{"id":253,"date":"2022-06-01T17:40:22","date_gmt":"2022-06-01T15:40:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=253"},"modified":"2022-06-27T14:47:01","modified_gmt":"2022-06-27T12:47:01","slug":"von-der-kunst-aussereuropaeischer-voelker-zur-kunstgeschichte-ostasiens","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/von-der-kunst-aussereuropaeischer-voelker-zur-kunstgeschichte-ostasiens\/","title":{"raw":"Von der \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb zur Kunstgeschichte Ostasiens","rendered":"Von der \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb zur Kunstgeschichte Ostasiens"},"content":{"raw":"[caption id=\"attachment_255\" align=\"alignleft\" width=\"253\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-260x300.jpg\" alt=\"Elsy Leuzinger\" class=\"wp-image-255 \" width=\"253\" height=\"292\" \/><\/a> Abb. 29: Elsy Leuzinger im Museum Rietberg, 1957. <br \/>Foto: Archiv Do Zeller, aus: Tacier-Eugster, Heidi: Das Museum Rietberg Z\u00fcrich und Elsy Leuzinger \u2013 Vom Sehen und Wissen, Basel. 2019, S. 113.[\/caption]\r\n\r\nW\u00e4hrend die Mittelalterarch\u00e4ologie noch bis 1991 warten musste, bis sie zu einem eigenen Nebenfach innerhalb des kunsthistorischen Studienangebots erhoben wurde,<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-153\"><sup>[153]<\/sup><\/a> erging es der \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb besser. Schon fr\u00fch \u2013 wesentlich fr\u00fcher als an anderen Universit\u00e4ten \u2013 wurde dieses Fachgebiet an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich gelehrt, was sich dem Wirken Elsy Leuzingers (1910\u20132010; Abb. 29) verdankte. Diese hatte 1942\u20131949 berufsbegleitend zu ihrer Arbeit als Konservatorin an der Sammlung f\u00fcr V\u00f6lkerkunde an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Ethnologie, Kunstgeschichte und Geographie studiert, war 1950 an , \u2039ihrer\u203a Universit\u00e4t promoviert und 1960 ebenda als erst vierte Frau an der Philosophischen Fakult\u00e4t habilitiert worden.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-154\"><sup>[154]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_256\" align=\"alignright\" width=\"165\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-214x300.jpg\" alt=\"Cover Dissertation Wesen und Form des Schmuckes afrikanischer V\u00f6lker\" class=\"wp-image-256\" width=\"165\" height=\"231\" \/><\/a> Abb. 30: Cover von Elsy Leuzingers Dissertation, erschienen 1950 im Verlag E. Lang in Z\u00fcrich.<br \/>Foto: KHIST.[\/caption]\r\n\r\nIhre Dissertation hatte <em>Wesen und Form des Schmuckes afrikanischer V\u00f6lker<\/em> (Abb. 30) zum Thema, ihre Habilitation, f\u00fcr die ihr die Venia legendi f\u00fcr die Kunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker verliehen wurde, trug den Titel <em>Afrika. Kunst der Negerv\u00f6lker<\/em>. Seit 1956 war Leuzinger Direktorin des Museums Rietberg in Z\u00fcrich und implementierte nicht selten Fragestellungen und Themenkomplexe, die sie als Museumsfrau besch\u00e4ftigten, in ihre Lehrt\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t. Mit ihrer Bef\u00f6rderung zur Titularprofessorin 1968 nahm das Angebot dann insofern Fahrt auf, als 1969 eine \u00abKommission f\u00fcr Kunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb eingesetzt wurde, der neben \u00abFr\u00e4ulein Prof. Leuzinger\u00bb und den beiden Kunstgeschichte-Ordinarien Maurer und Reinle auch die Professores Robert P. Kramers und Cornelius Ouwehand aus dem Ostasiatischen Institut angeh\u00f6rten.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-155\"><sup>[155]<\/sup><\/a> Die Einsetzung dieser Kommission reagierte auf den \u00abAnspruch einer Reihe von Studenten, aussereurop\u00e4ische Kunst als Examensfach in seri\u00f6ser Weise zu studieren\u00bb. Konkret handelte es sich um sieben Studierende und deren Wunsch auf Schaffung eines auf aussereurop\u00e4ische Kunst fokussierten Nebenfaches.