{"id":367,"date":"2022-06-07T18:41:27","date_gmt":"2022-06-07T16:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=367"},"modified":"2022-09-23T19:06:55","modified_gmt":"2022-09-23T17:06:55","slug":"schweizer-kunst-als-programm-voegelin-und-rahn-als-forscher-und-kulturpolitiker","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/schweizer-kunst-als-programm-voegelin-und-rahn-als-forscher-und-kulturpolitiker\/","title":{"raw":"Schweizer Kunst als Programm: V\u00f6gelin und Rahn als Forscher und Kulturpolitiker","rendered":"Schweizer Kunst als Programm: V\u00f6gelin und Rahn als Forscher und Kulturpolitiker"},"content":{"raw":"Anders als in der Lehre, wo der Wille um die Vermittlung eines kunsthistorischen Kanons die allzu einseitige Ber\u00fccksichtigung eines einzelnen Fachgebiets verbot, zeigt sich in den Publikationen von V\u00f6gelin und Rahn seit ihrem Stellenantritt an der Universit\u00e4t ein klares Bekenntnis zur Schweiz und ihrer historischen Kunstproduktion. V\u00f6gelin hatte schon in seinem Bewerbungsschreiben keinen Hehl daraus gemacht, dass er sein kulturhistorisches Programm insbesondere an der Schweiz zu exemplifizieren gedachte.<a href=\"#_ftn77\" id=\"return-footnote-77\"><sup>[77]<\/sup><\/a> Bei Rahn, der seine akademischen Stufenleitern notabene auf der Basis von Arbeiten zur fr\u00fchchristlichen Baukunst Roms und des byzantinischen Mittelmeerraumes erklommen hatte und \u00abauf dem besten Wege\u00bb gewesen sein soll, \u00abein durchschnittlicher Kunsthistoriker zu werden, der genau das schreibt, was die Leser von ihm erwarten\u00bb, erscheint die Exklusivit\u00e4t, mit der er sich nach seinem Amtsantritt als Professor an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich auf die Kunst in der Schweiz kaprizierte, weitaus erstaunlicher.<a href=\"#_ftn78\" id=\"return-footnote-78\"><sup>[78]<\/sup><\/a> Allerdings hatte Rahn bereits als 16-J\u00e4hriger die Schweiz bereist und die dabei besuchten \u00abAltert\u00fcmer\u00bb gezeichnet.<a href=\"#_ftn79\" id=\"return-footnote-79\"><sup>[79]<\/sup><\/a> 1859\u20131862 erschienen drei Miszellen von ihm zu Schweizer Themen, 1869 \u2013 nach einer L\u00fccke von sieben Jahren, in denen Rahns Augenmerk auf Rom und Byzanz lag \u2013 vier weitere; danach ging es Schlag auf Schlag, zumeist Kurzbeitr\u00e4ge zu einzelnen mittelalterlichen Bauten oder Objekten in der Schweiz, bisweilen auch zu gr\u00f6sseren Themenkomplexen wie 1872 den Schweizer Zisterzienserkirchen.<a href=\"#_ftn80\" id=\"return-footnote-80\"><sup>[80]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_418\" align=\"alignleft\" width=\"197\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-197x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-418 size-medium\" width=\"197\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 16: Cover und Innentitel von Johann Rudolf Rahns Opus magnum Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz, von den \u00e4ltesten Zeiten bis zum Schlusse des Mittelalters, Z\u00fcrich 1876.<br \/>Foto: Carola J\u00e4ggi[\/caption]\r\n\r\nIn den fr\u00fchen 1870er-Jahren entstand auch Rahns Opus magnum, die <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em>. (Abb. 16) Sie erschien ab 1873 in drei Lieferungen und lag 1876 schliesslich als 868-seitiges Buch vor, illustriert gr\u00f6sstenteils mit Zeichnungen von der Hand des Autors.<a href=\"#_ftn81\" id=\"return-footnote-81\"><sup>[81]<\/sup><\/a> Bereits der Titel, aber auch der Aufbau des Buches inklusive der Nichtber\u00fccksichtigung der Neuzeit zeigt, dass sich Rahn eng an Schnaases <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste<\/em> orientierte.<a href=\"#_ftn82\" id=\"return-footnote-82\"><sup>[82]<\/sup><\/a> Innovativ war jedoch die Beschr\u00e4nkung auf die Kunst der Schweiz als eines \u2039modernen\u203a Staatsgebildes, das schon von seiner Genese her keinerlei Homogenit\u00e4t versprach, sondern als Ber\u00fchrungsraum der Ausl\u00e4ufer mehrerer Kulturlandschaften ein interessantes Feld k\u00fcnstlerischer Transfer- und Amalgamierungsprozesse darstellt. Die Forschung hat Rahns Ansatz mehrfach gew\u00fcrdigt, auch die Hintergr\u00fcnde seines Insistierens auf der Bedeutung des Lokalen, der Kleinform, des B\u00e4uerlichen.<a href=\"#_ftn83\" id=\"return-footnote-83\"><sup>[83]<\/sup><\/a> Zumeist wird jene Passage aus dem Vorwort zitiert, in der Rahn von der k\u00fcnstlerischen Inferiorit\u00e4t der Schweiz spricht, hin und wieder auch jene aus der Einleitung, wo der Autor die \u00ab\u00e4sthetisch-philosophische Betrachtungsweise, wie sie noch im vorigen Jahrhunderte herrschend war\u00bb, der \u00abneueren Methode\u00bb einer \u00abvorwiegend historisch-kritischen Richtung\u00bb gegen\u00fcberstellt.<a href=\"#_ftn84\" id=\"return-footnote-84\"><sup>[84]<\/sup><\/a> \u00abWir sind nicht mehr gewohnt uns mit einem rein \u00e4sthetischen Urtheile zu begn\u00fcgen, sondern wir verlangen zugleich die Verh\u00e4ltnisse des Kunstwerkes zu dem \u00e4usseren Leben kennen zu lernen, die Bedingungen zu erforschen, welche den einzelnen Erscheinungen zu Grunde liegen, die Zust\u00e4nde endlich, welche f\u00f6rdernd oder hemmend die k\u00fcnstlerische Productivit\u00e4t beeinflussten. Mit anderen Worten erst dann, wenn wir das Kunstwerk als einen Organismus betrachtet haben, in dem sich der Geist seines Sch\u00f6pfers, seiner Zeit und seines Ortes wiederspiegelt [sic], sind wir im Stande ein sicheres Urtheil \u00fcber den Werth desselben zu fassen.\u00bb<a href=\"#_ftn85\" id=\"return-footnote-85\"><sup>[85]<\/sup><\/a> Allzuweit von V\u00f6gelins Konzept, Kunstwerke als historische Dokumente aufzufassen und als Bausteine kulturgeschichtlicher Narrative zu verwenden, ist dies nicht entfernt!\r\n\r\n[caption id=\"attachment_419\" align=\"alignright\" width=\"223\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-223x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-419 size-medium\" width=\"223\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 17: Frontispiz von V\u00f6gelins Denkm\u00e4ler[n] der Weltgeschichte, Basel 1870\u20131874.<br \/>Foto: ZBZ[\/caption]Interessanterweise war jenes gr\u00f6ssere Werk, an dem V\u00f6gelin gleichzeitig wie Rahn an seinem Opus magnum schrieb, nun keineswegs auf die Schweiz beschr\u00e4nkt, sondern den <em>Denkm\u00e4ler[n] der Weltgeschichte<\/em> (Abb. 17) von den alten \u00c4gyptern bis zur \u2039Moderne\u203a gewidmet, letztere vertreten durch Bauten wie die Galleria Vittorio Emanuele in Mailand (Abb. 18) oder das Wiener Opernhaus.