{"id":223,"date":"2022-06-01T16:22:04","date_gmt":"2022-06-01T14:22:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=223"},"modified":"2022-06-27T14:47:05","modified_gmt":"2022-06-27T12:47:05","slug":"die-aera-reinle-maurer","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/die-aera-reinle-maurer\/","title":{"raw":"Die \u00c4ra Reinle &amp; Maurer","rendered":"Die \u00c4ra Reinle &amp; Maurer"},"content":{"raw":"Als 1965 im Abstand von wenigen Monaten zun\u00e4chst Meyer und dann \u2013 v\u00f6llig unerwartet \u2013 Jedlicka aus dem Universit\u00e4tsdienst ausschieden,<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-112\"><sup>[112]<\/sup><\/a> war erneut die M\u00f6glichkeit gegeben, grunds\u00e4tzlich \u00fcber den Zuschnitt der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte nachzudenken und etwaige Kurskorrekturen vorzunehmen. W\u00e4hrend f\u00fcr die Nachfolge von Peter Meyer schon im Vorfeld geplant werden konnte, f\u00fchrte der Tod von Jedlicka zun\u00e4chst zu einer \u00dcbergangssituation, indem \u00abAssistenzprofessor Dr. Eduard H\u00fcttinger und Titularprofessor Dr. Richard Z\u00fcrcher einen Teil der von Jedlicka angek\u00fcndigten Vorlesungen \u00fcbernahmen\u00bb.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-113\"><sup>[113]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_225\" align=\"alignleft\" width=\"214\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-214x300.jpg\" alt=\"Adolf Reinle\" class=\"wp-image-225 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 22: Adolf Reinle auf einer Exkursion nach Pisa im Herbst 1968, hier im Gespr\u00e4ch mit seinem Kollegen Emil Maurer.<br \/>KHIST 433 I.36; Foto: Mediathek KHIST.[\/caption]\r\n\r\nAls Nachfolger von Peter Meyer konnte bereits zum Sommersemester 1965 Adolf Reinle (1920\u20132006; Abb. 22) seinen Dienst aufnehmen.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-114\"><sup>[114]<\/sup><\/a> Der aus dem aargauischen Fricktal stammende Reinle hatte allgemeine Geschichte, Schweizer Geschichte und Kunstgeschichte in Basel studiert und wurde ebendort 1945 mit einer Arbeit \u00fcber Legende, Kult und Denkm\u00e4ler der heiligen Verena von Zurzach promoviert.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-115\"><sup>[115]<\/sup><\/a> Ab 1947 arbeitete Reinle als Kunstdenkm\u00e4lerinventarisator im Kanton Luzern und verfasste die B\u00e4nde <em>Renaissance \u2013 Barock \u2013 Klassizismus<\/em> und <em>Die Kunst des 19. Jahrhunderts<\/em> innerhalb der Reihe <em>Kunstgeschichte der Schweiz<\/em>; 1952\u201359 war er Konservator des Luzerner Kunstmuseums, danach kantonaler Denkmalpfleger von Luzern. Seine Habilitation an der Universit\u00e4t Basel erfolgte 1963 auf der Basis mehrerer Schriften zur Geschichte der barocken Architektur und Skulptur.\r\n\r\nAnl\u00e4sslich der Nominierung und Wahl von Reinle zum \u00abExtraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters\u00bb zum Sommersemester 1965 erinnerte die Philosophische Fakult\u00e4t erneut an die Gesamtsituation der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte, vor allem daran, dass es an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich seit nahezu hundert Jahren zwei Lehrst\u00fchle gegeben habe, wobei sich seit der zweiten H\u00e4lfte der 1940er-Jahre die Aufteilung in ein Ordinariat f\u00fcr neuere und neueste Kunstgeschichte und ein Extraordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters und der neuen Zeit mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Architekturgeschichte etabliert habe.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-116\"><sup>[116]<\/sup><\/a> Nun solle die Lehrumschreibung allein auf das Mittelalter festgelegt werden, da sich die zeitliche Aufteilung bew\u00e4hrt habe; die Spezifizierung auf die Architekturgeschichte k\u00f6nne hingegen fallen gelassen werden. Stattdessen sei in letzter Zeit die Kunstdenkm\u00e4lerinventarisation zu einem wichtigen Gebiet geworden, und auch eine engere Beziehung zum Schweizerischen Landesmuseum, \u00abwie sie fr\u00fcher schon einmal bestanden hat\u00bb, sei ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht.\r\n\r\n[caption id=\"attachment_226\" align=\"alignright\" width=\"212\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-212x300.jpg\" alt=\"Emil Maurer\" class=\"wp-image-226 size-medium\" width=\"212\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 23: Emil Maurer auf einer Exkursion nach Pisa im Herbst 1968.<br \/>Privatarchiv Brigitt Sigel, Fotograf:in unbekannt.