{"id":358,"date":"2022-06-07T18:28:45","date_gmt":"2022-06-07T16:28:45","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=358"},"modified":"2022-09-23T19:08:44","modified_gmt":"2022-09-23T17:08:44","slug":"start-mit-doppelspitze-friedrich-salomon-voegelin-1837-1888-und-johann-rudolf-rahn-1841-1912-als-gruendervaeter-der-kunstgeschichte-an-der-universitaet-zuerich","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/start-mit-doppelspitze-friedrich-salomon-voegelin-1837-1888-und-johann-rudolf-rahn-1841-1912-als-gruendervaeter-der-kunstgeschichte-an-der-universitaet-zuerich\/","title":{"raw":"Start mit Doppelspitze: Friedrich Salomon V\u00f6gelin (1837\u20131888) und Johann Rudolf Rahn (1841\u20131912) als \u2039Gr\u00fcnderv\u00e4ter\u203a der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich","rendered":"Start mit Doppelspitze: Friedrich Salomon V\u00f6gelin (1837\u20131888) und Johann Rudolf Rahn (1841\u20131912) als \u2039Gr\u00fcnderv\u00e4ter\u203a der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich"},"content":{"raw":"Als die Universit\u00e4t Z\u00fcrich zum Sommersemester 1833 ihren Betrieb aufnahm, lag der Gedanke an eine Professur f\u00fcr Kunstgeschichte noch in weiter Ferne. Zwar besass die damals neu gegr\u00fcndete Z\u00fcrcher Hochschule neben der Theologischen, der Staatswissenschaftlichen und der Medizinischen Fakult\u00e4t auch eine Philosophische Fakult\u00e4t, doch verteilten sich die dort t\u00e4tigen acht Professoren auf die Bereiche Philosophie, Klassische Philologie und Altertumskunde, Geschichte, Mathematik und Naturkunde.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Die Kunstgeschichte erhielt \u2013 in Kombination mit Kulturgeschichte \u2013 erst 1870 eine institutionelle Verankerung, als mit Friedrich Salomon V\u00f6gelin (* 1837) und Johann Rudolf Rahn (* 1841) gleich zwei Extraordinarii f\u00fcr dieses Fachgebiet ernannt wurden. Dadurch, und erst recht nach der sieben Jahre sp\u00e4ter wiederum etwa gleichzeitig erfolgten Bef\u00f6rderung von V\u00f6gelin und Rahn zu ordentlichen Professoren, wurde die Kunstgeschichte nicht nur zu einem der personell am besten dotierten geisteswissenschaftlichen F\u00e4cher an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, sondern diese auch auf einen Schlag zur f\u00fchrenden Hochschule f\u00fcr dieses Fachgebiet im deutschen Sprachraum.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Auch andernorts entstanden in dieser Zeit kunstwissenschaftliche Professuren, jedoch nie wie in Z\u00fcrich in Doppelformation. In Deutschland war das erste Ordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte 1860 an der Universit\u00e4t Bonn eingerichtet und mit Anton Springer, seit 1858 ebendort Extraordinarius, besetzt worden, der mit seinem Wechsel 1872 nach Strassburg und ein Jahr sp\u00e4ter (1873) nach Leipzig auch dort jeweils der Kunstgeschichte zur universit\u00e4ren Institutionalisierung verhalf.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> In \u00d6sterreich war es die Universit\u00e4t Wien, wo 1864 Rudolf Eitelberger von Edelberg, der damals schon \u00fcber zehn Jahre als Extraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte und Kunstarch\u00e4ologie gewirkt hatte, zum ersten ordentlichen Professor f\u00fcr Kunstgeschichte ernannt wurde.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_377\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-300x210.jpg\" alt=\"Blick von S\u00fcdosten auf die Baustelle des Kollegiengeb\u00e4udes\" class=\"wp-image-377 size-medium\" width=\"300\" height=\"210\" \/><\/a> Abb 1: Blick von S\u00fcdosten auf die Baustelle des Kollegiengeb\u00e4udes, Foto vom 3. Juli 1911; im Hintergrund das 1864 errichtete Hauptgeb\u00e4ude der ETH, in dessen S\u00fcdfl\u00fcgel die Universit\u00e4t bis zur Fertigstellung des neuen Kollegiengeb\u00e4udes 1914 untergebracht war. Rechts im Mittelgrund das Geb\u00e4ude der 1896 er\u00f6ffneten Augenklinik, wo das Kunsthistorische Institut seit 1954 residiert. <br \/>KHIST 433 IV.13; Foto: Mediathek KHIST.[\/caption]\r\n\r\nZ\u00fcrich selbst war bereits 1855 Standort eines Ordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie, doch war dieses nicht an der Universit\u00e4t, sondern am damals neu gegr\u00fcndeten Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum untergebracht und mit Jacob Burckhardt besetzt worden, was den Stellenwert, den man dem Fach dort beimass, dokumentiert.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Das Polytechnikum geht auf eine schon in der Helvetik formulierte Idee einer gesamtschweizerischen Meta-Universit\u00e4t zur\u00fcck, war dann aber angesichts der Vorbehalte aus der Westschweiz auf eine technische Ausbildungsst\u00e4tte redimensioniert worden, die vor allem f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ingenieure, Architekten und Techniker aller Art gedacht war.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Die Kunstgeschichte war dort in der sogenannten Abteilung VI, der \u00abphilosophischen und staatswissenschaftlichen Abteilung\u00bb, untergebracht, die nebst Physik und Mathematik diverse F\u00e4cher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften umfasste.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_378\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-300x202.jpg\" alt=\"Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t\" class=\"wp-image-378 size-medium\" width=\"300\" height=\"202\" \/><\/a> Abb 2: Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (links), rechts davon die alte Augenklinik, ganz rechts und dahinter das Hauptgeb\u00e4ude der ETH, nun mit dem 1915 durch Gustav Gull angef\u00fcgten Ostanbau inklusive \u00fcberkuppelter Rotunde; Foto vom 12. Februar 1979.[\/caption]\r\n\r\nDas Angebot richtete sich einerseits an die Studenten der eigenen f\u00fcnf Fachschulen, andererseits aber auch an jene der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t,<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> mit der man damals auch die R\u00e4umlichkeiten teilte \u2013 zun\u00e4chst im sogenannten Hinteramt in den einstigen Klausurgeb\u00e4uden der Augustinerkirche am Fr\u00f6schengraben (heute Bahnhofstrasse), seit 1864 im Semper\u2019schen Schulgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 101 (Abb. 1), aus dem die Universit\u00e4t nach Fertigstellung des neuen Kollegienhauses 1914 auszog (Abb. 2).<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Weshalb also sollte dieses Angebot, das doch auch den Studierenden der Universit\u00e4t offenstand, verdoppelt, ja gar verdreifacht werden? Die Studierendenzahl an der Z\u00fcrcher Hochschule war seit dem Gr\u00fcndungsjahr 1833 zwar sukzessive angewachsen, war mit insgesamt 275 Immatrikulierten im Jahre 1870 aber immer noch \u00fcberschaubar gering, so dass hier dieses Argument, das dann in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Rolle bei Ausbauw\u00fcnschen spielen sollte, getrost \u00fcbergangen werden kann.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>\r\n\r\nWichtiger d\u00fcrfte die Tatsache gewesen sein, dass sich die anf\u00e4nglich erspriessliche Kohabitation der beiden Hochschulen in Z\u00fcrich im Laufe der 1860er-Jahre zusehends verschlechterte, sprich: die Zug\u00e4nglichkeit der Polytechnikum-Kurse f\u00fcr Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige sukzessive eingeschr\u00e4nkt wurde.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Allerdings hatte die Philosophische Fakult\u00e4t I der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t, die seit Inkrafttreten des neuen Unterrichtsgesetzes von 1859 nur noch die Geistes- und Sozialwissenschaften umfasste, schon 1862 auf Nachfrage des damals liberalen Erziehungsrates, welche neuen Lehrf\u00e4cher und Lehrkr\u00e4fte sie zur \u00abHebung der Hochschule\u00bb einzuf\u00fchren w\u00fcnsche, neben Ordinariaten f\u00fcr Schweizergeschichte und vergleichende Sprachkunde einen Lehrstuhl der Kunstarch\u00e4ologie genannt, ausserdem Professuren f\u00fcr die romanischen Sprachen und Literaturen \u2013 \u00abwegen der heimischen Sprachverh\u00e4ltnisse\u00bb.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Damit nahm sie Bezug auf das bereits genannte neue Unterrichtsgesetz von 1859, in dem in Blick auf den Hochschulunterricht explizit eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der \u00abErfordernisse der Gegenwart\u00bb und der \u00abbesonderen Bed\u00fcrfnisse der Schweiz\u00bb gefordert wurde.<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Die Umsetzung dieser W\u00fcnsche erfolgte allerdings erst, nachdem sich das politische Seilziehen zwischen Liberalen und Demokraten zugunsten letzterer entschieden und der demokratische Erziehungsdirektor Kaspar Sieber 1869 sein Amt angetreten hatte.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Im M\u00e4rz 1870 stellte Sieber beim Regierungsrat den Antrag auf Einrichtung von vier neuen Universit\u00e4tsprofessuren mit der Begr\u00fcndung, \u00abeinige Zweige der Wissenschaft, die theils durch Bed\u00fcrfnisse der Gegenwart hervorgerufen sind [...], theils bei der Verbindung der Lehramtsschule mit der Hochschule unentbehrlich erscheinen\u00bb, seien \u00abbis jetzt [...] an unserer Hochschule gar nicht oder doch in ungen\u00fcgender Weise vertreten\u00bb.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_379\" align=\"alignleft\" width=\"211\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-236x300.jpg\" alt=\"Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, Daguerreotypie, undatiert (ca. 1857).\" class=\"wp-image-379 \" width=\"211\" height=\"268\" \/><\/a> Abb 3: Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, Daguerreotypie, undatiert (ca. 1857).<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung AWP 500:21; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\n[caption id=\"attachment_380\" align=\"alignright\" width=\"191\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-201x300.png\" alt=\"Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, undatiert (ca. 1885). \" class=\"wp-image-380 \" width=\"191\" height=\"286\" \/><\/a> Abb 4: Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, undatiert (ca. 1885). <br \/>UZH-Archiv AB.1.1052; Foto: UZH-Archiv.[\/caption]\r\n\r\nUnter den w\u00fcnschenswerten \u00abLehrstellen\u00bb nannte Sieber auch explizit eine \u00abf\u00fcr Culturgeschichte und insbesondere Kunstgeschichte\u00bb. Diese wurde im April 1870 vom Regierungsrat bewilligt, im Mai desselben Jahres ausgeschrieben und im August mit Friedrich Salomon V\u00f6gelin (Abb. 3 und 4), einem \u00abGesinnungsgenossen\u00bb von Sieber, besetzt.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> V\u00f6gelin war zu diesem Zeitpunkt Pfarrer in Uster, woher ihn Sieber kannte, der vor seinem Wechsel in die Erziehungsdirektion in Uster als Sekundarlehrer gewirkt hatte.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Der 1837 in Z\u00fcrich geborene V\u00f6gelin hatte 1857\u20131861 in Basel und Z\u00fcrich Theologie studiert und im April 1861 sein Studium in Z\u00fcrich mit der Ordination zum Pfarrer abgeschlossen.<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_381\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-381 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a> Abb 5: Jacob Burckhardt, der 1858 seinen Lehrstuhl am Polytechnikum in Z\u00fcrich zugunsten eines Ordinariats f\u00fcr Geschichte in Basel aufgab, aber offenbar auch w\u00e4hrend seiner Z\u00fcrcher Zeit regelm\u00e4ssig in Basel gelehrt hatte, bescheinigte V\u00f6gelin f\u00fcr den Besuch der Lehrveranstaltung \u00abErkl\u00e4rung der G\u00ffpsabg\u00fc\u00dfe\u00bb im Wintersemester 1857\/58 \u00abunausgesetzten Besuch\u00bb. Der entsprechende Eintrag findet sich unmittelbar \u00fcber dem Block zum Wintersemester 1857\/58, bezieht sich also auf das Sommersemester 1857; Detail aus dem Basler Testatbuch von F. S. V\u00f6gelin.<br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.1; Foto: Carola J\u00e4ggi.[\/caption]\r\n\r\nInsbesondere in Basel hatte er neben theologischen Lehrveranstaltungen regelm\u00e4ssig Vorlesungen und \u00dcbungen aus Nachbardisziplinen besucht, unter anderem bei Jacob Burckhardt (Abb. 5), dessen kulturhistorischer Ansatz ihn nach eigener Aussage nachhaltig pr\u00e4gte.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Als frisch ordinierter Theologe war V\u00f6gelin 1861\/2 durch Deutschland und Italien gereist, hatte an den Universit\u00e4ten Heidelberg und Berlin an kunsthistorischen Lehrveranstaltungen teilgenommen und in Florenz und Rom die Werke der Antike und der Renaissance studiert.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Frucht seiner Italienreise war ein Aufsatz <em>\u00dcber die neuentdeckte Katakombe San Callisto in Rom<\/em>, der 1863 \u2013 ein Jahr sp\u00e4ter als seine Beitr\u00e4ge zu <em>Glasgem\u00e4lde[n] aus der Schweiz im Berliner Museum<\/em> und zum Kloster R\u00fcti \u2013 erschien.<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Zur\u00fcck in der Schweiz, nahm er gegen Ende des Jahres 1862 eine Pfarrverweserstelle in Uster an, die 1864 in eine volle Pfarrstelle umgewandelt wurde.