<a href=\"#_ftn86\" id=\"return-footnote-86\"><sup>[86]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_420\" align=\"alignleft\" width=\"226\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-226x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-420 size-medium\" width=\"226\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 18: Taf. 197 aus V\u00f6gelins Denkm\u00e4ler[n] der Weltgeschichte mit Stich der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand.<br \/>Foto: ZBZ[\/caption]In seiner Publikationsform als kommentierter Bilderatlas war es allerdings auf ein interessiertes Laienpublikum ausgerichtet, nicht wie Rahns Werk auf ein Fachpublikum: \u00abMan wird [...] die Entwicklungsgeschichte der einzelnen V\u00f6lker wie auch der Menschheit im Ganzen Grossen am sichersten aus ihren k\u00fcnstlerischen Monumenten erkennen. [...] Es sind [...] die k\u00fcnstlerischen Monumente der eigentliche H\u00f6henmesser f\u00fcr die geistige Begabung und die innere Bedeutung eines Volkes; es ist die Kunstgeschichte das Buch, in das die Menschheit mit eigener Hand ihre Entwicklung eingeschrieben. Von dieser Anschauung ausgehend setzt sich das vorliegende Werk das Ziel, dem mit der strengern Kunstgeschichte nicht n\u00e4her vertrauten Publikum einen Ueberblick \u00fcber die Entwicklung der in unsern Kulturkreis geh\u00f6rigen V\u00f6lker an der Hand ihrer k\u00fcnstlerischen Monumente zu geben.\u00bb<a href=\"#_ftn87\" id=\"return-footnote-87\"><sup>[87]<\/sup><\/a> Hinzu kamen zahlreiche Aufs\u00e4tze zu jenen Themen, die auch in V\u00f6gelins Lehre eine Rolle spielten, zu Holbein also, Niklaus Manuel, zu den fr\u00fchneuzeitlichen Fassadenmalereien in der Schweiz, zur <em>Holzschneidekunst in Z\u00fcrich im 16. Jahrhundert<\/em>, <em>\u00dcber das Volkstheater in der Schweiz<\/em>, <em>\u00dcber Meubles und Zimmer-Ameublements im 16., 17. und 18. Jahrhundert<\/em>, zu Glasgem\u00e4lden, zu \u00c4gidius Tschudi etc.<a href=\"#_ftn88\" id=\"return-footnote-88\"><sup>[88]<\/sup><\/a> Dass V\u00f6gelin auch zeitgen\u00f6ssischer Kunst gegen\u00fcber aufgeschlossen war, zeigt seine Besch\u00e4ftigung mit dem 1879 verstorbenen Schweizer Historienmaler Ludwig Vogel oder mit dem sich zeichnerisch auch in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen einmischenden Karikaturisten Martin Disteli (1802\u20131844).<a href=\"#_ftn89\" id=\"return-footnote-89\"><sup>[89]<\/sup><\/a> In der Regel wird das Fehlen eines V\u00f6gelinschen Opus magnum mit der \u00abZersplitterung\u00bb seiner Interessen zusammengebracht, mit fehlender Konzentration f\u00fcr nur eine Sache.<a href=\"#_ftn90\" id=\"return-footnote-90\"><sup>[90]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich war V\u00f6gelin auf tausend Hochzeiten zugleich zu Gast, war in verschiedenen Funktionen als Politiker aktiv, hielt flammende Festreden an den Neujahrsfeiern der Demokraten, war 1871 bis 1877 zus\u00e4tzlich Lehrer f\u00fcr Schweizergeschichte am Lehrerseminar K\u00fcsnacht und schrieb 1872 an einem Lehr- und Lesebuch f\u00fcr die Volksschule mit.<a href=\"#_ftn91\" id=\"return-footnote-91\"><sup>[91]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_421\" align=\"alignright\" width=\"244\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-244x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-421 size-medium\" width=\"244\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 19: Grundriss des ehemaligen Klarissenklosters Paradies bei Schaffhausen; Lithographie mit handschriftlichen Kommentaren und Masseintr\u00e4gen von Johann Rudolf Rahn, datiert 5. April 1897.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn XLIX, 64; https:\/\/doi.org\/10.3931\/e-rara-44734 (aufgerufen am 25. Mai 2022).[\/caption]\r\n\r\nDass ihm dabei die Schweizer Kunst ein besonderes Herzensanliegen war, zeigt auch seine Koordination der sogenannten Gruppe 38 an der Schweizer Landesausstellung von 1883, in deren Zentrum die \u00abHistorische Kunst\u00bb stand \u2013 ein Auftakt f\u00fcr V\u00f6gelins Kampf um ein Schweizerisches Nationalmuseum.<a href=\"#_ftn92\" id=\"return-footnote-92\"><sup>[92]<\/sup><\/a> Wenn es um die Rettung \u00abschweizerischer Altert\u00fcmer\u00bb ging (Abb. 19), sei es, dass sie vom Verfall bedroht waren oder aber ins Ausland verscherbelt werden sollten, fanden sich Rahn und V\u00f6gelin Seite an Seite.<a href=\"#_ftn93\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> So war es selbstverst\u00e4ndlich, dass V\u00f6gelin in der massgeblich von Rahn mitbegr\u00fcndeten <em>Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr die Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler<\/em> im Kuratorium sass und Rahn nach V\u00f6gelins Tod dessen Engagement f\u00fcr ein gesamtschweizerisches Museum weiterf\u00fchrte, so dass dieses 1898 unter dem Namen Landesmuseum schliesslich er\u00f6ffnet werden konnte.<a href=\"#_ftn94\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> Sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn nahmen h\u00f6chstpers\u00f6nlich an spektakul\u00e4ren Auktionen im In- und Ausland teil, um Glasscheiben und andere Objekte schweizerischer Provenienz in staatlichem Auftrag zur\u00fcckzukaufen.<a href=\"#_ftn95\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a> Rahn soll sogar der \u00abMittelpunkt eines eigentlichen Spionagerings\u00bb gewesen sein, \u00abdem in Stammheim ein Pfarrer, ein Drogist in Solothurn, der Inhaber einer Fremdenpension in Locarno und in Berom\u00fcnster ein Kanonikus am Stift angeh\u00f6rten\u00bb, die alle, wenn sie in einer Alph\u00fctte ein Altarbild entdeckten oder irgendwo ein \u00abMutterg\u00f6ttesli\u00bb vor dem Verscherbeltwerden bewahren wollten, an Rahn schrieben und anfragten, was sie tun sollten.<a href=\"#_ftn96\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a> Den beiden ersten Z\u00fcrcher Kunstgeschichte-Professoren wurde f\u00fcr diese Pionierleistungen in vielf\u00e4ltiger Weise gedankt, V\u00f6gelin etwa 1885 in Form der Ehrendoktorw\u00fcrde der Philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Basel \u2013 als Dank f\u00fcr \u00abhervorragende Leistungen f\u00fcr die Geschichte der Kunst, insbesondere der des Vaterlandes\u00bb.<a href=\"#_ftn97\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_422\" align=\"alignleft\" width=\"223\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-223x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-422 size-medium\" width=\"223\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 20: Dankesschreiben der Studentenschaft anl\u00e4sslich von Rahns Ablehnung des Rufes an die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen anno 1880. Unter den insgesamt 128 Unterzeichnern des als lateinische \u00abUrkunde\u00bb gestalteten Schreibens sind die offiziellen Vertreter aller Fakult\u00e4ten und Verbindungen, ausserdem \u2013 neben vielen \u00abstudentes philosophiae\u00bb ebensoviele \u00abstudentes medicinae\u00bb und \u00abjurisprudentiae\u00bb, zudem zwei Chemiestudenten und zwei Architekturstudenten, darunter Karl Moser.