[\/caption]\r\n\r\nRund zwei Jahre sp\u00e4ter, zum Sommersemester 1967, konnte Emil Maurer (1917\u20132011; Abb. 23) als neuer Kollege von Reinle seine Arbeit als Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit aufnehmen. Maurer war bereits bei der Diskussion um die Nachfolge Meyers im Gespr\u00e4ch gewesen,<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-117\"><sup>[117]<\/sup><\/a> was vor allem zeigen mag, wie \u00e4hnlich die Profile von Reinle und Maurer waren. Auch Maurer war wie Reinle ein kunsthistorischer Generalist, der sich sowohl im Mittelalter wie in der Neuzeit auskannte und gleicherweise in Architektur, Skulptur und Malerei versiert war, hatte wie Reinle (und zum Teil zusammen mit diesem) in Basel studiert und seine Sporen ebenfalls in der Kunstdenkm\u00e4lerinventarisation abverdient.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-118\"><sup>[118]<\/sup><\/a> Sein 1954 erschienener Kunstdenkm\u00e4ler-Band zu K\u00f6nigsfelden war zugleich seine Habilitationsschrift, auf deren Basis er 1956 zum Privatdozenten an der Universit\u00e4t Basel ernannt wurde. Promoviert worden war er 1949 \u2013 ebenfalls in Basel \u2013 f\u00fcr seine Dissertation <em>Jacob Burckhardt und Rubens<\/em>. Am 8. Juli 1966 \u00fcbersandte die Fakult\u00e4t der Erziehungsdirektion den Antrag, Maurer, der damals seit gut einem Jahr als Extraordinarius f\u00fcr Neuere Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Bern wirkte, als Nachfolger von Gotthard Jedlicka zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit zu ernennen.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-119\"><sup>[119]<\/sup><\/a> Gleichentags beantragte die Fakult\u00e4t in einem gesonderten Schreiben beim Erziehungsdirektor die Aufwertung des Extraordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters zum Ordinariat sowie die Bef\u00f6rderung von Reinle zum ordentlichen Professor: \u00abBei der Pr\u00fcfung der Lehrsituation im Gesamtgebiet der Kunstgeschichte im Zusammenhang mit der Regelung der Nachfolge Prof. Jedlickas musste die Fakult\u00e4t sich die Frage vorlegen, ob es auf die Dauer richtig sei, den einen zeitlichen Hauptabschnitt der Gesamtkunstgeschichte immer mit einem Ordinariat [neuere Kunst], den anderen hingegen nur von einem Extraordinariat [Mittelalter] behandeln zu lassen. Eine st\u00e4ndige Verbindung des Ordinariates mit der neueren Kunstgeschichte, des Extraordinariats mit der \u00e4lteren muss nicht nur als unbillig, sondern als wissenschaftlich unhaltbar bezeichnet werden. Ist es doch so, dass die ausreichende Betreuung des Lehrgebietes von der Sp\u00e4tantike bis zur Sp\u00e4tgotik und Renaissance eine Anzahl von Vorlesungen und Uebungen erfordert, die der Pflichtstundenzahl eines Ordinariates entspricht. [\u2026] Die Wiederbesetzung der Professur f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit bietet nun den h\u00f6chst willkommenen Anlass, die unbefriedigende, die Studierenden geradezu fehlleitende Organisation des Faches Kunstgeschichte zu bereinigen und die Parit\u00e4t zwi[s]chen \u00e4lterer und neuerer Kunstgeschichte herzustellen.\u00bb <a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-120\"><sup>[120]<\/sup><\/a> Hinzu komme, dass der f\u00fcr das Ordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit zur Wahl empfohlene Kandidat Emil Maurer wissenschaftlich durchaus den gleichen Rang wie Adolf Reinle einnehme \u00abund letzterem nicht zugemutet werden sollte, hinter dem Neuernannten ins zweite Glied zur\u00fcckzutreten\u00bb.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-121\"><sup>[121]<\/sup><\/a> Reinle wurde daraufhin zum Wintersemester 1966\/67 zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters bef\u00f6rdert, Maurer begann ein Semester sp\u00e4ter als Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-122\"><sup>[122]<\/sup><\/a> In Hinblick auf die Denominationen der beiden Lehrst\u00fchle hiess es, dass sich \u00abdie Abgrenzung auf \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters\u203a und \u2039Kunstgeschichte der Neuzeit\u203a [\u2026] bew\u00e4hrt\u00bb habe; \u00abUeberschneidungen werden sich durch die Vorliebe der einzelnen Dozenten f\u00fcr spezielle Kunstgattungen immer ergeben. Doch soll das Gegenstand kollegialer Absprache sein und nicht im Lehrauftrag umschrieben werden.