<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Mit seinen theologischen Positionen stiess V\u00f6gelin bei seinen Pfarrkollegen in Z\u00fcrich und Umgebung zunehmend auf Kritik, wohl beg\u00fcnstigt durch sein politisches Engagement f\u00fcr die radikaldemokratische Bewegung, deren Interessen er seit 1869 im Kantonsrat vertrat.<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Gr\u00fcnde genug also f\u00fcr eine berufliche Umorientierung, die V\u00f6gelin 1869 gemeinsam mit Sieber in die Wege geleitet haben d\u00fcrfte. In diesem Zusammenhang muss auch V\u00f6gelins Vortragsreihe zu Raffael gesehen werden, durchgef\u00fchrt im Winter 1869\/70 in Z\u00fcrich \u00abvor gemischtem, sehr zahlreichem Publikum\u00bb und wohl gezielt dazu gedacht, den Referenten als Kunsthistoriker zu positionieren.<a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Seine Vorstellungen zur Kulturgeschichte und insbesondere zur Bedeutung der Kunst als \u00abpopul\u00e4re \u00dcbersetzung\u00bb religi\u00f6ser, politischer und sozialer Weltanschauungen hatte V\u00f6gelin bereits 1868 in einem in Basel gehaltenen Vortrag \u00fcber <em>Die Religion im Spiegel der Kunst<\/em> dargelegt.<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> In seinem Bewerbungsschreiben auf die im Mai 1870 ausgeschriebene Z\u00fcrcher Professur betonte V\u00f6gelin dann erneut, \u00abdass die Geschichte \u00fcberhaupt auf die Kulturgeschichte insbesondere nicht ohne Beiziehung der Kunstdenkm\u00e4ler betrieben werden\u00bb k\u00f6nne, da sich in diesen \u00abder Geist einer Zeit\u00bb meist viel bestimmter ausspreche \u00abals im blo\u00dfen Worte\u00bb.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Prim\u00e4r gehe es darum, den Studierenden die \u00abrichtige wissenschaftliche Methode\u00bb zu vermitteln und sie f\u00fcr das Wichtige zu sensibilisieren. Dazu eigne sich die Kulturgeschichte der Schweiz aufgrund des \u00fcberblickbaren Umfangs bei gleichzeitigem \u00abinnern Reichthum\u00bb geradezu prototypisch. Er erinnert daran, dass die Z\u00fcrcher Uni vor allem f\u00fcr Landeskinder gedacht sei, denen die Kulturgeschichte \u00abzur Heimatkunde im h\u00f6hern geschichtlichen Sinne\u00bb werden solle.<a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Damit lag V\u00f6gelin ganz auf der Linie der demokratischen Bildungspolitik, die eine breite Volksbildung anstrebte und nicht zuletzt f\u00fcr die Volksschul- und Sekundarlehrer, f\u00fcr die 1869 an der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t eine eigene Lehramtsschule eingerichtet worden war, eine solide Ausbildung forderte.<a href=\"#_ftn28\" id=\"return-footnote-28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_382\" align=\"alignright\" width=\"203\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-203x300.png\" alt=\"Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Cultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\" class=\"wp-image-382 size-medium\" width=\"203\" height=\"300\" \/><\/a> Abb 6: Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Cultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, ausgestellt am 24. August 1870. <br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\nAm 13. August 1870 wurde V\u00f6gelin vom Z\u00fcrcher Regierungsrat zum Extraordinarius f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte berufen \u00abmit der Verpflichtung zu Vorlesungen von wenigstens 4 bis 6 w\u00f6chentlichen Stunden sowie zu besonderer Beth\u00e4tigung an historischen Uebungen, an der Lehramtsschule, &amp; f\u00fcr die historische Fortbildung der Volksschullehrer, gegen einen [sic] au\u00dfer den gesetzlichen Collegiengeldern zweitausend Franken &amp; eintausend Franken Zulage betragenden Jahresgehalt\u00bb und \u2013 auf eigenen Wunsch V\u00f6gelins \u2013 befristet auf sechs Jahre, ganz im Sinne seiner demokratischen Grund\u00fcberzeugung, die das Prinzip der Lebensl\u00e4nglichkeit auch f\u00fcr Universit\u00e4tslehrerstellen ablehnte.<a href=\"#_ftn29\" id=\"return-footnote-29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> (Abb. 6) Auf die ausgeschriebene Professur hatte sich nur ein weiterer Kandidat, \u00abein gewisser Dr. Lemcke aus Heidelberg\u00bb, beworben, Extraordinarius f\u00fcr \u00c4sthetik und deutsche Literaturgeschichte an der Universit\u00e4t Heidelberg und Verfasser einer 1867 bereits in Zweitauflage erschienenen <em>Popul\u00e4re[n] \u00c4sthetik<\/em>, der von der Fakult\u00e4t jedoch disqualifiziert wurde, da er die Kulturgeschichte nicht abdecke und deshalb die Anforderungen der zu besetzenden Stelle nur teilweise erf\u00fclle.<a href=\"#_ftn30\" id=\"return-footnote-30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> F\u00fcnfzehn Studierende aus allen Fakult\u00e4ten hatten zudem im Mai 1870 beim Erziehungsrat eine Petition eingereicht und darin in Hinblick auf die ausgeschriebene Professur ein Wort f\u00fcr \u2039ihren\u203a Dozenten \u00abDr. Rudolf Rahn\u00bb eingelegt.<a href=\"#_ftn31\" id=\"return-footnote-31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_7.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_7-185x300.png\" alt=\"\" class=\"alignleft wp-image-383\" width=\"170\" height=\"276\" \/><\/a>\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_8.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_8-189x300.png\" alt=\"\" class=\"alignleft wp-image-386\" width=\"170\" height=\"270\" \/><\/a>\r\n\r\nDer 1841 in Z\u00fcrich geborene Rahn (Abb. 7 und 8) hatte 1866 an der Philosophischen Fakult\u00e4t der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t \u00abdie allererste schweizerische kunsthistorische Dissertation\u00bb<a href=\"#_ftn32\" id=\"return-footnote-32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> eingereicht und war im Dezember 1868 ebendort habilitiert worden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_384\" align=\"alignright\" width=\"153\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-245x300.png\" alt=\"Doktordiplom von Johann Rudolf Rahn, 1866.\" class=\"wp-image-384\" width=\"153\" height=\"187\" \/><\/a> Abb. 9: Doktordiplom von Johann Rudolf Rahn, 1866.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung, Varia Diplome: Einzel. Person, Rahn III 17; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\nNach ersten Studienerfahrungen (ab Wintersemester 1860\/61) in seiner Heimatstadt, wo er vor allem bei Wilhelm L\u00fcbke und Gottfried Semper am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum h\u00f6rte, ist Rahn 1863 nach Bonn gewechselt und hat dort bei Anton Springer seine Dissertation <em>\u00dcber den Ursprung und die Entwicklung des christlichen Central- und Kuppelbaus<\/em> begonnen, die er anschliessend \u2013 1864\/5 \u2013 in Berlin und Dresden niederschrieb und 1866 \u2013 bereits publiziert \u2013 in Z\u00fcrich einreichte.<a href=\"#_ftn33\" id=\"return-footnote-33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> (Abb. 9)\r\n\r\n[caption id=\"attachment_407\" align=\"alignleft\" width=\"203\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-224x300.png\" alt=\"Rom, Casa dei Crescenzi, Bleistiftzeichnung von Johann Rudolf Rahn\" class=\"wp-image-407\" width=\"203\" height=\"272\" \/><\/a> Abb. 10: Rom, Casa dei Crescenzi, Bleistiftzeichnung von Johann Rudolf Rahn, datiert 29. Januar 1867 und beschriftet: \u00abHaus des Pilatus (Cola di Rienzi-Crescentius) bei Ponte Rotte, Rom\u00bb. Nicht selten hat sich Rahn \u2013 wie auch auf dieser Zeichnung \u2013 selbst als Zeichner mit ins Bild gebracht.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn La, 214; https:\/\/doi.org\/10.7891\/e-manuscripta-46405 (aufgerufen am 25. Mai 2022).[\/caption]\r\n\r\nUnmittelbar nach der Promotion im Oktober 1866 reiste er nach Italien, wo er sich zun\u00e4chst einige Monate in Rom aufhielt und endlich jene Monumente zu sehen bekam, \u00fcber die er in seiner Dissertation auf der Basis von Sekund\u00e4rliteratur gearbeitet hatte.<a href=\"#_ftn34\" id=\"return-footnote-34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> (Abb. 10) Die R\u00fcckreise nach Z\u00fcrich f\u00fchrte ihn 1867 \u00fcber Ravenna, dessen Baudenkm\u00e4ler ihn offenbar besonders beeindruckten. Es folgte die Mitarbeit an der Neuauflage von Carl Schnaases <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste<\/em>, f\u00fcr die er als Spezialist f\u00fcr \u00abaltchristliche\u00bb Kunst engagiert worden war. Gleichzeitig publizierte Rahn einen Aufsatz \u00fcber seinen Besuch in Ravenna und die dortigen Monumente sowie einige Miszellen zu Schweizer Kunstdenkm\u00e4lern, stets begleitet von eigenen Zeichnungen, mit denen er das Gesehene und Erlebte dokumentierte.<a href=\"#_ftn35\" id=\"return-footnote-35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> Seine Habilitation inklusive Ernennung zum Privatdozenten \u00abf\u00fcr das Fach der Kunstgeschichte, insbesondere des Mittelalters\u00bb erfolgte im Dezember 1868 auf Basis einer Probevorlesung, die sich mit dem Thema <em>Rom als Ausgangspunkt f\u00fcr die kirchliche Architektur des Occidents und Orients<\/em> wiederum der sogenannten byzantinischen Frage annahm, welche Rahn schon ins Zentrum seiner Dissertation gestellt hatte.<a href=\"#_ftn36\" id=\"return-footnote-36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Dass der konservative, tief im Z\u00fcrcher Patriziat verankerte Rahn in derselben Regierungsratssitzung vom 13. August 1870, an der die Wahl V\u00f6gelins zum Extraordinarius f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte vollzogen wurde, \u00abin Anerkennung\u00bb seiner \u00abbisherigen akademischen Lehrth\u00e4tigkeit\u00bb ebenfalls zum Extraordinarius \u00aban der philosophischen Faktult\u00e4t, Sektion I der Hochschule\u00bb, ernannt wurde, muss als kluger politischer Schachzug bezeichnet werden.<a href=\"#_ftn37\" id=\"return-footnote-37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> Allerdings war dies kein volles Extraordinariat, wie bisweilen zu lesen ist, sondern zun\u00e4chst eine Anstellung ohne Gehalt, so dass Rahn aus seinem Universit\u00e4tsjob einzig die sogenannten Kollegiengelder, d. h. die Direktabgaben der H\u00f6rer:innen f\u00fcr die von ihnen besuchten Veranstaltungen, einnahm und ansonsten vom eigenen Verm\u00f6gen oder jenem seiner Frau gelebt haben muss.<a href=\"#_ftn38\" id=\"return-footnote-38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Erst Anfang 1873 erhielt Rahn eine j\u00e4hrliche Besoldung von 1'000 Franken zugesprochen \u2013 bei gleichzeitiger Festlegung der Lehrverpflichtung auf zwei Wochenstunden.<a href=\"#_ftn39\" id=\"return-footnote-39\"><sup>[39]<\/sup><\/a> Dieses Ungleichgewicht in Bezahlung und Lehrdeputat scheint auch dann noch fortbestanden zu haben, als die beiden Extraordinarii 1877 zu ordentlichen Professoren bef\u00f6rdert wurden.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_385\" align=\"alignright\" width=\"204\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-204x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-385 size-medium\" width=\"204\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 11: Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ordentlichen Professor f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, ausgestellt am 13. Oktober 1876.<br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\nDie Bef\u00f6rderung des \u00abHerrn Salomon V\u00f6gelin von Z\u00fcrich, der Zeit au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Kultur und Kunstgeschichte an der philosophischen Facult\u00e4t I. Section der Hochschule, zum ordentlichen Professor f\u00fcr sechs Jahre mit der Verpflichtung zu Vorlesungen von wenigstens zehn bis zw\u00f6lf w\u00f6chentlichen Stunden, ferner zu besonderer Beth\u00e4tigung bei historischen Uebungen an der Lehramtsschule &amp; bei der historischen Fortbildung der Volksschullehrer gegen einen au\u00dfer den gew\u00f6hnlichen Collegiengeldern Frs. 4'500.- betragenden Jahresgehalt\u00bb (Abb. 11) wurde im Oktober 1876, mit Ablauf von V\u00f6gelins erster sechsj\u00e4hriger Amtszeit, beschlossen, \u00abjedoch in der Meinung, dass dieses neue Verh\u00e4ltnis erst auf Ostern 1877 in Kraft trete\u00bb.<a href=\"#_ftn40\" id=\"return-footnote-40\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Bei Rahn erfolgte die Bef\u00f6rderung erst ein halbes Jahr sp\u00e4ter, im Herbst 1877, und zwar auf Antrag der Fakult\u00e4t \u00abin Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft und seiner Wirksamkeit als akademischer Lehrer\u00bb; allerdings ging es bei Rahn lediglich um \u00abTitel, Rang und Befugnisse eines ordentlichen Professors\u00bb, ohne dass damit eine Erh\u00f6hung der bereits 1873 gew\u00e4hrten 1'000 Franken Jahresbesoldung verbunden gewesen w\u00e4re.<a href=\"#_ftn41\" id=\"return-footnote-41\"><sup>[41]<\/sup><\/a> Eine Anhebung des j\u00e4hrlichen Einkommens auf 2'000 Franken erfolgte bei Rahn erst 1882 \u2013 im Vergleich zu V\u00f6gelin immer noch eine bescheidene Entlohnung.