<br \/>Nachlass Rahn, ZBZ FA Rahn 1470h; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\nRahn wiederum wurde mehrfach mit Rufen an andere Hochschulen gelockt, bereits 1868 \u2013 noch vor seiner Ernennung zum Extraordinarius in Z\u00fcrich \u2013 ans Polytechnikum Karlsruhe, 1877 an die Bauakademie Berlin, 1880 an die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen und im selben Jahr an die Universit\u00e4t Strassburg, 1891 schliesslich an die Technische Hochschule Hannover, doch stets lehnte er ab zugunsten eines Verbleibs in seiner Heimatstadt.<a href=\"#_ftn98\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> (Abb. 20) Seine \u00fcber 40-j\u00e4hrige T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, verbunden mit seinen vielf\u00e4ltigen ausseruniversit\u00e4ren Engagements f\u00fcr die Schweizer Kunstdenkm\u00e4ler hat Rahn den Ehrentitel des \u00abVaters\u00bb bzw. \u00abBegr\u00fcnders\u00bb der Schweizer Kunstgeschichte und Denkmalpflege eingebracht. Dass Rahns Erfolg aber ohne V\u00f6gelins Initiativen und Mittun nicht denkbar gewesen w\u00e4re und die beiden Kollegen sich w\u00e4hrend ihrer gemeinsamen Wirkungsjahre in Z\u00fcrich 1870\u20131888 geradezu symbiotisch erg\u00e4nzt haben, wurde erst 1976 von Adolf Reinle erkannt: \u00abSicher ist, dass durch die organisch ineinandergreifende T\u00e4tigkeit der beiden Extraordinarii, die weit \u00fcber die Universit\u00e4t hinausreichte, an der Hochschule wie in der \u00d6ffentlichkeit die Existenz des Faches Kunstgeschichte bekannt, ja sogar popul\u00e4r machte.\u00bb<a href=\"#_ftn99\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a> Beide \u2013 sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn \u2013 haben die Grundlage daf\u00fcr gelegt, dass sich das Fach langfristig an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich etablieren konnte und die anf\u00e4ngliche Doppelspitze mit einigen wenigen Unterbrechungen \u00fcber 100 Jahre bestehen blieb.\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn77\"><\/a>[77] StAZH U 109.2 (Teil 2); die hier im Blick stehende Passage findet sich auf S. 4 von V\u00f6gelins Bewerbungsschreiben. Vgl. oben, mit Anm. 26. <a href=\"#return-footnote-77\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 77\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn78\"><\/a>[78] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 67. Zu Rahns \u2039Kehrtwendung\u203a s. ausf\u00fchrlich Mondini 2012 (wie Anm. 34), bes. S. 301f. <a href=\"#return-footnote-78\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 78\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn79\"><\/a>[79] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 25\u201327. <a href=\"#return-footnote-79\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 79\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn80\"><\/a>[80] \u00abVon dem Anzeiger f\u00fcr Schweizerische Alterthumskunde, den Rahn von 1879\u20131905 redigierte, ist kaum eine Nummer ohne einen Beitrag von seiner Hand erschienen\u00bb; Riggenbach, Rudolf: Johann Rudolf Rahn 1841\u20131912. Zur neuen Biographie des Begr\u00fcnders der Schweizerischen Kunstgeschichte, in: ZAK 17 (1957), 46\u201351, hier S. 47. Eine Zusammenstellung von Rahns Publikationen \u00abzur schweizerischen Kunstgeschichte und Altertumskunde\u00bb findet sich im ASA N.F. 14 (1912), S. 7\u201315, ein Gesamtverzeichnis im Anzeiger f\u00fcr Schweizerische Geschichte N.F. 11 (1912), S. 261\u2013279; vgl. auch Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 136. <a href=\"#return-footnote-80\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 80\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn81\"><\/a>[81] Rahn, J[ohann] Rudolf: Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz. Von den \u00e4ltesten Zeiten bis zum Schlusse des Mittelalters, Z\u00fcrich 1876. F\u00fcr die Bef\u00f6rderung von Rahn zum Ordinarius 1877 war seine <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em> grundlegend; vgl. Anm. 41. <a href=\"#return-footnote-81\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 81\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn82\"><\/a>[82] So bereits in Zemps Nachruf auf Rahn in der NZZ (wie Anm. 62), S. 8 und 13. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78; Hauser 2012 (wie Anm. 28), S. 243f. <a href=\"#return-footnote-82\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 82\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn83\"><\/a>[83] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 70\u201378; Riggenbach 1957 (wie Anm. 80), S. 46f.; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78; Maurer, Emil: Drei K\u00f6pfe \u2013 drei schweizerische Kunstgeschichten. Bemerkungen zu Johann Caspar F\u00fcssli, Jacob Burckhardt und Johann Rudolf Rahn, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler 38, Heft 3 (1987), S. 367\u2013381, hier S. 378\u2013380; Mondini 2012 (wie Anm. 35), S. 237f.; Hauser 2012 (wie Anm. 28), S. 246f. <a href=\"#return-footnote-83\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 83\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn84\"><\/a>[84] Rahn 1876 (wie Anm. 81), S. 1. <a href=\"#return-footnote-84\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 84\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn85\"><\/a>[85] Ebd. <a href=\"#return-footnote-85\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 85\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn86\"><\/a>[86] Denkm\u00e4ler der Weltgeschichte. Eine Sammlung der hervorragendsten Monumente, gr\u00f6sstentheils nach Originalansichten geschichtlich und kunsthistorisch erl\u00e4utert von S. V\u00f6gelin, Professor f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 1 Textband mit 2 Teilfaszikeln und 2 Tafelb\u00e4nde, Basel o. J. (1870\u20131874). Vgl. dazu Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91 und Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 263. <a href=\"#return-footnote-86\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 86\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn87\"><\/a>[87] V\u00f6gelin, Denkm\u00e4ler der Weltgeschichte 1870 (wie Anm. 86), Textbd. 