{"id":2820,"date":"2022-05-29T15:43:46","date_gmt":"2022-05-29T13:43:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/?post_type=chapter&#038;p=2820"},"modified":"2022-05-30T15:47:51","modified_gmt":"2022-05-30T13:47:51","slug":"rechtswissenschaft-in-der-antike","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/chapter\/rechtswissenschaft-in-der-antike\/","title":{"raw":"Rechtswissenschaft in der Antike","rendered":"Rechtswissenschaft in der Antike"},"content":{"raw":"<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">In den meisten Gesellschaften bem\u00fchen sich die Menschen darum, dass Konflikte nicht individuell durch gewaltsame Rache gel\u00f6st werden, sondern nach klaren, f\u00fcr alle g\u00fcltigen Regeln. Schon im Babylon des 2. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung gab es Gesetze, die die Blutrache durch geregelte Bestrafungen ersetzten. In vielen griechischen Poleis war im 8. und 7. Jh. v. Chr. ein intensiver Gesetzgebungsprozess im Gang, und einige der damaligen Gesetzgeber (z. B. Drakon oder Solon, den du schon in L9 kennengelernt hast) wurden so ber\u00fchmt, dass wir bis heute von ihnen wissen.<\/p>\r\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Selbstverst\u00e4ndlich kannte auch das Rom der K\u00f6nigszeit Gesetze und Verfahren der Konfliktl\u00f6sung. Zust\u00e4ndig daf\u00fcr waren Priesterkollegien, deren Mitglieder allesamt den Patrizierfamilien entstammten. Wer ein Rechtsgesch\u00e4ft \u2013 etwa den Kauf einer Kuh, eines Sklaven oder eines Grundst\u00fccks \u2013 abwickeln wollte, musste sich an diese Priester wenden, denn nur sie kannten die Formeln, ohne die das Gesch\u00e4ft nicht g\u00fcltig war.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_2822\" align=\"alignright\" width=\"204\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" class=\"wp-image-2822 size-medium\" \/><\/a> Lucas Cranach: Allegorie der Justitia (1537)[\/caption]\r\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Am Anfang der Republik \u00e4nderte sich daran erst einmal nichts: Gesetze und Rechtsformeln waren weiterhin Geheimwissen der nur Patriziern zug\u00e4nglichen Priesterkollegien. Dagegen rebellierten wohlhabende Plebeier, und ca. 450 v. Chr. erreichten sie, dass die Gesetze auf 12 Bronzetafeln \u00f6ffentlich aufgestellt wurden. Das Wissen dar\u00fcber, wie Vertr\u00e4ge und Klagen formuliert werden mussten, war noch immer den Patriziern vorbehalten. Aber immerhin konnten sich jetzt alle, die lesen konnten, \u00fcber die geltenden Gesetze informieren.<\/p>\r\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Nach und nach wurden die Gesetze weiterentwickelt, und ab dem 4. Jh. v. Chr. wurde dann auch die Anwendung des Rechts \u00f6ffentlich bekannt:<\/p>\r\n\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Pr\u00e4toren und \u00c4dilen publizierten in sogenannten Edikten die Regeln, nach denen Vertr\u00e4ge geschlossen und Prozesse gef\u00fchrt werden mussten.<\/li>\r\n \t<li style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Rechtsgelehrte (<em>consulti<\/em>) beantworteten Fragen von Beamten, die normalerweise juristische Laien waren. Diese Erkl\u00e4rungen bildeten den Anfang der Rechtswissenschaft.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Neben den Gesetzen waren also auch Verfahrensregeln und Gesetzeskommentare f\u00fcr die Rechtsprechung bedeutsam \u2013 genauso wie heute in Europa.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_2825\" align=\"alignleft\" width=\"222\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-2825\" \/><\/a> Kaiser Justinianus; Mosaik in der Kirche San Vitale, Ravenna[\/caption]\r\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">\u00dcber die Jahrhunderte entstand so eine riesige Textsammlung. Besonders beeindruckend ist, mit welcher Sorgfalt die wichtigen Begriffe definiert wurden und wie systematisch das ganze Rechtswissen geordnet wurde. Einige der Rechtsgelehrten kennen wir mit Namen; zu den ganz grossen Rechtsgelehrten der sp\u00e4teren Zeit geh\u00f6rten zum Beispiel Ulpian\u00a0und sein Sch\u00fcler Paulus (3. Jh.).\u00a0Der ostr\u00f6mische Kaiser Justinianus (6. Jh.) liess alle damals vorhandenen Rechtstexte sammeln und in den Digesten herausgeben. Diese waren vielerorts im ganzen Mittelalter die Grundlage des Rechtswesens.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Das heutige schweizerische Zivilgesetzbuch und ebenso das \u00abB\u00fcrgerliche Gesetzbuch\u00bb in Deutschland und \u00d6sterreich sind sehr stark vom r\u00f6mischen <em>Corpus iuris civilis<\/em> gepr\u00e4gt. Viele juristische Fachbegriffe (z.B. die Nutzniessung, die Gew\u00e4hrleistung, die elterliche Gewalt) sind w\u00f6rtliche \u00dcbersetzungen der entsprechenden Begriffe im R\u00f6mischen Recht.