<a href=\"#_ftn42\" id=\"return-footnote-42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> M\u00f6glicherweise war dies auch mit ein Grund, weshalb Rahn 1883 zus\u00e4tzlich zu seiner Universit\u00e4tsprofessur die Professur f\u00fcr Kunstgeschichte am Polytechnikum annahm; die Tatsache jedenfalls, dass sich Rahns j\u00e4hrliches Ruhegehalt ab 15. Oktober 1912 aus 1'000 Franken vom Kanton \u00abunter Verdankung der geleisteten Verdienste\u00bb an der Universit\u00e4t und 4'000 Franken \u00abvon der eidgen\u00f6ssischen technischen Hochschule\u00bb zusammensetzen sollte, l\u00e4sst annehmen, dass Rahns T\u00e4tigkeit am Polytechnikum wesentlich eintr\u00e4glicher war als seine Professur an der Universit\u00e4t.<a href=\"#_ftn43\" id=\"return-footnote-43\"><sup>[43]<\/sup><\/a> Leider starb Rahn, bevor diese Ruhegehaltsregelung in Kraft treten konnte.\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[1] Wyss, Georg von: Die Hochschule Z\u00fcrich in den Jahren 1833\u20131883. Festschrift zur f\u00fcnfzigsten Jahresfeier ihrer Stiftung, Z\u00fcrich 1883, S. 18\u201320 und 31; Gagliardi, Ernst\/Strohl, Jean: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1833\u20131933, in: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1833\u20131933 und ihre Vorl\u00e4ufer. Festgabe zur Jahrhundertfeier, hrsg. v. Erziehungsrat des Kantons Z\u00fcrich, bearbeitet von Ernst Gagliardi, Hans Nabholz und Jean Strohl, Z\u00fcrich 1938, S. 165\u2013920, hier S. 217\u2013371. Die zitierten Bereiche innerhalb der damaligen Philosophischen Fakult\u00e4t sind dem Vorlesungsverzeichnis vom Wintersemester 1833\/34 entnommen <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/vv\/1833w.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/vv\/1833w.html<\/a> (aufgerufen am 25. Mai 2022). <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[2] Vgl. die Aufstellung der kunsthistorischen Lehrkr\u00e4fte im deutschsprachigen Raum bei Kraus, Franz Xaver: \u00dcber das Studium der Kunstwissenschaft an deutschen Hochschulen, Strassburg\/London 1874, S. 12, Anm. 1; nur M\u00fcnchen und Wien waren ebenfalls doppelt besetzt, allerdings nicht mit zwei Ordinarien. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[3] Dilly, Heinrich: Kunstgeschichte als Institution. Studien zur Geschichte einer Disziplin, Frankfurt a. M. 1979, S. 240f.; R\u00f6ssler, Johannes: Universit\u00e4re Kunstgeschichte um 1864. Anton Springer als Lehrer Johann Rudolf Rahns, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 285\u2013289; zuletzt Wolter-von dem Knesebeck, Harald: Anton Springer in Bonn \u2013 sein Weg zur ersten ordentlichen Professur f\u00fcr Kunstgeschichte, in: Das Kunsthistorische Institut in Bonn, hrsg. v. Roland Kanz, Berlin\/M\u00fcnchen 2018, S. 82\u2013104. <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[4] Kernbauer, Eva et al.: Zur Einleitung: Drei Institutionen blicken auf ihren Gr\u00fcnder, in: Rudolf Eitelberger von Edelberg. Netzwerker der Kunstwelt, hrsg. v. Eva Kernbauer et al., Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 2019, S. 15\u201332, bes. S. 16\u201319. <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[5] Zur T\u00e4tigkeit Burckhardts am Polytechnikum siehe Tschanz, Martin: Die Bauschule am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum in Z\u00fcrich. Architekturlehre zur Zeit von Gottfried Semper (1855\u20131871), Z\u00fcrich 2015, S. 152\u2013158. <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[6] Oechsli, Wilhelm: Geschichte der Gr\u00fcndung des Eidg. Polytechnikums mit einer \u00dcbersicht seiner Entwicklung 1855\u20131905, Frauenfeld 1905, S. 3\u201317; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 472f. und 611\u2013617; Wyss, Beat: Die Institutionalisierung der Kunstgeschichte in der Schweiz, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler 38, Heft 3 (1987), S. 382\u2013398, hier S. 386f.; Tschanz 2015 (wie Anm. 5), S. 10\u201314. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[7] Tschanz 2015 (wie Anm. 5), S. 11\u201314 und 153. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[8] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 474f.; Reinle, Adolf: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich bis 1939, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1. Die Lehrst\u00fchle der Universit\u00e4ten in Basel, Bern, Freiburg und Z\u00fcrich von den Anf\u00e4ngen bis 1940. Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, hrsg. v. Schweizerischen Institut f\u00fcr Kunstwissenschaft (= Jahrbuch des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Kunstwissenschaft 1972\/73), Z\u00fcrich 1976, S. 71\u201388, hier S. 73 und 78. <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[9] Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 73f.; Meyer von Knonau, Gerold: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich in den Jahren 1883\u20131913, in: Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Festschrift des Regierungsrates zur Einweihung der Neubauten 18. April 1914, Z\u00fcrich o. J. [1914], S. 9\u2013100, hier S. 14\u201329; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 243f., 475\u2013477 und 761\u2013830. Zum ersten Universit\u00e4tsstandort im sog. Hinteramt auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Augustinerklosters zuletzt Abegg, Regine\/Barraud Wiener, Christine: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. II.1: Die Stadt Z\u00fcrich II.1. Altstadt links der Limmat, Sakralbauten, Bern 2002, S. 208f. und Abb. 221 auf S. 190. Zum Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und zum ETH-Hauptgeb\u00e4ude, beide an der R\u00e4mistrasse, zuletzt Crottet, Regula\/Grunder, Karl\/Rothenb\u00fchler, Verena: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. VI: Die Stadt Z\u00fcrich VI: Die Grossstadt Z\u00fcrich 1860\u20131940, Bern 2016, S. 194\u2013201 und 203\u2013212. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[10] Die Gesamtzahl von 275 bezieht sich auf das Sommersemester 1870, davon entfielen 49 auf die Philosophische Fakult\u00e4t; Bericht des akademischen Senates \u00fcber die Wirksamkeit der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, von Ostern 1870 bis Ostern 1871 (StAZH Z 70.3092, S. 363). Vgl. auch Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 471. Zur Argumentation mit Studierendenzahlen f\u00fcr den Ausbau der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich siehe den einleitenden Beitrag von Carola J\u00e4ggi in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[11] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 479\u2013481 sowie Anm. 2 auf S. 649f. und Anm. 1 auf S. 650f. Ebd. auf S. 484 Hinweis auf die in den 1860er-Jahren einsetzende langsame Entflechtung und Eigenprofilierung der beiden Z\u00fcrcher Hochschulen. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[12] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 642. Vgl. auch Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 71 und 93. <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[13] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 606\u2013608. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\"><\/a>[14] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 622\u2013640. <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\"><\/a>[15] StAZH U 94.1.11. Vgl. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 643\u2013645; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 73. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\"><\/a>[16] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 646. Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74f. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\"><\/a>[17] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\"><\/a>[18] Alle biographischen Angaben zu V\u00f6gelin aus Betulius, Walter: Friedrich Salomon V\u00f6gelin, 1837\u20131888. Sein Beitrag zum schweizerischen Geistesleben in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, Winterthur 1956. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), 75 und Abegg, Regine: Gemeinsam f\u00fcr die Schweizer Kunst und Kunstgeschichte \u2013 Friedrich Salomon V\u00f6gelin und Johann Rudolf Rahn, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 259\u2013268, bes. S. 261. Derzeit ist bei Prof. Dr. David Ganz, Universit\u00e4t Z\u00fcrich, eine Dissertation von Tadej Tassini zu V\u00f6gelin in Arbeit. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\"><\/a>[19] Zeugnisse und weitere Belege aus der Studienzeit im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.1). Eine im Sommer 1858 nachtr\u00e4glich aus dem Ged\u00e4chtnis aufgezeichnete Mitschrift V\u00f6gelins von Burckhardts \u00abErkleerung der Gipsabg\u00fcsse der Antiken im Museum zu Basel\u00bb findet sich im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.316.1). Zum Einfluss von Burckhardt auf V\u00f6gelin s. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\"><\/a>[20] Zu V\u00f6gelins Studien in Heidelberg und Berlin s. die entsprechenden Zeugnisse im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.1\u20132). <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\"><\/a>[21] V\u00f6gelin, [Friedrich] S[alomon]: Glasgem\u00e4lde aus der Schweiz im Berliner Museum, in: ASA 8, Heft 2 (1862), S. 37f. und Heft 3, S. 57\u201360; Ders.: Das Kloster R\u00fcti. Stiftung der Freiherren von Regensberg und Grabst\u00e4tte der Grafen von Toggenburg, in: MAGZ 14, Heft 2, 1862; V\u00f6gelin, Salomon, Sohn: Ueber die neuentdeckte Katakombe San Calisto zu Rom. Vortrag, gehalten in der Antiquarischen Gesellschaft zu Z\u00fcrich, 15. November 1862 (Neues schweizerisches Museum Bd. 2), Bern 1863, S. 142\u2013175. Ein ausf\u00fchrliches Verzeichnis von V\u00f6gelins Schriften findet sich in Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI\u2013XII. <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\"><\/a>[22] StAZH MM 2.163 RRB 1864\/0081. <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\"><\/a>[23] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 645. <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\"><\/a>[24] Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 89. <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\"><\/a>[25] Dieser Vortrag wurde unter demselben Titel und dem Untertitel <em>Vortrag, gehalten in der Akademischen Aula in Basel den 2. M\u00e4rz 1868<\/em> gedruckt in Winterthur 1868. Vgl. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91. <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\"><\/a>[26] StAZH U 109. 2, Teil 2; die zitierte Passage findet sich auf S. 6. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. Vgl. auch V\u00f6gelins Brief \u00aban seine Studiengenossen\u00bb vom 30. September und 1. Oktober 1871, in dem er schreibt, dass ihm im Zusammenspiel mit Rahn \u00abdie allgemeine Betrachtung der Kunst unter dem kulturgeschichtlichen Gesichtspunkt\u00bb bleibe und die Aufgabe zukomme, \u00abdie noch so sehr schwankende und wenig bebaute Kulturgeschichte zu einem akademischen Fach abzurunden\u00bb (ZBZ Ms. T 311. 268, Nachlass V\u00f6gelin), hier zitiert nach Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 95. <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\"><\/a>[27] StAZH U 109. 2 (Teil 2), S. 6. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn28\"><\/a>[28] Vgl. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 112f. Zu V\u00f6gelins \u00dcberzeugung, \u00abdie Massenbildung\u00bb f\u00f6rdern zu m\u00fcssen, s. den Nachruf von W. Oechsli in der NZZ, Nr. 305, 31. Oktober 1888, zitiert in Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91. Vgl. auch Hauser, Andreas: Provinzialit\u00e4t als St\u00e4rke. Rahns Konstruktion einer anti-elit\u00e4ren Schweizer Kunst, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 241\u2013252, hier S. 245f. Zur Lehramtsschule s. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 625 und 641. 1880 ging die Lehramtsschule in der Universit\u00e4t auf; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 740f. <a href=\"#return-footnote-28\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 28\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn29\"><\/a>[29] StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1856, S. 378f. und StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1940, S. 499f., weitere Dokumente \u2013 darunter auch V\u00f6gelins Brief vom 20. August 1870 mit der Bitte, die Amtsdauer auf sechs Jahre zu befristen, und seine ausf\u00fchrlichen Rechenschaftsberichte zu Ablauf der jeweils sechsj\u00e4hrigen Amtszeiten \u2013 finden sich im StAZH U 109.4.26. Der dem RRB vom 13. August 1870 zugrundeliegende Beschluss der Direction des Erziehungswesens des Kantons Z\u00fcrich vom 10. August 1870 findet sich im StAZH U 94.1.11, die entsprechende Ernennungsurkunde vom 24. August 1870 im Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2. Zu den Argumenten der Fakult\u00e4t, wieso V\u00f6gelin nicht schon 1870 zum Ordinarius ernannt wurde, s. das bei Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74 zitierte Fakult\u00e4tsgutachten vom 24. Juli 1870 im StAZH U 109.2 (Teil 1). <a href=\"#return-footnote-29\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 29\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn30\"><\/a>[30] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 646 (Zitat); Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 73f. Das Bewerbungsschreiben von Lemcke und das Fakult\u00e4tsgutachten vom 24. Juli 1870 zu Lemcke und V\u00f6gelin finden sich im StAZH U 109.2 (Teil 1). <a href=\"#return-footnote-30\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 30\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn31\"><\/a>[31] StAZH 109.4.27; unter den Unterzeichnern sind neun Theologen, drei Philosophen, ein Mediziner, ein Jurist und ein nicht zuweisbarer Student. