen und \u00fcber die Ver\u00e4nderungen, die in diesem Bereich durch Ph\u00e4nomene wie die Glo\u00adbalisierung und die damit einhergehende Neudefinierung der Bezie\u00adhungsnetze (beispielsweise der kommunikativen Kontakte) verursacht werden, nachzudenken. Die Erforschung des Identit\u00e4tskonzepts bedingt oft die Auseinandersetzung mit dichotomen Tendenzen, wie vom Linguisten Johannes Kabatek im Essay <em>Identidad y alteridad ling\u00fc\u00edsticas en la aldea global<\/em> beschrieben:<\/p>\r\n\r\n<blockquote>\r\n<p style=\"font-weight: 400\">Lo que podemos afirmar hasta aqu\u00ed es que parece haber, por un lado, tendencias \u201cnaturales\u201d y no dirigidas, de convergencia, y por el otro lado, intentos de frenarlas. La existencia de las dos tendencias parece corresponder a las necesidades contrapuestas de los hablantes de poder comunicarse con todos y de pertenecer al mismo tiempo a una comunidad diferenciada y con l\u00edmites frente a otras (Kabatek 1998: 4).[footnote]Kabatek, Johannes (1998). \u00abIdentidad y alteridad ling\u00fc\u00edsticas en la aldea global\u00bb, in: Barrera, Andr\u00e9s (Hrsg.), <em>Las lenguas de Espa\u00f1a<\/em>, Vitoria, Universidad del Pa\u00eds Vasco. &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5167\/uzh-85916\">https:\/\/doi.org\/10.5167\/uzh-85916<\/a>&gt;.[\/footnote]<\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<p style=\"font-weight: 400\">Eng mit <em>Identit\u00e4t-Alterit\u00e4t<\/em> verbunden ist das Wortpaar <em>Inklusion-Exklusion<\/em>: Inwiefern ist sich ein Individuum seiner Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten sprachlichen, literarischen oder kulturellen Gemeinschaft bewusst? Und inwiefern kann diese Zugeh\u00f6rigkeit willentlich beeinflusst werden? Ausgehend von den Schnittpunkten zwischen Sprache, Literatur und Identit\u00e4t vertiefen die Beitr\u00e4ge des vorliegenden Bandes verschiedene der erw\u00e4hnten Aspekte, wie die Sprache die Identit\u00e4tsbildung in unterschied\u00adlichen Sprachr\u00e4umen und Migrationsdynamiken beeinflusst (Flurina Graf und Claudia Cathomas, Adrien Mathy, Nelson Sindze Wembe, Peiyao Xiong, Eug\u00e9nie Pereira Couttolenc), Frauenliteratur (Tatiana Molina, Chiara Petra Canu) und was f\u00fcr Spuren der historische Kontext in der Literatur vom 12 Jh. bis hin zur Gegenwart hinterl\u00e4sst (Ariane de Testa, Adriana Abalo G\u00f3mez, Amy De Gottardi, \u00c9lise Cantiran, Astrid Novat, Bony Fl\u00fcckiger, Sophie Hochuli, Pia Carmela Lombardi).<\/p>\r\n<p style=\"font-weight: 400\">Abschliessend bedankt sich das Organisationskomitee des XII. Dies Romanicus Turicensis, bestehend aus B\u00e1rbara Garrido S\u00e1nchez-Andrade, Lisa Gasner, Tamara Guglielmi, Antony Kussmaul, Virginia Le\u00f3n Torrez, Chiara Licci, Adriano Salvi, Delia Strebel, bei allen Personen und Institutionen, ohne deren Unterst\u00fctzung die Durchf\u00fchrung der Tagung und die vorliegende Publikation nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren: UZH-Alumni, VAUZ, Lateinamerika Zentrum Z\u00fcrich und dem Romanischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Ein spezieller Dank geht an den Seminarleiter Prof. Dr. Thomas Klinkert und an Mar\u00eda Luisa Gago Iglesias. Ausserdem danken wir Rojba\u015f Feiner und Anita Holdener f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung bei der Gestaltung der Publikation.<\/p>\r\n&nbsp;\r\n<p style=\"text-align: right\">Z\u00fcrich, Mai 2025<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right\">Die Herausgeber:innen<\/p>","rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">Am 28. und 29. September 2023 fand am Romanischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich der zw\u00f6lfte <em>Dies Romanicus Turicensis <\/em>unter dem Titel \u00abSprache und Identit\u00e4t\u00bb statt. Der Kongress richtete sich an junge Forscherinnen und Forscher der romanistischen Disziplinen (Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaften) und erm\u00f6glichte ein Forum f\u00fcr den wissenschaftlichen Austausch in einem internationalen Kontext.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Welches sind die entscheidenden Faktoren f\u00fcr die Identit\u00e4tsentwicklung? Die hier aufgeworfene Frage hat weit in die Vergangenheit zur\u00fcckreichende Urspr\u00fcnge, was jedoch ihren Zusammenhang mit der Dynamik und Entwicklung der Gesellschaft keineswegs mindert. In diesem vielseitigen System, in welchem der Begriff <em>Identit\u00e4t <\/em>schwer zu definieren und abzugrenzen ist, haben die Sprache und die Literatur eine vorherrschende Rolle inne. Beide tragen sie n\u00e4mlich zur Herausbildung einer vielf\u00e4ltigen, d.h. individuellen, regionalen, (trans)nationalen, sozialen, kulturellen, gemein\u00adschaftlichen, politischen usw., Identit\u00e4t bei. Die Aufgabe der Forschenden ist es, \u00fcber die zugrundeliegenden Mechanismen und \u00fcber die Ver\u00e4nderungen, die in diesem Bereich durch Ph\u00e4nomene wie die Glo\u00adbalisierung und die damit einhergehende