{"id":364,"date":"2022-06-07T18:39:23","date_gmt":"2022-06-07T16:39:23","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=364"},"modified":"2022-09-23T19:08:08","modified_gmt":"2022-09-23T17:08:08","slug":"zwischen-kanon-und-spezialinteressen-kunsthistorische-lehre-unter-voegelin-und-rahn","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/zwischen-kanon-und-spezialinteressen-kunsthistorische-lehre-unter-voegelin-und-rahn\/","title":{"raw":"Zwischen Kanon und Spezialinteressen: Kunsthistorische Lehre unter V\u00f6gelin und Rahn","rendered":"Zwischen Kanon und Spezialinteressen: Kunsthistorische Lehre unter V\u00f6gelin und Rahn"},"content":{"raw":"Seit ihrem gleichzeitigen Amtsantritt zum Wintersemester 1870\/71 haben V\u00f6gelin und Rahn sowohl in der Lehre als auch in ihren Forschungen eine erstaunlich koh\u00e4rente Wirkung entfaltet, die nur in enger gegenseitiger Absprache denkbar ist. So verschieden die beiden Kollegen auch gewesen sein m\u00f6gen, so einig scheinen sie sich in ihrem gemeinsamen Ziel gewesen zu sein, die Schweizer Kunst aus ihrem Nischendasein des Staffagehaften und Randst\u00e4ndigen zu befreien und die Zeitgenossen f\u00fcr den Wert des Lokalen zu sensibilisieren. Dies macht sich sowohl im Lehrprogramm der beiden Professoren als auch in ihren Forschungen und nicht zuletzt in ihren zahlreichen ausseruniversit\u00e4ren Aktivit\u00e4ten bemerkbar. In der Lehre haben sich V\u00f6gelin und Rahn insofern erg\u00e4nzt, als Rahn vorwiegend \u00fcber mittelalterliche Kunst doziert hat und sein Augenmerk vor allem \u2013 wenn auch keineswegs ausschliesslich \u2013 der Architektur zuwandte, V\u00f6gelin hingegen \u00fcber \u00abneuere\u00bb Malerei lehrte sowie diverse kulturhistorische Themen anbot, wie dies von der Denomination seiner Professur vorgesehen war. Kernelement von V\u00f6gelins Lehre war ein dreiteiliger Vorlesungszyklus zur Kulturgeschichte der Schweiz, geteilt in einen Abschnitt \u00abvon den \u00e4ltesten Zeiten bis 1500\u00bb und zwei dem 16.\u201318. Jahrhundert gewidmeten Teilen.<a href=\"#_ftn44\" id=\"return-footnote-44\"><sup>[44]<\/sup><\/a> Hinzu kamen in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden angebotene Vorlesungen zur <em>Geschichte der neueren Kunst (vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart)<\/em>,<a href=\"#_ftn45\" id=\"return-footnote-45\"><sup>[45]<\/sup><\/a> zu <em>Raffael<\/em><a href=\"#_ftn46\" id=\"return-footnote-46\"><sup>[46]<\/sup><\/a> und <em>Holbein<\/em>,<a href=\"#_ftn47\" id=\"return-footnote-47\"><sup>[47]<\/sup><\/a> aber auch <em>\u00dcber Theatergeb\u00e4ude und Theatereinrichtungen im Alterthum, im Mittelalter und in der Neuzeit<\/em>,<a href=\"#_ftn48\" id=\"return-footnote-48\"><sup>[48]<\/sup><\/a> zu <em>Zwingli<\/em>,<a href=\"#_ftn49\" id=\"return-footnote-49\"><sup>[49]<\/sup><\/a> zu <em>Herders Leben und Schriften<\/em>,<a href=\"#_ftn50\" id=\"return-footnote-50\"><sup>[50]<\/sup><\/a> zu den <em>Beziehungen der Schweiz zum p\u00e4pstlichen Stuhl<\/em>,<a href=\"#_ftn51\" id=\"return-footnote-51\"><sup>[51]<\/sup><\/a> zu den <em>Anf\u00e4nge[n] des Christenthums<\/em><a href=\"#_ftn52\" id=\"return-footnote-52\"><sup>[52]<\/sup><\/a> und zur <em>Geschichte der eidgen\u00f6ssischen B\u00fcnde und der schweizerischen Bundesverfassung.<\/em><a href=\"#_ftn53\" id=\"return-footnote-53\"><sup>[53]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_413\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-300x196.png\" alt=\"Ausschnitt aus dem Vorlesungsverzeichnis f\u00fcr das Wintersemester 1880\/81 mit den Lehrveranstaltungen im Bereich \u00abGeschichte, Cultur- und Kunstgeschichte\u00bb\" class=\"wp-image-413 size-medium\" width=\"300\" height=\"196\" \/><\/a> Abb. 12, 13: Ausschnitt aus dem Vorlesungsverzeichnis f\u00fcr das Wintersemester 1880\/81 mit den Lehrveranstaltungen im Bereich \u00abGeschichte, Cultur- und Kunstgeschichte\u00bb, in dem auch Rahn und V\u00f6gelin ihre Veranstaltungen anboten. <br \/>Foto: UZH-Archiv.[\/caption]\r\n\r\nWiederholt bot V\u00f6gelin zudem kunst- und kulturgeschichtliche \u00dcbungen an, in der Regel \u2013 soweit rekonstruierbar \u2013 im Rahmen des Angebots in Allgemeingeschichte am Historischen Seminar.<a href=\"#_ftn54\" id=\"return-footnote-54\"><sup>[54]<\/sup><\/a> (Abb. 12 und 13) Ricarda Huch, die seit 1887 in Z\u00fcrich Geschichte studierte, nahm im Sommersemester 1888 \u2013 nur wenige Monate vor V\u00f6gelins Tod am 17. Oktober 1888 \u2013 an zwei seiner Veranstaltungen teil und erinnert sich in ihren 1938 publizierten Jugenderinnerungen wie folgt: \u00abSachlich sehr wenig hatte ich von demjenigen Professor, der mich pers\u00f6nlich am meisten interessierte: ich meine Salomon V\u00f6gelin. Ich h\u00f6rte bei ihm ein Kolleg \u00fcber Schweizer Humanisten und nahm an einem Seminar teil, wo \u00fcber Holbein gearbeitet wurde, das in seinem sch\u00f6nen alten Hause an der Bahnhofstrasse abgehalten wurde; es ist l\u00e4ngst abgerissen. Einmal f\u00fchrte V\u00f6gelin das Seminar nach Basel, um die dort befindlichen Bilder von Holbein zu zeigen. Mir kamen damals altdeutsche Bilder noch schlechtweg h\u00e4sslich vor. Von der Sch\u00f6nheit der Holbeinschen begann ich zwar etwas zu ahnen, besonders starken Eindruck machten mir die Zeichnungen zu den Orgelfl\u00fcgeln des Basler M\u00fcnsters, aber liebevollere Blicke warf ich doch im Vor\u00fcbergehen auf die Gem\u00e4lde von B\u00f6cklin. Im ganzen war ich f\u00fcr die Vorlesungen von V\u00f6gelin nicht gen\u00fcgend vorbereitet, und doch glaube ich gerade von ihm etwas vernehmen zu m\u00fcssen, was mich besonders anginge. In seinem sehr markanten Gesicht war etwas Schwerm\u00fctiges, etwas Zweifelndes und Problematisches, das mich besch\u00e4ftigte; dazu kam, da\u00df mit einer gewissen Zur\u00fcckhaltung von ihm gesprochen wurde, als sei etwas Anst\u00f6\u00dfiges an ihm, was besser verschwiegen bleibe. Mein erstes Semester war das letzte, in dem er las; er war schon schwerkrank und ist bald darauf gestorben.\u00bb<a href=\"#_ftn55\" id=\"return-footnote-55\"><sup>[55]<\/sup><\/a> Das \u00abAnst\u00f6ssige\u00bb, das Huch hier nennt, d\u00fcrfte V\u00f6gelins Engagement f\u00fcr die radikaldemokratische Bewegung gewesen sein, was andererseits wohl gleichzeitig f\u00fcr das besondere Interesse verantwortlich war, dass Huch f\u00fcr V\u00f6gelin entwickelte. V\u00f6gelins politische Vorliebe f\u00fcr die Demokraten machte sich nicht nur in seinen politischen \u00c4mtern bemerkbar, die er parallel zu seiner Hochschult\u00e4tigkeit aus\u00fcbte \u2013 1869\u20131884 als Z\u00fcrcher Kantonsrat, 1872\u20131881 als Mitglied des kantonalen Erziehungsrats, 1875\u20131888 als Nationalrat und 1883\u20131888 als Mitglied des Grossen Stadtrats von Z\u00fcrich<a href=\"#_ftn56\" id=\"return-footnote-56\"><sup>[56]<\/sup><\/a> \u2013, sondern auch in vereinzelten Angeboten innerhalb seines Lehrprogramms, etwa zur <em>Entwicklung der Demokratie <\/em>in der Antike (WS 1885) und im 16.\u201319. Jahrhundert (SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, WS 1887\/88), zum <em>Antheil der Schweiz an der humanistischen Bewegung<\/em> (SS 1885, WS 1887\/88, SS 1888) oder zu David Friedrich Strauss (WS 1877\/88).<a href=\"#_ftn57\" id=\"return-footnote-57\"><sup>[57]<\/sup><\/a> Vermutlich waren es vor allem diese Vorlesungen, in denen sich \u00abeine schlecht rasierte, langhaarige, \u00e4u\u00dferst kunstlos frisierte H\u00f6rerschaft\u00bb versammelt haben soll, \u00abbegeisterte Schw\u00e4rmer- und Prophetengesichter\u00bb, \u00abM\u00e4rtyreraugen sowie Fanatikerprofile\u00bb, alle \u00abf\u00fcr das Evangelium der Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit entflammt\u00bb und \u00abEigentum Diebstahl nennend\u00bb, kurz: \u00abKommunisten\u00bb.