1, Sp. 2f. <a href=\"#return-footnote-87\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 87\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn88\"><\/a>[88] Vgl. die Auflistung der Publikationen V\u00f6gelins bei Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI-XII. <a href=\"#return-footnote-88\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 88\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn89\"><\/a>[89] V\u00f6gelin, Friedrich Salomon: Das Leben Ludwig Vogels. Neujahrsbl\u00e4tter der K\u00fcnstlergesellschaft in Z\u00fcrich 1881 und 1882; zu Disteli siehe das Konvolut Ms. T.149.3 im Nachlass V\u00f6gelin in der ZBZ. <a href=\"#return-footnote-89\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 89\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn90\"><\/a>[90] Durrer, Robert: Heinrich Angst. Erster Direktor des Schweizerischen Landesmuseums, Britischer Generalkonsul, Glarus 1948, S. 74; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77; Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 259f. und 264. <a href=\"#return-footnote-90\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 90\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn91\"><\/a>[91]Zum Lehrbuch s. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI und 114\u2013119, zu den politischen \u00c4mtern s. oben mit Anm. 56. Zur T\u00e4tigkeit am Lehrerseminar K\u00fcsnacht siehe Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728 und Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 111f. <a href=\"#return-footnote-91\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 91\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn92\"><\/a>[92] Vgl. dazu die Konvolute Ms T. 150.1\u20133 im Nachlass V\u00f6gelin in der ZBZ. Bereits 1882 hatte V\u00f6gelin um \u00abteilweise Entlassung in der Verpflichtung zu Vorlesungen im kommenden Sommersemester\u00bb (1883) ersucht, da er \u00abvon der Aufgabe eines Chefs der Gruppe f\u00fcr alte Kunst an der Landesausstellung in ganz aussergew\u00f6hnlicher Weise in Anspruch genommen werde\u00bb (ZBZ Ms. T.159.2). <a href=\"#return-footnote-92\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 92\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn93\"><\/a>[93] Etwa bez\u00fcglich des Erhalts der ehemaligen Klosterkirche in K\u00f6nigsfelden; Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.2). Vgl. auch Rahns Nachruf auf V\u00f6gelin (wie Anm. 59), S. 144. <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn94\"><\/a>[94] Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 264f. Vgl. Wyss 1987 (wie Anm. 6), S. 391f.; Haupt, Isabel: \u00abKirche mit D\u00fcngerhaufen!\u00bb \u2013 Rahn, K\u00f6nigsfelden und die Gr\u00fcndung des Vereins f\u00fcr Erhaltung vaterl\u00e4ndischer Kunstdenkm\u00e4ler, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 355\u2013362; Dieterich, Barbara: Johann Rudolf Rahns Initiantenvortrag \u2013 Aspekte der Denkmal-Erhaltung, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 363\u2013371; Gutbrod, Cristina: \u00abNicht nur im Innern, sondern auch durch sein \u00c4u\u00dferes geschichtlich docieren\u00bb \u2013 Gustav Gulls Landesmuseum als bauliche Umsetzung von Johann Rudolf Rahns Verst\u00e4ndnis schweizerischer Kunst und Architektur, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 275\u2013284. Zu V\u00f6gelins Rolle bei der Gr\u00fcndung des Landesmuseums s. Durrer 1948 (wie Anm. 90), S. 74\u201392. <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn95\"><\/a>[95] Zu Rahn hierzu Zemp, Josef: Johann Rudolph Rahn, 24. April 1841 bis 28. April 1912, Separatdruck aus der NZZ, bes. S. 21f. (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 7). Zu V\u00f6gelin, der 1886 als Nationalrat vom Bundesrat den Auftrag erhielt, einige Katalognummern (v. a. Glasscheiben) aus der Felix\u2019schen Sammlung bei deren Versteigerung in K\u00f6ln zu erwerben, s. das entsprechende Auftragsschreiben im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.1). Vgl. auch Dieterich 2012 (wie Anm. 94), S. 365. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn96\"><\/a>[96] Riggenbach 1957 (wie Anm. 80), S. 49. <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn97\"><\/a>[97] Brief des Dekans Wackernagel vom 26. November 1885, im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.1). <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn98\"><\/a>[98] Die entsprechenden Dokumente finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.z.6). Vgl. Meyer von Knonau, Gerold: Johann Rudolf Rahn (Nachruf), in: LXXVII. Neujahrsblatt zum Besten des Waisenhauses in Z\u00fcrich f\u00fcr 1914, S. 25f., wonach schon bei der ersten Rufablehnung 1868 Rahns Entschluss festgestanden habe, \u00abnirgends anderswo, als in Z\u00fcrich, eine akademische Lehrth\u00e4tigkeit zu beginnen\u00bb (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 6). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn99\"><\/a>[99] Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77; vgl. auch Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 260f. In den Abhandlungen von Betulius zu V\u00f6gelin und von Isler-Hungerb\u00fchler zu Rahn, beide 1956 erschienen, wird der jeweilige Kollege mit keinem Wort erw\u00e4hnt. <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Anders als in der Lehre, wo der Wille um die Vermittlung eines kunsthistorischen Kanons die allzu einseitige Ber\u00fccksichtigung eines einzelnen Fachgebiets verbot, zeigt sich in den Publikationen von V\u00f6gelin und Rahn seit ihrem Stellenantritt an der Universit\u00e4t ein klares Bekenntnis zur Schweiz und ihrer historischen Kunstproduktion. V\u00f6gelin hatte schon in seinem Bewerbungsschreiben keinen Hehl daraus gemacht, dass er sein kulturhistorisches Programm insbesondere an der Schweiz zu exemplifizieren gedachte.<a href=\"#_ftn77\" id=\"return-footnote-77\"><sup>[77]<\/sup><\/a> Bei Rahn, der seine akademischen Stufenleitern notabene auf der Basis von Arbeiten zur fr\u00fchchristlichen Baukunst Roms und des byzantinischen Mittelmeerraumes erklommen hatte und \u00abauf dem besten Wege\u00bb gewesen sein soll, \u00abein durchschnittlicher Kunsthistoriker zu werden, der genau das schreibt, was die Leser von ihm erwarten\u00bb, erscheint die Exklusivit\u00e4t, mit der er sich nach seinem Amtsantritt als Professor an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich auf die Kunst in der Schweiz kaprizierte, weitaus erstaunlicher.<a href=\"#_ftn78\" id=\"return-footnote-78\"><sup>[78]<\/sup><\/a> Allerdings hatte Rahn bereits als 16-J\u00e4hriger die Schweiz bereist und die dabei besuchten \u00abAltert\u00fcmer\u00bb gezeichnet.