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 645, Anm. 1; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74. <a href=\"#return-footnote-31\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 31\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn32\"><\/a>[32] Tavel, Hans Christoph von\/Vignau-Wilberg, Peter: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1976 (wie Anm. 8), S. 6f., hier S. 7. <a href=\"#return-footnote-32\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 32\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn33\"><\/a>[33] Rahn hat seine Dissertation seinen \u00abhochverehrten Lehrern, dem Herrn Dr. Wilhelm L\u00fcbke, Professor der Kunstgeschichte am k\u00f6nigl. Polytechnicum zu Stuttgart, und dem Herrn Dr. Anton Springer, Professor der Kunstgeschichte an der k\u00f6nigl. Preuss. Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t zu Bonn dankbar gewidmet\u00bb; Rahn, J[ohann] Rudolf: \u00dcber den Ursprung und die Entwicklung des christlichen Central- und Kuppelbaus, Leipzig 1866, Vorsatzblatt. Alle biographischen Angaben aus Isler-Hungerb\u00fchler, Ursula: Johann Rudolf Rahn. Begr\u00fcnder der schweizerischen Kunstgeschichte, Z\u00fcrich 1956, und aus den verschiedenen Beitr\u00e4gen in der ZAK 69, Heft 3+4 (2012), die anl\u00e4sslich von Rahns 100. Todestag erschien. Vgl. auch Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 735; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77f. sowie die diversen Nachrufe auf Rahn, insbesondere jene von Gerold Meyer von Knonau und Josef Zemp (vgl. Anm. 62, 75 und 98 in diesem Beitrag). <a href=\"#return-footnote-33\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 33\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn34\"><\/a>[34] \u00dcber Rahns Italienreise ausf\u00fchrlich Mondini, Daniela: Rahn in Rom und Ravenna. Arbeit an der \u00abbyzantinischen Frage\u00bb und an der eigenen Karriere, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 290\u2013306. <a href=\"#return-footnote-34\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 34\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn35\"><\/a>[35] Rahn, J[ohann] Rudolf: Ein Besuch in Ravenna, in: Jahrb\u00fccher f\u00fcr Kunstwissenschaft 1 (1868), S. 163\u2013182 und 273\u2013321. Zu Rahn als Zeichner siehe Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 107\u2013129; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77f.; Mondini, Daniela: Johann Rudolf Rahn \u2013 Zum 100. Todesjahr. Einf\u00fchrung, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 237\u2013240, hier S. 238; Wagner, Filine: Johann Rudolf Rahns Blick auf das fr\u00fchchristliche und mittelalterliche Rom: Katalog der Zeichnungen von Architektur, Bauskulptur und -ornamentik, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 307\u2013314; Hesse, Jochen: \u00abZeichnen ist nun mal meine Lust\u00bb \u2013 Das Bildarchiv Johann Rudolf Rahns, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 315\u2013336. <a href=\"#return-footnote-35\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 35\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn36\"><\/a>[36] Alle Dokumente im Zusammenhang mit Rahns Habilitation und seiner Ernennung zum Privatdozenten finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470z) und im StAZH U 109.6.45. Das erste Zitat stammt aus dem vom Conrad Bursian am 5. Dezember 1868 verfassten \u00abGutachten der ersten Section der philosophischen Facult\u00e4t der Hochschule \u00fcber das Habilitationsgesuch des Herrn Dr. phil. J. Rudolf Rahn\u00bb (StAZH U 109.6.45). Die von der Fakult\u00e4t am 23. Dezember 1868 beantragte Venia lautete dann lediglich auf \u00abKunstgeschichte\u00bb; vgl. das von Conrad Bursian erstellte \u00abGutachten der I Section der philos. Facult\u00e4t \u00fcber die Probevorlesung des Herrn Dr. phil. J. R. Rahn\u00bb (StAZH U 109.6.45). <a href=\"#return-footnote-36\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 36\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn37\"><\/a>[37] StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1856, S. 379f. Vgl. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 647 und 735. <a href=\"#return-footnote-37\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 37\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn38\"><\/a>[38] F\u00fcr seine Lehre im WS 1869\/70 erhielt Rahn, der damals noch Privatdozent war, vom Regierungsrat am 25. April 1870 eine Gratifikation von 200 Franken zugesprochen (StAZH MM 2.188 RRB 1870\/0914 und ZBZ FA Rahn 2470a). Vgl. auch die \u00abBestimmung v. Gratifikat. f\u00fcr d. nicht besoldeten Professoren u. Dozenten d. Hochschule u. v. Entsch\u00e4dig. f. d. v. d. Lehramtschule beth\u00e4tigten Dozenten\u00bb vom 6. Mai 1871 (StAZH MM 2.192 RRB 1871\/0940. 1876\/7) betrugen die Kollegiengelder pro H\u00f6rer:in und \u00abCollegium\u00bb 10 Franken; bei Rahn waren dies in dieser Zeit in zwei \u00abCollegien\u00bb jeweils vier Personen, also 40 Franken bzw. abz\u00fcglich der Einzugsgeb\u00fchr von 2% jeweils 38.20 Franken; die entsprechenden Rechnungen bzw. Auszahlungsanweisungen finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.za.3). <a href=\"#return-footnote-38\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 38\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn39\"><\/a>[39] Vgl. den \u00abBeschlu\u00df (des Regierungsrats) betr. d. Erh\u00f6hung d. Besoldungen an d. kant. Lehranstalten\u00bb vom 26. April 1873 (StAZH MM 2.200 RRB 1873\/1005). Vgl. auch die entsprechenden Dokumente im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 2470a). <a href=\"#return-footnote-39\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 39\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn40\"><\/a>[40] Die betreffende Urkunde befindet sich im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.2), der Entwurf dazu im StAZH U 109.4.26. Im selben Monat, in dem V\u00f6gelin von der Bef\u00f6rderung zum ordentlichen Professor erfuhr, beantragte er seine Entlassung aus dem Schuldienst des Lehrerseminars in K\u00fcsnacht; vgl. Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.2). <a href=\"#return-footnote-40\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 40\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn41\"><\/a>[41] Vgl. den Antrag des Erziehungsrates an den Regierungsrat vom 15. September 1877 und den entsprechenden Regierungsratsbeschluss (StAZH U 109.4.27 und StAZH MM 2.217 RRB 1877\/1614). Die Bef\u00f6rderung erfolgte explizit als Anerkennung f\u00fcr Rahns <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em>: \u00abDer Erziehungsrath findet sich in Uebereinstimmung mit der Ansicht der Fakult\u00e4t, es m\u00f6chte der gegenw\u00e4rtige Zeitpunkt, da der letzte Band dieser Arbeit des Hrn. Rahn die Presse verlassen, der geeignete sein, dem Verfasser die Anerkennung der Beh\u00f6rde in genannter Form auszusprechen.\u00bb Vgl. auch den Antrag der Fakult\u00e4t auf \u00dcbertragung des Titels und der Befugnisse eines ordentlichen Professors an Rahn vom 10. August 1877 (StAZH U 109.4.27). <a href=\"#return-footnote-41\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 41\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn42\"><\/a>[42] In dem am 14. Juni 1870 gestellten Antrag der Erziehungsdirektion an den Regierungsrat auf Erh\u00f6hung von Rahns Gehalt wird darauf verwiesen, dass Rahn selbst auf das Ungleichgewicht in der Besoldung hingewiesen hatte, unter anderem mit dem Argument, \u00abdass die Notwendigkeit unabl\u00e4ssiger Forschungsreisen zu eigner Anschauung des wissenschaftlichen Materials und die Anschaffung eines ungew\u00f6hnlich kostspieligen Apparates von bibliothekarischen und artistischen Hilfsmitteln ihm Opfer auferlegen, die den Betrag der verabreichten Besoldung weit \u00fcbersteigen\u00bb. Der Erziehungsrat hatte selbst bereits mehrfach angemerkt, \u00abdass die bisherige Jahresbesoldung von 1'000frs. der hervorragenden T\u00e4tigkeit des Herrn Prof. Rahn auf dem Gebiete der historischen Kunst nicht angemessen sei\u00bb, doch habe die Beh\u00f6rde \u00ab[i]n Anbetracht des Umstandes [...], dass unsre Hochschule darauf verzichten muss, auch einen zweiten Lehrstuhl der Kunstgeschichte mit einer vollen Besoldung auszustatten, [...] bisher unterlassen, eine Ver\u00e4nderung in den bisherigen Ver\u00e4nderungen von sich aus zu veranlassen\u00bb, weshalb der Erziehungsrat die Verdoppelung der bisherigen Bez\u00fcge auf 2'000 Franken beantragte (StAZH U 109.4.27). Vgl. auch ZBZ, FA Rahn 2470a. <a href=\"#return-footnote-42\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 42\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn43\"><\/a>[43] Der RRB vom 21. M\u00e4rz 1912 und der zugrundeliegende Antrag der Erziehungsdirektion finden sich im StAZH U 109.4.27; vgl. StAZH MM 3.26 RRB 1912\/0612 und ZBZ FA Rahn 1470.z.5. Genau rekonstruieren l\u00e4sst sich die Zusammensetzung von Rahns Einkommen nicht; im Nachlass Rahn in der ZBZ (FA Rahn 2470a) findet sich ein Dokument vom 12. Oktober 1899, mit dem Rahn der regierungsr\u00e4tliche Bescheid kommuniziert wurde, ihm r\u00fcckwirkend zum 1. Oktober 1899 einen Jahressold von 1'500 Franken zu gew\u00e4hren. Vermutlich war Rahn mit Aufnahme seiner T\u00e4tigkeit am Polytechnikum der Lohn an der Universit\u00e4t auf 1'000 Franken zur\u00fcckgek\u00fcrzt worden. Zur T\u00e4tigkeit Rahns am Polytechnikum s. Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 99; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 735. <a href=\"#return-footnote-43\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 43\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Als die Universit\u00e4t Z\u00fcrich zum Sommersemester 1833 ihren Betrieb aufnahm, lag der Gedanke an eine Professur f\u00fcr Kunstgeschichte noch in weiter Ferne. Zwar besass die damals neu gegr\u00fcndete Z\u00fcrcher Hochschule neben der Theologischen, der Staatswissenschaftlichen und der Medizinischen Fakult\u00e4t auch eine Philosophische Fakult\u00e4t, doch verteilten sich die dort t\u00e4tigen acht Professoren auf die Bereiche Philosophie, Klassische Philologie und Altertumskunde, Geschichte, Mathematik und Naturkunde.<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Die Kunstgeschichte erhielt \u2013 in Kombination mit Kulturgeschichte \u2013 erst 1870 eine institutionelle Verankerung, als mit Friedrich Salomon V\u00f6gelin (* 1837) und Johann Rudolf Rahn (* 1841) gleich zwei Extraordinarii f\u00fcr dieses Fachgebiet ernannt wurden. Dadurch, und erst recht nach der sieben Jahre sp\u00e4ter wiederum etwa gleichzeitig erfolgten Bef\u00f6rderung von V\u00f6gelin und Rahn zu ordentlichen Professoren, wurde die Kunstgeschichte nicht nur zu einem der personell am besten dotierten geisteswissenschaftlichen F\u00e4cher an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, sondern diese auch auf einen Schlag zur f\u00fchrenden Hochschule f\u00fcr dieses Fachgebiet im deutschen Sprachraum.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Auch andernorts entstanden in dieser Zeit kunstwissenschaftliche Professuren, jedoch nie wie in Z\u00fcrich in Doppelformation. In Deutschland war das erste Ordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte 1860 an der Universit\u00e4t Bonn eingerichtet und mit Anton Springer, seit 1858 ebendort Extraordinarius, besetzt worden, der mit seinem Wechsel 1872 nach Strassburg und ein Jahr sp\u00e4ter (1873) nach Leipzig auch dort jeweils der Kunstgeschichte zur universit\u00e4ren Institutionalisierung verhalf.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> In \u00d6sterreich war es die Universit\u00e4t Wien, wo 1864 Rudolf Eitelberger von Edelberg, der damals schon \u00fcber zehn Jahre als Extraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte und Kunstarch\u00e4ologie gewirkt hatte, zum ersten ordentlichen Professor f\u00fcr Kunstgeschichte ernannt wurde.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_377\" aria-describedby=\"caption-attachment-377\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-300x210.jpg\" alt=\"Blick von S\u00fcdosten auf die Baustelle des Kollegiengeb\u00e4udes\" class=\"wp-image-377 size-medium\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-300x210.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-768x537.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-1536x1074.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-2048x1432.