Neudefinierung der Bezie\u00adhungsnetze (beispielsweise der kommunikativen Kontakte) verursacht werden, nachzudenken. Die Erforschung des Identit\u00e4tskonzepts bedingt oft die Auseinandersetzung mit dichotomen Tendenzen, wie vom Linguisten Johannes Kabatek im Essay <em>Identidad y alteridad ling\u00fc\u00edsticas en la aldea global<\/em> beschrieben:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400\">Lo que podemos afirmar hasta aqu\u00ed es que parece haber, por un lado, tendencias \u201cnaturales\u201d y no dirigidas, de convergencia, y por el otro lado, intentos de frenarlas. La existencia de las dos tendencias parece corresponder a las necesidades contrapuestas de los hablantes de poder comunicarse con todos y de pertenecer al mismo tiempo a una comunidad diferenciada y con l\u00edmites frente a otras (Kabatek 1998: 4).<a class=\"footnote\" title=\"Kabatek, Johannes (1998). \u00abIdentidad y alteridad ling\u00fc\u00edsticas en la aldea global\u00bb, in: Barrera, Andr\u00e9s (Hrsg.), Las lenguas de Espa\u00f1a, Vitoria, Universidad del Pa\u00eds Vasco. &lt;https:\/\/doi.org\/10.5167\/uzh-85916&gt;.\" id=\"return-footnote-4-1\" href=\"#footnote-4-1\" aria-label=\"Footnote 1\"><sup class=\"footnote\">[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400\">Eng mit <em>Identit\u00e4t-Alterit\u00e4t<\/em> verbunden ist das Wortpaar <em>Inklusion-Exklusion<\/em>: Inwiefern ist sich ein Individuum seiner Zugeh\u00f6rigkeit zu einer bestimmten sprachlichen, literarischen oder kulturellen Gemeinschaft bewusst? Und inwiefern kann diese Zugeh\u00f6rigkeit willentlich beeinflusst werden? Ausgehend von den Schnittpunkten zwischen Sprache, Literatur und Identit\u00e4t vertiefen die Beitr\u00e4ge des vorliegenden Bandes verschiedene der erw\u00e4hnten Aspekte, wie die Sprache die Identit\u00e4tsbildung in unterschied\u00adlichen Sprachr\u00e4umen und Migrationsdynamiken beeinflusst (Flurina Graf und Claudia Cathomas, Adrien Mathy, Nelson Sindze Wembe, Peiyao Xiong, Eug\u00e9nie Pereira Couttolenc), Frauenliteratur (Tatiana Molina, Chiara Petra Canu) und was f\u00fcr Spuren der historische Kontext in der Literatur vom 12 Jh. bis hin zur Gegenwart hinterl\u00e4sst (Ariane de Testa, Adriana Abalo G\u00f3mez, Amy De Gottardi, \u00c9lise Cantiran, Astrid Novat, Bony Fl\u00fcckiger, Sophie Hochuli, Pia Carmela Lombardi).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Abschliessend bedankt sich das Organisationskomitee des XII. Dies Romanicus Turicensis, bestehend aus B\u00e1rbara Garrido S\u00e1nchez-Andrade, Lisa Gasner, Tamara Guglielmi, Antony Kussmaul, Virginia Le\u00f3n Torrez, Chiara Licci, Adriano Salvi, Delia Strebel, bei allen Personen und Institutionen, ohne deren Unterst\u00fctzung die Durchf\u00fchrung der Tagung und die vorliegende Publikation nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren: UZH-Alumni, VAUZ, Lateinamerika Zentrum Z\u00fcrich und dem Romanischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Ein spezieller Dank geht an den Seminarleiter Prof. Dr. Thomas Klinkert und an Mar\u00eda Luisa Gago Iglesias. Ausserdem danken wir Rojba\u015f Feiner und Anita Holdener f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung bei der Gestaltung der Publikation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Z\u00fcrich, Mai 2025<\/p>\n<p style=\"text-align: right\">Die Herausgeber:innen<\/p>\n<hr class=\"before-footnotes clear\" \/><div class=\"footnotes\"><ol><li id=\"footnote-4-1\">Kabatek, Johannes (1998). \u00abIdentidad y alteridad ling\u00fc\u00edsticas en la aldea global\u00bb, in: Barrera, Andr\u00e9s (Hrsg.), <em>Las lenguas de Espa\u00f1a<\/em>, Vitoria, Universidad del Pa\u00eds Vasco. &lt;<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.5167\/uzh-85916\">https:\/\/doi.org\/10.5167\/uzh-85916<\/a>&gt;. <a href=\"#return-footnote-4-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">&crarr;<\/a><\/li><\/ol><\/div>","protected":false},"author":1,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"front-matter-type":[12],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-4","front-matter","type-front-matter","status-publish","hentry","front-matter-type-introduction"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter\/4","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/wp\/v2\/types\/front-matter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter\/4\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":722,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter\/4\/revisions\/722"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter\/4\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4"}],"wp:term":[{"taxonomy":"front-matter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/pressbooks\/v2\/front-matter-type?post=4"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=4"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/xii-dies-romanicus-turicensis\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=4"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}