{"id":497,"date":"2022-06-10T12:21:14","date_gmt":"2022-06-10T10:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=497"},"modified":"2022-06-21T17:17:11","modified_gmt":"2022-06-21T15:17:11","slug":"125-jahre-haus-des-sehens-von-der-kantonalen-augenklinik-zum-institut-fuer-kunstgeschichte-und-archaeologie","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/125-jahre-haus-des-sehens-von-der-kantonalen-augenklinik-zum-institut-fuer-kunstgeschichte-und-archaeologie\/","title":{"raw":"125 Jahre Haus des Sehens - Zum Institutsgeb\u00e4ude f\u00fcr Kunstgeschichte und Klassische Arch\u00e4ologie","rendered":"125 Jahre Haus des Sehens &#8211; Zum Institutsgeb\u00e4ude f\u00fcr Kunstgeschichte und Klassische Arch\u00e4ologie"},"content":{"raw":"Im Geb\u00e4ude des Kunsthistorischen Instituts an der R\u00e4mistrasse 73 in Z\u00fcrich werden heute Generationen von Nachwuchsakademiker:innen in Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie unterrichtet. Sie erleben hier pr\u00e4gende Ereignisse, die zu einem wichtigen Teil ihrer Biografie werden, seien es die erste Veranstaltung an einer Universit\u00e4t, die erste Assistenz, eine erfolgreich verteidigte Dissertation oder aber auch Begegnungen, aus denen sich langj\u00e4hrige Freundschaften entwickeln.\r\n\r\nErbaut worden ist das Geb\u00e4ude allerdings nicht f\u00fcr seinen heutigen Zweck, sondern als Augenklinik. Es stand damit zwar auch im Dienste des Sehens, jedoch in einem weitaus unmittelbareren Sinn, als es dies seit seiner 1954 erfolgten Umnutzung durch die universit\u00e4re Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie tut, indem hier ab 1896 \u00c4rzte kranke Augen behandelten und operierten. Das Spitalpersonal pflegte nicht nur die Patient:innen, sondern lebte mit ihnen unter einem Dach. Im H\u00f6rsaal lernten Studierende die grundlegenden Techniken der Augenoperation und \u00fcbten sich an Tier- und Menschenaugen. Die \u00e4lteren Schichten des Geb\u00e4udes sind somit vollgesogen mit Schmerz und Leid: Sie erz\u00e4hlen von der Gratwanderung zwischen Blindheit und Wiedererlangung der Sehkraft, zwischen Krankheit und Gesundheit, Tod und Leben.\r\n\r\n1954 begann mit dem Einzug des Arch\u00e4ologischen Instituts und des Kunstgeschichtlichen Seminars eine neue Zeitrechnung f\u00fcr das Geb\u00e4ude. Doch keine 20 Jahre sp\u00e4ter wurde erwogen, das Geb\u00e4ude dem Abriss preiszugeben und durch einen Neubau zu ersetzen. Dank des beherzten Engagements der hiesigen Professoren und Denkmalpfleger wurde von dem Abbruchvorhaben aber abgesehen, das Geb\u00e4ude unter Denkmalschutz gestellt und eine Gesamtrenovation beschlossen, die 1979 vom Stimmvolk gutgeheissen wurde. 2021 feiert das Geb\u00e4ude nun sein 125-j\u00e4hriges Bestehen. Ob als ehemalige Augenklinik oder Kunsthistorisches Institut: Das Geb\u00e4ude ist und bleibt ein \u2039Haus des Sehens\u203a. Der vorliegende Text beleuchtet die urspr\u00fcngliche Funktion als Augenklinik sowie deren Transformation zum universit\u00e4ren Seminargeb\u00e4ude.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Ein Palast f\u00fcr die Augenheilkunde<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_501\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-300x180.jpg\" alt=\"Hochschulensemble im Jahr 1937 mit der ETH (links), dem Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (rechts), dem alten Kantonsspital (oben mittig) sowie der Augenklinik unmittelbar hinter dem Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t in der Mitte\" class=\"wp-image-501 size-medium\" width=\"300\" height=\"180\" \/><\/a> Abb. 1: Hochschulensemble im Jahr 1937 mit der ETH (links), dem Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (rechts), dem alten Kantonsspital (oben mittig) sowie der Augenklinik unmittelbar hinter dem Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t in der Mitte. <br \/>BAZ, Foto: Swissair.[\/caption]\r\n\r\nZwischen drei architektonischen Giganten der Wissensbildung eingepfercht, befindet sich an der R\u00e4mistrasse 73 in Z\u00fcrich ein kleiner, aber stolzer Palazzo, der seit jeher dem Sehen gewidmet ist. Flankiert wird er gegen Nordwesten vom Polytechnikum, im Nordosten vom Universit\u00e4tsspital und im S\u00fcdwesten vom Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t. Der Palazzo bildet heute wortw\u00f6rtlich das Auge eines wissenschaftlichen Zyklons. (Abb. 1) Aufgrund dieser Einbettung erscheint es heutigen Betrachter:innen nicht mehr naheliegend, dass der Palazzo dereinst selbst ein Gigant der Wissenschaften war: Die am 16. Mai 1896 feierlich er\u00f6ffnete Augenklinik war ein sandsteinerner Separatist, der als neuartiger Spitalbau den repr\u00e4sentativen Rahmen f\u00fcr die goldene \u00c4ra der Z\u00fcrcher Augenheilkunde bildete.\r\n\r\nBei der Z\u00fcrcher Augenklinik handelte es sich um ein charakteristisches Produkt der boomenden Augenheilkunde des 19. Jahrhunderts, die sich in Form von eigenst\u00e4ndigen Klinikbauten in verschiedenen Universit\u00e4tsst\u00e4dten Europas manifestierten.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Das Geb\u00e4ude ist in einen gr\u00f6sseren medizinischen Diskurs eingebettet, in dem die Institution Augenklinik erst konstruiert und die Idee einer eigenen Spezialarchitektur zur Umsetzungsreife entwickelt werden musste. Als Spitalbau hatte die Klinik prim\u00e4r funktionelle Anspr\u00fcche zu erf\u00fcllen. Gleichzeitig war sie aber auch Ausdruck des Prestiges einer neuen medizinischen Fachdisziplin. Da Spitalbauten wie auch die Universit\u00e4t in die breite Palette \u00f6ffentlicher Bauten geh\u00f6ren, handelt es sich ferner um einen repr\u00e4sentativen Ausdruck des jeweiligen Staatswesens. Damit bewegte sich die Augenklinik in einem Spannungsfeld zwischen Funktionalit\u00e4t, \u00c4sthetik und Repr\u00e4sentation.\r\n\r\nDie Augenklinik ist Teil eines gr\u00f6sseren Ensembles verschiedener Spital- und Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude, die im Platte-Quartier der ehemaligen Gemeinde Fluntern errichtet wurden.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Der an der R\u00e4mistrasse liegende Universit\u00e4ts- und Spitalcampus stellt ein typisches Beispiel f\u00fcr die rege kantonale Baut\u00e4tigkeit entlang der ehemaligen Befestigungsanlagen der Stadt Z\u00fcrich dar. Die entscheidenden Weichen, Z\u00fcrich zur ersten modernen Grossstadt der Schweiz auszubauen, wurden bereits in den 1830er-Jahren gestellt. Forderungen nach Gleichberechtigung von Stadt und Land, der St\u00e4rkung der Volkssouver\u00e4nit\u00e4t sowie der S\u00e4kularisierung des Staat- und Bildungswesens setzten tiefgreifende Ver\u00e4nderungsprozesse in Gang und m\u00fcndeten in der liberalen Kantonsverfassung von 1831.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Mit der Schleifung der seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Befestigungsanlage und der Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t folgten 1833 zwei Entscheide, welche die st\u00e4dtebauliche Entwicklung Z\u00fcrichs nachhaltig beeinflussten.\r\n\r\nDas bis dahin b\u00e4uerlich gepr\u00e4gte Platte-Quartier am Z\u00fcrichberg entwickelte sich in der Folge innerhalb kurzer Zeit zu einem Knotenpunkt f\u00fcr Bildungs- und Heilst\u00e4tten.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Den Anfang machte die 1839 er\u00f6ffnete Blinden- und Taubstummenanstalt, welche auf H\u00f6he der ehemaligen Kronenporte errichtet wurde. Es folgte das 1842 fertiggestellte Kantons- und Universit\u00e4tsspital, mit dessen Inbetriebnahme eine neue \u00c4ra des medizinischen Wirkens im Kanton Z\u00fcrich einsetzte. In direkter Nachbarschaft zu ihm entstanden innert kurzer Zeit weitere Bauten. So verwirklichte der f\u00fcr das Kantonsspital zust\u00e4ndige Architekt Gustav Albert Wegmann (1812\u20131855) 1842 auf dem ehemaligen R\u00e4mibollwerk die Kantonsschule. Zwischen 1858 und 1865 entstand das eidgen\u00f6ssische Polytechnikum, in dessen einem Fl\u00fcgel auch die 1833 gegr\u00fcndete Universit\u00e4t ein Gastrecht erhielt. 1882 wurden das Pathologische Institut, 1884 das Physik- und Physiologie Geb\u00e4ude und 1894 schliesslich die Poliklinik errichtet. Gleichzeitig erfuhr die R\u00e4mistrasse ab 1884 einen markanten Bedeutungszuwachs, als mit der Fertigstellung der Quaibr\u00fccke das linke Seeufer und damit die Bahnhofsstrasse erschlossen wurde.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Mit den Hochschulen wurde das Quartier zum Anziehungspunkt und Wohnort von Professoren und ihren Studierenden, weshalb die Platte im ausgehenden 19. Jahrhundert in Anlehnung an das Pariser Studentenviertel auch als <em>Quartier Latin <\/em>bezeichnet wurde.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Als 1888 die Idee einer freistehenden Augenklinik heranreifte und als Standort das Platte-Quartier ausersehen wurde, war hier also bereits der Boden zu einem eigentlichen Spitalnukleus gelegt.\r\n\r\n<strong>Wenn \u00c4rzte planen und Architekten bauen<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_502\" align=\"alignleft\" width=\"208\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-208x300.jpg\" alt=\"Klinikdirektor Otto Haab bei seiner Abschiedsvorlesung im H\u00f6rsaal seiner Augenklinik, 1919. \" class=\"wp-image-502 size-medium\" width=\"208\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 2: Klinikdirektor Otto Haab bei seiner Abschiedsvorlesung im H\u00f6rsaal seiner Augenklinik, 1919. <br \/>H\u00fcrlimann, Urs: Otto Haab (1850\u20131931). Ein Schweizer Ophthalmologe (= Z\u00fcrcher medizingeschichtliche Abhandlungen Band 125), Z\u00fcrich 1979, S. 3.[\/caption]\r\n\r\nW\u00e4hrend sich die Augenheilkunde in Wien bereits 1812 als eigenst\u00e4ndiges Fachgebiet etabliert hatte, dauerte dies in der Schweiz wesentlich l\u00e4nger. Bis 1862 blieb sie ein integraler Bestandteil der Chirurgie. Ein wichtiger Wegbereiter war der Chirurg Theodor Billroth (1829\u20131894), der 1860 nach Z\u00fcrich berufen wurde und ein Bef\u00fcrworter einer institutionellen Abspaltung der Augenheilkunde von der Chirurgie war.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Mit Friedrich Horner (1800\u20131864) brachte er auch gleich einen renommierten und bekannten Z\u00fcrcher Augenarzt f\u00fcr die zu gr\u00fcndende Klinik ins Gespr\u00e4ch. Zuerst winkte die Kantonsregierung aus Kostengr\u00fcnden ab, doch als 1862 die Universit\u00e4t Bern Horner f\u00fcr sich gewinnen wollte, wurde die Er\u00f6ffnung einer Klinik dennoch gutgeheissen. So besetzte Horner ab 1862 in Z\u00fcrich den ersten Lehrstuhl f\u00fcr Augenheilkunde in der Schweiz.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Die Anf\u00e4nge dieser Klinik waren bescheiden. Billroths chirurgische Abteilung im Kantonsspital trat f\u00fcr Horners neue Augenklinik 20 Betten ab.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Die Kapazit\u00e4ten im Spital wurden aber schnell knapp, da die Z\u00fcrcher Bev\u00f6lkerung zwischen 1830 und 1894 von etwa 10'000 auf rund 93'000 Einwohner anwuchs.<a href=\"#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Die Idee f\u00fcr einen separaten Klinikbau d\u00fcrfte bereits Horner angestossen haben, doch erst unter seinem ehrgeizigen und talentierten Nachfolger Otto Haab (1850\u20131931) wurde die Platznot im Kantonsspital derart prek\u00e4r, dass es auch die Aufsichtskommission f\u00fcr dringlich erachtete einen Neubau f\u00fcr die Augenkranken zu erstellen.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> (Abb. 2) Otto Haab war nicht nur an der politischen Durchsetzung des Neubaus beteiligt, sondern fungierte fortan als Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr den mit der Ausf\u00fchrung beauftragten Kantonsbaumeister Otto Weber (1844\u20131898).<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Schicksal eines beamteten Architekten<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_503\" align=\"alignright\" width=\"207\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-207x300.jpg\" alt=\"Bauinspektor Otto Weber\" class=\"wp-image-503 size-medium\" width=\"207\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 3: Bauinspektor Otto Weber.<br \/>StAZH, VII 3.1.[\/caption]\r\n\r\nNeben den Bauten bekannter Architekten wie Albert Gustav Wegmann und Gottfried Semper (1803\u20131879) pr\u00e4gen auch solche von Otto Weber (Abb. 3) das Areal entlang der R\u00e4mistrasse. So entwarf Weber unter anderem das Pathologische Institut, das Physik- und Physiologiegeb\u00e4ude (heute SOC) und die Poliklinik.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Indem er einige dieser Bauwerke direkt gegen die R\u00e4mistrasse ausrichtete, unterstrich er deren Bedeutung als wichtige Verkehrsachse, die durch den Erweiterungsbau der ETH (1914\u20131925) durch Gustav Gull (1858\u20131942) ihre endg\u00fcltige Adelung zur Hochschulstrasse fand.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Otto Webers Karriere war jedoch jene eines ewigen Zweiten, weshalb er kaum bekannt ist.\r\n\r\nOtto Weber hatte bei Gottfried Semper studiert und 1865 die Bauschule des Polytechnikums abgeschlossen. Danach arbeitete er als Hilfskraft f\u00fcr das Staatsbaub\u00fcro in Z\u00fcrich und sp\u00e4ter in der Abteilung f\u00fcr Strassen- und Wasserbau.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Zwischenzeitlich unternahm er Studienreisen nach Italien. 1876 bewarb sich Weber um die Stelle als Staatsbauinspektor. Da sein deutlich besser qualifizierter Mitbewerber mit 5'000 Franken zu hohe Lohnvorstellungen hatte, wurde Otto Weber vorgezogen, da er sich mit dem minimalen Einstiegsgehalt von 3'500 Franken zufriedengab.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Auf diesem Sal\u00e4r sollte er \u00fcber Jahre sitzen bleiben. Trotz mehrmaliger Gesuche um eine Lohnerh\u00f6hung wurde Weber kleingehalten,<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> nicht zuletzt vermutlich aufgrund der Tatsache, dass er im Verlauf seiner Amtszeit wegen Trunkenheit und ungeb\u00fchrlichem Verhalten vermehrt negativ in Erscheinung trat.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> 1893 wurde ihm gar der Zugang zum Staatskeller untersagt, da er sich dort regelm\u00e4ssig an den Weinvorr\u00e4ten bedient und mit seinen Freunden Gelage gefeiert hatte.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Naturgem\u00e4ss entsprachen solche Vorf\u00e4lle nicht dem Verhalten, das man von einem Kantonsbaumeister erwarten w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten an der Augenklinik wurde Weber f\u00fcr das Hochbauamt untragbar. Nach 20 Jahren im Dienst des Kantons wurde er 1895 zum R\u00fccktritt gedr\u00e4ngt und zu einem B\u00fcrobeamten degradiert. Als solcher war er noch geduldet, und man liess ihn f\u00fcr ein monatliches Sal\u00e4r von 200 Franken arbeiten.<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand kurz darauf rapide. Der Sch\u00f6pfer der Augenklinik k\u00e4mpfte schon bald selbst mit einem rasch progredienten Augenleiden, das seine Arbeit zunehmend verunm\u00f6glichte. Er starb 1898 im Alter von 54 Jahren an einer Lungenentz\u00fcndung.<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Mit Otto Weber und Otto Haab standen sich somit zwei g\u00e4nzlich unterschiedliche Charaktere gegen\u00fcber. Gemeinsam kreierten sie die Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73, die f\u00fcr den einen zum vielger\u00fchmten Lebenswerk und f\u00fcr den anderen zum letzten selbstst\u00e4ndig realisierten Projekt werden sollte. W\u00e4hrend der junge Klinikdirektor aber best\u00e4ndig auf seinen Erfolg zuarbeitete, befand sich der Architekt bereits weit \u00fcber dem Zenit seiner Karriere und war schon bei der Planung der Augenklinik intern zum Problemfall geworden.\r\n\r\n<strong>\u00dcberschw\u00e4nglicher Luxus? \u2013 Planung und Umsetzung der Augenklinik<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_504\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-300x218.jpg\" alt=\"Situationsplan der Augenklinik, 1891.\" class=\"wp-image-504 size-medium\" width=\"300\" height=\"218\" \/><\/a> Abb. 4: Situationsplan der Augenklinik, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 265.[\/caption]\r\n\r\nAls Bauplatz f\u00fcr die neue Augenklinik wurde ein kantonseigenes Grundst\u00fcck in der N\u00e4he des Kantonsspitals gew\u00e4hlt. So musste das Geb\u00e4ude nicht g\u00e4nzlich autark konzipiert werden. Die Versorgung mit Frischw\u00e4sche, Medikamenten und Mahlzeiten erfolgte durch die bereits bestehende Spitalinfrastruktur<em>.<\/em><a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Am 30. Januar 1891 berichtete Otto Weber ausf\u00fchrlich \u00fcber das geplante Vorhaben und betonte, dass an \u00abdiesem noch vorhandenen sch\u00f6nen Platze in der dortigen Gegend ein monumentales Geb\u00e4ude mit reicheren Ausstattung errichtet werden sollte.\u00bb<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> (Abb. 4) Weber bezog sich dabei insbesondere auf die architektonisch anspruchsvolle Umgebung mit Polytechnikum und Kantonsspital.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Weber besch\u00e4ftigte sich intensiv mit der Aufgabe und entwarf sieben Zeichenstudien. W\u00e4hrend der erste Entwurf noch deutlich schlichter ausfiel und verworfen wurde, widmete sich Weber in der Folge eingehend der Gestaltung eines repr\u00e4sentativen Baus, den er in der Grundstruktur einem renaissancezeitlichen italienischen Palazzo nachempfand. Diese Entw\u00fcrfe legte er dem Regierungsrat und dem Klinikdirektor Otto Haab vor. Der Regierungsrat favorisierte das von Weber empfohlene Projekt No. 1. und lobte: \u00abDasselbe ist in einfachem, ernsten Stil gehalten, ohne zu langweilen, und schliesst sich in w\u00fcrdiger Weise den vielen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden jenes Stadtteiles an.\u00bb <a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Auch Otto Haab war voll des Lobes \u2013 die repr\u00e4sentative Bauweise war ganz nach seinem Geschmack. Schliesslich sollte nicht irgendein Spitalgeb\u00e4ude entstehen, sondern sein pers\u00f6nliches Lebenswerk! Das Renommee der Augenheilkunde war inzwischen europaweit derart gestiegen, dass die Klinik die Bedeutung der Fachdisziplin f\u00fcr die Gesellschaft geb\u00fchrend zum Ausdruck bringen sollte, was 1892 bei der Projektbesprechung explizit betont wurde.<a href=\"#_ftn28\" id=\"return-footnote-28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> An exklusiver Lage sollte nichts Geringeres als ein neuer Leuchtturm der Medizin entstehen. Der Bau wurde zwischen 1893 und 1894 realisiert. Trotz des repr\u00e4sentativen Anspruchs war Otto Weber gleichzeitig darum bem\u00fcht, die Kosten m\u00f6glichst tief zu halten. (Abb. 5\u20139) So vergab er die Auftr\u00e4ge immer an den g\u00fcnstigsten Anbieter und akzeptierte im Gegenzug zum Teil einschneidende Qualit\u00e4tsabstriche.\r\n\r\n[gallery columns=\"5\" link=\"file\" ids=\"505,506,507,508,509\"]\r\n\r\n<strong>Ein Palazzo f\u00fcr die Augenheilkunde<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_510\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-300x193.jpg\" alt=\"Augenklinik Z\u00fcrich, Postkarte, um 1905 \" class=\"wp-image-510 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" \/><\/a> Abb. 10: Augenklinik Z\u00fcrich, Postkarte, um 1905. <br \/>ZBZ, 4472 Edition Photoglob Co. Z\u00fcrich.[\/caption]\r\n\r\nEntstanden ist schliesslich eine zweifl\u00fcgelige, im Aufgehenden zweigeschossige Anlage, die durch einen erh\u00f6hten Mittelrisalit dominiert wird, dessen Monumentalit\u00e4t durch die grosse korinthische S\u00e4ulenordnung und die mit Sprenggiebeln ausgezeichneten Rundbogenfenster im Obergeschoss zum Ausdruck gebracht wird. Der Aufbau des Geb\u00e4udes hat \u00c4hnlichkeiten mit dem nahegelegenen Polytechnikum, ohne es direkt zu zitieren.<a href=\"#_ftn29\" id=\"return-footnote-29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> Die zur R\u00e4mistrasse orientierte Hauptfassade verf\u00fcgt \u00fcber einen hierarchisch abgestuften Aufriss und mit Bedacht eingesetzte Differenzen in Materialien und Oberfl\u00e4chengestaltungen. So liess Weber f\u00fcr den niedrigen Sockel wuchtige Bossenquader verbauen, w\u00e4hrend er beim Erdgeschoss auf behauene und gefugte Steinquader setzte, die im Obergeschoss durch glatten Sandstein abgel\u00f6st werden. (Abb. 10) In der Vertikalen erfolgt die Gliederung \u00fcber geschickt platzierte und \u00fcber mehrere Geschosse durchgezogene Lisenenb\u00e4nder, die der Fassade zusammen mit den parallel verlaufenden Fensterrahmen ein ansprechendes Relief verleihen. Entgegen dem urspr\u00fcnglichen Plan mit erh\u00f6htem und durchgehendem Dachgesims wurde bei der definitiven Ausf\u00fchrung auf Balustraden zur\u00fcckgegriffen.<a href=\"#_ftn30\" id=\"return-footnote-30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> Die Klinik wurde grossz\u00fcgig umz\u00e4unt und die umliegenden Gr\u00fcnfl\u00e4chen mit B\u00e4umen und Geb\u00fcschen bepflanzt, sodass die Patienteng\u00e4rten weitgehend vor fremden Blicken gesch\u00fctzt waren.<a href=\"#_ftn31\" id=\"return-footnote-31\"><sup>[31]<\/sup><\/a> Otto Haab zog im Dezember 1895, ohne die offizielle \u00dcbergabe durch die Baudirektion abzuwarten, mit seinen 25 Patienten, zwei Assistenz\u00e4rzten, acht Neum\u00fcnsterschwestern, zwei Hausm\u00e4gden, einem Hauswart und ca. 30 Kaninchen in die noch nicht ganz fertiggestellte Klinik ein.<a href=\"#_ftn32\" id=\"return-footnote-32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> Die Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten war von diesem Verhalten erwartungsgem\u00e4ss nur wenig begeistert, weil dadurch die Abschlussarbeiten erheblich behindert wurden, und legte beim Departement des Innern Beschwerde ein. Auch Otto Weber wurde ger\u00fcgt und angehalten, eine solche vorzeitige Belegung k\u00fcnftig zu verhindern.<a href=\"#_ftn33\" id=\"return-footnote-33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> Otto Haab liess sich davon jedoch nicht beeindrucken: Dank seines Vorpreschens konnte er seine Klinik am 14. Mai 1896 der \u00d6ffentlichkeit vorstellen. Beim Datum handelte es sich um den 100-j\u00e4hrigen Gedenktag der ersten Impfung gegen die Pocken durch den englischen Landarzt Edward Anthony Jenner. Pockeninfektionen verliefen nicht nur h\u00e4ufig t\u00f6dlich, sondern waren laut Otto Haab \u00ab\u00fcberall und zu allen Zeiten die h\u00e4ufigste Erblindungsursache.\u00bb<a href=\"#_ftn34\" id=\"return-footnote-34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> Kaum er\u00f6ffnet, sorgte die Klinik auch schon f\u00fcr hitzige Debatten. F\u00fcr einige Geschm\u00e4cker war sie viel zu \u00abpomp\u00f6s\u00bb geraten, wie ein Leserbriefschreiber 1894 in der NZZ monierte.<a href=\"#_ftn35\" id=\"return-footnote-35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> Auch die Staatsrechnungspr\u00fcfungskommission empfand die Klinik hinsichtlich ihres \u00c4usseren als \u00abKomparativ oder besser gesagt Superlativ zu den \u00fcbrigen Staatsgeb\u00e4uden\u00bb.<a href=\"#_ftn36\" id=\"return-footnote-36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Die Kritik kam nicht von ungef\u00e4hr: F\u00fcr den Bau der Augenklinik fielen Kosten von knapp einer halben Million Franken an. Damit wurde das vom Regierungsrat urspr\u00fcnglich gesprochene und schon damals eher grossz\u00fcgige Budget von 380'000 Franken deutlich \u00fcberschritten, was zu einigem Unmut f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn37\" id=\"return-footnote-37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> Haab wurde nicht m\u00fcde, den Prunk und die Sch\u00f6nheit seiner Klinik in seiner Er\u00f6ffnungsrede zu verteidigen: \u00abWer aber bedenkt, dass, wenn ein Krankenhaus ein angenehmes Aussehen besitzt, es auch weniger abstossend auf die Patienten wirkt, die ohnehin oft ungern genug dasselbe aufsuchen, der wird mit dem ziervollen \u00c4usseren unserer Anstalt sich auss\u00f6hnen k\u00f6nnen. So wird denn auch in Deutschland und anderw\u00e4rts den Krankenh\u00e4usern jetzt ein viel sch\u00f6neres Aussehen gegeben als in fr\u00fcheren Zeiten und mit Recht. Die neue Augenklinik in Erlangen und diejenige in Utrecht sind mindestens so stattlich, wenn nicht stattlicher als die unsrige, sowohl was das \u00c4ussere als was das Innere betrifft.\u00bb<a href=\"#_ftn38\" id=\"return-footnote-38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Damit hatte Haab keineswegs \u00fcbertrieben, denn die Niederlande hatten sich f\u00fcr ihre erste Augenklinik einen eindr\u00fccklichen Schlossbau geleistet, und auch die Erlanger Augenklinik geizte nicht in Sachen Repr\u00e4sentation und Monumentalit\u00e4t. F\u00fcr den Z\u00fcrcher Klinikdirektor, der solche Vorbilder vor seinem inneren Auge hatte, musste der eigene Bau beinahe bescheiden erscheinen. F\u00fcr die sparsamen Z\u00fcrcher Kantonspolitiker hingegen rangierte Webers bzw. Haabs Klinikgeb\u00e4ude hart an der Grenze zum \u00fcberschw\u00e4nglichen Luxus. Unbestritten waren jedoch der Nutzen und die Notwendigkeit des Baus.\r\n\r\n<strong>Klinikvisite \u2013 Zwischen Funktionalit\u00e4t und \u00c4sthetik<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_511\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-300x220.jpg\" alt=\"L\u00e4ngsschnitt durch die Augenklinik, 1892.\" class=\"wp-image-511 size-medium\" width=\"300\" height=\"220\" \/><\/a> Abb. 11: L\u00e4ngsschnitt durch die Augenklinik, 1892.<br \/>StAZH, PLAN D 274.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_512\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-300x217.jpg\" alt=\"Grundriss des Erdgeschosses, 1891. \" class=\"wp-image-512 size-medium\" width=\"300\" height=\"217\" \/><\/a> Abb. 12: Grundriss des Erdgeschosses, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 262.[\/caption]\r\n\r\nDer Grundriss des Z\u00fcrcher Geb\u00e4udes entspricht einem verbreiteten Typus von Augenkliniken des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts.<a href=\"#_ftn39\" id=\"return-footnote-39\"><sup>[39]<\/sup><\/a> (Abb. 11 und 12) Die Innengliederung wird durch Korridore dominiert, wie man es auch vom Z\u00fcrcher Kantonsspital, von Gef\u00e4ngnissen und Kasernenbauten her kannte.<a href=\"#_ftn40\" id=\"return-footnote-40\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Zur Betreibung einer universit\u00e4ren Klinik bedurfte es vier Kernbereiche: Forschung, Lehre, station\u00e4re Abteilung und Ambulatorium.<a href=\"#_ftn41\" id=\"return-footnote-41\"><sup>[41]<\/sup><\/a> Allen grundlegenden funktionalen Bed\u00fcrfnissen der verschiedenen Nutzungsbereiche trug Otto Weber Rechnung: Er legte den Grundriss achsensymmetrisch an, womit sich das Geb\u00e4ude in zwei Fl\u00fcgel teilte. Das Erdgeschoss war dem Ambulatorium, der Forschung und Lehre sowie der Klinikadministration vorbehalten, w\u00e4hrend die station\u00e4ren Patienten in den beiden Obergeschossen untergebracht wurden. Der Wirtschaftsbereich befand sich im Kellergeschoss. Damit wurde der Spitalbereich physisch weitgehend vom Ambulatorium und Wirtschaftsbereich abgetrennt. Weiter unterteilte Weber den station\u00e4ren Bereich in einen Frauen- und M\u00e4nnertrakt sowie in eine Kinderabteilung.\r\n\r\n<strong>Das Erdgeschoss \u2013 Ambulatorium und Lehrbereich<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_513\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-300x204.jpg\" alt=\"Patienteneingang und hintere Auffahrt an der Sch\u00f6nberggasse, 1894.\" class=\"wp-image-513 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" \/><\/a> Abb. 13: Patienteneingang und hintere Auffahrt an der Sch\u00f6nberggasse, 1894. <br \/>StAZH, PLAN D 2375.[\/caption]\r\n\r\nDas Erdgeschoss bildete das dynamische Herz der Klinik. Der Zugang \u00fcber die an der R\u00e4mistrasse liegende repr\u00e4sentative Nordfassade blieb den Studierenden, G\u00e4sten und \u00c4rzten vorbehalten. \u00dcber die Freitreppe gelangten sie zum Eingang und am Portierzimmer vorbei ins Vestib\u00fcl, das durch die beiden Treppenaufg\u00e4nge und die Oberlichtsch\u00e4chte dominiert wurde. Gegen Westen wurde der Korridor von einer durchgehenden Wand abgeschlossen.<a href=\"#_ftn42\" id=\"return-footnote-42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> Der zentrale s\u00fcdliche Trakt war frei zug\u00e4nglich und verf\u00fcgte \u00fcber zwei Laboratorien, einen H\u00f6rsaal, Toiletten sowie das f\u00fcr Augenkliniken charakteristische Augenspiegelzimmer. Ebenfalls konnten \u00fcber den Korridor die Untersuchungszimmer des Ambulatoriums betreten werden.\r\n\r\nDie ambulanten Patienten betraten die Klinik durch den Hintereingang von der Sch\u00f6nbergstrasse her (Abb. 13) und gelangten direkt in den Wartesaal. \u00dcber ihn konnten die Patient:innen durch die Untersuchungszimmer \u00fcber das Augenspiegelzimmer bis hin zum H\u00f6rsaal geschleust werden. Das Ambulatorium wurde zu Haabs Zeiten j\u00e4hrlich etwa von 6'000\u20137'500 Patient:innen aufgesucht.<a href=\"#_ftn43\" id=\"return-footnote-43\"><sup>[43]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>H\u00f6rsaal und Augenspiegelzimmer<\/strong>\r\n\r\nDer H\u00f6rsaal war integraler Bestandteil der Z\u00fcrcher Augenklinik. Dies ist ein bemerkenswerter Befund, da sich in anderen Kliniken schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus hygienischen Gr\u00fcnden eine konsequente Trennung von Lehr- und Klinikbereich durchgesetzt hatte.<a href=\"#_ftn44\" id=\"return-footnote-44\"><sup>[44]<\/sup><\/a> Otto Haab bestellte f\u00fcr seinen H\u00f6rsaal ein Podium mit Doppelwandtafel, aufklappbare Mikroskoptische und \u00ab15 Meter Holzbarri\u00e8ren zur Demonstration von Patienten\u00bb.<a href=\"#_ftn45\" id=\"return-footnote-45\"><sup>[45]<\/sup><\/a> Der Saal war auf 80\u2013130 Studierende ausgelegt.<a href=\"#_ftn46\" id=\"return-footnote-46\"><sup>[46]<\/sup><\/a> Wenn keine Vorlesungen stattfanden, konnten die St\u00fchle wegger\u00e4umt und der Raum f\u00fcr Untersuchungen an Patient:innen genutzt werden.\r\n\r\nDirekt neben dem H\u00f6rsaal befand sich das Augenspiegelzimmer. Es verf\u00fcgte \u00fcber je 30 Hocker f\u00fcr die \u00c4rzte und Patient:innen. Jeder Platz war mit einer separaten Gasleuchte ausgestattet. Mit dem 1850 entwickelten Augenspiegel konnte erstmals der Augenhintergrund untersucht werden. F\u00fcr die Diagnostik war es ungemein wichtig, dass die \u00c4rzte den Eintrittswinkel des Lichtes selbst bestimmen konnten, weshalb die Gasleuchten mit langen und biegbaren Kabeln ausgestattet wurden, die von der Decke hingen.<a href=\"#_ftn47\" id=\"return-footnote-47\"><sup>[47]<\/sup><\/a> F\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Untersuchung musste der Raum komplett abgedunkelt werden. Um unerw\u00fcnschte Lichtreflexionen zu verhindern, wurden in den Augenspiegelzimmern oft alle W\u00e4nde schwarz tapeziert oder in einem pompejischen Rot gestrichen. F\u00fcr die Z\u00fcrcher Augenklinik l\u00e4sst sich die Wandfarbe nicht mehr genau eruieren. Auf jeden Fall liess Otto Haab die drei grossen Rundfenster mit gef\u00fctterten dunkelblauen Vorh\u00e4ngen versehen, die von der Decke bis zum Boden reichten und eine vollst\u00e4ndige Verdunkelung erm\u00f6glichten.<a href=\"#_ftn48\" id=\"return-footnote-48\"><sup>[48]<\/sup><\/a> F\u00fcr schwierige Diagnosestellungen stand im Untergeschoss ein zweiter Augenspiegelraum zur Verf\u00fcgung, der auf dem Grundrissplan von 1891 als \u00abDunkelraum\u00bb bezeichnet wird.\r\n\r\nGe\u00fcbt wurde in der Z\u00fcrcher Klinik nicht nur an Menschen, sondern auch an Tieren, weshalb die Klinik im Untergeschoss \u00fcber Kaninchenst\u00e4lle verf\u00fcgte.<a href=\"#_ftn49\" id=\"return-footnote-49\"><sup>[49]<\/sup><\/a> Die Geschichte der klinischen Medizin um 1900 ist immer auch eine Geschichte der Versuchstiere. Die \u00f6rtliche Trennung von Klinik- und Versuchstieranlagen erfolgte vermutlich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts.\r\n\r\n<strong>Wartesaal<\/strong>\r\n\r\nDer Wartsaal mit seinem separaten und strikt vom station\u00e4ren Bereich abgetrennten Zugang ist typisch f\u00fcr die Inneneinteilung der Augenkliniken und basiert auf epidemiologischen \u00dcberlegungen. Es galt zu verhindern, dass Krankheiten von aussen in die Klinik geschleppt und sich dann im station\u00e4ren Bereich ausbreiten konnten.<a href=\"#_ftn50\" id=\"return-footnote-50\"><sup>[50]<\/sup><\/a> In manchen Augenkliniken fand zudem bereits im Wartezimmer eine Geschlechtertrennung statt, was in Z\u00fcrich jedoch nicht der Fall war.<a href=\"#_ftn51\" id=\"return-footnote-51\"><sup>[51]<\/sup><\/a> (Abb. 14 und 15)\r\n\r\n[gallery size=\"medium\" columns=\"2\" link=\"file\" ids=\"514,515\"]\r\n\r\n<strong>Sanit\u00e4re Anlagen <\/strong>\r\n\r\nDass gute sanit\u00e4re Anlagen von zentraler Bedeutung waren, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verh\u00fcten, war bereits damals bekannt. Das Wissen basierte auf neuen Erkenntnissen aus der Bakteriologie. Die Abtrennung von Patienten- und Personal-WCs setzte sich in den Augenkliniken ab etwa 1880 durch und wurde auch in Z\u00fcrich umgesetzt.<a href=\"#_ftn52\" id=\"return-footnote-52\"><sup>[52]<\/sup><\/a> Weiter verf\u00fcgte die Klinik \u00fcber mehrere Badewannen, die im \u00f6stlichen Bereich des Mittelrisalits lokalisiert waren. Pro Badezimmer wurden 2\u20134 Badewannen eingebaut. Auch hier wurde die Geschlechtertrennung konsequent eingehalten. F\u00fcr frisch aufgenommene Patient:innen gab es im Untergeschoss die M\u00f6glichkeit, sich zu waschen und zu baden. Jedes Zimmer war zudem mit einem eigenen Lavabo ausgestattet, die alle an die Warmwasserzuleitung angeschlossen waren, was f\u00fcr die damalige Zeit noch keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit war. Otto Haab war ein gl\u00fchender Verfechter der neuen Spitalhygiene und legte Wert darauf, dass die neuen Prinzipien auch in seiner Klinik umgesetzt wurden.<a href=\"#_ftn53\" id=\"return-footnote-53\"><sup>[53]<\/sup><\/a> Aus hygienischen \u00dcberlegungen heraus liess er die W\u00e4nde mit teurer \u00d6lfarbe streichen, damit sie leichter abwaschbar waren. F\u00fcr den Boden bestand er auf hochwertigem Eichenholz, das eine hohe Widerstandskraft gegen die st\u00e4ndige Desinfektion versprach. Solche Massnahmen sorgten teilweise f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis bei der Kantonsregierung, sodass sich Otto Haab f\u00fcr seine Bestellungen immer wieder rechtfertigen musste.<a href=\"#_ftn54\" id=\"return-footnote-54\"><sup>[54]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Die beiden Obergeschosse \u2013 der station\u00e4re Bereich<\/strong>\r\n\r\nDer station\u00e4re Bereich bot urspr\u00fcnglich Platz f\u00fcr etwa 57 Erwachsene und 11 Kinder. (Abb. 16 und 17) Die Bettenzahl konnte aber bei Bedarf erh\u00f6ht werden, was zwar nicht den hygienischen Idealvorstellungen entsprach, aber zur Not gemacht wurde. Da die Spit\u00e4ler immer sehr flexibel auf die Patienteneintritte reagieren mussten, bilden die entsprechenden Grundrisspl\u00e4ne immer nur eine Momentaufnahme ab. Die Station verf\u00fcgte dar\u00fcber hinaus \u00fcber f\u00fcnf kleine Schwesternzimmer, die wie beim Kantonsspital jeweils als Pufferzone zwischen die Krankens\u00e4le gelegt wurden.\r\n\r\n[gallery size=\"medium\" columns=\"2\" link=\"file\" ids=\"516,517\"]\r\n\r\n<strong>Operationssaal<\/strong>\r\n\r\nDer zentrale Raum war der Operationssaal, der von mehreren Seiten her betreten werden konnte. (Abb. 18 und 19) Da optimale Lichtverh\u00e4ltnisse f\u00fcr die Diagnostik und Therapie in der Augenheilkunde eine besonders wichtige Rolle spielten, wurde die Augenklinik bereits elektrifiziert.<a href=\"#_ftn55\" id=\"return-footnote-55\"><sup>[55]<\/sup><\/a> F\u00fcr Haab war es ein besonderes Anliegen, seine Klinik m\u00f6glichst so einzurichten, dass er auf die Patient:innen nicht bedrohlich und abschreckend wirkte. So zog er es vor, die Patient:innen in ihrem Bett statt auf dem eisernen Operationstisch zu operieren, sofern sie keine Narkose brauchten, denn: \u00abf\u00fcr sensible Patienten sind diese harten, maschinenartig aussehenden Tische k\u00f6rperlich und psychisch unangenehm.\u00bb<a href=\"#_ftn56\" id=\"return-footnote-56\"><sup>[56]<\/sup><\/a> Weiter liess er den dunklen Terrazzofussboden, der Lichtreflexe reduzieren sollte, mit Mustern versehen, damit er weniger d\u00fcster wirkte. Die W\u00e4nde des Operationssaales liess er hellgrau streichen.\r\n\r\n[gallery link=\"file\" columns=\"2\" size=\"medium\" ids=\"518,519\"]\r\n\r\n<strong>Krankenzimmer<\/strong>\r\n\r\nDie Krankenzimmer waren zweckm\u00e4ssig eingerichtet und verf\u00fcgten in der Regel \u00fcber vier bis acht Patientenbetten.<a href=\"#_ftn57\" id=\"return-footnote-57\"><sup>[57]<\/sup><\/a> Sie enthielten Rollbetten, Sessel und Nachttische sowie einen zentral positionierten Tisch, wo jeweils eine Krankenschwester Wache hielt. (Abb. 20\u201322) Das Kinderzimmer war so angelegt, dass es an die Veranda grenzte, die zum Spielen benutzt werden konnte.\r\n\r\n[gallery link=\"file\" size=\"medium\" ids=\"520,521,522\"]\r\n\r\nHaab liess jedes Krankenzimmer mit einer elektrischen Glocke ausstatten. Dadurch wollte er die \u00c4ngste verringern, welche bei den mit verbundenen Augen im Bett liegenden Patient:innen h\u00e4ufig aufkamen, und zugleich die Gefahr minimieren, dass sie ins Delirium fielen.<a href=\"#_ftn58\" id=\"return-footnote-58\"><sup>[58]<\/sup><\/a> Charakteristisch f\u00fcr die Augenkliniken waren die schweren Vorh\u00e4nge und Rolljalousinen, mit denen die Zimmer bei Bedarf ganz oder teilweise verdunkelt werden konnten. Haab entschied sich bei den meisten seiner grossen Vorh\u00e4nge f\u00fcr \u00abdunkelblauen Wollsatin\u00bb.<a href=\"#_ftn59\" id=\"return-footnote-59\"><sup>[59]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Das Untergeschoss<\/strong>\r\n\r\nSchliesslich soll noch ein kurzer Blick ins Untergeschoss geworfen werden. Dieses umfasste mehrheitlich Wirtschaftsr\u00e4ume, in denen die dampfbetriebene Heizanlage, verschiedene K\u00fcbelr\u00e4ume, Magazine sowie beheizbare Stallungen f\u00fcr die Versuchskaninchen untergebracht waren. (Abb. 23 und 24) Weiter gab es Badewannen f\u00fcr neu aufzunehmende Patient:innen und ein weiteres Dunkelzimmer f\u00fcr die Diagnostik.\r\n\r\n[gallery link=\"file\" columns=\"2\" size=\"medium\" ids=\"523,524\"]\r\n\r\n<strong>Die Aussenanlage<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_525\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-300x191.jpg\" alt=\"Blick auf die Augenklinik, links und rechts sieht man die nach Geschlechtern getrennten Patienteng\u00e4rten, um 1905. \" class=\"wp-image-525 size-medium\" width=\"300\" height=\"191\" \/><\/a> Abb. 25: Blick auf die Augenklinik, links und rechts sieht man die nach Geschlechtern getrennten Patienteng\u00e4rten, um 1905. <br \/>BAZ, Foto: Friedrich Ruef-Hirt.[\/caption]\r\n\r\nDie Z\u00fcrcher Augenklinik war von Gr\u00fcnfl\u00e4chen umschlossen und verf\u00fcgte \u00fcber einen n\u00f6rdlichen M\u00e4nner- und einen s\u00fcdlichen Frauengarten. (Abb. 25) Ein Zaun und dichte B\u00fcsche verhinderten, dass die Patient:innen durch neugierige Blicke von Aussenstehenden bel\u00e4stigt wurden. Solche Gartenanlagen waren ein wichtiges Element f\u00fcr Klinik- und Spitalbauten, indem sie f\u00fcr die Patient:innen eine willkommene Abwechslung zum eint\u00f6nigen Klinikalltag boten. Ausserdem hielt die \u00c4rzteschaft frische Luft und ausreichend Bewegung f\u00fcr gesundheitsf\u00f6rderlich.<a href=\"#_ftn60\" id=\"return-footnote-60\"><sup>[60]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Der Klinikbetrieb<\/strong>\r\n\r\n\u00d6ffentliche Krankenh\u00e4user waren bis Mitte des 19. Jahrhunderts prim\u00e4r f\u00fcr \u00e4rmere Menschen gedacht. Wer es sich leisten konnte, liess sich in Privatkliniken oder zu Hause behandeln. Die Versorgungskosten richteten sich nach den finanziellen M\u00f6glichkeiten der Patient:innen. Im Zuge b\u00fcrgerlicher Wohlt\u00e4tigkeitsbestrebungen spendeten wohlhabende Personen oft gr\u00f6ssere Geldsummen an staatliche Spit\u00e4ler und Kliniken, sodass mittellosen Personen sogenannte Freibetten zur Verf\u00fcgung gestellt werden konnten, die eine kostenlose Behandlung erm\u00f6glichten. Ein entsprechendes Legat im Wert von 10'000 Franken ging noch vor der Vollendung der Klinik aus dem Erbe von Friedrich Horner ein.