{"id":440,"date":"2022-06-10T09:15:29","date_gmt":"2022-06-10T07:15:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=440"},"modified":"2022-06-27T14:20:35","modified_gmt":"2022-06-27T12:20:35","slug":"konrad-escher-und-die-foerderung-der-schweizerischen-kunstgeschichte-unter-beachtung-der-zuercherischen-kunst","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/konrad-escher-und-die-foerderung-der-schweizerischen-kunstgeschichte-unter-beachtung-der-zuercherischen-kunst\/","title":{"raw":"Konrad Escher und die F\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst","rendered":"Konrad Escher und die F\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst"},"content":{"raw":"Seit der Eroberung der H\u00f6rs\u00e4le durch das Kleinbild-Dia, das vor einigen Jahren seinerseits durch digitale Pr\u00e4sentationsmedien verdr\u00e4ngt wurde, fristet das Foto- und Bildarchiv des Kunsthistorischen Instituts ein stiefm\u00fctterliches Dasein. Die an die 100'000 dort gelagerten Glasdiapositive, Kunstdrucke, Druckgrafiken, Postkarten, Silbergelatine- oder Albumin-Abz\u00fcge sind ihrer urspr\u00fcnglichen Bestimmung beraubt, n\u00e4mlich der Veranschaulichung und Wiedergabe von Kunstwerken jeglicher Gattung zum Zwecke des Studiums. Lediglich Teile des Archivbestandes, konkret das Bildmaterial aus der Schenkung Heinrich W\u00f6lfflins, finden derzeit in Zusammenhang mit dem W\u00f6lfflin-Editionsprojekt Beachtung.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Der reiche und vielf\u00e4ltige Bestand des Archivs jedoch ist bleibendes Zeugnis der Geschichte der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, spiegelt das fotografische Wissen des Studienfaches, dokumentiert den Wert und Umgang mit Bildmaterial in der Lehre, erhellt Str\u00f6mungen der hiesigen kunsthistorischen Forschung und beleuchtet Wirkung und T\u00e4tigkeit herausragender Pers\u00f6nlichkeiten. Um die Vielfalt und die grosse Zahl an Objekten \u00fcberblicken und materialgerecht archivieren zu k\u00f6nnen und um ein Findmittel zu schaffen, das es Forschenden, Studierenden und Interessierten erlaubt, Einblick in den Bestand zu erhalten, hat die Mediathek des Instituts, der das Bild- und Fotoarchiv angegliedert ist, 2018 begonnen, ein Inventar zu erstellen und die Objekte zu digitalisieren.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_442\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-300x225.jpg\" alt=\"Fotografien von Konrad Escher\" class=\"wp-image-442 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> Abb. 1: Fotografien von Konrad Escher.<br \/>Mediathek KHIST, Foto: Ylva Gasser.[\/caption]\r\n\r\nIn Zusammenhang mit dieser Arbeit ist eine kleine schwarze Schachtel ins Blickfeld ger\u00fcckt, die Neugier weckte und Fragen aufdr\u00e4ngte. (Abb. 1) Darin fanden sich nicht nur dutzende kleinformatige fotografische Abz\u00fcge, die Landschaften, Strassenz\u00fcge und Bauwerke Italiens, der Westschweiz und Frankreichs wiedergeben, sondern auch Fotografien der Kathedrale von Durham und etliche Negative. Vom Bildmaterial und den handschriftlich beschrifteten Umschl\u00e4gen und Couverts kann auf den urspr\u00fcnglichen Besitzer und Fotografen geschlossen werden: Konrad Escher.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Dieser Pers\u00f6nlichkeit, seiner T\u00e4tigkeit als Dozent, Forscher und F\u00f6rderer der Schweizerischen Kunstgeschichte sowie seinem Umgang mit Bildmaterial sind die folgenden Ausf\u00fchrungen gewidmet. All diese Aspekte spiegeln sich im Bestand des Archives des Kunsthistorischen Instituts wider, so dass jeweils ausgehend von einzelnen Objekten des Archivs das Wirken Eschers und damit ein kleines St\u00fcck Geschichte der Kunstgeschichte in Z\u00fcrich n\u00e4her beleuchtet werden kann. Der am 21. Oktober 1882 in Z\u00fcrich geborene Konrad Escher studierte in Z\u00fcrich, Strassburg und Berlin Kunstgeschichte, allgemeine Geschichte und Arch\u00e4ologie, schloss 1906 mit <em>summa cum laude<\/em> seine Dissertation <em>Untersuchungen zur Geschichte der Wand- und Deckenmalerei in der Schweiz vom IX. bis zum Anfang des XVI. Jahrhunderts<\/em> bei Prof. Rudolf Rahn ab und habilitierte 1909 in Basel.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> 1918 kehrte Escher nach Z\u00fcrich zur\u00fcck, liess sich umhabilitieren und war ab 1918 als Privatdozent am Kunsthistorischen Institut Z\u00fcrich zugelassen; seine Antrittsvorlesung mit dem Titel <em>Das Nationale in der abendl\u00e4ndischen Stilentwicklung<\/em> musste jedoch wegen der damals grassierenden Grippe-Epidemie auf den 14. Juni 1919 verschoben werden. Am 23. November 1922 beschloss der Regierungsrat, Konrad Escher zum Titularprofessor zu ernennen.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Am 23. August 1928 w\u00e4hlte der Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich Konrad Escher auf den 16. Oktober 1928 zum Nachfolger von Josef Zemp. Dem Beschluss ist zu entnehmen: \u00abDie phil. Fakult\u00e4t I der Universit\u00e4t Z\u00fcrich schl\u00e4gt zur Wahl zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr mittlere und neuere Kunstgeschichte an Stelle Prof. Zemp\u2019s, der auf Schluss des Sommersemesters 1928 zur\u00fcckgetreten ist, Titularprofessor Dr. Konrad Escher vor [...] In Titularprofessor Dr. Konrad Escher sei eine Pers\u00f6nlichkeit vorhanden, an der vor\u00fcberzugehen ganz unm\u00f6glich sei; denn Prof. Escher habe sich seit Jahren an unserer Universit\u00e4t mit zunehmenden Lehrerfolg bet\u00e4tigt; er habe sich durch umfangreiche wissenschaftliche Publikationen einen Namen gemacht; [...]. Dabei hebt die Fakult\u00e4t unter Nennung der Publikationen hervor, wie Prof. Escher in der F\u00f6rderung der von Prof. Rahn seinerzeit in hervorragender Weise gepflegten schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst sich ein ansehnliches Verdienst erworben habe.\u00bb<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Die im Regierungsratsbeschluss betonte \u00abF\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst\u00bb war geradezu Programm und Zusammenfassung Eschers Wirken in seinen Z\u00fcrcher Jahren bis zu seinem fr\u00fchzeitigen Tod, wobei unter F\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte nicht nur Untersuchungen zu schweizerischen Kunstwerken und Denkm\u00e4lern zu verstehen ist, sondern auch die Lehre an der Universit\u00e4t, die F\u00f6rderung der Denkmalpflege, die Dozentent\u00e4tigkeit und Aufgaben als Exkursionsleiter an der Volkshochschule, deren erster Vorsitzender Escher von 1926 bis zu seinem Tode war. Escher lebte die \u00dcberzeugung, dass Kunst, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft nicht ein Privileg weniger sein sollten: \u00abWenn ihr [der Kunstwissenschaft, Anm. Y. G.] keine allzu rosige Zukunft beschieden sein sollte, so darf sie doch, freilich nur unter steter F\u00fchlungnahme mit den anderen Wissenschaften und stetiger Erweiterung ihres Gesichtskreises, und nicht zuletzt unter st\u00e4ndigem innigem Verkehr mit dem Leben, mit lebendiger Kunst und K\u00fcnstlern hoffen, an der Erziehung der Menschheit mitzuwirken, nicht als Privileg f\u00fcr Wenige, sondern als Gut f\u00fcr Alle, die nach Veredelung verlangen.\u00bb<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Am Ende des Regierungsratsbeschlusses sind zusammenfassend das staatliche Jahresgehalt, Umfang und Anspruch auf Kollegiengeld, Verpflichtungen und Aufgaben als Dozent und Lehrer aufgef\u00fchrt. \u00abDer Lehrauftrag umfasst bei einer Verpflichtung zu 5\u20138 w\u00f6chentlichen Vortrags- und \u00dcbungsstunden die mittlere und neuere Kunstgeschichte mit der Verpflichtung und dem Recht, im Einvernehmen mit dem Inhaber der Hauptprofessur Vorlesungen aus dem ganzen Gebiet der Kunstgeschichte zu halten.\u00bb<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Ein Blick auf die im Laufe der Jahre gehaltenen Vorlesungen und \u00dcbungen belegen, dass Escher die Verpflichtung, \u00abVorlesungen aus dem ganzen Gebiet der Kunstgeschichte zu halten\u00bb<em>,<\/em> vollumf\u00e4nglich erf\u00fcllte. Er las u. a. \u00fcber fr\u00fchchristliche Kunst, Kunst des fr\u00fchen Mittelalters, der Fr\u00fch- und Hochgotik, \u00fcber italienische Kunst im Zeitalter Dantes, \u00fcber einzelne K\u00fcnstler wie Leonardo und dessen Umkreis, Raffael und seine Schule, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, \u00fcber niederl\u00e4ndische Malerei von van Eyck bis zu Brueghel, \u00fcber Hoch- und Sp\u00e4tbarock in Italien, \u00fcber franz\u00f6sische Kunst, protestantischen Kirchenbau, die Kunst des 19. Jahrhunderts, \u00fcber Van Gogh, C\u00e9zanne, Hodler wie auch \u00fcber die Kunst der Gegenwart; schliesslich d\u00fcrfen auch seine <em>Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft<\/em> und seine \u00dcbung <em>Grundlagen des kunstwissenschaftlichen Studiums <\/em>nicht vergessen werden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_443\" align=\"alignright\" width=\"243\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-243x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft (Manuskript)\" class=\"wp-image-443 size-medium\" width=\"243\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 2: Konrad Escher, Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft (Manuskript), S. 6, ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 1.[\/caption]\r\n\r\nSo erstaunt es nicht, im Fotoarchiv des Kunsthistorischen Instituts Z\u00fcrich von Escher verwendetes Bildmaterial in unterschiedlichsten zeitlichen und thematischen Zusammenh\u00e4ngen anzutreffen. Was Bildmaterial f\u00fcr Escher bedeutete, wird deutlich in seinem Skript zur <em>Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft<\/em>. (Abb. 2) Escher betont dort: \u00abPhotog &amp; Lichtbilder sind ein Notbehelf \/ ein \u2039notwendiges \u00dcbel\u203a, ebenso die Buchillus u Tafelwerke.\u00bb<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Wie mit diesem \u00abnotwendigen \u00dcbel\u00bb, dem \u00abNotbehelf\u00bb, umgegangen und wo er eingesetzt wurde, beschreibt 1944 Gotthard Jedlicka, sich an eine als Student bei Escher besuchte \u00dcbung zu Bernini erinnernd, die bei Escher zu Hause stattfand: \u00abEr [Escher, Anm. Y. G.] sass damals in seiner grossen, reichen Bibliothek, gleichsam als ein Mitlernender unter uns, beugte sich wie wir \u00fcber seine B\u00fccher und Photographien, beobachtete, fragte, wurde gefragt, gab Antwort, suchte mit uns nach dem richtigen Wort, der treffenden Bemerkung, dem wesentlichen Zusammenhang, dem entscheidenden Gegensatz zu anderer k\u00fcnstlerischen Gestaltung \u2013 und darum wurden diese \u00dcbungen f\u00fcr uns so fruchtbar.\u00bb<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Jedlickas Beschreibung belegt nicht nur die Arbeitsweise mit fotografischen Materialien, sondern erhellt auch, wie in diesen Jahrzehnten an der Universit\u00e4t unterrichtet wurde, n\u00e4mlich in den reich best\u00fcckten Privatbibliotheken der Professoren mit deren privaten B\u00fcchern und Fotografien. Ein kleines Notizbuch, mit <em>Ausleihen<\/em> beschriftet, belegt, dass Escher immer wieder Fotografien und B\u00fccher an Sch\u00fcler und Kollegen ausgeliehen hat. Der Eintrag <em>24. X. 23 Waldmann, Manet, Jedlicka<\/em> belegt bereits zu Studienzeiten das Interesse Gotthard Jedlickas am franz\u00f6sischen K\u00fcnstler, \u00fcber den Jedlicka 1941 eine Monografie ver\u00f6ffentlichen sollte. Und ein Hinweis wie <em>30. IX. 24 40 Lichtbilder Moderne Kunst Dr. Tobler<\/em> deutet darauf hin, dass Escher auch \u00fcber eine Sammlung an Lichtbildern verf\u00fcgt haben muss.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Lichtbilder wurden in Vorlesungen und bei Vortr\u00e4gen projiziert, wof\u00fcr teure Ger\u00e4tschaften ben\u00f6tigt wurden. F\u00fcr deren Beschaffung scheint sich Escher eingesetzt zu haben, werden ihm doch 1935 vom Z\u00fcrcher Hochschulverein 500 Franken f\u00fcr die Anschaffung eines Lichtbilderapparates \u00abBaloptikum B\u00bb bewilligt, was damals in etwa zwei Monatsl\u00f6hnen eines ledigen SBB-Streckenarbeiters entsprach.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Lichtbilder und Fotografien scheinen in den 1930er und 40er-Jahren sehr begehrt und bei Weitem nicht allerorts und jederzeit verf\u00fcgbar gewesen zu sein.