{"id":229,"date":"2022-06-01T16:42:51","date_gmt":"2022-06-01T14:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=229"},"modified":"2022-06-27T14:47:04","modified_gmt":"2022-06-27T12:47:04","slug":"ausbau-und-umstrukturierung-zwischen-1965-und-1985-studienreform-neue-lehrkraefte-und-die-professionalisierung-des-seminarbetriebs","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/ausbau-und-umstrukturierung-zwischen-1965-und-1985-studienreform-neue-lehrkraefte-und-die-professionalisierung-des-seminarbetriebs\/","title":{"raw":"Ausbau und Umstrukturierung zwischen 1965 und 1985: Studienreform, neue Lehrkr\u00e4fte und die Professionalisierung des Seminarbetriebs","rendered":"Ausbau und Umstrukturierung zwischen 1965 und 1985: Studienreform, neue Lehrkr\u00e4fte und die Professionalisierung des Seminarbetriebs"},"content":{"raw":"[caption id=\"attachment_239\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-300x176.png\" alt=\"Entwicklung der Kunstgeschichte-Studierenden (nur Hauptfach) zwischen Wintersemester 1971\/72 und Sommersemester 2006\" class=\"wp-image-239 size-medium\" width=\"300\" height=\"176\" \/><\/a> Abb. 25: Entwicklung der Kunstgeschichte-Studierenden (nur Hauptfach) zwischen Wintersemester 1971\/72 und Sommersemester 2006 anhand der offiziellen Studierendenstatistik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich.<br \/>Grafik: Daniela Hoesli.[\/caption]\r\n\r\nMit dem Amtsantritt Maurers 1967 war die Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich erstmals seit dem Tod V\u00f6gelins 1888 wieder mit zwei Ordinarien vertreten. In den knapp 80 Jahren, die dazwischen vergangen waren, hatten sich die Studierendenzahlen allerdings vervielfacht: Mitte der 1960er-Jahre waren es 45 Hauptfach-<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-127\"><sup>[127]<\/sup><\/a> und wohl ebenso viele Nebenfachstudierende, und es waren nicht zuletzt diese Zahlen, die beim Antrag auf Umwandlung des Reinle\u2019schen Extraordinariates in ein Ordinariat angef\u00fchrt wurden, um die Notwendigkeit dieses Upgrades und des damit verbundenen Lehrangebots von 6\u201310 anstelle der bis dahin 4\u20136 Wochenstunden zu untermauern.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-128\"><sup>[128]<\/sup><\/a> In den 20 Jahren bis zur Emeritierung von Reinle erh\u00f6hte sich die Zahl der Hauptfachstudierenden sukzessive auf etwa 350, stieg danach nochmals an, erreichte 1990 mit einer Zahl von etwas \u00fcber 450 ihren H\u00f6hepunkt und flachte danach wieder etwas ab.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-129\"><sup>[129]<\/sup><\/a> (Abb. 25)\r\n\r\nDie Wahl Maurers zum Ordinarius bot nun die Chance zu einer Anpassung des Seminarbetriebs an die aktuelle Situation und zu einer Aufstockung der daf\u00fcr notwendigen Mittel. Ganz offensichtlich in enger Absprache mit Reinle handelte Maurer bei seiner Berufung eine Erh\u00f6hung des j\u00e4hrlichen Seminarkredits von bis dahin 21'000 Franken auf 33'000 Franken aus, ebenso ein regelm\u00e4ssiges Jahresbudget von 30'000 Franken f\u00fcr die Bibliothek, die aufgrund ihres Zustandekommens durch Schenkungen \u00absehr unausgeglichen\u00bb sei und deshalb durch systematische Ank\u00e4ufe erg\u00e4nzt werden m\u00fcsse, w\u00e4hrend \u00abf\u00fcr eine planm\u00e4ssige Erneuerung der Diapositiv-Sammlung\u00bb 3'000 Franken einzusetzen seien.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-130\"><sup>[130]<\/sup><\/a> Zu der bisherigen Assistenz, \u00abdie gegenw\u00e4rtig [d. h. 1967, Anm. C. J.] mit zwei halbtagsweise besch\u00e4ftigten Funktion\u00e4ren besetzt ist, von denen der eine mit allgemeinen Verwaltungsaufgaben sowie der Organisation des Vorlesungs- und Seminarbetriebes und der andere mit der Betreuung der Bibliothek betraut ist\u00bb, wurde eine weitere halbe Assistentenstelle eingerichtet, zu deren Aufgaben die \u00abBetreuung der Diapositivsammlung, die ca. 20 000 Nummern z\u00e4hlt, der Lichtbilderdienst im Rahmen der Seminar- und Proseminar\u00fcbungen, die Ausleihe und Beschaffung neuer Diapositive usw.\u00bb z\u00e4hlen solle.