<a href=\"#_ftn61\" id=\"return-footnote-61\"><sup>[61]<\/sup><\/a> 1897 wurden 703 Patienten in der Z\u00fcrcher Augenklinik station\u00e4r behandelt. Im Vergleich zu den am urspr\u00fcnglichen Standort 220 station\u00e4r aufgenommenen Patient:innen stellte dies eine erhebliche Kapazit\u00e4tssteigerung dar.<a href=\"#_ftn62\" id=\"return-footnote-62\"><sup>[62]<\/sup><\/a> Die Krankenschwestern, die Assistenz\u00e4rzte und der Hauswart lebten gr\u00f6sstenteils in der Klinik. (Abb. 26 und 27)\r\n\r\n[gallery link=\"file\" columns=\"2\" size=\"medium\" ids=\"526,527\"]\r\n\r\nAuf deren Bed\u00fcrfnisse wurde bei der Planung jedoch nur wenig R\u00fccksicht genommen. So fehlte den Krankenschwestern zu Beginn ein eigener Essraum, weshalb sie ihre Mahlzeiten, nachdem sie die Patient:innen versorgt hatten, im sogenannten Tagraum einnehmen mussten.<a href=\"#_ftn63\" id=\"return-footnote-63\"><sup>[63]<\/sup><\/a> (Abb. 28\u201330) Otto Haab setzte sich daher f\u00fcr die nachtr\u00e4gliche Errichtung eines Esszimmers und die Vermehrung der Schwesternzimmer ein und machte den Vorschlag, den Dachaufbau aufzustocken.<a href=\"#_ftn64\" id=\"return-footnote-64\"><sup>[64]<\/sup><\/a> Er konnte sich allerdings nicht durchsetzen.<a href=\"#_ftn65\" id=\"return-footnote-65\"><sup>[65]<\/sup><\/a> Die Arbeit mit den Augenpatient:innen war nicht ungef\u00e4hrlich: So infizierte sich die 30-j\u00e4hrigen Oberschwester Elisa Labhard im Jahr 1903 bei der Pflege der Kinder mit der hochansteckenden Blennorrhoe und erblindete darauf selbst auf einem Auge.<a href=\"#_ftn66\" id=\"return-footnote-66\"><sup>[66]<\/sup><\/a> Der gr\u00f6sste Teil des Tages spielte sich f\u00fcr die meist mobilen Patient:innen nicht in den Krankenzimmern, sondern in den als Tagr\u00e4umen bezeichneten Korridoren ab, was deren Breite von rund vier Metern erkl\u00e4rt. Analog zum Erdgeschoss wurde der durchg\u00e4ngige Korridor durch zwei T\u00fcren abgegrenzt und dementsprechend dreigeteilt.\r\n\r\n[gallery link=\"file\" size=\"medium\" ids=\"528,529,530\"]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_531\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-300x216.jpg\" alt=\"Otto Haab bei der Durchf\u00fchrung der Magnetoperation\" class=\"wp-image-531 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" \/><\/a> Abb. 31: Otto Haab bei der Durchf\u00fchrung der Magnetoperation, dargestellt in seinem ber\u00fchmten Lehrbuch Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, 1904. <br \/>Otto Haab, Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, M\u00fcnchen 1904, Fig. 85 und 86.[\/caption]\r\n\r\nDie Aufenthaltsdauer der Patient:innen variierte stark und konnte von wenigen Tagen bis zu \u00fcber einem halben Jahr dauern.<a href=\"#_ftn67\" id=\"return-footnote-67\"><sup>[67]<\/sup><\/a> Die Patient:innen waren oft unterbesch\u00e4ftigt und versuchten, mit Kartenspielen die Zeit tot zu schlagen. Manchmal trieben sie auch Unfug, sodass es den Krankenschwestern ab und an schwerfiel, die Disziplin aufrecht zu erhalten.<a href=\"#_ftn68\" id=\"return-footnote-68\"><sup>[68]<\/sup><\/a> Die erwachsenen Patient:innen wie auch die Kinder wurden deshalb mit leichteren anfallenden Arbeiten besch\u00e4ftigt.<a href=\"#_ftn69\" id=\"return-footnote-69\"><sup>[69]<\/sup><\/a> Ber\u00fchmt wurden die Z\u00fcrcher Augenklinik und Otto Haab f\u00fcr die Entwicklung eines Riesenmagneten. (Abb. 31) Die Existenz dieses Magneten verweist auch auf ein zeittypisches Ph\u00e4nomen, das eine gute augen\u00e4rztliche Versorgung erst n\u00f6tig machte. Im Zuge der Industrialisierung war es bei Fabrikarbeitern aufgrund mangelnder Schutzvorkehrungen immer wieder zu schweren Arbeitsunf\u00e4llen gekommen, bei denen Eisensplitter in die Augen eindrangen, die am besten mittels Magnetoperation extrahiert werden konnten.<a href=\"#_ftn70\" id=\"return-footnote-70\"><sup>[70]<\/sup><\/a> Der Klinikbetrieb war seit der Er\u00f6ffnung von st\u00e4ndigen Baumassnahmen gepr\u00e4gt. Dieser Umstand ist charakteristisch f\u00fcr Spitalbauten. Dabei blieb die Aussenfassade in der Augenklinik weitgehend unangetastet, aber einige Innenr\u00e4ume wurden verkleinert und umfunktioniert. Auch mussten die Elektrik, die Warmwasserleitungen und die sanit\u00e4ren Anlagen immer wieder gewartet oder gar ersetzt werden. Durch Ver\u00e4nderungen im Arbeitsprozess wurden neue Stellen geschaffen und dazu passende R\u00e4ume notwendig. Eine der gr\u00f6sseren Eingriffe war die Einrichtung eines Bettenliftes anstelle des s\u00fcdlichen Oberlichtes, der bereits um 1901 erfolgte.<a href=\"#_ftn71\" id=\"return-footnote-71\"><sup>[71]<\/sup><\/a> Zur gleichen Zeit liess Haab die innere Raumaufteilung neu gestalten und platzierte neben seinem Operationssaal zwei Krankenzimmer f\u00fcr Patient:innen, die eine Staroperation \u00fcber sich hatten ergehen lassen m\u00fcssen. Sie wurden im Operationssaal direkt in ihrem Bett behandelt und dann ins Krankenzimmer geschoben.<a href=\"#_ftn72\" id=\"return-footnote-72\"><sup>[72]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>(Un)geliebte Nachbarn \u2013 Die Klinik und die Universit\u00e4t<\/strong>\r\n\r\nAnl\u00e4sslich der Planung des neuen Hauptgeb\u00e4udes der Universit\u00e4t Z\u00fcrich kam es 1913 zum Zerw\u00fcrfnis zwischen Otto Haab und der Direktion f\u00fcr \u00f6ffentliche Bauten. Der Konflikt reichte so tief, dass Haab 1914 den Er\u00f6ffnungsfeierlichkeiten des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes fernblieb, da er sein Lebenswerk sabotiert sah.<a href=\"#_ftn73\" id=\"return-footnote-73\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Stein des Anstosses waren geplante Stallungen f\u00fcr Kleintiere, eine Voliere und ein L\u00fcftungspavillon, die unmittelbar hinter der Augenklinik f\u00fcr das neue Zoologische Institut entstehen sollten.<a href=\"#_ftn74\" id=\"return-footnote-74\"><sup>[74]<\/sup><\/a> F\u00fcr Otto Haab war dieses Vorhaben unhaltbar. Er f\u00fcrchtete erhebliche Geruchs- und L\u00e4rmemissionen und eine Beeintr\u00e4chtigung der Lichtverh\u00e4ltnisse. Ausserdem wehrte er sich gegen die Aufhebung der Umz\u00e4unung seiner Augenklinik, die bei Baubeginn der Universit\u00e4t erfolgte. (Abb. 32) Weiter beschwerte er sich gegen die drohende Verkleinerung seiner Patienteng\u00e4rten, da auf der n\u00f6rdlichen Seite die Strasse verbreitert werden sollte, w\u00e4hrend man im s\u00fcdlichen Garten den L\u00fcftungspavillon platzieren wollte.<a href=\"#_ftn75\" id=\"return-footnote-75\"><sup>[75]<\/sup><\/a>(Abb. 33)\r\n\r\n[gallery link=\"file\" columns=\"2\" size=\"medium\" ids=\"542,543\"]\r\n\r\nAufgrund von Otto Haabs persistierenden Protesten kam es zu einer Kompromissl\u00f6sung: Die Stallungen wurden weniger nah an die Augenklinik heranger\u00fcckt.<a href=\"#_ftn76\" id=\"return-footnote-76\"><sup>[76]<\/sup><\/a> Auch der Pavillon, der als L\u00fcftungsschacht f\u00fcr das Zoologische Institut dienen sollte, wurde nicht direkt in den Patientengarten gebaut, sondern weiter nach Westen verschoben, wo er heute noch steht. Er markiert damit die urspr\u00fcngliche Grenze der Klinik.<a href=\"#_ftn77\" id=\"return-footnote-77\"><sup>[77]<\/sup><\/a> Die Gartenanlage wurde auf Kosten der Universit\u00e4t auf der Westseite mit einer meterhohen Gr\u00fcnhecke umschlossen, hinter die zus\u00e4tzlich ein Drahtzaun gespannt wurde, sodass die von Haab bef\u00fcrchteten unbefugten Personen nicht auf das Gel\u00e4nde gelangen konnten.<a href=\"#_ftn78\" id=\"return-footnote-78\"><sup>[78]<\/sup><\/a> Den Bau des Uniturmes hingegen konnte Haab nicht verhindern. Diesen empfand er als besonders sch\u00e4digend f\u00fcr seine Klinik: \u00abAber ich konnte nicht mehr verh\u00fcten, dass durch den kolossalen Thurm, der etwa eine halbe Million kosten soll, das beste Licht f\u00fcr unser Operationszimmer f\u00fcr immer verloren gieng, sodass man nun meistens, bei tr\u00fcbem Wetter immer, bei k\u00fcnstlichem Licht zu operiren gen\u00f6thigt sein wird. Gl\u00fccklicherweise kann man manche Augenoperationen bei k\u00fcnstlichem Licht ausf\u00fchren, einzelne sogar besser als bei Tageslicht, aber f\u00fcr eine grosse Zahl derselben ist gutes Tageslicht von h\u00f6chstem Werth.\u00bb<a href=\"#_ftn79\" id=\"return-footnote-79\"><sup>[79]<\/sup><\/a> Bitter f\u00fcgte er an, dass er wegen des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes nur noch mit \u00abhalber Freude\u00bb arbeiten konnte.<a href=\"#_ftn80\" id=\"return-footnote-80\"><sup>[80]<\/sup><\/a> Wenn man ber\u00fccksichtigt, dass Luft und Licht die zwei massgeblichen Standortfaktoren f\u00fcr jeden Medizinalbau um 1900 darstellten, so ist Haabs Entr\u00fcstung nachvollziehbar.\r\n\r\nIm Rahmen einer geplanten Feier zum 25-Jahr-Jubil\u00e4um des Klinikgeb\u00e4udes hielt Otto Haab 1914 fest, dass er nach wie vor stolz darauf sei, dass er damals \u00abjenes St\u00fcck Unkrautackerlein\u00bb f\u00fcr seine Augenklinik erk\u00e4mpft hatte.<a href=\"#_ftn81\" id=\"return-footnote-81\"><sup>[81]<\/sup><\/a> Ausserdem habe er damals niemals vorausahnen k\u00f6nnen, \u00abdass einmal die Universit\u00e4t und das m\u00e4chtige zoologische Institut in die jetzige Stelle hineingezw\u00e4ngt\u00bb werden w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn82\" id=\"return-footnote-82\"><sup>[82]<\/sup><\/a> Weiter verwies er auf seine Behandlungsstatistik, die f\u00fcr ihn ein Beweis f\u00fcr die Zweckm\u00e4ssigkeit seines Klinikgeb\u00e4udes war. So habe er in seinen 25 Jahren als Klinikdirektor h\u00f6chstpers\u00f6nlich \u00ab138.972 Krankheitsf\u00e4lle zur Beobachtung und Behandlung\u00bb in der Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73 behandelt. Bei aller Kritik \u00fcbersah Haab allerdings grossz\u00fcgig, dass Karl Moser, der Architekt des neuen Hauptgeb\u00e4udes der Universit\u00e4t, die beiden Weberschen Bauten, namentlich die Augenklinik und das Physiologiegeb\u00e4ude, aktiv in die Planung des Kollegiengeb\u00e4udes einbezogen hatte, ihnen eine Fl\u00fcgelstellung zukommen liess und so zu einem stimmigen Ensemble gelangte.<a href=\"#_ftn83\" id=\"return-footnote-83\"><sup>[83]<\/sup><\/a> Otto Haab leitete die Augenklinik noch bis ins Jahr 1919. Dann gab er seinen R\u00fccktritt bekannt, um sich seiner wissenschaftlichen Schreibarbeit zu widmen. Mit dem Tod von Otto Haab im Jahr 1931 erlosch eine pr\u00e4gende Phase in der Geschichte der Klinik.\r\n\r\n<strong>Das Ende der medizinischen \u00c4ra an der R\u00e4mistrasse 73<\/strong>\r\n\r\nOtto Haabs Nachfolger passten die ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Innenr\u00e4ume stets den neuesten Erkenntnissen und ihren pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen an. Dreissig Jahre nach der Er\u00f6ffnung gen\u00fcgte die Augenklinik aber den Anspr\u00fcchen nicht mehr ganz. 1925 bezog sie deshalb im Bettenhaus an der Pestalozzistrasse einen zus\u00e4tzlichen Trakt, womit sie auf zwei Standorte aufgeteilt wurde. Diese L\u00f6sung war jedoch aus logistischen und betrieblichen Gr\u00fcnden nicht befriedigend.\r\n\r\nIm Verlauf der 1930er- und 1940er-Jahre \u00e4nderten sich die Vorstellungen einer effizienten Spitalarchitektur zu Gunsten einer dichten und zentralisierten Bebauung des Spitalareals, das durch einen kompletten Neubau des Kantonsspitals einen neuen Impuls erfahren sollte.<a href=\"#_ftn84\" id=\"return-footnote-84\"><sup>[84]<\/sup><\/a> Dies im Gegensatz zu den Ans\u00e4tzen im 19. Jahrhundert, medizinische Abteilungen m\u00f6glichst voneinander zu separieren. Die physisch abgetrennten Institute und Kliniken sollten daher \u2013 die Zustimmung der jeweiligen Direktoren vorausgesetzt \u2013 in den Nukleus des neuen Kantonsspitals zur\u00fcckgeholt werden. Im ersten Raumprogramm von 1940 war der Umzug der Augenklinik noch nicht vorgesehen, da der damals amtierende Klinikdirektor Alfred Vogt (1879\u20131943) nicht umziehen wollte. Erst im Rahmen eines neuen Programmentwurfs aus dem Jahr 1949 entschied sich Vogts Nachfolger Marc Amsler (1891\u20131968) doch f\u00fcr eine Wiedereingliederung in den geplanten Neubau, um aus der Isolation des separaten Geb\u00e4udes zu entkommen.<a href=\"#_ftn85\" id=\"return-footnote-85\"><sup>[85]<\/sup><\/a> Die medizinische \u00c4ra an der R\u00e4mistrasse 73 endete 1952 mit dem Auszug der Augenklinik.\r\n\r\n<strong>Ein neues Zuhause f\u00fcr das Arch\u00e4ologische Institut und das Kunsthistorische Seminar<\/strong>\r\n\r\nBereits im Raumplanungsprogramm f\u00fcr den Neubau des Kantonsspitals aus dem Jahr 1948 wurde festgehalten, dass das unzweckm\u00e4ssig gewordene Klinikgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 der aus allen N\u00e4hten platzenden Universit\u00e4t zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollte. Schon bald war klar, dass das Arch\u00e4ologische Institut samt Sammlung in das Geb\u00e4ude einziehen w\u00fcrde. Seit der Er\u00f6ffnung 1914 hatte sich die Gipsfigurensammlung im Lichthof der Universit\u00e4t befunden, wo auch der arch\u00e4ologische Zeichenunterricht stattfand. Die Universit\u00e4t plante nun aber das Kollegiengeb\u00e4ude zu erweitern und wollte den Lichthof k\u00fcnftig f\u00fcr Festaktivit\u00e4ten und andere Ausstellungen benutzen. Eine solche Grossveranstaltung war f\u00fcr das Jahr 1951 im Zuge der 600-j\u00e4hrigen Zugeh\u00f6rigkeit Z\u00fcrichs zur Eidgenossenschaft geplant.\r\n\r\nGegen dieses Vorhaben protestierte der damalige Lehrstuhlinhaber f\u00fcr Klassische Arch\u00e4ologie Arnold von Salis (1881\u20131958) heftig, da daf\u00fcr die Gipsfiguren ger\u00e4umt und magaziniert werden mussten.<a href=\"#_ftn86\" id=\"return-footnote-86\"><sup>[86]<\/sup><\/a> Z\u00e4hneknirschend begutachtete er gemeinsam mit ausgewiesenen Experten \u2013 darunter war auch sein k\u00fcnftiger Nachfolger Hansj\u00f6rg Bloesch (1912\u20131992) \u2013 die Augenklinik, welche ihm als neuer Standort angeboten wurde. Die Augenklinik erwies sich nach ihrem Eindruck als m\u00e4ssig bis gar nicht geeignet f\u00fcr die Aufnahme der Sammlung, besonders weil die grossen Gipsabg\u00fcsse dort keinen Platz finden w\u00fcrden. Von Salis betonte, dass umfassende und kostspielige Baumassnahmen n\u00f6tig sein w\u00fcrden, um angemessenen Raum f\u00fcr die kostbare Sammlung zu schaffen.<a href=\"#_ftn87\" id=\"return-footnote-87\"><sup>[87]<\/sup><\/a> Das bescheidene Dachgeschoss, in welchem die Privatabteilung der Klinik untergebracht gewesen war, kam f\u00fcr die Arch\u00e4ologische Sammlung und das Institut \u00fcberhaupt nicht in Frage, und so bem\u00fchten sich kurz darauf das Englische und das Kunsthistorische Seminar um den begehrten Platz.\r\n\r\nAm 12. November 1949 wandte sich Gotthard Jedlicka (1899\u20131965), der damalige Vorsteher des Kunstgeschichtlichen Seminars, an das Rektorat und machte auf die beengten Platzverh\u00e4ltnisse seines Fachbereichs aufmerksam, der seit 1914 in zwei R\u00e4umen im 1. Obergeschoss des Kollegiengeb\u00e4udes untergebracht war.<a href=\"#_ftn88\" id=\"return-footnote-88\"><sup>[88]<\/sup><\/a> \u00abDie gegenw\u00e4rtigen Raumverh\u00e4ltnisse im kunsthistorischen Seminar sind so ung\u00fcnstig, dass fast die H\u00e4lfte der wertvollen Bibliothek und die ganz reichhaltige Photothek [\u2026] praktisch f\u00fcr den Seminarbetrieb \u00fcberhaupt nicht in Frage kommen. Fachkollegen aus dem Ausland, die unser Seminar besichtigen, \u00e4ussern immer wieder ihr Befremden dar\u00fcber, dass die kunstgeschichtliche Disziplin mit so beschr\u00e4nkten R\u00e4umlichkeiten auskommen muss. Durch die Umsiedlung des kunsthistorischen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik des Kantonsspitals Z\u00fcrich, die ja schon seit einiger Zeit geplant ist, k\u00f6nnten alle Missst\u00e4nde behoben werden und w\u00e4re zugleich auch, nach unserer festen \u00dcberzeugung, die M\u00f6glichkeit einer gedeihlichen Entwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte gesichert.\u00bb<a href=\"#_ftn89\" id=\"return-footnote-89\"><sup>[89]<\/sup><\/a> Jedlicka errechnete f\u00fcr das Seminar ein Raumbed\u00fcrfnis von rund 176 m\u00b2 und machte eine detaillierte Dispositionsskizze (siehe Anhang) \u00fcber die zuk\u00fcnftige Belegung. Zu diesem Zeitpunkt verf\u00fcgte das Seminar \u00fcber f\u00fcnf Dozierende, f\u00fcr welche Jedlicka drei kleine B\u00fcror\u00e4ume vorsah. Jedlicka konnte sich mit seinem Vorschlag durchsetzen (vgl. Abb. 37, 56 und 57), w\u00e4hrend das Englische Seminar einen der durch den Umzug der Kunstgeschichte im Kollegiengeb\u00e4ude freigewordenen R\u00e4ume \u00fcbernehmen konnte.<a href=\"#_ftn90\" id=\"return-footnote-90\"><sup>[90]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[gallery size=\"medium\" link=\"file\" ids=\"544,569,545\"]\r\n\r\nDie Planungen f\u00fcr den Umbau waren ab 1949 in vollem Gange, dennoch kristallisierte sich schnell heraus, dass ein Einzug der Gipsfigurensammlung im Jahr 1951 nicht m\u00f6glich sein w\u00fcrde, sodass die Gipse vor\u00fcbergehend magaziniert werden mussten. Als es 1952 um die Bewilligung des Rahmenkredites f\u00fcr die geplanten Baumassnahmen ging, kamen innerhalb der Kantonsregierung weitere Bedenken auf. Vertreter der Sozialdemokratischen Fraktion konnten nicht nachvollziehen, wie \u00abangesichts der immer noch bestehenden Bettennot bisherige Spitalr\u00e4ume zur Aufbewahrung von Gipsfiguren Verwendung finden sollen.\u00bb (Abb. 34\u201336) Der Regierungsrat ging auf die Bedenken ein und verf\u00fcgte, dass das Klinikgeb\u00e4ude bis zur Fertigstellung des Stadtspitals Waid als Notfallreserve freigehalten werden m\u00fcsse. Dadurch konnte erst 1953 mit dem Umbau begonnen werden.<a href=\"#_ftn91\" id=\"return-footnote-91\"><sup>[91]<\/sup><\/a> Auf eine weitgehende Umgestaltung und Renovation des Geb\u00e4udes wurde gr\u00f6sstenteils verzichtet. Dabei wies besonders die Aussenfassade bereits gravierende Verwitterungssch\u00e4den auf, sodass die Gefahr von Steinschlag bestand. Als Pr\u00e4ventionsmassnahme liess die Universit\u00e4t Fassadenteile abschlagen, die Balustraden entfernen und das Kranzgesims mit einer Blechverkleidung versehen.<a href=\"#_ftn92\" id=\"return-footnote-92\"><sup>[92]<\/sup><\/a> Auch im Innern des Geb\u00e4udes beschr\u00e4nkte man sich auf dringend notwendige Sanierungen.<a href=\"#_ftn93\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> Der urspr\u00fcngliche H\u00f6rsaal wurde aufgehoben und ein neuer H\u00f6rsaal im ehemaligen Wartesaal eingerichtet. Die Gipsabgusssammlung belegte das Erdgeschoss und einen grossen Teil des ersten Obergeschosses, wo auch das Arch\u00e4ologische Institut untergebracht wurde. Das Kunsthistorische Seminar fand im Dachgeschoss seinen Platz. Beide Institute brachten dabei jeweils ihre eigene Bibliothek ein. 1954 war der Umzug des Kunstgeschichtlichen Seminars und des Arch\u00e4ologischen Instituts vollzogen. 1955 zog zus\u00e4tzlich das Anthropologische Institut im Kellergeschoss ein. Komplizierter gestaltete sich die Einrichtung der Sammlung, die weitere Reparaturen und Baumassnahmen erforderlich machten. Erst 1956 konnte das Arch\u00e4ologische Museum offiziell er\u00f6ffnet werden.<a href=\"#_ftn94\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> In den nachfolgenden Jahren schienen alle Institute mit der Unterbringung mehrheitlich zufrieden gewesen zu sein, obwohl besonders die B\u00fcror\u00e4umlichkeiten sehr klein bemessen waren.<a href=\"#_ftn95\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Als die beiden Institute wortw\u00f6rtlich zu gewichtig wurden<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_546\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-300x212.jpg\" alt=\"Grundriss des Kunsthistorischen Seminars im Dachgeschoss. Die Raumverh\u00e4ltnisse wirken bescheiden, stellten allerdings im Vergleich zu den Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude eine erhebliche Erweiterung dar, 1951.\" class=\"wp-image-546 size-medium\" width=\"300\" height=\"212\" \/><\/a> Abb. 37: Grundriss des Kunsthistorischen Seminars im Dachgeschoss. Die Raumverh\u00e4ltnisse wirken bescheiden, stellten allerdings im Vergleich zu den Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude eine erhebliche Erweiterung dar, 1951.<br \/>StAZH, PLAN D 2387.[\/caption]\r\n\r\nIn den fr\u00fchen 1960er-Jahren wurden Planungen zur Weiterentwicklung des gesamten Universit\u00e4tscampus aufgenommen, die umfangreiche Erweiterungsmassnahmen vorsahen. So sollte die alte Augenklinik abgerissen und an ihrer Stelle ein Neubau mit einer zus\u00e4tzlichen Aula und einem H\u00f6rsaal als Erweiterung des Hauptgeb\u00e4udes errichtet werden. Als Ersatz sah man die Errichtung eines grossen Seminar- und Sammlungsgeb\u00e4udes anstelle der Liegenschaften R\u00e4mistrasse 62\u201366 vor, in welches dann auch das Arch\u00e4ologische Institut und das Kunstgeschichtliche Seminar einziehen sollten.<a href=\"#_ftn96\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a>(Abb. 37)\r\n\r\n[caption id=\"attachment_547\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-300x224.jpg\" alt=\"Aufstellung der Gipsfigurensammlung im ersten Obergeschoss der ehemaligen Augenklinik\" class=\"wp-image-547 size-medium\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a> Abb. 38: Aufstellung der Gipsfigurensammlung im ersten Obergeschoss der ehemaligen Augenklinik. Die Innenr\u00e4ume wurden kaum den Bed\u00fcrfnissen der Institute angepasst, da man das Geb\u00e4ude f\u00fcr ein Abbruchobjekt hielt, 1955.v <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.47.[\/caption]\r\n\r\nHansj\u00f6rg Bloesch frohlockte. Ihm gefiel die Vorstellung eines Geb\u00e4udes, in dem Kunstgeschichte, Arch\u00e4ologie, Geschichte und Altphilologie unter einem Dach vereint gelehrt werden w\u00fcrden, w\u00e4hrend gleichzeitig ein gemeinsamer Raum f\u00fcr die Sammlungen der Arch\u00e4ologie, Zoologie und V\u00f6lkerkunde geschaffen werden sollte.<a href=\"#_ftn97\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a> Adolf Reinle (1920\u20132006), der damalige Vorsteher des Kunsthistorischen Seminars, stand dem geplanten Vorhaben hingegen skeptisch gegen\u00fcber. In einem Schreiben vom 4. Juni 1971 an das Rektorat verwies er darauf, dass es schwierig werden d\u00fcrfte, einen Neubau stimmig in die L\u00fccke zwischen Universit\u00e4t und ETH einzuf\u00fcgen \u2013 die alte Augenklinik sei nicht nur architektonisch, sondern auch st\u00e4dtebaulich ein wertvolles Bindeglied zwischen den beiden altehrw\u00fcrdigen Hochschulbauten. \u00abZu einem Zeitpunkt, da die Kunstwissenschaft in wachsendem Masse sich der k\u00fcnstlerischen Werte in der Architektur des 19. Jhs. und der Jahrhundertwende bewusst wird und ihr ausgedehnte Forschungen widmet, w\u00e4re es f\u00fcr uns paradox, diskussionslos dem Abbruch eines Hauses wie R\u00e4mistrasse 73 zuzusehen.\u00bb<a href=\"#_ftn98\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> Damit war die Debatte um die Zukunft der ehemaligen Augenklinik lanciert. Unbestritten war n\u00e4mlich die Tatsache, dass eine Sanierung oder ein Abbruch bald unumg\u00e4nglich sein w\u00fcrde. Dass das Geb\u00e4ude in einem denkbar schlechten Zustand war und seine Funktion als Seminar- und Ausstellungsgeb\u00e4ude nicht mehr ganz erf\u00fcllen konnte, zeigte sich auf verschiedene Weise. So kam es beispielsweise in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1971 zu einem aufsehenerregenden Kunstraub: F\u00fcnf h\u00f6lzerne Mumienportraits im Wert von rund 250'000 Franken wurden aus der Arch\u00e4ologischen Sammlung gestohlen. Der Kunstraub verlief glimpflich, indem das gesamte Diebesgut von der franz\u00f6sischen Polizei in Paris sichergestellt und retourniert werden konnte. Der Raub offenbarte allerdings die Vulnerabilit\u00e4t der Sammlung. In der Folge wurden ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet und zus\u00e4tzlich zur seit 1970 eingerichteten Bewachung durch die Securitas AG eine Alarmanlage eingebaut.<a href=\"#_ftn99\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_548\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-300x219.jpg\" alt=\"Zustand der Augenklinik vor dem Abbruch der Balustrade, 1970\" class=\"wp-image-548 size-medium\" width=\"300\" height=\"219\" \/><\/a> Abb. 39: Zustand der Augenklinik vor dem Abbruch der Balustrade, 1970. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.44.[\/caption]\r\n\r\nWeiter zeigte sich bald, dass die Holzb\u00f6den dem Gewicht der beiden Bibliotheken nicht gewachsen waren und allm\u00e4hlich durchbogen. Deshalb musste 1974 im Kunsthistorischen Institut ein sofortiger Anschaffungsstopp f\u00fcr B\u00fccher erlassen werden.<a href=\"#_ftn100\" id=\"return-footnote-100\"><sup>[100]<\/sup><\/a> Auch die Gipsfigurensammlung, die vom Lichthof des Kollegiengeb\u00e4udes in das Institutsgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 transferiert und dort in den Korridoren aufgestellt worden war (Abb. 38), \u00fcberschritt das errechnete Maximalgewicht. Aufgrund statischer Bedenken wurde ein umfangreiches Gutachten \u00fcber den baulichen Zustand der Alten Augenklinik in Auftrag gegeben. Das Resultat fiel ern\u00fcchternd aus: Nicht nur der verwendete Sandstein erwies sich als von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte, sondern es wurde auch festgestellt, dass sich das Geb\u00e4ude schon kurz nach seiner Errichtung um etwa 30 Zentimeter in der Diagonalen abgesenkt hatte und dadurch erhebliche Mauerrisse entstanden waren. (Abb. 39) Die Ursache f\u00fcr die Setzung lag in der schlechten Bodenbeschaffenheit begr\u00fcndet, da der Bau 1895 direkt auf die unterschiedlich m\u00e4chtige Aufsch\u00fcttung der einstigen Schanzenanlage aufgesetzt worden war, was bei der urspr\u00fcnglichen Fundierung nicht gen\u00fcgend ber\u00fccksichtigt wurde.<a href=\"#_ftn101\" id=\"return-footnote-101\"><sup>[101]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<strong>Ein denkw\u00fcrdiges Geb\u00e4ude? \u2013 Abbruchpl\u00e4ne und Widerstand<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_549\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-300x201.jpg\" alt=\"Blick ins Innere des Geb\u00e4udes unmittelbar vor der Sanierung, 1979\" class=\"wp-image-549 size-medium\" width=\"300\" height=\"201\" \/><\/a> Abb. 40: Blick ins Innere des Geb\u00e4udes unmittelbar vor der Sanierung, 1979. <br \/>ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Foto: Walter Schmid.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_550\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-300x204.jpg\" alt=\"Der urspr\u00fcnglich verwendete Sandstein erwies sich von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte\" class=\"wp-image-550 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" \/><\/a> Abb. 41: Der urspr\u00fcnglich verwendete Sandstein erwies sich von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte, 1974.<br \/>Mediathek KHIST, 431 II.28.[\/caption]\r\n\r\nAufgrund der massiven Sch\u00e4den an dem Geb\u00e4ude zeichnete sich ab, dass eine Sanierung teurer zu stehen kommen w\u00fcrde als ein Neubau. Die Frage nach dem Erhalt der ehemaligen Augenklinik wurde nun virulent und reihte sich ein in die ab den 1960er-Jahren aufkeimende Debatte \u00fcber den Erhalt von Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert. Bauten des Historismus wurden lange Zeit geringgesch\u00e4tzt und grossz\u00fcgig abgebrochen. So waren zwischen 1960 und 1980 auch Grossbauten wie der Z\u00fcrcher Hauptbahnhof und das alte Physikgeb\u00e4ude der ETH an der Gloriastrasse 35 von Abbruchpl\u00e4nen betroffen. Dagegen formierte sich Widerstand. Es ist kein Zufall, dass die Gr\u00fcndung des Stadtz\u00fcrcherischen Heimatschutzvereines in das Jahr 1973 f\u00e4llt. Gleichzeitig fand innerhalb der Denkmalpflege und der Kunstgeschichte eine zunehmende Hinwendung zum j\u00fcngeren Kulturerbe statt.<a href=\"#_ftn102\" id=\"return-footnote-102\"><sup>[102]<\/sup><\/a> In der Folge wurde praktisch \u00fcber jedes gr\u00f6ssere Abbruchprojekt gestritten \u2013 mit jeweils unterschiedlichem Ausgang.<a href=\"#_ftn103\" id=\"return-footnote-103\"><sup>[103]<\/sup><\/a> Die Umgestaltungspl\u00e4ne erreichten auch das Hochschulquartier. Der Kantonsarch\u00e4ologe und Denkmalpfleger Walter Drack (1917\u20132000) setzte sich ab 1970 f\u00fcr den Erhalt der maroden Alten Augenklinik (Abb. 40 und 41) ein.<a href=\"#_ftn104\" id=\"return-footnote-104\"><sup>[104]<\/sup><\/a> Allerdings standen die Vorzeichen zun\u00e4chst schlecht, wie eine Besprechungsnotiz von Drack belegt: \u00abHerr Kantonsbaumeister Witschi erkl\u00e4rte, dass die ehem. Augenklinik im Rahmen eines Ausbauprogramms der Universit\u00e4t unrettbar aufgegeben sei, \u2013 zumal auch mit enormen Restaurierungskosten zu rechnen w\u00e4re... Die \u00fcbrigen anwesenden Herren h\u00f6rten resigniert zu, \u2013 worauf der Fragesteller \u2013 ebenfalls resigniert \u2013 diese Notiz zu Papier brachte.\u00bb<a href=\"#_ftn105\" id=\"return-footnote-105\"><sup>[105]<\/sup><\/a> Die besagte Resignation schien nicht von langer Dauer gewesen zu sein \u2013 im Gegenteil. 1973 visitierte eine Kommission der Denkmalpflege das Geb\u00e4ude. Der damalige Kommissionspr\u00e4sident, Dr. Hans Armin L\u00fcthy (1932\u20132009), w\u00fcrdigte das Geb\u00e4ude in seinem Bericht aufgrund seiner repr\u00e4sentativen Aussenfassade und der gelungenen Einbindung zwischen den beiden Universit\u00e4tsgeb\u00e4uden als sch\u00fctzenswert und bemerkte: \u00abDas Seminargeb\u00e4ude R\u00e4mistrasse 73 besitzt zwar nicht ganz den Rang der Werke Gottfried Sempers. Dessen Schule \u00e4ussert sich hier jedoch \u00fcberzeugend in der wohlabgewogenen Disposition des Ganzen wie des Einzelnen, in den Proportionen sowie in der Sorgfalt der Steinbehauung. Pracht und W\u00fcrde, wie es das 19. Jahrhundert von einem Staatsbau erwartete, sind hier gestaltet, ohne zum leeren Selbstzweck zu werden. Das Verschwinden dieses Bauwerkes w\u00fcrde in den bereits merklich geschm\u00e4lerten Bestand an wertvollen Bauten des letzten Jahrhunderts eine empfindliche neue L\u00fccke reissen, die angesichts der von Semper, Gull und Moser geschaffenen, architektonisch anspruchsvollen Umgebung durch keinen Neubau geschlossen werden k\u00f6nnte.\u00bb<a href=\"#_ftn106\" id=\"return-footnote-106\"><sup>[106]<\/sup><\/a> Die reiche Aussenfassade, die um 1900 noch f\u00fcr Kritik gesorgt hatte, avancierte nun zum Hauptargument f\u00fcr die Rettung des gesamten Geb\u00e4udes. Weiter erkannten die Denkmalpfleger, dass die R\u00e4mistrasse als Ganzes die Bauweise und verschiedenen Spielformen des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt. Die Augenklinik \u00abaus diesem gewachsenen und komponierten Ensemble herauszubrechen w\u00e4re allein schon eine st\u00e4dtebauliche S\u00fcnde\u00bb, hiess es darauf von Seiten der Professoren beider betroffenen Institute.<a href=\"#_ftn107\" id=\"return-footnote-107\"><sup>[107]<\/sup><\/a> Obwohl bald ein breiter Konsens \u00fcber den Erhalt der Klinik bestand, wurde aufgrund der notwendigen Gesamtrenovation unter anderem dar\u00fcber nachgedacht, das ganze Geb\u00e4ude abzureissen und einen Neubau nach den originalen Pl\u00e4nen zu erstellen. Allerdings war dieses Vorhaben kaum zu finanzieren und technisch \u00e4usserst anspruchsvoll. Als Alternative zog die kantonsr\u00e4tliche Kommission in Betracht, alle verbauten Werkst\u00fccke sorgf\u00e4ltig abzutragen, diese einzulagern und dann im Rahmen eines Neubaus wieder einzusetzen. Doch auch diese Variante \u00fcberzeugte nicht.<a href=\"#_ftn108\" id=\"return-footnote-108\"><sup>[108]<\/sup><\/a> Schliesslich beauftragte der Regierungsrat den Architekten Hans von Meyenburg (1915\u20131995) damit, ein Sanierungsprojekt auszuarbeiten.<a href=\"#_ftn109\" id=\"return-footnote-109\"><sup>[109]<\/sup><\/a> Von Meyenburg hatte sich mit der Restaurierung von anspruchsvollen Bauten in Z\u00fcrich einen Namen gemacht und verf\u00fcgte \u00fcber umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden und in der Sanierung von Schulbauten.<a href=\"#_ftn110\" id=\"return-footnote-110\"><sup>[110]<\/sup><\/a> Es war sein erkl\u00e4rtes Ziel, den urspr\u00fcnglichen architektonischen Duktus der ehemaligen Augenklinik so weit wie m\u00f6glich zu erhalten, dies auch unter \u00abInkaufnahme von Sch\u00f6nheitsfehlern\u00bb.<a href=\"#_ftn111\" id=\"return-footnote-111\"><sup>[111]<\/sup><\/a> Gleichzeitig sollte das Geb\u00e4ude an die Bed\u00fcrfnisse der Institute und Seminare angepasst werden, was mehrere Kompromisse erforderlich machte. Dar\u00fcber hinaus verwirklichte von Meyenburg ein neues Farbkonzept, das auf gr\u00fcne Farbakzente im Innern und kobaltgr\u00fcne Fensterr\u00e4hmen setzte, womit sich das Geb\u00e4ude noch nat\u00fcrlicher zwischen ETH und Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude eingliedern sollte. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Umgebungsgestaltung. W\u00e4hrend das Geb\u00e4ude in den 1970er-Jahre von Autos f\u00f6rmlich umstellt war, wurde nun die Aufhebung aller Parkpl\u00e4tze geplant. (Abb. 42) Die f\u00fcr die aufwendige Renovation und Restaurierung veranschlagten Kosten beliefen sich auf rund 13.6 Millionen Franken. Diese Summe stiess auf politischen Widerstand, und es wurde das Referendum gegen den Kredit ergriffen, womit das Anliegen vors Volk kam.<a href=\"#_ftn112\" id=\"return-footnote-112\"><sup>[112]<\/sup><\/a> (Abb. 43)\r\n\r\n[gallery columns=\"2\" link=\"file\" size=\"medium\" ids=\"551,552\"]\r\n\r\nVerschiedene Professoren der Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie setzten sich im Vorfeld der Abstimmung f\u00fcr den Erhalt des Geb\u00e4udes ein und wehrten sich gegen die erw\u00e4hnte \u00abAbbruchmentalit\u00e4t\u00bb.<a href=\"#_ftn113\" id=\"return-footnote-113\"><sup>[113]<\/sup><\/a> Die Argumente der Gegner:innen \u00e4hnelten jenen von 1900. Die Gegner:innen waren zwar nicht prinzipiell gegen eine Renovation, aber sie betonten, \u00ab[...] dass hier mit der grossen Kelle angerichtet und mit \u00fcberm\u00e4ssigem Perfektionismus\u00bb vorgegangen werde.<a href=\"#_ftn114\" id=\"return-footnote-114\"><sup>[114]<\/sup><\/a> Die Augenklinik wurde damit wie schon 1895 zum Luxusprojekt erkl\u00e4rt, welches die Staatskasse \u00fcberm\u00e4ssig belaste. Diesmal ging es aber nicht um das Renommee der Mediziner, sondern die Kritiker machten \u00fcberm\u00e4ssige Perfektionsgel\u00fcste der Vertreter der kunsthistorischen Zunft f\u00fcr das teure Vorhaben verantwortlich.<a href=\"#_ftn115\" id=\"return-footnote-115\"><sup>[115]<\/sup><\/a> Der einstige Palast der Augenheilkunde wurde von den Gegnern zum luxuri\u00f6sen Elfenbeinpalazzo f\u00fcr die abgehobene universit\u00e4re Kunstwissenschaft hochstilisiert.\r\n\r\nDie Abstimmung fiel im Februar 1979 deutlich zugunsten der Renovation aus, und schon bald erfolgte der erste Spatenstich.<a href=\"#_ftn116\" id=\"return-footnote-116\"><sup>[116]<\/sup><\/a> Da die Klinik wie bereits erw\u00e4hnt auf schlechtem Boden stand und die urspr\u00fcngliche Fundamentierung mangelhaft war, schlug von Meyenburg im Zuge der Unterfangung den Bau eines durchgehenden zweiten Untergeschosses vor. Zur weiteren Stabilisierung wurden die urspr\u00fcnglichen Holzdecken und auch grosse Teile der Innenw\u00e4nde des S\u00fcdfl\u00fcgels schrittweise abgebrochen und durch Betondecken und ein neues Trageskelett verst\u00e4rkt. Die Westseite des Mittelrisalits wurde in der Folge bis auf die Grundmauer abgebrochen, neu aufgerichtet und durch einen Attikaaufbau aufgestockt.<a href=\"#_ftn117\" id=\"return-footnote-117\"><sup>[117]<\/sup><\/a> (Abb. 44\u201347) Dank der Aufstockung des Mittelrisalits und einer neuen, erh\u00f6hten Dachkonstruktion konnten die beiden ehemaligen \u00abDachwinden\u00bb im zweiten Obergeschoss vollst\u00e4ndig ausgebaut und nutzbar gemacht werden. Damit erhielt das Kunstgeschichtliche Seminar einen erheblichen Raumzuwachs: Im zweiten Obergeschoss fanden nun Bibliothek, Fotothek und \u00dcbungsr\u00e4ume Platz. (Abb. 48) Die B\u00fcros der Professoren wurden im Dachgeschoss untergebracht. (Abb. 49)\r\n\r\n[gallery link=\"file\" columns=\"4\" ids=\"553,554,555,556,557,558\"]\r\n\r\nW\u00e4hrend der anspruchsvollen Bauarbeiten kam es dreimal zu einer Setzung. Die folgenreichste von ihnen ereignete sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober 1980, als der S\u00fcdfl\u00fcgel um 14 Zentimeter absank, wodurch bis zu 6 Zentimeter breite Risse an der Ostfassade entstanden.<a href=\"#_ftn118\" id=\"return-footnote-118\"><sup>[118]<\/sup><\/a> Aufgrund dieser massiven Besch\u00e4digung kam es nicht nur zu einer erheblichen Bauverz\u00f6gerung, sondern auch zu Mehrkosten von rund 1.5 Millionen Franken. Die Ursache waren Berechnungsfehler und Fehleinsch\u00e4tzungen des Bauingenieurs, der es zudem unterlassen hatte, den S\u00fcdfl\u00fcgel ausreichend zu unterfangen. Das Projektbudget musste also wie beim Bau der Klinik nach oben korrigiert werden. <a href=\"#_ftn119\" id=\"return-footnote-119\"><sup>[119]<\/sup><\/a> Die Eingriffe in die bestehende Bausubstanz waren massiv, dennoch verzichtete von Meyenburg zu Gunsten einer einheitlichen Gesamtwirkung darauf, die neuen Bauteile als solche kenntlich zu machen. Einige originale Bauteile wurden im Zuge der Renovationsarbeiten wiederverwendet. So bilden die aus der urspr\u00fcnglichen Liftanlage von 1905 stammenden Gusseisent\u00fcren heute die Zutrittsschranke zum Museumsbereich. Eine dieser Liftt\u00fcren hat die K\u00fcnstlerin Heidi Bucher (1926\u20131993) im Jahr 1982 w\u00e4hrend der laufenden Sanierungsmassnahmen im Rahmen einer Kunstaktion \u00abgeh\u00e4utet\u00bb. Der Kanton Z\u00fcrich kaufte das Werk und platzierte es im Aufenthaltsraum bei den \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb, wo es bis 2021 hing, ehe es f\u00fcr eine Kunstausstellung nach M\u00fcnchen transportiert wurde (vgl. Abb. 53). Die originalen Oberlichter aus Buntglas wurden in der Bibliothek des Kunstgeschichtlichen Seminars wiederverwendet. (Abb. 50 und 51)\r\n\r\n[gallery columns=\"2\" link=\"file\" size=\"medium\" ids=\"559,560\"]\r\n\r\nDie Sanierungsarbeiten dauerten von 1980\u20131984. In dieser Zeit bezogen das Arch\u00e4ologische Institut samt Museum sowie das Kunstgeschichtliche Seminar provisorisch R\u00e4umlichkeiten an der K\u00fcnstlergasse 16. Die Studierenden betrachteten die Sanierungsarbeiten argw\u00f6hnisch und setzten sich auch in ihrer Studierendenzeitschrift damit auseinander. So schrieb Redaktor Hans Frei 1982 in seinem Artikel <em>Die Denkmalpflege ist ein Papiertiger<\/em>: \u00abDie Praxis gibt mir wegen 2 Beobachtungen zu denken. Die eine ist die, dass unter der Aufsicht der Denkmalpflege immer nur Luxus entsteht; die andere, dass h\u00e4ufig an denkmalgesch\u00fctzten H\u00e4usern die alten Fassaden blosse Kulissen f\u00fcr total ver\u00e4nderte Nutzungen sind.\u00bb<a href=\"#_ftn120\" id=\"return-footnote-120\"><sup>[120]<\/sup><\/a> Am 2. November 1984 wurde das neue Institutsgeb\u00e4ude feierlich eingeweiht. Die einstige Augenklinik war nun zur Schule des Sehens geworden. Das aufwendig sanierte Geb\u00e4ude stiess allerdings bei einigen Studierenden auf wenig Gegenliebe. Ein eindr\u00fcckliches Stimmungsbild gibt die Ausgabe der <em>Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen<\/em> aus dem Wintersemester 1983\/84. Darin wurde unter anderem eine Umfrage unter den Studierenden durchgef\u00fchrt und danach gefragt, wie das neue Geb\u00e4ude auf sie wirke. Hier heisst es unter anderem: \u00abDie Atmosph\u00e4re erinnere an McDonalds, sei k\u00fchl frostig, steril und n\u00fcchtern. Sie h\u00e4nge von den Leuten ab, bemerkte jemand. Aber ein anderer beklagte sich \u00fcber das Fehlen von Lachen und Gel\u00f6stheit, das Klima sei museal. Man w\u00fcnscht Gr\u00fcnpflanzen. Ausserdem fehlen Aschenbecher.\u00bb<a href=\"#_ftn121\" id=\"return-footnote-121\"><sup>[121]<\/sup><\/a> Dies war mit Sicherheit nicht die Reaktion, die sich Hans von Meyenburg und die Denkmalpflege gew\u00fcnscht hatten. In den 1980er-Jahren mit dem Lokal einer amerikanischen Schnellimbisskette verglichen zu werden, kam faktisch der H\u00f6chststrafe gleich.