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_444\" align=\"alignleft\" width=\"215\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-215x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-444 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 3: Notizen von Konrad Escher, R\u00fcckseite des Briefes von Paul Ganz an Konrad Escher vom 15. September 1936.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 35.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_445\" align=\"alignleft\" width=\"215\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-215x300.jpg\" alt=\"Brief von Paul Ganz an Konrad Escher\" class=\"wp-image-445 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 4: Brief von Paul Ganz an Konrad Escher, 15. September 1936. <br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 35.[\/caption]\r\n\r\nWie Briefe aus dem Nachlass belegen, hat Escher oft Bildmaterial ausgeliehen. Ob es sich dabei um Fotografien aus Eschers Privatsammlung oder um solche aus der Institutssammlung handelten, kann jedoch nicht beantwortet werden, da die Korrespondenz Eschers h\u00e4ufig als Notizpapier endete und deshalb nur l\u00fcckenhaft erhalten blieb. Zerrissen oder zerschnitten in ungef\u00e4hres A6-Format fanden Briefe eine neue Bestimmung: Sie wurden zu Notizb\u00fcchern des Gelehrten. Es gibt aber bei der Durchsicht des Nachlasses Eschers auch Gl\u00fccksf\u00e4lle, etwa wenn Teile eines zerrissenen Briefes beieinander liegen, zusammengef\u00fcgt und gelesen werden k\u00f6nnen, so zum Beispiel bei einem Brief von Paul Ganz an Escher vom 15. September 1936. (Abb. 3 und 4) In diesem Schreiben bedankt sich Ganz f\u00fcr 32 ausgeliehene Fotos, die am 14. Congr\u00e8s International d\u2019Histoire de l\u2019Art Suisse 1936 Verwendung fanden.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\nEschers Forderung und \u00dcberzeugung, wenn irgend m\u00f6glich Originale zu studieren, pr\u00e4gten massgeblich seine Lehre. \u00abF\u00fcr das Studium wichtig: Immer und immer wieder Studium Originalkunstwerk \/ nicht warten bis man Beste Gelegenheit hat grosse [\u2026] zu besuchen \/ sondern an Ort und Stelle anfangen.\u00bb<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Erg\u00e4nzend dazu hat Escher am Rand notiert: \u00abKunsthaus \/ Landesmus \/ [\u2026] Kupferstichsl \/ Kunsthandlung \/ Fauves bei [\u2026].\u00bb\r\n\r\n[caption id=\"attachment_458\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-300x216.png\" alt=\"Anonymus, Konrad Escher, undatiert \" class=\"wp-image-458 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" \/><\/a> Abb. 5: Anonymus, Konrad Escher, undatiert [zwischen 1910 und 1920]. <br \/>Mediathek KHIST, GNLK_135-533.<br \/>Anonymus, Konrad Escher, undatiert [zwischen 1910 und 1920].[\/caption]Escher f\u00fchrte vorzugsweise \u00dcbungen vor dem Original durch, auch wenn die M\u00f6glichkeiten dazu in Z\u00fcrich sehr bescheiden waren, wie Dietrich Schwarz beschreibt: \u00abWenn die Z\u00fcrcher Sammlungen auch wenig Anschauungsmaterial f\u00fcr eine Geschichte der grossen Kunst liefern konnte, so bot die Zentralbibliothek mit ihrem reichen Handschriftenbestand Anlass, seine Sch\u00fcler vor die Originale mittelalterlicher Miniaturenkunst zu f\u00fchren. Hier konnte dann vor den Kunstwerken selbst die ihm so \u00fcberaus wichtig erscheinende Stilkritik und der damit zusammenh\u00e4ngende Stilvergleich exemplifiziert werden.\u00bb<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> In einer Zeit, in der Bildmaterial teuer und zumeist nur in Schwarz-Weiss zur Verf\u00fcgung stand, kann die Bedeutung, die dem Studium der Originale vor Ort beigemessen wurde, nachvollzogen werden. Escher lebte diese \u00dcberzeugung seit seiner eigenen Studienzeit, und es erstaunt nicht, in Rahns Bericht \u00fcber die Dissertation von Escher den Hinweis zu finden: \u00abW\u00e4hrend mehreren Jahren [\u2026] hat er die Schweiz durchwandert und keine Stelle unber\u00fccksichtigt gelassen, die ihm einen Fund verhiess.\u00bb<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> (Abb. 5) Eschers Studienreisen werden auch im Regierungsratsbeschluss, der die Ernennung zum ausserordentlichen Professor protokolliert, anerkennend erw\u00e4hnt: \u00abNach einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in Italien und der vor\u00fcbergehenden Besorgung der Assistentenstelle an der \u00f6ffentlichen Kunstsammlung in Basel habilitierte er sich im Sommersemester 1909 an der Universit\u00e4t Basel, wo er in dieser Stellung bis 1918 wirkte. W\u00e4hrend dieser Zeit machte er wiederholt Studienreisen in seinen Fachdisziplinen in Italien, Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich und England.\u00bb<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Die zwischen beiden Kriegen liegende Zeit nutzte Escher immer wieder f\u00fcr gr\u00f6ssere Reisen nach Italien, Spanien, Frankreich, England, Schottland, in die Niederlande, nach Deutschland, Skandinavien und Osteuropa.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> \u00abDas Reisen bedeutete f\u00fcr ihn als Forscher \u00fcberhaupt eine ernsthafte T\u00e4tigkeit, die zur Arbeit des Kunsthistorikers integral hinzugeh\u00f6rt.\u00bb<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_446\" align=\"alignleft\" width=\"193\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-193x300.png\" alt=\"Voyage \u00e0 Paris. Du 5 au 19 avril 1934. Programme.\" class=\"wp-image-446 size-medium\" width=\"193\" height=\"300\" \/><\/a> Abb 6: Voyage \u00e0 Paris. Du 5 au 19 avril 1934. Programme.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nEin Instrument, seinen Sch\u00fclern eine umfassende Bildung als angehende Kunsthistoriker und Kunsthistorikerinnen zukommen zu lassen und ihnen die M\u00f6glichkeit zu bieten, Originale von herausragender Bedeutung zu studieren, waren die bis dahin in dieser Form noch nicht durchgef\u00fchrten Auslands-Exkursionen. Escher notierte im Skript zur Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft: \u00abDer Kunsthistoriker muss auch \u00fcber das Material, das er bearbeitet, v\u00f6llig im Klaren sein. Er muss die Kunstwerke nach den verschiedensten Seiten hin kennen.\u00bb<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Die Exkursionen wurden sorgf\u00e4ltig geplant und vorbereitet, wobei Escher die ganze \u2039Reisetechnik\u203a gerne einem Studierenden \u00fcberliess. Wie dicht gedr\u00e4ngt und vielf\u00e4ltig sich das Programm einer solchen Exkursion gestaltete, zeigt dasjenige der Studienreise nach Paris vom 5.\u201319. April 1934. (Abb. 6)\r\n\r\n[caption id=\"attachment_447\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-300x193.jpg\" alt=\"Retable en pi\u00e8ce \u2013 Art fran\u00e7ais XVIe Si\u00e8cle \" class=\"wp-image-447 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" \/><\/a> Abb. 7 : Retable en pi\u00e8ce \u2013 Art fran\u00e7ais XVI<sup>e<\/sup> si\u00e8cle [zwischen 1930 und 1934], Mus\u00e9e de Cluny, No 1230, Albuminabzug auf Karton kaschiert; verso Stempel: Konrad Escher. Karton: 21.9 x 27.4 cm, Albuminabzug: 26 x 31.8 cm.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 262.IV.8.[\/caption]Am Nachmittag des 14. Aprils haben die Studierenden zum Beispiel das Mus\u00e9e de Cluny besucht. Auch dieser Besuch scheint gr\u00fcndlich vor- oder zumindest nachbereitet worden zu sein, finden sich doch von damals dort ausgestellten Werken zehn Fotografien aus dem ehemaligen Besitz Eschers in der Mediathek des Kunsthistorischen Instituts der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, wie die jeweiligen Stempel verso belegen. (Abb. 7) Diese ausgedehnten Studienreisen waren f\u00fcr die Teilnehmenden Herausforderung, Horizonterweiterung und Bereicherung zugleich, wie Dietrich Schwarz in seinem Nachruf zu Escher ausf\u00fchrt: \u00abAuf derartigen Exkursionen begn\u00fcgte er sich nie mit der Betrachtung einzelner Kunstwerke oder Gruppen von Kunstwerken, sondern er war stets bestrebt, sie in den grossen stilistischen Rahmen zu stellen, sie aus ihren eignen Voraussetzungen und aus Beeinflussungen zu erkl\u00e4ren und die davon ausgehenden Ausstrahlungen anzudeuten.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_448\" align=\"alignleft\" width=\"193\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-193x300.png\" alt=\"Voyage \u00e0 Paris. Renseignements\" class=\"wp-image-448 size-medium\" width=\"193\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 8: Voyage \u00e0 Paris. Renseignements (Annexe au programme).<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nDie Teilnehmer an diesen Reisen bildeten darum oft richtige Arbeitsgemeinschaften, wobei nach anstrengenden Bem\u00fchungen auch der Naturgenuss oder Theaterbesuche zur notwendigen sch\u00f6pferischen Entspannung eingeschaltet wurden [...].\u00bb<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Aber nicht nur hinsichtlich der geforderten Studien und Arbeit der Teilnehmenden im Vorfeld und w\u00e4hrend der Reise stellte eine Exkursion eine Herausforderung dar, auch die H\u00f6he der Kosten darf nicht unerw\u00e4hnt bleiben. (Abb. 8) Dem Programm der erw\u00e4hnten Paris-Exkursion und den an die Teilnehmenden abgegebenen Unterlagen ist zu entnehmen, dass jeder Teilnehmer 194 Franken zu bezahlen hatte und zus\u00e4tzlich mit 70\u201380 Franken f\u00fcr die Verpflegung rechnen musste, wobei M\u00e9tro, Taxi und Bad noch nicht einberechnet waren.\r\n\r\n274 Franken waren in jener Zeit eine sehr stattliche Summe: Sie entsprach bis auf einen Franken genau dem damaligen Monatslohn eines ausgebildeten Metzgers mit zwei Jahren Berufserfahrung.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Hatte die oben skizzierte Praxis, die Studierenden zu Hause in der Privatbibliothek mit eigenen B\u00fcchern und Fotografien auszubilden, Lichtbilder an Vorlesungen zu projizieren und der Grundsatz, wenn m\u00f6glich das Original zu studieren, in deren Folge \u00dcbungen in Sammlungen und Exkursionen durchgef\u00fchrt wurden, Auswirkungen auf den B\u00fccher- und Bildmaterialbestand des Kunsthistorischen Instituts?\r\n\r\nJedlicka beschreibt den Zustand des Kunsthistorischen Instituts in einer oft zitierten Passage: \u00ab[\u2026] Heinrich W\u00f6lfflin hatte es Josef Zemp und Konrad Escher \u00fcberlassen, das Kunstgeschichtliche Seminar einzurichten und auszubauen, und diese hatten keine Lust, in dieser Angelegenheit irgendetwas zu unternehmen. Sogar der kleine Raum, der Bibliothek, Photothek und Diapositive vereinigte, bestand im Wesentlichen aus Glasschr\u00e4nken ohne Inhalt: vielleicht 2000 Diapositive, einige Mappenwerke, Thieme Becker bis zum Jahre 1930 und im \u00fcbrigen B\u00fccher und Brosch\u00fcren: alles in einem unbeschreiblichen Zustand der Verwahrlosung.\u00bb<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Verstehen wir Jedlickas Beschreibung auf Grund der Thieme Becker-B\u00e4nde als Zustand fr\u00fchestens um 1931, so hat sich in den darauffolgenden zw\u00f6lf Jahren, in denen Escher als Ordinarius am Institut und f\u00fcr kurze Zeit \u2013 1942 \u2013 auch als Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t gewirkt hat, einiges ver\u00e4ndert.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_449\" align=\"alignright\" width=\"215\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-215x300.png\" alt=\"Konrad Escher, An die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich\" class=\"wp-image-449 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 9: Konrad Escher, An die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, 26. Oktober 1942.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nTrotz des Krieges hatte sich der Zustand der Bibliothek und Fotosammlung in jenen Jahren merklich verbessert und immens vergr\u00f6ssert. Auch die Besoldung des Bibliothekars, dem die Verwaltung der Fotothek \u00fcbertragen war, wurde deutlich erh\u00f6ht. Dank der erhaltenen Korrespondenz Eschers k\u00f6nnen Zustand, Ausbau, Pflege und Umfang der Fotothek und Bibliothek in den letzten Jahren von Eschers Wirkungszeit belegt werden. So heisst es in einem Schreiben Eschers vom 26. Oktober 1942 an die Erziehungsdirektion Z\u00fcrich (Abb. 9): \u00abDas kunstgeschichtliche Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, d. h. Raum 103, ist im Laufe dieses Jahres umgebaut worden, um ausschliesslich als Arbeitsraum f\u00fcr die Studierenden zu dienen und um die Vergr\u00f6sserung der Bibliothek zu erm\u00f6glichen; [...]