<a href=\"#_ftn58\" id=\"return-footnote-58\"><sup>[58]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_411\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-300x204.jpg\" alt=\"Federzeichnung von Friedrich Salomon V\u00f6gelin in seinem Exzerpt des Bandes Kunst-Denkm\u00e4ler in Deutschland\" class=\"wp-image-411 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" \/><\/a> Abb. 14: Federzeichnung von Friedrich Salomon V\u00f6gelin in seinem Exzerpt des Bandes Kunst-Denkm\u00e4ler in Deutschland (1844), p. 38, Abteilung \u00abaltchristliche Basiliken in Deutschland\u00bb. <br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.148.9; Foto: Carola J\u00e4ggi.[\/caption]\r\n\r\nV\u00f6gelin wird von seinen H\u00f6rer:innen als \u00abeine von den geistig lebendigsten Pers\u00f6nlichkeiten der Hochschule\u00bb beschrieben, als brillanter Redner und mitreissender Dozent, der seinen Vortrag auf der Basis eines kleinen Merkzettels frei entwickelte.<a href=\"#_ftn59\" id=\"return-footnote-59\"><sup>[59]<\/sup><\/a> Allerdings haben sich von ihm auch ausformulierte Vorlesungsmanuskripte erhalten, die eine systematische Darlegung des Gegenstands inklusive der angewandten Methodik dokumentieren.<a href=\"#_ftn60\" id=\"return-footnote-60\"><sup>[60]<\/sup><\/a> (Abb. 14) V\u00f6gelins Kollege Rahn scheint zeit seines Lebens auf der Basis ausformulierter Manuskripte doziert zu haben, was ihm bisweilen den Ruf eines Pedanten eingebracht hat.<a href=\"#_ftn61\" id=\"return-footnote-61\"><sup>[61]<\/sup><\/a> Insgesamt wird Rahn als Liebhaber des Festen, \u00abWohlgef\u00fcgten\u00bb und Nachpr\u00fcfbaren geschildert, dem jede \u00abgeniale Spekulation\u00bb zuwider gewesen sei.<a href=\"#_ftn62\" id=\"return-footnote-62\"><sup>[62]<\/sup><\/a> Ricarda Huch besuchte bei Rahn eine Vorlesung \u00fcber Gotik, in der sie \u00abdas Gef\u00fchl wesentlicher Belehrung und Bereicherung geno\u00df. Rahn trug h\u00f6chst klar und anschaulich vor.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_412\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-300x216.jpg\" alt=\"Masswerkkonfigurationen im Grossen Kreuzgang des Basler M\u00fcnsters\" class=\"wp-image-412 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" \/><\/a> Abb. 15: Masswerkkonfigurationen im Grossen Kreuzgang des Basler M\u00fcnsters; Tuschezeichnung von Johann Rudolf Rahn, undatiert.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn L, 99,8; https:\/\/doi.org\/10.7891\/e-manuscripta-45391 (aufgerufen am 25. Mai 2022).[\/caption]\r\n\r\nIch begriff erst jetzt, da\u00df Geb\u00e4ude nicht schlechtweg nach jeweiligem Geschmack errichtet werden k\u00f6nnen, sondern da\u00df ihr Zweck und statische Gesetze die Bedingungen sind, mit denen der Bauwille sich auseinandersetzen mu\u00df innerhalb der Formenwelt, die er vorfindet.\u00bb<a href=\"#_ftn63\" id=\"return-footnote-63\"><sup>[63]<\/sup><\/a> (Abb. 15) Tats\u00e4chlich ging es in vielen von Rahns Lehrveranstaltungen um Architektur und die komplexen Bedingtheiten, die f\u00fcr das Zustandekommen von Bauwerken verantwortlich waren, doch zeigt das Portfolio seiner Vorlesungen und Seminare, dass er sich in der Lehre keineswegs auf die Architektur beschr\u00e4nkte, sondern auch die Malerei und die graphischen K\u00fcnste ber\u00fccksichtigte und neben Schweizer Themen stets auch das Internationale im Blick hatte. Seine allererste, noch als Privatdozent im Sommersemester 1869 angebotene Vorlesung war der Geschichte des Kirchenbaus im Mittelalter gewidmet, es folgten \u2013 immer noch vor seiner Ernennung zum Extraordinarius \u2013 Veranstaltungen <em>Ueber die mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz und ihr Verh\u00e4ltniss zu denjenigen der Nachbarl\u00e4nder<\/em> (WS 1869\/70), zu <em>Lionardo, Raffael und Michelangelo<\/em> (SS 1870) und zur <em>Schweizerische[n] Kunst im Reformationszeitalter<\/em> (WS 1870\/71).<a href=\"#_ftn64\" id=\"return-footnote-64\"><sup>[64]<\/sup><\/a> Alle diese Themen hat Rahn auch sp\u00e4ter wiederholt angeboten, jene zu den mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4lern in der Schweiz \u2013 bisweilen erg\u00e4nzt um einen Blick ins 16. und 17. Jahrhundert \u2013 im WS 1871\/72, SS 1878, SS 1879, WS 1879\/80, WS 1880\/81, WS 1881\/82, SS 1882, SS 1883, WS 1883\/84, SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, SS 1889, WS 1890\/91, SS 1891, WS 1892\/93, WS 1894\/95, SS 1895, WS 1895\/96, WS 1897\/98, SS 1898, WS 1998\/99, WS 1901\/02, WS 1903\/04, SS 1904, WS 1907\/08, SS 1908, WS 1911\/12 und im SS 1912, jene zu den drei Malerheroen der italienischen Renaissance im SS 1873, WS 1885\/86, WS 1889\/90, WS 1891\/92, WS 1896\/97, SS 1901, WS 1906\/07, WS 1910\/11, jene zur Geschichte des Kirchenbaus im WS 1874\/75, SS 1878 und jene zur fr\u00fchneuzeitlichen Kunst in der Schweiz im SS 1872, WS 1873\/74, SS 1875, WS 1876\/77, SS 1902, WS 1904\/05, WS 1908\/09. Hinzu kamen Vorlesungen und Seminare zur italienischen Malerei bis zum 16. Jahrhundert,<a href=\"#_ftn65\" id=\"return-footnote-65\"><sup>[65]<\/sup><\/a> zur Geschichte der deutschen und niederl\u00e4ndischen Malerei bis zum 16. Jahrhundert,<a href=\"#_ftn66\" id=\"return-footnote-66\"><sup>[66]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte der Glasmalerei, mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Schweiz<\/em>,<a href=\"#_ftn67\" id=\"return-footnote-67\"><sup>[67]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte des Holzschnitts und des Kupferstiches nebst Vorweisungen<\/em>,<a href=\"#_ftn68\" id=\"return-footnote-68\"><sup>[68]<\/sup><\/a> zur Kunst \u00abim gothischen Zeitalter\u00bb,<a href=\"#_ftn69\" id=\"return-footnote-69\"><sup>[69]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte der altchristlichen Kunst<\/em> (SS 1872), zu <em>Stadt, Burg und Edelsitz des Mittelalters und der Renaissance in der Schweiz<\/em>,<a href=\"#_ftn70\" id=\"return-footnote-70\"><sup>[70]<\/sup><\/a> zur <em>Allgemeine[n] Kunstgeschichte des Mittelalters<\/em>,<a href=\"#_ftn71\" id=\"return-footnote-71\"><sup>[71]<\/sup><\/a> ferner eine <em>Einleitung in die mittlere und neuere Kunstgeschichte, verbunden mit Uebungen und Besprechungen<\/em> (SS 1873). Wie V\u00f6gelin hat auch Rahn kunstgeschichtliche \u00dcbungen am Historischen Seminar angeboten, komplement\u00e4r zu V\u00f6gelin jeweils im Sommersemester, bisweilen \u00abmit besonderer Ber\u00fccksichtigung der romanischen und gothischen Denkm\u00e4ler der Schweiz\u00bb (SS 1874) und \u00abwenn m\u00f6glich mit Excursionen\u00bb.<a href=\"#_ftn72\" id=\"return-footnote-72\"><sup>[72]<\/sup><\/a> Im Wintersemester 1894\/95 taucht innerhalb von Rahns Lehrangebot erstmals das Thema <em>Ueber Erhaltung und Wiederherstellung historischer Baudenkm\u00e4ler<\/em> auf, das ebenfalls zu einem seiner \u2039Klassiker\u203a wurde (WS 1896\/97, SS 1900).\r\n\r\nDie alten Vorlesungsverzeichnisse zeigen, dass sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn in ihre Lehre regelm\u00e4ssig Originale und anderes Anschauungsmaterial einbezogen haben; Ricarda Huch erw\u00e4hnt f\u00fcr V\u00f6gelin eine Exkursion nach Basel, um Holbeins Werke im Original betrachten zu k\u00f6nnen, bei Rahn verweisen die insbesondere bei den <em>Kunstgeschichtlichen \u00dcbungen<\/em> auftauchenden Vermerke \u00abwenn m\u00f6glich mit Exkursionen\u00bb, \u00abmit Benutzung der Kupferstichsammlung des eidgen\u00f6ssischen Polytechnikums\u00bb oder \u00abim Landesmuseum\u00bb auf die gemeinsame Autopsie vor Ort. Rahn hatte seit 1883 neben seinem Ordinariat an der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t auch die Professur f\u00fcr Kunstgeschichte am Polytechnikum inne und war dort massgeblich am Auf- und Ausbau der Kupferstich- und der Gipsabgusssammlung beteiligt.