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-131\"><sup>[131]<\/sup><\/a> Dreieinhalb Jahre sp\u00e4ter, im Sommer 1971, ersuchten Maurer und Reinle dann gemeinsam die Erziehungsdirektion um Schaffung einer wissenschaftlichen Assistenz.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-132\"><sup>[132]<\/sup><\/a> Zwar seien \u00abdie Hilfsassistenzen in den letzten Jahren betr\u00e4chtlich vermehrt worden\u00bb, doch w\u00fcrden sie ausschliesslich f\u00fcr \u00abpraktische Aufgaben\u00bb wie die Verwaltung, die \u00abBetreuung der Bibliothek, der Diathek und der Fotothek\u00bb herangezogen, w\u00e4hrend die gesamte Lehre von den beiden Ordinarien, den beiden Assistenzprofessoren, dem Privatdozenten und \u00abverschiedene[n] Lehrbeauftragte[n] f\u00fcr Spezialaufgaben\u00bb gestemmt werden m\u00fcsse. In Blick auf die Studierendenzahlen und \u00abin W\u00fcrdigung des bekannten Bed\u00fcrfnisses der Studierenden nach vermehrter Studienbegleitung und nach gef\u00fchrter Gruppenarbeit\u00bb erweise sich dieser Lehrk\u00f6rper als \u00abunvollst\u00e4ndig und [\u2026] einseitig\u00bb, kurz: es fehle an \u00ab\u2039Unteroffizieren\u203a\u00bb. Mindestens ein \u00abwissenschaftlicher Vollassistent\u00bb sei w\u00fcnschbar \u2013 darin seien sich \u00abdie Lehrenden und Lernenden unseres Seminars\u00bb einig. Diesem Vollassistenten \u2013 offenbar war damals nur ein Mann f\u00fcr diesen Posten denkbar! \u2013 seien \u00abneben den reglementarischen Obliegenheiten\u00bb die \u00abEinf\u00fchrung der Anf\u00e4nger\u00bb anzuvertrauen, ferner die \u00abEinf\u00fchrung in die Abfassung von Seminararbeiten und Referaten und in die Vortragstechnik\u00bb, die \u00abMitarbeit in Proseminaren, Uebungen, Exkursionen usw.\u00bb, \u00abev. Uebernahme von bestimmten Lehrauftr\u00e4gen\u00bb sowie die \u00abEntlastung des Verwaltungsassistenten\u00bb. Dass der Antrag nicht schon fr\u00fcher gestellt worden sei, wurde damit begr\u00fcndet, dass erst jetzt mit Werner Oechslin ein geeigneter Kandidat \u00abaus der eigenen \u2039Schule\u203a\u00bb nominiert werden k\u00f6nne.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-133\"><sup>[133]<\/sup><\/a> Die zitierte Passage zeigt, dass sehr bald nach Maurers Amtsantritt eine Reorganisation des Studiums umgesetzt worden war, die insbesondere eine Systematisierung der Studieneingangsphase zum Ziel hatte \u2013 mit obligatorischen Einf\u00fchrungskursen f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen und einer Akzesspr\u00fcfung, mit deren Bestehen die Proseminarstufe abgeschlossen wurde und nicht nur der Zugang zu den Hauptseminaren offen stand, sondern auch jener zur Seminarbibliothek, die von den Studierenden erst nach diesem Initiationsschritt genutzt werden durfte.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-134\"><sup>[134]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_240\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-300x197.jpg\" alt=\"Richard Z\u00fcrcher\" class=\"wp-image-240 size-medium\" width=\"300\" height=\"197\" \/><\/a> Abb. 26: Richard Z\u00fcrcher auf Seminarreise in Udine, ca. 1971. Rechts oben Oskar B\u00e4tschmann im Gespr\u00e4ch mit Beatrice Keller, ganz links Hanspeter Z\u00fcrcher.<br \/>Privatarchiv Hanspeter Z\u00fcrcher, Fotograf:in unbekannt.[\/caption]\r\n\r\nAus dem paraphrasierten Antrag von Maurer und Reinle um Schaffung einer wissenschaftlichen Assistenz geht aber auch hervor, dass zum Sommersemester 1971 zwei Assistenzprofessoren ihren Dienst aufgenommen hatten, die die beiden Ordinarien in der Lehre entlasteten. Die Entstehungs- und Besetzungsgeschichte dieser beiden Assistenzprofessuren verlief allerdings ausgesprochen unterschiedlich: W\u00e4hrend mit der einen der seit 1945 am Kunsthistorischen Seminar wirkende Privatdozent und Titularprofessor Richard Z\u00fcrcher (1911\u20131982; Abb. 26) f\u00fcr seine langj\u00e4hrigen Dienste belohnt wurde, wurde mit der anderen durch Hans Rudolf Sennhauser (* 1931) ein neues kunsthistorisches Spezialgebiet \u2013 die Mittelalterarch\u00e4ologie \u2013 etabliert, das bis heute Bestand hat (s. unten). Z\u00fcrcher war 1936 auf Basis der Arbeit <em>Der Anteil der Nachbarl\u00e4nder an der Entwicklung der deutschen Baukunst im Zeitalter des Sp\u00e4tbarocks<\/em> an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich promoviert worden, hatte mit der Habilitation 1945 die Venia legendi f\u00fcr mittlere und neuere Kunstgeschichte bekommen und wurde 1954 zum Titularprofessor ernannt.