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_450\" align=\"alignleft\" width=\"214\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-214x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Schenkungen an das kunstgeschichtliche Seminar, 20. Dezember 1942\" class=\"wp-image-450 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 10: Konrad Escher, Schenkungen an das kunstgeschichtliche Seminar, 20. Dezember 1942.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nVor Semesterbeginn war eine systematische Katalogisierung und Neuaufstellung des Bestandes an B\u00fcchern, Zeitschriften und Brosch\u00fcren unumg\u00e4nglich n\u00f6tig.\u00bb<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Ende desselben Jahres listete Escher die im laufenden Jahr eingegangenen Schenkungen auf, und zu den verschiedenen B\u00fcchern, die er dem Institut \u00fcbergab, geh\u00f6rten auch etliche Abbildungen und \u00ab10 Schachteln mit ca. 500 Fotografien\u00bb. (Abb. 10) Da Escher seine Fotografien und B\u00fccher durch einen Stempel zu kennzeichnen pflegte, w\u00e4ren diese einfach zu ermitteln. Doch kann heute nicht mehr pr\u00e4zise nachvollzogen werden, um welche ca. 500 Einheiten es sich handelt, da die Kartons, auf welche die Abz\u00fcge kaschiert waren, in den letzten Jahrzehnten oftmals beschnitten oder die Fotografien abgel\u00f6st, bisweilen auch verschenkt oder gar weggeworfen wurden, da deren Nutzen nicht mehr ersichtlich war. Das eingangs erw\u00e4hnte Inventar des Fotoarchives weist deshalb bei weitem keine 500 Fotografien aus, die aufgrund der r\u00fcckseitigen Stempelung gesichert Konrad Escher als Schenker zuweisbar w\u00e4ren.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_451\" align=\"alignright\" width=\"214\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-214x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Brief an Regierungsrat Dr. Hafner\" class=\"wp-image-451 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 11: Konrad Escher, Brief an Regierungsrat Dr. Hafner, 11. Januar 1943.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nWelche Bedeutung den Lichtbildern beigemessen wurde und wo sie insbesondere Verwendung fanden, wird in einem Schreiben Eschers deutlich, in dem er begr\u00fcndet, wieso mehr Geld f\u00fcr Lichtbilder als f\u00fcr B\u00fccher ausgegeben werden musste. Im Begleitbrief zu Bericht und Jahresrechnung des Kunstgeschichtlichen Seminars an Regierungsrat Dr. Hafner, Erziehungsdepartement, vom Januar 1943 ist zu lesen: \u00abWie Sie aus der Rechnung ersehen, waren die Ausgaben f\u00fcr B\u00fccher gering, wogegen die Anschaffung von Lichtbildern einen weit h\u00f6heren Betrag ausmachen, was in erster Linie durch das Erfordernis neuer Vorlesungsthemen zu erkl\u00e4ren ist. Ferner ergibt sich immer deutlicher die Notwendigkeit, ausser der Gesamtansicht eines Kunstwerkes auch eine Reihe von guten Detailaufnahmen vorzuf\u00fchren um das Kunstwerk m\u00f6glichst eingehend erl\u00e4utern zu k\u00f6nnen. Der Bezug von Diapositiven aus dem Ausland ist gegenw\u00e4rtig (Italien vorl\u00e4ufig ausgenommen) vollst\u00e4ndig gesperrt, so dass jedes Lichtbild beim Photographen bestellt werden muss, wobei nat\u00fcrlich mit best\u00e4ndiger Erh\u00f6hung der Materialkosten zu rechnen ist. [...] Das j\u00e4hrliche Salair von Frs 80.- f\u00fcr den Bibliothekar erweist sich als sehr gering in Anbetracht dessen, dass er auch die Lichtbildersammlung zu verwalten, d. h. namentlich die Ausleihe von Diapositiven f\u00fcr Vortr\u00e4ge zu besorgen und die R\u00fcckgabe zu kontrollieren hat.\u00bb (Abb. 11)\r\n\r\n[caption id=\"attachment_452\" align=\"alignleft\" width=\"214\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-214x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-452 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 12: Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 31. Dezember 1943.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.[\/caption]\r\n\r\nAngesichts des von Jedlicka f\u00fcr 1931 gesch\u00e4tzten Bestands an 2'000 Lichtbildern m\u00fcssen die Anschaffungen an Lichtbildern in den kommenden zw\u00f6lf Jahren enorm gewesen sein, denn im <em>Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich,<\/em> datierend vom 31. Dezember 1943, werden 21'632 Lichtbilder ausgewiesen. \u00abInhalt der 11 Schr\u00e4nke (528 Schubladen) total 21'229 St\u00fcck, Bei den Herren Dozenten total 327 St\u00fcck, Ausgeliehen laut Ausleiheft (Frau Heider 72, Frl. Leuzinger 4) total 76 St\u00fcck, zusammen: 21'632 St\u00fcck. [...] Ferner befinden sich im Schrank rechts beim Fenster ca 400 St\u00fcck fr\u00fcher ausgeschiedener Dupletten und teilweise defekte Platten, [...].\u00bb<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> (Abb. 12)\r\n\r\nZum Zeitpunkt, als dieser Rapport erstellt wurde, arbeitete Escher zu Hause in Winterthur an Band II<em> Stadt Z\u00fcrich<\/em> der Reihe <em>Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>. Zehn Tage nach seinem 60. Geburtstag hatte ihn ein erster Schlaganfall heimgesucht, so dass er sich gezwungen sah, das ehrenvolle Amt als Dekan niederzulegen und sich f\u00fcr ein Semester von der Lehrt\u00e4tigkeit beurlauben zu lassen, um seine Kr\u00e4fte voll und ganz der Fertigstellung des zweiten Bandes zur <em>Stadt Z\u00fcrich<\/em> der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz<\/em> widmen zu k\u00f6nnen. Die Herausgabe dieses Bandes, wie auch seine jahrelange T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Gesellschaft f\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte, lagen Escher besonders am Herzen. Escher wirkte bei der Reorganisation der <em>Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler<\/em> mit, war von 1922 bis 1933 Mitglied der Redaktionskommission und seit 1933 sogar Pr\u00e4sident der sog. Erhaltungsgesellschaft. Die Namens\u00e4nderung in <em>Gesellschaft f\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte<\/em> erfolgte 1934 im zweiten Jahr von Eschers Amtszeit als Pr\u00e4sident und war Ausdruck des Zieles, aus der zahlenm\u00e4ssig beschr\u00e4nkten und in weiten Kreisen unbekannten Gesellschaft die f\u00fcr wissenschaftliche Fragen zur Schweizer Kunst massgebliche, \u00fcberall bekannte Instanz zu machen.<a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Dieses Ziel hatte Escher erreicht, als er sich 1942 gezwungen sah, aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden das Amt niederzulegen. Paul Ganz w\u00fcrdigte in seiner Trauer-Ansprache diesen Einsatz mit den Worten: \u00ab[\u2026] ich m\u00f6chte im Gegenteil nur einen f\u00fcr seine pers\u00f6nliche Eigenart besonders charakteristischen Aufgabenkreis hervorheben, die Erforschung der Kunstdenkm\u00e4ler der Heimat und seine Bestrebungen zur Erweckung des allgemeinen Interessens f\u00fcr diese Zeugen unserer k\u00fcnstlerischen Kultur. [...] er stellte sich aber auch als guter Schweizer in den Dienst unserer wissenschaftlichen Gesellschaften und half bei der Umwandlung der alten Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler in die neue Gesellschaft f\u00fcr schweizerische Kunstgeschichte die neue Organisation zur Herausgabe der Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz aufzubauen. W\u00e4hrend 9 Jahren stand er unserer Gesellschaft als Pr\u00e4sident vor und durfte nach Abschluss seiner dreifachen Amtsperiode feststellen, dass sich die Zahl der Mitglieder um das zehnfache vermehrt hatte und die Beh\u00f6rden aller Kantone zur Mitarbeit an der wichtigen nationalen Aufgabe gewonnen waren.\u00bb<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_453\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-300x169.jpg\" alt=\"Z\u00fcrich, Der untere Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof\" class=\"wp-image-453 size-medium\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a> Abb. 13: Z\u00fcrich, Der untere Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof. Abbildung aus Eschers <em>Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>, Band IV. Die Stadt Z\u00fcrich. Erster Teil, Basel 1939, S. 9, Abb. 5.[\/caption]\r\n\r\nDas Verfassen eines Bandes der Reihe <em>Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em> bedeutete f\u00fcr Escher auch intensive Auseinandersetzung mit dem Bildmaterial, das wiedergegeben werden sollte. Nicht nur die Auswahl der treffenden Fotografie hatte Escher bestimmt, sondern auch den jeweiligen Bildausschnitt festgelegt und bestimmt, wo und wie die fotografischen Vorlagen nachzubessern, zu erg\u00e4nzen und zu retuschieren seien. Dies kann z. B. an Hand der erhaltenen Vorlagen der Abbildungen seines ersten 1939 erschienenen Bandes der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich<\/em> nachvollzogen werden. Abbildung 5 auf Seite 9 in diesem Buch gibt den \u00abuntere[n] Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof. \u2013 Bauzustand 1938\u00bb wieder. (Abb. 13)\r\n\r\n[caption id=\"attachment_454\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-300x167.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-454 size-medium\" width=\"300\" height=\"167\" \/><\/a> Abb. 14: Z\u00fcrich, Schipfe, Silbergelatineabzug, Original retuschiert, 11.6 x 6.8 cm, belichteter Bereich 10.9 x 6.1 cm, 1938.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 430.III.29.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_455\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-300x182.png\" alt=\"R\u00fcckseite des Fotos (Abb. 14)\" class=\"wp-image-455 size-medium\" width=\"300\" height=\"182\" \/><\/a> Abb. 15: R\u00fcckseite des Fotos (Abb. 14) mit Anweisungen von Konrad Escher, 11.6 x 6.8 cm, 1938.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 430.III.29.[\/caption]\r\n\r\nDie Vorlage dazu geh\u00f6rt zum Bestand des Fotoarchives des Kunsthistorischen Instituts und l\u00e4sst bei n\u00e4herer Betrachtung Retuschen erkennen. (Abb. 14 und 15) Verso hat der Autor nicht nur den Bildausschnitt, den es abzubilden galt, eingezeichnet, er hat auch pr\u00e4zise Angaben dar\u00fcber notiert, was abgedeckt und erg\u00e4nzt werden musste, damit die Abbildung im Buch bei Drucklegung seinem \u00e4sthetischen Empfinden und einer in seinen Augen stimmigen Inszenierung der Ansicht des unteren linken Limmatufers entsprach.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_456\" align=\"alignleft\" width=\"202\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-202x300.jpg\" alt=\"Z\u00fcrich, Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten\" class=\"wp-image-456 size-medium\" width=\"202\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 16: Z\u00fcrich, Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten, Abbildung aus Eschers <em>Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>, Band IV. Die Stadt Zu\u0308rich. Erster Teil, Basel 1939, S. 206,<br \/>Abb. 125.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_457\" align=\"alignleft\" width=\"214\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-214x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-457 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 17: Vorlage der Abbildung 16, unretuschiertes Foto von 1938. Schweizerische Nationalbibliothek Bern, EAD 54979.<br \/><br \/>[\/caption]\r\n\r\nDie Fotografie des Predigerchores auf Seite 206 irritiert den heutigen Betrachter. (Abb. 16) Die Bildunterschrift <em>Z\u00fcrich \u2013 Die Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten. Bauzustand 1938<\/em> suggeriert eine Realit\u00e4t, wie sie auch 1938 nicht anzutreffen war. So fehlt etwa der Turm, der aus dem gew\u00e4hlten Blickwinkel des Fotografen zu sehen war und deshalb auch auf dem Bild sein m\u00fcsste. Ein nicht retuschierter Abzug der Fotografie belegt, dass dort links im Hintergrund der Glockenturm zu sehen ist. (Abb. 17) Konrad Escher schreibt zu diesem Turm: \u00ab1898\u20131900: Turm in Verbindung mit einem Konfirmandenzimmer am Westende der Nordseite nach Pl\u00e4nen von Prof. G. Gull von Friedrich Wehrli gebaut\u00bb.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Was den Autor bewog, den Turm wegretuschieren zu lassen, kann nur vermutet werden. Vielleicht sollte der Anblick und die Wirkung des Chores durch andere, in diesem Zusammenhang unbedeutende Bauelemente nicht gest\u00f6rt werden.