<a href=\"#_ftn122\" id=\"return-footnote-122\"><sup>[122]<\/sup><\/a> Auch die Bibliothek wusste nicht zu \u00fcberzeugen und wurde von den Studierenden gerne als \u00abHochsicherheitstrakt\u00bb bezeichnet.<a href=\"#_ftn123\" id=\"return-footnote-123\"><sup>[123]<\/sup><\/a> Als Stimme aus der Professorenschaft liesse sich Hans-Rudolf Sennhauser (* 1931) zitieren: \u00abDass jeder Dozent sein Zimmer oder seine Zelle hat und vom Nachbarn nicht mehr durch eine Papierwand getrennt ist, dass er nicht mehr einen Kollegen hinauskomplimentieren muss, wenn er eine Pr\u00fcfung zu bestehen hat, ist ein angenehmes Novum. Zugegeben \u2013 wir haben nicht \u00abviel Platz\u00bb. Aber das kann die Chance bedeuten, dass sich eine auf gegenseitiges Verst\u00e4ndnis und auf R\u00fccksichtnahme beruhende gute Arbeitsatmosph\u00e4re bildet. F\u00fcr Kritik scheint es mir reichlich fr\u00fch, \u2013 oder viel zu sp\u00e4t.\u00bb<a href=\"#_ftn124\" id=\"return-footnote-124\"><sup>[124]<\/sup><\/a> Gleichzeitig wies Sennhauser mit Recht darauf hin, dass das restaurierte Geb\u00e4ude schon allein dadurch eine besondere Stellung einnehme, weil dessen kostspielige Sanierung politisch \u00fcberhaupt durchgekommen sei.<a href=\"#_ftn125\" id=\"return-footnote-125\"><sup>[125]<\/sup><\/a> M\u00f6glicherweise waren es genau die eingegangenen Kompromisse, welche daf\u00fcr gesorgt haben, dass das Geb\u00e4ude bis zum heutigen Zeitpunkt als Seminargeb\u00e4ude fungieren kann. Das Geb\u00e4ude ist zu einem Zeitzeugnis der denkmalpflegerischen Bem\u00fchungen rund um die R\u00e4mistrasse geworden, welche heute ein anschauliches Bauerbe des 19. und 20. Jahrhunderts darstellt.\r\n\r\nDie anf\u00e4nglich kritische Stimmung gegen\u00fcber dem Institutsgeb\u00e4ude hat sich mittlerweile gelegt. Das Kunsthistorische und das Arch\u00e4ologische Institut sind an Ort und Stelle geblieben \u2013 die Aschenbecher der 1980er-Jahre sind hingegen verschwunden. Bis heute wird die Alte Augenklinik als Museum und Lehrgeb\u00e4ude genutzt, und viele Studierende sch\u00e4tzen die famili\u00e4re Stimmung in der Bibliothek oder bei den \u00abgr\u00fcnen\u00bb St\u00fchlen.<a href=\"#_ftn126\" id=\"return-footnote-126\"><sup>[126]<\/sup><\/a> (Abb. 52 und 53) Das Haus ist \u2013 wenn nicht gerade eine Pandemie w\u00fctet \u2013 belebt. (Abb. 54)\r\n\r\n[gallery link=\"file\" size=\"medium\" ids=\"561,562,563\"]\r\n\r\nDoch seit einigen Jahren lassen sich abermals Wanderungsbewegungen registrieren: Nachdem die P\u00e4dagogische Hochschule im Jahr 2012 ihren Standort in der alten Kantonsschule an der R\u00e4mistrasse 59 verlassen hatte, wurde das Geb\u00e4ude von der Universit\u00e4t \u00fcbernommen und saniert. 2015 konnte ein Teil des wachsenden Kunsthistorischen Instituts sowie die Bibliothek der Ostasiatischen Kunstgeschichte die neuen R\u00e4umlichkeiten beziehen.<a href=\"#_ftn127\" id=\"return-footnote-127\"><sup>[127]<\/sup><\/a> Die Zukunft der beiden verbleibenden Institutsbibliotheken wird aktuell (2021) im Rahmen eines grossen Zentralisierungsprojektes besprochen.\r\n\r\n<strong>Ein Palast f\u00fcr das Auge<\/strong><strong> \u2013 viel betrachtet und doch selten dokumentiert<\/strong>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_564\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-300x225.jpg\" alt=\"Einger\u00fcstetes Institutsgeb\u00e4ude w\u00e4hrend den Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchling 2021\" class=\"wp-image-564 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> Abb. 55: Einger\u00fcstetes Institutsgeb\u00e4ude w\u00e4hrend den Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchling 2021. Hier ist der 1984 aufgestockte und neu gestaltete Dachaufbau mit den neuen Oberlichtern und den beiden kleinen Innenh\u00f6fen gut zu sehen. <br \/>Foto: Nadia Pettannice.[\/caption]\r\n\r\nIm Jubeljahr 2021 steht das Geb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 ganz im Zeichen einer neuerlichen Sanierung, die sich bis Anfang 2022 hinzog. (Abb. 55) Betroffen sind sowohl die Aussenfassade als auch das Innere, wo es insbesondere um die Erneuerung und Ert\u00fcchtigung der elektrischen Leitungen, der Schliessanlagen, der Wandverputze, B\u00f6den, Fenster, T\u00fcren und Beleuchtung geht.<a href=\"#_ftn128\" id=\"return-footnote-128\"><sup>[128]<\/sup><\/a> Mit Jahresbeginn 2022 erstrahlt das Geb\u00e4ude in neuem Glanz.\r\n\r\nBei der R\u00e4mistrasse 73 handelt es sich um ein durchg\u00e4ngig belebtes Baudenkmal. \u00abWir k\u00f6nnen die St\u00e4dte nicht zu Museen machen\u00bb, hiess es w\u00e4hrend des Abstimmungskampfes zum Renovationskredit.<a href=\"#_ftn129\" id=\"return-footnote-129\"><sup>[129]<\/sup><\/a> Die Umnutzung der ehemaligen Augenklinik beweist, dass dieses Kunstst\u00fcck tats\u00e4chlich m\u00f6glich ist. Webers einstiger Spitalbau funktioniert dank der Transformation durch von Meyenburg heute derart gut als Hauptsitz f\u00fcr die Z\u00fcrcher Kunstwissenschaft und die Klassische Arch\u00e4ologie, dass die Erinnerung an seine klinische Vergangenheit weitgehend verblasst ist.\r\n\r\nAuch das Universit\u00e4tsspital, die ETH und die Universit\u00e4t ruhen heute ganz selbstverst\u00e4ndlich an ihrem Standort. Sie sind schon l\u00e4ngst in das organische Gef\u00fcge der Stadt eingewachsen. Dabei wird schnell \u00fcbersehen, dass im Zuge der Baulust des 19. Jahrhunderts ein ganz anderes Z\u00fcrich h\u00e4tte entstehen k\u00f6nnen. Genauso unterschiedlich gestaltet sich auch die Wahrnehmung bestimmter Bauten, die immer auch in ihrer Zeit verankert ist. Niemand w\u00fcrde heute noch auf die Idee kommen, den Palazzo an der R\u00e4mistrasse 73 mit einer amerikanischen Schnellimbisskette zu vergleichen. Die Diskurse und Bed\u00fcrfnisse haben sich verschoben.\r\n\r\nDies ist eine wichtige Erkenntnis, wenn es um denkmalpflegerische Aufgaben geht. <em>Die<\/em> Vergangenheit l\u00e4sst sich nicht konservieren, da sie nicht im Singular vorhanden ist. Es stellt sich daher die Frage, welcher Aspekt und welcher Moment der Vergangenheit uns aus heutiger Perspektive als erhaltenswert erscheinen und weshalb. Gerade die grossen Spitalbauten stellen diesbez\u00fcglich f\u00fcr die Denkmalpflege eine besondere Herausforderung dar, da sie bis heute genutzt werden, ihre urspr\u00fcngliche Struktur aus betrieblicher Sicht aber oft nicht den heutigen Spitalbed\u00fcrfnissen entspricht und deshalb nicht erhalten werden kann. Eine gute Dokumentation wird damit zum zentralen Anliegen. Aus sozialhistorischer Perspektive ist es in diesen F\u00e4llen zu w\u00fcnschen, dass bei der Dokumentation auch Fotografien vom Normalbetrieb solcher \u00f6ffentlichen Bauten vermehrt ber\u00fccksichtigt werden.\r\n\r\nNur wenige Fotografien aus der Augenklinik sind erhalten geblieben und k\u00fcrzlich bei Inventarisierungsarbeiten wiederentdeckt worden. Sie sind die einzigen erhaltenen Bildzeugnisse, die uns heute einen Eindruck vom Innenleben der Klinik verschaffen. Erstaunlicherweise existieren vom Lehr- und Forschungsbetrieb am Kunsthistorischen Institut ebenfalls kaum Fotografien im Universit\u00e4tsarchiv. In einer Zeit, wo hochaufl\u00f6sende Kameras in jedem Mobiltelefon integriert sind, ist es ein Leichtes, den Alltag am Institut zu dokumentieren. Schwieriger ist es allerdings, dies systematisch zu tun und eine Auswahl dieser Fotografien den Archiven zukommen zu lassen. Hier braucht es grunds\u00e4tzlich den Willen der jeweiligen Institute und ihrer Exponent:innen, aktiv zur eigenen Erinnerungskultur beizutragen und daf\u00fcr zu sorgen, dass eine Auswahl von Fotografien von besonderen Veranstaltungen, Exkursionen und dem Alltag gesammelt und systematisch abgelegt werden.\r\n\r\nSollten in den Alben und Fotokisten oder auf den Festplatten der Lesenden noch Bildzeugnisse vom Lehrbetrieb oder dem Institutsgeb\u00e4ude vorhanden sein, dann handelt es sich um echte Rarit\u00e4ten, die am Institut eine dankbare Abnehmerschaft finden d\u00fcrften.\r\n\r\n<hr \/>\r\n&nbsp;\r\n<h5>Anhang<\/h5>\r\n<div class=\"anhang\">StAZH, Z 70.1966 \u00abR\u00e4mistrasse 73 (Alte Augenklinik), Arch\u00e4ologisches Institut mit Sammlung und kunsthistorisches Seminar. Allgemeine Akten\u00bb Gotthard Jedlicka: Betrifft die Verlegung des kunstgeschichtlichen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik, 12. November 1949<\/div>\r\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">I<\/p>\r\n\r\n<div class=\"anhang\">Die gegenw\u00e4rtigen Raumverh\u00e4ltnisse im kunsthistorischen Seminar sind so ung\u00fcnstig, dass fast die H\u00e4lfte der wertvollen Bibliothek und die ganze reichhaltige Photothek (Bibliothek und Photothek zum gr\u00f6ssten Teil Schenkungen und Verm\u00e4chtnisse der Professoren Konrad Escher und Heinrich W\u00f6lfflin) praktisch f\u00fcr den Seminarbetrieb \u00fcberhaupt nicht in Frage kommen. Fachkollegen aus dem Ausland, die unser Seminar besichtigen, \u00e4ussern immer wieder ihr Befremden dar\u00fcber, dass die kunstgeschichtliche Disziplin mit so beschr\u00e4nkten R\u00e4umlichkeiten auskommen muss. Durch die Umsiedlung des kunsthistorischen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik des Kantonsspitals Z\u00fcrich, die ja schon seit einiger Zeit geplant ist, k\u00f6nnten alle Misst\u00e4nde [sic] behoben werden \u2013 und w\u00e4re zugleich auch, nach unserer festen Ueberzeugung, die M\u00f6glichkeit einer gedeihlichen Entwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte gesichert.<\/div>\r\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">II<\/p>\r\n\r\n<table style=\"font-size: 0.75em; margin-left: 6px; margin-bottom: 10px;\" width=\"75%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td width=\"75%\">Die Sachlage stellt sich folgendermassen dar:<\/td>\r\n<td width=\"25%\"><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Platzbed\u00fcrfnis f\u00fcr die Bibliothek im gegenw\u00e4rtigen Ausmass:<\/td>\r\n<td>120 m2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Platzbed\u00fcrfnis f\u00fcr die Photothek im gegenw\u00e4rtigen Ausmass:<\/td>\r\n<td>36 m2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Wandschr\u00e4nke f\u00fcr B\u00fcromaterialien, wertvolle Publikationen,\r\ndie verschlossen aufbewahrt werden m\u00fcssen, usw., Wandtafeln<\/td>\r\n<td>20 m2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Gesamtes Platzbed\u00fcrfnis<\/td>\r\n<td>176 m2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<div class=\"anhang\">Bei einer Anordnung der B\u00fccher und der Photothek in Gestellen von 2 m H\u00f6he, die es erm\u00f6glicht, auch noch Bilder und grosse Photographien aufzuh\u00e4ngen, die dem kunstgeschichtlichen Unterricht als st\u00e4ndiges Anschauungsmaterial zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssen, wenn dieser fruchtbringend gestaltet werden soll, betr\u00e4gt das Minimalbed\u00fcrfnis nach dem heutigen Stand der Bibliothek und Photothek (156 : 2) = 78 Laufmeter, wobei die notwendige Wandfl\u00e4che f\u00fcr B\u00fcromaterialien, Wandtafeln usw. nicht ber\u00fccksichtigt ist.<\/div>\r\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">III<\/p>\r\n\r\n<div class=\"anhang\">Im zweiten Stockwerk der Augenklinik kommen f\u00fcr das kunstgeschichtliche Seminar folgende R\u00e4ume in Frage: 39, 40, 41, 41a, 42, 43, 44, 45, 46, 47 [vgl. Abb. 56 und Abb. 57]. Wir schlagen vor, sie in der folgenden Weise aufzuteilen:\r\n1) Raum f\u00fcr Seminar\u00fcbungen, welche Bibliothek und Photothek voraussetzen: (an diesen Uebungen nehmen, laut Frequenzverzeichnis, bis zu 45 Studenten teil). Dieser Seminarraum kann dadurch geschaffen werden, dass man die d\u00fcnne Wand zwischen 42 und 43 aufhebt, wodurch ein Raum mit einer Bodenfl\u00e4che von 55 m2 entsteht (40 m2 plus 15 m2). Die Schaffung eines solchen Seminarraums bringt zugleich eine f\u00fchlbare Entlastung f\u00fcr das Kollegiengeb\u00e4ude.\r\n2) In den R\u00e4umen 44, 45, 46, 47, in denen gesamthaft etwa 60 Laufmeter Wand zur Verf\u00fcgung stehen, kann die eigentliche Bibliothek (die bei 2 m H\u00f6he der B\u00fcchergestelle) zuf\u00e4lligerweise gerade 60 Laufmeter Wand beansprucht, untergebracht werden. Diese R\u00e4ume k\u00f6nnen zugleich auch als Arbeitsr\u00e4ume f\u00fcr die Dissertanden und Studenten dienen. Da die R\u00e4ume zum Teil sehr klein sind, k\u00f6nnen darin allerdings etwa nur 8\u201310 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden.\r\n3) Durch die Umwandlung der R\u00e4umlichkeiten 40, 41, 41a (in denen gegenw\u00e4rtig Bad, Abort und Teek\u00fcche der Privatabteilung der Augenklinik untergebracht sind), in einen einzigen Raum von 29 m2 Bodenfl\u00e4che mit ungef\u00e4hr 14 Laufmeter Wand, wird auch die M\u00f6glichkeit geschaffen, die kostbare Photothek unterzubringen (Platzbed\u00fcrfnis: 15 Laufmeter).\r\n4) Die drei R\u00e4ume 39 (18 m2), 51 (13 m2), 50 (18 m2), durchwegs sehr kleine R\u00e4ume also, kommen als Sprechzimmer, B\u00fcrozimmer, Arbeitsraum f\u00fcr die Dozenten und Assistenten in Frage (in der kunstgeschichtlichen Disziplin unterrichten gegenw\u00e4rtig 5 Dozenten (1 Ordinarius, 1 Extraordinarius, 3 Privatdozenten).<\/div>\r\n<div class=\"anhang\">Aus dieser Dispositionsskizze ergibt sich, dass der vorhandene Raum gerade gen\u00fcgt, um die dringendsten Raumbed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Die gedeihliche Entfaltung des kunsthistorischen Seminars f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte w\u00e4re aus den folgenden Gr\u00fcnden aber trotzdem gesichert:\r\na) Ausbau der B\u00fcchergestelle von 2 m auf 3 m H\u00f6he, was erlauben wird, weitere 60 m2 [sic] B\u00fccher unterzubringen,\r\nb) Einbeziehung des Korridors und der Korridorw\u00e4nde in das kunsthistorische Seminar, was dadurch geschehen kann, dass man die beiden Treppenzug\u00e4nge abschliesst.[gallery columns=\"2\" size=\"medium\" link=\"file\" ids=\"565,567\"]\r\n\r\n<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>\r\n\r\n<hr \/>\r\n&nbsp;\r\n<\/div>\r\n<div><\/div>\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[1] Dieser Aufsatz basiert auf einer praxisorientierten Semesterarbeit, welche die Autorin im Fr\u00fchjahressemester 2020 im Rahmen des Studiums der Mittelalterarch\u00e4ologie verfasst und Prof. Carola J\u00e4ggi vorgelegt hat. Der Schwerpunkt der urspr\u00fcnglichen Arbeit lag auf der medizinhistorischen W\u00fcrdigung der urspr\u00fcnglichen Spitalbauten. Ein verk\u00fcrzter Artikel dieser Arbeit erschien in Kunst + Architektur in der Schweiz, Nr. 1 (2021), S. 52\u201359. <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Dazu grundlegend: Bonin, Eva: Spezialkliniken im 19. Jahrhundert. Ausdruck der Suche nach einer eigenen Identit\u00e4t eine Studie am Beispiel von Augenheilanstalten zwischen 1850 und 1918 (Studien zur Geschichte des Krankenhauswesens Band 34), Herzogenrath 1994. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[3] Die Gemeinde Fluntern war bis 1893 selbstst\u00e4ndig. <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[4] Vgl. Schmid, Bruno: \u00abUstertag\u00bb, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 14.01.2014, <a href=\"https:\/\/hls-dhs-dss.ch\/de\/articles\/017230\/2014-01-14\/\">https:\/\/hls-dhs-dss.ch\/de\/articles\/017230\/2014-01-14\/<\/a> (aufgerufen am 7. Juni 2022). <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[5] Vgl. Barraud, Christine et. al.: Die Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich, N.A. Bd. V: Die Stadt Z\u00fcrich V: Die \u00abAusgemeinden\u00bb der Stadt Z\u00fcrich bis 1860 (Die Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz Bd. 121), Bern 2012, S. 194\u2013195. <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Vgl. Hauser, Andreas\/Gubler, Hans-Martin: Die R\u00e4mistrasse Z\u00fcrich, in: Tagesanzeiger Magazin, 2. Januar 1973, S. 10\u201316. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[7] Der Begriff <em>Quartier Latin<\/em> tauchte schon bei der Debatte um den geeigneten Standort des Polytechnikums im Intelligenzblatt der Stadt und Landschaft Z\u00fcrich vom 26. Juni 1875 auf. Vgl. Weidmann, Dieter: Gottfried Sempers \u00abPolytechnikum\u00bb in Z\u00fcrich. Ein Heiligtum der Wissenschaften und K\u00fcnste, 2 Bde., Bd. 1, Z\u00fcrich 2010, S. 468. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[8] Vielerorts opponierten die leitenden Chirurgen heftig gegen eine Abspaltung der Augenheilkunde, da sie damit erheblich an Einfluss verloren und einen grossen Teil ihres Lehrauftrags an eine neue Konkurrenz abtreten mussten. Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 15\u201316. <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Vgl. Gloor, Balder: Geschichte der Universit\u00e4ts-Augenklinik Z\u00fcrich, in: 150 Jahre Universit\u00e4ts-Augenklinik Z\u00fcrich. R\u00fcckblick, Augenblick, Ausblick, hrsg. v. Klara Landau und Christoph Amstutz, Bottighofen 2012, S. 64\u201399. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[10] RRB vom 8. M\u00e4rz 1862, Nr. 354, S. 525\u2013530 (StAZH MM 2.155 RRB 1862\/0355). <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[11] Vgl. Bandle, Raymond: Baugeschichte der vier Standorte der Augenklinik, in: Landau\/Amstutz 2012 (wie Anm. 9), S. 100\u2013101. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[12] Protokoll des Kantonsspitals vom 10. Januar 1889, Nr. 959a (StAZH SS 26). <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[13] Die Bezeichnung Kantonsbaumeister wurde um 1900 synonym zum Begriff Bauinspektor verwendet. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\"><\/a>[14] Das Pathologische Institut sowie die Poliklinik sind nicht erhalten geblieben. <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\"><\/a>[15] Vgl. Hauser, Andreas: Das kantonale Bauamt 1798\u20131895 (Kleine Schriften zur Z\u00fcrcher Denkmalpflege Band 4), Z\u00fcrich 2001, S. 137<strong>\u2013<\/strong>139. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\"><\/a>[16] Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 128. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\"><\/a>[17] Wahl Otto Weber, 3. Mai 1876 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\"><\/a>[18] Hauser hat die st\u00e4ndigen Bem\u00fchungen Webers f\u00fcr eine Lohnerh\u00f6hung ausf\u00fchrlich aufgearbeitet. Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 132<strong>\u2013<\/strong>137. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\"><\/a>[19] Am 3. August 1885 erreichte ein erbostes Schreiben der Direktion des Sanit\u00e4tswesens Otto Webers Vorgesetzten. Ein Krankenw\u00e4rter vom Pockenspital beschuldigte Weber, dass dieser in angetrunkenem Zustand im Spital erschienen sei und sich verbotenerweise einer isolierten Patientin gen\u00e4hert habe. Obwohl er vom W\u00e4rter sofort auf das Besuchsverbot hingewiesen worden sei, weigerte sich Weber, das Krankenzimmer zu verlassen, und musste \u00abmit einiger Gewalt entfernt [...] und danach dann desinfiziert\u00bb werden. Unmittelbar nach der Wegweisung habe sich Weber erneut Zutritt zum Krankenzimmer verschafft und musste nochmals hinaus eskortiert werden. Vgl. Abschrift der Beschwerde eines W\u00e4rters des Pockenspitals \u00fcber Otto Weber, eingesendet durch die Direktion des Sanit\u00e4tswesens, 3. September 1885 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\"><\/a>[20] \u00abSchon fr\u00fcher wurden wiederholt Klagen laut, weil nicht nur der Bauinspektor Herr Weber, allt\u00e4glich den Staatkeller besuche, sondern oft noch andere Leute in diese einf\u00fchre, bei welchem Anlass dann getrunken werde. Die Direktion hat Herr Weber wiederholt hier\u00fcber zu Rede gestellt, es scheinen aber diese Mahnungen keine Fr\u00fcchte getragen zu haben.\u00bb Vgl. Verf\u00fcgung von Regierungsrat Heinrich Wipf, 1. Juni 1893 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a> <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\"><\/a>[21] 1895 erhielt Weber abermals eine Abmahnung. Die Staatskellerei Z\u00fcrich existierte seit 1862 und versorgte die Spit\u00e4ler und Anstalten mit Wein. Vgl. Verf\u00fcgung von Regierungsrat Heinrich Wipf, 1. Juni 1893. (StAZH V II 3.1) <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\"><\/a>[22] Das der R\u00fccktritt im Interesse des Hochbauamts war, zeigt folgender Bericht des Direktors: \u00abSchon seit einiger Zeit hat es sich gezeigt und je l\u00e4nger je mehr herausgestellt, dass Herr Otto Weber, der seit 20 Jahren die Stelle eines Staatsbauinspektors bekleidet, den Anforderungen seiner Stelle nicht mehr zu gen\u00fcgen vermag. Herr Weber ist selbst zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass eine \u00c4nderung in seinem Anstellungsverh\u00e4ltnis sowol [sic!] f\u00fcr ihn als auch f\u00fcr den Staat w\u00fcnschenswert sei.\u00bb RRB vom 31. Dezember 1895, Nr. 2166, S. 631 (StAZH MM 3.9 RRB 1895\/2166). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\"><\/a>[23] Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 140<strong>\u2013<\/strong>142. <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\"><\/a>[24] RRB vom 23. M\u00e4rz 1889, Nr. 567, S. 116<strong>\u2013<\/strong>117 (StAZH MM 3.3. RRB 1889\/0567). <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\"><\/a>[25] Hochbauprotokoll vom 30. Januar 1891, Nr. 284 (StAZH VV II 1). <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\"><\/a>[26] \u00abBei der Anfertigung des Entwurfes wurde darauf Werth gelegt, diesem Geb\u00e4ude einen architektonisch stylgerechten &amp; h\u00fcbschen Ausdruck zu verleihen. Hierbei ist man f\u00fcr eine Spitalbaute allerdings etwas luxuri\u00f6s verfahren. Massgebend hierf\u00fcr war die sch\u00f6ne, ringsum freie &amp; verkehrsreiche Lage in unmittelbarer N\u00e4he des Polytechnikums &amp; der Hochschule.\u00bb Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Sanit\u00e4tswesens vom 25. Juni 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\"><\/a>[27] \u00abAls bestes Projekt muss ich No. I bezeichnen, denn es ist tadellos, sowohl vom medizinischen wie auch vom \u00e4sthetischen Standpunkt aus. Diese Fa\u00e7ade bringt in gl\u00fccklichster Weise die innere Eintheilung auch \u00e4usserlich zum Ausdruck, sie ist nicht langweilig, sondern sch\u00f6n belebt, ohne irgendwie zu reich oder \u00fcberladen zu sein. Sie ist einfach und dabei doch ausdrucksvoll und entspricht nach meinem Gef\u00fchl dem Zwecke des Geb\u00e4udes weitaus am besten.\u00bb RRB vom 14. September 1982, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn28\"><\/a>[28] RRB vom 14. September 1892, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-28\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 28\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn29\"><\/a>[29] Hauser sieht in Form der abgestuften Seitenfl\u00fcgel Elemente des Winterthurer Stadthauses in der Augenklinik verwirklicht, ohne das Argument allerdings zu vertiefen. \u00c4hnlichkeiten bestehen bei der Gestaltung der Seitenfassaden und auch bei der Relation zwischen Fl\u00fcgel und Mittelbau. Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 141. <a href=\"#return-footnote-29\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 29\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn30\"><\/a>[30] Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 100\u2013101. <a href=\"#return-footnote-30\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 30\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn31\"><\/a>[31] Vgl. Blaser-Meier, Susanna: Kunsthistorisches Institut. R\u00e4mistrasse 73, Z\u00fcrich 2016, S. 1\u20135. <a href=\"#return-footnote-31\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 31\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn32\"><\/a>[32] Vgl. Amsler, Marc: Chronik der Z\u00fcrcher Augenklinik, in: Z\u00fcrcher Spitalgeschichte, hrsg. v. Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich, Z\u00fcrich 1951, S. 353\u2013364. <a href=\"#return-footnote-32\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 32\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn33\"><\/a>[33] \u00abAnl\u00e4sslich des Baues der neuen Augenklinik ergab sich, dass dieselbe von Herrn Professor Haab bezogen &amp; von ihm \u00fcber dieselbe verf\u00fcgt wurde, bevor die Bauten eigentlich vollendet waren. Wir wissen nicht, ob er hiezu von der Sanit\u00e4tsdirektion erm\u00e4chtigt war. [...]\u00bb Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Inneren, 22. Mai 1896 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-33\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 33\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn34\"><\/a>[34] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-34\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 34\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn35\"><\/a>[35] \u00abMusste das nun sein, so fr\u00e4gt sich jeder, ist das nun die L\u00f6sung, wie das Polytechnikum nach S\u00fcdwest hin flankiert werden soll? Nach S\u00fcdost baut der Kanton seine pomp\u00f6se Augenklinik, nach S\u00fcdwesten l\u00e4sst die Stadt oder wer weiss sonst einen Bau entstehen, der wohl den Blinden nicht bel\u00e4stigen, aber dem Sehenden sagen wird, dass an Limmatathen wohl die Limmat echt ist, aber nicht das Athen. Musste das so sein?\u00bb, in: NZZ, 1. September 1894, S. 7. <a href=\"#return-footnote-35\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 35\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn36\"><\/a>[36] Aus den Verhandlungen des Kantonsrats, in: NZZ, 29. April 1895. <a href=\"#return-footnote-36\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 36\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn37\"><\/a>[37] RRB vom 14. September 1892, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-37\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 37\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn38\"><\/a>[38] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-38\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 38\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn39\"><\/a>[39] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 173. <a href=\"#return-footnote-39\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 39\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn40\"><\/a>[40] Viele Spitalbauten zu jener Zeit verf\u00fcgten \u00fcber einen reich durchfensterten Seitenkorridor, der sich gut L\u00fcften liess. Bei der Augenklinik war dies aufgrund er Lage des Grundst\u00fccks nicht m\u00f6glich, sodass auf ein Mittelkorridor zur\u00fcckgegriffen wurde. Die Lichtf\u00fchrung wurde im Obergeschoss durch grosse Nord- und S\u00fcdfenster, sowie einem Balkon und zwei Oberlichtfenster bewerkstelligt. Vgl. Haab, Otto: Die kantonale Augenklinik, in: Die Gesundheits- und Wohlfahrtspflege der Stadt Z\u00fcrich. von den st\u00e4dtischen Beh\u00f6rden dargebotene Festschrift, hrsg. v. Fedor Erisman, Z\u00fcrich 1909, S. 252\u2013256. <a href=\"#return-footnote-40\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 40\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn41\"><\/a>[41] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 53\u201355. <a href=\"#return-footnote-41\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 41\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn42\"><\/a>[42] Die \u00d6ffnung des Raumes erfolgte erst im Zuge der Umnutzung durch die Arch\u00e4ologie und das Kunsthistorische Institut. <a href=\"#return-footnote-42\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 42\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn43\"><\/a>[43] Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 92. <a href=\"#return-footnote-43\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 43\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn44\"><\/a>[44] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 105\u2013107. <a href=\"#return-footnote-44\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 44\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn45\"><\/a>[45] Inventar der Augenklinik, 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-45\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 45\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn46\"><\/a>[46] Vgl. Haab 1909 (wie Anm. 40), S. 255. <a href=\"#return-footnote-46\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 46\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn47\"><\/a>[47] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 113. <a href=\"#return-footnote-47\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 47\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn48\"><\/a>[48] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 108. <a href=\"#return-footnote-48\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 48\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn49\"><\/a>[49] Dies geht aus der Inventarliste von Otto Haab hervor. Er bestellte n\u00e4mlich neben Kaninchenst\u00e4llen auch 30 Stative zur Fixierung der Tiere. Inventar der Augenklinik, 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-49\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 49\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn50\"><\/a>[50] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 128\u2013129. <a href=\"#return-footnote-50\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 50\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn51\"><\/a>[51] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 29. <a href=\"#return-footnote-51\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 51\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn52\"><\/a>[52] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 98\u201399. <a href=\"#return-footnote-52\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 52\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn53\"><\/a>[53] Vgl. Haab, Otto: Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, M\u00fcnchen 1904 (Atlas und Grundriss der gesamten Augenheilkunde Band 31), S. 1\u20139. <a href=\"#return-footnote-53\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 53\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn54\"><\/a>[54] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-54\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 54\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn55\"><\/a>[55] Vgl. Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 7. <a href=\"#return-footnote-55\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 55\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn56\"><\/a>[56] Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 9. <a href=\"#return-footnote-56\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 56\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn57\"><\/a>[57] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 119. <a href=\"#return-footnote-57\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 57\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn58\"><\/a>[58] \u00abJedem Staroperierten und auch den Glaukompatienten sollte die zwangsweise Ruhe der ersten Zeit nach der Operation dadurch ertr\u00e4glich gemacht werden, dass er eine elektrische Klingel in die Hand bekommt; dann wird er, namentlich wenn beide Augen zugebunden werden, weniger in jene Angst geraten, die vielleicht manchmal den bekannten postoperativen Delirien ruft. [sic]\u00bb Vgl. Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 5. <a href=\"#return-footnote-58\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 58\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn59\"><\/a>[59] Augenklinik M\u00f6blierung \u2013 Tapezierarbeiten, undatiert (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-59\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 59\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn60\"><\/a>[60] Brief von Professor Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kanton Z\u00fcrich vom 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-60\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 60\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn61\"><\/a>[61] RRB vom 14. Mai 1887, Nr. 908 (StAZH MM 2.256 RRB 1887\/0908). <a href=\"#return-footnote-61\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 61\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn62\"><\/a>[62] Unter Professor Vogt erreichte die Klinik um 1926 sogar 900 Hospitalisationen. Die stetige Steigerung l\u00e4sst sich allerdings auch dadurch erkl\u00e4ren, dass die Aufenthaltsdauer der Patienten sich vermutlich stetig verk\u00fcrzte. Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 92. <a href=\"#return-footnote-62\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 62\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn63\"><\/a>[63] Brief von Prof. Sidler an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 23. Juni 1920 (StAZH S 188.47). <a href=\"#return-footnote-63\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 63\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn64\"><\/a>[64] Brief der Direktion des Gesundheitswesens an die Direktion der \u00f6ffentlichen Bauten, 10. Juli 1919 (StAZH S 188.37).<a href=\"#return-footnote-64\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 64\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn65\"><\/a>[65] Erst 1920 nahm Haabs Nachfolger, Professor Sidler, die Idee wieder auf. Eine Aufstockung kam aber nach wie vor nicht in Frage. Als L\u00f6sung wurde vom Hochbauamt stattdessen vorgeschlagen, f\u00fcnf Schwesternzimmer im 130m\u00b2 grossen Raum im Untergeschoss einzubauen. Vgl. Stellungnahme der Baudirektion zu den beantragten Schwesternzimmern, 21. September 1920 (StAZH S 188.47). <a href=\"#return-footnote-65\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 65\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn66\"><\/a>[66] Da es sich bei dem Vorfall weder um einen Arbeitsunfall noch um eine Berufskrankheit handelte, wurde die Krankenschwester nicht \u00fcber die Haftpflichtversicherung entsch\u00e4digt. Der Regierungsrat entschloss sich aber aus Kulanz zur Zahlung eines kleinen Beitrags, zumal Schwester Labhard ihren Dienst nicht quittierte, sondern weiterhin f\u00fcr die Augenklinik weiterarbeitete. RRB vom 8. Dezember 1903, Nr. 1847 (StAZH MM 3.18 RRB 1904\/1847). <a href=\"#return-footnote-66\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 66\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn67\"><\/a>[67] Die Patientenstatistiken stehen noch unter der Schutzfrist und k\u00f6nnen daher noch nicht eingesehen werden. Von einem Kind ist allerdings dokumentiert, dass es nach 135 Tage aus der Klinik entlassen wurde. Vgl. Der B\u00fcrgerrat von Unter\u00e4geri an den Regierungsrat des Kantons Zug betreffend Elisa Iten, 25. Februar 1903 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-67\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 67\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn68\"><\/a>[68] Die Patient:innen \u00absind sehr grosse Zeiten sich selbst \u00fcberlassen. Sie pflegen dann diese Zeit mit Jassen auszuf\u00fcllen. Oft stehen sie auch sonst herum und es ist f\u00fcr das Pflegepersonal keine leichte Sache Disciplin zu halten.\u00bb Vgl. Brief der Assistenz\u00e4rztin Adrienne K\u00e4gi an die Aufsichtskommission des Kantonsspitals, 24. August 1921 (StAZH S 187.23). <a href=\"#return-footnote-68\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 68\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn69\"><\/a>[69] Diese Annahme geht aus einer Anschuldigung hervor, die gegen\u00fcber der Augenklinik erhoben wurde. Haab und die Krankenschwester bestritten den Sachverhalt, dass allerdings Arbeiten von Patient:innen ausgef\u00fchrt werden, wurde nicht negiert. \u00abNach Angabe der Elise Iten habe die Krankenschwester Katharina dieselbe einmal beauftragt, den ganzen Boden des Saales Nr. 23 (soll wohl heissen Nr. 32, Kindersaal) mit Stahlsp\u00e4hnen abzureiben (blochen), kleinere Partien \u00f6fters. In der Nacht habe sie 2\u20133 mal aufstehen m\u00fcssen, um kleinere Patienten zu beruhigen, w\u00e4hrend die Krankenschwester sich nicht von ihrem Ruhelager erhoben habe.\u00bb RRB vom 11. Juni 1903, Nr. 991 (StAZH MM 3.17 RRB 1903\/0991). <a href=\"#return-footnote-69\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 69\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn70\"><\/a>[70] Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 224\u2013237. <a href=\"#return-footnote-70\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 70\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn71\"><\/a>[71] Sp\u00e4tere Pl\u00e4ne zeigen, wie die Innengliederung und Funktionen der einzelnen R\u00e4ume immer wieder den aktuellen medizinischen Bed\u00fcrfnissen angepasst wurden. So wurde der Raum neben dem Operationssaal bereits um 1901 als Vorbereitungszimmer umfunktioniert und im Dachgeschoss eine Privatabteilung eingerichtet. Insbesondere der Verwaltungsbereich im Erdgeschoss nahm zudem immer mehr Platz ein. <a href=\"#return-footnote-71\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 71\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn72\"><\/a>[72] Vgl. Haab 1909 (wie Anm. 40), S. 254\u2013255. <a href=\"#return-footnote-72\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 72\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn73\"><\/a>[73] Brief von Professor Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kanton Z\u00fcrich vom 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-73\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 73\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn74\"><\/a>[74] Bericht zum Projekt des Vivariums zum zoolg. Institut, 27. M\u00e4rz 1913 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-74\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 74\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn75\"><\/a>[75] Brief von Otto Haab an die Gesundheitsdirektion des Kantons Z\u00fcrich betreffend Tierstallungen, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-75\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 75\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn76\"><\/a>[76] Die Stallungen wurden erst um 1980 entfernt, als das Zoologische Institut auf den Campus Irchel umzog. Besprechungsnotiz Hochbauamt, 4. M\u00e4rz 1980 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73).<a href=\"#return-footnote-76\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 76\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn77\"><\/a>[77] Vgl. Hescheler, Karl: Das Zoologische Institut, [Z\u00fcrich] 1914, S. 122\u2013123. <a href=\"#return-footnote-77\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 77\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn78\"><\/a>[78] Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Gesundheitswesens, 15. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-78\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 78\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn79\"><\/a>[79] Weiter schrieb er: \u00abSo habe ich denn auch dieser Augenklinik beim Entwurf der Pl\u00e4ne Licht und Luft gegeben so viel als irgend m\u00f6glich war und nicht viele Institute derart sind in gleicher Weise g\u00fcnstig versorgt. Die Z\u00fcrcher Augenklinik war in dieser Richtung vorbildlich und die zahlreichen \u00c4rzte aller Herren L\u00e4nder, welche diese Klinik schon besucht haben, pflegten stets mit hoher Befriedigung die vorz\u00fcglichen Luft- und Lichtverh\u00e4ltnisse zu preisen, \u00fcber die wir verf\u00fcgten. Leider ist das jetzt anders geworden.