{"id":1511,"date":"2022-02-21T15:01:41","date_gmt":"2022-02-21T14:01:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/?post_type=chapter&#038;p=1511"},"modified":"2022-09-06T12:30:48","modified_gmt":"2022-09-06T10:30:48","slug":"wie-wohnten-die-roemer","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/chapter\/wie-wohnten-die-roemer\/","title":{"raw":"Reichtum f\u00fcr ganz wenige","rendered":"Reichtum f\u00fcr ganz wenige"},"content":{"raw":"<p style=\"text-align: justify\">Der gr\u00f6sste Teil der Einwohner Roms wohnte in oft engen Wohnungen in riesigen Mietsh\u00e4usern, die einen ganzen Block umfassten und deshalb <em>insulae<\/em> genannt wurden, weil sie wie Inseln zwischen vier Strassen standen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die wohlhabenden R\u00f6mer aber konnten sich eine <em>domus<\/em>, ein eigenes Haus, leisten. In Rom selbst ist von solchen Privath\u00e4usern wenig erhalten geblieben, wohl aber in Pompeii und in Herculaneum, zwei kleineren St\u00e4dten in der N\u00e4he von Neapel, die im Jahre 79 n. Chr. vom Vulkan Vesuv versch\u00fcttet und so bis in unsere Zeit konserviert wurden. Solche H\u00e4user waren immer \u00e4hnlich aufgebaut. Anders als moderne H\u00e4user hatten diese H\u00e4user ausser ganz kleinen Fenstern auf die Strasse praktisch keine Fenster nach aussen, das Licht fiel durch den Innenhof und den Garten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4ter baute man dann statt des Gartens nach griechischem Vorbild ein Peristylium, mit dem ein von einem S\u00e4ulengang umrahmten Ziergarten mit Nebenr\u00e4umen gemeint ist. Dieses sogenannte Peristylhaus verbreitete sich schnell. Es hatte nur zwei R\u00e4ume, die f\u00fcr G\u00e4ste zug\u00e4nglich waren: Im Atrium warteten am Morgen Klienten darauf, zu Gespr\u00e4chen zu ihrem Patron ins Tablinum vorgelassen zu werden. Das Tablinum stellt zugleich den \u00dcbergang vom \u00f6ffentlicheren Bereich zum privateren Bereich hinten dar, denn einerseits wurden dort Gesch\u00e4ftsg\u00e4ste empfangen, andererseits diente der Raum aber auch als Empfangsraum f\u00fcr Privatg\u00e4ste.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Gespeist wurde im <em>Triclinium<\/em>; in manchen H\u00e4usern gab es verschiedene <em>Triclinia<\/em> f\u00fcr die verschiedenen Jahreszeiten.\u00a0 Die L\u00e4den waren meist nur nach aussen offen und ohne Durchgang zum Haus.<\/p>\r\n\r\n\r\n[caption id=\"attachment_3514\" align=\"alignright\" width=\"193\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-238x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3514\" width=\"193\" height=\"243\" \/><\/a> Fresko von Narcissus in Pompeii.[\/caption]\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die W\u00e4nde der r\u00f6mischen H\u00e4user waren mit kr\u00e4ftigen Farben bemalt. In einer ersten Phase stellte die Bemalung nur farbige Steine dar, sp\u00e4ter kamen Ornamente und fig\u00fcrliche Darstellungen, ja regelrechte Gem\u00e4lde dazu. Die Oberfl\u00e4che der bemalten W\u00e4nde wurde nach dem Trocknen gewachst, was den Farbauftrag leuchten liess und sch\u00fctzte. So sind viele dieser Fresken bis heute erhalten geblieben.<\/p>","rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Der gr\u00f6sste Teil der Einwohner Roms wohnte in oft engen Wohnungen in riesigen Mietsh\u00e4usern, die einen ganzen Block umfassten und deshalb <em>insulae<\/em> genannt wurden, weil sie wie Inseln zwischen vier Strassen standen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die wohlhabenden R\u00f6mer aber konnten sich eine <em>domus<\/em>, ein eigenes Haus, leisten. In Rom selbst ist von solchen Privath\u00e4usern wenig erhalten geblieben, wohl aber in Pompeii und in Herculaneum, zwei kleineren St\u00e4dten in der N\u00e4he von Neapel, die im Jahre 79 n. Chr. vom Vulkan Vesuv versch\u00fcttet und so bis in unsere Zeit konserviert wurden. Solche H\u00e4user waren immer \u00e4hnlich aufgebaut. Anders als moderne H\u00e4user hatten diese H\u00e4user ausser ganz kleinen Fenstern auf die Strasse praktisch keine Fenster nach aussen, das Licht fiel durch den Innenhof und den Garten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4ter baute man dann statt des Gartens nach griechischem Vorbild ein Peristylium, mit dem ein von einem S\u00e4ulengang umrahmten Ziergarten mit Nebenr\u00e4umen gemeint ist. Dieses sogenannte Peristylhaus verbreitete sich schnell. Es hatte nur zwei R\u00e4ume, die f\u00fcr G\u00e4ste zug\u00e4nglich waren: Im Atrium warteten am Morgen Klienten darauf, zu Gespr\u00e4chen zu ihrem Patron ins Tablinum vorgelassen zu werden. Das Tablinum stellt zugleich den \u00dcbergang vom \u00f6ffentlicheren Bereich zum privateren Bereich hinten dar, denn einerseits wurden dort Gesch\u00e4ftsg\u00e4ste empfangen, andererseits diente der Raum aber auch als Empfangsraum f\u00fcr Privatg\u00e4ste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Gespeist wurde im <em>Triclinium<\/em>; in manchen H\u00e4usern gab es verschiedene <em>Triclinia<\/em> f\u00fcr die verschiedenen Jahreszeiten.\u00a0 Die L\u00e4den waren meist nur nach aussen offen und ohne Durchgang zum Haus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3514\" aria-describedby=\"caption-attachment-3514\" style=\"width: 193px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-238x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3514\" width=\"193\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-238x300.jpg 238w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-65x82.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-225x284.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss-350x442.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-content\/uploads\/sites\/105\/2022\/07\/Narziss.jpg 396w\" sizes=\"(max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3514\" class=\"wp-caption-text\">Fresko von Narcissus in Pompeii.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify\">Die W\u00e4nde der r\u00f6mischen H\u00e4user waren mit kr\u00e4ftigen Farben bemalt. In einer ersten Phase stellte die Bemalung nur farbige Steine dar, sp\u00e4ter kamen Ornamente und fig\u00fcrliche Darstellungen, ja regelrechte Gem\u00e4lde dazu. Die Oberfl\u00e4che der bemalten W\u00e4nde wurde nach dem Trocknen gewachst, was den Farbauftrag leuchten liess und sch\u00fctzte. So sind viele dieser Fresken bis heute erhalten geblieben.<\/p>\n","protected":false},"author":721,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":[],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[],"license":[],"class_list":["post-1511","chapter","type-chapter","status-publish","hentry"],"part":741,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1511"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/users\/721"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1511\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4274,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1511\/revisions\/4274"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/741"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/1511\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=1511"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=1511"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/amor\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=1511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}