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-65x45.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-225x157.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_1-350x245.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-377\" class=\"wp-caption-text\">Abb 1: Blick von S\u00fcdosten auf die Baustelle des Kollegiengeb\u00e4udes, Foto vom 3. Juli 1911; im Hintergrund das 1864 errichtete Hauptgeb\u00e4ude der ETH, in dessen S\u00fcdfl\u00fcgel die Universit\u00e4t bis zur Fertigstellung des neuen Kollegiengeb\u00e4udes 1914 untergebracht war. Rechts im Mittelgrund das Geb\u00e4ude der 1896 er\u00f6ffneten Augenklinik, wo das Kunsthistorische Institut seit 1954 residiert. <br \/>KHIST 433 IV.13; Foto: Mediathek KHIST.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Z\u00fcrich selbst war bereits 1855 Standort eines Ordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie, doch war dieses nicht an der Universit\u00e4t, sondern am damals neu gegr\u00fcndeten Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum untergebracht und mit Jacob Burckhardt besetzt worden, was den Stellenwert, den man dem Fach dort beimass, dokumentiert.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> Das Polytechnikum geht auf eine schon in der Helvetik formulierte Idee einer gesamtschweizerischen Meta-Universit\u00e4t zur\u00fcck, war dann aber angesichts der Vorbehalte aus der Westschweiz auf eine technische Ausbildungsst\u00e4tte redimensioniert worden, die vor allem f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ingenieure, Architekten und Techniker aller Art gedacht war.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Die Kunstgeschichte war dort in der sogenannten Abteilung VI, der \u00abphilosophischen und staatswissenschaftlichen Abteilung\u00bb, untergebracht, die nebst Physik und Mathematik diverse F\u00e4cher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften umfasste.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_378\" aria-describedby=\"caption-attachment-378\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-300x202.jpg\" alt=\"Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t\" class=\"wp-image-378 size-medium\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-300x202.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-1024x688.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-768x516.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-1536x1033.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-2048x1377.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-65x44.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-225x151.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_2-350x235.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-378\" class=\"wp-caption-text\">Abb 2: Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t (links), rechts davon die alte Augenklinik, ganz rechts und dahinter das Hauptgeb\u00e4ude der ETH, nun mit dem 1915 durch Gustav Gull angef\u00fcgten Ostanbau inklusive \u00fcberkuppelter Rotunde; Foto vom 12. Februar 1979.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Angebot richtete sich einerseits an die Studenten der eigenen f\u00fcnf Fachschulen, andererseits aber auch an jene der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t,<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-8\"><sup>[8]<\/sup><\/a> mit der man damals auch die R\u00e4umlichkeiten teilte \u2013 zun\u00e4chst im sogenannten Hinteramt in den einstigen Klausurgeb\u00e4uden der Augustinerkirche am Fr\u00f6schengraben (heute Bahnhofstrasse), seit 1864 im Semper\u2019schen Schulgeb\u00e4ude an der R\u00e4mistrasse 101 (Abb. 1), aus dem die Universit\u00e4t nach Fertigstellung des neuen Kollegienhauses 1914 auszog (Abb. 2).<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> Weshalb also sollte dieses Angebot, das doch auch den Studierenden der Universit\u00e4t offenstand, verdoppelt, ja gar verdreifacht werden? Die Studierendenzahl an der Z\u00fcrcher Hochschule war seit dem Gr\u00fcndungsjahr 1833 zwar sukzessive angewachsen, war mit insgesamt 275 Immatrikulierten im Jahre 1870 aber immer noch \u00fcberschaubar gering, so dass hier dieses Argument, das dann in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Rolle bei Ausbauw\u00fcnschen spielen sollte, getrost \u00fcbergangen werden kann.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wichtiger d\u00fcrfte die Tatsache gewesen sein, dass sich die anf\u00e4nglich erspriessliche Kohabitation der beiden Hochschulen in Z\u00fcrich im Laufe der 1860er-Jahre zusehends verschlechterte, sprich: die Zug\u00e4nglichkeit der Polytechnikum-Kurse f\u00fcr Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige sukzessive eingeschr\u00e4nkt wurde.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Allerdings hatte die Philosophische Fakult\u00e4t I der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t, die seit Inkrafttreten des neuen Unterrichtsgesetzes von 1859 nur noch die Geistes- und Sozialwissenschaften umfasste, schon 1862 auf Nachfrage des damals liberalen Erziehungsrates, welche neuen Lehrf\u00e4cher und Lehrkr\u00e4fte sie zur \u00abHebung der Hochschule\u00bb einzuf\u00fchren w\u00fcnsche, neben Ordinariaten f\u00fcr Schweizergeschichte und vergleichende Sprachkunde einen Lehrstuhl der Kunstarch\u00e4ologie genannt, ausserdem Professuren f\u00fcr die romanischen Sprachen und Literaturen \u2013 \u00abwegen der heimischen Sprachverh\u00e4ltnisse\u00bb.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Damit nahm sie Bezug auf das bereits genannte neue Unterrichtsgesetz von 1859, in dem in Blick auf den Hochschulunterricht explizit eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der \u00abErfordernisse der Gegenwart\u00bb und der \u00abbesonderen Bed\u00fcrfnisse der Schweiz\u00bb gefordert wurde.<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> Die Umsetzung dieser W\u00fcnsche erfolgte allerdings erst, nachdem sich das politische Seilziehen zwischen Liberalen und Demokraten zugunsten letzterer entschieden und der demokratische Erziehungsdirektor Kaspar Sieber 1869 sein Amt angetreten hatte.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-14\"><sup>[14]<\/sup><\/a> Im M\u00e4rz 1870 stellte Sieber beim Regierungsrat den Antrag auf Einrichtung von vier neuen Universit\u00e4tsprofessuren mit der Begr\u00fcndung, \u00abeinige Zweige der Wissenschaft, die theils durch Bed\u00fcrfnisse der Gegenwart hervorgerufen sind [&#8230;], theils bei der Verbindung der Lehramtsschule mit der Hochschule unentbehrlich erscheinen\u00bb, seien \u00abbis jetzt [&#8230;] an unserer Hochschule gar nicht oder doch in ungen\u00fcgender Weise vertreten\u00bb.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_379\" aria-describedby=\"caption-attachment-379\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-236x300.jpg\" alt=\"Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, Daguerreotypie, undatiert (ca. 1857).\" class=\"wp-image-379\" width=\"211\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-236x300.jpg 236w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-804x1024.jpg 804w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-768x978.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-1206x1536.jpg 1206w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-1608x2048.jpg 1608w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-65x83.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-225x287.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-350x446.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_3-scaled.jpg 2010w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-379\" class=\"wp-caption-text\">Abb 3: Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, Daguerreotypie, undatiert (ca. 1857).<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung AWP 500:21; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_380\" aria-describedby=\"caption-attachment-380\" style=\"width: 191px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-201x300.png\" alt=\"Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, undatiert (ca. 1885).\" class=\"wp-image-380\" width=\"191\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-201x300.png 201w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-687x1024.png 687w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-768x1145.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-1031x1536.png 1031w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-1374x2048.png 1374w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-65x97.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4-350x522.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_4.png 2013w\" sizes=\"(max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-380\" class=\"wp-caption-text\">Abb 4: Portr\u00e4t von Friedrich Salomon V\u00f6gelin, undatiert (ca. 1885). <br \/>UZH-Archiv AB.1.1052; Foto: UZH-Archiv.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unter den w\u00fcnschenswerten \u00abLehrstellen\u00bb nannte Sieber auch explizit eine \u00abf\u00fcr Culturgeschichte und insbesondere Kunstgeschichte\u00bb. Diese wurde im April 1870 vom Regierungsrat bewilligt, im Mai desselben Jahres ausgeschrieben und im August mit Friedrich Salomon V\u00f6gelin (Abb. 3 und 4), einem \u00abGesinnungsgenossen\u00bb von Sieber, besetzt.<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> V\u00f6gelin war zu diesem Zeitpunkt Pfarrer in Uster, woher ihn Sieber kannte, der vor seinem Wechsel in die Erziehungsdirektion in Uster als Sekundarlehrer gewirkt hatte.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Der 1837 in Z\u00fcrich geborene V\u00f6gelin hatte 1857\u20131861 in Basel und Z\u00fcrich Theologie studiert und im April 1861 sein Studium in Z\u00fcrich mit der Ordination zum Pfarrer abgeschlossen.<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_381\" aria-describedby=\"caption-attachment-381\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-300x225.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-381 size-medium\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-300x225.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-768x576.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-65x49.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-225x169.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_5-350x263.jpg 350w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-381\" class=\"wp-caption-text\">Abb 5: Jacob Burckhardt, der 1858 seinen Lehrstuhl am Polytechnikum in Z\u00fcrich zugunsten eines Ordinariats f\u00fcr Geschichte in Basel aufgab, aber offenbar auch w\u00e4hrend seiner Z\u00fcrcher Zeit regelm\u00e4ssig in Basel gelehrt hatte, bescheinigte V\u00f6gelin f\u00fcr den Besuch der Lehrveranstaltung \u00abErkl\u00e4rung der G\u00ffpsabg\u00fc\u00dfe\u00bb im Wintersemester 1857\/58 \u00abunausgesetzten Besuch\u00bb. Der entsprechende Eintrag findet sich unmittelbar \u00fcber dem Block zum Wintersemester 1857\/58, bezieht sich also auf das Sommersemester 1857; Detail aus dem Basler Testatbuch von F. S. V\u00f6gelin.<br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.1; Foto: Carola J\u00e4ggi.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Insbesondere in Basel hatte er neben theologischen Lehrveranstaltungen regelm\u00e4ssig Vorlesungen und \u00dcbungen aus Nachbardisziplinen besucht, unter anderem bei Jacob Burckhardt (Abb. 5), dessen kulturhistorischer Ansatz ihn nach eigener Aussage nachhaltig pr\u00e4gte.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Als frisch ordinierter Theologe war V\u00f6gelin 1861\/2 durch Deutschland und Italien gereist, hatte an den Universit\u00e4ten Heidelberg und Berlin an kunsthistorischen Lehrveranstaltungen teilgenommen und in Florenz und Rom die Werke der Antike und der Renaissance studiert.<a href=\"#_ftn20\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> Frucht seiner Italienreise war ein Aufsatz <em>\u00dcber die neuentdeckte Katakombe San Callisto in Rom<\/em>, der 1863 \u2013 ein Jahr sp\u00e4ter als seine Beitr\u00e4ge zu <em>Glasgem\u00e4lde[n] aus der Schweiz im Berliner Museum<\/em> und zum Kloster R\u00fcti \u2013 erschien.<a href=\"#_ftn21\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> Zur\u00fcck in der Schweiz, nahm er gegen Ende des Jahres 1862 eine Pfarrverweserstelle in Uster an, die 1864 in eine volle Pfarrstelle umgewandelt wurde.<a href=\"#_ftn22\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Mit seinen theologischen Positionen stiess V\u00f6gelin bei seinen Pfarrkollegen in Z\u00fcrich und Umgebung zunehmend auf Kritik, wohl beg\u00fcnstigt durch sein politisches Engagement f\u00fcr die radikaldemokratische Bewegung, deren Interessen er seit 1869 im Kantonsrat vertrat.<a href=\"#_ftn23\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Gr\u00fcnde genug also f\u00fcr eine berufliche Umorientierung, die V\u00f6gelin 1869 gemeinsam mit Sieber in die Wege geleitet haben d\u00fcrfte. In diesem Zusammenhang muss auch V\u00f6gelins Vortragsreihe zu Raffael gesehen werden, durchgef\u00fchrt im Winter 1869\/70 in Z\u00fcrich \u00abvor gemischtem, sehr zahlreichem Publikum\u00bb und wohl gezielt dazu gedacht, den Referenten als Kunsthistoriker zu positionieren.