{"id":509,"date":"2022-01-28T10:46:01","date_gmt":"2022-01-28T09:46:01","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/?post_type=chapter&#038;p=509"},"modified":"2022-08-08T17:55:56","modified_gmt":"2022-08-08T15:55:56","slug":"lingua-latina","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/chapter\/lingua-latina\/","title":{"raw":"Eine Weltsprache","rendered":"Eine Weltsprache"},"content":{"raw":"<p style=\"text-align: justify\">Latein nennen wir die Sprache, die zun\u00e4chst in Rom und seiner n\u00e4heren Umgebung, die <em>Latium<\/em>\u00a0hiess, gesprochen wurde. Die R\u00f6mer selbst nannten diese Sprache <em>lingua Latina<\/em>.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Zu der Zeit, in der Rom als kleine l\u00e4ndliche Siedlung entstand, also ungef\u00e4hr im achten Jahrhundert vor Christus, wurden auf der italienischen Halbinsel viele verschiedene Sprachen gesprochen. Einige davon, die sogenannten italischen Sprachen, waren mit dem Lateinischen verwandt. Andere von ihnen, so zum Beispiel Etruskisch, waren mit dem Lateinischen nicht verwandt, sie funktionierten ganz anders.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die italischen Sprachen geh\u00f6ren zu den indoeurop\u00e4ischen Sprachen. Sprachforscher*innen haben entdeckt, dass zwischen verschiedenen Sprachen in einem sehr grossen geographischen Raum (von den germanischen Sprachen in Nordwesteuropa bis zu gewissen indischen Sprachen im S\u00fcdosten) \u00c4hnlichkeiten bestehen. Das zeigt sich vor allem im Vokabular:<\/p>\r\n\r\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\" border=\"0\">\r\n<tbody>\r\n<tr class=\"shaded\">\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">altindisch<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">lateinisch<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">griechisch<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">russisch (slawisch)<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">deutsch (germanisch)<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">englisch<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">pitar<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">pater<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">pater<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">Vater<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">father<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">m\u0101t\u0101(r)<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">mater<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">meter<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">mat<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">Mutter<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">mother<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">svasar<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">soror<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">Schwester<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">sister<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">bhr\u0101t\u0101(r)<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">frater<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">brat<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">Bruder<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">brother<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">asti<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">est<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">esti<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">jest<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">ist<\/td>\r\n<td style=\"width: 16.6667%\">is<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Ausser Verwandtschaftsbezeichnungen \u00e4hneln sich in diesen Sprachen auch die Bezeichnungen f\u00fcr verschiedene Haustiere und Farben sowie andere Wortgruppen.<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-1024x530.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"530\" class=\"wp-image-4215 size-large aligncenter\" \/><\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Man nimmt an, dass ein relativ grosses Volk, das wohl in einer Steppenlandschaft von Viehzucht lebte und eine indoeurop\u00e4ische Ursprache sprach, sich in einer V\u00f6lkerwanderung vor etwa 5'000 Jahren buchst\u00e4blich in alle Himmelsrichtungen verteilte. Dort, wo sich die verschiedenen Teile dieses Volkes niederliessen, stiessen sie auf andere V\u00f6lker, die schon dort siedelten und andere Sprachen sprachen. Mit der Zeit vermischten sich die Sprachen der Neuzuz\u00fcgler mit denen der Alteingesessenen, so dass daraus neue Sprachen entstanden, die aber wegen der gemeinsamen Vorg\u00e4ngersprache immer noch gewisse \u00c4hnlichkeiten hatten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Im Italien des 8. Jh. v. Chr. wurden also viele Sprachen gesprochen, die zwar z.T. verwandt, aber doch alle verschieden waren. Rom war damals ein kleines Bauerndorf.\u00a0Im dritten Jahrhundert v. Chr. dominierte Rom schon ganz Italien und im ersten Jh. v. Chr. den ganzen Mittelmeerraum.