<a href=\"#_ftn79\" id=\"return-footnote-79\"><sup>[79]<\/sup><\/a> 1859\u20131862 erschienen drei Miszellen von ihm zu Schweizer Themen, 1869 \u2013 nach einer L\u00fccke von sieben Jahren, in denen Rahns Augenmerk auf Rom und Byzanz lag \u2013 vier weitere; danach ging es Schlag auf Schlag, zumeist Kurzbeitr\u00e4ge zu einzelnen mittelalterlichen Bauten oder Objekten in der Schweiz, bisweilen auch zu gr\u00f6sseren Themenkomplexen wie 1872 den Schweizer Zisterzienserkirchen.<a href=\"#_ftn80\" id=\"return-footnote-80\"><sup>[80]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_418\" aria-describedby=\"caption-attachment-418\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-197x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-418 size-medium\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-197x300.jpg 197w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-672x1024.jpg 672w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-768x1170.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-1008x1536.jpg 1008w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-1344x2048.jpg 1344w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-65x99.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-225x343.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-350x533.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_16-scaled.jpg 1680w\" sizes=\"(max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-418\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 16: Cover und Innentitel von Johann Rudolf Rahns Opus magnum Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz, von den \u00e4ltesten Zeiten bis zum Schlusse des Mittelalters, Z\u00fcrich 1876.<br \/>Foto: Carola J\u00e4ggi<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den fr\u00fchen 1870er-Jahren entstand auch Rahns Opus magnum, die <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em>. (Abb. 16) Sie erschien ab 1873 in drei Lieferungen und lag 1876 schliesslich als 868-seitiges Buch vor, illustriert gr\u00f6sstenteils mit Zeichnungen von der Hand des Autors.<a href=\"#_ftn81\" id=\"return-footnote-81\"><sup>[81]<\/sup><\/a> Bereits der Titel, aber auch der Aufbau des Buches inklusive der Nichtber\u00fccksichtigung der Neuzeit zeigt, dass sich Rahn eng an Schnaases <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste<\/em> orientierte.<a href=\"#_ftn82\" id=\"return-footnote-82\"><sup>[82]<\/sup><\/a> Innovativ war jedoch die Beschr\u00e4nkung auf die Kunst der Schweiz als eines \u2039modernen\u203a Staatsgebildes, das schon von seiner Genese her keinerlei Homogenit\u00e4t versprach, sondern als Ber\u00fchrungsraum der Ausl\u00e4ufer mehrerer Kulturlandschaften ein interessantes Feld k\u00fcnstlerischer Transfer- und Amalgamierungsprozesse darstellt. Die Forschung hat Rahns Ansatz mehrfach gew\u00fcrdigt, auch die Hintergr\u00fcnde seines Insistierens auf der Bedeutung des Lokalen, der Kleinform, des B\u00e4uerlichen.<a href=\"#_ftn83\" id=\"return-footnote-83\"><sup>[83]<\/sup><\/a> Zumeist wird jene Passage aus dem Vorwort zitiert, in der Rahn von der k\u00fcnstlerischen Inferiorit\u00e4t der Schweiz spricht, hin und wieder auch jene aus der Einleitung, wo der Autor die \u00ab\u00e4sthetisch-philosophische Betrachtungsweise, wie sie noch im vorigen Jahrhunderte herrschend war\u00bb, der \u00abneueren Methode\u00bb einer \u00abvorwiegend historisch-kritischen Richtung\u00bb gegen\u00fcberstellt.<a href=\"#_ftn84\" id=\"return-footnote-84\"><sup>[84]<\/sup><\/a> \u00abWir sind nicht mehr gewohnt uns mit einem rein \u00e4sthetischen Urtheile zu begn\u00fcgen, sondern wir verlangen zugleich die Verh\u00e4ltnisse des Kunstwerkes zu dem \u00e4usseren Leben kennen zu lernen, die Bedingungen zu erforschen, welche den einzelnen Erscheinungen zu Grunde liegen, die Zust\u00e4nde endlich, welche f\u00f6rdernd oder hemmend die k\u00fcnstlerische Productivit\u00e4t beeinflussten. Mit anderen Worten erst dann, wenn wir das Kunstwerk als einen Organismus betrachtet haben, in dem sich der Geist seines Sch\u00f6pfers, seiner Zeit und seines Ortes wiederspiegelt [sic], sind wir im Stande ein sicheres Urtheil \u00fcber den Werth desselben zu fassen.\u00bb<a href=\"#_ftn85\" id=\"return-footnote-85\"><sup>[85]<\/sup><\/a> Allzuweit von V\u00f6gelins Konzept, Kunstwerke als historische Dokumente aufzufassen und als Bausteine kulturgeschichtlicher Narrative zu verwenden, ist dies nicht entfernt!<\/p>\n<figure id=\"attachment_419\" aria-describedby=\"caption-attachment-419\" style=\"width: 223px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-223x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-419 size-medium\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-223x300.jpg 223w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-762x1024.jpg 762w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-768x1033.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-1142x1536.jpg 1142w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-1523x2048.jpg 1523w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-65x87.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_17-225x303.jpg 225w, 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id=\"return-footnote-86\"><sup>[86]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_420\" aria-describedby=\"caption-attachment-420\" style=\"width: 226px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-226x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-420 size-medium\" width=\"226\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-226x300.jpg 226w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-773x1024.jpg 773w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_18-768x1017.jpg 768w, 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Stich der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand.<br \/>Foto: ZBZ<\/figcaption><\/figure>\n<p>In seiner Publikationsform als kommentierter Bilderatlas war es allerdings auf ein interessiertes Laienpublikum ausgerichtet, nicht wie Rahns Werk auf ein Fachpublikum: \u00abMan wird [&#8230;] die Entwicklungsgeschichte der einzelnen V\u00f6lker wie auch der Menschheit im Ganzen Grossen am sichersten aus ihren k\u00fcnstlerischen Monumenten erkennen. [&#8230;] Es sind [&#8230;] die k\u00fcnstlerischen Monumente der eigentliche H\u00f6henmesser f\u00fcr die geistige Begabung und die innere Bedeutung eines Volkes; es ist die Kunstgeschichte das Buch, in das die Menschheit mit eigener Hand ihre Entwicklung eingeschrieben. Von dieser Anschauung ausgehend setzt sich das vorliegende Werk das Ziel, dem mit der strengern Kunstgeschichte nicht n\u00e4her vertrauten Publikum einen Ueberblick \u00fcber die Entwicklung der in unsern Kulturkreis geh\u00f6rigen V\u00f6lker an der Hand ihrer k\u00fcnstlerischen Monumente zu geben.