Hauptteil

1. Einleitung

„Post-Corona“: Es scheint klar, dass man nicht zurück zum reinen Präsenzunterricht gehen kann, aber auch, dass die reine Online-Lehre Nachteile birgt. Die Hochschuldidaktik der Universität Zürich plädiert für einen „Mix“ aus Präsenz- und Online-Lehre. Dieser Mix wurde bis anhin als „Blended Learning“ definiert. Lange Zeit hiess dies schlicht, ein Learning Management System wie OLAT neben dem Präsenzunterricht einzusetzen oder auch mal einen Podcast aufzunehmen. Nach Corona gilt es nun, zeitgemässe Modelle zu finden, die für die Dozierenden umsetzbar sind und die nötige Qualität der Lehre hervorbringen.

DLF (Digitale Lehre und Forschung an der Philosophischen Fakultät) stellt im Folgenden eine Möglichkeit von vielen vor, wie Kurse geplant werden können und zeigt, wie ideale Kombinationen von Präsenz- und Online-Lehre für die eigenen Lehrinhalte gefunden werden können. Wir orientieren uns dabei nicht so sehr an der Definition von „Blended Learning“, da heute fast alle Lehrveranstaltungen in irgendeiner Form bereits „blended“ abgehalten werden. Dagegen schlägt die aktuelle Forschung für die Praxis ein Blended Course Design nach Interaktionsarten vor: Interagieren Studierende mit Personen oder mit dem Content. Die Interaktionsarten definieren dabei nicht, ob die Lehre synchron oder asynchron bzw. online vs. onsite stattfindet: Beides ist jeweils möglich.

Für eine erfolgreiche Lehre, die qualitativ hochstehend ist und die Studierenden aktiviert bzw. ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickeln lässt, wird ausschlaggebend sein, wie ein Kurs sich strukturiert, um für jeden Lerninhalt die optimale Methode und die optimalen Medien zu finden.

Lizenz

Blended Learning Design - ein Ansatz Copyright © Leyla Ciragan. Alle Rechte vorbehalten.

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