<a href=\"#_ftn73\" id=\"return-footnote-73\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Auch f\u00fcr V\u00f6gelin ist im Zusammenhang mit seinen kunsthistorischen \u00dcbungen der Einbezug von Gipsabg\u00fcssen sowie \u00abeigenen Stichen, Photographien oder Zeichnungen\u00bb in die Lehre bezeugt.<a href=\"#_ftn74\" id=\"return-footnote-74\"><sup>[74]<\/sup><\/a> Bei Rahn wurden die Studierenden angehalten, selbst zu zeichnen \u2013 auch auf Exkursionen und bisweilen schon auf der Zugfahrt zu einem kunst- bzw. architekturhistorischen Reiseziel.<a href=\"#_ftn75\" id=\"return-footnote-75\"><sup>[75]<\/sup><\/a> Diese intime Studienatmosph\u00e4re war nicht unwesentlich dem Umstand geschuldet, dass kunsthistorische Lehrveranstaltungen damals selten von mehr als zehn Personen besucht wurden und eine \u00abSch\u00fclerzahl\u00bb von 14 bereits als stattlich galt.<a href=\"#_ftn76\" id=\"return-footnote-76\"><sup>[76]<\/sup><\/a>\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn44\"><\/a>[44] So im SS 1871, WS 1871\/72, SS 1872, WS 1872\/73, SS 1873, SS 1874, WS 1875\/76, SS 1876, SS 1877, WS 1877\/78, WS 1879\/80, SS 1880, WS 1880\/81, SS 1882, WS 1882\/83, WS 1884\/85, SS 1885, WS 1885\/86, WS 1887\/88, SS 1888. Vgl. die historischen Vorlesungsverzeichnisse der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Zu der von V\u00f6gelin angebotenen Lehre s. <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/voegelin_fs.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/voegelin_fs.html<\/a> (aufgerufen am 8. August 2021). <a href=\"#return-footnote-44\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 44\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn45\"><\/a>[45] So im SS 1871, SS 1875, SS 1877, WS 1878\/79, SS 1880, WS 1882\/83, SS 1884, SS 1886, WS 1887\/88. <a href=\"#return-footnote-45\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 45\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn46\"><\/a>[46] WS 1871\/72, WS 1874\/75, SS 1878, WS 1880\/81. <a href=\"#return-footnote-46\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 46\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn47\"><\/a>[47] WS 1872, WS 1876\/77, WS 1877\/78, SS 1880, SS 1882, WS 1883\/84, SS 1884, SS 1885, WS 1885\/86, SS 1886, SS 1888. <a href=\"#return-footnote-47\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 47\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn48\"><\/a>[48] WS 1875\/76, WS 1877\/78, SS 1879, SS 1881, SS 1883, WS 1886\/87, SS 1888. <a href=\"#return-footnote-48\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 48\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn49\"><\/a>[49] SS 1874, WS 1876\/77, SS 1881, WS 1882\/83, SS 1884. <a href=\"#return-footnote-49\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 49\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn50\"><\/a>[50] SS 1873, SS 1877, WS 1880\/81, SS 1887. <a href=\"#return-footnote-50\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 50\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn51\"><\/a>[51] SS 1876, WS 1878\/79, SS 1879, SS 1881. <a href=\"#return-footnote-51\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 51\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn52\"><\/a>[52] WS 1878\/79, WS 1880\/81, WS 1883\/84. <a href=\"#return-footnote-52\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 52\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn53\"><\/a>[53] SS 1873, SS 1875, SS 1878, WS 1878\/79, WS 1881\/82. <a href=\"#return-footnote-53\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 53\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn54\"><\/a>[54] So im SS 1872, WS 1872\/73, WS 1873\/74, WS 1874\/75, WS 1875\/76, WS 1876\/77, WS 1877\/78, SS 1878, SS 1879, WS 1879\/80, SS 1880, WS 1880\/81, SS 1881, WS 1881\/82, SS 1882, WS 1882\/83, SS 1883, WS 1883\/84, SS 1884, WS 1884\/85, SS 1885, WS 1885\/86, SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, WS 1887\/88, SS 1888. Vgl. dazu das \u00abReglement f\u00fcr die Mitglieder des historischen Seminars an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\u00bb, u. a. zu finden im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 2470a). Zweck des Seminars sei es, \u00abeinerseits Studirenden aller Fakult\u00e4ten Gelegenheit zu bieten, ihre historischen Kenntnisse zu vertiefen, anderseits Studirende der philosophischen Fakult\u00e4t, beziehungsweise Kandidaten des h\u00f6hern Lehramts (Z\u00f6glinge der Lehramtsschule)\r\n1) In das Studium und die Kritik der Quellen allgemeiner sowohl als schweizerischer Geschichte einzuf\u00fchren\r\n2) Zu selbst\u00e4ndiger Behandlung historischer Themata anzuleiten und\r\n3) In der Kunst und Fertigkeit des historischen Unterrichts zu \u00fcben.\u00bb\r\nZur \u00abErreichung dieses Zweckes\u00bb w\u00fcrden \u00abzwei Arten von Uebungen\u00bb angeboten, n\u00e4mlich \u00abVortrags\u00fcbungen und kritische \u00dcbungen\u00bb. Bei den von V\u00f6gelin und Rahn (vgl. unten) angebotenen \u00dcbungen d\u00fcrfte es sich um zweitere gehandelt haben. <a href=\"#return-footnote-54\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 54\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn55\"><\/a>[55] Huch, Ricarda: Fr\u00fchling in der Schweiz. Jugenderinnerungen, Freiburg\/Z\u00fcrich 51960, S. 25f. <a href=\"#return-footnote-55\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 55\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn56\"><\/a>[56] Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 112 und 149. <a href=\"#return-footnote-56\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 56\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn57\"><\/a>[57] Wie Anm. 44. <a href=\"#return-footnote-57\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 57\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn58\"><\/a>[58] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 758. Vgl. auch die nachfolgende Anmerkung. <a href=\"#return-footnote-58\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 58\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn59\"><\/a>[59] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 647 (Zitat), vgl. auch ebd. S. 728: \u00abNeben Studierenden wu\u00dfte er weite Kreise des Publikums zu fesseln. Kirchengeschichte, antike wie christliche Denkm\u00e4ler, literarische Zeugnisse bildeten den Inhalt von Darbietungen, deren Pr\u00e4gnanz damals wenig ihresgleichen besa\u00df.\u00bb Siehe auch Rahn, J[ohann] R[udolf]: \u2020 Friedrich Salomon V\u00f6gelin, in: ASA 22 (1889), S. 142\u2013144, hier S. 143; Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 93f.; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 75; Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 262. <a href=\"#return-footnote-59\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 59\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn60\"><\/a>[60] ZBZ Ms. T.149.1. In der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Z\u00fcrich haben sich weitere umfangreiche Konvolute mit Exzerpten und Notizen von V\u00f6gelin erhalten, die seine gr\u00fcndliche Arbeitsweise dokumentieren; Ms. T.145.6 (<em>Geschichtliche Entwicklung der einzelnen Kantone<\/em>), Ms. T.146.1\u201332 (<em>Kulturgeschichte der Schweiz<\/em>), Ms. T.147.1\u201325 (<em>Weltgeschichtliches von den Anf\u00e4ngen des Menschengeschlechts bis zum Ende des 16. Jh.