\r\n\r\nMit demselben Eifer, intensiver Recherche, sorgf\u00e4ltiger Auswahl und unerm\u00fcdlichem Einsatz, den Escher bei der Fertigstellung seines Bandes I der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich<\/em> aufgewendet hatte, wollte er auch den zweiten Band zum Abschluss bringen. Doch sein Gesundheitszustand verbesserte sich leider nicht, die Anf\u00e4lle wiederholten sich, so dass er nach schwerem Ringen 1943 dem Regierungsrat ein Entlassungsgesuch einreichte. In Anerkennung seiner grossen Verdienste ernannte ihn der Regierungsrat in Folge zum Honorarprofessor.\r\n\r\nAm 18. September 1944 verstarb Escher, ohne den zweiten Band vollendet zu haben. Die F\u00f6rderung der Schweizerischen Kunstgeschichte erf\u00fcllte er aber noch ein letztes Mal \u00fcber seinen Tod hinaus: Er vermachte dem kunstgeschichtlichen Seminar testamentarisch seine ca. 3'000 B\u00e4nde umfassende wertvolle Bibliothek.<a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n&nbsp;\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[1] <a href=\"https:\/\/www.woelfflin.uzh.ch\/de.html\">https:\/\/www.woelfflin.uzh.ch\/de.html<\/a> (aufgerufen am 26. M\u00e4rz 2022). <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Die Fotografien der Kathedrale von Durham stehen in Zusammenhang mit seiner Publikation: Escher, Konrad: Englische Kathedralen, M\u00fcnchen 1927. Im Fotoarchiv des Kunsthistorischen Instituts finden sich, eingereiht nach Ortschaften, weitere Fotografien und retuschierte Vorlagen f\u00fcr diese Publikation. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[3] Escher umreisst seine Studienzeit im handschriftlichen Lebenslauf, den er mit der Dissertation eingereicht hat: \u00abIn den 2 Semestern, die ich an der Hochschule Z\u00fcrich studierte, h\u00f6rte ich Kunstgeschichte u. a. bei den Professoren Rahn und Brun, Geschichte bei den Herren Professoren Meyer von Knonau und Schweizer und Literatur bei Herrn Professor Bovet. In Strassburg studierte ich 3 Semester bei den Herren Professoren Dehio, Leitschuh, Polaczek, Michaelis, Windelband, Ziegler, Bresslau, Bloch. Das Sommersemester 1904 h\u00f6rte ich in Z\u00fcrich bei den Professoren Rahn, Bl\u00fcmner, Brun, Schweizer. Die zwei Semester 1904\/05 und 1905 h\u00f6rte ich in Berlin bei den Herren Professoren W\u00f6lfflin, Frey, Haselhoff und Geschichte bei den Herren Professoren Lenz und Sternfeld. 1905\/06 besuchte ich an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich die Collegien der Herren Professoren Rahn, Brun, Schweizer. Beiliegende Dissertation erwuchs der Anregung von Herrn Prof. Rahn [...]\u00bb (datiert Z\u00fcrich, d. 1. III. 06); StAZH U 109.7.484 Escher, Konrad (geb. 1882), von Z\u00fcrich, 1906 (Dossier). <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[4] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2919, S. 1005\u20131006 (StAZH MM 3.36 RRB 1922\/2919). <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[5] RRB vom 23. August 1928, Nr. 1592, S. 639 (StAZH MM 3.42 RRB 1928\/1592). <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Escher, Konrad: Das Nationale der abendl\u00e4ndischen Stilentwicklung, Antrittsvorlesung 14.6.1919, Z\u00fcrich 1919, S. 18. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[7] RRB 1928\/1592 (wie Anm. 5), S. 639. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[8] Escher, Konrad: Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft, S. 6 (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 1). <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Jedlicka, Gotthard: Ansprache von Herrn Professor Dr. Gotthard Jedlicka, in: Prof. Dr. Konrad Escher: 1882\u20131944, hrsg. v. Paul Schoch, Z\u00fcrich 1944, S. 13. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[10] Ausleihen (Notizbuch) (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 33\/1). <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[11] \u00ab5. an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (Prof. Dr. Konrad Escher) Beitrag zur Anschaffung eines Lichtbildapparates \u00abBaloptikum B\u00bb 500.-\u00bb, JbUZH 1935\/36, S. 45; Zu den L\u00f6hnen siehe: Senti, Alfred: Arbeitsl\u00f6hne in Z\u00fcrich, in: Z\u00fcrcher statistische Nachrichten 22, Heft 1 (1945), S. 37\u201398, hier S. 66. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[12] Escher (wie Anm. 8), S. 6. <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[13] Schwarz, Dietrich W. H.: Konrad Escher: 21. Oktober 1882 \u2013 18. September 1944 (Nekrolog), Z\u00fcrich 1945, S. 7. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\"><\/a>[14] StAZH U 109.7.484 (wie Anm. 3). <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\"><\/a>[15] RRB 1928\/1592 (wie Anm. 5), S. 640. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\"><\/a>[16] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 5. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\"><\/a>[17] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 3. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\"><\/a>[18] Escher o. J. (wie Anm. 8), S. 5. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\"><\/a>[19] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 8. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\"><\/a>[20] Senti 1945 (wie Anm. 11), S. 66. <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\"><\/a>[21] Reinle, Adolf: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich bis 1939, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1. Die Lehrst\u00fchle der Universit\u00e4ten in Basel, Bern, Freiburg und Z\u00fcrich von den Anf\u00e4ngen bis 1940. Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, hrsg. v. Schweizerischen Institut f\u00fcr Kunstwissenschaft (= Jahrbuch des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Kunstwissenschaft 1972\/73), Z\u00fcrich 1976, S. 84. <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\"><\/a>[22] Escher, Konrad: Brief an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, Z\u00fcrich 26.10.1942 (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\"><\/a>[23] Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36). <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\"><\/a>[24] Schwabe, Erich: 100 Jahre Gesellschaft F\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler. Mitteilungen f\u00fcr die Mitglieder der Gesellschaft f\u00fcr schweizerische Kunstgeschichte, Bd. 31, Heft 4 (1980), S. 317\u2013337, hier S. 332\u2013334. <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\"><\/a>[25] Ganz, Paul: Ansprache von Herrn Professor Dr. Paul Ganz, in: Schoch 1944 (wie Anm. 9), S. 17\u201319, hier S. 18\u201319. <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\"><\/a>[26] Escher, Konrad: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, Bd. IV, Die Stadt Z\u00fcrich: Erster Teil, Basel 1939, S. 208. <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\"><\/a>[27] JbUZH 1944\/45, S. 56. <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Seit der Eroberung der H\u00f6rs\u00e4le durch das Kleinbild-Dia, das vor einigen Jahren seinerseits durch digitale Pr\u00e4sentationsmedien verdr\u00e4ngt wurde, fristet das Foto- und Bildarchiv des Kunsthistorischen Instituts ein stiefm\u00fctterliches Dasein. Die an die 100&#8217;000 dort gelagerten Glasdiapositive, Kunstdrucke, Druckgrafiken, Postkarten, Silbergelatine- oder Albumin-Abz\u00fcge sind ihrer urspr\u00fcnglichen Bestimmung beraubt, n\u00e4mlich der Veranschaulichung und Wiedergabe von Kunstwerken jeglicher Gattung zum Zwecke des Studiums. Lediglich Teile des Archivbestandes, konkret das Bildmaterial aus der Schenkung Heinrich W\u00f6lfflins, finden derzeit in Zusammenhang mit dem W\u00f6lfflin-Editionsprojekt Beachtung.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Der reiche und vielf\u00e4ltige Bestand des Archivs jedoch ist bleibendes Zeugnis der Geschichte der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, spiegelt das fotografische Wissen des Studienfaches, dokumentiert den Wert und Umgang mit Bildmaterial in der Lehre, erhellt Str\u00f6mungen der hiesigen kunsthistorischen Forschung und beleuchtet Wirkung und T\u00e4tigkeit herausragender Pers\u00f6nlichkeiten. Um die Vielfalt und die grosse Zahl an Objekten \u00fcberblicken und materialgerecht archivieren zu k\u00f6nnen und um ein Findmittel zu schaffen, das es Forschenden, Studierenden und Interessierten erlaubt, Einblick in den Bestand zu erhalten, hat die Mediathek des Instituts, der das Bild- und Fotoarchiv angegliedert ist, 2018 begonnen, ein Inventar zu erstellen und die Objekte zu digitalisieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_442\" aria-describedby=\"caption-attachment-442\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-300x225.jpg\" alt=\"Fotografien von Konrad Escher\" class=\"wp-image-442 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-300x225.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-768x576.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-65x49.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-225x169.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_01-350x263.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-442\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Fotografien von Konrad Escher.<br \/>Mediathek KHIST, Foto: Ylva Gasser.<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Zusammenhang mit dieser Arbeit ist eine kleine schwarze Schachtel ins Blickfeld ger\u00fcckt, die Neugier weckte und Fragen aufdr\u00e4ngte. (Abb. 1) Darin fanden sich nicht nur dutzende kleinformatige fotografische Abz\u00fcge, die Landschaften, Strassenz\u00fcge und Bauwerke Italiens, der Westschweiz und Frankreichs wiedergeben, sondern auch Fotografien der Kathedrale von Durham und etliche Negative. Vom Bildmaterial und den handschriftlich beschrifteten Umschl\u00e4gen und Couverts kann auf den urspr\u00fcnglichen Besitzer und Fotografen geschlossen werden: Konrad Escher.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Dieser Pers\u00f6nlichkeit, seiner T\u00e4tigkeit als Dozent, Forscher und F\u00f6rderer der Schweizerischen Kunstgeschichte sowie seinem Umgang mit Bildmaterial sind die folgenden Ausf\u00fchrungen gewidmet. All diese Aspekte spiegeln sich im Bestand des Archives des Kunsthistorischen Instituts wider, so dass jeweils ausgehend von einzelnen Objekten des Archivs das Wirken Eschers und damit ein kleines St\u00fcck Geschichte der Kunstgeschichte in Z\u00fcrich n\u00e4her beleuchtet werden kann. Der am 21. Oktober 1882 in Z\u00fcrich geborene Konrad Escher studierte in Z\u00fcrich, Strassburg und Berlin Kunstgeschichte, allgemeine Geschichte und Arch\u00e4ologie, schloss 1906 mit <em>summa cum laude<\/em> seine Dissertation <em>Untersuchungen zur Geschichte der Wand- und Deckenmalerei in der Schweiz vom IX. bis zum Anfang des XVI. Jahrhunderts<\/em> bei Prof. Rudolf Rahn ab und habilitierte 1909 in Basel.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> 1918 kehrte Escher nach Z\u00fcrich zur\u00fcck, liess sich umhabilitieren und war ab 1918 als Privatdozent am Kunsthistorischen Institut Z\u00fcrich zugelassen; seine Antrittsvorlesung mit dem Titel <em>Das Nationale in der abendl\u00e4ndischen Stilentwicklung<\/em> musste jedoch wegen der damals grassierenden Grippe-Epidemie auf den 14. Juni 1919 verschoben werden. Am 23. November 1922 beschloss der Regierungsrat, Konrad Escher zum Titularprofessor zu ernennen.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> Am 23. August 1928 w\u00e4hlte der Regierungsrat des Kantons Z\u00fcrich Konrad Escher auf den 16. Oktober 1928 zum Nachfolger von Josef Zemp. Dem Beschluss ist zu entnehmen: \u00abDie phil. Fakult\u00e4t I der Universit\u00e4t Z\u00fcrich schl\u00e4gt zur Wahl zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr mittlere und neuere Kunstgeschichte an Stelle Prof. Zemp\u2019s, der auf Schluss des Sommersemesters 1928 zur\u00fcckgetreten ist, Titularprofessor Dr. Konrad Escher vor [&#8230;] In Titularprofessor Dr. Konrad Escher sei eine Pers\u00f6nlichkeit vorhanden, an der vor\u00fcberzugehen ganz unm\u00f6glich sei; denn Prof. Escher habe sich seit Jahren an unserer Universit\u00e4t mit zunehmenden Lehrerfolg bet\u00e4tigt; er habe sich durch umfangreiche wissenschaftliche Publikationen einen Namen gemacht; [&#8230;]. Dabei hebt die Fakult\u00e4t unter Nennung der Publikationen hervor, wie Prof. Escher in der F\u00f6rderung der von Prof. Rahn seinerzeit in hervorragender Weise gepflegten schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst sich ein ansehnliches Verdienst erworben habe.