\u00bb<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-123\"><sup>[123]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich pflegten die beiden Neuberufenen ihre breiten Interessen auch weiterhin, so dass es nicht verwundert, wenn Reinle trotz seines nominellen Lehrgebiets \u00abMittelalter\u00bb sp\u00e4ter vor allem f\u00fcr seine Arbeiten zum Barock und zum 19. Jahrhundert geehrt wurde; \u00abdie faktische Aufteilung der Lehrgebiete unter den damals einzigen vollamtlichen Kunstgeschichtsdozenten Reinle und Maurer [\u2026] folgte nicht strengen Epochengrenzen, sondern den Kunstgattungen\u00bb, indem Reinle vor allem die \u00aberdnahen\u00bb K\u00fcnste Architektur und Plastik vertreten habe,<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-124\"><sup>[124]<\/sup><\/a> w\u00e4hrend Maurer vornehmlich f\u00fcr die Malerei zust\u00e4ndig war.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-125\"><sup>[125]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_231\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-scaled.jpg\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-300x214.jpg\" alt=\"Adolf Reinle im Kreise seiner Sch\u00fcler\" class=\"wp-image-231 size-medium\" width=\"300\" height=\"214\" \/><\/a> Abb. 24: Adolf Reinle im Kreise seiner Sch\u00fcler; Fotocollage auf der Basis von Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp (1632), sp\u00e4te 1960er-Jahre. In der unteren Reihe v.l.n.r.: Renate Keller (heute Woudhuysen-Keller), Hans Martin Gubler, Brigitt Sigel, Carlpeter Braegger, Adolf Reinle als Dr. Tulp; hinten v.l.n.r.: Urs Hobi, Gian-Willi Vonesch, Eva Maria L\u00f6sel (heute Preiswerk-L\u00f6sel).<br \/>Privatarchiv Brigitt Sigel, Fotograf:in unbekannt.[\/caption]\r\n\r\nDass diese etwas unklare Gemengelage funktionieren konnte, war dem Kooperationswillen der beiden Neugew\u00e4hlten zu verdanken: Sowohl Reinle als auch Maurer dachten nicht prim\u00e4r in den Grenzen ihres jeweiligen Lehrstuhls, sondern im Rahmen des Gesamtseminars. Hinzu kam, dass sie \u00e4hnliche Vorstellungen von guter Lehre hatten, indem beiden die Einbindung berufspraktischer Aspekte in ihre Veranstaltungen ein explizites Anliegen war.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-126\"><sup>[126]<\/sup><\/a> (Abb. 24)\r\n\r\n<div style=\"margin-top: 210px\">\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[112] Meyer wurde zum Sommersemester 1965 emeritiert und zum Honorarprofessor ernannt, Jedlicka starb am 14. November 1965 \u00fcberraschend auf einer Vortragsreise im Rheinland; JbUZH 1965\/66, S. 20f., 48 und 91. Vgl. auch den RRB vom 25. Februar 1965, Nr. 737. <a href=\"#return-footnote-112\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 112\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[113] JbUZH 1965\/66, S. 48. <a href=\"#return-footnote-113\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 113\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[114] JbUZH 1965\/66, S. 24. <a href=\"#return-footnote-114\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 114\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[115] Alle biographischen Daten sind den Dokumenten im Dossier AB.3.175 im UZH-Archiv entnommen. Siehe auch Hauser, Andreas et al.: Der Kunsthistoriker Adolf Reinle (1920\u20132006). Ein Beitrag zur Geschichte der schweizerischen Kunstgeschichte, Regensdorf 2009 (<a href=\"https:\/\/www.baudenkmaeler.ch\/downloads\/forschungsgeschichte\/der_kunsthistoriker_adolf_reinle_onlineversion.pdf\">https:\/\/www.baudenkmaeler.ch\/downloads\/forschungsgeschichte\/der_kunsthistoriker_adolf_reinle_onlineversion.pdf<\/a>) sowie den Beitrag von Susanna Blaser in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-115\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 115\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[116] RRB vom 12. M\u00e4rz 1965, Nr. 1008. Dieser \u00fcbernimmt stellenweise wortw\u00f6rtlich den entsprechenden Antragstext der Philosophischen Fakult\u00e4t I vom 8. Dezember 1964 (beides im UZH-Archiv AB.3.175). <a href=\"#return-footnote-116\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 116\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[117] RRB vom 12. M\u00e4rz 1965, Nr. 1008. Vgl. Anm. 116. <a href=\"#return-footnote-117\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 117\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[118] Alle biographischen Angaben zu Maurer sind den Dokumenten in den Dossiers AL.7.43 und AB.4.086 im UZH-Archiv entnommen. <a href=\"#return-footnote-118\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 118\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[119] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Neubesetzung des Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-119\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 