<\/em>), Ms. T.148.1\u201315 (<em>Ursprung des Christenthums<\/em>), Ms. T.149.2\u20138 (<em>Programme f\u00fcr Vorlesungen \u00fcber neuere Kunstgeschichte<\/em>), Ms. T.151.1\u20138 (<em>Materialien zum Alten Z\u00fcrich<\/em>), Ms. T.152,1\u20132 (<em>zur Geschichte des Pr\u00e4monstratenserklosters R\u00fcti<\/em>), Ms. T.153.1\u20132 (<em>zu Zwingli und Herder<\/em>), Ms. T.154.1\u20138 (<em>Raffael<\/em>), Ms. T.155.1\u20136 (<em>Holbein und Umfeld<\/em>), Ms. T.156.1\u20136 (<em>Grabsymbolik<\/em>), Ms. T.1\u20138 (<em>Exzerpte zu Schweizer Adelsgeschlechtern<\/em>). <a href=\"#return-footnote-60\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 60\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn61\"><\/a>[61] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 100 und 103; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 80. Im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.za.3) finden sich die \u00abInscriptionslisten\u00bb seiner Lehrveranstaltungen aus den Jahren 1886\u20131911. <a href=\"#return-footnote-61\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 61\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn62\"><\/a>[62] Vgl. etwa den von Josef Zemp geschriebenen Nachruf auf Rahn im ASA N.F. 14 (1912), S. 1\u20136, hier S. 6 (1. Zitat) und Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 739 (2. Zitat). Vgl. auch Zemp, Josef: Johann Rudolph Rahn, 24. April 1841 bis 28. April 1912, Separatdruck aus der NZZ (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 7). Zur Vorbildlichkeit Springers in Hinblick darauf, \u00abdass die Natur und die Gesetze der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit richtig und vollst\u00e4ndig nur auf dem Wege der historischen Forschung ergr\u00fcndet werden k\u00f6nnen\u00bb, s. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78. <a href=\"#return-footnote-62\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 62\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn63\"><\/a>[63] Huch 1960 (wie Anm. 55), S. 25. <a href=\"#return-footnote-63\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 63\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn64\"><\/a>[64] Alle Daten sind den Vorlesungsverzeichnissen entnommen, die f\u00fcr die Jahre bis 1900 online greifbar sind (f\u00fcr Rahn siehe <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/rahn_jr.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/rahn_jr.html<\/a> (aufgerufen am 25. Mai 2022). Die dort mit * bezeichneten Veranstaltungen von Rahn wurden an der Freif\u00e4cher-Abteilung des Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikums gelesen \u2013 ein fr\u00fcher Fall also von Crosslisting. <a href=\"#return-footnote-64\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 64\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn65\"><\/a>[65] So im SS 1871, WS 1872\/73, SS 1874, WS 1875\/76, SS 1877, WS 1878\/79, WS 1881\/82, SS 1885, WS 1887\/88, WS 1890\/91, WS 1893\/94, WS 1900\/01, SS 1903, WS 1905\/06, WS 1909\/10. <a href=\"#return-footnote-65\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 65\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn66\"><\/a>[66] WS 1871\/72, WS 1874\/75, SS 1876, SS 1878, SS 1880, SS 1882, SS 1884, SS 1887, SS 1890, SS 1893, WS 1899\/1900, WS 1901\/02, WS 1902\/03, SS 1905, SS 1907, SS 1909, SS 1911. <a href=\"#return-footnote-66\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 66\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn67\"><\/a>[67] WS 1885\/86, WS 1887\/88, WS 1889\/90, SS 1892, SS 1896, WS 1899\/1900, SS 1906, SS 1910. <a href=\"#return-footnote-67\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 67\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn68\"><\/a>[68] SS 1871, WS 1872\/73, WS 1875\/76, WS 1876\/77, WS 1879\/80, SS 1881, WS 1884\/85, WS 1886\/87, WS 1888\/89, WS 1892\/93, WS 1898\/99, WS 1900\/01. <a href=\"#return-footnote-68\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 68\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn69\"><\/a>[69] WS 1876\/77, SS 1879, SS 1880, SS 1881, SS 1883, WS 1888\/89. <a href=\"#return-footnote-69\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 69\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn70\"><\/a>[70] WS 1891\/92, WS 1893\/94, SS 1899, SS 1905, SS 1912. <a href=\"#return-footnote-70\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 70\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn71\"><\/a>[71] WS 1873\/74, WS 1875\/76, WS 1877\/78, WS 1878\/79, SS 1880, WS 1882\/83, SS 1885, SS 1887. <a href=\"#return-footnote-71\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 71\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn72\"><\/a>[72] SS 1875, SS 1876, SS 1877, SS 1879, SS 1880, SS 1881, SS 1882, SS 1884, SS 1885, SS 1886, SS 1888, SS 1889, SS 1890, SS 1891, SS 1892, SS 1893, SS 1894, SS 1895, SS 1896, SS 1897, 1898, SS 1899, SS 1900, SS 1901, SS 1904, SS 1906, SS 1907, SS 1908, SS 1910, SS 1911. Vgl. oben, mit Anm. 43. <a href=\"#return-footnote-72\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 72\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn73\"><\/a>[73] ZBZ FA Rahn 1470.z.2 und FA Rahn 1470.z.3; vgl. Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 88f. Allerdings hat Rahn schon f\u00fcr seine im Sommersemester 1871 angebotene Veranstaltung zur <em>Geschichte des Holzschnittes und des Kupferstiches<\/em> Originalbl\u00e4tter einbezogen; vgl. den entsprechenden Vorlesungsverzeichniseintrag. 1908 wurde Rahn f\u00fcr drei Jahre in die Aufsichtskommission der arch\u00e4ologischen Sammlung gew\u00e4hlt, 1911 erneut (ZBZ FA Rahn 2470a). <a href=\"#return-footnote-73\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 73\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn74\"><\/a>[74] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728 (Zitat); Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 89. <a href=\"#return-footnote-74\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 74\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn75\"><\/a>[75] Dies geht aus den Studienerinnerungen von Dr. Eugen Ziegler hervor, publiziert unter dem Titel \u00abEin Gedenkblatt\u00bb, in: Meyer von Knonau, Gerold: Zur Erinnerung an Joh. Rudolf Rahn, geb. 24. April 1841, gestorben 28. April 1912, Z\u00fcrich 1912, S. 4\u201318 (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 6). <a href=\"#return-footnote-75\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 75\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn76\"><\/a>[76] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 101; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 80f. Vgl. auch die von Rahn gef\u00fchrten \u00abInscriptionslisten\u00bb seiner Lehrveranstaltungen aus den Jahren 1886\u20131911 (wie Anm. 61). <a href=\"#return-footnote-76\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 76\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Seit ihrem gleichzeitigen Amtsantritt zum Wintersemester 1870\/71 haben V\u00f6gelin und Rahn sowohl in der Lehre als auch in ihren Forschungen eine erstaunlich koh\u00e4rente Wirkung entfaltet, die nur in enger gegenseitiger Absprache denkbar ist. So verschieden die beiden Kollegen auch gewesen sein m\u00f6gen, so einig scheinen sie sich in ihrem gemeinsamen Ziel gewesen zu sein, die Schweizer Kunst aus ihrem Nischendasein des Staffagehaften und Randst\u00e4ndigen zu befreien und die Zeitgenossen f\u00fcr den Wert des Lokalen zu sensibilisieren. Dies macht sich sowohl im Lehrprogramm der beiden Professoren als auch in ihren Forschungen und nicht zuletzt in ihren zahlreichen ausseruniversit\u00e4ren Aktivit\u00e4ten bemerkbar. In der Lehre haben sich V\u00f6gelin und Rahn insofern erg\u00e4nzt, als Rahn vorwiegend \u00fcber mittelalterliche Kunst doziert hat und sein Augenmerk vor allem \u2013 wenn auch keineswegs ausschliesslich \u2013 der Architektur zuwandte, V\u00f6gelin hingegen \u00fcber \u00abneuere\u00bb Malerei lehrte sowie diverse kulturhistorische Themen anbot, wie dies von der Denomination seiner Professur vorgesehen war. Kernelement von V\u00f6gelins Lehre war ein dreiteiliger Vorlesungszyklus zur Kulturgeschichte der Schweiz, geteilt in einen Abschnitt \u00abvon den \u00e4ltesten Zeiten bis 1500\u00bb und zwei dem 16.