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-135\"><sup>[135]<\/sup><\/a> Neben den damit verbundenen Lehrauftr\u00e4gen arbeitete er hauptberuflich als Lehrer f\u00fcr Geschichte und Kunstgeschichte an der T\u00f6chterschule Z\u00fcrich, bis er zum Sommersemester 1968 zum Assistenzprofessor f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich ernannt wurde und ihm ein zus\u00e4tzlicher Lehrauftrag 1969 einen Austritt aus dem Schuldienst erm\u00f6glichte.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-136\"><sup>[136]<\/sup><\/a> Seine Ernennung zum Assistenzprofessor wurde vornehmlich mit der \u00abZahl der Studierenden, welche im Hauptfach oder im Nebenfach Vorlesungen in Kunstgeschichte belegen\u00bb, begr\u00fcndet und mit dem damit zusammenh\u00e4ngenden Wunsch, die beiden Ordinarii, in deren Proseminaren jeweils etwa 120 Studierende teiln\u00e4hmen, zu entlasten.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-137\"><sup>[137]<\/sup><\/a> Z\u00fcrchers Deputat von zun\u00e4chst vier bis f\u00fcnf, ab 1969 sechs Wochenstunden<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-138\"><sup>[138]<\/sup><\/a> deckte ein breites thematisches Feld und alle g\u00e4ngigen Lehrformate ab, floss aber insbesondere in das damals neustrukturierte Grundstudium (s. oben), wo Z\u00fcrcher bis zu seinem Altersr\u00fccktritt 1981 vor allem f\u00fcr die Heranf\u00fchrung der Nebenfachstudierenden an die Kunstgeschichte zust\u00e4ndig war.<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-139\"><sup>[139]<\/sup><\/a>\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[127] So im Antrag des Dekanats vom 11. Juli 1980 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich bzgl. Schaffung und Besetzung eines Ordinariats f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst an der Philosophischen Fakult\u00e4t I (UZH-Archiv E.3.1.294). Die genannte Zahl von 45 Hauptfachstudierenden soll sich auf das Jahr 1965 beziehen, Nebenfachstudierende werden nicht explizit aufgef\u00fchrt. Vgl. auch den Antrag des Dekanats auf Ernennung von Prof. Dr. A. Reinle zum Honorarprofessor vom 27. Juni 1985, wo es im Zusammenhang mit der W\u00fcrdigung von Reinles T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t heisst, dass diese \u00abin die Jahre der stark wachsenden Studentenzahlen\u00bb gefallen sei: \u00abSeit 1970 hat sich die Zahl der Hauptfachstudenten in Kunstgeschichte verdreifacht, gegen\u00fcber 1950 sogar verzehnfacht\u00bb. <a href=\"#return-footnote-127\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 127\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[128] Wie Anm. 120. <a href=\"#return-footnote-128\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 128\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[129] Die Zahl der Hauptfachstudierenden von WS 1971\/72 bis SS 2006 ist der offiziellen Studierendenstatistik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zu entnehmen (UZH-Archiv PUB.001.056); die Zahlen f\u00fcr WS 1971\/72\u2013WS 1975\/76 finden sich auf S. 8 der Statistik f\u00fcr das WS 1976\/77. Die wachsenden Studierendenzahlen waren freilich nicht auf die Kunstgeschichte beschr\u00e4nkt, sondern ein gesamtuniversit\u00e4res Ph\u00e4nomen; Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1933\u20131983. Festschrift zur 150-Jahr-Feier der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, hrsg. v. Rektorat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, red. von Peter Stadler, Z\u00fcrich 1983, S. 96\u201398, 111f., 120\u2013122, 149\u2013153 und 170\u2013177. <a href=\"#return-footnote-129\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 