119\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[120] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Schaffung eines Ordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters und Bef\u00f6rderung von Prof. Dr. Adolf Reinle, Extraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters, zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-120\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 120\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[121] Ebd. Beschleunigt wurde das Verfahren sicherlich auch durch die Tatsache, dass Reinle damals \u00abf\u00fcr die Wiederbesetzung eines Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Basel mit einem andern Kandidaten ex aequo an erster Stelle steht\u00bb; RRB vom 13. Oktober 1966, Nr. 3956 (UZH-Archiv AB.3.175). <a href=\"#return-footnote-121\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 121\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[122] RRB vom 13. Oktober 1966, Nr. 3956 (UZH-Archiv AB.3.175); RRB vom 17. November 1966, Nr. 4414 und RRB vom 12. Januar 1967 (UZH-Archiv AI.7.08); JbUZH 1966\/67, S. 24\u201326. <a href=\"#return-footnote-122\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 122\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[123] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Neubesetzung des Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-123\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 123\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[124] So im Antrag des Dekanats auf Ernennung von Prof. Dr. A. Reinle zum Honorarprofessor vom 27. Juni 1985 (UZH-Archiv AB.3.175). Vgl. auch die von Rektor Weder unterzeichnete Todesanzeige (ebd.). <a href=\"#return-footnote-124\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 124\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\"><\/a>[125] Die Bindung des Kompetenzbereichs Malerei war auch im Antrag der Fakult\u00e4t auf Ernennung von Maurer zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit explizit als gew\u00fcnscht formuliert worden; vgl. Anm. 119 und 123. <a href=\"#return-footnote-125\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 125\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\"><\/a>[126] Im Berufungsantrag der Fakult\u00e4t f\u00fcr Maurer wurde explizit hervorgehoben, dass Maurer \u00abdurch seine T\u00e4tigkeit in Denkmalpflege und Denkmalinventarisation [\u2026] \u00fcber jenen Schatz praktischer Erfahrungen\u00bb verf\u00fcge, \u00abder heute f\u00fcr einen Dozenten der Kunstgeschichte dringend erw\u00fcnscht ist, denn er m\u00fcsse ja \u00abStudenten ausbilden, die ihrerseits vorallem in diesen Gebieten t\u00e4tig sein werden\u00bb; wie Anm. 119. Die Projekte, die insbesondere Maurer zusammen mit Studierenden im Rahmen von Lehrveranstaltungen realisierte, wurden in der \u00d6ffentlichkeit breit zur Kenntnis genommen; Maurer, Emil: \u2039Weder im Himmel noch auf Erden... \u203a? Das Studium der Kunstgeschichte und seine Praxisbez\u00fcge, in: NZZ vom 26. M\u00e4rz 1976. Vgl. c. ia.: Kunstgesellschaft, in: NZZ vom 31. Dezember 1976; F: Die Z\u00fcrcher Universit\u00e4t als Baudenkmal. Eine Publikation des Kunsthistorischen Seminars, in: Tages Anzeiger vom 26. Januar 1981. <a href=\"#return-footnote-126\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 126\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Als 1965 im Abstand von wenigen Monaten zun\u00e4chst Meyer und dann \u2013 v\u00f6llig unerwartet \u2013 Jedlicka aus dem Universit\u00e4tsdienst ausschieden,<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-112\"><sup>[112]<\/sup><\/a> war erneut die M\u00f6glichkeit gegeben, grunds\u00e4tzlich \u00fcber den Zuschnitt der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte nachzudenken und etwaige Kurskorrekturen vorzunehmen. W\u00e4hrend f\u00fcr die Nachfolge von Peter Meyer schon im Vorfeld geplant werden konnte, f\u00fchrte der Tod von Jedlicka zun\u00e4chst zu einer \u00dcbergangssituation, indem \u00abAssistenzprofessor Dr. Eduard H\u00fcttinger und Titularprofessor Dr. Richard Z\u00fcrcher einen Teil der von Jedlicka angek\u00fcndigten Vorlesungen \u00fcbernahmen\u00bb.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-113\"><sup>[113]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_225\" aria-describedby=\"caption-attachment-225\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-214x300.jpg\" alt=\"Adolf Reinle\" class=\"wp-image-225 size-medium\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-214x300.jpg 214w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-731x1024.jpg 731w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-768x1076.