\u201318. Jahrhundert gewidmeten Teilen.<a href=\"#_ftn44\" id=\"return-footnote-44\"><sup>[44]<\/sup><\/a> Hinzu kamen in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden angebotene Vorlesungen zur <em>Geschichte der neueren Kunst (vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart)<\/em>,<a href=\"#_ftn45\" id=\"return-footnote-45\"><sup>[45]<\/sup><\/a> zu <em>Raffael<\/em><a href=\"#_ftn46\" id=\"return-footnote-46\"><sup>[46]<\/sup><\/a> und <em>Holbein<\/em>,<a href=\"#_ftn47\" id=\"return-footnote-47\"><sup>[47]<\/sup><\/a> aber auch <em>\u00dcber Theatergeb\u00e4ude und Theatereinrichtungen im Alterthum, im Mittelalter und in der Neuzeit<\/em>,<a href=\"#_ftn48\" id=\"return-footnote-48\"><sup>[48]<\/sup><\/a> zu <em>Zwingli<\/em>,<a href=\"#_ftn49\" id=\"return-footnote-49\"><sup>[49]<\/sup><\/a> zu <em>Herders Leben und Schriften<\/em>,<a href=\"#_ftn50\" id=\"return-footnote-50\"><sup>[50]<\/sup><\/a> zu den <em>Beziehungen der Schweiz zum p\u00e4pstlichen Stuhl<\/em>,<a href=\"#_ftn51\" id=\"return-footnote-51\"><sup>[51]<\/sup><\/a> zu den <em>Anf\u00e4nge[n] des Christenthums<\/em><a href=\"#_ftn52\" id=\"return-footnote-52\"><sup>[52]<\/sup><\/a> und zur <em>Geschichte der eidgen\u00f6ssischen B\u00fcnde und der schweizerischen Bundesverfassung.<\/em><a href=\"#_ftn53\" id=\"return-footnote-53\"><sup>[53]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_413\" aria-describedby=\"caption-attachment-413\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-300x196.png\" alt=\"Ausschnitt aus dem Vorlesungsverzeichnis f\u00fcr das Wintersemester 1880\/81 mit den Lehrveranstaltungen im Bereich \u00abGeschichte, Cultur- und Kunstgeschichte\u00bb\" class=\"wp-image-413 size-medium\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-300x196.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-1024x670.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-768x503.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-1536x1005.png 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-2048x1340.png 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-65x43.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-225x147.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_12_13-350x229.png 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-413\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12, 13: Ausschnitt aus dem Vorlesungsverzeichnis f\u00fcr das Wintersemester 1880\/81 mit den Lehrveranstaltungen im Bereich \u00abGeschichte, Cultur- und Kunstgeschichte\u00bb, in dem auch Rahn und V\u00f6gelin ihre Veranstaltungen anboten. <br \/>Foto: UZH-Archiv.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wiederholt bot V\u00f6gelin zudem kunst- und kulturgeschichtliche \u00dcbungen an, in der Regel \u2013 soweit rekonstruierbar \u2013 im Rahmen des Angebots in Allgemeingeschichte am Historischen Seminar.<a href=\"#_ftn54\" id=\"return-footnote-54\"><sup>[54]<\/sup><\/a> (Abb. 12 und 13) Ricarda Huch, die seit 1887 in Z\u00fcrich Geschichte studierte, nahm im Sommersemester 1888 \u2013 nur wenige Monate vor V\u00f6gelins Tod am 17. Oktober 1888 \u2013 an zwei seiner Veranstaltungen teil und erinnert sich in ihren 1938 publizierten Jugenderinnerungen wie folgt: \u00abSachlich sehr wenig hatte ich von demjenigen Professor, der mich pers\u00f6nlich am meisten interessierte: ich meine Salomon V\u00f6gelin. Ich h\u00f6rte bei ihm ein Kolleg \u00fcber Schweizer Humanisten und nahm an einem Seminar teil, wo \u00fcber Holbein gearbeitet wurde, das in seinem sch\u00f6nen alten Hause an der Bahnhofstrasse abgehalten wurde; es ist l\u00e4ngst abgerissen. Einmal f\u00fchrte V\u00f6gelin das Seminar nach Basel, um die dort befindlichen Bilder von Holbein zu zeigen. Mir kamen damals altdeutsche Bilder noch schlechtweg h\u00e4sslich vor. Von der Sch\u00f6nheit der Holbeinschen begann ich zwar etwas zu ahnen, besonders starken Eindruck machten mir die Zeichnungen zu den Orgelfl\u00fcgeln des Basler M\u00fcnsters, aber liebevollere Blicke warf ich doch im Vor\u00fcbergehen auf die Gem\u00e4lde von B\u00f6cklin. Im ganzen war ich f\u00fcr die Vorlesungen von V\u00f6gelin nicht gen\u00fcgend vorbereitet, und doch glaube ich gerade von ihm etwas vernehmen zu m\u00fcssen, was mich besonders anginge. In seinem sehr markanten Gesicht war etwas Schwerm\u00fctiges, etwas Zweifelndes und Problematisches, das mich besch\u00e4ftigte; dazu kam, da\u00df mit einer gewissen Zur\u00fcckhaltung von ihm gesprochen wurde, als sei etwas Anst\u00f6\u00dfiges an ihm, was besser verschwiegen bleibe. Mein erstes Semester war das letzte, in dem er las; er war schon schwerkrank und ist bald darauf gestorben.\u00bb<a href=\"#_ftn55\" id=\"return-footnote-55\"><sup>[55]<\/sup><\/a> Das \u00abAnst\u00f6ssige\u00bb, das Huch hier nennt, d\u00fcrfte V\u00f6gelins Engagement f\u00fcr die radikaldemokratische Bewegung gewesen sein, was andererseits wohl gleichzeitig f\u00fcr das besondere Interesse verantwortlich war, dass Huch f\u00fcr V\u00f6gelin entwickelte. V\u00f6gelins politische Vorliebe f\u00fcr die Demokraten machte sich nicht nur in seinen politischen \u00c4mtern bemerkbar, die er parallel zu seiner Hochschult\u00e4tigkeit aus\u00fcbte \u2013 1869\u20131884 als Z\u00fcrcher Kantonsrat, 1872\u20131881 als Mitglied des kantonalen Erziehungsrats, 1875\u20131888 als Nationalrat und 1883\u20131888 als Mitglied des Grossen Stadtrats von Z\u00fcrich<a href=\"#_ftn56\" id=\"return-footnote-56\"><sup>[56]<\/sup><\/a> \u2013, sondern auch in vereinzelten Angeboten innerhalb seines Lehrprogramms, etwa zur <em>Entwicklung der Demokratie <\/em>in der Antike (WS 1885) und im 16.\u201319. Jahrhundert (SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, WS 1887\/88), zum <em>Antheil der Schweiz an der humanistischen Bewegung<\/em> (SS 1885, WS 1887\/88, SS 1888) oder zu David Friedrich Strauss (WS 1877\/88).<a href=\"#_ftn57\" id=\"return-footnote-57\"><sup>[57]<\/sup><\/a> Vermutlich waren es vor allem diese Vorlesungen, in denen sich \u00abeine schlecht rasierte, langhaarige, \u00e4u\u00dferst kunstlos frisierte H\u00f6rerschaft\u00bb versammelt haben soll, \u00abbegeisterte Schw\u00e4rmer- und Prophetengesichter\u00bb, \u00abM\u00e4rtyreraugen sowie Fanatikerprofile\u00bb, alle \u00abf\u00fcr das Evangelium der Gleichheit und Br\u00fcderlichkeit entflammt\u00bb und \u00abEigentum Diebstahl nennend\u00bb, kurz: \u00abKommunisten\u00bb.<a href=\"#_ftn58\" id=\"return-footnote-58\"><sup>[58]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_411\" aria-describedby=\"caption-attachment-411\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-300x204.jpg\" alt=\"Federzeichnung von Friedrich Salomon V\u00f6gelin in seinem Exzerpt des Bandes Kunst-Denkm\u00e4ler in Deutschland\" class=\"wp-image-411 size-medium\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-300x204.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-768x522.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-1536x1045.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-2048x1393.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-225x153.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_14-350x238.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-411\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 14: Federzeichnung von Friedrich Salomon V\u00f6gelin in seinem Exzerpt des Bandes Kunst-Denkm\u00e4ler in Deutschland (1844), p. 38, Abteilung \u00abaltchristliche Basiliken in Deutschland\u00bb. <br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.148.9; Foto: Carola J\u00e4ggi.