\u00bb<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Die im Regierungsratsbeschluss betonte \u00abF\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte unter Beachtung der z\u00fcrcherischen Kunst\u00bb war geradezu Programm und Zusammenfassung Eschers Wirken in seinen Z\u00fcrcher Jahren bis zu seinem fr\u00fchzeitigen Tod, wobei unter F\u00f6rderung der schweizerischen Kunstgeschichte nicht nur Untersuchungen zu schweizerischen Kunstwerken und Denkm\u00e4lern zu verstehen ist, sondern auch die Lehre an der Universit\u00e4t, die F\u00f6rderung der Denkmalpflege, die Dozentent\u00e4tigkeit und Aufgaben als Exkursionsleiter an der Volkshochschule, deren erster Vorsitzender Escher von 1926 bis zu seinem Tode war. Escher lebte die \u00dcberzeugung, dass Kunst, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft nicht ein Privileg weniger sein sollten: \u00abWenn ihr [der Kunstwissenschaft, Anm. Y. G.] keine allzu rosige Zukunft beschieden sein sollte, so darf sie doch, freilich nur unter steter F\u00fchlungnahme mit den anderen Wissenschaften und stetiger Erweiterung ihres Gesichtskreises, und nicht zuletzt unter st\u00e4ndigem innigem Verkehr mit dem Leben, mit lebendiger Kunst und K\u00fcnstlern hoffen, an der Erziehung der Menschheit mitzuwirken, nicht als Privileg f\u00fcr Wenige, sondern als Gut f\u00fcr Alle, die nach Veredelung verlangen.\u00bb<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Am Ende des Regierungsratsbeschlusses sind zusammenfassend das staatliche Jahresgehalt, Umfang und Anspruch auf Kollegiengeld, Verpflichtungen und Aufgaben als Dozent und Lehrer aufgef\u00fchrt. \u00abDer Lehrauftrag umfasst bei einer Verpflichtung zu 5\u20138 w\u00f6chentlichen Vortrags- und \u00dcbungsstunden die mittlere und neuere Kunstgeschichte mit der Verpflichtung und dem Recht, im Einvernehmen mit dem Inhaber der Hauptprofessur Vorlesungen aus dem ganzen Gebiet der Kunstgeschichte zu halten.\u00bb<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a> Ein Blick auf die im Laufe der Jahre gehaltenen Vorlesungen und \u00dcbungen belegen, dass Escher die Verpflichtung, \u00abVorlesungen aus dem ganzen Gebiet der Kunstgeschichte zu halten\u00bb<em>,<\/em> vollumf\u00e4nglich erf\u00fcllte. Er las u. a. \u00fcber fr\u00fchchristliche Kunst, Kunst des fr\u00fchen Mittelalters, der Fr\u00fch- und Hochgotik, \u00fcber italienische Kunst im Zeitalter Dantes, \u00fcber einzelne K\u00fcnstler wie Leonardo und dessen Umkreis, Raffael und seine Schule, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, \u00fcber niederl\u00e4ndische Malerei von van Eyck bis zu Brueghel, \u00fcber Hoch- und Sp\u00e4tbarock in Italien, \u00fcber franz\u00f6sische Kunst, protestantischen Kirchenbau, die Kunst des 19. Jahrhunderts, \u00fcber Van Gogh, C\u00e9zanne, Hodler wie auch \u00fcber die Kunst der Gegenwart; schliesslich d\u00fcrfen auch seine <em>Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft<\/em> und seine \u00dcbung <em>Grundlagen des kunstwissenschaftlichen Studiums <\/em>nicht vergessen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_443\" aria-describedby=\"caption-attachment-443\" style=\"width: 243px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-243x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft (Manuskript)\" class=\"wp-image-443 size-medium\" width=\"243\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-243x300.png 243w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-831x1024.png 831w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-768x947.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-1246x1536.png 1246w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-65x80.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-225x277.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_02-350x431.png 350w\" sizes=\"(max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-443\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Konrad Escher, Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft (Manuskript), S. 6, ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 1.<\/figcaption><\/figure>\n<p>So erstaunt es nicht, im Fotoarchiv des Kunsthistorischen Instituts Z\u00fcrich von Escher verwendetes Bildmaterial in unterschiedlichsten zeitlichen und thematischen Zusammenh\u00e4ngen anzutreffen. Was Bildmaterial f\u00fcr Escher bedeutete, wird deutlich in seinem Skript zur <em>Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft<\/em>. (Abb. 2) Escher betont dort: \u00abPhotog &amp; Lichtbilder sind ein Notbehelf \/ ein \u2039notwendiges \u00dcbel\u203a, ebenso die Buchillus u Tafelwerke.\u00bb<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> Wie mit diesem \u00abnotwendigen \u00dcbel\u00bb, dem \u00abNotbehelf\u00bb, umgegangen und wo er eingesetzt wurde, beschreibt 1944 Gotthard Jedlicka, sich an eine als Student bei Escher besuchte \u00dcbung zu Bernini erinnernd, die bei Escher zu Hause stattfand: \u00abEr [Escher, Anm. Y. G.] sass damals in seiner grossen, reichen Bibliothek, gleichsam als ein Mitlernender unter uns, beugte sich wie wir \u00fcber seine B\u00fccher und Photographien, beobachtete, fragte, wurde gefragt, gab Antwort, suchte mit uns nach dem richtigen Wort, der treffenden Bemerkung, dem wesentlichen Zusammenhang, dem entscheidenden Gegensatz zu anderer k\u00fcnstlerischen Gestaltung \u2013 und darum wurden diese \u00dcbungen f\u00fcr uns so fruchtbar.\u00bb<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Jedlickas Beschreibung belegt nicht nur die Arbeitsweise mit fotografischen Materialien, sondern erhellt auch, wie in diesen Jahrzehnten an der Universit\u00e4t unterrichtet wurde, n\u00e4mlich in den reich best\u00fcckten Privatbibliotheken der Professoren mit deren privaten B\u00fcchern und Fotografien. Ein kleines Notizbuch, mit <em>Ausleihen<\/em> beschriftet, belegt, dass Escher immer wieder Fotografien und B\u00fccher an Sch\u00fcler und Kollegen ausgeliehen hat. Der Eintrag <em>24. X. 23 Waldmann, Manet, Jedlicka<\/em> belegt bereits zu Studienzeiten das Interesse Gotthard Jedlickas am franz\u00f6sischen K\u00fcnstler, \u00fcber den Jedlicka 1941 eine Monografie ver\u00f6ffentlichen sollte. Und ein Hinweis wie <em>30. IX. 24 40 Lichtbilder Moderne Kunst Dr. Tobler<\/em> deutet darauf hin, dass Escher auch \u00fcber eine Sammlung an Lichtbildern verf\u00fcgt haben muss.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Lichtbilder wurden in Vorlesungen und bei Vortr\u00e4gen projiziert, wof\u00fcr teure Ger\u00e4tschaften ben\u00f6tigt wurden. F\u00fcr deren Beschaffung scheint sich Escher eingesetzt zu haben, werden ihm doch 1935 vom Z\u00fcrcher Hochschulverein 500 Franken f\u00fcr die Anschaffung eines Lichtbilderapparates \u00abBaloptikum B\u00bb bewilligt, was damals in etwa zwei Monatsl\u00f6hnen eines ledigen SBB-Streckenarbeiters entsprach.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Lichtbilder und Fotografien scheinen in den 1930er und 40er-Jahren sehr begehrt und bei Weitem nicht allerorts und jederzeit verf\u00fcgbar gewesen zu sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_444\" aria-describedby=\"caption-attachment-444\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-215x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-444 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-215x300.jpg 215w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-734x1024.jpg 734w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-768x1071.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-1101x1536.jpg 1101w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-1468x2048.jpg 1468w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-225x314.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-350x488.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_03-scaled.jpg 1835w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-444\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Notizen von Konrad Escher, R\u00fcckseite des Briefes von Paul Ganz an Konrad Escher vom 15. September 1936.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 35.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_445\" aria-describedby=\"caption-attachment-445\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-215x300.jpg\" alt=\"Brief von Paul Ganz an Konrad Escher\" class=\"wp-image-445 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-215x300.jpg 215w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-734x1024.jpg 734w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-768x1071.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-1101x1536.jpg 1101w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-1468x2048.jpg 1468w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-225x314.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-350x488.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_04-scaled.jpg 1835w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-445\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Brief von Paul Ganz an Konrad Escher, 15. September 1936. <br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 35.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie Briefe aus dem Nachlass belegen, hat Escher oft Bildmaterial ausgeliehen. Ob es sich dabei um Fotografien aus Eschers Privatsammlung oder um solche aus der Institutssammlung handelten, kann jedoch nicht beantwortet werden, da die Korrespondenz Eschers h\u00e4ufig als Notizpapier endete und deshalb nur l\u00fcckenhaft erhalten blieb. Zerrissen oder zerschnitten in ungef\u00e4hres A6-Format fanden Briefe eine neue Bestimmung: Sie wurden zu Notizb\u00fcchern des Gelehrten. Es gibt aber bei der Durchsicht des Nachlasses Eschers auch Gl\u00fccksf\u00e4lle, etwa wenn Teile eines zerrissenen Briefes beieinander liegen, zusammengef\u00fcgt und gelesen werden k\u00f6nnen, so zum Beispiel bei einem Brief von Paul Ganz an Escher vom 15. September 1936. (Abb. 3 und 4) In diesem Schreiben bedankt sich Ganz f\u00fcr 32 ausgeliehene Fotos, die am 14. Congr\u00e8s International d\u2019Histoire de l\u2019Art Suisse 1936 Verwendung fanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eschers Forderung und \u00dcberzeugung, wenn irgend m\u00f6glich Originale zu studieren, pr\u00e4gten massgeblich seine Lehre. \u00abF\u00fcr das Studium wichtig: Immer und immer wieder Studium Originalkunstwerk \/ nicht warten bis man Beste Gelegenheit hat grosse [\u2026] zu besuchen \/ sondern an Ort und Stelle anfangen.\u00bb<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Erg\u00e4nzend dazu hat Escher am Rand notiert: \u00abKunsthaus \/ Landesmus \/ [\u2026] Kupferstichsl \/ Kunsthandlung \/ Fauves bei [\u2026].\u00bb<\/p>\n<figure id=\"attachment_458\" aria-describedby=\"caption-attachment-458\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-300x216.png\" alt=\"Anonymus, Konrad Escher, undatiert\" class=\"wp-image-458 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-300x216.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-1024x736.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-768x552.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-1536x1105.png 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-65x47.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-225x162.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05-350x252.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_05.png 1766w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-458\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Anonymus, Konrad Escher, undatiert [zwischen 1910 und 1920]. <br \/>Mediathek KHIST, GNLK_135-533.<br \/>Anonymus, Konrad Escher, undatiert [zwischen 1910 und 1920].<\/figcaption><\/figure>\n<p>Escher f\u00fchrte vorzugsweise \u00dcbungen vor dem Original durch, auch wenn die M\u00f6glichkeiten dazu in Z\u00fcrich sehr bescheiden waren, wie Dietrich Schwarz beschreibt: \u00abWenn die Z\u00fcrcher Sammlungen auch wenig Anschauungsmaterial f\u00fcr eine Geschichte der grossen Kunst liefern konnte, so bot die Zentralbibliothek mit ihrem reichen Handschriftenbestand Anlass, seine Sch\u00fcler vor die Originale mittelalterlicher Miniaturenkunst zu f\u00fchren. Hier konnte dann vor den Kunstwerken selbst die ihm so \u00fcberaus wichtig erscheinende Stilkritik und der damit zusammenh\u00e4ngende Stilvergleich exemplifiziert werden.