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-1097x1536.jpg 1097w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-65x91.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-225x315.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22-350x490.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_22.jpg 1246w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-225\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 22: Adolf Reinle auf einer Exkursion nach Pisa im Herbst 1968, hier im Gespr\u00e4ch mit seinem Kollegen Emil Maurer.<br \/>KHIST 433 I.36; Foto: Mediathek KHIST.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Nachfolger von Peter Meyer konnte bereits zum Sommersemester 1965 Adolf Reinle (1920\u20132006; Abb. 22) seinen Dienst aufnehmen.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-114\"><sup>[114]<\/sup><\/a> Der aus dem aargauischen Fricktal stammende Reinle hatte allgemeine Geschichte, Schweizer Geschichte und Kunstgeschichte in Basel studiert und wurde ebendort 1945 mit einer Arbeit \u00fcber Legende, Kult und Denkm\u00e4ler der heiligen Verena von Zurzach promoviert.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-115\"><sup>[115]<\/sup><\/a> Ab 1947 arbeitete Reinle als Kunstdenkm\u00e4lerinventarisator im Kanton Luzern und verfasste die B\u00e4nde <em>Renaissance \u2013 Barock \u2013 Klassizismus<\/em> und <em>Die Kunst des 19. Jahrhunderts<\/em> innerhalb der Reihe <em>Kunstgeschichte der Schweiz<\/em>; 1952\u201359 war er Konservator des Luzerner Kunstmuseums, danach kantonaler Denkmalpfleger von Luzern. Seine Habilitation an der Universit\u00e4t Basel erfolgte 1963 auf der Basis mehrerer Schriften zur Geschichte der barocken Architektur und Skulptur.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Nominierung und Wahl von Reinle zum \u00abExtraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters\u00bb zum Sommersemester 1965 erinnerte die Philosophische Fakult\u00e4t erneut an die Gesamtsituation der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte, vor allem daran, dass es an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich seit nahezu hundert Jahren zwei Lehrst\u00fchle gegeben habe, wobei sich seit der zweiten H\u00e4lfte der 1940er-Jahre die Aufteilung in ein Ordinariat f\u00fcr neuere und neueste Kunstgeschichte und ein Extraordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters und der neuen Zeit mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Architekturgeschichte etabliert habe.<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-116\"><sup>[116]<\/sup><\/a> Nun solle die Lehrumschreibung allein auf das Mittelalter festgelegt werden, da sich die zeitliche Aufteilung bew\u00e4hrt habe; die Spezifizierung auf die Architekturgeschichte k\u00f6nne hingegen fallen gelassen werden. Stattdessen sei in letzter Zeit die Kunstdenkm\u00e4lerinventarisation zu einem wichtigen Gebiet geworden, und auch eine engere Beziehung zum Schweizerischen Landesmuseum, \u00abwie sie fr\u00fcher schon einmal bestanden hat\u00bb, sei ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_226\" aria-describedby=\"caption-attachment-226\" style=\"width: 212px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-212x300.jpg\" alt=\"Emil Maurer\" class=\"wp-image-226 size-medium\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-212x300.jpg 212w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-724x1024.jpg 724w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-768x1086.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-1086x1536.jpg 1086w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-65x92.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-225x318.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23-350x495.jpg 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_23.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-226\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 23: Emil Maurer auf einer Exkursion nach Pisa im Herbst 1968.