<\/figcaption><\/figure>\n<p>V\u00f6gelin wird von seinen H\u00f6rer:innen als \u00abeine von den geistig lebendigsten Pers\u00f6nlichkeiten der Hochschule\u00bb beschrieben, als brillanter Redner und mitreissender Dozent, der seinen Vortrag auf der Basis eines kleinen Merkzettels frei entwickelte.<a href=\"#_ftn59\" id=\"return-footnote-59\"><sup>[59]<\/sup><\/a> Allerdings haben sich von ihm auch ausformulierte Vorlesungsmanuskripte erhalten, die eine systematische Darlegung des Gegenstands inklusive der angewandten Methodik dokumentieren.<a href=\"#_ftn60\" id=\"return-footnote-60\"><sup>[60]<\/sup><\/a> (Abb. 14) V\u00f6gelins Kollege Rahn scheint zeit seines Lebens auf der Basis ausformulierter Manuskripte doziert zu haben, was ihm bisweilen den Ruf eines Pedanten eingebracht hat.<a href=\"#_ftn61\" id=\"return-footnote-61\"><sup>[61]<\/sup><\/a> Insgesamt wird Rahn als Liebhaber des Festen, \u00abWohlgef\u00fcgten\u00bb und Nachpr\u00fcfbaren geschildert, dem jede \u00abgeniale Spekulation\u00bb zuwider gewesen sei.<a href=\"#_ftn62\" id=\"return-footnote-62\"><sup>[62]<\/sup><\/a> Ricarda Huch besuchte bei Rahn eine Vorlesung \u00fcber Gotik, in der sie \u00abdas Gef\u00fchl wesentlicher Belehrung und Bereicherung geno\u00df. Rahn trug h\u00f6chst klar und anschaulich vor.<\/p>\n<figure id=\"attachment_412\" aria-describedby=\"caption-attachment-412\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-300x216.jpg\" alt=\"Masswerkkonfigurationen im Grossen Kreuzgang des Basler M\u00fcnsters\" class=\"wp-image-412 size-medium\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-300x216.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-1024x736.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-768x552.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-1536x1103.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-2048x1471.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-65x47.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-225x162.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_15-350x251.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-412\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 15: Masswerkkonfigurationen im Grossen Kreuzgang des Basler M\u00fcnsters; Tuschezeichnung von Johann Rudolf Rahn, undatiert.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn L, 99,8; https:\/\/doi.org\/10.7891\/e-manuscripta-45391 (aufgerufen am 25. Mai 2022).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ich begriff erst jetzt, da\u00df Geb\u00e4ude nicht schlechtweg nach jeweiligem Geschmack errichtet werden k\u00f6nnen, sondern da\u00df ihr Zweck und statische Gesetze die Bedingungen sind, mit denen der Bauwille sich auseinandersetzen mu\u00df innerhalb der Formenwelt, die er vorfindet.\u00bb<a href=\"#_ftn63\" id=\"return-footnote-63\"><sup>[63]<\/sup><\/a> (Abb. 15) Tats\u00e4chlich ging es in vielen von Rahns Lehrveranstaltungen um Architektur und die komplexen Bedingtheiten, die f\u00fcr das Zustandekommen von Bauwerken verantwortlich waren, doch zeigt das Portfolio seiner Vorlesungen und Seminare, dass er sich in der Lehre keineswegs auf die Architektur beschr\u00e4nkte, sondern auch die Malerei und die graphischen K\u00fcnste ber\u00fccksichtigte und neben Schweizer Themen stets auch das Internationale im Blick hatte. Seine allererste, noch als Privatdozent im Sommersemester 1869 angebotene Vorlesung war der Geschichte des Kirchenbaus im Mittelalter gewidmet, es folgten \u2013 immer noch vor seiner Ernennung zum Extraordinarius \u2013 Veranstaltungen <em>Ueber die mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz und ihr Verh\u00e4ltniss zu denjenigen der Nachbarl\u00e4nder<\/em> (WS 1869\/70), zu <em>Lionardo, Raffael und Michelangelo<\/em> (SS 1870) und zur <em>Schweizerische[n] Kunst im Reformationszeitalter<\/em> (WS 1870\/71).<a href=\"#_ftn64\" id=\"return-footnote-64\"><sup>[64]<\/sup><\/a> Alle diese Themen hat Rahn auch sp\u00e4ter wiederholt angeboten, jene zu den mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4lern in der Schweiz \u2013 bisweilen erg\u00e4nzt um einen Blick ins 16. und 17. Jahrhundert \u2013 im WS 1871\/72, SS 1878, SS 1879, WS 1879\/80, WS 1880\/81, WS 1881\/82, SS 1882, SS 1883, WS 1883\/84, SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, SS 1889, WS 1890\/91, SS 1891, WS 1892\/93, WS 1894\/95, SS 1895, WS 1895\/96, WS 1897\/98, SS 1898, WS 1998\/99, WS 1901\/02, WS 1903\/04, SS 1904, WS 1907\/08, SS 1908, WS 1911\/12 und im SS 1912, jene zu den drei Malerheroen der italienischen Renaissance im SS 1873, WS 1885\/86, WS 1889\/90, WS 1891\/92, WS 1896\/97, SS 1901, WS 1906\/07, WS 1910\/11, jene zur Geschichte des Kirchenbaus im WS 1874\/75, SS 1878 und jene zur fr\u00fchneuzeitlichen Kunst in der Schweiz im SS 1872, WS 1873\/74, SS 1875, WS 1876\/77, SS 1902, WS 1904\/05, WS 1908\/09. Hinzu kamen Vorlesungen und Seminare zur italienischen Malerei bis zum 16. Jahrhundert,<a href=\"#_ftn65\" id=\"return-footnote-65\"><sup>[65]<\/sup><\/a> zur Geschichte der deutschen und niederl\u00e4ndischen Malerei bis zum 16. Jahrhundert,<a href=\"#_ftn66\" id=\"return-footnote-66\"><sup>[66]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte der Glasmalerei, mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Schweiz<\/em>,<a href=\"#_ftn67\" id=\"return-footnote-67\"><sup>[67]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte des Holzschnitts und des Kupferstiches nebst Vorweisungen<\/em>,<a href=\"#_ftn68\" id=\"return-footnote-68\"><sup>[68]<\/sup><\/a> zur Kunst \u00abim gothischen Zeitalter\u00bb,<a href=\"#_ftn69\" id=\"return-footnote-69\"><sup>[69]<\/sup><\/a> zur <em>Geschichte der altchristlichen Kunst<\/em> (SS 1872), zu <em>Stadt, Burg und Edelsitz des Mittelalters und der Renaissance in der Schweiz<\/em>,<a href=\"#_ftn70\" id=\"return-footnote-70\"><sup>[70]<\/sup><\/a> zur <em>Allgemeine[n] Kunstgeschichte des Mittelalters<\/em>,<a href=\"#_ftn71\" id=\"return-footnote-71\"><sup>[71]<\/sup><\/a> ferner eine <em>Einleitung in die mittlere und neuere Kunstgeschichte, verbunden mit Uebungen und Besprechungen<\/em> (SS 1873). Wie V\u00f6gelin hat auch Rahn kunstgeschichtliche \u00dcbungen am Historischen Seminar angeboten, komplement\u00e4r zu V\u00f6gelin jeweils im Sommersemester, bisweilen \u00abmit besonderer Ber\u00fccksichtigung der romanischen und gothischen Denkm\u00e4ler der Schweiz\u00bb (SS 1874) und \u00abwenn m\u00f6glich mit Excursionen\u00bb.<a href=\"#_ftn72\" id=\"return-footnote-72\"><sup>[72]<\/sup><\/a> Im Wintersemester 1894\/95 taucht innerhalb von Rahns Lehrangebot erstmals das Thema <em>Ueber Erhaltung und Wiederherstellung historischer Baudenkm\u00e4ler<\/em> auf, das ebenfalls zu einem seiner \u2039Klassiker\u203a wurde (WS 1896\/97, SS 1900).<\/p>\n<p>Die alten Vorlesungsverzeichnisse zeigen, dass sowohl V\u00f6gelin als auch Rahn in ihre Lehre regelm\u00e4ssig Originale und anderes Anschauungsmaterial einbezogen haben; Ricarda Huch erw\u00e4hnt f\u00fcr V\u00f6gelin eine Exkursion nach Basel, um Holbeins Werke im Original betrachten zu k\u00f6nnen, bei Rahn verweisen die insbesondere bei den <em>Kunstgeschichtlichen \u00dcbungen<\/em> auftauchenden Vermerke \u00abwenn m\u00f6glich mit Exkursionen\u00bb, \u00abmit Benutzung der Kupferstichsammlung des eidgen\u00f6ssischen Polytechnikums\u00bb oder \u00abim Landesmuseum\u00bb auf die gemeinsame Autopsie vor Ort. Rahn hatte seit 1883 neben seinem Ordinariat an der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t auch die Professur f\u00fcr Kunstgeschichte am Polytechnikum inne und war dort massgeblich am Auf- und Ausbau der Kupferstich- und der Gipsabgusssammlung beteiligt.