\u00bb Brief Otto Haabs an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-79\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 79\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn80\"><\/a>[80] Brief Otto Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-80\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 80\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn81\"><\/a>[81] Ebd. <a href=\"#return-footnote-81\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 81\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn82\"><\/a>[82] Die Bezeichnung des Baulandes als Unkrautacker ist eine metaphorische Verbiegung Haabs. Der Wert des Baulandes war schon damals wohlbekannt. <a href=\"#return-footnote-82\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 82\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn83\"><\/a>[83] Vgl. St\u00e4dtebaulich nicht zu verantworten. Das Bauprojekt der Universit\u00e4t zwischen \u00abSchanzenberg\u00bb und Kollegiengeb\u00e4ude, in: NZZ, 1. Dezember 1981. <a href=\"#return-footnote-83\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 83\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn84\"><\/a>[84]Zuerst wurde daf\u00fcr sogar ein neuer Standort in der N\u00e4he des Burgh\u00f6lzlis ins Auge gefasst. Die Idee wurde aber nicht umgesetzt, stattdessen wurde das alte Kantonsspital sukzessive zur\u00fcck- und die neuen Strukturen aufgebaut. Vgl. Bandle 2012 (wie Anm. 11). <a href=\"#return-footnote-84\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 84\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn85\"><\/a>[85] Die Planung war zu diesem Zeitpunkt jedoch derart fortgeschritten, dass die Augenklinik wieder auf mehrere Trakte verteilt werden musste. Zur Entlastung des Standorts am Kantonsspital erfolgte im Verlauf der 1960er-Jahre eine Expansion von Augenabteilungen ins Kantonsspital Winterthur und Z\u00fcrcher Stadtspital Triemli. Erst 1993 wurde die Augenklinik im Kantonsspital Z\u00fcrich r\u00e4umlich wieder zusammengef\u00fchrt und im Nordtrakt II untergebracht, wo sie sich bis heute befindet. Vgl. Bandle 2012 (wie Anm. 11), S. 100\u2013103. <a href=\"#return-footnote-85\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 85\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn86\"><\/a>[86] Gleichzeitig wehrte er sich gegen den permanenten Verlust des Lichthofes und forderte die Errichtung eines separaten Pavillons im Klinikgarten, da die Lichtverh\u00e4ltnisse in der Augenklinik f\u00fcr den Zeichenunterricht zu schlecht seien. <a href=\"#return-footnote-86\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 86\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn87\"><\/a>[87] Brief an Rektor Theophil Sp\u00f6rri betreffend Umbaupl\u00e4ne der Universit\u00e4t von Arnold von Salis, 19. November 1949 (StAZH Z 760.1966). <a href=\"#return-footnote-87\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 87\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn88\"><\/a>[88] Siehe dazu den einf\u00fchrenden Beitrag von Carola J\u00e4ggi. <a href=\"#return-footnote-88\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 88\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn89\"><\/a>[89] Brief an das Rektorat betreffend Verlegung des Kunstgeschichtlichen Seminars in die ehemalige Augenklinik von Gotthard Jedlicka, 12. November 1949 (StAZH Z 760.1966). <a href=\"#return-footnote-89\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 89\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn90\"><\/a>[90] RRB vom 17. Dezember 1953, Nr. 3393 (StAZH MM 3.87 RRB 1953\/339). <a href=\"#return-footnote-90\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 90\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn91\"><\/a>[91] KRP vom 8. Oktober 1952, Nr. 63 (StAZH MM 24.66 KRP 1952\/063\/0460). <a href=\"#return-footnote-91\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 91\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn92\"><\/a>[92] Entwurf Gutachten Baudirektion und Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 6. Dezember 1976 (StAZH Z 214.60). <a href=\"#return-footnote-92\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 92\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn93\"><\/a>[93] Es wurden einige Wand- und T\u00fcrdurchbr\u00fcche vorgenommen sowie einzelne T\u00fcren zugemauert. Ebenfalls erfolgte der Einbau einer Warmwasserheizung anstelle der alten Dampfheizung. Das gesamte Parterre wurde zum Museum f\u00fcr die Arch\u00e4ologische Sammlung umgestaltet. <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn94\"><\/a>[94] Vgl. Zur Wiederer\u00f6ffnung der Arch\u00e4ologischen Sammlung, in: NZZ, 20. November 1956. 1974 wurde mit \u00abDas Tier in der Antike\u00bb, die erste Sonderausstellung an der R\u00e4mistrasse 73 pr\u00e4sentiert. Vgl. Das Tier in der Antike. Zur Ausstellung in Z\u00fcrich, in: NZZ, 1. Oktober 1974. <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn95\"><\/a>[95] Einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Institute leistete der Hauswart. Er war laut Pflichtenheft nicht nur f\u00fcr die \u00d6ffnung und Schliessung sowie den Unterhalt des Geb\u00e4udes zust\u00e4ndig, sondern musste zus\u00e4tzlich die Arch\u00e4ologische Sammlung und das Verhalten der Besuchenden \u00fcberwachen, das Geb\u00e4ude bei Bedarf beflaggen, Museumseintritte kontrollieren und im Unterricht den Diaprojektor bedienen. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn96\"><\/a>[96] Entwurf Gutachten Baudirektion und Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 6. Dezember 1976 (StAZH Z 214.60). Dieser Erweiterungsplan wurde in der Folge zugunsten einer Neu\u00fcberbauung auf dem Strickhofareal verworfen. Es handelt sich um den heutigen Standort des Universit\u00e4tscampus Irchel. Vgl. Jahresbericht der Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1983\/84, S. 30. <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn97\"><\/a>[97] Hansj\u00f6rg Bloesch \u00e4nderte seine Meinung im Verlauf der Debatte und warb 1979 aktiv f\u00fcr den Erhalt des Geb\u00e4udes und den aktuellen Standort der Sammlung. Dies vermutlich auch deshalb, weil die urspr\u00fcnglichen Neubaupl\u00e4ne fallengelassen wurden und die Sammlung stattdessen auf den Campus Irchel h\u00e4tte verlegt werden sollen. Vgl. Gedanken zum Haus R\u00e4mistrasse 73, in: NZZ, 14. Februar 1979. <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn98\"><\/a>[98] Brief von Adolf Reinle an das Rektorat betreffend Seminargeb\u00e4ude vom 4. Juni 1971 (StAZH Z 70.1966). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn99\"><\/a>[99] Arch\u00e4ologische Sammlung der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\/Polizeianschluss, 13. September 1974 (StAZH Z 70.1966). <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn100\"><\/a>[100] Kantonsr\u00e4tliche Kommission \u00fcber die Restauration und den Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, 25. Juni 1978 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-100\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 100\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn101\"><\/a>[101] Hans von Meyenburg, Dokumentation \u00fcber den Zustand des Geb\u00e4udes, 15. M\u00e4rz 1976 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-101\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 101\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn102\"><\/a>[102] Vgl. Gross, Jean-Daniel: \u00c4chtung und Rehabilitation des Historismus in Z\u00fcrich. Der Wandel in der Rezeption historischer Architektur in der Stadt Z\u00fcrich von 1960 bis 1980 und seine Bedeutung aus Sicht der Denkmalpflege, in: ZAK 65 (2008), S. 231\u2013262, hier S. 261. <a href=\"#return-footnote-102\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 102\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn103\"><\/a>[103] Vgl. Gross 2008 (wie Anm. 102), S. 254\u2013256. <a href=\"#return-footnote-103\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 103\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn104\"><\/a>[104] Gross setzt den denkmalpflegerischen Kampf um den Erhalt des Hochschulquartiers in seinem Artikel im Jahr 1976 an, was aber angesichts der Intervention von Drack nicht zutrifft. <a href=\"#return-footnote-104\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 104\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn105\"><\/a>[105] Walter Drack, Besprechungsnotiz, 26. August 1970 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-105\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 105\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn106\"><\/a>[106] Bericht der Denkmalpflegekommission vom 6. August 1973 (KPD Akte R\u00e4mistrasse 13). Obwohl das Geb\u00e4ude unter Schutz gestellt wurde und die Denkmalpflege auch einen Subventionsantrag an den Bund stellte, wurde dieser abgelehnt, da der Bund damals mit finanziellen Engp\u00e4ssen zu k\u00e4mpfen hatte. Siehe: Ablehnung des Subventionsgesuches durch das Eidgen\u00f6ssische Amt f\u00fcr kulturelle Angelegenheiten, 2. November 1978 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-106\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 106\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn107\"><\/a>[107] Zur Renovation des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, unterschrieben von Prof H. P. Isler, Prof. A. Reinle, Prof. E. Maurer, undatiert (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-107\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 107\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn108\"><\/a>[108] In diesem Zusammenhang wird von der <em>Hotel Savoy-Methode<\/em> gesprochen, bei der das Prinzip offenbar zur Anwendung kam. Vgl. Kantonsr\u00e4tliche Kommission \u00fcber die Restauration und den Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, 11. August 1978 (StAZH Z 214.60).<a href=\"#return-footnote-108\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 108\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn109\"><\/a>[109] Der Nachlass von Hans von Meyenburg befindet sich im gta-Archiv der ETH. <a href=\"#return-footnote-109\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 109\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn110\"><\/a>[110] RRB Nr. 4078 vom 13. Aug. 1975 (StAZH MM 3.144 RRB 1975\/4078). <a href=\"#return-footnote-110\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 110\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn111\"><\/a>[111] Vgl. Kanton Z\u00fcrich. Direktion der \u00f6ffentlichen Bauten, Restauration und Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, Z\u00fcrich 1985, S. 5. <a href=\"#return-footnote-111\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 111\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn112\"><\/a>[112] Vgl. Blaser-Meier 2016 (wie Anm. 31), S. 1\u20135. <a href=\"#return-footnote-112\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 112\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn113\"><\/a>[113] Der Begriff trat u. a. direkt im Kontext des Abstimmungskampfes rund um den Renovationskredit f\u00fcr die Augenklinik auf. Vgl. Z\u00fcrichsee-Zeitung, Abbruchmentalit\u00e4t oder Kostenbewusstsein?, 24. November 1978, S. 3. <a href=\"#return-footnote-113\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 113\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn114\"><\/a>[114] Umstrittener Kredit kommt vors Volk, in: Tagesanzeiger vom 24. Oktober 1978, S. 23. <a href=\"#return-footnote-114\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 114\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn115\"><\/a>[115] Besonders scharf kritisiert wurde das Vorhaben vom Arzt Roman Fischer: \u00abErst 1974 \u2039entdeckte\u203a eine Kunstkommission das zum Abbruch verurteilte Geb\u00e4ude und stellte es unter Denkmalschutz. W\u00e4hrend fast zwei Dezennien gingen Kunstverst\u00e4ndige in diesem Haus ein und aus, und unter ihren Augen ging das \u00abAbschlagwerk\u00bb an der Fassade munter weiter. Und da soll der Normalb\u00fcrger noch mitkommen und nicht allm\u00e4hlich Zweifel empfinden ob solchen Kommissionsentscheidungen? D\u00fcrfte der Steuerzahler nicht vielmehr erwarten, dass auch die Denkmalpflege in ihren Forderungen von der Euphorie der Hochkonjunktur sich auf dem Boden der Realit\u00e4t wiederfindet und die Tatsache akzeptiert, dass nicht mehr das W\u00fcnschbare, sondern nur noch das M\u00f6gliche und Machbare realisiert werden kann?\u00bb Z\u00fcrichsee-Zeitung, Fehlt der Sparwille?, 7. Februar 1979, S. 28. <a href=\"#return-footnote-115\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 115\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn116\"><\/a>[116] Vgl. Blaser-Meier 2016 (wie Anm. 31), S. 5. <a href=\"#return-footnote-116\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 116\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn117\"><\/a>[117] Vgl. Kanton Z\u00fcrich 1985 (wie Anm. 112), S. 6\u20139. <a href=\"#return-footnote-117\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 117\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn118\"><\/a>[118] Kurzprotokoll, Besprechung Senkung im S\u00fcdfl\u00fcgel, Feststellungen und Massnahmen, 22. Oktober 1980 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-118\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 118\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn119\"><\/a>[119] Senkung im S\u00fcdfl\u00fcgel \u2013 Schaden-Beurteilungs-Kriterien, Dipl. Ing. H. R. Fietz, 28. Mai 1981 (StAZH Z 214.60). <a href=\"#return-footnote-119\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 119\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn120\"><\/a>[120] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, Nr. 1 (1982), S. 12. Die Studentenzeitschrift erschien von 1982 bis 1985 in sieben Nummern. Digitalisate k\u00f6nnen im Katalog der Zentralbibliothek eingesehen werden. <a href=\"#return-footnote-120\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 120\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn121\"><\/a>[121] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 21 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-121\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 121\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn122\"><\/a>[122] Der Markteintritt des Fastfood-Riesen l\u00f6ste in der Schweiz heftige Proteste aus und es wurden gar Brandanschl\u00e4ge auf Filialen in Z\u00fcrich ausgef\u00fchrt. Vgl. Millionenschaden bei Brandanschlag in Z\u00fcrich 4, in: NZZ, 06. Juli 1982. <a href=\"#return-footnote-122\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 122\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn123\"><\/a>[123] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 19 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-123\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 123\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn124\"><\/a>[124] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 13 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-124\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 124\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn125\"><\/a>[125] Ebd. <a href=\"#return-footnote-125\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 125\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn126\"><\/a>[126] Die originalen \u00abgr\u00fcnen St\u00fchle\u00bb, welche 1984 angeschafft wurden, waren tats\u00e4chlich Giftgr\u00fcn. Danach folgten bis 2021 schwarze Holzst\u00fchle, die mit \u00abgr\u00fcn\u00bb beschriftet waren. Diese wurden im Laufe der Sanierungsmassnahmen im Jahr 2021 aus feuerschutztechnischen Gr\u00fcnden entfernt und durch farblose Alust\u00fchle ersetzt. Die Ortsbezeichnung \u00abbei den gr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb wird auch jetzt noch verwendet, d\u00fcrfte aber mit dem Abgang der aktuellen Studierenden-Generation und der derzeitigen Mitarbeiter:innen des Kunsthistorischen und des Arch\u00e4ologischen Instituts verschwinden. <a href=\"#return-footnote-126\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 126\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn127\"><\/a>[127] JbUZH 2015, S. 21. <a href=\"#return-footnote-127\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 127\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn128\"><\/a>[128] Vgl. dazu die Fotostrecke zu den Restaurierungsarbeiten in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-128\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 128\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn129\"><\/a>[129] Wir k\u00f6nnen die St\u00e4dte nicht zu Museen machen, Leserbrief von Kantonsrat Roman Fischer in der NZZ, 17. Februar 1979. <a href=\"#return-footnote-129\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 129\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>\r\n&nbsp;","rendered":"<p>Im Geb\u00e4ude des Kunsthistorischen Instituts an der R\u00e4mistrasse 73 in Z\u00fcrich werden heute Generationen von Nachwuchsakademiker:innen in Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie unterrichtet. Sie erleben hier pr\u00e4gende Ereignisse, die zu einem wichtigen Teil ihrer Biografie werden, seien es die erste Veranstaltung an einer Universit\u00e4t, die erste Assistenz, eine erfolgreich verteidigte Dissertation oder aber auch Begegnungen, aus denen sich langj\u00e4hrige Freundschaften entwickeln.<\/p>\n<p>Erbaut worden ist das Geb\u00e4ude allerdings nicht f\u00fcr seinen heutigen Zweck, sondern als Augenklinik. Es stand damit zwar auch im Dienste des Sehens, jedoch in einem weitaus unmittelbareren Sinn, als es dies seit seiner 1954 erfolgten Umnutzung durch die universit\u00e4re Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie tut, indem hier ab 1896 \u00c4rzte kranke Augen behandelten und operierten. Das Spitalpersonal pflegte nicht nur die Patient:innen, sondern lebte mit ihnen unter einem Dach. Im H\u00f6rsaal lernten Studierende die grundlegenden Techniken der Augenoperation und \u00fcbten sich an Tier- und Menschenaugen. Die \u00e4lteren Schichten des Geb\u00e4udes sind somit vollgesogen mit Schmerz und Leid: Sie erz\u00e4hlen von der Gratwanderung zwischen Blindheit und Wiedererlangung der Sehkraft, zwischen Krankheit und Gesundheit, Tod und Leben.<\/p>\n<p>1954 begann mit dem Einzug des Arch\u00e4ologischen Instituts und des Kunstgeschichtlichen Seminars eine neue Zeitrechnung f\u00fcr das Geb\u00e4ude. Doch keine 20 Jahre sp\u00e4ter wurde erwogen, das Geb\u00e4ude dem Abriss preiszugeben und durch einen Neubau zu ersetzen. Dank des beherzten Engagements der hiesigen Professoren und Denkmalpfleger wurde von dem Abbruchvorhaben aber abgesehen, das Geb\u00e4ude unter Denkmalschutz gestellt und eine Gesamtrenovation beschlossen, die 1979 vom Stimmvolk gutgeheissen wurde. 2021 feiert das Geb\u00e4ude nun sein 125-j\u00e4hriges Bestehen. Ob als ehemalige Augenklinik oder Kunsthistorisches Institut: Das Geb\u00e4ude ist und bleibt ein \u2039Haus des Sehens\u203a. Der vorliegende Text beleuchtet die urspr\u00fcngliche Funktion als Augenklinik sowie deren Transformation zum universit\u00e4ren Seminargeb\u00e4ude.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Ein Palast f\u00fcr die Augenheilkunde<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_501\" aria-describedby=\"caption-attachment-501\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-300x180.jpg\" alt=\"Hochschulensemble im Jahr 1937 mit der ETH (links), dem Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (rechts), dem alten Kantonsspital (oben mittig) sowie der Augenklinik unmittelbar hinter dem Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t in der Mitte\" class=\"wp-image-501 size-medium\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-300x180.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-1024x613.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-768x460.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-1536x920.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-2048x1227.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-65x39.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-225x135.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_1_Pettannice-350x210.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-501\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Hochschulensemble im Jahr 1937 mit der ETH (links), dem Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (rechts), dem alten Kantonsspital (oben mittig) sowie der Augenklinik unmittelbar hinter dem Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t in der Mitte. <br \/>BAZ, Foto: Swissair.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zwischen drei architektonischen Giganten der Wissensbildung eingepfercht, befindet sich an der R\u00e4mistrasse 73 in Z\u00fcrich ein kleiner, aber stolzer Palazzo, der seit jeher dem Sehen gewidmet ist. Flankiert wird er gegen Nordwesten vom Polytechnikum, im Nordosten vom Universit\u00e4tsspital und im S\u00fcdwesten vom Hauptgeb\u00e4ude der Universit\u00e4t. Der Palazzo bildet heute wortw\u00f6rtlich das Auge eines wissenschaftlichen Zyklons. (Abb. 1) Aufgrund dieser Einbettung erscheint es heutigen Betrachter:innen nicht mehr naheliegend, dass der Palazzo dereinst selbst ein Gigant der Wissenschaften war: Die am 16. Mai 1896 feierlich er\u00f6ffnete Augenklinik war ein sandsteinerner Separatist, der als neuartiger Spitalbau den repr\u00e4sentativen Rahmen f\u00fcr die goldene \u00c4ra der Z\u00fcrcher Augenheilkunde bildete.<\/p>\n<p>Bei der Z\u00fcrcher Augenklinik handelte es sich um ein charakteristisches Produkt der boomenden Augenheilkunde des 19. Jahrhunderts, die sich in Form von eigenst\u00e4ndigen Klinikbauten in verschiedenen Universit\u00e4tsst\u00e4dten Europas manifestierten.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Das Geb\u00e4ude ist in einen gr\u00f6sseren medizinischen Diskurs eingebettet, in dem die Institution Augenklinik erst konstruiert und die Idee einer eigenen Spezialarchitektur zur Umsetzungsreife entwickelt werden musste. Als Spitalbau hatte die Klinik prim\u00e4r funktionelle Anspr\u00fcche zu erf\u00fcllen. Gleichzeitig war sie aber auch Ausdruck des Prestiges einer neuen medizinischen Fachdisziplin. Da Spitalbauten wie auch die Universit\u00e4t in die breite Palette \u00f6ffentlicher Bauten geh\u00f6ren, handelt es sich ferner um einen repr\u00e4sentativen Ausdruck des jeweiligen Staatswesens. Damit bewegte sich die Augenklinik in einem Spannungsfeld zwischen Funktionalit\u00e4t, \u00c4sthetik und Repr\u00e4sentation.<\/p>\n<p>Die Augenklinik ist Teil eines gr\u00f6sseren Ensembles verschiedener Spital- und Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude, die im Platte-Quartier der ehemaligen Gemeinde Fluntern errichtet wurden.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Der an der R\u00e4mistrasse liegende Universit\u00e4ts- und Spitalcampus stellt ein typisches Beispiel f\u00fcr die rege kantonale Baut\u00e4tigkeit entlang der ehemaligen Befestigungsanlagen der Stadt Z\u00fcrich dar. Die entscheidenden Weichen, Z\u00fcrich zur ersten modernen Grossstadt der Schweiz auszubauen, wurden bereits in den 1830er-Jahren gestellt. Forderungen nach Gleichberechtigung von Stadt und Land, der St\u00e4rkung der Volkssouver\u00e4nit\u00e4t sowie der S\u00e4kularisierung des Staat- und Bildungswesens setzten tiefgreifende Ver\u00e4nderungsprozesse in Gang und m\u00fcndeten in der liberalen Kantonsverfassung von 1831.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Mit der Schleifung der seit dem 17. Jahrhundert bestehenden Befestigungsanlage und der Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t folgten 1833 zwei Entscheide, welche die st\u00e4dtebauliche Entwicklung Z\u00fcrichs nachhaltig beeinflussten.<\/p>\n<p>Das bis dahin b\u00e4uerlich gepr\u00e4gte Platte-Quartier am Z\u00fcrichberg entwickelte sich in der Folge innerhalb kurzer Zeit zu einem Knotenpunkt f\u00fcr Bildungs- und Heilst\u00e4tten.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Den Anfang machte die 1839 er\u00f6ffnete Blinden- und Taubstummenanstalt, welche auf H\u00f6he der ehemaligen Kronenporte errichtet wurde. Es folgte das 1842 fertiggestellte Kantons- und Universit\u00e4tsspital, mit dessen Inbetriebnahme eine neue \u00c4ra des medizinischen Wirkens im Kanton Z\u00fcrich einsetzte. In direkter Nachbarschaft zu ihm entstanden innert kurzer Zeit weitere Bauten. So verwirklichte der f\u00fcr das Kantonsspital zust\u00e4ndige Architekt Gustav Albert Wegmann (1812\u20131855) 1842 auf dem ehemaligen R\u00e4mibollwerk die Kantonsschule. Zwischen 1858 und 1865 entstand das eidgen\u00f6ssische Polytechnikum, in dessen einem Fl\u00fcgel auch die 1833 gegr\u00fcndete Universit\u00e4t ein Gastrecht erhielt. 1882 wurden das Pathologische Institut, 1884 das Physik- und Physiologie Geb\u00e4ude und 1894 schliesslich die Poliklinik errichtet. Gleichzeitig erfuhr die R\u00e4mistrasse ab 1884 einen markanten Bedeutungszuwachs, als mit der Fertigstellung der Quaibr\u00fccke das linke Seeufer und damit die Bahnhofsstrasse erschlossen wurde.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Mit den Hochschulen wurde das Quartier zum Anziehungspunkt und Wohnort von Professoren und ihren Studierenden, weshalb die Platte im ausgehenden 19. Jahrhundert in Anlehnung an das Pariser Studentenviertel auch als <em>Quartier Latin <\/em>bezeichnet wurde.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Als 1888 die Idee einer freistehenden Augenklinik heranreifte und als Standort das Platte-Quartier ausersehen wurde, war hier also bereits der Boden zu einem eigentlichen Spitalnukleus gelegt.<\/p>\n<p><strong>Wenn \u00c4rzte planen und Architekten bauen<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_502\" aria-describedby=\"caption-attachment-502\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-208x300.jpg\" alt=\"Klinikdirektor Otto Haab bei seiner Abschiedsvorlesung im H\u00f6rsaal seiner Augenklinik, 1919.\" class=\"wp-image-502 size-medium\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-208x300.jpg 208w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-709x1024.jpg 709w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-768x1109.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-1064x1536.jpg 1064w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-1419x2048.jpg 1419w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-65x94.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-225x325.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-350x505.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_2_Pettannice-scaled.jpg 1774w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-502\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Klinikdirektor Otto Haab bei seiner Abschiedsvorlesung im H\u00f6rsaal seiner Augenklinik, 1919. <br \/>H\u00fcrlimann, Urs: Otto Haab (1850\u20131931). Ein Schweizer Ophthalmologe (= Z\u00fcrcher medizingeschichtliche Abhandlungen Band 125), Z\u00fcrich 1979, S. 3.<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend sich die Augenheilkunde in Wien bereits 1812 als eigenst\u00e4ndiges Fachgebiet etabliert hatte, dauerte dies in der Schweiz wesentlich l\u00e4nger. Bis 1862 blieb sie ein integraler Bestandteil der Chirurgie. Ein wichtiger Wegbereiter war der Chirurg Theodor Billroth (1829\u20131894), der 1860 nach Z\u00fcrich berufen wurde und ein Bef\u00fcrworter einer institutionellen Abspaltung der Augenheilkunde von der Chirurgie war.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Mit Friedrich Horner (1800\u20131864) brachte er auch gleich einen renommierten und bekannten Z\u00fcrcher Augenarzt f\u00fcr die zu gr\u00fcndende Klinik ins Gespr\u00e4ch. Zuerst winkte die Kantonsregierung aus Kostengr\u00fcnden ab, doch als 1862 die Universit\u00e4t Bern Horner f\u00fcr sich gewinnen wollte, wurde die Er\u00f6ffnung einer Klinik dennoch gutgeheissen. So besetzte Horner ab 1862 in Z\u00fcrich den ersten Lehrstuhl f\u00fcr Augenheilkunde in der Schweiz.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Die Anf\u00e4nge dieser Klinik waren bescheiden. Billroths chirurgische Abteilung im Kantonsspital trat f\u00fcr Horners neue Augenklinik 20 Betten ab.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Die Kapazit\u00e4ten im Spital wurden aber schnell knapp, da die Z\u00fcrcher Bev\u00f6lkerung zwischen 1830 und 1894 von etwa 10&#8217;000 auf rund 93&#8217;000 Einwohner anwuchs.<a href=\"#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Die Idee f\u00fcr einen separaten Klinikbau d\u00fcrfte bereits Horner angestossen haben, doch erst unter seinem ehrgeizigen und talentierten Nachfolger Otto Haab (1850\u20131931) wurde die Platznot im Kantonsspital derart prek\u00e4r, dass es auch die Aufsichtskommission f\u00fcr dringlich erachtete einen Neubau f\u00fcr die Augenkranken zu erstellen.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> (Abb. 2) Otto Haab war nicht nur an der politischen Durchsetzung des Neubaus beteiligt, sondern fungierte fortan als Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr den mit der Ausf\u00fchrung beauftragten Kantonsbaumeister Otto Weber (1844\u20131898).<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Schicksal eines beamteten Architekten<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_503\" aria-describedby=\"caption-attachment-503\" style=\"width: 207px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-207x300.jpg\" alt=\"Bauinspektor Otto Weber\" class=\"wp-image-503 size-medium\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-207x300.jpg 207w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-707x1024.jpg 707w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-768x1113.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-1060x1536.jpg 1060w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-1414x2048.jpg 1414w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-65x94.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-225x326.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-350x507.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_3_Pettannice-scaled.jpg 1767w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-503\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Bauinspektor Otto Weber.<br \/>StAZH, VII 3.1.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neben den Bauten bekannter Architekten wie Albert Gustav Wegmann und Gottfried Semper (1803\u20131879) pr\u00e4gen auch solche von Otto Weber (Abb. 3) das Areal entlang der R\u00e4mistrasse. So entwarf Weber unter anderem das Pathologische Institut, das Physik- und Physiologiegeb\u00e4ude (heute SOC) und die Poliklinik.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Indem er einige dieser Bauwerke direkt gegen die R\u00e4mistrasse ausrichtete, unterstrich er deren Bedeutung als wichtige Verkehrsachse, die durch den Erweiterungsbau der ETH (1914\u20131925) durch Gustav Gull (1858\u20131942) ihre endg\u00fcltige Adelung zur Hochschulstrasse fand.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Otto Webers Karriere war jedoch jene eines ewigen Zweiten, weshalb er kaum bekannt ist.<\/p>\n<p>Otto Weber hatte bei Gottfried Semper studiert und 1865 die Bauschule des Polytechnikums abgeschlossen. Danach arbeitete er als Hilfskraft f\u00fcr das Staatsbaub\u00fcro in Z\u00fcrich und sp\u00e4ter in der Abteilung f\u00fcr Strassen- und Wasserbau.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> Zwischenzeitlich unternahm er Studienreisen nach Italien. 1876 bewarb sich Weber um die Stelle als Staatsbauinspektor. Da sein deutlich besser qualifizierter Mitbewerber mit 5&#8217;000 Franken zu hohe Lohnvorstellungen hatte, wurde Otto Weber vorgezogen, da er sich mit dem minimalen Einstiegsgehalt von 3&#8217;500 Franken zufriedengab.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Auf diesem Sal\u00e4r sollte er \u00fcber Jahre sitzen bleiben. Trotz mehrmaliger Gesuche um eine Lohnerh\u00f6hung wurde Weber kleingehalten,<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> nicht zuletzt vermutlich aufgrund der Tatsache, dass er im Verlauf seiner Amtszeit wegen Trunkenheit und ungeb\u00fchrlichem Verhalten vermehrt negativ in Erscheinung trat.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> 1893 wurde ihm gar der Zugang zum Staatskeller untersagt, da er sich dort regelm\u00e4ssig an den Weinvorr\u00e4ten bedient und mit seinen Freunden Gelage gefeiert hatte.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Naturgem\u00e4ss entsprachen solche Vorf\u00e4lle nicht dem Verhalten, das man von einem Kantonsbaumeister erwarten w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten an der Augenklinik wurde Weber f\u00fcr das Hochbauamt untragbar. Nach 20 Jahren im Dienst des Kantons wurde er 1895 zum R\u00fccktritt gedr\u00e4ngt und zu einem B\u00fcrobeamten degradiert. Als solcher war er noch geduldet, und man liess ihn f\u00fcr ein monatliches Sal\u00e4r von 200 Franken arbeiten.<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Allerdings verschlechterte sich sein Gesundheitszustand kurz darauf rapide. Der Sch\u00f6pfer der Augenklinik k\u00e4mpfte schon bald selbst mit einem rasch progredienten Augenleiden, das seine Arbeit zunehmend verunm\u00f6glichte. Er starb 1898 im Alter von 54 Jahren an einer Lungenentz\u00fcndung.<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Mit Otto Weber und Otto Haab standen sich somit zwei g\u00e4nzlich unterschiedliche Charaktere gegen\u00fcber. Gemeinsam kreierten sie die Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73, die f\u00fcr den einen zum vielger\u00fchmten Lebenswerk und f\u00fcr den anderen zum letzten selbstst\u00e4ndig realisierten Projekt werden sollte. W\u00e4hrend der junge Klinikdirektor aber best\u00e4ndig auf seinen Erfolg zuarbeitete, befand sich der Architekt bereits weit \u00fcber dem Zenit seiner Karriere und war schon bei der Planung der Augenklinik intern zum Problemfall geworden.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberschw\u00e4nglicher Luxus? \u2013 Planung und Umsetzung der Augenklinik<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_504\" aria-describedby=\"caption-attachment-504\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-300x218.jpg\" alt=\"Situationsplan der Augenklinik, 1891.\" class=\"wp-image-504 size-medium\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-300x218.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-1024x745.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-768x559.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-1536x1118.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-2048x1490.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-225x164.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_4_Pettannice-350x255.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-504\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Situationsplan der Augenklinik, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 265.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Bauplatz f\u00fcr die neue Augenklinik wurde ein kantonseigenes Grundst\u00fcck in der N\u00e4he des Kantonsspitals gew\u00e4hlt. So musste das Geb\u00e4ude nicht g\u00e4nzlich autark konzipiert werden. Die Versorgung mit Frischw\u00e4sche, Medikamenten und Mahlzeiten erfolgte durch die bereits bestehende Spitalinfrastruktur<em>.<\/em><a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Am 30. Januar 1891 berichtete Otto Weber ausf\u00fchrlich \u00fcber das geplante Vorhaben und betonte, dass an \u00abdiesem noch vorhandenen sch\u00f6nen Platze in der dortigen Gegend ein monumentales Geb\u00e4ude mit reicheren Ausstattung errichtet werden sollte.\u00bb<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> (Abb. 4) Weber bezog sich dabei insbesondere auf die architektonisch anspruchsvolle Umgebung mit Polytechnikum und Kantonsspital.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Weber besch\u00e4ftigte sich intensiv mit der Aufgabe und entwarf sieben Zeichenstudien. W\u00e4hrend der erste Entwurf noch deutlich schlichter ausfiel und verworfen wurde, widmete sich Weber in der Folge eingehend der Gestaltung eines repr\u00e4sentativen Baus, den er in der Grundstruktur einem renaissancezeitlichen italienischen Palazzo nachempfand. Diese Entw\u00fcrfe legte er dem Regierungsrat und dem Klinikdirektor Otto Haab vor. Der Regierungsrat favorisierte das von Weber empfohlene Projekt No. 1. und lobte: \u00abDasselbe ist in einfachem, ernsten Stil gehalten, ohne zu langweilen, und schliesst sich in w\u00fcrdiger Weise den vielen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden jenes Stadtteiles an.\u00bb <a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Auch Otto Haab war voll des Lobes \u2013 die repr\u00e4sentative Bauweise war ganz nach seinem Geschmack. Schliesslich sollte nicht irgendein Spitalgeb\u00e4ude entstehen, sondern sein pers\u00f6nliches Lebenswerk! Das Renommee der Augenheilkunde war inzwischen europaweit derart gestiegen, dass die Klinik die Bedeutung der Fachdisziplin f\u00fcr die Gesellschaft geb\u00fchrend zum Ausdruck bringen sollte, was 1892 bei der Projektbesprechung explizit betont wurde.<a href=\"#_ftn28\" id=\"return-footnote-28\"><sup>[28]<\/sup><\/a> An exklusiver Lage sollte nichts Geringeres als ein neuer Leuchtturm der Medizin entstehen. Der Bau wurde zwischen 1893 und 1894 realisiert. Trotz des repr\u00e4sentativen Anspruchs war Otto Weber gleichzeitig darum bem\u00fcht, die Kosten m\u00f6glichst tief zu halten. (Abb. 5\u20139) So vergab er die Auftr\u00e4ge immer an den g\u00fcnstigsten Anbieter und akzeptierte im Gegenzug zum Teil einschneidende Qualit\u00e4tsabstriche.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 20%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-5 gallery-size-thumbnail'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_5_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_5_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Erster funktionaler und verh\u00e4ltnism\u00e4ssig schlichter Entwurf. Hauptansicht, 1891.\" aria-describedby=\"gallery-1-505\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-505'>\n\t\t\t\tAbb. 5: Erster funktionaler und verh\u00e4ltnism\u00e4ssig schlichter Entwurf. Hauptansicht, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 258.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_6_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_6_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Projekt No. I, 1891.\" aria-describedby=\"gallery-1-506\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-506'>\n\t\t\t\tAbb. 6: Projekt No. I, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 266.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_7_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_7_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Projekt No. II, 1892\" aria-describedby=\"gallery-1-507\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-507'>\n\t\t\t\tAbb. 7: Projekt No. II, 1892.<br \/>StAZH, PLAN D 261.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_8_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_8_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Projekt No. III, 1892.\" aria-describedby=\"gallery-1-508\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-508'>\n\t\t\t\tAbb. 8: Projekt No. III, 1892.<br \/>StAZH, PLAN D 260.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_9_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_9_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-509\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-509'>\n\t\t\t\tAbb. 9: Projekt No. IV, 1892. <br \/>StAZH, PLAN D 264.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p><strong>Ein Palazzo f\u00fcr die Augenheilkunde<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_510\" aria-describedby=\"caption-attachment-510\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-300x193.jpg\" alt=\"Augenklinik Z\u00fcrich, Postkarte, um 1905\" class=\"wp-image-510 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-300x193.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-1024x659.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-768x494.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-1536x988.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-2048x1317.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-65x42.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-225x145.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_10_Pettannice-350x225.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-510\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 10: Augenklinik Z\u00fcrich, Postkarte, um 1905. <br \/>ZBZ, 4472 Edition Photoglob Co. Z\u00fcrich.