<br \/>Privatarchiv Brigitt Sigel, Fotograf:in unbekannt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rund zwei Jahre sp\u00e4ter, zum Sommersemester 1967, konnte Emil Maurer (1917\u20132011; Abb. 23) als neuer Kollege von Reinle seine Arbeit als Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit aufnehmen. Maurer war bereits bei der Diskussion um die Nachfolge Meyers im Gespr\u00e4ch gewesen,<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-117\"><sup>[117]<\/sup><\/a> was vor allem zeigen mag, wie \u00e4hnlich die Profile von Reinle und Maurer waren. Auch Maurer war wie Reinle ein kunsthistorischer Generalist, der sich sowohl im Mittelalter wie in der Neuzeit auskannte und gleicherweise in Architektur, Skulptur und Malerei versiert war, hatte wie Reinle (und zum Teil zusammen mit diesem) in Basel studiert und seine Sporen ebenfalls in der Kunstdenkm\u00e4lerinventarisation abverdient.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-118\"><sup>[118]<\/sup><\/a> Sein 1954 erschienener Kunstdenkm\u00e4ler-Band zu K\u00f6nigsfelden war zugleich seine Habilitationsschrift, auf deren Basis er 1956 zum Privatdozenten an der Universit\u00e4t Basel ernannt wurde. Promoviert worden war er 1949 \u2013 ebenfalls in Basel \u2013 f\u00fcr seine Dissertation <em>Jacob Burckhardt und Rubens<\/em>. Am 8. Juli 1966 \u00fcbersandte die Fakult\u00e4t der Erziehungsdirektion den Antrag, Maurer, der damals seit gut einem Jahr als Extraordinarius f\u00fcr Neuere Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Bern wirkte, als Nachfolger von Gotthard Jedlicka zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit zu ernennen.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-119\"><sup>[119]<\/sup><\/a> Gleichentags beantragte die Fakult\u00e4t in einem gesonderten Schreiben beim Erziehungsdirektor die Aufwertung des Extraordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters zum Ordinariat sowie die Bef\u00f6rderung von Reinle zum ordentlichen Professor: \u00abBei der Pr\u00fcfung der Lehrsituation im Gesamtgebiet der Kunstgeschichte im Zusammenhang mit der Regelung der Nachfolge Prof. Jedlickas musste die Fakult\u00e4t sich die Frage vorlegen, ob es auf die Dauer richtig sei, den einen zeitlichen Hauptabschnitt der Gesamtkunstgeschichte immer mit einem Ordinariat [neuere Kunst], den anderen hingegen nur von einem Extraordinariat [Mittelalter] behandeln zu lassen. Eine st\u00e4ndige Verbindung des Ordinariates mit der neueren Kunstgeschichte, des Extraordinariats mit der \u00e4lteren muss nicht nur als unbillig, sondern als wissenschaftlich unhaltbar bezeichnet werden. Ist es doch so, dass die ausreichende Betreuung des Lehrgebietes von der Sp\u00e4tantike bis zur Sp\u00e4tgotik und Renaissance eine Anzahl von Vorlesungen und Uebungen erfordert, die der Pflichtstundenzahl eines Ordinariates entspricht. [\u2026] Die Wiederbesetzung der Professur f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit bietet nun den h\u00f6chst willkommenen Anlass, die unbefriedigende, die Studierenden geradezu fehlleitende Organisation des Faches Kunstgeschichte zu bereinigen und die Parit\u00e4t zwi[s]chen \u00e4lterer und neuerer Kunstgeschichte herzustellen.\u00bb <a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-120\"><sup>[120]<\/sup><\/a> Hinzu komme, dass der f\u00fcr das Ordinariat f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit zur Wahl empfohlene Kandidat Emil Maurer wissenschaftlich durchaus den gleichen Rang wie Adolf Reinle einnehme \u00abund letzterem nicht zugemutet werden sollte, hinter dem Neuernannten ins zweite Glied zur\u00fcckzutreten\u00bb.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-121\"><sup>[121]<\/sup><\/a> Reinle wurde daraufhin zum Wintersemester 1966\/67 zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters bef\u00f6rdert, Maurer begann ein Semester sp\u00e4ter als Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-122\"><sup>[122]<\/sup><\/a> In Hinblick auf die Denominationen der beiden Lehrst\u00fchle hiess es, dass sich \u00abdie Abgrenzung auf \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters\u203a und \u2039Kunstgeschichte der Neuzeit\u203a [\u2026] bew\u00e4hrt\u00bb habe; \u00abUeberschneidungen werden sich durch die Vorliebe der einzelnen Dozenten f\u00fcr spezielle Kunstgattungen immer ergeben. Doch soll das Gegenstand kollegialer Absprache sein und nicht im Lehrauftrag umschrieben werden.\u00bb<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-123\"><sup>[123]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich pflegten die beiden Neuberufenen ihre breiten Interessen auch weiterhin, so dass es nicht verwundert, wenn Reinle trotz seines nominellen Lehrgebiets \u00abMittelalter\u00bb sp\u00e4ter vor allem f\u00fcr seine Arbeiten zum Barock und zum 19. Jahrhundert geehrt wurde; \u00abdie faktische Aufteilung der Lehrgebiete unter den damals einzigen vollamtlichen Kunstgeschichtsdozenten Reinle und Maurer [\u2026] folgte nicht strengen Epochengrenzen, sondern den Kunstgattungen\u00bb, indem Reinle vor allem die \u00aberdnahen\u00bb K\u00fcnste Architektur und Plastik vertreten habe,<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-124\"><sup>[124]<\/sup><\/a> w\u00e4hrend Maurer vornehmlich f\u00fcr die Malerei zust\u00e4ndig war.