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-156\"><sup>[156]<\/sup><\/a> Die Kommission hielt diesen Anspruch f\u00fcr begr\u00fcndet, nicht zuletzt deshalb, weil die \u00abSammlungen und Bibliothek des Rietbergmuseums [\u2026] eine ausreichende Grundlage f\u00fcr die Studierenden\u00bb b\u00f6ten, \u00absich mit den Aspekten ausgew\u00e4hlter Teilgebiete der aussereurop\u00e4ischen Kunst zu befassen\u00bb.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-157\"><sup>[157]<\/sup><\/a> Allerdings sei im Rahmen eines Nebenfachs ein \u00abStudium der aussereurop\u00e4ischen Kunst in ihrer Gesamtheit\u00bb nicht m\u00f6glich und w\u00fcrde \u00abzu einer dilettantischen Zersplitterung f\u00fchren\u00bb. Da nun \u00abFr\u00e4ulein Professor Leuzinger [\u2026] unter dem Druck wachsender Verpflichtungen am Museum Rietberg [\u2026] ihr Lehrgebiet nicht in der bisherigen Breite beibehalten\u00bb, sondern sich vermehrt wieder ihren Spezialgebieten, \u00abinsbesondere der Afrikanischen und der Indischen Kunst, zuwenden\u00bb wolle, solle \u00abdie Pflege der Chinesischen Kunst und der Japanischen Kunst, f\u00fcr die auch unter den Studenten der Japanologie ein deutliches Interesse angemeldet wird\u00bb, durch einen externen Lehrauftrag vergeben werden. Die Kommission stellte daraufhin den Antrag, \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb in die Liste der Lizentiatsf\u00e4cher aufzunehmen, allerdings mit dem zwingenden Klammerzusatz \u00abje ein Teilgebiet, z. B. Afrikanische Kunst, Indische Kunst, Chinesische Kunst, Japanische Kunst\u00bb, der darauf hinweise, dass es diese Teilgebiete seien, die \u00abals Examensf\u00e4cher im ersten und zweiten Nebenfach\u00bb anerkannt seien, und keineswegs das titelgebende Gesamtfach. Am 26. Januar 1970 leitete der Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t I dieses Postulat als Fakult\u00e4tsantrag an die Erziehungsdirektion weiter, so dass bereits zum Sommersemester 1970 die ersten Studierenden \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb als Nebenfach w\u00e4hlen konnten.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-158\"><sup>[158]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_257\" align=\"alignleft\" width=\"235\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-235x300.jpg\" alt=\"Helmut Brinker auf dem Fussballplatz\" class=\"wp-image-257 size-medium\" width=\"235\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 31: Helmut Brinker auf dem Fussballplatz, aufgenommen anl\u00e4sslich des Erscheinens von Brinkers Buch Laozi flankt, Konfuzius dribbelt. China scheinbar im Abseits: Vom Fussball und seiner heimlichen Wiege, 2006.<br \/>Repro aus dem UNIMAGAZIN 2\/06, S. 10; UZH-Archiv AB.4.014.[\/caption]\r\n\r\nEs geh\u00f6rt zur Ironie des Schicksals, dass es letztlich nicht Leuzingers Spezialgebiete Afrika und Indien waren, die sich nachhaltig an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich etablieren konnten, sondern die ostasiatische Kunstgeschichte, die 1970\u20131975 nur auf Lehrauftragsbasis angeboten werden konnte. Dietrich Seckel, seit 1965 Professor f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens an der Universit\u00e4t Heidelberg, hatte f\u00fcr diesen Lehrauftrag seinen Sch\u00fcler Helmut Brinker (1939\u20132012; Abb. 31) vermittelt, der Z\u00fcrich bereits von einem Praktikum im Museum Rietberg im Sommer 1963 kannte. 1975 erfolgte Brinkers Habilitation an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und die Verleihung der Venia f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens, bereits drei Jahre sp\u00e4ter \u2013 1978 \u2013 seine Ernennung zum Extraordinarius ad personam mit halber Lehrverpflichtung, so dass Brinker auch weiterhin seine 50%-Anstellung als Kurator der Ostasiatischen Abteilung am Museum Rietberg behalten konnte, die er seit 1970 innehatte.