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Entstanden ist schliesslich eine zweifl\u00fcgelige, im Aufgehenden zweigeschossige Anlage, die durch einen erh\u00f6hten Mittelrisalit dominiert wird, dessen Monumentalit\u00e4t durch die grosse korinthische S\u00e4ulenordnung und die mit Sprenggiebeln ausgezeichneten Rundbogenfenster im Obergeschoss zum Ausdruck gebracht wird. Der Aufbau des Geb\u00e4udes hat \u00c4hnlichkeiten mit dem nahegelegenen Polytechnikum, ohne es direkt zu zitieren.<a href=\"#_ftn29\" id=\"return-footnote-29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> Die zur R\u00e4mistrasse orientierte Hauptfassade verf\u00fcgt \u00fcber einen hierarchisch abgestuften Aufriss und mit Bedacht eingesetzte Differenzen in Materialien und Oberfl\u00e4chengestaltungen. So liess Weber f\u00fcr den niedrigen Sockel wuchtige Bossenquader verbauen, w\u00e4hrend er beim Erdgeschoss auf behauene und gefugte Steinquader setzte, die im Obergeschoss durch glatten Sandstein abgel\u00f6st werden. (Abb. 10) In der Vertikalen erfolgt die Gliederung \u00fcber geschickt platzierte und \u00fcber mehrere Geschosse durchgezogene Lisenenb\u00e4nder, die der Fassade zusammen mit den parallel verlaufenden Fensterrahmen ein ansprechendes Relief verleihen. Entgegen dem urspr\u00fcnglichen Plan mit erh\u00f6htem und durchgehendem Dachgesims wurde bei der definitiven Ausf\u00fchrung auf Balustraden zur\u00fcckgegriffen.<a href=\"#_ftn30\" id=\"return-footnote-30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> Die Klinik wurde grossz\u00fcgig umz\u00e4unt und die umliegenden Gr\u00fcnfl\u00e4chen mit B\u00e4umen und Geb\u00fcschen bepflanzt, sodass die Patienteng\u00e4rten weitgehend vor fremden Blicken gesch\u00fctzt waren.<a href=\"#_ftn31\" id=\"return-footnote-31\"><sup>[31]<\/sup><\/a> Otto Haab zog im Dezember 1895, ohne die offizielle \u00dcbergabe durch die Baudirektion abzuwarten, mit seinen 25 Patienten, zwei Assistenz\u00e4rzten, acht Neum\u00fcnsterschwestern, zwei Hausm\u00e4gden, einem Hauswart und ca. 30 Kaninchen in die noch nicht ganz fertiggestellte Klinik ein.<a href=\"#_ftn32\" id=\"return-footnote-32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> Die Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten war von diesem Verhalten erwartungsgem\u00e4ss nur wenig begeistert, weil dadurch die Abschlussarbeiten erheblich behindert wurden, und legte beim Departement des Innern Beschwerde ein. Auch Otto Weber wurde ger\u00fcgt und angehalten, eine solche vorzeitige Belegung k\u00fcnftig zu verhindern.<a href=\"#_ftn33\" id=\"return-footnote-33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> Otto Haab liess sich davon jedoch nicht beeindrucken: Dank seines Vorpreschens konnte er seine Klinik am 14. Mai 1896 der \u00d6ffentlichkeit vorstellen. Beim Datum handelte es sich um den 100-j\u00e4hrigen Gedenktag der ersten Impfung gegen die Pocken durch den englischen Landarzt Edward Anthony Jenner. Pockeninfektionen verliefen nicht nur h\u00e4ufig t\u00f6dlich, sondern waren laut Otto Haab \u00ab\u00fcberall und zu allen Zeiten die h\u00e4ufigste Erblindungsursache.\u00bb<a href=\"#_ftn34\" id=\"return-footnote-34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> Kaum er\u00f6ffnet, sorgte die Klinik auch schon f\u00fcr hitzige Debatten. F\u00fcr einige Geschm\u00e4cker war sie viel zu \u00abpomp\u00f6s\u00bb geraten, wie ein Leserbriefschreiber 1894 in der NZZ monierte.<a href=\"#_ftn35\" id=\"return-footnote-35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> Auch die Staatsrechnungspr\u00fcfungskommission empfand die Klinik hinsichtlich ihres \u00c4usseren als \u00abKomparativ oder besser gesagt Superlativ zu den \u00fcbrigen Staatsgeb\u00e4uden\u00bb.<a href=\"#_ftn36\" id=\"return-footnote-36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Die Kritik kam nicht von ungef\u00e4hr: F\u00fcr den Bau der Augenklinik fielen Kosten von knapp einer halben Million Franken an. Damit wurde das vom Regierungsrat urspr\u00fcnglich gesprochene und schon damals eher grossz\u00fcgige Budget von 380&#8217;000 Franken deutlich \u00fcberschritten, was zu einigem Unmut f\u00fchrte.<a href=\"#_ftn37\" id=\"return-footnote-37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> Haab wurde nicht m\u00fcde, den Prunk und die Sch\u00f6nheit seiner Klinik in seiner Er\u00f6ffnungsrede zu verteidigen: \u00abWer aber bedenkt, dass, wenn ein Krankenhaus ein angenehmes Aussehen besitzt, es auch weniger abstossend auf die Patienten wirkt, die ohnehin oft ungern genug dasselbe aufsuchen, der wird mit dem ziervollen \u00c4usseren unserer Anstalt sich auss\u00f6hnen k\u00f6nnen. So wird denn auch in Deutschland und anderw\u00e4rts den Krankenh\u00e4usern jetzt ein viel sch\u00f6neres Aussehen gegeben als in fr\u00fcheren Zeiten und mit Recht. Die neue Augenklinik in Erlangen und diejenige in Utrecht sind mindestens so stattlich, wenn nicht stattlicher als die unsrige, sowohl was das \u00c4ussere als was das Innere betrifft.\u00bb<a href=\"#_ftn38\" id=\"return-footnote-38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Damit hatte Haab keineswegs \u00fcbertrieben, denn die Niederlande hatten sich f\u00fcr ihre erste Augenklinik einen eindr\u00fccklichen Schlossbau geleistet, und auch die Erlanger Augenklinik geizte nicht in Sachen Repr\u00e4sentation und Monumentalit\u00e4t. F\u00fcr den Z\u00fcrcher Klinikdirektor, der solche Vorbilder vor seinem inneren Auge hatte, musste der eigene Bau beinahe bescheiden erscheinen. F\u00fcr die sparsamen Z\u00fcrcher Kantonspolitiker hingegen rangierte Webers bzw. Haabs Klinikgeb\u00e4ude hart an der Grenze zum \u00fcberschw\u00e4nglichen Luxus. Unbestritten waren jedoch der Nutzen und die Notwendigkeit des Baus.<\/p>\n<p><strong>Klinikvisite \u2013 Zwischen Funktionalit\u00e4t und \u00c4sthetik<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_511\" aria-describedby=\"caption-attachment-511\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-300x220.jpg\" alt=\"L\u00e4ngsschnitt durch die Augenklinik, 1892.\" class=\"wp-image-511 size-medium\" width=\"300\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-300x220.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-1024x750.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-768x562.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-1536x1125.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-2048x1500.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-65x48.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-225x165.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_11_Pettannice-350x256.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-511\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: L\u00e4ngsschnitt durch die Augenklinik, 1892.<br \/>StAZH, PLAN D 274.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_512\" aria-describedby=\"caption-attachment-512\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-300x217.jpg\" alt=\"Grundriss des Erdgeschosses, 1891.\" class=\"wp-image-512 size-medium\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-300x217.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-768x554.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-1536x1109.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-2048x1479.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-225x162.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_12_Pettannice-350x253.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-512\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: Grundriss des Erdgeschosses, 1891.<br \/>StAZH, PLAN D 262.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Grundriss des Z\u00fcrcher Geb\u00e4udes entspricht einem verbreiteten Typus von Augenkliniken des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts.<a href=\"#_ftn39\" id=\"return-footnote-39\"><sup>[39]<\/sup><\/a> (Abb. 11 und 12) Die Innengliederung wird durch Korridore dominiert, wie man es auch vom Z\u00fcrcher Kantonsspital, von Gef\u00e4ngnissen und Kasernenbauten her kannte.<a href=\"#_ftn40\" id=\"return-footnote-40\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Zur Betreibung einer universit\u00e4ren Klinik bedurfte es vier Kernbereiche: Forschung, Lehre, station\u00e4re Abteilung und Ambulatorium.<a href=\"#_ftn41\" id=\"return-footnote-41\"><sup>[41]<\/sup><\/a> Allen grundlegenden funktionalen Bed\u00fcrfnissen der verschiedenen Nutzungsbereiche trug Otto Weber Rechnung: Er legte den Grundriss achsensymmetrisch an, womit sich das Geb\u00e4ude in zwei Fl\u00fcgel teilte. Das Erdgeschoss war dem Ambulatorium, der Forschung und Lehre sowie der Klinikadministration vorbehalten, w\u00e4hrend die station\u00e4ren Patienten in den beiden Obergeschossen untergebracht wurden. Der Wirtschaftsbereich befand sich im Kellergeschoss. Damit wurde der Spitalbereich physisch weitgehend vom Ambulatorium und Wirtschaftsbereich abgetrennt. Weiter unterteilte Weber den station\u00e4ren Bereich in einen Frauen- und M\u00e4nnertrakt sowie in eine Kinderabteilung.<\/p>\n<p><strong>Das Erdgeschoss \u2013 Ambulatorium und Lehrbereich<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_513\" aria-describedby=\"caption-attachment-513\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-300x204.jpg\" alt=\"Patienteneingang und hintere Auffahrt an der Sch\u00f6nberggasse, 1894.\" class=\"wp-image-513 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-300x204.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-1024x696.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-768x522.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-1536x1044.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-2048x1392.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_13_Pettannice-350x238.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-513\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 13: Patienteneingang und hintere Auffahrt an der Sch\u00f6nberggasse, 1894. <br \/>StAZH, PLAN D 2375.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Erdgeschoss bildete das dynamische Herz der Klinik. Der Zugang \u00fcber die an der R\u00e4mistrasse liegende repr\u00e4sentative Nordfassade blieb den Studierenden, G\u00e4sten und \u00c4rzten vorbehalten. \u00dcber die Freitreppe gelangten sie zum Eingang und am Portierzimmer vorbei ins Vestib\u00fcl, das durch die beiden Treppenaufg\u00e4nge und die Oberlichtsch\u00e4chte dominiert wurde. Gegen Westen wurde der Korridor von einer durchgehenden Wand abgeschlossen.<a href=\"#_ftn42\" id=\"return-footnote-42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> Der zentrale s\u00fcdliche Trakt war frei zug\u00e4nglich und verf\u00fcgte \u00fcber zwei Laboratorien, einen H\u00f6rsaal, Toiletten sowie das f\u00fcr Augenkliniken charakteristische Augenspiegelzimmer. Ebenfalls konnten \u00fcber den Korridor die Untersuchungszimmer des Ambulatoriums betreten werden.<\/p>\n<p>Die ambulanten Patienten betraten die Klinik durch den Hintereingang von der Sch\u00f6nbergstrasse her (Abb. 13) und gelangten direkt in den Wartesaal. \u00dcber ihn konnten die Patient:innen durch die Untersuchungszimmer \u00fcber das Augenspiegelzimmer bis hin zum H\u00f6rsaal geschleust werden. Das Ambulatorium wurde zu Haabs Zeiten j\u00e4hrlich etwa von 6&#8217;000\u20137&#8217;500 Patient:innen aufgesucht.<a href=\"#_ftn43\" id=\"return-footnote-43\"><sup>[43]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>H\u00f6rsaal und Augenspiegelzimmer<\/strong><\/p>\n<p>Der H\u00f6rsaal war integraler Bestandteil der Z\u00fcrcher Augenklinik. Dies ist ein bemerkenswerter Befund, da sich in anderen Kliniken schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus hygienischen Gr\u00fcnden eine konsequente Trennung von Lehr- und Klinikbereich durchgesetzt hatte.<a href=\"#_ftn44\" id=\"return-footnote-44\"><sup>[44]<\/sup><\/a> Otto Haab bestellte f\u00fcr seinen H\u00f6rsaal ein Podium mit Doppelwandtafel, aufklappbare Mikroskoptische und \u00ab15 Meter Holzbarri\u00e8ren zur Demonstration von Patienten\u00bb.<a href=\"#_ftn45\" id=\"return-footnote-45\"><sup>[45]<\/sup><\/a> Der Saal war auf 80\u2013130 Studierende ausgelegt.<a href=\"#_ftn46\" id=\"return-footnote-46\"><sup>[46]<\/sup><\/a> Wenn keine Vorlesungen stattfanden, konnten die St\u00fchle wegger\u00e4umt und der Raum f\u00fcr Untersuchungen an Patient:innen genutzt werden.<\/p>\n<p>Direkt neben dem H\u00f6rsaal befand sich das Augenspiegelzimmer. Es verf\u00fcgte \u00fcber je 30 Hocker f\u00fcr die \u00c4rzte und Patient:innen. Jeder Platz war mit einer separaten Gasleuchte ausgestattet. Mit dem 1850 entwickelten Augenspiegel konnte erstmals der Augenhintergrund untersucht werden. F\u00fcr die Diagnostik war es ungemein wichtig, dass die \u00c4rzte den Eintrittswinkel des Lichtes selbst bestimmen konnten, weshalb die Gasleuchten mit langen und biegbaren Kabeln ausgestattet wurden, die von der Decke hingen.<a href=\"#_ftn47\" id=\"return-footnote-47\"><sup>[47]<\/sup><\/a> F\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Untersuchung musste der Raum komplett abgedunkelt werden. Um unerw\u00fcnschte Lichtreflexionen zu verhindern, wurden in den Augenspiegelzimmern oft alle W\u00e4nde schwarz tapeziert oder in einem pompejischen Rot gestrichen. F\u00fcr die Z\u00fcrcher Augenklinik l\u00e4sst sich die Wandfarbe nicht mehr genau eruieren. Auf jeden Fall liess Otto Haab die drei grossen Rundfenster mit gef\u00fctterten dunkelblauen Vorh\u00e4ngen versehen, die von der Decke bis zum Boden reichten und eine vollst\u00e4ndige Verdunkelung erm\u00f6glichten.<a href=\"#_ftn48\" id=\"return-footnote-48\"><sup>[48]<\/sup><\/a> F\u00fcr schwierige Diagnosestellungen stand im Untergeschoss ein zweiter Augenspiegelraum zur Verf\u00fcgung, der auf dem Grundrissplan von 1891 als \u00abDunkelraum\u00bb bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Ge\u00fcbt wurde in der Z\u00fcrcher Klinik nicht nur an Menschen, sondern auch an Tieren, weshalb die Klinik im Untergeschoss \u00fcber Kaninchenst\u00e4lle verf\u00fcgte.<a href=\"#_ftn49\" id=\"return-footnote-49\"><sup>[49]<\/sup><\/a> Die Geschichte der klinischen Medizin um 1900 ist immer auch eine Geschichte der Versuchstiere. Die \u00f6rtliche Trennung von Klinik- und Versuchstieranlagen erfolgte vermutlich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Wartesaal<\/strong><\/p>\n<p>Der Wartsaal mit seinem separaten und strikt vom station\u00e4ren Bereich abgetrennten Zugang ist typisch f\u00fcr die Inneneinteilung der Augenkliniken und basiert auf epidemiologischen \u00dcberlegungen. Es galt zu verhindern, dass Krankheiten von aussen in die Klinik geschleppt und sich dann im station\u00e4ren Bereich ausbreiten konnten.<a href=\"#_ftn50\" id=\"return-footnote-50\"><sup>[50]<\/sup><\/a> In manchen Augenkliniken fand zudem bereits im Wartezimmer eine Geschlechtertrennung statt, was in Z\u00fcrich jedoch nicht der Fall war.<a href=\"#_ftn51\" id=\"return-footnote-51\"><sup>[51]<\/sup><\/a> (Abb. 14 und 15)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Blick in den Wartsaal f\u00fcr Patientinnen und Patienten des Ambulatoriums. Im Hintergrund die beiden Toilettenanlagen, 1948\" aria-describedby=\"gallery-2-514\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-1024x699.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-768x524.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-1536x1048.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-2048x1398.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-225x154.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_14_Pettannice-350x239.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-514'>\n\t\t\t\tAbb. 14\/15: Blick in den Wartsaal f\u00fcr Patientinnen und Patienten des Ambulatoriums. Im Hintergrund die beiden Toilettenanlagen, 1948.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.50.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Blick in den Wartsaal f\u00fcr Patientinnen und Patienten des Ambulatoriums. Im Hintergrund die beiden Toilettenanlagen, 1948.\" aria-describedby=\"gallery-2-515\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-1024x700.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-768x525.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-1536x1049.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-2048x1399.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-225x154.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_15_Pettannice-350x239.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-515'>\n\t\t\t\tAbb. 15: Blick in den Wartsaal f\u00fcr Patientinnen und Patienten des Ambulatoriums. Im Hintergrund die beiden Toilettenanlagen, 1948.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.51.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p><strong>Sanit\u00e4re Anlagen <\/strong><\/p>\n<p>Dass gute sanit\u00e4re Anlagen von zentraler Bedeutung waren, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten zu verh\u00fcten, war bereits damals bekannt. Das Wissen basierte auf neuen Erkenntnissen aus der Bakteriologie. Die Abtrennung von Patienten- und Personal-WCs setzte sich in den Augenkliniken ab etwa 1880 durch und wurde auch in Z\u00fcrich umgesetzt.<a href=\"#_ftn52\" id=\"return-footnote-52\"><sup>[52]<\/sup><\/a> Weiter verf\u00fcgte die Klinik \u00fcber mehrere Badewannen, die im \u00f6stlichen Bereich des Mittelrisalits lokalisiert waren. Pro Badezimmer wurden 2\u20134 Badewannen eingebaut. Auch hier wurde die Geschlechtertrennung konsequent eingehalten. F\u00fcr frisch aufgenommene Patient:innen gab es im Untergeschoss die M\u00f6glichkeit, sich zu waschen und zu baden. Jedes Zimmer war zudem mit einem eigenen Lavabo ausgestattet, die alle an die Warmwasserzuleitung angeschlossen waren, was f\u00fcr die damalige Zeit noch keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit war. Otto Haab war ein gl\u00fchender Verfechter der neuen Spitalhygiene und legte Wert darauf, dass die neuen Prinzipien auch in seiner Klinik umgesetzt wurden.<a href=\"#_ftn53\" id=\"return-footnote-53\"><sup>[53]<\/sup><\/a> Aus hygienischen \u00dcberlegungen heraus liess er die W\u00e4nde mit teurer \u00d6lfarbe streichen, damit sie leichter abwaschbar waren. F\u00fcr den Boden bestand er auf hochwertigem Eichenholz, das eine hohe Widerstandskraft gegen die st\u00e4ndige Desinfektion versprach. Solche Massnahmen sorgten teilweise f\u00fcr Unverst\u00e4ndnis bei der Kantonsregierung, sodass sich Otto Haab f\u00fcr seine Bestellungen immer wieder rechtfertigen musste.<a href=\"#_ftn54\" id=\"return-footnote-54\"><sup>[54]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Die beiden Obergeschosse \u2013 der station\u00e4re Bereich<\/strong><\/p>\n<p>Der station\u00e4re Bereich bot urspr\u00fcnglich Platz f\u00fcr etwa 57 Erwachsene und 11 Kinder. (Abb. 16 und 17) Die Bettenzahl konnte aber bei Bedarf erh\u00f6ht werden, was zwar nicht den hygienischen Idealvorstellungen entsprach, aber zur Not gemacht wurde. Da die Spit\u00e4ler immer sehr flexibel auf die Patienteneintritte reagieren mussten, bilden die entsprechenden Grundrisspl\u00e4ne immer nur eine Momentaufnahme ab. Die Station verf\u00fcgte dar\u00fcber hinaus \u00fcber f\u00fcnf kleine Schwesternzimmer, die wie beim Kantonsspital jeweils als Pufferzone zwischen die Krankens\u00e4le gelegt wurden.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-3 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-3 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"218\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-300x218.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss 1. Etage, Station\u00e4rer Bereich mit zentral gelegenem Operationssal, 1892.\" aria-describedby=\"gallery-3-516\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-300x218.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-1024x743.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-768x557.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-225x163.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_16_Pettannice-350x254.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-516'>\n\t\t\t\tAbb. 16: Grundriss 1. Etage, Station\u00e4rer Bereich mit zentral gelegenem Operationssal, 1892.<br \/>StAZH, PLAN D 272.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"219\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-300x219.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss 2. Etage, Station\u00e4rer Bereich mit Hauswartswohnung, 1892\" aria-describedby=\"gallery-3-517\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-300x219.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-768x561.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-225x164.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_17_Pettannice-350x255.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-3-517'>\n\t\t\t\tAbb. 17: Grundriss 2. Etage, Station\u00e4rer Bereich mit Hauswartswohnung, 1892. <br \/>StAZH, PLAN D 273.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p><strong>Operationssaal<\/strong><\/p>\n<p>Der zentrale Raum war der Operationssaal, der von mehreren Seiten her betreten werden konnte. (Abb. 18 und 19) Da optimale Lichtverh\u00e4ltnisse f\u00fcr die Diagnostik und Therapie in der Augenheilkunde eine besonders wichtige Rolle spielten, wurde die Augenklinik bereits elektrifiziert.<a href=\"#_ftn55\" id=\"return-footnote-55\"><sup>[55]<\/sup><\/a> F\u00fcr Haab war es ein besonderes Anliegen, seine Klinik m\u00f6glichst so einzurichten, dass er auf die Patient:innen nicht bedrohlich und abschreckend wirkte. So zog er es vor, die Patient:innen in ihrem Bett statt auf dem eisernen Operationstisch zu operieren, sofern sie keine Narkose brauchten, denn: \u00abf\u00fcr sensible Patienten sind diese harten, maschinenartig aussehenden Tische k\u00f6rperlich und psychisch unangenehm.\u00bb<a href=\"#_ftn56\" id=\"return-footnote-56\"><sup>[56]<\/sup><\/a> Weiter liess er den dunklen Terrazzofussboden, der Lichtreflexe reduzieren sollte, mit Mustern versehen, damit er weniger d\u00fcster wirkte. Die W\u00e4nde des Operationssaales liess er hellgrau streichen.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-4 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-4 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-4' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-300x212.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-518\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-300x212.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-768x543.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-2048x1448.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-225x159.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_18_Pettannice-350x247.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-518'>\n\t\t\t\tAbb. 18: Operationssaal mit Blick nach Osten, 1909. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.56.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"210\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-300x210.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-4-519\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-300x210.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-768x537.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-1536x1075.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-2048x1433.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-65x45.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-225x157.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_19_Pettannice-350x245.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-4-519'>\n\t\t\t\tAbb. 19: Operationssaal mit Haabschem Riesenmagneten und Operationstisch, Blick nach Westen, 1909. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.58.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p><strong>Krankenzimmer<\/strong><\/p>\n<p>Die Krankenzimmer waren zweckm\u00e4ssig eingerichtet und verf\u00fcgten in der Regel \u00fcber vier bis acht Patientenbetten.<a href=\"#_ftn57\" id=\"return-footnote-57\"><sup>[57]<\/sup><\/a> Sie enthielten Rollbetten, Sessel und Nachttische sowie einen zentral positionierten Tisch, wo jeweils eine Krankenschwester Wache hielt. (Abb. 20\u201322) Das Kinderzimmer war so angelegt, dass es an die Veranda grenzte, die zum Spielen benutzt werden konnte.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-5 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-5 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-5' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-3 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grosser Krankensaal mit 12 Betten der M\u00e4nnerabteilung im S\u00fcdwestfl\u00fcgel des ersten Obergeschosses, 1948.\" aria-describedby=\"gallery-5-520\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-768x524.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-1536x1048.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-2048x1397.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_20_Pettannice-350x239.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-5-520'>\n\t\t\t\tAbb. 20: Grosser Krankensaal mit 12 Betten der M\u00e4nnerabteilung im S\u00fcdwestfl\u00fcgel des ersten Obergeschosses, 1948. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.68.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_21_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_21_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grosser Krankensaal, jedes Zimmer verf\u00fcgte \u00fcber einen Warmwasseranschluss und Rufglocken, 1948\" aria-describedby=\"gallery-5-521\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_21_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_21_Pettannice-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_21_Pettannice-768x524.jpg 768w, 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431.II.2.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-300x212.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Kinderzimmer mit Veranda im ersten Obergeschoss, gut zu sehen sind auch die schweren und dunklen Vorh\u00e4nge, 1909.\" aria-describedby=\"gallery-5-522\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-300x212.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-1024x722.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-768x542.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-1536x1083.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-2048x1445.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-225x159.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_22_Pettannice-350x247.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-5-522'>\n\t\t\t\tAbb. 22: Kinderzimmer mit Veranda im ersten Obergeschoss, gut zu sehen sind auch die schweren und dunklen Vorh\u00e4nge, 1909.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.60.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Haab liess jedes Krankenzimmer mit einer elektrischen Glocke ausstatten. Dadurch wollte er die \u00c4ngste verringern, welche bei den mit verbundenen Augen im Bett liegenden Patient:innen h\u00e4ufig aufkamen, und zugleich die Gefahr minimieren, dass sie ins Delirium fielen.<a href=\"#_ftn58\" id=\"return-footnote-58\"><sup>[58]<\/sup><\/a> Charakteristisch f\u00fcr die Augenkliniken waren die schweren Vorh\u00e4nge und Rolljalousinen, mit denen die Zimmer bei Bedarf ganz oder teilweise verdunkelt werden konnten. Haab entschied sich bei den meisten seiner grossen Vorh\u00e4nge f\u00fcr \u00abdunkelblauen Wollsatin\u00bb.<a href=\"#_ftn59\" id=\"return-footnote-59\"><sup>[59]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Das Untergeschoss<\/strong><\/p>\n<p>Schliesslich soll noch ein kurzer Blick ins Untergeschoss geworfen werden. Dieses umfasste mehrheitlich Wirtschaftsr\u00e4ume, in denen die dampfbetriebene Heizanlage, verschiedene K\u00fcbelr\u00e4ume, Magazine sowie beheizbare Stallungen f\u00fcr die Versuchskaninchen untergebracht waren. (Abb. 23 und 24) Weiter gab es Badewannen f\u00fcr neu aufzunehmende Patient:innen und ein weiteres Dunkelzimmer f\u00fcr die Diagnostik.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-6 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-6 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-6 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-6 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-6' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"204\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-300x204.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Im Keller befanden sich neben den Wirtschafts- und Heizr\u00e4umen zus\u00e4tzliche Badewannen und ein Dunkelzimmer f\u00fcr die Augenspiegeldiagnostik\" aria-describedby=\"gallery-6-523\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-300x204.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-768x523.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-1536x1046.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-2048x1394.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_23_Pettannice-350x238.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-6-523'>\n\t\t\t\tAbb. 23: Im Keller befanden sich neben den Wirtschafts- und Heizr\u00e4umen zus\u00e4tzliche Badewannen und ein Dunkelzimmer f\u00fcr die Augenspiegeldiagnostik.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.66.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"203\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-300x203.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Das schwarz gestrichene Dunkelzimmer im Kellergeschoss. Links Vorrichtung f\u00fcr die Augenspiegelung, 1948.\" aria-describedby=\"gallery-6-524\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-300x203.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-1024x694.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-768x520.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-1536x1041.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-2048x1387.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-225x152.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_24_Pettannice-350x237.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-6-524'>\n\t\t\t\tAbb. 24: Das schwarz gestrichene Dunkelzimmer im Kellergeschoss. Links Vorrichtung f\u00fcr die Augenspiegelung, 1948.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.67.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p><strong>Die Aussenanlage<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_525\" aria-describedby=\"caption-attachment-525\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-300x191.jpg\" alt=\"Blick auf die Augenklinik, links und rechts sieht man die nach Geschlechtern getrennten Patienteng\u00e4rten, um 1905.\" class=\"wp-image-525 size-medium\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-300x191.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-1024x653.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-768x490.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-1536x980.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-2048x1306.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-65x41.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-225x143.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_25_Pettannice-350x223.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-525\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 25: Blick auf die Augenklinik, links und rechts sieht man die nach Geschlechtern getrennten Patienteng\u00e4rten, um 1905. <br \/>BAZ, Foto: Friedrich Ruef-Hirt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Z\u00fcrcher Augenklinik war von Gr\u00fcnfl\u00e4chen umschlossen und verf\u00fcgte \u00fcber einen n\u00f6rdlichen M\u00e4nner- und einen s\u00fcdlichen Frauengarten. (Abb. 25) Ein Zaun und dichte B\u00fcsche verhinderten, dass die Patient:innen durch neugierige Blicke von Aussenstehenden bel\u00e4stigt wurden. Solche Gartenanlagen waren ein wichtiges Element f\u00fcr Klinik- und Spitalbauten, indem sie f\u00fcr die Patient:innen eine willkommene Abwechslung zum eint\u00f6nigen Klinikalltag boten. Ausserdem hielt die \u00c4rzteschaft frische Luft und ausreichend Bewegung f\u00fcr gesundheitsf\u00f6rderlich.<a href=\"#_ftn60\" id=\"return-footnote-60\"><sup>[60]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Klinikbetrieb<\/strong><\/p>\n<p>\u00d6ffentliche Krankenh\u00e4user waren bis Mitte des 19. Jahrhunderts prim\u00e4r f\u00fcr \u00e4rmere Menschen gedacht. Wer es sich leisten konnte, liess sich in Privatkliniken oder zu Hause behandeln. Die Versorgungskosten richteten sich nach den finanziellen M\u00f6glichkeiten der Patient:innen. Im Zuge b\u00fcrgerlicher Wohlt\u00e4tigkeitsbestrebungen spendeten wohlhabende Personen oft gr\u00f6ssere Geldsummen an staatliche Spit\u00e4ler und Kliniken, sodass mittellosen Personen sogenannte Freibetten zur Verf\u00fcgung gestellt werden konnten, die eine kostenlose Behandlung erm\u00f6glichten. Ein entsprechendes Legat im Wert von 10&#8217;000 Franken ging noch vor der Vollendung der Klinik aus dem Erbe von Friedrich Horner ein.<a href=\"#_ftn61\" id=\"return-footnote-61\"><sup>[61]<\/sup><\/a> 1897 wurden 703 Patienten in der Z\u00fcrcher Augenklinik station\u00e4r behandelt. Im Vergleich zu den am urspr\u00fcnglichen Standort 220 station\u00e4r aufgenommenen Patient:innen stellte dies eine erhebliche Kapazit\u00e4tssteigerung dar.<a href=\"#_ftn62\" id=\"return-footnote-62\"><sup>[62]<\/sup><\/a> Die Krankenschwestern, die Assistenz\u00e4rzte und der Hauswart lebten gr\u00f6sstenteils in der Klinik. (Abb. 26 und 27)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-7 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-7 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-7 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-7 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-7' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"221\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-300x221.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Krankenpflegerinnen mit station\u00e4r aufgenommenen Kindern im Zimmer der Kinderabteilung im ersten Obergeschoss, 1909\" aria-describedby=\"gallery-7-526\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-300x221.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-1024x756.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-768x567.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-1536x1134.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-2048x1512.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-65x48.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-225x166.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_26_Pettannice-350x258.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-7-526'>\n\t\t\t\tAbb. 26: \tKrankenpflegerinnen mit station\u00e4r aufgenommenen Kindern im Zimmer der Kinderabteilung im ersten Obergeschoss, 1909. <br \/>KDP.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"215\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-300x215.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Krankenpflegerinnen mit station\u00e4r aufgenommenen Kindern im Zimmer der Kinderabteilung im ersten Obergeschoss, 1909\" aria-describedby=\"gallery-7-527\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-300x215.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-768x550.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-1536x1100.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-2048x1466.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-225x161.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_27_Pettannice-350x251.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-7-527'>\n\t\t\t\tAbb. 27: \tKrankenpflegerinnen mit station\u00e4r aufgenommenen Kindern im Zimmer der Kinderabteilung im ersten Obergeschoss, 1909. <br \/>KDP.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Auf deren Bed\u00fcrfnisse wurde bei der Planung jedoch nur wenig R\u00fccksicht genommen. So fehlte den Krankenschwestern zu Beginn ein eigener Essraum, weshalb sie ihre Mahlzeiten, nachdem sie die Patient:innen versorgt hatten, im sogenannten Tagraum einnehmen mussten.<a href=\"#_ftn63\" id=\"return-footnote-63\"><sup>[63]<\/sup><\/a> (Abb. 28\u201330) Otto Haab setzte sich daher f\u00fcr die nachtr\u00e4gliche Errichtung eines Esszimmers und die Vermehrung der Schwesternzimmer ein und machte den Vorschlag, den Dachaufbau aufzustocken.<a href=\"#_ftn64\" id=\"return-footnote-64\"><sup>[64]<\/sup><\/a> Er konnte sich allerdings nicht durchsetzen.<a href=\"#_ftn65\" id=\"return-footnote-65\"><sup>[65]<\/sup><\/a> Die Arbeit mit den Augenpatient:innen war nicht ungef\u00e4hrlich: So infizierte sich die 30-j\u00e4hrigen Oberschwester Elisa Labhard im Jahr 1903 bei der Pflege der Kinder mit der hochansteckenden Blennorrhoe und erblindete darauf selbst auf einem Auge.<a href=\"#_ftn66\" id=\"return-footnote-66\"><sup>[66]<\/sup><\/a> Der gr\u00f6sste Teil des Tages spielte sich f\u00fcr die meist mobilen Patient:innen nicht in den Krankenzimmern, sondern in den als Tagr\u00e4umen bezeichneten Korridoren ab, was deren Breite von rund vier Metern erkl\u00e4rt. Analog zum Erdgeschoss wurde der durchg\u00e4ngige Korridor durch zwei T\u00fcren abgegrenzt und dementsprechend dreigeteilt.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-8 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-8 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-8 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-8 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-8' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-3 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"204\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-300x204.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Essensausgabe im Tagraum\" aria-describedby=\"gallery-8-528\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-300x204.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-1024x695.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-768x521.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-1536x1043.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-2048x1390.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_28_Pettannice-350x238.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-8-528'>\n\t\t\t\tAbb. 28: Essensausgabe im Tagraum (Korridor) der M\u00e4nnerabteilung. Die meist mobilen Patienten verbrachten den gr\u00f6ssten Teil ihres Tages in diesem Korridor oder in den Patienteng\u00e4rten. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.6.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Essensausgabe im Tagraum\" aria-describedby=\"gallery-8-529\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-1024x698.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-768x524.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-1536x1048.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-2048x1397.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_29_Pettannice-350x239.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-8-529'>\n\t\t\t\tAbb. 29: \tEssensausgabe im Tagraum (Korridor) der M\u00e4nnerabteilung. Die meist mobilen Patienten verbrachten den gr\u00f6ssten Teil ihres Tages in diesem Korridor oder in den Patienteng\u00e4rten. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.7.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"205\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-300x205.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Ab 1901 verf\u00fcgte die Klinik im Dachgeschoss \u00fcber eine kleine Teek\u00fcche f\u00fcr das Personal und die Patientenversorgung\" aria-describedby=\"gallery-8-530\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-300x205.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-1024x699.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-768x524.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-1536x1048.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-2048x1398.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-225x154.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_30_Pettannice-350x239.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-8-530'>\n\t\t\t\tAbb. 30: Ab 1901 verf\u00fcgte die Klinik im Dachgeschoss \u00fcber eine kleine Teek\u00fcche f\u00fcr das Personal und die Patientenversorgung, 1948.