129\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[130] RRB vom 12. Januar 1967 (UZH-Archiv AI.7.08). Maurer selbst charakterisierte sich 1983 folgendermassen: \u00abAktiv im personellen und organisatorischen Ausbau des Seminars\u00bb; Maurer 1983 (wie Anm. 2), S. 553. <a href=\"#return-footnote-130\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 130\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[131] RRB vom 17. November 1967, Nr. 4414 (UZH-Archiv AI.7.08). Vgl. auch RRB vom 4. Juli 1968, Nr. 2536 (ebd.). <a href=\"#return-footnote-131\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 131\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[132] Auch dieser Antrag liegt im Dossier AI.7.08 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-132\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 132\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[133] Antrag von Maurer und Reinle vom 23. Juni 1971 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich \u00abum die Schaffung einer Assistentenstelle\u00bb (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-133\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 133\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[134] Diese Information verdanke ich Brigitt Sigel, die 1967 an der UZH das neu strukturierte Studium der Kunstgeschichte aufnahm. Vgl. auch den RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987, worin von einer \u00abinnerhalb der Disziplin der Kunstgeschichte durchzuf\u00fchrende[n] Neuordnung des Studienganges\u00bb die Rede ist (UZH-Archiv AB.1.1181). <a href=\"#return-footnote-134\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 134\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[135] Zur Habilitation s. die Verf\u00fcgung der Direktion des Erziehungswesens des Kantons Z\u00fcrich vom 29. Januar 1945. Die Ernennung zum Titularprofessor erfolgte mit RRB vom 1. April 1954, Nr. 963 (alles UZH-Archiv AB.1.1181). Zu den biographischen Daten siehe auch die W\u00fcrdigungen von Paul Hofer zum 60. und 70. Geburtstag von Richard Z\u00fcricher (NZZ vom 26. Mai 1971, Morgenausgabe Nr. 239, und NZZ vom 26. Mai 1981) sowie die Nachrufe auf Z\u00fcrcher von A. Reinle in der NZZ vom 6. Mai 1982 und im JbUZH 1982\/83, S. 98. <a href=\"#return-footnote-135\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 135\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[136] RRB vom 2. Mai 1968, Nr. 1706 und RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987 (UZH-Archiv AB.1.1181). Vgl. den Antrag der Fakult\u00e4t an die Erziehungsdirektion auf Ernennung von Richard Z\u00fcrcher zum Assistenzprofessor vom 4. M\u00e4rz 1968 (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-136\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 136\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[137] Ebd. <a href=\"#return-footnote-137\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 137\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[138] RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987 (UZH-Archiv AB.1.1181). <a href=\"#return-footnote-138\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 138\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[139] Zum R\u00fccktritt s. RRB vom 22. April 1981, Nr. 1482 (UZH-Archiv AB.1.1181). Zur W\u00fcrdigung von Z\u00fcrchers Lehrt\u00e4tigkeit s. den Nachruf von Reinle im JbUZH 1982\/83, S. 98. <a href=\"#return-footnote-139\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 139\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<figure id=\"attachment_239\" aria-describedby=\"caption-attachment-239\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-300x176.png\" alt=\"Entwicklung der Kunstgeschichte-Studierenden (nur Hauptfach) zwischen Wintersemester 1971\/72 und Sommersemester 2006\" class=\"wp-image-239 size-medium\" width=\"300\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-300x176.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-1024x602.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-768x451.