<a href=\"#_ftn73\" id=\"return-footnote-73\"><sup>[73]<\/sup><\/a> Auch f\u00fcr V\u00f6gelin ist im Zusammenhang mit seinen kunsthistorischen \u00dcbungen der Einbezug von Gipsabg\u00fcssen sowie \u00abeigenen Stichen, Photographien oder Zeichnungen\u00bb in die Lehre bezeugt.<a href=\"#_ftn74\" id=\"return-footnote-74\"><sup>[74]<\/sup><\/a> Bei Rahn wurden die Studierenden angehalten, selbst zu zeichnen \u2013 auch auf Exkursionen und bisweilen schon auf der Zugfahrt zu einem kunst- bzw. architekturhistorischen Reiseziel.<a href=\"#_ftn75\" id=\"return-footnote-75\"><sup>[75]<\/sup><\/a> Diese intime Studienatmosph\u00e4re war nicht unwesentlich dem Umstand geschuldet, dass kunsthistorische Lehrveranstaltungen damals selten von mehr als zehn Personen besucht wurden und eine \u00abSch\u00fclerzahl\u00bb von 14 bereits als stattlich galt.<a href=\"#_ftn76\" id=\"return-footnote-76\"><sup>[76]<\/sup><\/a><\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn44\" id=\"_ftn44\"><\/a>[44] So im SS 1871, WS 1871\/72, SS 1872, WS 1872\/73, SS 1873, SS 1874, WS 1875\/76, SS 1876, SS 1877, WS 1877\/78, WS 1879\/80, SS 1880, WS 1880\/81, SS 1882, WS 1882\/83, WS 1884\/85, SS 1885, WS 1885\/86, WS 1887\/88, SS 1888. Vgl. die historischen Vorlesungsverzeichnisse der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Zu der von V\u00f6gelin angebotenen Lehre s. <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/voegelin_fs.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/voegelin_fs.html<\/a> (aufgerufen am 8. August 2021). <a href=\"#return-footnote-44\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 44\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn45\" id=\"_ftn45\"><\/a>[45] So im SS 1871, SS 1875, SS 1877, WS 1878\/79, SS 1880, WS 1882\/83, SS 1884, SS 1886, WS 1887\/88. <a href=\"#return-footnote-45\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 45\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn46\" id=\"_ftn46\"><\/a>[46] WS 1871\/72, WS 1874\/75, SS 1878, WS 1880\/81. <a href=\"#return-footnote-46\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 46\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn47\" id=\"_ftn47\"><\/a>[47] WS 1872, WS 1876\/77, WS 1877\/78, SS 1880, SS 1882, WS 1883\/84, SS 1884, SS 1885, WS 1885\/86, SS 1886, SS 1888. <a href=\"#return-footnote-47\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 47\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn48\" id=\"_ftn48\"><\/a>[48] WS 1875\/76, WS 1877\/78, SS 1879, SS 1881, SS 1883, WS 1886\/87, SS 1888. <a href=\"#return-footnote-48\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 48\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn49\" id=\"_ftn49\"><\/a>[49] SS 1874, WS 1876\/77, SS 1881, WS 1882\/83, SS 1884. <a href=\"#return-footnote-49\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 49\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn50\" id=\"_ftn50\"><\/a>[50] SS 1873, SS 1877, WS 1880\/81, SS 1887. <a href=\"#return-footnote-50\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 50\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn51\" id=\"_ftn51\"><\/a>[51] SS 1876, WS 1878\/79, SS 1879, SS 1881. <a href=\"#return-footnote-51\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 51\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn52\" id=\"_ftn52\"><\/a>[52] WS 1878\/79, WS 1880\/81, WS 1883\/84. <a href=\"#return-footnote-52\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 52\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn53\" id=\"_ftn53\"><\/a>[53] SS 1873, SS 1875, SS 1878, WS 1878\/79, WS 1881\/82. <a href=\"#return-footnote-53\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 53\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn54\" id=\"_ftn54\"><\/a>[54] So im SS 1872, WS 1872\/73, WS 1873\/74, WS 1874\/75, WS 1875\/76, WS 1876\/77, WS 1877\/78, SS 1878, SS 1879, WS 1879\/80, SS 1880, WS 1880\/81, SS 1881, WS 1881\/82, SS 1882, WS 1882\/83, SS 1883, WS 1883\/84, SS 1884, WS 1884\/85, SS 1885, WS 1885\/86, SS 1886, WS 1886\/87, SS 1887, WS 1887\/88, SS 1888. Vgl. dazu das \u00abReglement f\u00fcr die Mitglieder des historischen Seminars an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\u00bb, u. a. zu finden im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 2470a). Zweck des Seminars sei es, \u00abeinerseits Studirenden aller Fakult\u00e4ten Gelegenheit zu bieten, ihre historischen Kenntnisse zu vertiefen, anderseits Studirende der philosophischen Fakult\u00e4t, beziehungsweise Kandidaten des h\u00f6hern Lehramts (Z\u00f6glinge der Lehramtsschule)<br \/>\n1) In das Studium und die Kritik der Quellen allgemeiner sowohl als schweizerischer Geschichte einzuf\u00fchren<br \/>\n2) Zu selbst\u00e4ndiger Behandlung historischer Themata anzuleiten und<br \/>\n3) In der Kunst und Fertigkeit des historischen Unterrichts zu \u00fcben.\u00bb<br \/>\nZur \u00abErreichung dieses Zweckes\u00bb w\u00fcrden \u00abzwei Arten von Uebungen\u00bb angeboten, n\u00e4mlich \u00abVortrags\u00fcbungen und kritische \u00dcbungen\u00bb. Bei den von V\u00f6gelin und Rahn (vgl. unten) angebotenen \u00dcbungen d\u00fcrfte es sich um zweitere gehandelt haben. <a href=\"#return-footnote-54\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 54\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn55\" id=\"_ftn55\"><\/a>[55] Huch, Ricarda: Fr\u00fchling in der Schweiz. Jugenderinnerungen, Freiburg\/Z\u00fcrich 51960, S. 25f. <a href=\"#return-footnote-55\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 55\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn56\" id=\"_ftn56\"><\/a>[56] Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 112 und 149. <a href=\"#return-footnote-56\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 56\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn57\" id=\"_ftn57\"><\/a>[57] Wie Anm. 44. <a href=\"#return-footnote-57\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 57\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn58\" id=\"_ftn58\"><\/a>[58] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 758. Vgl. auch die nachfolgende Anmerkung. <a href=\"#return-footnote-58\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 58\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn59\" id=\"_ftn59\"><\/a>[59] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 647 (Zitat), vgl. auch ebd. S. 728: \u00abNeben Studierenden wu\u00dfte er weite Kreise des Publikums zu fesseln. Kirchengeschichte, antike wie christliche Denkm\u00e4ler, literarische Zeugnisse bildeten den Inhalt von Darbietungen, deren Pr\u00e4gnanz damals wenig ihresgleichen besa\u00df.\u00bb Siehe auch Rahn, J[ohann] R[udolf]: \u2020 Friedrich Salomon V\u00f6gelin, in: ASA 22 (1889), S. 142\u2013144, hier S. 143; Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 93f.; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 75; Abegg 2012 (wie Anm. 18), S. 262. <a href=\"#return-footnote-59\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 59\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn60\" id=\"_ftn60\"><\/a>[60] ZBZ Ms. T.149.1. In der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Z\u00fcrich haben sich weitere umfangreiche Konvolute mit Exzerpten und Notizen von V\u00f6gelin erhalten, die seine gr\u00fcndliche Arbeitsweise dokumentieren; Ms. T.145.6 (<em>Geschichtliche Entwicklung der einzelnen Kantone<\/em>), Ms. T.146.1\u201332 (<em>Kulturgeschichte der Schweiz<\/em>), Ms. T.147.1\u201325 (<em>Weltgeschichtliches von den Anf\u00e4ngen des Menschengeschlechts bis zum Ende des 16. Jh.