<a href=\"#_ftn7\"><sup>[159]<\/sup><\/a> Ausschlaggebend f\u00fcr diese rasche Bef\u00f6rderung war prim\u00e4r das altersbedingte Ausscheiden von Elsy Leuzinger aus dem Universit\u00e4tsdienst zum Wintersemester 1975\/76, aber auch das Interesse anderer Institutionen an Brinker und seiner spezifischen Expertise. Und auch die im Februar 1982 erfolgte Umwandlung seines halben Extraordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens in ein volles Ordinariat inklusive Bef\u00f6rderung von Brinker zum Ordinarius ad personam stand in direktem Zusammenhang zur Ablehnung eines attraktiven Stellenangebotes aus dem Ausland. Als Ordinarius lehrte Brinker bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2006; zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Fach Ostasiatische Kunstgeschichte l\u00e4ngst aus seinem ausschliesslichen Nebenfachdasein gel\u00f6st \u2013 seit 1990 ist es auch als Hauptfach zu studieren. Die afrikanische und die indische Kunst sind mit dem R\u00fccktritt von Leuzinger hingegen komplett aus dem Lehrportfolio verschwunden; erst seit Kurzem stehen Themen zu diesen Bereichen im Kontext der zeitgen\u00f6ssischen Kunst und des spezialisierten Masterprogramms \u00abKunstgeschichte im globalen Kontext\u00bb wieder vereinzelt auf dem Programm.\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[153] Boschetti-Maradi, Adriano\/Desc\u0153udres, Georges: Geschichte der Mittelalterarch\u00e4ologie in der Schweiz, in: Die Schweiz vom Pal\u00e4olithikum bis zum Mittelalter VII: Arch\u00e4ologie der Zeit von 800 bis 1350, hrsg. v. Arch\u00e4ologie Schweiz, Basel 2014, S. 13\u201325, hier S. 24. <a href=\"#return-footnote-153\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 153\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[154] Zu Elsy Leuzinger siehe die 2018 als Dissertation am Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens (Prof. Dr. Hans Thomsen) approbierte Studie von Heidi Tacier mit dem Titel <em>Das Museum Rietberg Z\u00fcrich und Elsy Leuzinger. Vom Sehen und Wissen<\/em>, Basel 2019, bes. S. 316\u2013324 und 341\u2013391. <a href=\"#return-footnote-154\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 154\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[155] Vgl. das Schreiben der Kommission vom 6. Dezember 1969 an das Dekanat der Philosophischen Fakult\u00e4t I (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-155\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 155\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[156] Die Zahl 7 geht aus dem vorbereitenden Antrag vom 19. Mai 1969 von Bloesch, Maurer und Reinle hervor (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-156\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 156\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[157] Wie Anm. 155. Auch die nachfolgenden Zitate und Paraphrasen sind diesem Schreiben vom 6. Dezember 1969 entnommen. <a href=\"#return-footnote-157\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 157\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[158] Der entsprechende Antrag findet sich ebenfalls im Dossier AL.7.43 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-158\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 158\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[159] Tacier 2019 (wie Anm. 154), S. 325f. <a href=\"#return-footnote-159\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 159\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<figure id=\"attachment_255\" aria-describedby=\"caption-attachment-255\" style=\"width: 253px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-260x300.jpg\" alt=\"Elsy Leuzinger\" class=\"wp-image-255\" width=\"253\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-260x300.jpg 260w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-889x1024.jpg 889w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-768x885.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-1333x1536.jpg 1333w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-65x75.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-225x259.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29-350x403.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_29.jpg 1562w\" sizes=\"(max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-255\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 29: Elsy Leuzinger im Museum Rietberg, 1957. <br \/>Foto: Archiv Do Zeller, aus: Tacier-Eugster, Heidi: Das Museum Rietberg Z\u00fcrich und Elsy Leuzinger \u2013 Vom Sehen und Wissen, Basel. 