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_3695\" align=\"alignleft\" width=\"1024\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-1024x609.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3695 size-large\" width=\"1024\" height=\"609\" \/><\/a> Die Ausdehnung des R\u00f6mischen Reiches unter Kaiser Trajan[\/caption]\r\n<p style=\"text-align: justify\">In den meisten der von Rom beherrschten Gebiete begann die Bev\u00f6lkerung, Latein zumindest als Zweitsprache zu sprechen, und so wurde aus der Sprache einer kleinen Zahl d\u00f6rflicher Siedlungen in Mittelitalien im Laufe einiger Jahrhunderte eine Weltsprache. Nat\u00fcrlich hat sich das Lateinische selbst in diesem Zeitraum auch ver\u00e4ndert: Alle Sprachen wandeln sich st\u00e4ndig, solange sie gesprochen werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Dem Lateinischen ging es nun wiederum so wie zuvor der indoeurop\u00e4ischen Ursprache: Es wurde von Bev\u00f6lkerungen \u00fcbernommen, die eine andere Muttersprache hatten. So entstanden verschiedene Varianten der lateinischen Sprache. Nachdem im 5. Jahrhundert n. Chr. das westr\u00f6mische Reich endg\u00fcltig zerbrochen war, weil wieder andere V\u00f6lker die verschiedenen Teile des westr\u00f6mischen Reiches erobert hatten und beherrschten, entstanden dort durch die erneute Vermischung wieder neue Sprachen, denen man die lateinische Verwandtschaft noch ansah oder anh\u00f6rte, die aber doch wieder eigene Sprachen waren. Wir nennen sie die romanischen Sprachen, weil sie alle auf der Sprache Roms basieren, sich aber sehr verschieden entwickelt haben. Zu ihnen geh\u00f6ren Portugiesisch, Spanisch, Katalanisch, Franz\u00f6sisch, R\u00e4toromanisch, Italienisch und Rum\u00e4nisch. Fr\u00fcher gab es noch mehr romanische Sprachen, doch haben sie sich teils zu einer Sprache vereinigt, teils sind die Sprachen auch ausgestorben.<\/p>","rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Latein nennen wir die Sprache, die zun\u00e4chst in Rom und seiner n\u00e4heren Umgebung, die <em>Latium<\/em>\u00a0hiess, gesprochen wurde. Die R\u00f6mer selbst nannten diese Sprache <em>lingua Latina<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zu der Zeit, in der Rom als kleine l\u00e4ndliche Siedlung entstand, also ungef\u00e4hr im achten Jahrhundert vor Christus, wurden auf der italienischen Halbinsel viele verschiedene Sprachen gesprochen. Einige davon, die sogenannten italischen Sprachen, waren mit dem Lateinischen verwandt. Andere von ihnen, so zum Beispiel Etruskisch, waren mit dem Lateinischen nicht verwandt, sie funktionierten ganz anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die italischen Sprachen geh\u00f6ren zu den indoeurop\u00e4ischen Sprachen. Sprachforscher*innen haben entdeckt, dass zwischen verschiedenen Sprachen in einem sehr grossen geographischen Raum (von den germanischen Sprachen in Nordwesteuropa bis zu gewissen indischen Sprachen im S\u00fcdosten) \u00c4hnlichkeiten bestehen. Das zeigt sich vor allem im Vokabular:<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse;width: 100%\">\n<tbody>\n<tr class=\"shaded\">\n<td style=\"width: 16.6667%\">altindisch<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">lateinisch<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">griechisch<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">russisch (slawisch)<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">deutsch (germanisch)<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">englisch<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%\">pitar<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">pater<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">pater<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">Vater<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">father<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%\">m\u0101t\u0101(r)<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">mater<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">meter<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">mat<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">Mutter<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">mother<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%\">svasar<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">soror<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">Schwester<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">sister<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%\">bhr\u0101t\u0101(r)<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">frater<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\"><\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">brat<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">Bruder<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">brother<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 16.6667%\">asti<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">est<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">esti<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">jest<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">ist<\/td>\n<td style=\"width: 16.6667%\">is<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausser Verwandtschaftsbezeichnungen \u00e4hneln sich in diesen Sprachen auch die Bezeichnungen f\u00fcr verschiedene Haustiere und Farben sowie andere Wortgruppen.