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.64.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<figure id=\"attachment_531\" aria-describedby=\"caption-attachment-531\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-300x216.jpg\" alt=\"Otto Haab bei der Durchf\u00fchrung der Magnetoperation\" class=\"wp-image-531 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-300x216.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-768x554.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-1536x1108.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-2048x1478.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-225x162.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_31_Pettannice-350x253.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-531\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 31: Otto Haab bei der Durchf\u00fchrung der Magnetoperation, dargestellt in seinem ber\u00fchmten Lehrbuch Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, 1904. <br \/>Otto Haab, Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, M\u00fcnchen 1904, Fig. 85 und 86.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Aufenthaltsdauer der Patient:innen variierte stark und konnte von wenigen Tagen bis zu \u00fcber einem halben Jahr dauern.<a href=\"#_ftn67\" id=\"return-footnote-67\"><sup>[67]<\/sup><\/a> Die Patient:innen waren oft unterbesch\u00e4ftigt und versuchten, mit Kartenspielen die Zeit tot zu schlagen. Manchmal trieben sie auch Unfug, sodass es den Krankenschwestern ab und an schwerfiel, die Disziplin aufrecht zu erhalten.<a href=\"#_ftn68\" id=\"return-footnote-68\"><sup>[68]<\/sup><\/a> Die erwachsenen Patient:innen wie auch die Kinder wurden deshalb mit leichteren anfallenden Arbeiten besch\u00e4ftigt.<a href=\"#_ftn69\" id=\"return-footnote-69\"><sup>[69]<\/sup><\/a> Ber\u00fchmt wurden die Z\u00fcrcher Augenklinik und Otto Haab f\u00fcr die Entwicklung eines Riesenmagneten. (Abb. 31) Die Existenz dieses Magneten verweist auch auf ein zeittypisches Ph\u00e4nomen, das eine gute augen\u00e4rztliche Versorgung erst n\u00f6tig machte. Im Zuge der Industrialisierung war es bei Fabrikarbeitern aufgrund mangelnder Schutzvorkehrungen immer wieder zu schweren Arbeitsunf\u00e4llen gekommen, bei denen Eisensplitter in die Augen eindrangen, die am besten mittels Magnetoperation extrahiert werden konnten.<a href=\"#_ftn70\" id=\"return-footnote-70\"><sup>[70]<\/sup><\/a> Der Klinikbetrieb war seit der Er\u00f6ffnung von st\u00e4ndigen Baumassnahmen gepr\u00e4gt. Dieser Umstand ist charakteristisch f\u00fcr Spitalbauten. Dabei blieb die Aussenfassade in der Augenklinik weitgehend unangetastet, aber einige Innenr\u00e4ume wurden verkleinert und umfunktioniert. Auch mussten die Elektrik, die Warmwasserleitungen und die sanit\u00e4ren Anlagen immer wieder gewartet oder gar ersetzt werden. Durch Ver\u00e4nderungen im Arbeitsprozess wurden neue Stellen geschaffen und dazu passende R\u00e4ume notwendig. Eine der gr\u00f6sseren Eingriffe war die Einrichtung eines Bettenliftes anstelle des s\u00fcdlichen Oberlichtes, der bereits um 1901 erfolgte.<a href=\"#_ftn71\" id=\"return-footnote-71\"><sup>[71]<\/sup><\/a> Zur gleichen Zeit liess Haab die innere Raumaufteilung neu gestalten und platzierte neben seinem Operationssaal zwei Krankenzimmer f\u00fcr Patient:innen, die eine Staroperation \u00fcber sich hatten ergehen lassen m\u00fcssen. Sie wurden im Operationssaal direkt in ihrem Bett behandelt und dann ins Krankenzimmer geschoben.<a href=\"#_ftn72\" id=\"return-footnote-72\"><sup>[72]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>(Un)geliebte Nachbarn \u2013 Die Klinik und die Universit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Planung des neuen Hauptgeb\u00e4udes der Universit\u00e4t Z\u00fcrich kam es 1913 zum Zerw\u00fcrfnis zwischen Otto Haab und der Direktion f\u00fcr \u00f6ffentliche Bauten. Der Konflikt reichte so tief, dass Haab 1914 den Er\u00f6ffnungsfeierlichkeiten des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes fernblieb, da er sein Lebenswerk sabotiert sah.<a href=\"#_ftn73\" id=\"return-footnote-73\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Stein des Anstosses waren geplante Stallungen f\u00fcr Kleintiere, eine Voliere und ein L\u00fcftungspavillon, die unmittelbar hinter der Augenklinik f\u00fcr das neue Zoologische Institut entstehen sollten.<a href=\"#_ftn74\" id=\"return-footnote-74\"><sup>[74]<\/sup><\/a> F\u00fcr Otto Haab war dieses Vorhaben unhaltbar. Er f\u00fcrchtete erhebliche Geruchs- und L\u00e4rmemissionen und eine Beeintr\u00e4chtigung der Lichtverh\u00e4ltnisse. Ausserdem wehrte er sich gegen die Aufhebung der Umz\u00e4unung seiner Augenklinik, die bei Baubeginn der Universit\u00e4t erfolgte. (Abb. 32) Weiter beschwerte er sich gegen die drohende Verkleinerung seiner Patienteng\u00e4rten, da auf der n\u00f6rdlichen Seite die Strasse verbreitert werden sollte, w\u00e4hrend man im s\u00fcdlichen Garten den L\u00fcftungspavillon platzieren wollte.<a href=\"#_ftn75\" id=\"return-footnote-75\"><sup>[75]<\/sup><\/a>(Abb. 33)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-9 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-9 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-9 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-9 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-9' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"214\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-300x214.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Im Zuge der Bauarbeiten zur Universit\u00e4t wurde die urspr\u00fcngliche Umfriedung der Augenklinik aufgehoben\" aria-describedby=\"gallery-9-542\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-300x214.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-1024x729.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-768x547.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-1536x1093.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-2048x1458.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-225x160.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_32_Pettannice-350x249.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-9-542'>\n\t\t\t\tAbb. 32: Im Zuge der Bauarbeiten zur Universit\u00e4t wurde die urspr\u00fcngliche Umfriedung der Augenklinik aufgehoben. Baustelle der Universit\u00e4t, 1911. <br \/>gta-Archiv, Nachlass Moser.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"142\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-300x142.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Projektierte Universit\u00e4t mit Stallungen, welche direkt an den Klinikgarten grenzen und von Otto Haab beanstandet wurden, gezeichnet von Alfred Friedrich Bluntschli, 1907\" aria-describedby=\"gallery-9-543\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-300x142.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-768x364.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-1536x728.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-2048x971.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-65x31.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-225x107.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_33_Pettannice-350x166.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-9-543'>\n\t\t\t\tAbb. 33: Projektierte Universit\u00e4t mit Stallungen, welche direkt an den Klinikgarten grenzen und von Otto Haab beanstandet wurden, gezeichnet von Alfred Friedrich Bluntschli, 1907. <br \/>StAZH, PLAN D 1538.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Aufgrund von Otto Haabs persistierenden Protesten kam es zu einer Kompromissl\u00f6sung: Die Stallungen wurden weniger nah an die Augenklinik heranger\u00fcckt.<a href=\"#_ftn76\" id=\"return-footnote-76\"><sup>[76]<\/sup><\/a> Auch der Pavillon, der als L\u00fcftungsschacht f\u00fcr das Zoologische Institut dienen sollte, wurde nicht direkt in den Patientengarten gebaut, sondern weiter nach Westen verschoben, wo er heute noch steht. Er markiert damit die urspr\u00fcngliche Grenze der Klinik.<a href=\"#_ftn77\" id=\"return-footnote-77\"><sup>[77]<\/sup><\/a> Die Gartenanlage wurde auf Kosten der Universit\u00e4t auf der Westseite mit einer meterhohen Gr\u00fcnhecke umschlossen, hinter die zus\u00e4tzlich ein Drahtzaun gespannt wurde, sodass die von Haab bef\u00fcrchteten unbefugten Personen nicht auf das Gel\u00e4nde gelangen konnten.<a href=\"#_ftn78\" id=\"return-footnote-78\"><sup>[78]<\/sup><\/a> Den Bau des Uniturmes hingegen konnte Haab nicht verhindern. Diesen empfand er als besonders sch\u00e4digend f\u00fcr seine Klinik: \u00abAber ich konnte nicht mehr verh\u00fcten, dass durch den kolossalen Thurm, der etwa eine halbe Million kosten soll, das beste Licht f\u00fcr unser Operationszimmer f\u00fcr immer verloren gieng, sodass man nun meistens, bei tr\u00fcbem Wetter immer, bei k\u00fcnstlichem Licht zu operiren gen\u00f6thigt sein wird. Gl\u00fccklicherweise kann man manche Augenoperationen bei k\u00fcnstlichem Licht ausf\u00fchren, einzelne sogar besser als bei Tageslicht, aber f\u00fcr eine grosse Zahl derselben ist gutes Tageslicht von h\u00f6chstem Werth.\u00bb<a href=\"#_ftn79\" id=\"return-footnote-79\"><sup>[79]<\/sup><\/a> Bitter f\u00fcgte er an, dass er wegen des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes nur noch mit \u00abhalber Freude\u00bb arbeiten konnte.<a href=\"#_ftn80\" id=\"return-footnote-80\"><sup>[80]<\/sup><\/a> Wenn man ber\u00fccksichtigt, dass Luft und Licht die zwei massgeblichen Standortfaktoren f\u00fcr jeden Medizinalbau um 1900 darstellten, so ist Haabs Entr\u00fcstung nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer geplanten Feier zum 25-Jahr-Jubil\u00e4um des Klinikgeb\u00e4udes hielt Otto Haab 1914 fest, dass er nach wie vor stolz darauf sei, dass er damals \u00abjenes St\u00fcck Unkrautackerlein\u00bb f\u00fcr seine Augenklinik erk\u00e4mpft hatte.<a href=\"#_ftn81\" id=\"return-footnote-81\"><sup>[81]<\/sup><\/a> Ausserdem habe er damals niemals vorausahnen k\u00f6nnen, \u00abdass einmal die Universit\u00e4t und das m\u00e4chtige zoologische Institut in die jetzige Stelle hineingezw\u00e4ngt\u00bb werden w\u00fcrde.<a href=\"#_ftn82\" id=\"return-footnote-82\"><sup>[82]<\/sup><\/a> Weiter verwies er auf seine Behandlungsstatistik, die f\u00fcr ihn ein Beweis f\u00fcr die Zweckm\u00e4ssigkeit seines Klinikgeb\u00e4udes war. So habe er in seinen 25 Jahren als Klinikdirektor h\u00f6chstpers\u00f6nlich \u00ab138.972 Krankheitsf\u00e4lle zur Beobachtung und Behandlung\u00bb in der Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73 behandelt. Bei aller Kritik \u00fcbersah Haab allerdings grossz\u00fcgig, dass Karl Moser, der Architekt des neuen Hauptgeb\u00e4udes der Universit\u00e4t, die beiden Weberschen Bauten, namentlich die Augenklinik und das Physiologiegeb\u00e4ude, aktiv in die Planung des Kollegiengeb\u00e4udes einbezogen hatte, ihnen eine Fl\u00fcgelstellung zukommen liess und so zu einem stimmigen Ensemble gelangte.<a href=\"#_ftn83\" id=\"return-footnote-83\"><sup>[83]<\/sup><\/a> Otto Haab leitete die Augenklinik noch bis ins Jahr 1919. Dann gab er seinen R\u00fccktritt bekannt, um sich seiner wissenschaftlichen Schreibarbeit zu widmen. Mit dem Tod von Otto Haab im Jahr 1931 erlosch eine pr\u00e4gende Phase in der Geschichte der Klinik.<\/p>\n<p><strong>Das Ende der medizinischen \u00c4ra an der R\u00e4mistrasse 73<\/strong><\/p>\n<p>Otto Haabs Nachfolger passten die ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Innenr\u00e4ume stets den neuesten Erkenntnissen und ihren pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen an. Dreissig Jahre nach der Er\u00f6ffnung gen\u00fcgte die Augenklinik aber den Anspr\u00fcchen nicht mehr ganz. 1925 bezog sie deshalb im Bettenhaus an der Pestalozzistrasse einen zus\u00e4tzlichen Trakt, womit sie auf zwei Standorte aufgeteilt wurde. Diese L\u00f6sung war jedoch aus logistischen und betrieblichen Gr\u00fcnden nicht befriedigend.<\/p>\n<p>Im Verlauf der 1930er- und 1940er-Jahre \u00e4nderten sich die Vorstellungen einer effizienten Spitalarchitektur zu Gunsten einer dichten und zentralisierten Bebauung des Spitalareals, das durch einen kompletten Neubau des Kantonsspitals einen neuen Impuls erfahren sollte.<a href=\"#_ftn84\" id=\"return-footnote-84\"><sup>[84]<\/sup><\/a> Dies im Gegensatz zu den Ans\u00e4tzen im 19. Jahrhundert, medizinische Abteilungen m\u00f6glichst voneinander zu separieren. Die physisch abgetrennten Institute und Kliniken sollten daher \u2013 die Zustimmung der jeweiligen Direktoren vorausgesetzt \u2013 in den Nukleus des neuen Kantonsspitals zur\u00fcckgeholt werden. Im ersten Raumprogramm von 1940 war der Umzug der Augenklinik noch nicht vorgesehen, da der damals amtierende Klinikdirektor Alfred Vogt (1879\u20131943) nicht umziehen wollte. Erst im Rahmen eines neuen Programmentwurfs aus dem Jahr 1949 entschied sich Vogts Nachfolger Marc Amsler (1891\u20131968) doch f\u00fcr eine Wiedereingliederung in den geplanten Neubau, um aus der Isolation des separaten Geb\u00e4udes zu entkommen.<a href=\"#_ftn85\" id=\"return-footnote-85\"><sup>[85]<\/sup><\/a> Die medizinische \u00c4ra an der R\u00e4mistrasse 73 endete 1952 mit dem Auszug der Augenklinik.<\/p>\n<p><strong>Ein neues Zuhause f\u00fcr das Arch\u00e4ologische Institut und das Kunsthistorische Seminar<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Raumplanungsprogramm f\u00fcr den Neubau des Kantonsspitals aus dem Jahr 1948 wurde festgehalten, dass das unzweckm\u00e4ssig gewordene Klinikgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 der aus allen N\u00e4hten platzenden Universit\u00e4t zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollte. Schon bald war klar, dass das Arch\u00e4ologische Institut samt Sammlung in das Geb\u00e4ude einziehen w\u00fcrde. Seit der Er\u00f6ffnung 1914 hatte sich die Gipsfigurensammlung im Lichthof der Universit\u00e4t befunden, wo auch der arch\u00e4ologische Zeichenunterricht stattfand. Die Universit\u00e4t plante nun aber das Kollegiengeb\u00e4ude zu erweitern und wollte den Lichthof k\u00fcnftig f\u00fcr Festaktivit\u00e4ten und andere Ausstellungen benutzen. Eine solche Grossveranstaltung war f\u00fcr das Jahr 1951 im Zuge der 600-j\u00e4hrigen Zugeh\u00f6rigkeit Z\u00fcrichs zur Eidgenossenschaft geplant.<\/p>\n<p>Gegen dieses Vorhaben protestierte der damalige Lehrstuhlinhaber f\u00fcr Klassische Arch\u00e4ologie Arnold von Salis (1881\u20131958) heftig, da daf\u00fcr die Gipsfiguren ger\u00e4umt und magaziniert werden mussten.<a href=\"#_ftn86\" id=\"return-footnote-86\"><sup>[86]<\/sup><\/a> Z\u00e4hneknirschend begutachtete er gemeinsam mit ausgewiesenen Experten \u2013 darunter war auch sein k\u00fcnftiger Nachfolger Hansj\u00f6rg Bloesch (1912\u20131992) \u2013 die Augenklinik, welche ihm als neuer Standort angeboten wurde. Die Augenklinik erwies sich nach ihrem Eindruck als m\u00e4ssig bis gar nicht geeignet f\u00fcr die Aufnahme der Sammlung, besonders weil die grossen Gipsabg\u00fcsse dort keinen Platz finden w\u00fcrden. Von Salis betonte, dass umfassende und kostspielige Baumassnahmen n\u00f6tig sein w\u00fcrden, um angemessenen Raum f\u00fcr die kostbare Sammlung zu schaffen.<a href=\"#_ftn87\" id=\"return-footnote-87\"><sup>[87]<\/sup><\/a> Das bescheidene Dachgeschoss, in welchem die Privatabteilung der Klinik untergebracht gewesen war, kam f\u00fcr die Arch\u00e4ologische Sammlung und das Institut \u00fcberhaupt nicht in Frage, und so bem\u00fchten sich kurz darauf das Englische und das Kunsthistorische Seminar um den begehrten Platz.<\/p>\n<p>Am 12. November 1949 wandte sich Gotthard Jedlicka (1899\u20131965), der damalige Vorsteher des Kunstgeschichtlichen Seminars, an das Rektorat und machte auf die beengten Platzverh\u00e4ltnisse seines Fachbereichs aufmerksam, der seit 1914 in zwei R\u00e4umen im 1. Obergeschoss des Kollegiengeb\u00e4udes untergebracht war.<a href=\"#_ftn88\" id=\"return-footnote-88\"><sup>[88]<\/sup><\/a> \u00abDie gegenw\u00e4rtigen Raumverh\u00e4ltnisse im kunsthistorischen Seminar sind so ung\u00fcnstig, dass fast die H\u00e4lfte der wertvollen Bibliothek und die ganz reichhaltige Photothek [\u2026] praktisch f\u00fcr den Seminarbetrieb \u00fcberhaupt nicht in Frage kommen. Fachkollegen aus dem Ausland, die unser Seminar besichtigen, \u00e4ussern immer wieder ihr Befremden dar\u00fcber, dass die kunstgeschichtliche Disziplin mit so beschr\u00e4nkten R\u00e4umlichkeiten auskommen muss. Durch die Umsiedlung des kunsthistorischen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik des Kantonsspitals Z\u00fcrich, die ja schon seit einiger Zeit geplant ist, k\u00f6nnten alle Missst\u00e4nde behoben werden und w\u00e4re zugleich auch, nach unserer festen \u00dcberzeugung, die M\u00f6glichkeit einer gedeihlichen Entwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte gesichert.\u00bb<a href=\"#_ftn89\" id=\"return-footnote-89\"><sup>[89]<\/sup><\/a> Jedlicka errechnete f\u00fcr das Seminar ein Raumbed\u00fcrfnis von rund 176 m\u00b2 und machte eine detaillierte Dispositionsskizze (siehe Anhang) \u00fcber die zuk\u00fcnftige Belegung. Zu diesem Zeitpunkt verf\u00fcgte das Seminar \u00fcber f\u00fcnf Dozierende, f\u00fcr welche Jedlicka drei kleine B\u00fcror\u00e4ume vorsah. Jedlicka konnte sich mit seinem Vorschlag durchsetzen (vgl. Abb. 37, 56 und 57), w\u00e4hrend das Englische Seminar einen der durch den Umzug der Kunstgeschichte im Kollegiengeb\u00e4ude freigewordenen R\u00e4ume \u00fcbernehmen konnte.<a href=\"#_ftn90\" id=\"return-footnote-90\"><sup>[90]<\/sup><\/a><\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-10 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-10 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-10 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-10 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-10' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-3 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"278\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-300x278.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss des Kellers mit Magazinr\u00e4umen, 1955\" aria-describedby=\"gallery-10-544\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-300x278.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-1024x948.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-768x711.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-1536x1422.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-2048x1896.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-65x60.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-225x208.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_34_Pettannice-350x324.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-10-544'>\n\t\t\t\tAbb. 34: Grundriss des Kellers mit Magazinr\u00e4umen, 1955. <br \/>StAZH, PLAN D 2389.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"212\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-300x212.png\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss des Erdgeschosses, das neu als Arch\u00e4ologisches Museum diente, 1951\" aria-describedby=\"gallery-10-569\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-300x212.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-1024x725.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-768x544.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-65x46.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-225x159.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice-350x248.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_35_Pettanice.png 1394w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-10-569'>\n\t\t\t\tAbb. 35: Grundriss des Erdgeschosses, das neu als Arch\u00e4ologisches Museum diente, 1951. <br \/>StAZH, PLAN D 2388.1.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"207\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-300x207.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss des ersten Obergeschosses, wo das Arch\u00e4ologische Institut und der nicht\u00f6ffentliche Teil der Sammlung untergebracht war, 1953\" aria-describedby=\"gallery-10-545\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-300x207.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-1024x706.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-768x529.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-65x45.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-225x155.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_36_Pettannice-350x241.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-10-545'>\n\t\t\t\tAbb. 36: Grundriss des ersten Obergeschosses, wo das Arch\u00e4ologische Institut und der nicht\u00f6ffentliche Teil der Sammlung untergebracht war, 1953. <br \/>StAZH, PLAN D 2388.2.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Die Planungen f\u00fcr den Umbau waren ab 1949 in vollem Gange, dennoch kristallisierte sich schnell heraus, dass ein Einzug der Gipsfigurensammlung im Jahr 1951 nicht m\u00f6glich sein w\u00fcrde, sodass die Gipse vor\u00fcbergehend magaziniert werden mussten. Als es 1952 um die Bewilligung des Rahmenkredites f\u00fcr die geplanten Baumassnahmen ging, kamen innerhalb der Kantonsregierung weitere Bedenken auf. Vertreter der Sozialdemokratischen Fraktion konnten nicht nachvollziehen, wie \u00abangesichts der immer noch bestehenden Bettennot bisherige Spitalr\u00e4ume zur Aufbewahrung von Gipsfiguren Verwendung finden sollen.\u00bb (Abb. 34\u201336) Der Regierungsrat ging auf die Bedenken ein und verf\u00fcgte, dass das Klinikgeb\u00e4ude bis zur Fertigstellung des Stadtspitals Waid als Notfallreserve freigehalten werden m\u00fcsse. Dadurch konnte erst 1953 mit dem Umbau begonnen werden.<a href=\"#_ftn91\" id=\"return-footnote-91\"><sup>[91]<\/sup><\/a> Auf eine weitgehende Umgestaltung und Renovation des Geb\u00e4udes wurde gr\u00f6sstenteils verzichtet. Dabei wies besonders die Aussenfassade bereits gravierende Verwitterungssch\u00e4den auf, sodass die Gefahr von Steinschlag bestand. Als Pr\u00e4ventionsmassnahme liess die Universit\u00e4t Fassadenteile abschlagen, die Balustraden entfernen und das Kranzgesims mit einer Blechverkleidung versehen.<a href=\"#_ftn92\" id=\"return-footnote-92\"><sup>[92]<\/sup><\/a> Auch im Innern des Geb\u00e4udes beschr\u00e4nkte man sich auf dringend notwendige Sanierungen.<a href=\"#_ftn93\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> Der urspr\u00fcngliche H\u00f6rsaal wurde aufgehoben und ein neuer H\u00f6rsaal im ehemaligen Wartesaal eingerichtet. Die Gipsabgusssammlung belegte das Erdgeschoss und einen grossen Teil des ersten Obergeschosses, wo auch das Arch\u00e4ologische Institut untergebracht wurde. Das Kunsthistorische Seminar fand im Dachgeschoss seinen Platz. Beide Institute brachten dabei jeweils ihre eigene Bibliothek ein. 1954 war der Umzug des Kunstgeschichtlichen Seminars und des Arch\u00e4ologischen Instituts vollzogen. 1955 zog zus\u00e4tzlich das Anthropologische Institut im Kellergeschoss ein. Komplizierter gestaltete sich die Einrichtung der Sammlung, die weitere Reparaturen und Baumassnahmen erforderlich machten. Erst 1956 konnte das Arch\u00e4ologische Museum offiziell er\u00f6ffnet werden.<a href=\"#_ftn94\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> In den nachfolgenden Jahren schienen alle Institute mit der Unterbringung mehrheitlich zufrieden gewesen zu sein, obwohl besonders die B\u00fcror\u00e4umlichkeiten sehr klein bemessen waren.<a href=\"#_ftn95\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Als die beiden Institute wortw\u00f6rtlich zu gewichtig wurden<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_546\" aria-describedby=\"caption-attachment-546\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-300x212.jpg\" alt=\"Grundriss des Kunsthistorischen Seminars im Dachgeschoss. Die Raumverh\u00e4ltnisse wirken bescheiden, stellten allerdings im Vergleich zu den Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude eine erhebliche Erweiterung dar, 1951.\" class=\"wp-image-546 size-medium\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-300x212.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-768x543.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-2048x1449.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-225x159.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_37_Pettannice-350x248.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-546\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 37: Grundriss des Kunsthistorischen Seminars im Dachgeschoss. Die Raumverh\u00e4ltnisse wirken bescheiden, stellten allerdings im Vergleich zu den Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude eine erhebliche Erweiterung dar, 1951.<br \/>StAZH, PLAN D 2387.<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den fr\u00fchen 1960er-Jahren wurden Planungen zur Weiterentwicklung des gesamten Universit\u00e4tscampus aufgenommen, die umfangreiche Erweiterungsmassnahmen vorsahen. So sollte die alte Augenklinik abgerissen und an ihrer Stelle ein Neubau mit einer zus\u00e4tzlichen Aula und einem H\u00f6rsaal als Erweiterung des Hauptgeb\u00e4udes errichtet werden. Als Ersatz sah man die Errichtung eines grossen Seminar- und Sammlungsgeb\u00e4udes anstelle der Liegenschaften R\u00e4mistrasse 62\u201366 vor, in welches dann auch das Arch\u00e4ologische Institut und das Kunstgeschichtliche Seminar einziehen sollten.<a href=\"#_ftn96\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a>(Abb. 37)<\/p>\n<figure id=\"attachment_547\" aria-describedby=\"caption-attachment-547\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-300x224.jpg\" alt=\"Aufstellung der Gipsfigurensammlung im ersten Obergeschoss der ehemaligen Augenklinik\" class=\"wp-image-547 size-medium\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-300x224.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-768x573.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-1536x1147.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-2048x1529.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-65x49.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-225x168.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_38_Pettannice-350x261.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-547\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 38: Aufstellung der Gipsfigurensammlung im ersten Obergeschoss der ehemaligen Augenklinik. Die Innenr\u00e4ume wurden kaum den Bed\u00fcrfnissen der Institute angepasst, da man das Geb\u00e4ude f\u00fcr ein Abbruchobjekt hielt, 1955.v <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.47.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hansj\u00f6rg Bloesch frohlockte. Ihm gefiel die Vorstellung eines Geb\u00e4udes, in dem Kunstgeschichte, Arch\u00e4ologie, Geschichte und Altphilologie unter einem Dach vereint gelehrt werden w\u00fcrden, w\u00e4hrend gleichzeitig ein gemeinsamer Raum f\u00fcr die Sammlungen der Arch\u00e4ologie, Zoologie und V\u00f6lkerkunde geschaffen werden sollte.<a href=\"#_ftn97\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a> Adolf Reinle (1920\u20132006), der damalige Vorsteher des Kunsthistorischen Seminars, stand dem geplanten Vorhaben hingegen skeptisch gegen\u00fcber. In einem Schreiben vom 4. Juni 1971 an das Rektorat verwies er darauf, dass es schwierig werden d\u00fcrfte, einen Neubau stimmig in die L\u00fccke zwischen Universit\u00e4t und ETH einzuf\u00fcgen \u2013 die alte Augenklinik sei nicht nur architektonisch, sondern auch st\u00e4dtebaulich ein wertvolles Bindeglied zwischen den beiden altehrw\u00fcrdigen Hochschulbauten. \u00abZu einem Zeitpunkt, da die Kunstwissenschaft in wachsendem Masse sich der k\u00fcnstlerischen Werte in der Architektur des 19. Jhs. und der Jahrhundertwende bewusst wird und ihr ausgedehnte Forschungen widmet, w\u00e4re es f\u00fcr uns paradox, diskussionslos dem Abbruch eines Hauses wie R\u00e4mistrasse 73 zuzusehen.\u00bb<a href=\"#_ftn98\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> Damit war die Debatte um die Zukunft der ehemaligen Augenklinik lanciert. Unbestritten war n\u00e4mlich die Tatsache, dass eine Sanierung oder ein Abbruch bald unumg\u00e4nglich sein w\u00fcrde. Dass das Geb\u00e4ude in einem denkbar schlechten Zustand war und seine Funktion als Seminar- und Ausstellungsgeb\u00e4ude nicht mehr ganz erf\u00fcllen konnte, zeigte sich auf verschiedene Weise. So kam es beispielsweise in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 1971 zu einem aufsehenerregenden Kunstraub: F\u00fcnf h\u00f6lzerne Mumienportraits im Wert von rund 250&#8217;000 Franken wurden aus der Arch\u00e4ologischen Sammlung gestohlen. Der Kunstraub verlief glimpflich, indem das gesamte Diebesgut von der franz\u00f6sischen Polizei in Paris sichergestellt und retourniert werden konnte. Der Raub offenbarte allerdings die Vulnerabilit\u00e4t der Sammlung. In der Folge wurden ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet und zus\u00e4tzlich zur seit 1970 eingerichteten Bewachung durch die Securitas AG eine Alarmanlage eingebaut.<a href=\"#_ftn99\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_548\" aria-describedby=\"caption-attachment-548\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-300x219.jpg\" alt=\"Zustand der Augenklinik vor dem Abbruch der Balustrade, 1970\" class=\"wp-image-548 size-medium\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-300x219.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-1024x749.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-768x562.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-1536x1123.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-2048x1498.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-65x48.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-225x165.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_39_Pettannice-350x256.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-548\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 39: Zustand der Augenklinik vor dem Abbruch der Balustrade, 1970. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.44.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Weiter zeigte sich bald, dass die Holzb\u00f6den dem Gewicht der beiden Bibliotheken nicht gewachsen waren und allm\u00e4hlich durchbogen. Deshalb musste 1974 im Kunsthistorischen Institut ein sofortiger Anschaffungsstopp f\u00fcr B\u00fccher erlassen werden.<a href=\"#_ftn100\" id=\"return-footnote-100\"><sup>[100]<\/sup><\/a> Auch die Gipsfigurensammlung, die vom Lichthof des Kollegiengeb\u00e4udes in das Institutsgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 transferiert und dort in den Korridoren aufgestellt worden war (Abb. 38), \u00fcberschritt das errechnete Maximalgewicht. Aufgrund statischer Bedenken wurde ein umfangreiches Gutachten \u00fcber den baulichen Zustand der Alten Augenklinik in Auftrag gegeben. Das Resultat fiel ern\u00fcchternd aus: Nicht nur der verwendete Sandstein erwies sich als von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte, sondern es wurde auch festgestellt, dass sich das Geb\u00e4ude schon kurz nach seiner Errichtung um etwa 30 Zentimeter in der Diagonalen abgesenkt hatte und dadurch erhebliche Mauerrisse entstanden waren. (Abb. 39) Die Ursache f\u00fcr die Setzung lag in der schlechten Bodenbeschaffenheit begr\u00fcndet, da der Bau 1895 direkt auf die unterschiedlich m\u00e4chtige Aufsch\u00fcttung der einstigen Schanzenanlage aufgesetzt worden war, was bei der urspr\u00fcnglichen Fundierung nicht gen\u00fcgend ber\u00fccksichtigt wurde.<a href=\"#_ftn101\" id=\"return-footnote-101\"><sup>[101]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Ein denkw\u00fcrdiges Geb\u00e4ude? \u2013 Abbruchpl\u00e4ne und Widerstand<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_549\" aria-describedby=\"caption-attachment-549\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-300x201.jpg\" alt=\"Blick ins Innere des Geb\u00e4udes unmittelbar vor der Sanierung, 1979\" class=\"wp-image-549 size-medium\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-300x201.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-1024x685.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-768x514.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-2048x1371.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-225x151.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_40_Pettannice-350x234.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-549\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 40: Blick ins Innere des Geb\u00e4udes unmittelbar vor der Sanierung, 1979. <br \/>ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Foto: Walter Schmid.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_550\" aria-describedby=\"caption-attachment-550\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-300x204.jpg\" alt=\"Der urspr\u00fcnglich verwendete Sandstein erwies sich von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte\" class=\"wp-image-550 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-300x204.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-768x523.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-1536x1045.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-2048x1394.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_41_Pettannice-350x238.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-550\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 41: Der urspr\u00fcnglich verwendete Sandstein erwies sich von \u00e4usserst schlechter Qualit\u00e4t, was die starke Verwitterung erkl\u00e4rte, 1974.<br \/>Mediathek KHIST, 431 II.28.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aufgrund der massiven Sch\u00e4den an dem Geb\u00e4ude zeichnete sich ab, dass eine Sanierung teurer zu stehen kommen w\u00fcrde als ein Neubau. Die Frage nach dem Erhalt der ehemaligen Augenklinik wurde nun virulent und reihte sich ein in die ab den 1960er-Jahren aufkeimende Debatte \u00fcber den Erhalt von Bausubstanz aus dem 19. Jahrhundert. Bauten des Historismus wurden lange Zeit geringgesch\u00e4tzt und grossz\u00fcgig abgebrochen. So waren zwischen 1960 und 1980 auch Grossbauten wie der Z\u00fcrcher Hauptbahnhof und das alte Physikgeb\u00e4ude der ETH an der Gloriastrasse 35 von Abbruchpl\u00e4nen betroffen. Dagegen formierte sich Widerstand. Es ist kein Zufall, dass die Gr\u00fcndung des Stadtz\u00fcrcherischen Heimatschutzvereines in das Jahr 1973 f\u00e4llt. Gleichzeitig fand innerhalb der Denkmalpflege und der Kunstgeschichte eine zunehmende Hinwendung zum j\u00fcngeren Kulturerbe statt.<a href=\"#_ftn102\" id=\"return-footnote-102\"><sup>[102]<\/sup><\/a> In der Folge wurde praktisch \u00fcber jedes gr\u00f6ssere Abbruchprojekt gestritten \u2013 mit jeweils unterschiedlichem Ausgang.<a href=\"#_ftn103\" id=\"return-footnote-103\"><sup>[103]<\/sup><\/a> Die Umgestaltungspl\u00e4ne erreichten auch das Hochschulquartier. Der Kantonsarch\u00e4ologe und Denkmalpfleger Walter Drack (1917\u20132000) setzte sich ab 1970 f\u00fcr den Erhalt der maroden Alten Augenklinik (Abb. 40 und 41) ein.<a href=\"#_ftn104\" id=\"return-footnote-104\"><sup>[104]<\/sup><\/a> Allerdings standen die Vorzeichen zun\u00e4chst schlecht, wie eine Besprechungsnotiz von Drack belegt: \u00abHerr Kantonsbaumeister Witschi erkl\u00e4rte, dass die ehem. Augenklinik im Rahmen eines Ausbauprogramms der Universit\u00e4t unrettbar aufgegeben sei, \u2013 zumal auch mit enormen Restaurierungskosten zu rechnen w\u00e4re&#8230; Die \u00fcbrigen anwesenden Herren h\u00f6rten resigniert zu, \u2013 worauf der Fragesteller \u2013 ebenfalls resigniert \u2013 diese Notiz zu Papier brachte.\u00bb<a href=\"#_ftn105\" id=\"return-footnote-105\"><sup>[105]<\/sup><\/a> Die besagte Resignation schien nicht von langer Dauer gewesen zu sein \u2013 im Gegenteil. 1973 visitierte eine Kommission der Denkmalpflege das Geb\u00e4ude. Der damalige Kommissionspr\u00e4sident, Dr. Hans Armin L\u00fcthy (1932\u20132009), w\u00fcrdigte das Geb\u00e4ude in seinem Bericht aufgrund seiner repr\u00e4sentativen Aussenfassade und der gelungenen Einbindung zwischen den beiden Universit\u00e4tsgeb\u00e4uden als sch\u00fctzenswert und bemerkte: \u00abDas Seminargeb\u00e4ude R\u00e4mistrasse 73 besitzt zwar nicht ganz den Rang der Werke Gottfried Sempers. Dessen Schule \u00e4ussert sich hier jedoch \u00fcberzeugend in der wohlabgewogenen Disposition des Ganzen wie des Einzelnen, in den Proportionen sowie in der Sorgfalt der Steinbehauung. Pracht und W\u00fcrde, wie es das 19. Jahrhundert von einem Staatsbau erwartete, sind hier gestaltet, ohne zum leeren Selbstzweck zu werden. Das Verschwinden dieses Bauwerkes w\u00fcrde in den bereits merklich geschm\u00e4lerten Bestand an wertvollen Bauten des letzten Jahrhunderts eine empfindliche neue L\u00fccke reissen, die angesichts der von Semper, Gull und Moser geschaffenen, architektonisch anspruchsvollen Umgebung durch keinen Neubau geschlossen werden k\u00f6nnte.\u00bb<a href=\"#_ftn106\" id=\"return-footnote-106\"><sup>[106]<\/sup><\/a> Die reiche Aussenfassade, die um 1900 noch f\u00fcr Kritik gesorgt hatte, avancierte nun zum Hauptargument f\u00fcr die Rettung des gesamten Geb\u00e4udes. Weiter erkannten die Denkmalpfleger, dass die R\u00e4mistrasse als Ganzes die Bauweise und verschiedenen Spielformen des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt. Die Augenklinik \u00abaus diesem gewachsenen und komponierten Ensemble herauszubrechen w\u00e4re allein schon eine st\u00e4dtebauliche S\u00fcnde\u00bb, hiess es darauf von Seiten der Professoren beider betroffenen Institute.<a href=\"#_ftn107\" id=\"return-footnote-107\"><sup>[107]<\/sup><\/a> Obwohl bald ein breiter Konsens \u00fcber den Erhalt der Klinik bestand, wurde aufgrund der notwendigen Gesamtrenovation unter anderem dar\u00fcber nachgedacht, das ganze Geb\u00e4ude abzureissen und einen Neubau nach den originalen Pl\u00e4nen zu erstellen. Allerdings war dieses Vorhaben kaum zu finanzieren und technisch \u00e4usserst anspruchsvoll. Als Alternative zog die kantonsr\u00e4tliche Kommission in Betracht, alle verbauten Werkst\u00fccke sorgf\u00e4ltig abzutragen, diese einzulagern und dann im Rahmen eines Neubaus wieder einzusetzen. Doch auch diese Variante \u00fcberzeugte nicht.<a href=\"#_ftn108\" id=\"return-footnote-108\"><sup>[108]<\/sup><\/a> Schliesslich beauftragte der Regierungsrat den Architekten Hans von Meyenburg (1915\u20131995) damit, ein Sanierungsprojekt auszuarbeiten.<a href=\"#_ftn109\" id=\"return-footnote-109\"><sup>[109]<\/sup><\/a> Von Meyenburg hatte sich mit der Restaurierung von anspruchsvollen Bauten in Z\u00fcrich einen Namen gemacht und verf\u00fcgte \u00fcber umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden und in der Sanierung von Schulbauten.<a href=\"#_ftn110\" id=\"return-footnote-110\"><sup>[110]<\/sup><\/a> Es war sein erkl\u00e4rtes Ziel, den urspr\u00fcnglichen architektonischen Duktus der ehemaligen Augenklinik so weit wie m\u00f6glich zu erhalten, dies auch unter \u00abInkaufnahme von Sch\u00f6nheitsfehlern\u00bb.<a href=\"#_ftn111\" id=\"return-footnote-111\"><sup>[111]<\/sup><\/a> Gleichzeitig sollte das Geb\u00e4ude an die Bed\u00fcrfnisse der Institute und Seminare angepasst werden, was mehrere Kompromisse erforderlich machte. Dar\u00fcber hinaus verwirklichte von Meyenburg ein neues Farbkonzept, das auf gr\u00fcne Farbakzente im Innern und kobaltgr\u00fcne Fensterr\u00e4hmen setzte, womit sich das Geb\u00e4ude noch nat\u00fcrlicher zwischen ETH und Universit\u00e4tsgeb\u00e4ude eingliedern sollte. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Umgebungsgestaltung. W\u00e4hrend das Geb\u00e4ude in den 1970er-Jahre von Autos f\u00f6rmlich umstellt war, wurde nun die Aufhebung aller Parkpl\u00e4tze geplant. (Abb. 42) Die f\u00fcr die aufwendige Renovation und Restaurierung veranschlagten Kosten beliefen sich auf rund 13.6 Millionen Franken. Diese Summe stiess auf politischen Widerstand, und es wurde das Referendum gegen den Kredit ergriffen, womit das Anliegen vors Volk kam.<a href=\"#_ftn112\" id=\"return-footnote-112\"><sup>[112]<\/sup><\/a> (Abb. 43)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-11 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-11 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-11 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-11 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-11' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"214\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-300x214.