\u00bb<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> In einer Zeit, in der Bildmaterial teuer und zumeist nur in Schwarz-Weiss zur Verf\u00fcgung stand, kann die Bedeutung, die dem Studium der Originale vor Ort beigemessen wurde, nachvollzogen werden. Escher lebte diese \u00dcberzeugung seit seiner eigenen Studienzeit, und es erstaunt nicht, in Rahns Bericht \u00fcber die Dissertation von Escher den Hinweis zu finden: \u00abW\u00e4hrend mehreren Jahren [\u2026] hat er die Schweiz durchwandert und keine Stelle unber\u00fccksichtigt gelassen, die ihm einen Fund verhiess.\u00bb<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> (Abb. 5) Eschers Studienreisen werden auch im Regierungsratsbeschluss, der die Ernennung zum ausserordentlichen Professor protokolliert, anerkennend erw\u00e4hnt: \u00abNach einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in Italien und der vor\u00fcbergehenden Besorgung der Assistentenstelle an der \u00f6ffentlichen Kunstsammlung in Basel habilitierte er sich im Sommersemester 1909 an der Universit\u00e4t Basel, wo er in dieser Stellung bis 1918 wirkte. W\u00e4hrend dieser Zeit machte er wiederholt Studienreisen in seinen Fachdisziplinen in Italien, Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich und England.\u00bb<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Die zwischen beiden Kriegen liegende Zeit nutzte Escher immer wieder f\u00fcr gr\u00f6ssere Reisen nach Italien, Spanien, Frankreich, England, Schottland, in die Niederlande, nach Deutschland, Skandinavien und Osteuropa.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> \u00abDas Reisen bedeutete f\u00fcr ihn als Forscher \u00fcberhaupt eine ernsthafte T\u00e4tigkeit, die zur Arbeit des Kunsthistorikers integral hinzugeh\u00f6rt.\u00bb<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_446\" aria-describedby=\"caption-attachment-446\" style=\"width: 193px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-193x300.png\" alt=\"Voyage \u00e0 Paris. Du 5 au 19 avril 1934. Programme.\" class=\"wp-image-446 size-medium\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-193x300.png 193w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-659x1024.png 659w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-768x1193.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-989x1536.png 989w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-1318x2048.png 1318w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-65x101.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-225x350.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06-350x544.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_06.png 1609w\" sizes=\"(max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-446\" class=\"wp-caption-text\">Abb 6: Voyage \u00e0 Paris. Du 5 au 19 avril 1934. Programme.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Instrument, seinen Sch\u00fclern eine umfassende Bildung als angehende Kunsthistoriker und Kunsthistorikerinnen zukommen zu lassen und ihnen die M\u00f6glichkeit zu bieten, Originale von herausragender Bedeutung zu studieren, waren die bis dahin in dieser Form noch nicht durchgef\u00fchrten Auslands-Exkursionen. Escher notierte im Skript zur Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft: \u00abDer Kunsthistoriker muss auch \u00fcber das Material, das er bearbeitet, v\u00f6llig im Klaren sein. Er muss die Kunstwerke nach den verschiedensten Seiten hin kennen.\u00bb<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Die Exkursionen wurden sorgf\u00e4ltig geplant und vorbereitet, wobei Escher die ganze \u2039Reisetechnik\u203a gerne einem Studierenden \u00fcberliess. Wie dicht gedr\u00e4ngt und vielf\u00e4ltig sich das Programm einer solchen Exkursion gestaltete, zeigt dasjenige der Studienreise nach Paris vom 5.\u201319. April 1934. (Abb. 6)<\/p>\n<figure id=\"attachment_447\" aria-describedby=\"caption-attachment-447\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-300x193.jpg\" alt=\"Retable en pi\u00e8ce \u2013 Art fran\u00e7ais XVIe Si\u00e8cle\" class=\"wp-image-447 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-300x193.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-1024x660.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-768x495.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-1536x990.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-2048x1320.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-65x42.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-225x145.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_07-350x226.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-447\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 7 : Retable en pi\u00e8ce \u2013 Art fran\u00e7ais XVI<sup>e<\/sup> si\u00e8cle [zwischen 1930 und 1934], Mus\u00e9e de Cluny, No 1230, Albuminabzug auf Karton kaschiert; verso Stempel: Konrad Escher. Karton: 21.9 x 27.4 cm, Albuminabzug: 26 x 31.8 cm.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 262.IV.8.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Nachmittag des 14. Aprils haben die Studierenden zum Beispiel das Mus\u00e9e de Cluny besucht. Auch dieser Besuch scheint gr\u00fcndlich vor- oder zumindest nachbereitet worden zu sein, finden sich doch von damals dort ausgestellten Werken zehn Fotografien aus dem ehemaligen Besitz Eschers in der Mediathek des Kunsthistorischen Instituts der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, wie die jeweiligen Stempel verso belegen. (Abb. 7) Diese ausgedehnten Studienreisen waren f\u00fcr die Teilnehmenden Herausforderung, Horizonterweiterung und Bereicherung zugleich, wie Dietrich Schwarz in seinem Nachruf zu Escher ausf\u00fchrt: \u00abAuf derartigen Exkursionen begn\u00fcgte er sich nie mit der Betrachtung einzelner Kunstwerke oder Gruppen von Kunstwerken, sondern er war stets bestrebt, sie in den grossen stilistischen Rahmen zu stellen, sie aus ihren eignen Voraussetzungen und aus Beeinflussungen zu erkl\u00e4ren und die davon ausgehenden Ausstrahlungen anzudeuten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_448\" aria-describedby=\"caption-attachment-448\" style=\"width: 193px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-193x300.png\" alt=\"Voyage \u00e0 Paris. Renseignements\" class=\"wp-image-448 size-medium\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-193x300.png 193w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-659x1024.png 659w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-768x1193.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-989x1536.png 989w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-1318x2048.png 1318w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-65x101.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-225x350.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08-350x544.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_08.png 1609w\" sizes=\"(max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-448\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 8: Voyage \u00e0 Paris. Renseignements (Annexe au programme).<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Teilnehmer an diesen Reisen bildeten darum oft richtige Arbeitsgemeinschaften, wobei nach anstrengenden Bem\u00fchungen auch der Naturgenuss oder Theaterbesuche zur notwendigen sch\u00f6pferischen Entspannung eingeschaltet wurden [&#8230;].\u00bb<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Aber nicht nur hinsichtlich der geforderten Studien und Arbeit der Teilnehmenden im Vorfeld und w\u00e4hrend der Reise stellte eine Exkursion eine Herausforderung dar, auch die H\u00f6he der Kosten darf nicht unerw\u00e4hnt bleiben. (Abb. 8) Dem Programm der erw\u00e4hnten Paris-Exkursion und den an die Teilnehmenden abgegebenen Unterlagen ist zu entnehmen, dass jeder Teilnehmer 194 Franken zu bezahlen hatte und zus\u00e4tzlich mit 70\u201380 Franken f\u00fcr die Verpflegung rechnen musste, wobei M\u00e9tro, Taxi und Bad noch nicht einberechnet waren.<\/p>\n<p>274 Franken waren in jener Zeit eine sehr stattliche Summe: Sie entsprach bis auf einen Franken genau dem damaligen Monatslohn eines ausgebildeten Metzgers mit zwei Jahren Berufserfahrung.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Hatte die oben skizzierte Praxis, die Studierenden zu Hause in der Privatbibliothek mit eigenen B\u00fcchern und Fotografien auszubilden, Lichtbilder an Vorlesungen zu projizieren und der Grundsatz, wenn m\u00f6glich das Original zu studieren, in deren Folge \u00dcbungen in Sammlungen und Exkursionen durchgef\u00fchrt wurden, Auswirkungen auf den B\u00fccher- und Bildmaterialbestand des Kunsthistorischen Instituts?<\/p>\n<p>Jedlicka beschreibt den Zustand des Kunsthistorischen Instituts in einer oft zitierten Passage: \u00ab[\u2026] Heinrich W\u00f6lfflin hatte es Josef Zemp und Konrad Escher \u00fcberlassen, das Kunstgeschichtliche Seminar einzurichten und auszubauen, und diese hatten keine Lust, in dieser Angelegenheit irgendetwas zu unternehmen. Sogar der kleine Raum, der Bibliothek, Photothek und Diapositive vereinigte, bestand im Wesentlichen aus Glasschr\u00e4nken ohne Inhalt: vielleicht 2000 Diapositive, einige Mappenwerke, Thieme Becker bis zum Jahre 1930 und im \u00fcbrigen B\u00fccher und Brosch\u00fcren: alles in einem unbeschreiblichen Zustand der Verwahrlosung.\u00bb<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Verstehen wir Jedlickas Beschreibung auf Grund der Thieme Becker-B\u00e4nde als Zustand fr\u00fchestens um 1931, so hat sich in den darauffolgenden zw\u00f6lf Jahren, in denen Escher als Ordinarius am Institut und f\u00fcr kurze Zeit \u2013 1942 \u2013 auch als Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t gewirkt hat, einiges ver\u00e4ndert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_449\" aria-describedby=\"caption-attachment-449\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-215x300.png\" alt=\"Konrad Escher, An die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich\" class=\"wp-image-449 size-medium\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-215x300.png 215w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-735x1024.png 735w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-768x1070.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-1102x1536.png 1102w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-1470x2048.png 1470w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-65x91.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-225x314.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_09-350x488.png 350w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-449\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 9: Konrad Escher, An die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, 26. Oktober 1942.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Trotz des Krieges hatte sich der Zustand der Bibliothek und Fotosammlung in jenen Jahren merklich verbessert und immens vergr\u00f6ssert. Auch die Besoldung des Bibliothekars, dem die Verwaltung der Fotothek \u00fcbertragen war, wurde deutlich erh\u00f6ht. Dank der erhaltenen Korrespondenz Eschers k\u00f6nnen Zustand, Ausbau, Pflege und Umfang der Fotothek und Bibliothek in den letzten Jahren von Eschers Wirkungszeit belegt werden. So heisst es in einem Schreiben Eschers vom 26. Oktober 1942 an die Erziehungsdirektion Z\u00fcrich (Abb. 9): \u00abDas kunstgeschichtliche Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, d. h. Raum 103, ist im Laufe dieses Jahres umgebaut worden, um ausschliesslich als Arbeitsraum f\u00fcr die Studierenden zu dienen und um die Vergr\u00f6sserung der Bibliothek zu erm\u00f6glichen; [&#8230;]<\/p>\n<figure id=\"attachment_450\" aria-describedby=\"caption-attachment-450\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-214x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Schenkungen an das kunstgeschichtliche Seminar, 20. Dezember 1942\" class=\"wp-image-450 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-214x300.png 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-732x1024.png 732w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-768x1075.