\u00bb<a href=\"#_ftn87\" id=\"return-footnote-87\"><sup>[87]<\/sup><\/a> Hinzu kamen zahlreiche Aufs\u00e4tze zu jenen Themen, die auch in V\u00f6gelins Lehre eine Rolle spielten, zu Holbein also, Niklaus Manuel, zu den fr\u00fchneuzeitlichen Fassadenmalereien in der Schweiz, zur <em>Holzschneidekunst in Z\u00fcrich im 16. Jahrhundert<\/em>, <em>\u00dcber das Volkstheater in der Schweiz<\/em>, <em>\u00dcber Meubles und Zimmer-Ameublements im 16., 17. und 18. Jahrhundert<\/em>, zu Glasgem\u00e4lden, zu \u00c4gidius Tschudi etc.<a href=\"#_ftn88\" id=\"return-footnote-88\"><sup>[88]<\/sup><\/a> Dass V\u00f6gelin auch zeitgen\u00f6ssischer Kunst gegen\u00fcber aufgeschlossen war, zeigt seine Besch\u00e4ftigung mit dem 1879 verstorbenen Schweizer Historienmaler Ludwig Vogel oder mit dem sich zeichnerisch auch in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen einmischenden Karikaturisten Martin Disteli (1802\u20131844).<a href=\"#_ftn89\" id=\"return-footnote-89\"><sup>[89]<\/sup><\/a> In der Regel wird das Fehlen eines V\u00f6gelinschen Opus magnum mit der \u00abZersplitterung\u00bb seiner Interessen zusammengebracht, mit fehlender Konzentration f\u00fcr nur eine Sache.<a href=\"#_ftn90\" id=\"return-footnote-90\"><sup>[90]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich war V\u00f6gelin auf tausend Hochzeiten zugleich zu Gast, war in verschiedenen Funktionen als Politiker aktiv, hielt flammende Festreden an den Neujahrsfeiern der Demokraten, war 1871 bis 1877 zus\u00e4tzlich Lehrer f\u00fcr Schweizergeschichte am Lehrerseminar K\u00fcsnacht und schrieb 1872 an einem Lehr- und Lesebuch f\u00fcr die Volksschule mit.<a href=\"#_ftn91\" id=\"return-footnote-91\"><sup>[91]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_421\" aria-describedby=\"caption-attachment-421\" style=\"width: 244px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-244x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-421 size-medium\" width=\"244\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-244x300.jpg 244w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-832x1024.jpg 832w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-768x945.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-1248x1536.jpg 1248w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-1665x2048.jpg 1665w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-65x80.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-225x277.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_19-350x431.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-421\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 19: Grundriss des ehemaligen Klarissenklosters Paradies bei Schaffhausen; Lithographie mit handschriftlichen Kommentaren und Masseintr\u00e4gen von Johann Rudolf Rahn, datiert 5. April 1897.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn XLIX, 64; https:\/\/doi.org\/10.3931\/e-rara-44734 (aufgerufen am 25. Mai 2022).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass ihm dabei die Schweizer Kunst ein besonderes Herzensanliegen war, zeigt auch seine Koordination der sogenannten Gruppe 38 an der Schweizer Landesausstellung von 1883, in deren Zentrum die \u00abHistorische Kunst\u00bb stand \u2013 ein Auftakt f\u00fcr V\u00f6gelins Kampf um ein Schweizerisches Nationalmuseum.<a href=\"#_ftn92\" id=\"return-footnote-92\"><sup>[92]<\/sup><\/a> Wenn es um die Rettung \u00abschweizerischer Altert\u00fcmer\u00bb ging (Abb. 19), sei es, dass sie vom Verfall bedroht waren oder aber ins Ausland verscherbelt werden sollten, fanden sich Rahn und V\u00f6gelin Seite an Seite.<a href=\"#_ftn93\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> So war es selbstverst\u00e4ndlich, dass V\u00f6gelin in der massgeblich von Rahn mitbegr\u00fcndeten <em>Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr die Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler<\/em> im Kuratorium sass und Rahn nach V\u00f6gelins Tod dessen Engagement f\u00fcr ein gesamtschweizerisches Museum weiterf\u00fchrte, so dass dieses 1898 unter dem Namen Landesmuseum schliesslich er\u00f6ffnet werden konnte.<a href=\"#_ftn94\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> Sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn nahmen h\u00f6chstpers\u00f6nlich an spektakul\u00e4ren Auktionen im In- und Ausland teil, um Glasscheiben und andere Objekte schweizerischer Provenienz in staatlichem Auftrag zur\u00fcckzukaufen.<a href=\"#_ftn95\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a> Rahn soll sogar der \u00abMittelpunkt eines eigentlichen Spionagerings\u00bb gewesen sein, \u00abdem in Stammheim ein Pfarrer, ein Drogist in Solothurn, der Inhaber einer Fremdenpension in Locarno und in Berom\u00fcnster ein Kanonikus am Stift angeh\u00f6rten\u00bb, die alle, wenn sie in einer Alph\u00fctte ein Altarbild entdeckten oder irgendwo ein \u00abMutterg\u00f6ttesli\u00bb vor dem Verscherbeltwerden bewahren wollten, an Rahn schrieben und anfragten, was sie tun sollten.<a href=\"#_ftn96\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a> Den beiden ersten Z\u00fcrcher Kunstgeschichte-Professoren wurde f\u00fcr diese Pionierleistungen in vielf\u00e4ltiger Weise gedankt, V\u00f6gelin etwa 1885 in Form der Ehrendoktorw\u00fcrde der Philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Basel \u2013 als Dank f\u00fcr \u00abhervorragende Leistungen f\u00fcr die Geschichte der Kunst, insbesondere der des Vaterlandes\u00bb.<a href=\"#_ftn97\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_422\" aria-describedby=\"caption-attachment-422\" style=\"width: 223px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-223x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-422 size-medium\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-223x300.jpg 223w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-761x1024.jpg 761w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-768x1034.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-1141x1536.jpg 1141w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-1521x2048.jpg 1521w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-65x88.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-225x303.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-350x471.