<\/p>","rendered":"<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">In den meisten Gesellschaften bem\u00fchen sich die Menschen darum, dass Konflikte nicht individuell durch gewaltsame Rache gel\u00f6st werden, sondern nach klaren, f\u00fcr alle g\u00fcltigen Regeln. Schon im Babylon des 2. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung gab es Gesetze, die die Blutrache durch geregelte Bestrafungen ersetzten. In vielen griechischen Poleis war im 8. und 7. Jh. v. Chr. ein intensiver Gesetzgebungsprozess im Gang, und einige der damaligen Gesetzgeber (z. B. Drakon oder Solon, den du schon in L9 kennengelernt hast) wurden so ber\u00fchmt, dass wir bis heute von ihnen wissen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Selbstverst\u00e4ndlich kannte auch das Rom der K\u00f6nigszeit Gesetze und Verfahren der Konfliktl\u00f6sung. Zust\u00e4ndig daf\u00fcr waren Priesterkollegien, deren Mitglieder allesamt den Patrizierfamilien entstammten. Wer ein Rechtsgesch\u00e4ft \u2013 etwa den Kauf einer Kuh, eines Sklaven oder eines Grundst\u00fccks \u2013 abwickeln wollte, musste sich an diese Priester wenden, denn nur sie kannten die Formeln, ohne die das Gesch\u00e4ft nicht g\u00fcltig war.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2822\" aria-describedby=\"caption-attachment-2822\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" class=\"wp-image-2822 size-medium\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-204x300.jpg 204w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-65x96.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-225x331.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537-350x515.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Gerechtigkeit_Cranach_1537.jpg 544w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2822\" class=\"wp-caption-text\">Lucas Cranach: Allegorie der Justitia (1537)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Am Anfang der Republik \u00e4nderte sich daran erst einmal nichts: Gesetze und Rechtsformeln waren weiterhin Geheimwissen der nur Patriziern zug\u00e4nglichen Priesterkollegien. Dagegen rebellierten wohlhabende Plebeier, und ca. 450 v. Chr. erreichten sie, dass die Gesetze auf 12 Bronzetafeln \u00f6ffentlich aufgestellt wurden. Das Wissen dar\u00fcber, wie Vertr\u00e4ge und Klagen formuliert werden mussten, war noch immer den Patriziern vorbehalten. Aber immerhin konnten sich jetzt alle, die lesen konnten, \u00fcber die geltenden Gesetze informieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Nach und nach wurden die Gesetze weiterentwickelt, und ab dem 4. Jh. v. Chr. wurde dann auch die Anwendung des Rechts \u00f6ffentlich bekannt:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Pr\u00e4toren und \u00c4dilen publizierten in sogenannten Edikten die Regeln, nach denen Vertr\u00e4ge geschlossen und Prozesse gef\u00fchrt werden mussten.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Rechtsgelehrte (<em>consulti<\/em>) beantworteten Fragen von Beamten, die normalerweise juristische Laien waren. Diese Erkl\u00e4rungen bildeten den Anfang der Rechtswissenschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">Neben den Gesetzen waren also auch Verfahrensregeln und Gesetzeskommentare f\u00fcr die Rechtsprechung bedeutsam \u2013 genauso wie heute in Europa.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2825\" aria-describedby=\"caption-attachment-2825\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-2825\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-222x300.jpg 222w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-757x1024.jpg 757w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-768x1039.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-1135x1536.jpg 1135w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-65x88.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-225x305.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna-350x474.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/05\/29_Justinianus_San_Vitale_in_Ravenna.jpg 1409w\" sizes=\"(max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2825\" class=\"wp-caption-text\">Kaiser Justinianus; Mosaik in der Kirche San Vitale, Ravenna<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;text-align: justify\">\u00dcber die Jahrhunderte entstand so eine riesige Textsammlung. 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