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-1097x1536.png 1097w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-1463x2048.png 1463w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-65x91.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-225x315.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_10-350x490.png 350w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-450\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 10: Konrad Escher, Schenkungen an das kunstgeschichtliche Seminar, 20. Dezember 1942.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vor Semesterbeginn war eine systematische Katalogisierung und Neuaufstellung des Bestandes an B\u00fcchern, Zeitschriften und Brosch\u00fcren unumg\u00e4nglich n\u00f6tig.\u00bb<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Ende desselben Jahres listete Escher die im laufenden Jahr eingegangenen Schenkungen auf, und zu den verschiedenen B\u00fcchern, die er dem Institut \u00fcbergab, geh\u00f6rten auch etliche Abbildungen und \u00ab10 Schachteln mit ca. 500 Fotografien\u00bb. (Abb. 10) Da Escher seine Fotografien und B\u00fccher durch einen Stempel zu kennzeichnen pflegte, w\u00e4ren diese einfach zu ermitteln. Doch kann heute nicht mehr pr\u00e4zise nachvollzogen werden, um welche ca. 500 Einheiten es sich handelt, da die Kartons, auf welche die Abz\u00fcge kaschiert waren, in den letzten Jahrzehnten oftmals beschnitten oder die Fotografien abgel\u00f6st, bisweilen auch verschenkt oder gar weggeworfen wurden, da deren Nutzen nicht mehr ersichtlich war. Das eingangs erw\u00e4hnte Inventar des Fotoarchives weist deshalb bei weitem keine 500 Fotografien aus, die aufgrund der r\u00fcckseitigen Stempelung gesichert Konrad Escher als Schenker zuweisbar w\u00e4ren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_451\" aria-describedby=\"caption-attachment-451\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-214x300.png\" alt=\"Konrad Escher, Brief an Regierungsrat Dr. Hafner\" class=\"wp-image-451 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-214x300.png 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-732x1024.png 732w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-768x1075.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-1097x1536.png 1097w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-1463x2048.png 1463w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-65x91.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-225x315.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11-350x490.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_11.png 1786w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-451\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: Konrad Escher, Brief an Regierungsrat Dr. Hafner, 11. Januar 1943.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Welche Bedeutung den Lichtbildern beigemessen wurde und wo sie insbesondere Verwendung fanden, wird in einem Schreiben Eschers deutlich, in dem er begr\u00fcndet, wieso mehr Geld f\u00fcr Lichtbilder als f\u00fcr B\u00fccher ausgegeben werden musste. Im Begleitbrief zu Bericht und Jahresrechnung des Kunstgeschichtlichen Seminars an Regierungsrat Dr. Hafner, Erziehungsdepartement, vom Januar 1943 ist zu lesen: \u00abWie Sie aus der Rechnung ersehen, waren die Ausgaben f\u00fcr B\u00fccher gering, wogegen die Anschaffung von Lichtbildern einen weit h\u00f6heren Betrag ausmachen, was in erster Linie durch das Erfordernis neuer Vorlesungsthemen zu erkl\u00e4ren ist. Ferner ergibt sich immer deutlicher die Notwendigkeit, ausser der Gesamtansicht eines Kunstwerkes auch eine Reihe von guten Detailaufnahmen vorzuf\u00fchren um das Kunstwerk m\u00f6glichst eingehend erl\u00e4utern zu k\u00f6nnen. Der Bezug von Diapositiven aus dem Ausland ist gegenw\u00e4rtig (Italien vorl\u00e4ufig ausgenommen) vollst\u00e4ndig gesperrt, so dass jedes Lichtbild beim Photographen bestellt werden muss, wobei nat\u00fcrlich mit best\u00e4ndiger Erh\u00f6hung der Materialkosten zu rechnen ist. [&#8230;] Das j\u00e4hrliche Salair von Frs 80.- f\u00fcr den Bibliothekar erweist sich als sehr gering in Anbetracht dessen, dass er auch die Lichtbildersammlung zu verwalten, d. h. namentlich die Ausleihe von Diapositiven f\u00fcr Vortr\u00e4ge zu besorgen und die R\u00fcckgabe zu kontrollieren hat.\u00bb (Abb. 11)<\/p>\n<figure id=\"attachment_452\" aria-describedby=\"caption-attachment-452\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-214x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-452 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-214x300.png 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-732x1024.png 732w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-768x1075.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-1097x1536.png 1097w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-1463x2048.png 1463w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-65x91.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-225x315.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_12-350x490.png 350w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-452\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 31. Dezember 1943.<br \/>ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Angesichts des von Jedlicka f\u00fcr 1931 gesch\u00e4tzten Bestands an 2&#8217;000 Lichtbildern m\u00fcssen die Anschaffungen an Lichtbildern in den kommenden zw\u00f6lf Jahren enorm gewesen sein, denn im <em>Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich,<\/em> datierend vom 31. Dezember 1943, werden 21&#8217;632 Lichtbilder ausgewiesen. \u00abInhalt der 11 Schr\u00e4nke (528 Schubladen) total 21&#8217;229 St\u00fcck, Bei den Herren Dozenten total 327 St\u00fcck, Ausgeliehen laut Ausleiheft (Frau Heider 72, Frl. Leuzinger 4) total 76 St\u00fcck, zusammen: 21&#8217;632 St\u00fcck. [&#8230;] Ferner befinden sich im Schrank rechts beim Fenster ca 400 St\u00fcck fr\u00fcher ausgeschiedener Dupletten und teilweise defekte Platten, [&#8230;].\u00bb<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> (Abb. 12)<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt, als dieser Rapport erstellt wurde, arbeitete Escher zu Hause in Winterthur an Band II<em> Stadt Z\u00fcrich<\/em> der Reihe <em>Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>. Zehn Tage nach seinem 60. Geburtstag hatte ihn ein erster Schlaganfall heimgesucht, so dass er sich gezwungen sah, das ehrenvolle Amt als Dekan niederzulegen und sich f\u00fcr ein Semester von der Lehrt\u00e4tigkeit beurlauben zu lassen, um seine Kr\u00e4fte voll und ganz der Fertigstellung des zweiten Bandes zur <em>Stadt Z\u00fcrich<\/em> der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz<\/em> widmen zu k\u00f6nnen. Die Herausgabe dieses Bandes, wie auch seine jahrelange T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Gesellschaft f\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte, lagen Escher besonders am Herzen. Escher wirkte bei der Reorganisation der <em>Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler<\/em> mit, war von 1922 bis 1933 Mitglied der Redaktionskommission und seit 1933 sogar Pr\u00e4sident der sog. Erhaltungsgesellschaft. Die Namens\u00e4nderung in <em>Gesellschaft f\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte<\/em> erfolgte 1934 im zweiten Jahr von Eschers Amtszeit als Pr\u00e4sident und war Ausdruck des Zieles, aus der zahlenm\u00e4ssig beschr\u00e4nkten und in weiten Kreisen unbekannten Gesellschaft die f\u00fcr wissenschaftliche Fragen zur Schweizer Kunst massgebliche, \u00fcberall bekannte Instanz zu machen.<a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Dieses Ziel hatte Escher erreicht, als er sich 1942 gezwungen sah, aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden das Amt niederzulegen. Paul Ganz w\u00fcrdigte in seiner Trauer-Ansprache diesen Einsatz mit den Worten: \u00ab[\u2026] ich m\u00f6chte im Gegenteil nur einen f\u00fcr seine pers\u00f6nliche Eigenart besonders charakteristischen Aufgabenkreis hervorheben, die Erforschung der Kunstdenkm\u00e4ler der Heimat und seine Bestrebungen zur Erweckung des allgemeinen Interessens f\u00fcr diese Zeugen unserer k\u00fcnstlerischen Kultur. [&#8230;] er stellte sich aber auch als guter Schweizer in den Dienst unserer wissenschaftlichen Gesellschaften und half bei der Umwandlung der alten Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler in die neue Gesellschaft f\u00fcr schweizerische Kunstgeschichte die neue Organisation zur Herausgabe der Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz aufzubauen. W\u00e4hrend 9 Jahren stand er unserer Gesellschaft als Pr\u00e4sident vor und durfte nach Abschluss seiner dreifachen Amtsperiode feststellen, dass sich die Zahl der Mitglieder um das zehnfache vermehrt hatte und die Beh\u00f6rden aller Kantone zur Mitarbeit an der wichtigen nationalen Aufgabe gewonnen waren.\u00bb<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_453\" aria-describedby=\"caption-attachment-453\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-300x169.jpg\" alt=\"Z\u00fcrich, Der untere Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof\" class=\"wp-image-453 size-medium\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-300x169.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-1024x578.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-768x434.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-1536x868.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-2048x1157.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-65x37.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-225x127.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_13-350x198.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-453\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 13: Z\u00fcrich, Der untere Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof. Abbildung aus Eschers <em>Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>, Band IV. Die Stadt Z\u00fcrich. Erster Teil, Basel 1939, S. 9, Abb. 5.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Verfassen eines Bandes der Reihe <em>Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em> bedeutete f\u00fcr Escher auch intensive Auseinandersetzung mit dem Bildmaterial, das wiedergegeben werden sollte. Nicht nur die Auswahl der treffenden Fotografie hatte Escher bestimmt, sondern auch den jeweiligen Bildausschnitt festgelegt und bestimmt, wo und wie die fotografischen Vorlagen nachzubessern, zu erg\u00e4nzen und zu retuschieren seien. Dies kann z. B. an Hand der erhaltenen Vorlagen der Abbildungen seines ersten 1939 erschienenen Bandes der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich<\/em> nachvollzogen werden. Abbildung 5 auf Seite 9 in diesem Buch gibt den \u00abuntere[n] Teil des st\u00e4dtischen Limmatufers. Schipfe und Lindenhof. \u2013 Bauzustand 1938\u00bb wieder. (Abb. 13)<\/p>\n<figure id=\"attachment_454\" aria-describedby=\"caption-attachment-454\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-300x167.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-454 size-medium\" width=\"300\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-300x167.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-1024x570.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-768x428.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-1536x855.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-65x36.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-225x125.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14-350x195.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_14.jpg 1747w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-454\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 14: Z\u00fcrich, Schipfe, Silbergelatineabzug, Original retuschiert, 11.6 x 6.8 cm, belichteter Bereich 10.9 x 6.1 cm, 1938.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 430.III.29.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_455\" aria-describedby=\"caption-attachment-455\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-300x182.png\" alt=\"R\u00fcckseite des Fotos (Abb. 14)\" class=\"wp-image-455 size-medium\" width=\"300\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-300x182.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-1024x620.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-768x465.