<a href=\"#_ftn24\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Seine Vorstellungen zur Kulturgeschichte und insbesondere zur Bedeutung der Kunst als \u00abpopul\u00e4re \u00dcbersetzung\u00bb religi\u00f6ser, politischer und sozialer Weltanschauungen hatte V\u00f6gelin bereits 1868 in einem in Basel gehaltenen Vortrag \u00fcber <em>Die Religion im Spiegel der Kunst<\/em> dargelegt.<a href=\"#_ftn25\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> In seinem Bewerbungsschreiben auf die im Mai 1870 ausgeschriebene Z\u00fcrcher Professur betonte V\u00f6gelin dann erneut, \u00abdass die Geschichte \u00fcberhaupt auf die Kulturgeschichte insbesondere nicht ohne Beiziehung der Kunstdenkm\u00e4ler betrieben werden\u00bb k\u00f6nne, da sich in diesen \u00abder Geist einer Zeit\u00bb meist viel bestimmter ausspreche \u00abals im blo\u00dfen Worte\u00bb.<a href=\"#_ftn26\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Prim\u00e4r gehe es darum, den Studierenden die \u00abrichtige wissenschaftliche Methode\u00bb zu vermitteln und sie f\u00fcr das Wichtige zu sensibilisieren. Dazu eigne sich die Kulturgeschichte der Schweiz aufgrund des \u00fcberblickbaren Umfangs bei gleichzeitigem \u00abinnern Reichthum\u00bb geradezu prototypisch. Er erinnert daran, dass die Z\u00fcrcher Uni vor allem f\u00fcr Landeskinder gedacht sei, denen die Kulturgeschichte \u00abzur Heimatkunde im h\u00f6hern geschichtlichen Sinne\u00bb werden solle.<a href=\"#_ftn27\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a> Damit lag V\u00f6gelin ganz auf der Linie der demokratischen Bildungspolitik, die eine breite Volksbildung anstrebte und nicht zuletzt f\u00fcr die Volksschul- und Sekundarlehrer, f\u00fcr die 1869 an der Z\u00fcrcher Universit\u00e4t eine eigene Lehramtsschule eingerichtet worden war, eine solide Ausbildung forderte.<a href=\"#_ftn28\" id=\"return-footnote-28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_382\" aria-describedby=\"caption-attachment-382\" style=\"width: 203px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-203x300.png\" alt=\"Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Cultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\" class=\"wp-image-382 size-medium\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-203x300.png 203w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-692x1024.png 692w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-768x1137.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-1037x1536.png 1037w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-1383x2048.png 1383w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-65x96.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-225x333.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_6-350x518.png 350w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-382\" class=\"wp-caption-text\">Abb 6: Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Cultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, ausgestellt am 24. August 1870. <br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 13. August 1870 wurde V\u00f6gelin vom Z\u00fcrcher Regierungsrat zum Extraordinarius f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte berufen \u00abmit der Verpflichtung zu Vorlesungen von wenigstens 4 bis 6 w\u00f6chentlichen Stunden sowie zu besonderer Beth\u00e4tigung an historischen Uebungen, an der Lehramtsschule, &amp; f\u00fcr die historische Fortbildung der Volksschullehrer, gegen einen [sic] au\u00dfer den gesetzlichen Collegiengeldern zweitausend Franken &amp; eintausend Franken Zulage betragenden Jahresgehalt\u00bb und \u2013 auf eigenen Wunsch V\u00f6gelins \u2013 befristet auf sechs Jahre, ganz im Sinne seiner demokratischen Grund\u00fcberzeugung, die das Prinzip der Lebensl\u00e4nglichkeit auch f\u00fcr Universit\u00e4tslehrerstellen ablehnte.<a href=\"#_ftn29\" id=\"return-footnote-29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> (Abb. 6) Auf die ausgeschriebene Professur hatte sich nur ein weiterer Kandidat, \u00abein gewisser Dr. Lemcke aus Heidelberg\u00bb, beworben, Extraordinarius f\u00fcr \u00c4sthetik und deutsche Literaturgeschichte an der Universit\u00e4t Heidelberg und Verfasser einer 1867 bereits in Zweitauflage erschienenen <em>Popul\u00e4re[n] \u00c4sthetik<\/em>, der von der Fakult\u00e4t jedoch disqualifiziert wurde, da er die Kulturgeschichte nicht abdecke und deshalb die Anforderungen der zu besetzenden Stelle nur teilweise erf\u00fclle.<a href=\"#_ftn30\" id=\"return-footnote-30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> F\u00fcnfzehn Studierende aus allen Fakult\u00e4ten hatten zudem im Mai 1870 beim Erziehungsrat eine Petition eingereicht und darin in Hinblick auf die ausgeschriebene Professur ein Wort f\u00fcr \u2039ihren\u203a Dozenten \u00abDr. Rudolf Rahn\u00bb eingelegt.<a href=\"#_ftn31\" id=\"return-footnote-31\"><sup>[31]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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Johann Rudolf Rahn, 1866.\" class=\"wp-image-384\" width=\"153\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-245x300.png 245w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-837x1024.png 837w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-768x940.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-1255x1536.png 1255w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-1673x2048.png 1673w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_9-65x80.png 65w, 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Person, Rahn III 17; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach ersten Studienerfahrungen (ab Wintersemester 1860\/61) in seiner Heimatstadt, wo er vor allem bei Wilhelm L\u00fcbke und Gottfried Semper am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum h\u00f6rte, ist Rahn 1863 nach Bonn gewechselt und hat dort bei Anton Springer seine Dissertation <em>\u00dcber den Ursprung und die Entwicklung des christlichen Central- und Kuppelbaus<\/em> begonnen, die er anschliessend \u2013 1864\/5 \u2013 in Berlin und Dresden niederschrieb und 1866 \u2013 bereits publiziert \u2013 in Z\u00fcrich einreichte.<a href=\"#_ftn33\" id=\"return-footnote-33\"><sup>[33]<\/sup><\/a> (Abb. 9)<\/p>\n<figure id=\"attachment_407\" aria-describedby=\"caption-attachment-407\" style=\"width: 203px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-224x300.png\" alt=\"Rom, Casa dei Crescenzi, Bleistiftzeichnung von Johann Rudolf Rahn\" class=\"wp-image-407\" width=\"203\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-224x300.png 224w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-765x1024.png 765w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-768x1027.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-65x87.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-225x301.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10-350x468.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_10.png 971w\" sizes=\"(max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-407\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 10: Rom, Casa dei Crescenzi, Bleistiftzeichnung von Johann Rudolf Rahn, datiert 29. Januar 1867 und beschriftet: \u00abHaus des Pilatus (Cola di Rienzi-Crescentius) bei Ponte Rotte, Rom\u00bb. Nicht selten hat sich Rahn \u2013 wie auch auf dieser Zeichnung \u2013 selbst als Zeichner mit ins Bild gebracht.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung Rahn La, 214; https:\/\/doi.org\/10.7891\/e-manuscripta-46405 (aufgerufen am 25. Mai 2022).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unmittelbar nach der Promotion im Oktober 1866 reiste er nach Italien, wo er sich zun\u00e4chst einige Monate in Rom aufhielt und endlich jene Monumente zu sehen bekam, \u00fcber die er in seiner Dissertation auf der Basis von Sekund\u00e4rliteratur gearbeitet hatte.<a href=\"#_ftn34\" id=\"return-footnote-34\"><sup>[34]<\/sup><\/a> (Abb. 10) Die R\u00fcckreise nach Z\u00fcrich f\u00fchrte ihn 1867 \u00fcber Ravenna, dessen Baudenkm\u00e4ler ihn offenbar besonders beeindruckten. Es folgte die Mitarbeit an der Neuauflage von Carl Schnaases <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste<\/em>, f\u00fcr die er als Spezialist f\u00fcr \u00abaltchristliche\u00bb Kunst engagiert worden war. Gleichzeitig publizierte Rahn einen Aufsatz \u00fcber seinen Besuch in Ravenna und die dortigen Monumente sowie einige Miszellen zu Schweizer Kunstdenkm\u00e4lern, stets begleitet von eigenen Zeichnungen, mit denen er das Gesehene und Erlebte dokumentierte.<a href=\"#_ftn35\" id=\"return-footnote-35\"><sup>[35]<\/sup><\/a> Seine Habilitation inklusive Ernennung zum Privatdozenten \u00abf\u00fcr das Fach der Kunstgeschichte, insbesondere des Mittelalters\u00bb erfolgte im Dezember 1868 auf Basis einer Probevorlesung, die sich mit dem Thema <em>Rom als Ausgangspunkt f\u00fcr die kirchliche Architektur des Occidents und Orients<\/em> wiederum der sogenannten byzantinischen Frage annahm, welche Rahn schon ins Zentrum seiner Dissertation gestellt hatte.<a href=\"#_ftn36\" id=\"return-footnote-36\"><sup>[36]<\/sup><\/a> Dass der konservative, tief im Z\u00fcrcher Patriziat verankerte Rahn in derselben Regierungsratssitzung vom 13. August 1870, an der die Wahl V\u00f6gelins zum Extraordinarius f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte vollzogen wurde, \u00abin Anerkennung\u00bb seiner \u00abbisherigen akademischen Lehrth\u00e4tigkeit\u00bb ebenfalls zum Extraordinarius \u00aban der philosophischen Faktult\u00e4t, Sektion I der Hochschule\u00bb, ernannt wurde, muss als kluger politischer Schachzug bezeichnet werden.<a href=\"#_ftn37\" id=\"return-footnote-37\"><sup>[37]<\/sup><\/a> Allerdings war dies kein volles Extraordinariat, wie bisweilen zu lesen ist, sondern zun\u00e4chst eine Anstellung ohne Gehalt, so dass Rahn aus seinem Universit\u00e4tsjob einzig die sogenannten Kollegiengelder, d. h. die Direktabgaben der H\u00f6rer:innen f\u00fcr die von ihnen besuchten Veranstaltungen, einnahm und ansonsten vom eigenen Verm\u00f6gen oder jenem seiner Frau gelebt haben muss.<a href=\"#_ftn38\" id=\"return-footnote-38\"><sup>[38]<\/sup><\/a> Erst Anfang 1873 erhielt Rahn eine j\u00e4hrliche Besoldung von 1&#8217;000 Franken zugesprochen \u2013 bei gleichzeitiger Festlegung der Lehrverpflichtung auf zwei Wochenstunden.<a href=\"#_ftn39\" id=\"return-footnote-39\"><sup>[39]<\/sup><\/a> Dieses Ungleichgewicht in Bezahlung und Lehrdeputat scheint auch dann noch fortbestanden zu haben, als die beiden Extraordinarii 1877 zu ordentlichen Professoren bef\u00f6rdert wurden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_385\" aria-describedby=\"caption-attachment-385\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-204x300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-385 size-medium\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-204x300.png 204w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-696x1024.png 696w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-768x1130.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-1044x1536.png 1044w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-1392x2048.png 1392w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-65x96.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-225x331.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11-350x515.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_11.png 1529w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-385\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: Ernennungsurkunde von Friedrich Salomon V\u00f6gelin zum ordentlichen Professor f\u00fcr Kultur- und Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, ausgestellt am 13. Oktober 1876.<br \/>Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Bef\u00f6rderung des \u00abHerrn Salomon V\u00f6gelin von Z\u00fcrich, der Zeit au\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Kultur und Kunstgeschichte an der philosophischen Facult\u00e4t I. Section der Hochschule, zum ordentlichen Professor f\u00fcr sechs Jahre mit der Verpflichtung zu Vorlesungen von wenigstens zehn bis zw\u00f6lf w\u00f6chentlichen Stunden, ferner zu besonderer Beth\u00e4tigung bei historischen Uebungen an der Lehramtsschule &amp; bei der historischen Fortbildung der Volksschullehrer gegen einen au\u00dfer den gew\u00f6hnlichen Collegiengeldern Frs. 4&#8217;500.- betragenden Jahresgehalt\u00bb (Abb. 11) wurde im Oktober 1876, mit Ablauf von V\u00f6gelins erster sechsj\u00e4hriger Amtszeit, beschlossen, \u00abjedoch in der Meinung, dass dieses neue Verh\u00e4ltnis erst auf Ostern 1877 in Kraft trete\u00bb.<a href=\"#_ftn40\" id=\"return-footnote-40\"><sup>[40]<\/sup><\/a> Bei Rahn erfolgte die Bef\u00f6rderung erst ein halbes Jahr sp\u00e4ter, im Herbst 1877, und zwar auf Antrag der Fakult\u00e4t \u00abin Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft und seiner Wirksamkeit als akademischer Lehrer\u00bb; allerdings ging es bei Rahn lediglich um \u00abTitel, Rang und Befugnisse eines ordentlichen Professors\u00bb, ohne dass damit eine Erh\u00f6hung der bereits 1873 gew\u00e4hrten 1&#8217;000 Franken Jahresbesoldung verbunden gewesen w\u00e4re.