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20a-scaled.jpg 1902w\" sizes=\"(max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-422\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 20: Dankesschreiben der Studentenschaft anl\u00e4sslich von Rahns Ablehnung des Rufes an die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen anno 1880. Unter den insgesamt 128 Unterzeichnern des als lateinische \u00abUrkunde\u00bb gestalteten Schreibens sind die offiziellen Vertreter aller Fakult\u00e4ten und Verbindungen, ausserdem \u2013 neben vielen \u00abstudentes philosophiae\u00bb ebensoviele \u00abstudentes medicinae\u00bb und \u00abjurisprudentiae\u00bb, zudem zwei Chemiestudenten und zwei Architekturstudenten, darunter Karl Moser.<br \/>Nachlass Rahn, ZBZ FA Rahn 1470h; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rahn wiederum wurde mehrfach mit Rufen an andere Hochschulen gelockt, bereits 1868 \u2013 noch vor seiner Ernennung zum Extraordinarius in Z\u00fcrich \u2013 ans Polytechnikum Karlsruhe, 1877 an die Bauakademie Berlin, 1880 an die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen und im selben Jahr an die Universit\u00e4t Strassburg, 1891 schliesslich an die Technische Hochschule Hannover, doch stets lehnte er ab zugunsten eines Verbleibs in seiner Heimatstadt.<a href=\"#_ftn98\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> (Abb. 20) Seine \u00fcber 40-j\u00e4hrige T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, verbunden mit seinen vielf\u00e4ltigen ausseruniversit\u00e4ren Engagements f\u00fcr die Schweizer Kunstdenkm\u00e4ler hat Rahn den Ehrentitel des \u00abVaters\u00bb bzw. \u00abBegr\u00fcnders\u00bb der Schweizer Kunstgeschichte und Denkmalpflege eingebracht. Dass Rahns Erfolg aber ohne V\u00f6gelins Initiativen und Mittun nicht denkbar gewesen w\u00e4re und die beiden Kollegen sich w\u00e4hrend ihrer gemeinsamen Wirkungsjahre in Z\u00fcrich 1870\u20131888 geradezu symbiotisch erg\u00e4nzt haben, wurde erst 1976 von Adolf Reinle erkannt: \u00abSicher ist, dass durch die organisch ineinandergreifende T\u00e4tigkeit der beiden Extraordinarii, die weit \u00fcber die Universit\u00e4t hinausreichte, an der Hochschule wie in der \u00d6ffentlichkeit die Existenz des Faches Kunstgeschichte bekannt, ja sogar popul\u00e4r machte.\u00bb<a href=\"#_ftn99\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a> Beide \u2013 sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn \u2013 haben die Grundlage daf\u00fcr gelegt, dass sich das Fach langfristig an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich etablieren konnte und die anf\u00e4ngliche Doppelspitze mit einigen wenigen Unterbrechungen \u00fcber 100 Jahre bestehen blieb.<\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn77\" id=\"_ftn77\"><\/a>[77] StAZH U 109.2 (Teil 2); die hier im Blick stehende Passage findet sich auf S. 4 von V\u00f6gelins Bewerbungsschreiben. Vgl. oben, mit Anm. 26. <a href=\"#return-footnote-77\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 77\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn78\" id=\"_ftn78\"><\/a>[78] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 67. Zu Rahns \u2039Kehrtwendung\u203a s. ausf\u00fchrlich Mondini 2012 (wie Anm. 34), bes. S. 301f. <a href=\"#return-footnote-78\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 78\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn79\" id=\"_ftn79\"><\/a>[79] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 25\u201327. <a href=\"#return-footnote-79\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 79\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn80\" id=\"_ftn80\"><\/a>[80] \u00abVon dem Anzeiger f\u00fcr Schweizerische Alterthumskunde, den Rahn von 1879\u20131905 redigierte, ist kaum eine Nummer ohne einen Beitrag von seiner Hand erschienen\u00bb; Riggenbach, Rudolf: Johann Rudolf Rahn 1841\u20131912. Zur neuen Biographie des Begr\u00fcnders der Schweizerischen Kunstgeschichte, in: ZAK 17 (1957), 46\u201351, hier S. 47. Eine Zusammenstellung von Rahns Publikationen \u00abzur schweizerischen Kunstgeschichte und Altertumskunde\u00bb findet sich im ASA N.F. 14 (1912), S. 7\u201315, ein Gesamtverzeichnis im Anzeiger f\u00fcr Schweizerische Geschichte N.F. 11 (1912), S. 261\u2013279; vgl. auch Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 136. <a href=\"#return-footnote-80\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 80\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn81\" id=\"_ftn81\"><\/a>[81] Rahn, J[ohann] Rudolf: Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz. Von den \u00e4ltesten Zeiten bis zum Schlusse des Mittelalters, Z\u00fcrich 1876. F\u00fcr die Bef\u00f6rderung von Rahn zum Ordinarius 1877 war seine <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em> grundlegend; vgl. Anm. 41. <a href=\"#return-footnote-81\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 81\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn82\" id=\"_ftn82\"><\/a>[82] So bereits in Zemps Nachruf auf Rahn in der NZZ (wie Anm. 62), S. 8 und 13. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78; Hauser 2012 (wie Anm. 28), S. 243f. <a href=\"#return-footnote-82\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 82\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn83\" id=\"_ftn83\"><\/a>[83] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 70\u201378; Riggenbach 1957 (wie Anm. 80), S. 46f.; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78; Maurer, Emil: Drei K\u00f6pfe \u2013 drei schweizerische Kunstgeschichten. Bemerkungen zu Johann Caspar F\u00fcssli, Jacob Burckhardt und Johann Rudolf Rahn, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler 38, Heft 3 (1987), S. 367\u2013381, hier S. 378\u2013380; Mondini 2012 (wie Anm. 35), S. 237f.; Hauser 2012 (wie Anm. 28), S. 246f. <a href=\"#return-footnote-83\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 83\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn84\" id=\"_ftn84\"><\/a>[84] Rahn 1876 (wie Anm. 81), S. 1. <a href=\"#return-footnote-84\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 84\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn85\" id=\"_ftn85\"><\/a>[85] Ebd. <a href=\"#return-footnote-85\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 85\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn86\" id=\"_ftn86\"><\/a>[86] Denkm\u00e4ler der Weltgeschichte. Eine Sammlung der hervorragendsten Monumente, gr\u00f6sstentheils nach Originalansichten geschichtlich und kunsthistorisch erl\u00e4utert von S. V\u00f6gelin, Professor f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, 1 Textband mit 2 Teilfaszikeln und 2 Tafelb\u00e4nde, Basel o. J. (1870\u20131874). Vgl. dazu Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91 und Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 263. <a href=\"#return-footnote-86\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 86\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn87\" id=\"_ftn87\"><\/a>[87] V\u00f6gelin, Denkm\u00e4ler der Weltgeschichte 1870 (wie Anm. 86), Textbd. 