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-1536x930.png 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-65x39.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-225x136.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15-350x212.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_15.png 2000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-455\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 15: R\u00fcckseite des Fotos (Abb. 14) mit Anweisungen von Konrad Escher, 11.6 x 6.8 cm, 1938.<br \/>Mediathek KHIST, Fotothek 430.III.29.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Vorlage dazu geh\u00f6rt zum Bestand des Fotoarchives des Kunsthistorischen Instituts und l\u00e4sst bei n\u00e4herer Betrachtung Retuschen erkennen. (Abb. 14 und 15) Verso hat der Autor nicht nur den Bildausschnitt, den es abzubilden galt, eingezeichnet, er hat auch pr\u00e4zise Angaben dar\u00fcber notiert, was abgedeckt und erg\u00e4nzt werden musste, damit die Abbildung im Buch bei Drucklegung seinem \u00e4sthetischen Empfinden und einer in seinen Augen stimmigen Inszenierung der Ansicht des unteren linken Limmatufers entsprach.<\/p>\n<figure id=\"attachment_456\" aria-describedby=\"caption-attachment-456\" style=\"width: 202px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-202x300.jpg\" alt=\"Z\u00fcrich, Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten\" class=\"wp-image-456 size-medium\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-202x300.jpg 202w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-689x1024.jpg 689w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-768x1141.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-65x97.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-225x334.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16-350x520.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_16.jpg 951w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-456\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 16: Z\u00fcrich, Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten, Abbildung aus Eschers <em>Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich<\/em>, Band IV. Die Stadt Zu\u0308rich. Erster Teil, Basel 1939, S. 206,<br \/>Abb. 125.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_457\" aria-describedby=\"caption-attachment-457\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-214x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-457 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-214x300.jpg 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-731x1024.jpg 731w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-768x1077.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-1096x1536.jpg 1096w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-1461x2048.jpg 1461w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-225x315.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17-350x491.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Gasser_Abb_17.jpg 1745w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-457\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 17: Vorlage der Abbildung 16, unretuschiertes Foto von 1938. Schweizerische Nationalbibliothek Bern, EAD 54979.<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Fotografie des Predigerchores auf Seite 206 irritiert den heutigen Betrachter. (Abb. 16) Die Bildunterschrift <em>Z\u00fcrich \u2013 Die Predigerkirche. Ansicht des Chors von S\u00fcdosten. Bauzustand 1938<\/em> suggeriert eine Realit\u00e4t, wie sie auch 1938 nicht anzutreffen war. So fehlt etwa der Turm, der aus dem gew\u00e4hlten Blickwinkel des Fotografen zu sehen war und deshalb auch auf dem Bild sein m\u00fcsste. Ein nicht retuschierter Abzug der Fotografie belegt, dass dort links im Hintergrund der Glockenturm zu sehen ist. (Abb. 17) Konrad Escher schreibt zu diesem Turm: \u00ab1898\u20131900: Turm in Verbindung mit einem Konfirmandenzimmer am Westende der Nordseite nach Pl\u00e4nen von Prof. G. Gull von Friedrich Wehrli gebaut\u00bb.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Was den Autor bewog, den Turm wegretuschieren zu lassen, kann nur vermutet werden. Vielleicht sollte der Anblick und die Wirkung des Chores durch andere, in diesem Zusammenhang unbedeutende Bauelemente nicht gest\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Mit demselben Eifer, intensiver Recherche, sorgf\u00e4ltiger Auswahl und unerm\u00fcdlichem Einsatz, den Escher bei der Fertigstellung seines Bandes I der <em>Kunstdenkm\u00e4ler der Stadt Z\u00fcrich<\/em> aufgewendet hatte, wollte er auch den zweiten Band zum Abschluss bringen. Doch sein Gesundheitszustand verbesserte sich leider nicht, die Anf\u00e4lle wiederholten sich, so dass er nach schwerem Ringen 1943 dem Regierungsrat ein Entlassungsgesuch einreichte. In Anerkennung seiner grossen Verdienste ernannte ihn der Regierungsrat in Folge zum Honorarprofessor.<\/p>\n<p>Am 18. September 1944 verstarb Escher, ohne den zweiten Band vollendet zu haben. Die F\u00f6rderung der Schweizerischen Kunstgeschichte erf\u00fcllte er aber noch ein letztes Mal \u00fcber seinen Tod hinaus: Er vermachte dem kunstgeschichtlichen Seminar testamentarisch seine ca. 3&#8217;000 B\u00e4nde umfassende wertvolle Bibliothek.<a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[1] <a href=\"https:\/\/www.woelfflin.uzh.ch\/de.html\">https:\/\/www.woelfflin.uzh.ch\/de.html<\/a> (aufgerufen am 26. M\u00e4rz 2022). <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[2] Die Fotografien der Kathedrale von Durham stehen in Zusammenhang mit seiner Publikation: Escher, Konrad: Englische Kathedralen, M\u00fcnchen 1927. Im Fotoarchiv des Kunsthistorischen Instituts finden sich, eingereiht nach Ortschaften, weitere Fotografien und retuschierte Vorlagen f\u00fcr diese Publikation. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[3] Escher umreisst seine Studienzeit im handschriftlichen Lebenslauf, den er mit der Dissertation eingereicht hat: \u00abIn den 2 Semestern, die ich an der Hochschule Z\u00fcrich studierte, h\u00f6rte ich Kunstgeschichte u. a. bei den Professoren Rahn und Brun, Geschichte bei den Herren Professoren Meyer von Knonau und Schweizer und Literatur bei Herrn Professor Bovet. In Strassburg studierte ich 3 Semester bei den Herren Professoren Dehio, Leitschuh, Polaczek, Michaelis, Windelband, Ziegler, Bresslau, Bloch. Das Sommersemester 1904 h\u00f6rte ich in Z\u00fcrich bei den Professoren Rahn, Bl\u00fcmner, Brun, Schweizer. Die zwei Semester 1904\/05 und 1905 h\u00f6rte ich in Berlin bei den Herren Professoren W\u00f6lfflin, Frey, Haselhoff und Geschichte bei den Herren Professoren Lenz und Sternfeld. 1905\/06 besuchte ich an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich die Collegien der Herren Professoren Rahn, Brun, Schweizer. Beiliegende Dissertation erwuchs der Anregung von Herrn Prof. Rahn [&#8230;]\u00bb (datiert Z\u00fcrich, d. 1. III. 06); StAZH U 109.7.484 Escher, Konrad (geb. 1882), von Z\u00fcrich, 1906 (Dossier). <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[4] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2919, S. 1005\u20131006 (StAZH MM 3.36 RRB 1922\/2919). <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[5] RRB vom 23. August 1928, Nr. 1592, S. 639 (StAZH MM 3.42 RRB 1928\/1592). <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[6] Escher, Konrad: Das Nationale der abendl\u00e4ndischen Stilentwicklung, Antrittsvorlesung 14.6.1919, Z\u00fcrich 1919, S. 18. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[7] RRB 1928\/1592 (wie Anm. 5), S. 639. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[8] Escher, Konrad: Einf\u00fchrung in die Kunstwissenschaft, S. 6 (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 1). <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[9] Jedlicka, Gotthard: Ansprache von Herrn Professor Dr. Gotthard Jedlicka, in: Prof. Dr. Konrad Escher: 1882\u20131944, hrsg. v. Paul Schoch, Z\u00fcrich 1944, S. 13. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[10] Ausleihen (Notizbuch) (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 33\/1). <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[11] \u00ab5. an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (Prof. Dr. Konrad Escher) Beitrag zur Anschaffung eines Lichtbildapparates \u00abBaloptikum B\u00bb 500.-\u00bb, JbUZH 1935\/36, S. 45; Zu den L\u00f6hnen siehe: Senti, Alfred: Arbeitsl\u00f6hne in Z\u00fcrich, in: Z\u00fcrcher statistische Nachrichten 22, Heft 1 (1945), S. 37\u201398, hier S. 66. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[12] Escher (wie Anm. 8), S. 6. <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[13] Schwarz, Dietrich W. H.: Konrad Escher: 21. Oktober 1882 \u2013 18. September 1944 (Nekrolog), Z\u00fcrich 1945, S. 7. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\" id=\"_ftn14\"><\/a>[14] StAZH U 109.7.484 (wie Anm. 3). <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\" id=\"_ftn15\"><\/a>[15] RRB 1928\/1592 (wie Anm. 5), S. 640. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\" id=\"_ftn16\"><\/a>[16] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 5. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\" id=\"_ftn17\"><\/a>[17] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 3. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\" id=\"_ftn18\"><\/a>[18] Escher o. J. (wie Anm. 8), S. 5. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\" id=\"_ftn19\"><\/a>[19] Schwarz 1945 (wie Anm. 13), S. 8. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\" id=\"_ftn20\"><\/a>[20] Senti 1945 (wie Anm. 11), S. 66. <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\" id=\"_ftn21\"><\/a>[21] Reinle, Adolf: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich bis 1939, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1. Die Lehrst\u00fchle der Universit\u00e4ten in Basel, Bern, Freiburg und Z\u00fcrich von den Anf\u00e4ngen bis 1940. Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, hrsg. v. Schweizerischen Institut f\u00fcr Kunstwissenschaft (= Jahrbuch des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Kunstwissenschaft 1972\/73), Z\u00fcrich 1976, S. 84. <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\" id=\"_ftn22\"><\/a>[22] Escher, Konrad: Brief an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich, Z\u00fcrich 26.10.1942 (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\" id=\"_ftn23\"><\/a>[23] Rapport \u00fcber die vorgenommene Z\u00e4hlung der Lichtbilder im kunstgeschichtlichen Apparat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (ZBZ Handschriftenabteilung, Nachl. K. Escher 36). <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\" id=\"_ftn24\"><\/a>[24] Schwabe, Erich: 100 Jahre Gesellschaft F\u00fcr Schweizerische Kunstgeschichte, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler. Mitteilungen f\u00fcr die Mitglieder der Gesellschaft f\u00fcr schweizerische Kunstgeschichte, Bd. 31, Heft 4 (1980), S. 317\u2013337, hier S. 332\u2013334. <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\" id=\"_ftn25\"><\/a>[25] Ganz, Paul: Ansprache von Herrn Professor Dr. Paul Ganz, in: Schoch 1944 (wie Anm. 9), S. 17\u201319, hier S. 18\u201319. <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\" id=\"_ftn26\"><\/a>[26] Escher, Konrad: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, Bd. IV, Die Stadt Z\u00fcrich: Erster Teil, Basel 1939, S. 208. <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\" id=\"_ftn27\"><\/a>[27] JbUZH 1944\/45, S. 56. <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":1,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["ylva-gasser"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[63],"license":[],"class_list":["post-440","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-ylva-gasser"],"part":438,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/440"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":865,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/440\/revisions\/865"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/438"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/440\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=440"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=440"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}