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-125\"><sup>[125]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_231\" aria-describedby=\"caption-attachment-231\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-300x214.jpg\" alt=\"Adolf Reinle im Kreise seiner Sch\u00fcler\" class=\"wp-image-231 size-medium\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-300x214.jpg 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-1024x730.jpg 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-768x547.jpg 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-1536x1095.jpg 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-2048x1460.jpg 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-65x46.jpg 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-225x160.jpg 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_24-350x249.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-231\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 24: Adolf Reinle im Kreise seiner Sch\u00fcler; Fotocollage auf der Basis von Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp (1632), sp\u00e4te 1960er-Jahre. In der unteren Reihe v.l.n.r.: Renate Keller (heute Woudhuysen-Keller), Hans Martin Gubler, Brigitt Sigel, Carlpeter Braegger, Adolf Reinle als Dr. Tulp; hinten v.l.n.r.: Urs Hobi, Gian-Willi Vonesch, Eva Maria L\u00f6sel (heute Preiswerk-L\u00f6sel).<br \/>Privatarchiv Brigitt Sigel, Fotograf:in unbekannt.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dass diese etwas unklare Gemengelage funktionieren konnte, war dem Kooperationswillen der beiden Neugew\u00e4hlten zu verdanken: Sowohl Reinle als auch Maurer dachten nicht prim\u00e4r in den Grenzen ihres jeweiligen Lehrstuhls, sondern im Rahmen des Gesamtseminars. Hinzu kam, dass sie \u00e4hnliche Vorstellungen von guter Lehre hatten, indem beiden die Einbindung berufspraktischer Aspekte in ihre Veranstaltungen ein explizites Anliegen war.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-126\"><sup>[126]<\/sup><\/a> (Abb. 24)<\/p>\n<div style=\"margin-top: 210px\">\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[112] Meyer wurde zum Sommersemester 1965 emeritiert und zum Honorarprofessor ernannt, Jedlicka starb am 14. November 1965 \u00fcberraschend auf einer Vortragsreise im Rheinland; JbUZH 1965\/66, S. 20f., 48 und 91. Vgl. auch den RRB vom 25. Februar 1965, Nr. 737. <a href=\"#return-footnote-112\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 112\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[113] JbUZH 1965\/66, S. 48. <a href=\"#return-footnote-113\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 113\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[114] JbUZH 1965\/66, S. 24. <a href=\"#return-footnote-114\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 114\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[115] Alle biographischen Daten sind den Dokumenten im Dossier AB.3.175 im UZH-Archiv entnommen. Siehe auch Hauser, Andreas et al.: Der Kunsthistoriker Adolf Reinle (1920\u20132006). Ein Beitrag zur Geschichte der schweizerischen Kunstgeschichte, Regensdorf 2009 (<a href=\"https:\/\/www.baudenkmaeler.ch\/downloads\/forschungsgeschichte\/der_kunsthistoriker_adolf_reinle_onlineversion.pdf\">https:\/\/www.baudenkmaeler.ch\/downloads\/forschungsgeschichte\/der_kunsthistoriker_adolf_reinle_onlineversion.pdf<\/a>) sowie den Beitrag von Susanna Blaser in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-115\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 115\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[116] RRB vom 12. M\u00e4rz 1965, Nr. 1008. Dieser \u00fcbernimmt stellenweise wortw\u00f6rtlich den entsprechenden Antragstext der Philosophischen Fakult\u00e4t I vom 8. Dezember 1964 (beides im UZH-Archiv AB.3.175). <a href=\"#return-footnote-116\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 116\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[117] RRB vom 12. M\u00e4rz 1965, Nr. 1008. Vgl. Anm. 116. <a href=\"#return-footnote-117\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 117\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[118] Alle biographischen Angaben zu Maurer sind den Dokumenten in den Dossiers