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-1536x903.png 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-65x38.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-225x132.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25-350x206.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_25.png 1654w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-239\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 25: Entwicklung der Kunstgeschichte-Studierenden (nur Hauptfach) zwischen Wintersemester 1971\/72 und Sommersemester 2006 anhand der offiziellen Studierendenstatistik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich.<br \/>Grafik: Daniela Hoesli.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit dem Amtsantritt Maurers 1967 war die Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich erstmals seit dem Tod V\u00f6gelins 1888 wieder mit zwei Ordinarien vertreten. In den knapp 80 Jahren, die dazwischen vergangen waren, hatten sich die Studierendenzahlen allerdings vervielfacht: Mitte der 1960er-Jahre waren es 45 Hauptfach-<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-127\"><sup>[127]<\/sup><\/a> und wohl ebenso viele Nebenfachstudierende, und es waren nicht zuletzt diese Zahlen, die beim Antrag auf Umwandlung des Reinle\u2019schen Extraordinariates in ein Ordinariat angef\u00fchrt wurden, um die Notwendigkeit dieses Upgrades und des damit verbundenen Lehrangebots von 6\u201310 anstelle der bis dahin 4\u20136 Wochenstunden zu untermauern.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-128\"><sup>[128]<\/sup><\/a> In den 20 Jahren bis zur Emeritierung von Reinle erh\u00f6hte sich die Zahl der Hauptfachstudierenden sukzessive auf etwa 350, stieg danach nochmals an, erreichte 1990 mit einer Zahl von etwas \u00fcber 450 ihren H\u00f6hepunkt und flachte danach wieder etwas ab.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-129\"><sup>[129]<\/sup><\/a> (Abb. 25)<\/p>\n<p>Die Wahl Maurers zum Ordinarius bot nun die Chance zu einer Anpassung des Seminarbetriebs an die aktuelle Situation und zu einer Aufstockung der daf\u00fcr notwendigen Mittel. Ganz offensichtlich in enger Absprache mit Reinle handelte Maurer bei seiner Berufung eine Erh\u00f6hung des j\u00e4hrlichen Seminarkredits von bis dahin 21&#8217;000 Franken auf 33&#8217;000 Franken aus, ebenso ein regelm\u00e4ssiges Jahresbudget von 30&#8217;000 Franken f\u00fcr die Bibliothek, die aufgrund ihres Zustandekommens durch Schenkungen \u00absehr unausgeglichen\u00bb sei und deshalb durch systematische Ank\u00e4ufe erg\u00e4nzt werden m\u00fcsse, w\u00e4hrend \u00abf\u00fcr eine planm\u00e4ssige Erneuerung der Diapositiv-Sammlung\u00bb 3&#8217;000 Franken einzusetzen seien.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-130\"><sup>[130]<\/sup><\/a> Zu der bisherigen Assistenz, \u00abdie gegenw\u00e4rtig [d. h. 1967, Anm. C. J.] mit zwei halbtagsweise besch\u00e4ftigten Funktion\u00e4ren besetzt ist, von denen der eine mit allgemeinen Verwaltungsaufgaben sowie der Organisation des Vorlesungs- und Seminarbetriebes und der andere mit der Betreuung der Bibliothek betraut ist\u00bb, wurde eine weitere halbe Assistentenstelle eingerichtet, zu deren Aufgaben die \u00abBetreuung der Diapositivsammlung, die ca. 20 000 Nummern z\u00e4hlt, der Lichtbilderdienst im Rahmen der Seminar- und Proseminar\u00fcbungen, die Ausleihe und Beschaffung neuer Diapositive usw.\u00bb z\u00e4hlen solle.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-131\"><sup>[131]<\/sup><\/a> Dreieinhalb Jahre sp\u00e4ter, im Sommer 1971, ersuchten Maurer und Reinle dann gemeinsam die Erziehungsdirektion um Schaffung einer wissenschaftlichen Assistenz.