<\/em>), Ms. T.148.1\u201315 (<em>Ursprung des Christenthums<\/em>), Ms. T.149.2\u20138 (<em>Programme f\u00fcr Vorlesungen \u00fcber neuere Kunstgeschichte<\/em>), Ms. T.151.1\u20138 (<em>Materialien zum Alten Z\u00fcrich<\/em>), Ms. T.152,1\u20132 (<em>zur Geschichte des Pr\u00e4monstratenserklosters R\u00fcti<\/em>), Ms. T.153.1\u20132 (<em>zu Zwingli und Herder<\/em>), Ms. T.154.1\u20138 (<em>Raffael<\/em>), Ms. T.155.1\u20136 (<em>Holbein und Umfeld<\/em>), Ms. T.156.1\u20136 (<em>Grabsymbolik<\/em>), Ms. T.1\u20138 (<em>Exzerpte zu Schweizer Adelsgeschlechtern<\/em>). <a href=\"#return-footnote-60\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 60\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn61\" id=\"_ftn61\"><\/a>[61] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 100 und 103; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 80. Im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.za.3) finden sich die \u00abInscriptionslisten\u00bb seiner Lehrveranstaltungen aus den Jahren 1886\u20131911. <a href=\"#return-footnote-61\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 61\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn62\" id=\"_ftn62\"><\/a>[62] Vgl. etwa den von Josef Zemp geschriebenen Nachruf auf Rahn im ASA N.F. 14 (1912), S. 1\u20136, hier S. 6 (1. Zitat) und Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 739 (2. Zitat). Vgl. auch Zemp, Josef: Johann Rudolph Rahn, 24. April 1841 bis 28. April 1912, Separatdruck aus der NZZ (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 7). Zur Vorbildlichkeit Springers in Hinblick darauf, \u00abdass die Natur und die Gesetze der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit richtig und vollst\u00e4ndig nur auf dem Wege der historischen Forschung ergr\u00fcndet werden k\u00f6nnen\u00bb, s. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 78. <a href=\"#return-footnote-62\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 62\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn63\" id=\"_ftn63\"><\/a>[63] Huch 1960 (wie Anm. 55), S. 25. <a href=\"#return-footnote-63\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 63\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn64\" id=\"_ftn64\"><\/a>[64] Alle Daten sind den Vorlesungsverzeichnissen entnommen, die f\u00fcr die Jahre bis 1900 online greifbar sind (f\u00fcr Rahn siehe <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/rahn_jr.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/dozenten\/rahn_jr.html<\/a> (aufgerufen am 25. Mai 2022). Die dort mit * bezeichneten Veranstaltungen von Rahn wurden an der Freif\u00e4cher-Abteilung des Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikums gelesen \u2013 ein fr\u00fcher Fall also von Crosslisting. <a href=\"#return-footnote-64\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 64\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn65\" id=\"_ftn65\"><\/a>[65] So im SS 1871, WS 1872\/73, SS 1874, WS 1875\/76, SS 1877, WS 1878\/79, WS 1881\/82, SS 1885, WS 1887\/88, WS 1890\/91, WS 1893\/94, WS 1900\/01, SS 1903, WS 1905\/06, WS 1909\/10. <a href=\"#return-footnote-65\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 65\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn66\" id=\"_ftn66\"><\/a>[66] WS 1871\/72, WS 1874\/75, SS 1876, SS 1878, SS 1880, SS 1882, SS 1884, SS 1887, SS 1890, SS 1893, WS 1899\/1900, WS 1901\/02, WS 1902\/03, SS 1905, SS 1907, SS 1909, SS 1911. <a href=\"#return-footnote-66\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 66\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn67\" id=\"_ftn67\"><\/a>[67] WS 1885\/86, WS 1887\/88, WS 1889\/90, SS 1892, SS 1896, WS 1899\/1900, SS 1906, SS 1910. <a href=\"#return-footnote-67\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 67\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn68\" id=\"_ftn68\"><\/a>[68] SS 1871, WS 1872\/73, WS 1875\/76, WS 1876\/77, WS 1879\/80, SS 1881, WS 1884\/85, WS 1886\/87, WS 1888\/89, WS 1892\/93, WS 1898\/99, WS 1900\/01. <a href=\"#return-footnote-68\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 68\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn69\" id=\"_ftn69\"><\/a>[69] WS 1876\/77, SS 1879, SS 1880, SS 1881, SS 1883, WS 1888\/89. <a href=\"#return-footnote-69\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 69\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn70\" id=\"_ftn70\"><\/a>[70] WS 1891\/92, WS 1893\/94, SS 1899, SS 1905, SS 1912. <a href=\"#return-footnote-70\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 70\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn71\" id=\"_ftn71\"><\/a>[71] WS 1873\/74, WS 1875\/76, WS 1877\/78, WS 1878\/79, SS 1880, WS 1882\/83, SS 1885, SS 1887. <a href=\"#return-footnote-71\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 71\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn72\" id=\"_ftn72\"><\/a>[72] SS 1875, SS 1876, SS 1877, SS 1879, SS 1880, SS 1881, SS 1882, SS 1884, SS 1885, SS 1886, SS 1888, SS 1889, SS 1890, SS 1891, SS 1892, SS 1893, SS 1894, SS 1895, SS 1896, SS 1897, 1898, SS 1899, SS 1900, SS 1901, SS 1904, SS 1906, SS 1907, SS 1908, SS 1910, SS 1911. Vgl. oben, mit Anm. 43. <a href=\"#return-footnote-72\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 72\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn73\" id=\"_ftn73\"><\/a>[73] ZBZ FA Rahn 1470.z.2 und FA Rahn 1470.z.3; vgl. Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 88f. Allerdings hat Rahn schon f\u00fcr seine im Sommersemester 1871 angebotene Veranstaltung zur <em>Geschichte des Holzschnittes und des Kupferstiches<\/em> Originalbl\u00e4tter einbezogen; vgl. den entsprechenden Vorlesungsverzeichniseintrag. 1908 wurde Rahn f\u00fcr drei Jahre in die Aufsichtskommission der arch\u00e4ologischen Sammlung gew\u00e4hlt, 1911 erneut (ZBZ FA Rahn 2470a). <a href=\"#return-footnote-73\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 73\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn74\" id=\"_ftn74\"><\/a>[74] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728 (Zitat); Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 89. <a href=\"#return-footnote-74\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 74\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn75\" id=\"_ftn75\"><\/a>[75] Dies geht aus den Studienerinnerungen von Dr. Eugen Ziegler hervor, publiziert unter dem Titel \u00abEin Gedenkblatt\u00bb, in: Meyer von Knonau, Gerold: Zur Erinnerung an Joh. Rudolf Rahn, geb. 24. April 1841, gestorben 28. April 1912, Z\u00fcrich 1912, S. 4\u201318 (ZBZ FA Rahn 2470h.5 Nr. 6). <a href=\"#return-footnote-75\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 75\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn76\" id=\"_ftn76\"><\/a>[76] Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 101; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 80f. Vgl. auch die von Rahn gef\u00fchrten \u00abInscriptionslisten\u00bb seiner Lehrveranstaltungen aus den Jahren 1886\u20131911 (wie Anm. 61). <a href=\"#return-footnote-76\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 76\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":3,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-364","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":86,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/364"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":880,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/364\/revisions\/880"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/86"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/364\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=364"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=364"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}