2019, S. 113.<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend die Mittelalterarch\u00e4ologie noch bis 1991 warten musste, bis sie zu einem eigenen Nebenfach innerhalb des kunsthistorischen Studienangebots erhoben wurde,<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-153\"><sup>[153]<\/sup><\/a> erging es der \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb besser. Schon fr\u00fch \u2013 wesentlich fr\u00fcher als an anderen Universit\u00e4ten \u2013 wurde dieses Fachgebiet an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich gelehrt, was sich dem Wirken Elsy Leuzingers (1910\u20132010; Abb. 29) verdankte. Diese hatte 1942\u20131949 berufsbegleitend zu ihrer Arbeit als Konservatorin an der Sammlung f\u00fcr V\u00f6lkerkunde an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Ethnologie, Kunstgeschichte und Geographie studiert, war 1950 an , \u2039ihrer\u203a Universit\u00e4t promoviert und 1960 ebenda als erst vierte Frau an der Philosophischen Fakult\u00e4t habilitiert worden.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-154\"><sup>[154]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_256\" aria-describedby=\"caption-attachment-256\" style=\"width: 165px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-214x300.jpg\" alt=\"Cover Dissertation Wesen und Form des Schmuckes afrikanischer V\u00f6lker\" class=\"wp-image-256\" width=\"165\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-214x300.jpg 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-730x1024.jpg 730w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-768x1077.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-1095x1536.jpg 1095w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-225x316.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30-350x491.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_30.jpg 1232w\" sizes=\"(max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-256\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 30: Cover von Elsy Leuzingers Dissertation, erschienen 1950 im Verlag E. Lang in Z\u00fcrich.<br \/>Foto: KHIST.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ihre Dissertation hatte <em>Wesen und Form des Schmuckes afrikanischer V\u00f6lker<\/em> (Abb. 30) zum Thema, ihre Habilitation, f\u00fcr die ihr die Venia legendi f\u00fcr die Kunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker verliehen wurde, trug den Titel <em>Afrika. Kunst der Negerv\u00f6lker<\/em>. Seit 1956 war Leuzinger Direktorin des Museums Rietberg in Z\u00fcrich und implementierte nicht selten Fragestellungen und Themenkomplexe, die sie als Museumsfrau besch\u00e4ftigten, in ihre Lehrt\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t. Mit ihrer Bef\u00f6rderung zur Titularprofessorin 1968 nahm das Angebot dann insofern Fahrt auf, als 1969 eine \u00abKommission f\u00fcr Kunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb eingesetzt wurde, der neben \u00abFr\u00e4ulein Prof. Leuzinger\u00bb und den beiden Kunstgeschichte-Ordinarien Maurer und Reinle auch die Professores Robert P. Kramers und Cornelius Ouwehand aus dem Ostasiatischen Institut angeh\u00f6rten.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-155\"><sup>[155]<\/sup><\/a> Die Einsetzung dieser Kommission reagierte auf den \u00abAnspruch einer Reihe von Studenten, aussereurop\u00e4ische Kunst als Examensfach in seri\u00f6ser Weise zu studieren\u00bb. Konkret handelte es sich um sieben Studierende und deren Wunsch auf Schaffung eines auf aussereurop\u00e4ische Kunst fokussierten Nebenfaches.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-156\"><sup>[156]<\/sup><\/a> Die Kommission hielt diesen Anspruch f\u00fcr begr\u00fcndet, nicht zuletzt deshalb, weil die \u00abSammlungen und Bibliothek des Rietbergmuseums [\u2026] eine ausreichende Grundlage f\u00fcr die Studierenden\u00bb b\u00f6ten, \u00absich mit den Aspekten ausgew\u00e4hlter Teilgebiete der aussereurop\u00e4ischen Kunst zu befassen\u00bb.