1, Sp. 2f. <a href=\"#return-footnote-87\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 87\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn88\" id=\"_ftn88\"><\/a>[88] Vgl. die Auflistung der Publikationen V\u00f6gelins bei Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI-XII. <a href=\"#return-footnote-88\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 88\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn89\" id=\"_ftn89\"><\/a>[89] V\u00f6gelin, Friedrich Salomon: Das Leben Ludwig Vogels. Neujahrsbl\u00e4tter der K\u00fcnstlergesellschaft in Z\u00fcrich 1881 und 1882; zu Disteli siehe das Konvolut Ms. T.149.3 im Nachlass V\u00f6gelin in der ZBZ. <a href=\"#return-footnote-89\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 89\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn90\" id=\"_ftn90\"><\/a>[90] Durrer, Robert: Heinrich Angst. Erster Direktor des Schweizerischen Landesmuseums, Britischer Generalkonsul, Glarus 1948, S. 74; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77; Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 259f. und 264. <a href=\"#return-footnote-90\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 90\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn91\" id=\"_ftn91\"><\/a>[91]Zum Lehrbuch s. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI und 114\u2013119, zu den politischen \u00c4mtern s. oben mit Anm. 56. Zur T\u00e4tigkeit am Lehrerseminar K\u00fcsnacht siehe Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728 und Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 111f. <a href=\"#return-footnote-91\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 91\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn92\" id=\"_ftn92\"><\/a>[92] Vgl. dazu die Konvolute Ms T. 150.1\u20133 im Nachlass V\u00f6gelin in der ZBZ. Bereits 1882 hatte V\u00f6gelin um \u00abteilweise Entlassung in der Verpflichtung zu Vorlesungen im kommenden Sommersemester\u00bb (1883) ersucht, da er \u00abvon der Aufgabe eines Chefs der Gruppe f\u00fcr alte Kunst an der Landesausstellung in ganz aussergew\u00f6hnlicher Weise in Anspruch genommen werde\u00bb (ZBZ Ms. T.159.2). <a href=\"#return-footnote-92\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 92\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn93\" id=\"_ftn93\"><\/a>[93] Etwa bez\u00fcglich des Erhalts der ehemaligen Klosterkirche in K\u00f6nigsfelden; Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.2). Vgl. auch Rahns Nachruf auf V\u00f6gelin (wie Anm. 59), S. 144. <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn94\" id=\"_ftn94\"><\/a>[94] Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 264f. Vgl. Wyss 1987 (wie Anm. 6), S. 391f.; Haupt, Isabel: \u00abKirche mit D\u00fcngerhaufen!\u00bb \u2013 Rahn, K\u00f6nigsfelden und die Gr\u00fcndung des Vereins f\u00fcr Erhaltung vaterl\u00e4ndischer Kunstdenkm\u00e4ler, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 355\u2013362; Dieterich, Barbara: Johann Rudolf Rahns Initiantenvortrag \u2013 Aspekte der Denkmal-Erhaltung, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 363\u2013371; Gutbrod, Cristina: \u00abNicht nur im Innern, sondern auch durch sein \u00c4u\u00dferes geschichtlich docieren\u00bb \u2013 Gustav Gulls Landesmuseum als bauliche Umsetzung von Johann Rudolf Rahns Verst\u00e4ndnis schweizerischer Kunst und Architektur, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 275\u2013284. Zu V\u00f6gelins Rolle bei der Gr\u00fcndung des Landesmuseums s. Durrer 1948 (wie Anm. 90), S. 74\u201392. <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn95\" id=\"_ftn95\"><\/a>[95] Zu Rahn hierzu Zemp, Josef: Johann Rudolph Rahn, 24. April 1841 bis 28. April 1912, Separatdruck aus der NZZ, bes. S. 21f. (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 7). Zu V\u00f6gelin, der 1886 als Nationalrat vom Bundesrat den Auftrag erhielt, einige Katalognummern (v. a. Glasscheiben) aus der Felix\u2019schen Sammlung bei deren Versteigerung in K\u00f6ln zu erwerben, s. das entsprechende Auftragsschreiben im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.1). Vgl. auch Dieterich 2012 (wie Anm. 94), S. 365. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn96\" id=\"_ftn96\"><\/a>[96] Riggenbach 1957 (wie Anm. 80), S. 49. <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn97\" id=\"_ftn97\"><\/a>[97] Brief des Dekans Wackernagel vom 26. November 1885, im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.158.1). <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn98\" id=\"_ftn98\"><\/a>[98] Die entsprechenden Dokumente finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.z.6). Vgl. Meyer von Knonau, Gerold: Johann Rudolf Rahn (Nachruf), in: LXXVII. Neujahrsblatt zum Besten des Waisenhauses in Z\u00fcrich f\u00fcr 1914, S. 25f., wonach schon bei der ersten Rufablehnung 1868 Rahns Entschluss festgestanden habe, \u00abnirgends anderswo, als in Z\u00fcrich, eine akademische Lehrth\u00e4tigkeit zu beginnen\u00bb (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 6). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn99\" id=\"_ftn99\"><\/a>[99] Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77; vgl. auch Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 260f. In den Abhandlungen von Betulius zu V\u00f6gelin und von Isler-Hungerb\u00fchler zu Rahn, beide 1956 erschienen, wird der jeweilige Kollege mit keinem Wort erw\u00e4hnt. <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":4,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-367","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":86,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/367"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/367\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":879,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/367\/revisions\/879"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/86"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/367\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=367"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=367"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}