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-132\"><sup>[132]<\/sup><\/a> Zwar seien \u00abdie Hilfsassistenzen in den letzten Jahren betr\u00e4chtlich vermehrt worden\u00bb, doch w\u00fcrden sie ausschliesslich f\u00fcr \u00abpraktische Aufgaben\u00bb wie die Verwaltung, die \u00abBetreuung der Bibliothek, der Diathek und der Fotothek\u00bb herangezogen, w\u00e4hrend die gesamte Lehre von den beiden Ordinarien, den beiden Assistenzprofessoren, dem Privatdozenten und \u00abverschiedene[n] Lehrbeauftragte[n] f\u00fcr Spezialaufgaben\u00bb gestemmt werden m\u00fcsse. In Blick auf die Studierendenzahlen und \u00abin W\u00fcrdigung des bekannten Bed\u00fcrfnisses der Studierenden nach vermehrter Studienbegleitung und nach gef\u00fchrter Gruppenarbeit\u00bb erweise sich dieser Lehrk\u00f6rper als \u00abunvollst\u00e4ndig und [\u2026] einseitig\u00bb, kurz: es fehle an \u00ab\u2039Unteroffizieren\u203a\u00bb. Mindestens ein \u00abwissenschaftlicher Vollassistent\u00bb sei w\u00fcnschbar \u2013 darin seien sich \u00abdie Lehrenden und Lernenden unseres Seminars\u00bb einig. Diesem Vollassistenten \u2013 offenbar war damals nur ein Mann f\u00fcr diesen Posten denkbar! \u2013 seien \u00abneben den reglementarischen Obliegenheiten\u00bb die \u00abEinf\u00fchrung der Anf\u00e4nger\u00bb anzuvertrauen, ferner die \u00abEinf\u00fchrung in die Abfassung von Seminararbeiten und Referaten und in die Vortragstechnik\u00bb, die \u00abMitarbeit in Proseminaren, Uebungen, Exkursionen usw.\u00bb, \u00abev. Uebernahme von bestimmten Lehrauftr\u00e4gen\u00bb sowie die \u00abEntlastung des Verwaltungsassistenten\u00bb. Dass der Antrag nicht schon fr\u00fcher gestellt worden sei, wurde damit begr\u00fcndet, dass erst jetzt mit Werner Oechslin ein geeigneter Kandidat \u00abaus der eigenen \u2039Schule\u203a\u00bb nominiert werden k\u00f6nne.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-133\"><sup>[133]<\/sup><\/a> Die zitierte Passage zeigt, dass sehr bald nach Maurers Amtsantritt eine Reorganisation des Studiums umgesetzt worden war, die insbesondere eine Systematisierung der Studieneingangsphase zum Ziel hatte \u2013 mit obligatorischen Einf\u00fchrungskursen f\u00fcr Studienanf\u00e4nger:innen und einer Akzesspr\u00fcfung, mit deren Bestehen die Proseminarstufe abgeschlossen wurde und nicht nur der Zugang zu den Hauptseminaren offen stand, sondern auch jener zur Seminarbibliothek, die von den Studierenden erst nach diesem Initiationsschritt genutzt werden durfte.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-134\"><sup>[134]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_240\" aria-describedby=\"caption-attachment-240\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-300x197.jpg\" alt=\"Richard Z\u00fcrcher\" class=\"wp-image-240 size-medium\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-300x197.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-768x504.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-1536x1008.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-65x43.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-225x148.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26-350x230.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_26.jpg 1783w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-240\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 26: Richard Z\u00fcrcher auf Seminarreise in Udine, ca. 1971. Rechts oben Oskar B\u00e4tschmann im Gespr\u00e4ch mit Beatrice Keller, ganz links Hanspeter Z\u00fcrcher.<br \/>Privatarchiv Hanspeter Z\u00fcrcher, Fotograf:in unbekannt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aus dem paraphrasierten Antrag von Maurer und Reinle um Schaffung einer wissenschaftlichen Assistenz geht aber auch hervor, dass zum Sommersemester 1971 zwei Assistenzprofessoren ihren Dienst aufgenommen hatten, die die beiden Ordinarien in der Lehre entlasteten. Die Entstehungs- und Besetzungsgeschichte dieser beiden Assistenzprofessuren verlief allerdings ausgesprochen unterschiedlich: W\u00e4hrend mit der einen der seit 1945 am Kunsthistorischen Seminar wirkende Privatdozent und Titularprofessor Richard Z\u00fcrcher (1911\u20131982; Abb. 26) f\u00fcr seine langj\u00e4hrigen Dienste belohnt wurde, wurde mit der anderen durch Hans Rudolf Sennhauser (* 1931) ein neues kunsthistorisches Spezialgebiet \u2013 die Mittelalterarch\u00e4ologie \u2013 etabliert, das bis heute Bestand hat (s. unten). Z\u00fcrcher war 1936 auf Basis der Arbeit <em>Der Anteil der Nachbarl\u00e4nder an der Entwicklung der deutschen Baukunst im Zeitalter des Sp\u00e4tbarocks<\/em> an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich promoviert worden, hatte mit der Habilitation 1945 die Venia legendi f\u00fcr mittlere und neuere Kunstgeschichte bekommen und wurde 1954 zum Titularprofessor ernannt.