<a href=\"#_ftn41\" id=\"return-footnote-41\"><sup>[41]<\/sup><\/a> Eine Anhebung des j\u00e4hrlichen Einkommens auf 2&#8217;000 Franken erfolgte bei Rahn erst 1882 \u2013 im Vergleich zu V\u00f6gelin immer noch eine bescheidene Entlohnung.<a href=\"#_ftn42\" id=\"return-footnote-42\"><sup>[42]<\/sup><\/a> M\u00f6glicherweise war dies auch mit ein Grund, weshalb Rahn 1883 zus\u00e4tzlich zu seiner Universit\u00e4tsprofessur die Professur f\u00fcr Kunstgeschichte am Polytechnikum annahm; die Tatsache jedenfalls, dass sich Rahns j\u00e4hrliches Ruhegehalt ab 15. Oktober 1912 aus 1&#8217;000 Franken vom Kanton \u00abunter Verdankung der geleisteten Verdienste\u00bb an der Universit\u00e4t und 4&#8217;000 Franken \u00abvon der eidgen\u00f6ssischen technischen Hochschule\u00bb zusammensetzen sollte, l\u00e4sst annehmen, dass Rahns T\u00e4tigkeit am Polytechnikum wesentlich eintr\u00e4glicher war als seine Professur an der Universit\u00e4t.<a href=\"#_ftn43\" id=\"return-footnote-43\"><sup>[43]<\/sup><\/a> Leider starb Rahn, bevor diese Ruhegehaltsregelung in Kraft treten konnte.<\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[1] Wyss, Georg von: Die Hochschule Z\u00fcrich in den Jahren 1833\u20131883. Festschrift zur f\u00fcnfzigsten Jahresfeier ihrer Stiftung, Z\u00fcrich 1883, S. 18\u201320 und 31; Gagliardi, Ernst\/Strohl, Jean: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1833\u20131933, in: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1833\u20131933 und ihre Vorl\u00e4ufer. Festgabe zur Jahrhundertfeier, hrsg. v. Erziehungsrat des Kantons Z\u00fcrich, bearbeitet von Ernst Gagliardi, Hans Nabholz und Jean Strohl, Z\u00fcrich 1938, S. 165\u2013920, hier S. 217\u2013371. Die zitierten Bereiche innerhalb der damaligen Philosophischen Fakult\u00e4t sind dem Vorlesungsverzeichnis vom Wintersemester 1833\/34 entnommen <a href=\"https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/vv\/1833w.html\">https:\/\/www.histvv.uzh.ch\/vv\/1833w.html<\/a> (aufgerufen am 25. Mai 2022). <a href=\"#return-footnote-1\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 1\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[2] Vgl. die Aufstellung der kunsthistorischen Lehrkr\u00e4fte im deutschsprachigen Raum bei Kraus, Franz Xaver: \u00dcber das Studium der Kunstwissenschaft an deutschen Hochschulen, Strassburg\/London 1874, S. 12, Anm. 1; nur M\u00fcnchen und Wien waren ebenfalls doppelt besetzt, allerdings nicht mit zwei Ordinarien. <a href=\"#return-footnote-2\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 2\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[3] Dilly, Heinrich: Kunstgeschichte als Institution. Studien zur Geschichte einer Disziplin, Frankfurt a. M. 1979, S. 240f.; R\u00f6ssler, Johannes: Universit\u00e4re Kunstgeschichte um 1864. Anton Springer als Lehrer Johann Rudolf Rahns, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 285\u2013289; zuletzt Wolter-von dem Knesebeck, Harald: Anton Springer in Bonn \u2013 sein Weg zur ersten ordentlichen Professur f\u00fcr Kunstgeschichte, in: Das Kunsthistorische Institut in Bonn, hrsg. v. Roland Kanz, Berlin\/M\u00fcnchen 2018, S. 82\u2013104. <a href=\"#return-footnote-3\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 3\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[4] Kernbauer, Eva et al.: Zur Einleitung: Drei Institutionen blicken auf ihren Gr\u00fcnder, in: Rudolf Eitelberger von Edelberg. Netzwerker der Kunstwelt, hrsg. v. Eva Kernbauer et al., Wien\/K\u00f6ln\/Weimar 2019, S. 15\u201332, bes. S. 16\u201319. <a href=\"#return-footnote-4\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 4\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[5] Zur T\u00e4tigkeit Burckhardts am Polytechnikum siehe Tschanz, Martin: Die Bauschule am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum in Z\u00fcrich. Architekturlehre zur Zeit von Gottfried Semper (1855\u20131871), Z\u00fcrich 2015, S. 152\u2013158. <a href=\"#return-footnote-5\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 5\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[6] Oechsli, Wilhelm: Geschichte der Gr\u00fcndung des Eidg. Polytechnikums mit einer \u00dcbersicht seiner Entwicklung 1855\u20131905, Frauenfeld 1905, S. 3\u201317; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 472f. und 611\u2013617; Wyss, Beat: Die Institutionalisierung der Kunstgeschichte in der Schweiz, in: Unsere Kunstdenkm\u00e4ler 38, Heft 3 (1987), S. 382\u2013398, hier S. 386f.; Tschanz 2015 (wie Anm. 5), S. 10\u201314. <a href=\"#return-footnote-6\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 6\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[7] Tschanz 2015 (wie Anm. 5), S. 11\u201314 und 153. <a href=\"#return-footnote-7\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 7\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[8] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 474f.; Reinle, Adolf: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich bis 1939, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1. Die Lehrst\u00fchle der Universit\u00e4ten in Basel, Bern, Freiburg und Z\u00fcrich von den Anf\u00e4ngen bis 1940. Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, hrsg. v. Schweizerischen Institut f\u00fcr Kunstwissenschaft (= Jahrbuch des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Kunstwissenschaft 1972\/73), Z\u00fcrich 1976, S. 71\u201388, hier S. 73 und 78. <a href=\"#return-footnote-8\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 8\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[9] Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 73f.; Meyer von Knonau, Gerold: Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich in den Jahren 1883\u20131913, in: Universit\u00e4t Z\u00fcrich. Festschrift des Regierungsrates zur Einweihung der Neubauten 18. April 1914, Z\u00fcrich o. J. [1914], S. 9\u2013100, hier S. 14\u201329; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 243f., 475\u2013477 und 761\u2013830. Zum ersten Universit\u00e4tsstandort im sog. Hinteramt auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Augustinerklosters zuletzt Abegg, Regine\/Barraud Wiener, Christine: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. II.1: Die Stadt Z\u00fcrich II.1. Altstadt links der Limmat, Sakralbauten, Bern 2002, S. 208f. und Abb. 221 auf S. 190. Zum Kollegiengeb\u00e4ude der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und zum ETH-Hauptgeb\u00e4ude, beide an der R\u00e4mistrasse, zuletzt Crottet, Regula\/Grunder, Karl\/Rothenb\u00fchler, Verena: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. VI: Die Stadt Z\u00fcrich VI: Die Grossstadt Z\u00fcrich 1860\u20131940, Bern 2016, S. 194\u2013201 und 203\u2013212. <a href=\"#return-footnote-9\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 9\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[10] Die Gesamtzahl von 275 bezieht sich auf das Sommersemester 1870, davon entfielen 49 auf die Philosophische Fakult\u00e4t; Bericht des akademischen Senates \u00fcber die Wirksamkeit der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, von Ostern 1870 bis Ostern 1871 (StAZH Z 70.3092, S. 363). Vgl. auch Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 471. Zur Argumentation mit Studierendenzahlen f\u00fcr den Ausbau der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich siehe den einleitenden Beitrag von Carola J\u00e4ggi in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-10\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 10\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[11] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 479\u2013481 sowie Anm. 2 auf S. 649f. und Anm. 1 auf S. 650f. Ebd. auf S. 484 Hinweis auf die in den 1860er-Jahren einsetzende langsame Entflechtung und Eigenprofilierung der beiden Z\u00fcrcher Hochschulen. <a href=\"#return-footnote-11\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 11\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[12] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 642. Vgl. auch Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 71 und 93. <a href=\"#return-footnote-12\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 12\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[13] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 606\u2013608. <a href=\"#return-footnote-13\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 13\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\" id=\"_ftn14\"><\/a>[14] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 622\u2013640. <a href=\"#return-footnote-14\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 14\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\" id=\"_ftn15\"><\/a>[15] StAZH U 94.1.11. Vgl. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 643\u2013645; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 73. <a href=\"#return-footnote-15\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 15\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\" id=\"_ftn16\"><\/a>[16] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 646. Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74f. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\" id=\"_ftn17\"><\/a>[17] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 728. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\" id=\"_ftn18\"><\/a>[18] Alle biographischen Angaben zu V\u00f6gelin aus Betulius, Walter: Friedrich Salomon V\u00f6gelin, 1837\u20131888. Sein Beitrag zum schweizerischen Geistesleben in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts, Winterthur 1956. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), 75 und Abegg, Regine: Gemeinsam f\u00fcr die Schweizer Kunst und Kunstgeschichte \u2013 Friedrich Salomon V\u00f6gelin und Johann Rudolf Rahn, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 259\u2013268, bes. S. 261. Derzeit ist bei Prof. Dr. David Ganz, Universit\u00e4t Z\u00fcrich, eine Dissertation von Tadej Tassini zu V\u00f6gelin in Arbeit. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\" id=\"_ftn19\"><\/a>[19] Zeugnisse und weitere Belege aus der Studienzeit im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.1). Eine im Sommer 1858 nachtr\u00e4glich aus dem Ged\u00e4chtnis aufgezeichnete Mitschrift V\u00f6gelins von Burckhardts \u00abErkleerung der Gipsabg\u00fcsse der Antiken im Museum zu Basel\u00bb findet sich im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.316.1). Zum Einfluss von Burckhardt auf V\u00f6gelin s. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn20\" id=\"_ftn20\"><\/a>[20] Zu V\u00f6gelins Studien in Heidelberg und Berlin s. die entsprechenden Zeugnisse im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.1\u20132). <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn21\" id=\"_ftn21\"><\/a>[21] V\u00f6gelin, [Friedrich] S[alomon]: Glasgem\u00e4lde aus der Schweiz im Berliner Museum, in: ASA 8, Heft 2 (1862), S. 37f. und Heft 3, S. 57\u201360; Ders.: Das Kloster R\u00fcti. Stiftung der Freiherren von Regensberg und Grabst\u00e4tte der Grafen von Toggenburg, in: MAGZ 14, Heft 2, 1862; V\u00f6gelin, Salomon, Sohn: Ueber die neuentdeckte Katakombe San Calisto zu Rom. Vortrag, gehalten in der Antiquarischen Gesellschaft zu Z\u00fcrich, 15. November 1862 (Neues schweizerisches Museum Bd. 2), Bern 1863, S. 142\u2013175. Ein ausf\u00fchrliches Verzeichnis von V\u00f6gelins Schriften findet sich in Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. VI\u2013XII. <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn22\" id=\"_ftn22\"><\/a>[22] StAZH MM 2.163 RRB 1864\/0081. <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn23\" id=\"_ftn23\"><\/a>[23] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 645. <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn24\" id=\"_ftn24\"><\/a>[24] Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 89. <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn25\" id=\"_ftn25\"><\/a>[25] Dieser Vortrag wurde unter demselben Titel und dem Untertitel <em>Vortrag, gehalten in der Akademischen Aula in Basel den 2. M\u00e4rz 1868<\/em> gedruckt in Winterthur 1868. Vgl. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91. <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn26\" id=\"_ftn26\"><\/a>[26] StAZH U 109. 2, Teil 2; die zitierte Passage findet sich auf S. 6. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. Vgl. auch V\u00f6gelins Brief \u00aban seine Studiengenossen\u00bb vom 30. September und 1. Oktober 1871, in dem er schreibt, dass ihm im Zusammenspiel mit Rahn \u00abdie allgemeine Betrachtung der Kunst unter dem kulturgeschichtlichen Gesichtspunkt\u00bb bleibe und die Aufgabe zukomme, \u00abdie noch so sehr schwankende und wenig bebaute Kulturgeschichte zu einem akademischen Fach abzurunden\u00bb (ZBZ Ms. T 311. 268, Nachlass V\u00f6gelin), hier zitiert nach Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 95. <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn27\" id=\"_ftn27\"><\/a>[27] StAZH U 109. 