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-157\"><sup>[157]<\/sup><\/a> Allerdings sei im Rahmen eines Nebenfachs ein \u00abStudium der aussereurop\u00e4ischen Kunst in ihrer Gesamtheit\u00bb nicht m\u00f6glich und w\u00fcrde \u00abzu einer dilettantischen Zersplitterung f\u00fchren\u00bb. Da nun \u00abFr\u00e4ulein Professor Leuzinger [\u2026] unter dem Druck wachsender Verpflichtungen am Museum Rietberg [\u2026] ihr Lehrgebiet nicht in der bisherigen Breite beibehalten\u00bb, sondern sich vermehrt wieder ihren Spezialgebieten, \u00abinsbesondere der Afrikanischen und der Indischen Kunst, zuwenden\u00bb wolle, solle \u00abdie Pflege der Chinesischen Kunst und der Japanischen Kunst, f\u00fcr die auch unter den Studenten der Japanologie ein deutliches Interesse angemeldet wird\u00bb, durch einen externen Lehrauftrag vergeben werden. Die Kommission stellte daraufhin den Antrag, \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb in die Liste der Lizentiatsf\u00e4cher aufzunehmen, allerdings mit dem zwingenden Klammerzusatz \u00abje ein Teilgebiet, z. B. Afrikanische Kunst, Indische Kunst, Chinesische Kunst, Japanische Kunst\u00bb, der darauf hinweise, dass es diese Teilgebiete seien, die \u00abals Examensf\u00e4cher im ersten und zweiten Nebenfach\u00bb anerkannt seien, und keineswegs das titelgebende Gesamtfach. Am 26. Januar 1970 leitete der Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t I dieses Postulat als Fakult\u00e4tsantrag an die Erziehungsdirektion weiter, so dass bereits zum Sommersemester 1970 die ersten Studierenden \u00abKunst aussereurop\u00e4ischer V\u00f6lker\u00bb als Nebenfach w\u00e4hlen konnten.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-158\"><sup>[158]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_257\" aria-describedby=\"caption-attachment-257\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-235x300.jpg\" alt=\"Helmut Brinker auf dem Fussballplatz\" class=\"wp-image-257 size-medium\" width=\"235\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-235x300.jpg 235w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-802x1024.jpg 802w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-768x980.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-1203x1536.jpg 1203w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-1605x2048.jpg 1605w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-65x83.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-225x287.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-350x447.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_31-scaled.jpg 2006w\" sizes=\"(max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-257\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 31: Helmut Brinker auf dem Fussballplatz, aufgenommen anl\u00e4sslich des Erscheinens von Brinkers Buch Laozi flankt, Konfuzius dribbelt. China scheinbar im Abseits: Vom Fussball und seiner heimlichen Wiege, 2006.<br \/>Repro aus dem UNIMAGAZIN 2\/06, S. 10; UZH-Archiv AB.4.014.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es geh\u00f6rt zur Ironie des Schicksals, dass es letztlich nicht Leuzingers Spezialgebiete Afrika und Indien waren, die sich nachhaltig an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich etablieren konnten, sondern die ostasiatische Kunstgeschichte, die 1970\u20131975 nur auf Lehrauftragsbasis angeboten werden konnte. Dietrich Seckel, seit 1965 Professor f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens an der Universit\u00e4t Heidelberg, hatte f\u00fcr diesen Lehrauftrag seinen Sch\u00fcler Helmut Brinker (1939\u20132012; Abb. 31) vermittelt, der Z\u00fcrich bereits von einem Praktikum im Museum Rietberg im Sommer 1963 kannte. 1975 erfolgte Brinkers Habilitation an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und die Verleihung der Venia f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens, bereits drei Jahre sp\u00e4ter \u2013 1978 \u2013 seine Ernennung zum Extraordinarius ad personam mit halber Lehrverpflichtung, so dass Brinker auch weiterhin seine 50%-Anstellung als Kurator der Ostasiatischen Abteilung am Museum Rietberg behalten konnte, die er seit 1970 innehatte.