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-135\"><sup>[135]<\/sup><\/a> Neben den damit verbundenen Lehrauftr\u00e4gen arbeitete er hauptberuflich als Lehrer f\u00fcr Geschichte und Kunstgeschichte an der T\u00f6chterschule Z\u00fcrich, bis er zum Sommersemester 1968 zum Assistenzprofessor f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich ernannt wurde und ihm ein zus\u00e4tzlicher Lehrauftrag 1969 einen Austritt aus dem Schuldienst erm\u00f6glichte.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-136\"><sup>[136]<\/sup><\/a> Seine Ernennung zum Assistenzprofessor wurde vornehmlich mit der \u00abZahl der Studierenden, welche im Hauptfach oder im Nebenfach Vorlesungen in Kunstgeschichte belegen\u00bb, begr\u00fcndet und mit dem damit zusammenh\u00e4ngenden Wunsch, die beiden Ordinarii, in deren Proseminaren jeweils etwa 120 Studierende teiln\u00e4hmen, zu entlasten.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-137\"><sup>[137]<\/sup><\/a> Z\u00fcrchers Deputat von zun\u00e4chst vier bis f\u00fcnf, ab 1969 sechs Wochenstunden<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-138\"><sup>[138]<\/sup><\/a> deckte ein breites thematisches Feld und alle g\u00e4ngigen Lehrformate ab, floss aber insbesondere in das damals neustrukturierte Grundstudium (s. oben), wo Z\u00fcrcher bis zu seinem Altersr\u00fccktritt 1981 vor allem f\u00fcr die Heranf\u00fchrung der Nebenfachstudierenden an die Kunstgeschichte zust\u00e4ndig war.<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-139\"><sup>[139]<\/sup><\/a><\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[127] So im Antrag des Dekanats vom 11. Juli 1980 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich bzgl. Schaffung und Besetzung eines Ordinariats f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst an der Philosophischen Fakult\u00e4t I (UZH-Archiv E.3.1.294). Die genannte Zahl von 45 Hauptfachstudierenden soll sich auf das Jahr 1965 beziehen, Nebenfachstudierende werden nicht explizit aufgef\u00fchrt. Vgl. auch den Antrag des Dekanats auf Ernennung von Prof. Dr. A. Reinle zum Honorarprofessor vom 27. Juni 1985, wo es im Zusammenhang mit der W\u00fcrdigung von Reinles T\u00e4tigkeit an der Universit\u00e4t heisst, dass diese \u00abin die Jahre der stark wachsenden Studentenzahlen\u00bb gefallen sei: \u00abSeit 1970 hat sich die Zahl der Hauptfachstudenten in Kunstgeschichte verdreifacht, gegen\u00fcber 1950 sogar verzehnfacht\u00bb. <a href=\"#return-footnote-127\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 127\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[128] Wie Anm. 120. <a href=\"#return-footnote-128\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 128\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[129] Die Zahl der Hauptfachstudierenden von WS 1971\/72 bis SS 2006 ist der offiziellen Studierendenstatistik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zu entnehmen (UZH-Archiv PUB.001.056); die Zahlen f\u00fcr WS 1971\/72\u2013WS 1975\/76 finden sich auf S. 8 der Statistik f\u00fcr das WS 1976\/77. Die wachsenden Studierendenzahlen waren freilich nicht auf die Kunstgeschichte beschr\u00e4nkt, sondern ein gesamtuniversit\u00e4res Ph\u00e4nomen; Die Universit\u00e4t Z\u00fcrich 1933\u20131983. Festschrift zur 150-Jahr-Feier der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, hrsg. v. Rektorat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich, red. von Peter Stadler, Z\u00fcrich 1983, S. 96\u201398, 111f., 120\u2013122, 149\u2013153 und 170\u2013177. <a href=\"#return-footnote-129\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 129\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[130] RRB vom 12. Januar 1967 (UZH-Archiv AI.7.08). Maurer