AL.7.43 und AB.4.086 im UZH-Archiv entnommen. <a href=\"#return-footnote-118\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 118\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[119] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Neubesetzung des Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-119\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 119\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[120] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Schaffung eines Ordinariats f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters und Bef\u00f6rderung von Prof. Dr. Adolf Reinle, Extraordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters, zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte des Mittelalters (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-120\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 120\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[121] Ebd. Beschleunigt wurde das Verfahren sicherlich auch durch die Tatsache, dass Reinle damals \u00abf\u00fcr die Wiederbesetzung eines Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Basel mit einem andern Kandidaten ex aequo an erster Stelle steht\u00bb; RRB vom 13. Oktober 1966, Nr. 3956 (UZH-Archiv AB.3.175). <a href=\"#return-footnote-121\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 121\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[122] RRB vom 13. Oktober 1966, Nr. 3956 (UZH-Archiv AB.3.175); RRB vom 17. November 1966, Nr. 4414 und RRB vom 12. Januar 1967 (UZH-Archiv AI.7.08); JbUZH 1966\/67, S. 24\u201326. <a href=\"#return-footnote-122\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 122\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[123] Antrag des Dekanats der Philosophischen Fakult\u00e4t I an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 8. Juli 1966, betr. Neubesetzung des Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit (UZH-Archiv AL.7.43). <a href=\"#return-footnote-123\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 123\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[124] So im Antrag des Dekanats auf Ernennung von Prof. Dr. A. Reinle zum Honorarprofessor vom 27. Juni 1985 (UZH-Archiv AB.3.175). Vgl. auch die von Rektor Weder unterzeichnete Todesanzeige (ebd.). <a href=\"#return-footnote-124\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 124\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\" id=\"_ftn14\"><\/a>[125] Die Bindung des Kompetenzbereichs Malerei war auch im Antrag der Fakult\u00e4t auf Ernennung von Maurer zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte der Neuzeit explizit als gew\u00fcnscht formuliert worden; vgl. Anm. 119 und 123. <a href=\"#return-footnote-125\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 125\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\" id=\"_ftn15\"><\/a>[126] Im Berufungsantrag der Fakult\u00e4t f\u00fcr Maurer wurde explizit hervorgehoben, dass Maurer \u00abdurch seine T\u00e4tigkeit in Denkmalpflege und Denkmalinventarisation [\u2026] \u00fcber jenen Schatz praktischer Erfahrungen\u00bb verf\u00fcge, \u00abder heute f\u00fcr einen Dozenten der Kunstgeschichte dringend erw\u00fcnscht ist, denn er m\u00fcsse ja \u00abStudenten ausbilden, die ihrerseits vorallem in diesen Gebieten t\u00e4tig sein werden\u00bb; wie Anm. 119. Die Projekte, die insbesondere Maurer zusammen mit Studierenden im Rahmen von Lehrveranstaltungen realisierte, wurden in der \u00d6ffentlichkeit breit zur Kenntnis genommen; Maurer, Emil: \u2039Weder im Himmel noch auf Erden&#8230; \u203a? Das Studium der Kunstgeschichte und seine Praxisbez\u00fcge, in: NZZ vom 26. M\u00e4rz 1976. Vgl. c. ia.: Kunstgesellschaft, in: NZZ vom 31. Dezember 1976; F: Die Z\u00fcrcher Universit\u00e4t als Baudenkmal. Eine Publikation des Kunsthistorischen Seminars, in: Tages Anzeiger vom 26. Januar 1981. <a href=\"#return-footnote-126\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 126\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":9,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-223","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":84,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":860,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/223\/revisions\/860"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/84"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/223\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=223"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=223"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}