<a href=\"#_ftn7\"><sup>[159]<\/sup><\/a> Ausschlaggebend f\u00fcr diese rasche Bef\u00f6rderung war prim\u00e4r das altersbedingte Ausscheiden von Elsy Leuzinger aus dem Universit\u00e4tsdienst zum Wintersemester 1975\/76, aber auch das Interesse anderer Institutionen an Brinker und seiner spezifischen Expertise. Und auch die im Februar 1982 erfolgte Umwandlung seines halben Extraordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens in ein volles Ordinariat inklusive Bef\u00f6rderung von Brinker zum Ordinarius ad personam stand in direktem Zusammenhang zur Ablehnung eines attraktiven Stellenangebotes aus dem Ausland. Als Ordinarius lehrte Brinker bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2006; zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Fach Ostasiatische Kunstgeschichte l\u00e4ngst aus seinem ausschliesslichen Nebenfachdasein gel\u00f6st \u2013 seit 1990 ist es auch als Hauptfach zu studieren. Die afrikanische und die indische Kunst sind mit dem R\u00fccktritt von Leuzinger hingegen komplett aus dem Lehrportfolio verschwunden; erst seit Kurzem stehen Themen zu diesen Bereichen im Kontext der zeitgen\u00f6ssischen Kunst und des spezialisierten Masterprogramms \u00abKunstgeschichte im globalen Kontext\u00bb wieder vereinzelt auf dem Programm.<\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[153] Boschetti-Maradi, Adriano\/Desc\u0153udres, Georges: Geschichte der Mittelalterarch\u00e4ologie in der Schweiz, in: Die Schweiz vom Pal\u00e4olithikum bis zum Mittelalter VII: Arch\u00e4ologie der Zeit von 800 bis 1350, hrsg. v. Arch\u00e4ologie Schweiz, Basel 2014, S. 13\u201325, hier S. 24. <a href=\"#return-footnote-153\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 153\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[154] Zu Elsy Leuzinger siehe die 2018 als Dissertation am Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte Ostasiens (Prof. Dr. Hans Thomsen) approbierte Studie von Heidi Tacier mit dem Titel <em>Das Museum Rietberg Z\u00fcrich und Elsy Leuzinger. Vom Sehen und Wissen<\/em>, Basel 2019, bes. S. 316\u2013324 und 341\u2013391. <a href=\"#return-footnote-154\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 154\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[155] Vgl. das Schreiben der Kommission vom 6. Dezember 1969 an das Dekanat der Philosophischen Fakult\u00e4t I (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-155\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 155\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[156] Die Zahl 7 geht aus dem vorbereitenden Antrag vom 19. Mai 1969 von Bloesch, Maurer und Reinle hervor (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-156\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 156\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[157] Wie Anm. 155. Auch die nachfolgenden Zitate und Paraphrasen sind diesem Schreiben vom 6. Dezember 1969 entnommen. <a href=\"#return-footnote-157\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 157\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[158] Der entsprechende Antrag findet sich ebenfalls im Dossier AL.7.43 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-158\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 158\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[159] Tacier 2019 (wie Anm. 154), S. 325f. <a href=\"#return-footnote-159\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 159\">&crarr;<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":12,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-253","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":84,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/253"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/253\/revisions\/672"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/84"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/253\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=253"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=253"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}