<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-1024x530.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"530\" class=\"wp-image-4215 size-large aligncenter\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-1024x530.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-300x155.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-768x398.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-1536x795.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-2048x1060.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-65x34.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-225x116.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Indogermanisch-scaled-e1659974136200-350x181.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man nimmt an, dass ein relativ grosses Volk, das wohl in einer Steppenlandschaft von Viehzucht lebte und eine indoeurop\u00e4ische Ursprache sprach, sich in einer V\u00f6lkerwanderung vor etwa 5&#8217;000 Jahren buchst\u00e4blich in alle Himmelsrichtungen verteilte. Dort, wo sich die verschiedenen Teile dieses Volkes niederliessen, stiessen sie auf andere V\u00f6lker, die schon dort siedelten und andere Sprachen sprachen. Mit der Zeit vermischten sich die Sprachen der Neuzuz\u00fcgler mit denen der Alteingesessenen, so dass daraus neue Sprachen entstanden, die aber wegen der gemeinsamen Vorg\u00e4ngersprache immer noch gewisse \u00c4hnlichkeiten hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Italien des 8. Jh. v. Chr. wurden also viele Sprachen gesprochen, die zwar z.T. verwandt, aber doch alle verschieden waren. Rom war damals ein kleines Bauerndorf.\u00a0Im dritten Jahrhundert v. Chr. dominierte Rom schon ganz Italien und im ersten Jh. v. Chr. den ganzen Mittelmeerraum.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3695\" aria-describedby=\"caption-attachment-3695\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-1024x609.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3695 size-large\" width=\"1024\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-1024x609.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-300x178.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-768x457.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-65x39.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-225x134.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum-350x208.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/01\/1_Imperium-Romanum.jpg 1256w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3695\" class=\"wp-caption-text\">Die Ausdehnung des R\u00f6mischen Reiches unter Kaiser Trajan<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">In den meisten der von Rom beherrschten Gebiete begann die Bev\u00f6lkerung, Latein zumindest als Zweitsprache zu sprechen, und so wurde aus der Sprache einer kleinen Zahl d\u00f6rflicher Siedlungen in Mittelitalien im Laufe einiger Jahrhunderte eine Weltsprache. Nat\u00fcrlich hat sich das Lateinische selbst in diesem Zeitraum auch ver\u00e4ndert: Alle Sprachen wandeln sich st\u00e4ndig, solange sie gesprochen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dem Lateinischen ging es nun wiederum so wie zuvor der indoeurop\u00e4ischen Ursprache: Es wurde von Bev\u00f6lkerungen \u00fcbernommen, die eine andere Muttersprache hatten. So entstanden verschiedene Varianten der lateinischen Sprache. Nachdem im 5. Jahrhundert n. Chr. das westr\u00f6mische Reich endg\u00fcltig zerbrochen war, weil wieder andere V\u00f6lker die verschiedenen Teile des westr\u00f6mischen Reiches erobert hatten und beherrschten, entstanden dort durch die erneute Vermischung wieder neue Sprachen, denen man die lateinische Verwandtschaft noch ansah oder anh\u00f6rte, die aber doch wieder eigene Sprachen waren. Wir nennen sie die romanischen Sprachen, weil sie alle auf der Sprache Roms basieren, sich aber sehr verschieden entwickelt haben. Zu ihnen geh\u00f6ren Portugiesisch, Spanisch, Katalanisch, Franz\u00f6sisch, R\u00e4toromanisch, Italienisch und Rum\u00e4nisch. Fr\u00fcher gab es noch mehr romanische Sprachen, doch haben sie sich teils zu einer Sprache vereinigt, teils sind die Sprachen auch ausgestorben.<\/p>\n","protected":false},"author":721,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-509","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":505,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/509"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/users\/721"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/509\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4216,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/509\/revisions\/4216"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/505"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/509\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=509"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=509"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}