2 (Teil 2), S. 6. Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 76. <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn28\" id=\"_ftn28\"><\/a>[28] Vgl. Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 112f. Zu V\u00f6gelins \u00dcberzeugung, \u00abdie Massenbildung\u00bb f\u00f6rdern zu m\u00fcssen, s. den Nachruf von W. Oechsli in der NZZ, Nr. 305, 31. Oktober 1888, zitiert in Betulius 1956 (wie Anm. 18), S. 91. Vgl. auch Hauser, Andreas: Provinzialit\u00e4t als St\u00e4rke. Rahns Konstruktion einer anti-elit\u00e4ren Schweizer Kunst, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 241\u2013252, hier S. 245f. Zur Lehramtsschule s. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 625 und 641. 1880 ging die Lehramtsschule in der Universit\u00e4t auf; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 740f. <a href=\"#return-footnote-28\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 28\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn29\" id=\"_ftn29\"><\/a>[29] StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1856, S. 378f. und StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1940, S. 499f., weitere Dokumente \u2013 darunter auch V\u00f6gelins Brief vom 20. August 1870 mit der Bitte, die Amtsdauer auf sechs Jahre zu befristen, und seine ausf\u00fchrlichen Rechenschaftsberichte zu Ablauf der jeweils sechsj\u00e4hrigen Amtszeiten \u2013 finden sich im StAZH U 109.4.26. Der dem RRB vom 13. August 1870 zugrundeliegende Beschluss der Direction des Erziehungswesens des Kantons Z\u00fcrich vom 10. August 1870 findet sich im StAZH U 94.1.11, die entsprechende Ernennungsurkunde vom 24. August 1870 im Nachlass V\u00f6gelin, ZBZ Ms. T.159.2. Zu den Argumenten der Fakult\u00e4t, wieso V\u00f6gelin nicht schon 1870 zum Ordinarius ernannt wurde, s. das bei Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74 zitierte Fakult\u00e4tsgutachten vom 24. Juli 1870 im StAZH U 109.2 (Teil 1). <a href=\"#return-footnote-29\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 29\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn30\" id=\"_ftn30\"><\/a>[30] Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 646 (Zitat); Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 73f. Das Bewerbungsschreiben von Lemcke und das Fakult\u00e4tsgutachten vom 24. Juli 1870 zu Lemcke und V\u00f6gelin finden sich im StAZH U 109.2 (Teil 1). <a href=\"#return-footnote-30\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 30\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn31\" id=\"_ftn31\"><\/a>[31] StAZH 109.4.27; unter den Unterzeichnern sind neun Theologen, drei Philosophen, ein Mediziner, ein Jurist und ein nicht zuweisbarer Student. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 645, Anm. 1; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 74. <a href=\"#return-footnote-31\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 31\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn32\" id=\"_ftn32\"><\/a>[32] Tavel, Hans Christoph von\/Vignau-Wilberg, Peter: Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Kunstwissenschaft in der Schweiz 3, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1976 (wie Anm. 8), S. 6f., hier S. 7. <a href=\"#return-footnote-32\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 32\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn33\" id=\"_ftn33\"><\/a>[33] Rahn hat seine Dissertation seinen \u00abhochverehrten Lehrern, dem Herrn Dr. Wilhelm L\u00fcbke, Professor der Kunstgeschichte am k\u00f6nigl. Polytechnicum zu Stuttgart, und dem Herrn Dr. Anton Springer, Professor der Kunstgeschichte an der k\u00f6nigl. Preuss. Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t zu Bonn dankbar gewidmet\u00bb; Rahn, J[ohann] Rudolf: \u00dcber den Ursprung und die Entwicklung des christlichen Central- und Kuppelbaus, Leipzig 1866, Vorsatzblatt. Alle biographischen Angaben aus Isler-Hungerb\u00fchler, Ursula: Johann Rudolf Rahn. Begr\u00fcnder der schweizerischen Kunstgeschichte, Z\u00fcrich 1956, und aus den verschiedenen Beitr\u00e4gen in der ZAK 69, Heft 3+4 (2012), die anl\u00e4sslich von Rahns 100. Todestag erschien. Vgl. auch Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 735; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77f. sowie die diversen Nachrufe auf Rahn, insbesondere jene von Gerold Meyer von Knonau und Josef Zemp (vgl. Anm. 62, 75 und 98 in diesem Beitrag). <a href=\"#return-footnote-33\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 33\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn34\" id=\"_ftn34\"><\/a>[34] \u00dcber Rahns Italienreise ausf\u00fchrlich Mondini, Daniela: Rahn in Rom und Ravenna. Arbeit an der \u00abbyzantinischen Frage\u00bb und an der eigenen Karriere, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 290\u2013306. <a href=\"#return-footnote-34\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 34\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn35\" id=\"_ftn35\"><\/a>[35] Rahn, J[ohann] Rudolf: Ein Besuch in Ravenna, in: Jahrb\u00fccher f\u00fcr Kunstwissenschaft 1 (1868), S. 163\u2013182 und 273\u2013321. Zu Rahn als Zeichner siehe Isler-Hungerb\u00fchler 1956 (wie Anm. 33), S. 107\u2013129; Reinle 1976 (wie Anm. 8), S. 77f.; Mondini, Daniela: Johann Rudolf Rahn \u2013 Zum 100. Todesjahr. Einf\u00fchrung, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 237\u2013240, hier S. 238; Wagner, Filine: Johann Rudolf Rahns Blick auf das fr\u00fchchristliche und mittelalterliche Rom: Katalog der Zeichnungen von Architektur, Bauskulptur und -ornamentik, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 307\u2013314; Hesse, Jochen: \u00abZeichnen ist nun mal meine Lust\u00bb \u2013 Das Bildarchiv Johann Rudolf Rahns, in: ZAK 69, Heft 3+4 (2012), S. 315\u2013336. <a href=\"#return-footnote-35\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 35\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn36\" id=\"_ftn36\"><\/a>[36] Alle Dokumente im Zusammenhang mit Rahns Habilitation und seiner Ernennung zum Privatdozenten finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470z) und im StAZH U 109.6.45. Das erste Zitat stammt aus dem vom Conrad Bursian am 5. Dezember 1868 verfassten \u00abGutachten der ersten Section der philosophischen Facult\u00e4t der Hochschule \u00fcber das Habilitationsgesuch des Herrn Dr. phil. J. Rudolf Rahn\u00bb (StAZH U 109.6.45). Die von der Fakult\u00e4t am 23. Dezember 1868 beantragte Venia lautete dann lediglich auf \u00abKunstgeschichte\u00bb; vgl. das von Conrad Bursian erstellte \u00abGutachten der I Section der philos. Facult\u00e4t \u00fcber die Probevorlesung des Herrn Dr. phil. J. R. Rahn\u00bb (StAZH U 109.6.45). <a href=\"#return-footnote-36\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 36\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn37\" id=\"_ftn37\"><\/a>[37] StAZH MM 2.189 RRB 1870\/1856, S. 379f. Vgl. Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 647 und 735. <a href=\"#return-footnote-37\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 37\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn38\" id=\"_ftn38\"><\/a>[38] F\u00fcr seine Lehre im WS 1869\/70 erhielt Rahn, der damals noch Privatdozent war, vom Regierungsrat am 25. April 1870 eine Gratifikation von 200 Franken zugesprochen (StAZH MM 2.188 RRB 1870\/0914 und ZBZ FA Rahn 2470a). Vgl. auch die \u00abBestimmung v. Gratifikat. f\u00fcr d. nicht besoldeten Professoren u. Dozenten d. Hochschule u. v. Entsch\u00e4dig. f. d. v. d. Lehramtschule beth\u00e4tigten Dozenten\u00bb vom 6. Mai 1871 (StAZH MM 2.192 RRB 1871\/0940. 1876\/7) betrugen die Kollegiengelder pro H\u00f6rer:in und \u00abCollegium\u00bb 10 Franken; bei Rahn waren dies in dieser Zeit in zwei \u00abCollegien\u00bb jeweils vier Personen, also 40 Franken bzw. abz\u00fcglich der Einzugsgeb\u00fchr von 2% jeweils 38.20 Franken; die entsprechenden Rechnungen bzw. Auszahlungsanweisungen finden sich im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 1470.za.3). <a href=\"#return-footnote-38\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 38\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn39\" id=\"_ftn39\"><\/a>[39] Vgl. den \u00abBeschlu\u00df (des Regierungsrats) betr. d. Erh\u00f6hung d. Besoldungen an d. kant. Lehranstalten\u00bb vom 26. April 1873 (StAZH MM 2.200 RRB 1873\/1005). Vgl. auch die entsprechenden Dokumente im Nachlass Rahn (ZBZ FA Rahn 2470a). <a href=\"#return-footnote-39\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 39\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn40\" id=\"_ftn40\"><\/a>[40] Die betreffende Urkunde befindet sich im Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.2), der Entwurf dazu im StAZH U 109.4.26. Im selben Monat, in dem V\u00f6gelin von der Bef\u00f6rderung zum ordentlichen Professor erfuhr, beantragte er seine Entlassung aus dem Schuldienst des Lehrerseminars in K\u00fcsnacht; vgl. Nachlass V\u00f6gelin (ZBZ Ms. T.159.2). <a href=\"#return-footnote-40\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 40\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn41\" id=\"_ftn41\"><\/a>[41] Vgl. den Antrag des Erziehungsrates an den Regierungsrat vom 15. September 1877 und den entsprechenden Regierungsratsbeschluss (StAZH U 109.4.27 und StAZH MM 2.217 RRB 1877\/1614). Die Bef\u00f6rderung erfolgte explizit als Anerkennung f\u00fcr Rahns <em>Geschichte der bildenden K\u00fcnste in der Schweiz<\/em>: \u00abDer Erziehungsrath findet sich in Uebereinstimmung mit der Ansicht der Fakult\u00e4t, es m\u00f6chte der gegenw\u00e4rtige Zeitpunkt, da der letzte Band dieser Arbeit des Hrn. Rahn die Presse verlassen, der geeignete sein, dem Verfasser die Anerkennung der Beh\u00f6rde in genannter Form auszusprechen.\u00bb Vgl. auch den Antrag der Fakult\u00e4t auf \u00dcbertragung des Titels und der Befugnisse eines ordentlichen Professors an Rahn vom 10. August 1877 (StAZH U 109.4.27). <a href=\"#return-footnote-41\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 41\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn42\" id=\"_ftn42\"><\/a>[42] In dem am 14. Juni 1870 gestellten Antrag der Erziehungsdirektion an den Regierungsrat auf Erh\u00f6hung von Rahns Gehalt wird darauf verwiesen, dass Rahn selbst auf das Ungleichgewicht in der Besoldung hingewiesen hatte, unter anderem mit dem Argument, \u00abdass die Notwendigkeit unabl\u00e4ssiger Forschungsreisen zu eigner Anschauung des wissenschaftlichen Materials und die Anschaffung eines ungew\u00f6hnlich kostspieligen Apparates von bibliothekarischen und artistischen Hilfsmitteln ihm Opfer auferlegen, die den Betrag der verabreichten Besoldung weit \u00fcbersteigen\u00bb. Der Erziehungsrat hatte selbst bereits mehrfach angemerkt, \u00abdass die bisherige Jahresbesoldung von 1&#8217;000frs. der hervorragenden T\u00e4tigkeit des Herrn Prof. Rahn auf dem Gebiete der historischen Kunst nicht angemessen sei\u00bb, doch habe die Beh\u00f6rde \u00ab[i]n Anbetracht des Umstandes [&#8230;], dass unsre Hochschule darauf verzichten muss, auch einen zweiten Lehrstuhl der Kunstgeschichte mit einer vollen Besoldung auszustatten, [&#8230;] bisher unterlassen, eine Ver\u00e4nderung in den bisherigen Ver\u00e4nderungen von sich aus zu veranlassen\u00bb, weshalb der Erziehungsrat die Verdoppelung der bisherigen Bez\u00fcge auf 2&#8217;000 Franken beantragte (StAZH U 109.4.27). Vgl. auch ZBZ, FA Rahn 2470a. <a href=\"#return-footnote-42\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 42\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn43\" id=\"_ftn43\"><\/a>[43] Der RRB vom 21. M\u00e4rz 1912 und der zugrundeliegende Antrag der Erziehungsdirektion finden sich im StAZH U 109.4.27; vgl. StAZH MM 3.26 RRB 1912\/0612 und ZBZ FA Rahn 1470.z.5. Genau rekonstruieren l\u00e4sst sich die Zusammensetzung von Rahns Einkommen nicht; im Nachlass Rahn in der ZBZ (FA Rahn 2470a) findet sich ein Dokument vom 12. Oktober 1899, mit dem Rahn der regierungsr\u00e4tliche Bescheid kommuniziert wurde, ihm r\u00fcckwirkend zum 1. Oktober 1899 einen Jahressold von 1&#8217;500 Franken zu gew\u00e4hren. Vermutlich war Rahn mit Aufnahme seiner T\u00e4tigkeit am Polytechnikum der Lohn an der Universit\u00e4t auf 1&#8217;000 Franken zur\u00fcckgek\u00fcrzt worden. Zur T\u00e4tigkeit Rahns am Polytechnikum s. Wyss 1883 (wie Anm. 1), S. 99; Gagliardi\/Strohl 1938 (wie Anm. 1), S. 735. <a href=\"#return-footnote-43\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 43\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":2,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-358","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":86,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/358"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":881,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/358\/revisions\/881"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/86"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/358\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=358"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=358"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}