selbst charakterisierte sich 1983 folgendermassen: \u00abAktiv im personellen und organisatorischen Ausbau des Seminars\u00bb; Maurer 1983 (wie Anm. 2), S. 553. <a href=\"#return-footnote-130\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 130\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[131] RRB vom 17. November 1967, Nr. 4414 (UZH-Archiv AI.7.08). Vgl. auch RRB vom 4. Juli 1968, Nr. 2536 (ebd.). <a href=\"#return-footnote-131\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 131\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[132] Auch dieser Antrag liegt im Dossier AI.7.08 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-132\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 132\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[133] Antrag von Maurer und Reinle vom 23. Juni 1971 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich \u00abum die Schaffung einer Assistentenstelle\u00bb (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-133\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 133\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[134] Diese Information verdanke ich Brigitt Sigel, die 1967 an der UZH das neu strukturierte Studium der Kunstgeschichte aufnahm. Vgl. auch den RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987, worin von einer \u00abinnerhalb der Disziplin der Kunstgeschichte durchzuf\u00fchrende[n] Neuordnung des Studienganges\u00bb die Rede ist (UZH-Archiv AB.1.1181). <a href=\"#return-footnote-134\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 134\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[135] Zur Habilitation s. die Verf\u00fcgung der Direktion des Erziehungswesens des Kantons Z\u00fcrich vom 29. Januar 1945. Die Ernennung zum Titularprofessor erfolgte mit RRB vom 1. April 1954, Nr. 963 (alles UZH-Archiv AB.1.1181). Zu den biographischen Daten siehe auch die W\u00fcrdigungen von Paul Hofer zum 60. und 70. Geburtstag von Richard Z\u00fcricher (NZZ vom 26. Mai 1971, Morgenausgabe Nr. 239, und NZZ vom 26. Mai 1981) sowie die Nachrufe auf Z\u00fcrcher von A. Reinle in der NZZ vom 6. Mai 1982 und im JbUZH 1982\/83, S. 98. <a href=\"#return-footnote-135\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 135\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[136] RRB vom 2. Mai 1968, Nr. 1706 und RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987 (UZH-Archiv AB.1.1181). Vgl. den Antrag der Fakult\u00e4t an die Erziehungsdirektion auf Ernennung von Richard Z\u00fcrcher zum Assistenzprofessor vom 4. M\u00e4rz 1968 (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-136\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 136\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[137] Ebd. <a href=\"#return-footnote-137\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 137\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[138] RRB vom 11. September 1969, Nr. 3987 (UZH-Archiv AB.1.1181). <a href=\"#return-footnote-138\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 138\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[139] Zum R\u00fccktritt s. RRB vom 22. April 1981, Nr. 1482 (UZH-Archiv AB.1.1181). Zur W\u00fcrdigung von Z\u00fcrchers Lehrt\u00e4tigkeit s. den Nachruf von Reinle im JbUZH 1982\/83, S. 98. <a href=\"#return-footnote-139\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 139\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":10,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-229","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":84,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/229","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/229\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":669,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/229\/revisions\/669"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/84"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/229\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=229"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=229"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}