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Um die gesamte Klinikanlage herum waren Parkpl\u00e4tze angelegt. Zustand 1979 unmittelbar vor der Sanierung\" aria-describedby=\"gallery-11-551\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-300x214.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-1024x730.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-768x547.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-1536x1095.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-2048x1460.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-225x160.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_42_Pettannice-350x249.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-11-551'>\n\t\t\t\tAbb. 42: Um die gesamte Klinikanlage herum waren Parkpl\u00e4tze angelegt. Zustand 1979 unmittelbar vor der Sanierung. <br \/>BAZ, BAZ_075542.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"250\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-300x250.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Abstimmungsinserat in der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung, Februar 1979.\" aria-describedby=\"gallery-11-552\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-300x250.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-1024x853.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-768x640.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-1536x1280.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-2048x1706.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-65x54.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-225x187.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_43_Pettannice-350x292.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-11-552'>\n\t\t\t\tAbb. 43: Abstimmungsinserat in der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung, Februar 1979.<br \/>Abstimmungsinserate in der NZZ, Februar 1979.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Verschiedene Professoren der Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie setzten sich im Vorfeld der Abstimmung f\u00fcr den Erhalt des Geb\u00e4udes ein und wehrten sich gegen die erw\u00e4hnte \u00abAbbruchmentalit\u00e4t\u00bb.<a href=\"#_ftn113\" id=\"return-footnote-113\"><sup>[113]<\/sup><\/a> Die Argumente der Gegner:innen \u00e4hnelten jenen von 1900. Die Gegner:innen waren zwar nicht prinzipiell gegen eine Renovation, aber sie betonten, \u00ab[&#8230;] dass hier mit der grossen Kelle angerichtet und mit \u00fcberm\u00e4ssigem Perfektionismus\u00bb vorgegangen werde.<a href=\"#_ftn114\" id=\"return-footnote-114\"><sup>[114]<\/sup><\/a> Die Augenklinik wurde damit wie schon 1895 zum Luxusprojekt erkl\u00e4rt, welches die Staatskasse \u00fcberm\u00e4ssig belaste. Diesmal ging es aber nicht um das Renommee der Mediziner, sondern die Kritiker machten \u00fcberm\u00e4ssige Perfektionsgel\u00fcste der Vertreter der kunsthistorischen Zunft f\u00fcr das teure Vorhaben verantwortlich.<a href=\"#_ftn115\" id=\"return-footnote-115\"><sup>[115]<\/sup><\/a> Der einstige Palast der Augenheilkunde wurde von den Gegnern zum luxuri\u00f6sen Elfenbeinpalazzo f\u00fcr die abgehobene universit\u00e4re Kunstwissenschaft hochstilisiert.<\/p>\n<p>Die Abstimmung fiel im Februar 1979 deutlich zugunsten der Renovation aus, und schon bald erfolgte der erste Spatenstich.<a href=\"#_ftn116\" id=\"return-footnote-116\"><sup>[116]<\/sup><\/a> Da die Klinik wie bereits erw\u00e4hnt auf schlechtem Boden stand und die urspr\u00fcngliche Fundamentierung mangelhaft war, schlug von Meyenburg im Zuge der Unterfangung den Bau eines durchgehenden zweiten Untergeschosses vor. Zur weiteren Stabilisierung wurden die urspr\u00fcnglichen Holzdecken und auch grosse Teile der Innenw\u00e4nde des S\u00fcdfl\u00fcgels schrittweise abgebrochen und durch Betondecken und ein neues Trageskelett verst\u00e4rkt. Die Westseite des Mittelrisalits wurde in der Folge bis auf die Grundmauer abgebrochen, neu aufgerichtet und durch einen Attikaaufbau aufgestockt.<a href=\"#_ftn117\" id=\"return-footnote-117\"><sup>[117]<\/sup><\/a> (Abb. 44\u201347) Dank der Aufstockung des Mittelrisalits und einer neuen, erh\u00f6hten Dachkonstruktion konnten die beiden ehemaligen \u00abDachwinden\u00bb im zweiten Obergeschoss vollst\u00e4ndig ausgebaut und nutzbar gemacht werden. Damit erhielt das Kunstgeschichtliche Seminar einen erheblichen Raumzuwachs: Im zweiten Obergeschoss fanden nun Bibliothek, Fotothek und \u00dcbungsr\u00e4ume Platz. (Abb. 48) Die B\u00fcros der Professoren wurden im Dachgeschoss untergebracht. (Abb. 49)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-12 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-12 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 25%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-12 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-12 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-12' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_44_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_44_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Aufnahme, die den Zustand w\u00e4hrend der Sanierungsarbeiten dokumentiert, wahrscheinlich vom Uniturm aus fotografiert, um 1981\" aria-describedby=\"gallery-12-553\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-553'>\n\t\t\t\tAbb. 44: Aufnahme, die den Zustand w\u00e4hrend der Sanierungsarbeiten dokumentiert, wahrscheinlich vom Uniturm aus fotografiert, um 1981. <br \/>UZH Jahresbericht 1984\/85.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"98\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Der hintere Teil des Mittelrisalits wurde komplett abgebrochen und neu aufgerichtet, andere Geb\u00e4udeteile wurden ausger\u00e4umt und mit einem neuen Tragger\u00fcst verst\u00e4rkt. Haupts\u00e4chlich erhalten geblieben ist das Vestib\u00fcl. Die Aussenfassade wurde nach den Pl\u00e4nen von Weber restauriert, Aufnahme um 1981\" aria-describedby=\"gallery-12-554\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice.jpg 8910w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-300x196.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-1024x671.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-768x503.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-65x43.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-225x147.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_45_Pettannice-350x229.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-554'>\n\t\t\t\tSchlagwort Fotograf: Baustelle\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_46_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_46_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Fotografie zur Erinnerung an das Richtfest vom 25. M\u00e4rz 1983\" aria-describedby=\"gallery-12-555\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-555'>\n\t\t\t\tAbb. 46: Fotografie zur Erinnerung an das Richtfest vom 25. M\u00e4rz 1983. <br \/>gta-Archiv, Nachlass Hans von Meyenburg.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_47_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_47_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Frisch restaurierte Aussenfassade, die durch die kobaltgr\u00fcnen Fensterrahmen einen neuen farblichen Akzent erhielt, um 1984\" aria-describedby=\"gallery-12-556\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-556'>\n\t\t\t\tAbb. 47: Frisch restaurierte Aussenfassade, die durch die kobaltgr\u00fcnen Fensterrahmen einen neuen farblichen Akzent erhielt, um 1984. <br \/>ETH-Bibliothek, Bildarchiv, Foto: Georg M\u00f6rsch.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/><\/p>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_48_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_48_Pettannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Grundriss des zweiten Obergeschosses mit den erweiterten Fl\u00fcgeln\" aria-describedby=\"gallery-12-557\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-557'>\n\t\t\t\tAbb. 48: Grundriss des zweiten Obergeschosses mit den erweiterten Fl\u00fcgeln, 1984.<br \/>StAZH, E III 6\/3, S. 46.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_49_Petannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_49_Petannice-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Neuer Dachaufbau mit B\u00fcror\u00e4umlichkeiten f\u00fcr das Kunstgeschichtliche Seminar, 1984\" aria-describedby=\"gallery-12-558\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-12-558'>\n\t\t\t\tAbb. 49: Neuer Dachaufbau mit B\u00fcror\u00e4umlichkeiten f\u00fcr das Kunstgeschichtliche Seminar, 1984. <br \/>StAZH, E III 6\/3, S. 47.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p>\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n<p>W\u00e4hrend der anspruchsvollen Bauarbeiten kam es dreimal zu einer Setzung. Die folgenreichste von ihnen ereignete sich in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober 1980, als der S\u00fcdfl\u00fcgel um 14 Zentimeter absank, wodurch bis zu 6 Zentimeter breite Risse an der Ostfassade entstanden.<a href=\"#_ftn118\" id=\"return-footnote-118\"><sup>[118]<\/sup><\/a> Aufgrund dieser massiven Besch\u00e4digung kam es nicht nur zu einer erheblichen Bauverz\u00f6gerung, sondern auch zu Mehrkosten von rund 1.5 Millionen Franken. Die Ursache waren Berechnungsfehler und Fehleinsch\u00e4tzungen des Bauingenieurs, der es zudem unterlassen hatte, den S\u00fcdfl\u00fcgel ausreichend zu unterfangen. Das Projektbudget musste also wie beim Bau der Klinik nach oben korrigiert werden. <a href=\"#_ftn119\" id=\"return-footnote-119\"><sup>[119]<\/sup><\/a> Die Eingriffe in die bestehende Bausubstanz waren massiv, dennoch verzichtete von Meyenburg zu Gunsten einer einheitlichen Gesamtwirkung darauf, die neuen Bauteile als solche kenntlich zu machen. Einige originale Bauteile wurden im Zuge der Renovationsarbeiten wiederverwendet. So bilden die aus der urspr\u00fcnglichen Liftanlage von 1905 stammenden Gusseisent\u00fcren heute die Zutrittsschranke zum Museumsbereich. Eine dieser Liftt\u00fcren hat die K\u00fcnstlerin Heidi Bucher (1926\u20131993) im Jahr 1982 w\u00e4hrend der laufenden Sanierungsmassnahmen im Rahmen einer Kunstaktion \u00abgeh\u00e4utet\u00bb. Der Kanton Z\u00fcrich kaufte das Werk und platzierte es im Aufenthaltsraum bei den \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb, wo es bis 2021 hing, ehe es f\u00fcr eine Kunstausstellung nach M\u00fcnchen transportiert wurde (vgl. Abb. 53). Die originalen Oberlichter aus Buntglas wurden in der Bibliothek des Kunstgeschichtlichen Seminars wiederverwendet. (Abb. 50 und 51)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-13 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-13 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-13 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-13 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-13' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"215\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-300x215.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Ehemalige Aufzugst\u00fcren der Augenklinik dienen nun als Museumseingang\" aria-describedby=\"gallery-13-559\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-300x215.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-1024x732.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-768x549.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-1536x1098.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-2048x1464.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-225x161.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_50_Pettannice-350x250.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-13-559'>\n\t\t\t\tAbb. 50: Ehemalige Aufzugst\u00fcren der Augenklinik dienen nun als Museumseingang, 1984. <br \/>Mediathek KHIST; 431.II.22.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"216\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-216x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Bibliothek des Kunsthistorischen Seminars mit wiederverwendeten Buntgl\u00e4sern der Augenklinik nach Gesamtsanierung, 1984\" aria-describedby=\"gallery-13-560\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-216x300.jpg 216w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-736x1024.jpg 736w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-768x1069.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-1103x1536.jpg 1103w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-1471x2048.jpg 1471w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-65x90.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-225x313.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-350x487.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_51_Pettannice-scaled.jpg 1839w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-13-560'>\n\t\t\t\tAbb. 51: Bibliothek des Kunsthistorischen Seminars mit wiederverwendeten Buntgl\u00e4sern der Augenklinik nach Gesamtsanierung, 1984. <br \/>Mediathek KHIST; 431.II.10.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Die Sanierungsarbeiten dauerten von 1980\u20131984. In dieser Zeit bezogen das Arch\u00e4ologische Institut samt Museum sowie das Kunstgeschichtliche Seminar provisorisch R\u00e4umlichkeiten an der K\u00fcnstlergasse 16. Die Studierenden betrachteten die Sanierungsarbeiten argw\u00f6hnisch und setzten sich auch in ihrer Studierendenzeitschrift damit auseinander. So schrieb Redaktor Hans Frei 1982 in seinem Artikel <em>Die Denkmalpflege ist ein Papiertiger<\/em>: \u00abDie Praxis gibt mir wegen 2 Beobachtungen zu denken. Die eine ist die, dass unter der Aufsicht der Denkmalpflege immer nur Luxus entsteht; die andere, dass h\u00e4ufig an denkmalgesch\u00fctzten H\u00e4usern die alten Fassaden blosse Kulissen f\u00fcr total ver\u00e4nderte Nutzungen sind.\u00bb<a href=\"#_ftn120\" id=\"return-footnote-120\"><sup>[120]<\/sup><\/a> Am 2. November 1984 wurde das neue Institutsgeb\u00e4ude feierlich eingeweiht. Die einstige Augenklinik war nun zur Schule des Sehens geworden. Das aufwendig sanierte Geb\u00e4ude stiess allerdings bei einigen Studierenden auf wenig Gegenliebe. Ein eindr\u00fcckliches Stimmungsbild gibt die Ausgabe der <em>Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen<\/em> aus dem Wintersemester 1983\/84. Darin wurde unter anderem eine Umfrage unter den Studierenden durchgef\u00fchrt und danach gefragt, wie das neue Geb\u00e4ude auf sie wirke. Hier heisst es unter anderem: \u00abDie Atmosph\u00e4re erinnere an McDonalds, sei k\u00fchl frostig, steril und n\u00fcchtern. Sie h\u00e4nge von den Leuten ab, bemerkte jemand. Aber ein anderer beklagte sich \u00fcber das Fehlen von Lachen und Gel\u00f6stheit, das Klima sei museal. Man w\u00fcnscht Gr\u00fcnpflanzen. Ausserdem fehlen Aschenbecher.\u00bb<a href=\"#_ftn121\" id=\"return-footnote-121\"><sup>[121]<\/sup><\/a> Dies war mit Sicherheit nicht die Reaktion, die sich Hans von Meyenburg und die Denkmalpflege gew\u00fcnscht hatten. In den 1980er-Jahren mit dem Lokal einer amerikanischen Schnellimbisskette verglichen zu werden, kam faktisch der H\u00f6chststrafe gleich.<a href=\"#_ftn122\" id=\"return-footnote-122\"><sup>[122]<\/sup><\/a> Auch die Bibliothek wusste nicht zu \u00fcberzeugen und wurde von den Studierenden gerne als \u00abHochsicherheitstrakt\u00bb bezeichnet.<a href=\"#_ftn123\" id=\"return-footnote-123\"><sup>[123]<\/sup><\/a> Als Stimme aus der Professorenschaft liesse sich Hans-Rudolf Sennhauser (* 1931) zitieren: \u00abDass jeder Dozent sein Zimmer oder seine Zelle hat und vom Nachbarn nicht mehr durch eine Papierwand getrennt ist, dass er nicht mehr einen Kollegen hinauskomplimentieren muss, wenn er eine Pr\u00fcfung zu bestehen hat, ist ein angenehmes Novum. Zugegeben \u2013 wir haben nicht \u00abviel Platz\u00bb. Aber das kann die Chance bedeuten, dass sich eine auf gegenseitiges Verst\u00e4ndnis und auf R\u00fccksichtnahme beruhende gute Arbeitsatmosph\u00e4re bildet. F\u00fcr Kritik scheint es mir reichlich fr\u00fch, \u2013 oder viel zu sp\u00e4t.\u00bb<a href=\"#_ftn124\" id=\"return-footnote-124\"><sup>[124]<\/sup><\/a> Gleichzeitig wies Sennhauser mit Recht darauf hin, dass das restaurierte Geb\u00e4ude schon allein dadurch eine besondere Stellung einnehme, weil dessen kostspielige Sanierung politisch \u00fcberhaupt durchgekommen sei.<a href=\"#_ftn125\" id=\"return-footnote-125\"><sup>[125]<\/sup><\/a> M\u00f6glicherweise waren es genau die eingegangenen Kompromisse, welche daf\u00fcr gesorgt haben, dass das Geb\u00e4ude bis zum heutigen Zeitpunkt als Seminargeb\u00e4ude fungieren kann. Das Geb\u00e4ude ist zu einem Zeitzeugnis der denkmalpflegerischen Bem\u00fchungen rund um die R\u00e4mistrasse geworden, welche heute ein anschauliches Bauerbe des 19. und 20. Jahrhunderts darstellt.<\/p>\n<p>Die anf\u00e4nglich kritische Stimmung gegen\u00fcber dem Institutsgeb\u00e4ude hat sich mittlerweile gelegt. Das Kunsthistorische und das Arch\u00e4ologische Institut sind an Ort und Stelle geblieben \u2013 die Aschenbecher der 1980er-Jahre sind hingegen verschwunden. Bis heute wird die Alte Augenklinik als Museum und Lehrgeb\u00e4ude genutzt, und viele Studierende sch\u00e4tzen die famili\u00e4re Stimmung in der Bibliothek oder bei den \u00abgr\u00fcnen\u00bb St\u00fchlen.<a href=\"#_ftn126\" id=\"return-footnote-126\"><sup>[126]<\/sup><\/a> (Abb. 52 und 53) Das Haus ist \u2013 wenn nicht gerade eine Pandemie w\u00fctet \u2013 belebt. (Abb. 54)<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-14 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-14 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-14 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-14 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-14' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-3 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_52_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_52_Pettannice-225x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Cafeteria mit den inzwischen entsorgten \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb der zweiten Generation, 2021\" aria-describedby=\"gallery-14-561\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_52_Pettannice-225x300.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_52_Pettannice-65x87.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_52_Pettannice-350x467.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-14-561'>\n\t\t\t\tAbb. 52: Cafeteria mit den inzwischen entsorgten \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb der zweiten Generation, 2021. <br \/>Mediathek KHIST, 431.II.20.<br \/>Mediathek KHIST, 431.II.20.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-213x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Cafeteria mit den originalen \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb. Die giftgr\u00fcne Farbe der St\u00fchle sorgte bei den Studierenden f\u00fcr Kritik\" aria-describedby=\"gallery-14-562\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-213x300.jpg 213w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-728x1024.jpg 728w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-768x1081.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-1091x1536.jpg 1091w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-1455x2048.jpg 1455w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-225x317.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-350x493.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_53_Pettannice-scaled.jpg 1819w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-14-562'>\n\t\t\t\tAbb. 53: Cafeteria mit den originalen \u00abgr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb. Die giftgr\u00fcne Farbe der St\u00fchle sorgte bei den Studierenden f\u00fcr Kritik. Dennoch etablierte sich der Institutstreffpunkt \u00abbei den gr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb. Im Hintergrund die \u00abHaut\u00bb der Liftt\u00fcr von der K\u00fcnstlerin Heidi Bucher, 1984. <br \/>Foto: Nadia Pettannice.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-225x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchjahr 2021\" aria-describedby=\"gallery-14-563\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-225x300.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-768x1024.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-65x87.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice-350x467.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_54_Pettannice.jpg 1800w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-14-563'>\n\t\t\t\tAbb. 54: Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchjahr 2021.<br \/>Foto: Nadia Pettannice.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<p>Doch seit einigen Jahren lassen sich abermals Wanderungsbewegungen registrieren: Nachdem die P\u00e4dagogische Hochschule im Jahr 2012 ihren Standort in der alten Kantonsschule an der R\u00e4mistrasse 59 verlassen hatte, wurde das Geb\u00e4ude von der Universit\u00e4t \u00fcbernommen und saniert. 2015 konnte ein Teil des wachsenden Kunsthistorischen Instituts sowie die Bibliothek der Ostasiatischen Kunstgeschichte die neuen R\u00e4umlichkeiten beziehen.<a href=\"#_ftn127\" id=\"return-footnote-127\"><sup>[127]<\/sup><\/a> Die Zukunft der beiden verbleibenden Institutsbibliotheken wird aktuell (2021) im Rahmen eines grossen Zentralisierungsprojektes besprochen.<\/p>\n<p><strong>Ein Palast f\u00fcr das Auge<\/strong><strong> \u2013 viel betrachtet und doch selten dokumentiert<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_564\" aria-describedby=\"caption-attachment-564\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-300x225.jpg\" alt=\"Einger\u00fcstetes Institutsgeb\u00e4ude w\u00e4hrend den Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchling 2021\" class=\"wp-image-564 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-300x225.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-768x576.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-65x49.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-225x169.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_55_Pettannice-350x263.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-564\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 55: Einger\u00fcstetes Institutsgeb\u00e4ude w\u00e4hrend den Sanierungsarbeiten im Fr\u00fchling 2021. Hier ist der 1984 aufgestockte und neu gestaltete Dachaufbau mit den neuen Oberlichtern und den beiden kleinen Innenh\u00f6fen gut zu sehen. <br \/>Foto: Nadia Pettannice.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Jubeljahr 2021 steht das Geb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 73 ganz im Zeichen einer neuerlichen Sanierung, die sich bis Anfang 2022 hinzog. (Abb. 55) Betroffen sind sowohl die Aussenfassade als auch das Innere, wo es insbesondere um die Erneuerung und Ert\u00fcchtigung der elektrischen Leitungen, der Schliessanlagen, der Wandverputze, B\u00f6den, Fenster, T\u00fcren und Beleuchtung geht.<a href=\"#_ftn128\" id=\"return-footnote-128\"><sup>[128]<\/sup><\/a> Mit Jahresbeginn 2022 erstrahlt das Geb\u00e4ude in neuem Glanz.<\/p>\n<p>Bei der R\u00e4mistrasse 73 handelt es sich um ein durchg\u00e4ngig belebtes Baudenkmal. \u00abWir k\u00f6nnen die St\u00e4dte nicht zu Museen machen\u00bb, hiess es w\u00e4hrend des Abstimmungskampfes zum Renovationskredit.<a href=\"#_ftn129\" id=\"return-footnote-129\"><sup>[129]<\/sup><\/a> Die Umnutzung der ehemaligen Augenklinik beweist, dass dieses Kunstst\u00fcck tats\u00e4chlich m\u00f6glich ist. Webers einstiger Spitalbau funktioniert dank der Transformation durch von Meyenburg heute derart gut als Hauptsitz f\u00fcr die Z\u00fcrcher Kunstwissenschaft und die Klassische Arch\u00e4ologie, dass die Erinnerung an seine klinische Vergangenheit weitgehend verblasst ist.<\/p>\n<p>Auch das Universit\u00e4tsspital, die ETH und die Universit\u00e4t ruhen heute ganz selbstverst\u00e4ndlich an ihrem Standort. Sie sind schon l\u00e4ngst in das organische Gef\u00fcge der Stadt eingewachsen. Dabei wird schnell \u00fcbersehen, dass im Zuge der Baulust des 19. Jahrhunderts ein ganz anderes Z\u00fcrich h\u00e4tte entstehen k\u00f6nnen. Genauso unterschiedlich gestaltet sich auch die Wahrnehmung bestimmter Bauten, die immer auch in ihrer Zeit verankert ist. Niemand w\u00fcrde heute noch auf die Idee kommen, den Palazzo an der R\u00e4mistrasse 73 mit einer amerikanischen Schnellimbisskette zu vergleichen. Die Diskurse und Bed\u00fcrfnisse haben sich verschoben.<\/p>\n<p>Dies ist eine wichtige Erkenntnis, wenn es um denkmalpflegerische Aufgaben geht. <em>Die<\/em> Vergangenheit l\u00e4sst sich nicht konservieren, da sie nicht im Singular vorhanden ist. Es stellt sich daher die Frage, welcher Aspekt und welcher Moment der Vergangenheit uns aus heutiger Perspektive als erhaltenswert erscheinen und weshalb. Gerade die grossen Spitalbauten stellen diesbez\u00fcglich f\u00fcr die Denkmalpflege eine besondere Herausforderung dar, da sie bis heute genutzt werden, ihre urspr\u00fcngliche Struktur aus betrieblicher Sicht aber oft nicht den heutigen Spitalbed\u00fcrfnissen entspricht und deshalb nicht erhalten werden kann. Eine gute Dokumentation wird damit zum zentralen Anliegen. Aus sozialhistorischer Perspektive ist es in diesen F\u00e4llen zu w\u00fcnschen, dass bei der Dokumentation auch Fotografien vom Normalbetrieb solcher \u00f6ffentlichen Bauten vermehrt ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Nur wenige Fotografien aus der Augenklinik sind erhalten geblieben und k\u00fcrzlich bei Inventarisierungsarbeiten wiederentdeckt worden. Sie sind die einzigen erhaltenen Bildzeugnisse, die uns heute einen Eindruck vom Innenleben der Klinik verschaffen. Erstaunlicherweise existieren vom Lehr- und Forschungsbetrieb am Kunsthistorischen Institut ebenfalls kaum Fotografien im Universit\u00e4tsarchiv. In einer Zeit, wo hochaufl\u00f6sende Kameras in jedem Mobiltelefon integriert sind, ist es ein Leichtes, den Alltag am Institut zu dokumentieren. Schwieriger ist es allerdings, dies systematisch zu tun und eine Auswahl dieser Fotografien den Archiven zukommen zu lassen. Hier braucht es grunds\u00e4tzlich den Willen der jeweiligen Institute und ihrer Exponent:innen, aktiv zur eigenen Erinnerungskultur beizutragen und daf\u00fcr zu sorgen, dass eine Auswahl von Fotografien von besonderen Veranstaltungen, Exkursionen und dem Alltag gesammelt und systematisch abgelegt werden.<\/p>\n<p>Sollten in den Alben und Fotokisten oder auf den Festplatten der Lesenden noch Bildzeugnisse vom Lehrbetrieb oder dem Institutsgeb\u00e4ude vorhanden sein, dann handelt es sich um echte Rarit\u00e4ten, die am Institut eine dankbare Abnehmerschaft finden d\u00fcrften.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Anhang<\/h5>\n<div class=\"anhang\">StAZH, Z 70.1966 \u00abR\u00e4mistrasse 73 (Alte Augenklinik), Arch\u00e4ologisches Institut mit Sammlung und kunsthistorisches Seminar. Allgemeine Akten\u00bb Gotthard Jedlicka: Betrifft die Verlegung des kunstgeschichtlichen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik, 12. November 1949<\/div>\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">I<\/p>\n<div class=\"anhang\">Die gegenw\u00e4rtigen Raumverh\u00e4ltnisse im kunsthistorischen Seminar sind so ung\u00fcnstig, dass fast die H\u00e4lfte der wertvollen Bibliothek und die ganze reichhaltige Photothek (Bibliothek und Photothek zum gr\u00f6ssten Teil Schenkungen und Verm\u00e4chtnisse der Professoren Konrad Escher und Heinrich W\u00f6lfflin) praktisch f\u00fcr den Seminarbetrieb \u00fcberhaupt nicht in Frage kommen. Fachkollegen aus dem Ausland, die unser Seminar besichtigen, \u00e4ussern immer wieder ihr Befremden dar\u00fcber, dass die kunstgeschichtliche Disziplin mit so beschr\u00e4nkten R\u00e4umlichkeiten auskommen muss. Durch die Umsiedlung des kunsthistorischen Seminars in das zweite Stockwerk der Augenklinik des Kantonsspitals Z\u00fcrich, die ja schon seit einiger Zeit geplant ist, k\u00f6nnten alle Misst\u00e4nde [sic] behoben werden \u2013 und w\u00e4re zugleich auch, nach unserer festen Ueberzeugung, die M\u00f6glichkeit einer gedeihlichen Entwicklung f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte gesichert.<\/div>\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">II<\/p>\n<table style=\"font-size: 0.75em; margin-left: 6px; margin-bottom: 10px; width: 75%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 75%;\">Die Sachlage stellt sich folgendermassen dar:<\/td>\n<td style=\"width: 25%;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Platzbed\u00fcrfnis f\u00fcr die Bibliothek im gegenw\u00e4rtigen Ausmass:<\/td>\n<td>120 m2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Platzbed\u00fcrfnis f\u00fcr die Photothek im gegenw\u00e4rtigen Ausmass:<\/td>\n<td>36 m2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wandschr\u00e4nke f\u00fcr B\u00fcromaterialien, wertvolle Publikationen,<br \/>\ndie verschlossen aufbewahrt werden m\u00fcssen, usw., Wandtafeln<\/td>\n<td>20 m2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesamtes Platzbed\u00fcrfnis<\/td>\n<td>176 m2<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div class=\"anhang\">Bei einer Anordnung der B\u00fccher und der Photothek in Gestellen von 2 m H\u00f6he, die es erm\u00f6glicht, auch noch Bilder und grosse Photographien aufzuh\u00e4ngen, die dem kunstgeschichtlichen Unterricht als st\u00e4ndiges Anschauungsmaterial zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssen, wenn dieser fruchtbringend gestaltet werden soll, betr\u00e4gt das Minimalbed\u00fcrfnis nach dem heutigen Stand der Bibliothek und Photothek (156 : 2) = 78 Laufmeter, wobei die notwendige Wandfl\u00e4che f\u00fcr B\u00fcromaterialien, Wandtafeln usw. nicht ber\u00fccksichtigt ist.<\/div>\n<p style=\"text-align: center; font-size: 0.75em;\">III<\/p>\n<div class=\"anhang\">Im zweiten Stockwerk der Augenklinik kommen f\u00fcr das kunstgeschichtliche Seminar folgende R\u00e4ume in Frage: 39, 40, 41, 41a, 42, 43, 44, 45, 46, 47 [vgl. Abb. 56 und Abb. 57]. Wir schlagen vor, sie in der folgenden Weise aufzuteilen:<br \/>\n1) Raum f\u00fcr Seminar\u00fcbungen, welche Bibliothek und Photothek voraussetzen: (an diesen Uebungen nehmen, laut Frequenzverzeichnis, bis zu 45 Studenten teil). Dieser Seminarraum kann dadurch geschaffen werden, dass man die d\u00fcnne Wand zwischen 42 und 43 aufhebt, wodurch ein Raum mit einer Bodenfl\u00e4che von 55 m2 entsteht (40 m2 plus 15 m2). Die Schaffung eines solchen Seminarraums bringt zugleich eine f\u00fchlbare Entlastung f\u00fcr das Kollegiengeb\u00e4ude.<br \/>\n2) In den R\u00e4umen 44, 45, 46, 47, in denen gesamthaft etwa 60 Laufmeter Wand zur Verf\u00fcgung stehen, kann die eigentliche Bibliothek (die bei 2 m H\u00f6he der B\u00fcchergestelle) zuf\u00e4lligerweise gerade 60 Laufmeter Wand beansprucht, untergebracht werden. Diese R\u00e4ume k\u00f6nnen zugleich auch als Arbeitsr\u00e4ume f\u00fcr die Dissertanden und Studenten dienen. Da die R\u00e4ume zum Teil sehr klein sind, k\u00f6nnen darin allerdings etwa nur 8\u201310 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden.<br \/>\n3) Durch die Umwandlung der R\u00e4umlichkeiten 40, 41, 41a (in denen gegenw\u00e4rtig Bad, Abort und Teek\u00fcche der Privatabteilung der Augenklinik untergebracht sind), in einen einzigen Raum von 29 m2 Bodenfl\u00e4che mit ungef\u00e4hr 14 Laufmeter Wand, wird auch die M\u00f6glichkeit geschaffen, die kostbare Photothek unterzubringen (Platzbed\u00fcrfnis: 15 Laufmeter).<br \/>\n4) Die drei R\u00e4ume 39 (18 m2), 51 (13 m2), 50 (18 m2), durchwegs sehr kleine R\u00e4ume also, kommen als Sprechzimmer, B\u00fcrozimmer, Arbeitsraum f\u00fcr die Dozenten und Assistenten in Frage (in der kunstgeschichtlichen Disziplin unterrichten gegenw\u00e4rtig 5 Dozenten (1 Ordinarius, 1 Extraordinarius, 3 Privatdozenten).<\/div>\n<div class=\"anhang\">Aus dieser Dispositionsskizze ergibt sich, dass der vorhandene Raum gerade gen\u00fcgt, um die dringendsten Raumbed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Die gedeihliche Entfaltung des kunsthistorischen Seminars f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte w\u00e4re aus den folgenden Gr\u00fcnden aber trotzdem gesichert:<br \/>\na) Ausbau der B\u00fcchergestelle von 2 m auf 3 m H\u00f6he, was erlauben wird, weitere 60 m2 [sic] B\u00fccher unterzubringen,<br \/>\nb) Einbeziehung des Korridors und der Korridorw\u00e4nde in das kunsthistorische Seminar, was dadurch geschehen kann, dass man die beiden Treppenzug\u00e4nge abschliesst.<\/p>\n<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-15 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-15 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 50%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-15 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-15 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n<div id='gallery-15' class='gallery galleryid-497 gallery-columns-2 gallery-size-medium'>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-scaled.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"208\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-300x208.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"Grundriss vom zweiten Geschoss der Augenklinik, gezeichnet von Hermann Fietz, 1901. Mit Bleistift wurde die neu nummerierte Raumaufteilung eingezeichnet.\" aria-describedby=\"gallery-15-565\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-300x208.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-768x532.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-1536x1063.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-2048x1418.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-65x45.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-225x156.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_56_Pettannice-350x242.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-15-565'>\n\t\t\t\tAbb. 56:\tGrundriss vom zweiten Geschoss der Augenklinik, gezeichnet von Hermann Fietz, 1901. Mit Bleistift wurde die neu nummerierte Raumaufteilung eingezeichnet.<br \/>StAZH, PLAN D 2385.1\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class='gallery-item'>\n<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice.png'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"212\" height=\"300\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-212x300.png\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-15-567\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-212x300.png 212w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-724x1024.png 724w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-768x1086.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-1086x1536.png 1086w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-1448x2048.png 1448w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-65x92.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-225x318.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Abb_57_Pettannice-350x495.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-15-567'>\n\t\t\t\tAbb. 57: Vergr\u00f6sserter Ausschnitt der Abbildung 56. <br \/>Ausschnitt: StAZH, PLAN D 2385.1, bearbeitet von Daniela Hoesli.\n\t\t\t\t<\/dd>\n<\/dl>\n<p><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;\n<\/p><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[1] Dieser Aufsatz basiert auf einer praxisorientierten Semesterarbeit, welche die Autorin im Fr\u00fchjahressemester 2020 im Rahmen des Studiums der Mittelalterarch\u00e4ologie verfasst und Prof. Carola J\u00e4ggi vorgelegt hat. Der Schwerpunkt der urspr\u00fcnglichen Arbeit lag auf der medizinhistorischen W\u00fcrdigung der urspr\u00fcnglichen Spitalbauten. Ein verk\u00fcrzter Artikel dieser Arbeit erschien in Kunst + Architektur in der Schweiz, Nr. 1 (2021), S. 52\u201359. <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[2] Dazu grundlegend: Bonin, Eva: Spezialkliniken im 19. Jahrhundert. Ausdruck der Suche nach einer eigenen Identit\u00e4t eine Studie am Beispiel von Augenheilanstalten zwischen 1850 und 1918 (Studien zur Geschichte des Krankenhauswesens Band 34), Herzogenrath 1994. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[3] Die Gemeinde Fluntern war bis 1893 selbstst\u00e4ndig. <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[4] Vgl. Schmid, Bruno: \u00abUstertag\u00bb, in: Historisches Lexikon der Schweiz, Version vom 14.01.2014, <a href=\"https:\/\/hls-dhs-dss.ch\/de\/articles\/017230\/2014-01-14\/\">https:\/\/hls-dhs-dss.ch\/de\/articles\/017230\/2014-01-14\/<\/a> (aufgerufen am 7. Juni 2022). <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[5] Vgl. Barraud, Christine et. al.: Die Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich, N.A. Bd. V: Die Stadt Z\u00fcrich V: Die \u00abAusgemeinden\u00bb der Stadt Z\u00fcrich bis 1860 (Die Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz Bd. 121), Bern 2012, S. 194\u2013195. <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[6] Vgl. Hauser, Andreas\/Gubler, Hans-Martin: Die R\u00e4mistrasse Z\u00fcrich, in: Tagesanzeiger Magazin, 2. Januar 1973, S. 10\u201316. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[7] Der Begriff <em>Quartier Latin<\/em> tauchte schon bei der Debatte um den geeigneten Standort des Polytechnikums im Intelligenzblatt der Stadt und Landschaft Z\u00fcrich vom 26. Juni 1875 auf. Vgl. Weidmann, Dieter: Gottfried Sempers \u00abPolytechnikum\u00bb in Z\u00fcrich. Ein Heiligtum der Wissenschaften und K\u00fcnste, 2 Bde., Bd. 1, Z\u00fcrich 2010, S. 468. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[8] Vielerorts opponierten die leitenden Chirurgen heftig gegen eine Abspaltung der Augenheilkunde, da sie damit erheblich an Einfluss verloren und einen grossen Teil ihres Lehrauftrags an eine neue Konkurrenz abtreten mussten. Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 15\u201316. <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[9] Vgl. Gloor, Balder: Geschichte der Universit\u00e4ts-Augenklinik Z\u00fcrich, in: 150 Jahre Universit\u00e4ts-Augenklinik Z\u00fcrich. R\u00fcckblick, Augenblick, Ausblick, hrsg. v. Klara Landau und Christoph Amstutz, Bottighofen 2012, S. 64\u201399. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[10] RRB vom 8. M\u00e4rz 1862, Nr. 354, S. 525\u2013530 (StAZH MM 2.155 RRB 1862\/0355). <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[11] Vgl. Bandle, Raymond: Baugeschichte der vier Standorte der Augenklinik, in: Landau\/Amstutz 2012 (wie Anm. 9), S. 100\u2013101. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[12] Protokoll des Kantonsspitals vom 10. Januar 1889, Nr. 959a (StAZH SS 26). <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[13] Die Bezeichnung Kantonsbaumeister wurde um 1900 synonym zum Begriff Bauinspektor verwendet. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\" id=\"_ftn14\"><\/a>[14] Das Pathologische Institut sowie die Poliklinik sind nicht erhalten geblieben. <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\" id=\"_ftn15\"><\/a>[15] Vgl. Hauser, Andreas: Das kantonale Bauamt 1798\u20131895 (Kleine Schriften zur Z\u00fcrcher Denkmalpflege Band 4), Z\u00fcrich 2001, S. 137<strong>\u2013<\/strong>139. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\" id=\"_ftn16\"><\/a>[16] Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 128. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\" id=\"_ftn17\"><\/a>[17] Wahl Otto Weber, 3. Mai 1876 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\" id=\"_ftn18\"><\/a>[18] Hauser hat die st\u00e4ndigen Bem\u00fchungen Webers f\u00fcr eine Lohnerh\u00f6hung ausf\u00fchrlich aufgearbeitet. Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 132<strong>\u2013<\/strong>137. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\" id=\"_ftn19\"><\/a>[19] Am 3. August 1885 erreichte ein erbostes Schreiben der Direktion des Sanit\u00e4tswesens Otto Webers Vorgesetzten. Ein Krankenw\u00e4rter vom Pockenspital beschuldigte Weber, dass dieser in angetrunkenem Zustand im Spital erschienen sei und sich verbotenerweise einer isolierten Patientin gen\u00e4hert habe. Obwohl er vom W\u00e4rter sofort auf das Besuchsverbot hingewiesen worden sei, weigerte sich Weber, das Krankenzimmer zu verlassen, und musste \u00abmit einiger Gewalt entfernt [&#8230;] und danach dann desinfiziert\u00bb werden. Unmittelbar nach der Wegweisung habe sich Weber erneut Zutritt zum Krankenzimmer verschafft und musste nochmals hinaus eskortiert werden. Vgl. Abschrift der Beschwerde eines W\u00e4rters des Pockenspitals \u00fcber Otto Weber, eingesendet durch die Direktion des Sanit\u00e4tswesens, 3. September 1885 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\" id=\"_ftn20\"><\/a>[20] \u00abSchon fr\u00fcher wurden wiederholt Klagen laut, weil nicht nur der Bauinspektor Herr Weber, allt\u00e4glich den Staatkeller besuche, sondern oft noch andere Leute in diese einf\u00fchre, bei welchem Anlass dann getrunken werde. Die Direktion hat Herr Weber wiederholt hier\u00fcber zu Rede gestellt, es scheinen aber diese Mahnungen keine Fr\u00fcchte getragen zu haben.\u00bb Vgl. Verf\u00fcgung von Regierungsrat Heinrich Wipf, 1. Juni 1893 (StAZH V II 3.1). <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a> <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\" id=\"_ftn21\"><\/a>[21] 1895 erhielt Weber abermals eine Abmahnung. Die Staatskellerei Z\u00fcrich existierte seit 1862 und versorgte die Spit\u00e4ler und Anstalten mit Wein. Vgl. Verf\u00fcgung von Regierungsrat Heinrich Wipf, 1. Juni 1893. (StAZH V II 3.1) <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\" id=\"_ftn22\"><\/a>[22] Das der R\u00fccktritt im Interesse des Hochbauamts war, zeigt folgender Bericht des Direktors: \u00abSchon seit einiger Zeit hat es sich gezeigt und je l\u00e4nger je mehr herausgestellt, dass Herr Otto Weber, der seit 20 Jahren die Stelle eines Staatsbauinspektors bekleidet, den Anforderungen seiner Stelle nicht mehr zu gen\u00fcgen vermag. Herr Weber ist selbst zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass eine \u00c4nderung in seinem Anstellungsverh\u00e4ltnis sowol [sic!] f\u00fcr ihn als auch f\u00fcr den Staat w\u00fcnschenswert sei.\u00bb RRB vom 31. Dezember 1895, Nr. 2166, S. 631 (StAZH MM 3.9 RRB 1895\/2166). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\" id=\"_ftn23\"><\/a>[23] Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 140<strong>\u2013<\/strong>142. <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\" id=\"_ftn24\"><\/a>[24] RRB vom 23. M\u00e4rz 1889, Nr. 567, S. 116<strong>\u2013<\/strong>117 (StAZH MM 3.3. RRB 1889\/0567). <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\" id=\"_ftn25\"><\/a>[25] Hochbauprotokoll vom 30. Januar 1891, Nr. 284 (StAZH VV II 1). <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\" id=\"_ftn26\"><\/a>[26] \u00abBei der Anfertigung des Entwurfes wurde darauf Werth gelegt, diesem Geb\u00e4ude einen architektonisch stylgerechten &amp; h\u00fcbschen Ausdruck zu verleihen. Hierbei ist man f\u00fcr eine Spitalbaute allerdings etwas luxuri\u00f6s verfahren. Massgebend hierf\u00fcr war die sch\u00f6ne, ringsum freie &amp; verkehrsreiche Lage in unmittelbarer N\u00e4he des Polytechnikums &amp; der Hochschule.\u00bb Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Sanit\u00e4tswesens vom 25. Juni 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\" id=\"_ftn27\"><\/a>[27] \u00abAls bestes Projekt muss ich No. I bezeichnen, denn es ist tadellos, sowohl vom medizinischen wie auch vom \u00e4sthetischen Standpunkt aus. Diese Fa\u00e7ade bringt in gl\u00fccklichster Weise die innere Eintheilung auch \u00e4usserlich zum Ausdruck, sie ist nicht langweilig, sondern sch\u00f6n belebt, ohne irgendwie zu reich oder \u00fcberladen zu sein. Sie ist einfach und dabei doch ausdrucksvoll und entspricht nach meinem Gef\u00fchl dem Zwecke des Geb\u00e4udes weitaus am besten.\u00bb RRB vom 14. September 1982, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn28\" id=\"_ftn28\"><\/a>[28] RRB vom 14. September 1892, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-28\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 28\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn29\" id=\"_ftn29\"><\/a>[29] Hauser sieht in Form der abgestuften Seitenfl\u00fcgel Elemente des Winterthurer Stadthauses in der Augenklinik verwirklicht, ohne das Argument allerdings zu vertiefen. \u00c4hnlichkeiten bestehen bei der Gestaltung der Seitenfassaden und auch bei der Relation zwischen Fl\u00fcgel und Mittelbau. Vgl. Hauser 2001 (wie Anm. 15), S. 141. <a href=\"#return-footnote-29\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 29\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn30\" id=\"_ftn30\"><\/a>[30] Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 100\u2013101. <a href=\"#return-footnote-30\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 30\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn31\" id=\"_ftn31\"><\/a>[31] Vgl. Blaser-Meier, Susanna: Kunsthistorisches Institut. R\u00e4mistrasse 73, Z\u00fcrich 2016, S. 1\u20135. <a href=\"#return-footnote-31\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 31\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn32\" id=\"_ftn32\"><\/a>[32] Vgl. Amsler, Marc: Chronik der Z\u00fcrcher Augenklinik, in: Z\u00fcrcher Spitalgeschichte, hrsg. v. Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich, Z\u00fcrich 1951, S. 353\u2013364. <a href=\"#return-footnote-32\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 32\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn33\" id=\"_ftn33\"><\/a>[33] \u00abAnl\u00e4sslich des Baues der neuen Augenklinik ergab sich, dass dieselbe von Herrn Professor Haab bezogen &amp; von ihm \u00fcber dieselbe verf\u00fcgt wurde, bevor die Bauten eigentlich vollendet waren. Wir wissen nicht, ob er hiezu von der Sanit\u00e4tsdirektion erm\u00e4chtigt war. [&#8230;]\u00bb Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Inneren, 22. Mai 1896 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-33\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 33\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn34\" id=\"_ftn34\"><\/a>[34] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-34\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 34\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn35\" id=\"_ftn35\"><\/a>[35] \u00abMusste das nun sein, so fr\u00e4gt sich jeder, ist das nun die L\u00f6sung, wie das Polytechnikum nach S\u00fcdwest hin flankiert werden soll? Nach S\u00fcdost baut der Kanton seine pomp\u00f6se Augenklinik, nach S\u00fcdwesten l\u00e4sst die Stadt oder wer weiss sonst einen Bau entstehen, der wohl den Blinden nicht bel\u00e4stigen, aber dem Sehenden sagen wird, dass an Limmatathen wohl die Limmat echt ist, aber nicht das Athen. Musste das so sein?\u00bb, in: NZZ, 1. September 1894, S. 7. <a href=\"#return-footnote-35\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 35\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn36\" id=\"_ftn36\"><\/a>[36] Aus den Verhandlungen des Kantonsrats, in: NZZ, 29. April 1895. <a href=\"#return-footnote-36\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 36\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn37\" id=\"_ftn37\"><\/a>[37] RRB vom 14. September 1892, Nr. 1628 (StAZH MM 3.6 RRB 1892\/1628). <a href=\"#return-footnote-37\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 37\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn38\" id=\"_ftn38\"><\/a>[38] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-38\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 38\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn39\" id=\"_ftn39\"><\/a>[39] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 173. <a href=\"#return-footnote-39\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 39\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn40\" id=\"_ftn40\"><\/a>[40] Viele Spitalbauten zu jener Zeit verf\u00fcgten \u00fcber einen reich durchfensterten Seitenkorridor, der sich gut L\u00fcften liess. Bei der Augenklinik war dies aufgrund er Lage des Grundst\u00fccks nicht m\u00f6glich, sodass auf ein Mittelkorridor zur\u00fcckgegriffen wurde. Die Lichtf\u00fchrung wurde im Obergeschoss durch grosse Nord- und S\u00fcdfenster, sowie einem Balkon und zwei Oberlichtfenster bewerkstelligt. Vgl. Haab, Otto: Die kantonale Augenklinik, in: Die Gesundheits- und Wohlfahrtspflege der Stadt Z\u00fcrich. von den st\u00e4dtischen Beh\u00f6rden dargebotene Festschrift, hrsg. v. Fedor Erisman, Z\u00fcrich 1909, S. 252\u2013256. <a href=\"#return-footnote-40\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 40\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn41\" id=\"_ftn41\"><\/a>[41] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 53\u201355. <a href=\"#return-footnote-41\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 41\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn42\" id=\"_ftn42\"><\/a>[42] Die \u00d6ffnung des Raumes erfolgte erst im Zuge der Umnutzung durch die Arch\u00e4ologie und das Kunsthistorische Institut. <a href=\"#return-footnote-42\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 42\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn43\" id=\"_ftn43\"><\/a>[43] Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 92. <a href=\"#return-footnote-43\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 43\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn44\" id=\"_ftn44\"><\/a>[44] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 105\u2013107. <a href=\"#return-footnote-44\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 44\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn45\" id=\"_ftn45\"><\/a>[45] Inventar der Augenklinik, 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-45\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 45\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn46\" id=\"_ftn46\"><\/a>[46] Vgl. Haab 1909 (wie Anm. 40), S. 255. <a href=\"#return-footnote-46\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 46\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn47\" id=\"_ftn47\"><\/a>[47] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 113. <a href=\"#return-footnote-47\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 47\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn48\" id=\"_ftn48\"><\/a>[48] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 108. <a href=\"#return-footnote-48\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 48\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn49\" id=\"_ftn49\"><\/a>[49] Dies geht aus der Inventarliste von Otto Haab hervor. Er bestellte n\u00e4mlich neben Kaninchenst\u00e4llen auch 30 Stative zur Fixierung der Tiere. Inventar der Augenklinik, 1895 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-49\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 49\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn50\" id=\"_ftn50\"><\/a>[50] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 128\u2013129. <a href=\"#return-footnote-50\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 50\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn51\" id=\"_ftn51\"><\/a>[51] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 29. <a href=\"#return-footnote-51\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 51\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn52\" id=\"_ftn52\"><\/a>[52] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 98\u201399. <a href=\"#return-footnote-52\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 52\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn53\" id=\"_ftn53\"><\/a>[53] Vgl. Haab, Otto: Atlas und Grundriss der Lehre von den Augenoperationen, M\u00fcnchen 1904 (Atlas und Grundriss der gesamten Augenheilkunde Band 31), S. 1\u20139. <a href=\"#return-footnote-53\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 53\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn54\" id=\"_ftn54\"><\/a>[54] Die Er\u00f6ffnung der neuen Z\u00fcrcher Universit\u00e4ts-Augenklinik, in: NZZ, 20. Mai 1896. <a href=\"#return-footnote-54\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 54\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn55\" id=\"_ftn55\"><\/a>[55] Vgl. Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 7. <a href=\"#return-footnote-55\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 55\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn56\" id=\"_ftn56\"><\/a>[56] Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 9. <a href=\"#return-footnote-56\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 56\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn57\" id=\"_ftn57\"><\/a>[57] Vgl. Bonin 1994 (wie Anm. 2), S. 119. <a href=\"#return-footnote-57\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 57\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn58\" id=\"_ftn58\"><\/a>[58] \u00abJedem Staroperierten und auch den Glaukompatienten sollte die zwangsweise Ruhe der ersten Zeit nach der Operation dadurch ertr\u00e4glich gemacht werden, dass er eine elektrische Klingel in die Hand bekommt; dann wird er, namentlich wenn beide Augen zugebunden werden, weniger in jene Angst geraten, die vielleicht manchmal den bekannten postoperativen Delirien ruft. [sic]\u00bb Vgl. Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 5. <a href=\"#return-footnote-58\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 58\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn59\" id=\"_ftn59\"><\/a>[59] Augenklinik M\u00f6blierung \u2013 Tapezierarbeiten, undatiert (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-59\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 59\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn60\" id=\"_ftn60\"><\/a>[60] Brief von Professor Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kanton Z\u00fcrich vom 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-60\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 60\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn61\" id=\"_ftn61\"><\/a>[61] RRB vom 14. Mai 1887, Nr. 908 (StAZH MM 2.256 RRB 1887\/0908). <a href=\"#return-footnote-61\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 61\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn62\" id=\"_ftn62\"><\/a>[62] Unter Professor Vogt erreichte die Klinik um 1926 sogar 900 Hospitalisationen. Die stetige Steigerung l\u00e4sst sich allerdings auch dadurch erkl\u00e4ren, dass die Aufenthaltsdauer der Patienten sich vermutlich stetig verk\u00fcrzte. Vgl. Gloor 2012 (wie Anm. 9), S. 92. <a href=\"#return-footnote-62\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 62\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn63\" id=\"_ftn63\"><\/a>[63] Brief von Prof. Sidler an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 23. Juni 1920 (StAZH S 188.47). <a href=\"#return-footnote-63\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 63\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn64\" id=\"_ftn64\"><\/a>[64] Brief der Direktion des Gesundheitswesens an die Direktion der \u00f6ffentlichen Bauten, 10. Juli 1919 (StAZH S 188.37).<a href=\"#return-footnote-64\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 64\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn65\" id=\"_ftn65\"><\/a>[65] Erst 1920 nahm Haabs Nachfolger, Professor Sidler, die Idee wieder auf. Eine Aufstockung kam aber nach wie vor nicht in Frage. Als L\u00f6sung wurde vom Hochbauamt stattdessen vorgeschlagen, f\u00fcnf Schwesternzimmer im 130m\u00b2 grossen Raum im Untergeschoss einzubauen. Vgl. Stellungnahme der Baudirektion zu den beantragten Schwesternzimmern, 21. September 1920 (StAZH S 188.47). <a href=\"#return-footnote-65\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 65\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn66\" id=\"_ftn66\"><\/a>[66] Da es sich bei dem Vorfall weder um einen Arbeitsunfall noch um eine Berufskrankheit handelte, wurde die Krankenschwester nicht \u00fcber die Haftpflichtversicherung entsch\u00e4digt. Der Regierungsrat entschloss sich aber aus Kulanz zur Zahlung eines kleinen Beitrags, zumal Schwester Labhard ihren Dienst nicht quittierte, sondern weiterhin f\u00fcr die Augenklinik weiterarbeitete. RRB vom 8. Dezember 1903, Nr. 1847 (StAZH MM 3.18 RRB 1904\/1847). <a href=\"#return-footnote-66\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 66\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn67\" id=\"_ftn67\"><\/a>[67] Die Patientenstatistiken stehen noch unter der Schutzfrist und k\u00f6nnen daher noch nicht eingesehen werden. Von einem Kind ist allerdings dokumentiert, dass es nach 135 Tage aus der Klinik entlassen wurde. Vgl. Der B\u00fcrgerrat von Unter\u00e4geri an den Regierungsrat des Kantons Zug betreffend Elisa Iten, 25. Februar 1903 (StAZH S 188.12). <a href=\"#return-footnote-67\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 67\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn68\" id=\"_ftn68\"><\/a>[68] Die Patient:innen \u00absind sehr grosse Zeiten sich selbst \u00fcberlassen. Sie pflegen dann diese Zeit mit Jassen auszuf\u00fcllen. Oft stehen sie auch sonst herum und es ist f\u00fcr das Pflegepersonal keine leichte Sache Disciplin zu halten.\u00bb Vgl. Brief der Assistenz\u00e4rztin Adrienne K\u00e4gi an die Aufsichtskommission des Kantonsspitals, 24. August 1921 (StAZH S 187.23). <a href=\"#return-footnote-68\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 68\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn69\" id=\"_ftn69\"><\/a>[69] Diese Annahme geht aus einer Anschuldigung hervor, die gegen\u00fcber der Augenklinik erhoben wurde. Haab und die Krankenschwester bestritten den Sachverhalt, dass allerdings Arbeiten von Patient:innen ausgef\u00fchrt werden, wurde nicht negiert. \u00abNach Angabe der Elise Iten habe die Krankenschwester Katharina dieselbe einmal beauftragt, den ganzen Boden des Saales Nr. 23 (soll wohl heissen Nr. 32, Kindersaal) mit Stahlsp\u00e4hnen abzureiben (blochen), kleinere Partien \u00f6fters. In der Nacht habe sie 2\u20133 mal aufstehen m\u00fcssen, um kleinere Patienten zu beruhigen, w\u00e4hrend die Krankenschwester sich nicht von ihrem Ruhelager erhoben habe.\u00bb RRB vom 11. Juni 1903, Nr. 991 (StAZH MM 3.17 RRB 1903\/0991). <a href=\"#return-footnote-69\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 69\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn70\" id=\"_ftn70\"><\/a>[70] Haab 1904 (wie Anm. 53), S. 224\u2013237. <a href=\"#return-footnote-70\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 70\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn71\" id=\"_ftn71\"><\/a>[71] Sp\u00e4tere Pl\u00e4ne zeigen, wie die Innengliederung und Funktionen der einzelnen R\u00e4ume immer wieder den aktuellen medizinischen Bed\u00fcrfnissen angepasst wurden. So wurde der Raum neben dem Operationssaal bereits um 1901 als Vorbereitungszimmer umfunktioniert und im Dachgeschoss eine Privatabteilung eingerichtet. Insbesondere der Verwaltungsbereich im Erdgeschoss nahm zudem immer mehr Platz ein. <a href=\"#return-footnote-71\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 71\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn72\" id=\"_ftn72\"><\/a>[72] Vgl. Haab 1909 (wie Anm. 40), S. 254\u2013255. <a href=\"#return-footnote-72\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 72\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn73\" id=\"_ftn73\"><\/a>[73] Brief von Professor Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kanton Z\u00fcrich vom 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-73\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 73\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn74\" id=\"_ftn74\"><\/a>[74] Bericht zum Projekt des Vivariums zum zoolg. Institut, 27. M\u00e4rz 1913 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-74\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 74\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn75\" id=\"_ftn75\"><\/a>[75] Brief von Otto Haab an die Gesundheitsdirektion des Kantons Z\u00fcrich betreffend Tierstallungen, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-75\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 75\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn76\" id=\"_ftn76\"><\/a>[76] Die Stallungen wurden erst um 1980 entfernt, als das Zoologische Institut auf den Campus Irchel umzog. Besprechungsnotiz Hochbauamt, 4. M\u00e4rz 1980 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73).<a href=\"#return-footnote-76\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 76\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn77\" id=\"_ftn77\"><\/a>[77] Vgl. Hescheler, Karl: Das Zoologische Institut, [Z\u00fcrich] 1914, S. 122\u2013123. <a href=\"#return-footnote-77\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 77\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn78\" id=\"_ftn78\"><\/a>[78] Brief der Direktion der \u00f6ffentlichen Arbeiten an die Direktion des Gesundheitswesens, 15. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-78\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 78\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn79\" id=\"_ftn79\"><\/a>[79] Weiter schrieb er: \u00abSo habe ich denn auch dieser Augenklinik beim Entwurf der Pl\u00e4ne Licht und Luft gegeben so viel als irgend m\u00f6glich war und nicht viele Institute derart sind in gleicher Weise g\u00fcnstig versorgt. Die Z\u00fcrcher Augenklinik war in dieser Richtung vorbildlich und die zahlreichen \u00c4rzte aller Herren L\u00e4nder, welche diese Klinik schon besucht haben, pflegten stets mit hoher Befriedigung die vorz\u00fcglichen Luft- und Lichtverh\u00e4ltnisse zu preisen, \u00fcber die wir verf\u00fcgten. Leider ist das jetzt anders geworden.\u00bb Brief Otto Haabs an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-79\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 79\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn80\" id=\"_ftn80\"><\/a>[80] Brief Otto Haab an die Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Z\u00fcrich, 3. Juli 1914 (StAZH S 188.25). <a href=\"#return-footnote-80\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 80\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn81\" id=\"_ftn81\"><\/a>[81] Ebd. <a href=\"#return-footnote-81\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 81\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn82\" id=\"_ftn82\"><\/a>[82] Die Bezeichnung des Baulandes als Unkrautacker ist eine metaphorische Verbiegung Haabs. Der Wert des Baulandes war schon damals wohlbekannt. <a href=\"#return-footnote-82\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 82\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn83\" id=\"_ftn83\"><\/a>[83] Vgl. St\u00e4dtebaulich nicht zu verantworten. Das Bauprojekt der Universit\u00e4t zwischen \u00abSchanzenberg\u00bb und Kollegiengeb\u00e4ude, in: NZZ, 1. Dezember 1981. <a href=\"#return-footnote-83\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 83\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn84\" id=\"_ftn84\"><\/a>[84]Zuerst wurde daf\u00fcr sogar ein neuer Standort in der N\u00e4he des Burgh\u00f6lzlis ins Auge gefasst. Die Idee wurde aber nicht umgesetzt, stattdessen wurde das alte Kantonsspital sukzessive zur\u00fcck- und die neuen Strukturen aufgebaut. Vgl. Bandle 2012 (wie Anm. 11). <a href=\"#return-footnote-84\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 84\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn85\" id=\"_ftn85\"><\/a>[85] Die Planung war zu diesem Zeitpunkt jedoch derart fortgeschritten, dass die Augenklinik wieder auf mehrere Trakte verteilt werden musste. Zur Entlastung des Standorts am Kantonsspital erfolgte im Verlauf der 1960er-Jahre eine Expansion von Augenabteilungen ins Kantonsspital Winterthur und Z\u00fcrcher Stadtspital Triemli. Erst 1993 wurde die Augenklinik im Kantonsspital Z\u00fcrich r\u00e4umlich wieder zusammengef\u00fchrt und im Nordtrakt II untergebracht, wo sie sich bis heute befindet. Vgl. Bandle 2012 (wie Anm. 11), S. 100\u2013103. <a href=\"#return-footnote-85\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 85\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn86\" id=\"_ftn86\"><\/a>[86] Gleichzeitig wehrte er sich gegen den permanenten Verlust des Lichthofes und forderte die Errichtung eines separaten Pavillons im Klinikgarten, da die Lichtverh\u00e4ltnisse in der Augenklinik f\u00fcr den Zeichenunterricht zu schlecht seien. <a href=\"#return-footnote-86\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 86\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn87\" id=\"_ftn87\"><\/a>[87] Brief an Rektor Theophil Sp\u00f6rri betreffend Umbaupl\u00e4ne der Universit\u00e4t von Arnold von Salis, 19. November 1949 (StAZH Z 760.1966). <a href=\"#return-footnote-87\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 87\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn88\" id=\"_ftn88\"><\/a>[88] Siehe dazu den einf\u00fchrenden Beitrag von Carola J\u00e4ggi. <a href=\"#return-footnote-88\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 88\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn89\" id=\"_ftn89\"><\/a>[89] Brief an das Rektorat betreffend Verlegung des Kunstgeschichtlichen Seminars in die ehemalige Augenklinik von Gotthard Jedlicka, 12. November 1949 (StAZH Z 760.1966). <a href=\"#return-footnote-89\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 89\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn90\" id=\"_ftn90\"><\/a>[90] RRB vom 17. Dezember 1953, Nr. 3393 (StAZH MM 3.87 RRB 1953\/339). <a href=\"#return-footnote-90\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 90\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn91\" id=\"_ftn91\"><\/a>[91] KRP vom 8. Oktober 1952, Nr. 63 (StAZH MM 24.66 KRP 1952\/063\/0460). <a href=\"#return-footnote-91\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 91\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn92\" id=\"_ftn92\"><\/a>[92] Entwurf Gutachten Baudirektion und Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 6. Dezember 1976 (StAZH Z 214.60). <a href=\"#return-footnote-92\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 92\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn93\" id=\"_ftn93\"><\/a>[93] Es wurden einige Wand- und T\u00fcrdurchbr\u00fcche vorgenommen sowie einzelne T\u00fcren zugemauert. Ebenfalls erfolgte der Einbau einer Warmwasserheizung anstelle der alten Dampfheizung. Das gesamte Parterre wurde zum Museum f\u00fcr die Arch\u00e4ologische Sammlung umgestaltet. <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn94\" id=\"_ftn94\"><\/a>[94] Vgl. Zur Wiederer\u00f6ffnung der Arch\u00e4ologischen Sammlung, in: NZZ, 20. November 1956. 1974 wurde mit \u00abDas Tier in der Antike\u00bb, die erste Sonderausstellung an der R\u00e4mistrasse 73 pr\u00e4sentiert. Vgl. Das Tier in der Antike. Zur Ausstellung in Z\u00fcrich, in: NZZ, 1. Oktober 1974. <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn95\" id=\"_ftn95\"><\/a>[95] Einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Institute leistete der Hauswart. Er war laut Pflichtenheft nicht nur f\u00fcr die \u00d6ffnung und Schliessung sowie den Unterhalt des Geb\u00e4udes zust\u00e4ndig, sondern musste zus\u00e4tzlich die Arch\u00e4ologische Sammlung und das Verhalten der Besuchenden \u00fcberwachen, das Geb\u00e4ude bei Bedarf beflaggen, Museumseintritte kontrollieren und im Unterricht den Diaprojektor bedienen. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn96\" id=\"_ftn96\"><\/a>[96] Entwurf Gutachten Baudirektion und Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 6. Dezember 1976 (StAZH Z 214.60). Dieser Erweiterungsplan wurde in der Folge zugunsten einer Neu\u00fcberbauung auf dem Strickhofareal verworfen. Es handelt sich um den heutigen Standort des Universit\u00e4tscampus Irchel. Vgl. Jahresbericht der Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1983\/84, S. 30. <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn97\" id=\"_ftn97\"><\/a>[97] Hansj\u00f6rg Bloesch \u00e4nderte seine Meinung im Verlauf der Debatte und warb 1979 aktiv f\u00fcr den Erhalt des Geb\u00e4udes und den aktuellen Standort der Sammlung. Dies vermutlich auch deshalb, weil die urspr\u00fcnglichen Neubaupl\u00e4ne fallengelassen wurden und die Sammlung stattdessen auf den Campus Irchel h\u00e4tte verlegt werden sollen. Vgl. Gedanken zum Haus R\u00e4mistrasse 73, in: NZZ, 14. Februar 1979. <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn98\" id=\"_ftn98\"><\/a>[98] Brief von Adolf Reinle an das Rektorat betreffend Seminargeb\u00e4ude vom 4. Juni 1971 (StAZH Z 70.1966). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn99\" id=\"_ftn99\"><\/a>[99] Arch\u00e4ologische Sammlung der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\/Polizeianschluss, 13. September 1974 (StAZH Z 70.1966). <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn100\" id=\"_ftn100\"><\/a>[100] Kantonsr\u00e4tliche Kommission \u00fcber die Restauration und den Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, 25. Juni 1978 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-100\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 100\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn101\" id=\"_ftn101\"><\/a>[101] Hans von Meyenburg, Dokumentation \u00fcber den Zustand des Geb\u00e4udes, 15. M\u00e4rz 1976 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-101\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 101\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn102\" id=\"_ftn102\"><\/a>[102] Vgl. Gross, Jean-Daniel: \u00c4chtung und Rehabilitation des Historismus in Z\u00fcrich. Der Wandel in der Rezeption historischer Architektur in der Stadt Z\u00fcrich von 1960 bis 1980 und seine Bedeutung aus Sicht der Denkmalpflege, in: ZAK 65 (2008), S. 231\u2013262, hier S. 261. <a href=\"#return-footnote-102\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 102\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn103\" id=\"_ftn103\"><\/a>[103] Vgl. Gross 2008 (wie Anm. 102), S. 254\u2013256. <a href=\"#return-footnote-103\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 103\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn104\" id=\"_ftn104\"><\/a>[104] Gross setzt den denkmalpflegerischen Kampf um den Erhalt des Hochschulquartiers in seinem Artikel im Jahr 1976 an, was aber angesichts der Intervention von Drack nicht zutrifft. <a href=\"#return-footnote-104\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 104\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn105\" id=\"_ftn105\"><\/a>[105] Walter Drack, Besprechungsnotiz, 26. August 1970 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-105\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 105\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn106\" id=\"_ftn106\"><\/a>[106] Bericht der Denkmalpflegekommission vom 6. August 1973 (KPD Akte R\u00e4mistrasse 13). Obwohl das Geb\u00e4ude unter Schutz gestellt wurde und die Denkmalpflege auch einen Subventionsantrag an den Bund stellte, wurde dieser abgelehnt, da der Bund damals mit finanziellen Engp\u00e4ssen zu k\u00e4mpfen hatte. Siehe: Ablehnung des Subventionsgesuches durch das Eidgen\u00f6ssische Amt f\u00fcr kulturelle Angelegenheiten, 2. November 1978 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-106\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 106\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn107\" id=\"_ftn107\"><\/a>[107] Zur Renovation des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, unterschrieben von Prof H. P. Isler, Prof. A. Reinle, Prof. E. Maurer, undatiert (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-107\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 107\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn108\" id=\"_ftn108\"><\/a>[108] In diesem Zusammenhang wird von der <em>Hotel Savoy-Methode<\/em> gesprochen, bei der das Prinzip offenbar zur Anwendung kam. Vgl. Kantonsr\u00e4tliche Kommission \u00fcber die Restauration und den Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, 11. August 1978 (StAZH Z 214.60).<a href=\"#return-footnote-108\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 108\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn109\" id=\"_ftn109\"><\/a>[109] Der Nachlass von Hans von Meyenburg befindet sich im gta-Archiv der ETH. <a href=\"#return-footnote-109\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 109\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn110\" id=\"_ftn110\"><\/a>[110] RRB Nr. 4078 vom 13. Aug. 1975 (StAZH MM 3.144 RRB 1975\/4078). <a href=\"#return-footnote-110\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 110\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn111\" id=\"_ftn111\"><\/a>[111] Vgl. Kanton Z\u00fcrich. Direktion der \u00f6ffentlichen Bauten, Restauration und Umbau des Universit\u00e4tsgeb\u00e4udes R\u00e4mistrasse 73, Z\u00fcrich 1985, S. 5. <a href=\"#return-footnote-111\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 111\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn112\" id=\"_ftn112\"><\/a>[112] Vgl. Blaser-Meier 2016 (wie Anm. 31), S. 1\u20135. <a href=\"#return-footnote-112\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 112\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn113\" id=\"_ftn113\"><\/a>[113] Der Begriff trat u. a. direkt im Kontext des Abstimmungskampfes rund um den Renovationskredit f\u00fcr die Augenklinik auf. Vgl. Z\u00fcrichsee-Zeitung, Abbruchmentalit\u00e4t oder Kostenbewusstsein?, 24. November 1978, S. 3. <a href=\"#return-footnote-113\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 113\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn114\" id=\"_ftn114\"><\/a>[114] Umstrittener Kredit kommt vors Volk, in: Tagesanzeiger vom 24. Oktober 1978, S. 23. <a href=\"#return-footnote-114\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 114\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn115\" id=\"_ftn115\"><\/a>[115] Besonders scharf kritisiert wurde das Vorhaben vom Arzt Roman Fischer: \u00abErst 1974 \u2039entdeckte\u203a eine Kunstkommission das zum Abbruch verurteilte Geb\u00e4ude und stellte es unter Denkmalschutz. W\u00e4hrend fast zwei Dezennien gingen Kunstverst\u00e4ndige in diesem Haus ein und aus, und unter ihren Augen ging das \u00abAbschlagwerk\u00bb an der Fassade munter weiter. Und da soll der Normalb\u00fcrger noch mitkommen und nicht allm\u00e4hlich Zweifel empfinden ob solchen Kommissionsentscheidungen? D\u00fcrfte der Steuerzahler nicht vielmehr erwarten, dass auch die Denkmalpflege in ihren Forderungen von der Euphorie der Hochkonjunktur sich auf dem Boden der Realit\u00e4t wiederfindet und die Tatsache akzeptiert, dass nicht mehr das W\u00fcnschbare, sondern nur noch das M\u00f6gliche und Machbare realisiert werden kann?\u00bb Z\u00fcrichsee-Zeitung, Fehlt der Sparwille?, 7. Februar 1979, S. 28. <a href=\"#return-footnote-115\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 115\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn116\" id=\"_ftn116\"><\/a>[116] Vgl. Blaser-Meier 2016 (wie Anm. 31), S. 5. <a href=\"#return-footnote-116\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 116\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn117\" id=\"_ftn117\"><\/a>[117] Vgl. Kanton Z\u00fcrich 1985 (wie Anm. 112), S. 6\u20139. <a href=\"#return-footnote-117\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 117\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn118\" id=\"_ftn118\"><\/a>[118] Kurzprotokoll, Besprechung Senkung im S\u00fcdfl\u00fcgel, Feststellungen und Massnahmen, 22. Oktober 1980 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-118\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 118\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn119\" id=\"_ftn119\"><\/a>[119] Senkung im S\u00fcdfl\u00fcgel \u2013 Schaden-Beurteilungs-Kriterien, Dipl. Ing. H. R. Fietz, 28. Mai 1981 (StAZH Z 214.60). <a href=\"#return-footnote-119\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 119\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn120\" id=\"_ftn120\"><\/a>[120] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, Nr. 1 (1982), S. 12. Die Studentenzeitschrift erschien von 1982 bis 1985 in sieben Nummern. Digitalisate k\u00f6nnen im Katalog der Zentralbibliothek eingesehen werden. <a href=\"#return-footnote-120\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 120\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn121\" id=\"_ftn121\"><\/a>[121] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 21 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-121\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 121\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn122\" id=\"_ftn122\"><\/a>[122] Der Markteintritt des Fastfood-Riesen l\u00f6ste in der Schweiz heftige Proteste aus und es wurden gar Brandanschl\u00e4ge auf Filialen in Z\u00fcrich ausgef\u00fchrt. Vgl. Millionenschaden bei Brandanschlag in Z\u00fcrich 4, in: NZZ, 06. Juli 1982. <a href=\"#return-footnote-122\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 122\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn123\" id=\"_ftn123\"><\/a>[123] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 19 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-123\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 123\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn124\" id=\"_ftn124\"><\/a>[124] Zeitschrift f\u00fcr Kunsthistoriker\/-innen Wintersemester 1984\/85, S. 13 (KDP Akte R\u00e4mistrasse 73). <a href=\"#return-footnote-124\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 124\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn125\" id=\"_ftn125\"><\/a>[125] Ebd. <a href=\"#return-footnote-125\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 125\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn126\" id=\"_ftn126\"><\/a>[126] Die originalen \u00abgr\u00fcnen St\u00fchle\u00bb, welche 1984 angeschafft wurden, waren tats\u00e4chlich Giftgr\u00fcn. Danach folgten bis 2021 schwarze Holzst\u00fchle, die mit \u00abgr\u00fcn\u00bb beschriftet waren. Diese wurden im Laufe der Sanierungsmassnahmen im Jahr 2021 aus feuerschutztechnischen Gr\u00fcnden entfernt und durch farblose Alust\u00fchle ersetzt. Die Ortsbezeichnung \u00abbei den gr\u00fcnen St\u00fchlen\u00bb wird auch jetzt noch verwendet, d\u00fcrfte aber mit dem Abgang der aktuellen Studierenden-Generation und der derzeitigen Mitarbeiter:innen des Kunsthistorischen und des Arch\u00e4ologischen Instituts verschwinden. <a href=\"#return-footnote-126\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 126\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn127\" id=\"_ftn127\"><\/a>[127] JbUZH 2015, S. 21. <a href=\"#return-footnote-127\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 127\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn128\" id=\"_ftn128\"><\/a>[128] Vgl. dazu die Fotostrecke zu den Restaurierungsarbeiten in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-128\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 128\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn129\" id=\"_ftn129\"><\/a>[129] Wir k\u00f6nnen die St\u00e4dte nicht zu Museen machen, Leserbrief von Kantonsrat Roman Fischer in der NZZ, 17. Februar 1979. <a href=\"#return-footnote-129\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 129\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["nadia-pettannice"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[65],"license":[],"class_list":["post-497","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-nadia-pettannice"],"part":495,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":39,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/497\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":749,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/497\/revisions\/749"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/495"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/497\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=497"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=497"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}