{"id":214,"date":"2022-06-01T15:54:43","date_gmt":"2022-06-01T13:54:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=214"},"modified":"2022-06-27T14:47:06","modified_gmt":"2022-06-27T12:47:06","slug":"konsolidierung-und-institutionalisierung-der-umzug-in-die-alte-augenklinik-1954","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/konsolidierung-und-institutionalisierung-der-umzug-in-die-alte-augenklinik-1954\/","title":{"raw":"Konsolidierung und Institutionalisierung: Der Umzug in die alte Augenklinik 1954","rendered":"Konsolidierung und Institutionalisierung: Der Umzug in die alte Augenklinik 1954"},"content":{"raw":"In der Diskussion um den Zuschnitt der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte nach dem R\u00fccktritt von Escher im Sommer 1944 legten Fakult\u00e4t und \u00fcbergeordnete Beh\u00f6rden grossen Wert auf eine L\u00f6sung, die nicht nur die professoralen Einzelpers\u00f6nlichkeiten ber\u00fccksichtigte, sondern ein Gesamtinstitut ins Auge fasste: Bereits in ihrem Schreiben vom 27. Oktober 1944 betonte die Fakult\u00e4t mit grossem Nachdruck, dass es ihrem Antrag um Schaffung eines Ordinariats und dessen Besetzung durch Gotthard Jedlicka keineswegs nur \u00abum einen kunstgeschichtlichen Lehrstuhl im engeren Sinne des Wortes\u00bb gehe, vielmehr sei diesem \u00abein in den Anf\u00e4ngen zwar bereits bestehendes, aber des Ausbaus und der Vollendung dringend bed\u00fcrfendes kunstgeschichtliches Institut zur Seite zu stellen. [\u2026] Viel weniger als in einem andern Fall reichen die \u00fcblichen Bibliotheken und Sammlungen aus. Nur eine planm\u00e4ssige und durch lange Zeit zentral und verantwortlich geleitete Sammlung von Druckschriften und Kopien jeder Art kann den Vorlesungen des Dozenten denjenigen Rahmen geben, welcher eine fruchtbare Vertiefung seitens der Studenten erm\u00f6glicht.\u00bb<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> Die \u00abkunstgeschichtliche Abteilung der Philosophischen Fakult\u00e4t I\u00bb habe in diesem Sinne bereits \u00abh\u00f6chst verdankenswerte Schritte getan, die nur der letzten Kr\u00f6nung durch eine geeignete Pers\u00f6nlichkeit bed\u00fcrfen, um Z\u00fcrich als einen Platz f\u00fcr kunstgeschichtliche Studien von hohem Rang erscheinen zu lassen\u00bb.\r\n\r\nAuch in ihrem 1946 wieder aufgenommenen Antrag auf Bef\u00f6rderung von Hans Hoffmann zum Extraordinarius untermauerte die Fakult\u00e4t ihr Anliegen mit institutionellen Argumenten: Das Bed\u00fcrfnis nach <em>zwei<\/em> Fachvertretern sei \u00abheute umso dringlicher, als die umfangreichen und wertvollen Schenkungen der Professoren W\u00f6lfflin und Escher der sach- und fachkundigen Bearbeitung und Nutzbarmachung harren\u00bb.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> Escher hatte wenige Jahre zuvor seine \u00fcber 4'000 B\u00e4nde umfassende Bibliothek dem kunstgeschichtlichen Seminar vermacht.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a> Den Grundstock zu einer kunsthistorischen Seminarbibliothek und -fotothek hatte aber W\u00f6lfflin gelegt, der w\u00e4hrend seiner Z\u00fcrcher Jahre (1924\u201334) unter der beengten Unterbringung der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t und ihrer schlechten Ausstattung gelitten hatte: \u00abkeine Diapositive, keine Bibliothek, kein eigentlicher Seminarraum\u00bb.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a> 1941 schenkte W\u00f6lfflin \u00abseine kunsthistorische Bibliothek summarisch dem Kunsthistorischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\u00bb, des Weiteren verf\u00fcgte er, dass auch \u00absein Material an Abbildungen, soweit er es f\u00fcr zweckdienlich erachtet\u00bb, \u00abden B\u00fcchern mitgegeben werden [solle], ebenso sein gro\u00dfer Schreibtisch, die B\u00fcchergestelle und Bilderk\u00e4sten\u00bb und nicht zuletzt die zahlreichen Portr\u00e4tb\u00fcsten, die von ihm angefertigt worden waren (vgl. Abb. 8).<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_216\" align=\"alignleft\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-300x193.png\" alt=\"Raum KOL F 102 (W\u00f6lfflin Zimmer) \" class=\"wp-image-216 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" \/><\/a> Abb. 20: Raum KOL F 102 im 1. OG des Kollegiengeb\u00e4udes, der 1914 bis 1954 die kunsthistorische Bibliothek beherbergte. Die Wandbilder mit jungen M\u00e4nnern bei der Aus\u00fcbung verschiedener Kunstgattungen stammen von Otto Baumberger, 1914\u20131915.[\/caption]\r\n\r\nUnmittelbar nach seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius 1945 setzte Jedlicka alles daran, diese Best\u00e4nde zu systematisieren<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> und dadurch die chaotische Situation zu \u00fcberwinden, in der sich Seminar in seinen \u2013 Jedlickas \u2013 eigenen Anfangsjahren pr\u00e4sentierte: \u00abHeinrich W\u00f6lfflin hatte es Joseph Zemp und Konrad Escher \u00fcberlassen, das Kunstgeschichtliche Seminar einzurichten und auszubauen, und diese hatten keine Lust, in dieser Angelegenheit irgendetwas zu unternehmen. Sogar der kleine Raum, der Bibliothek, Photothek und Diapositive vereinigte, bestand im wesentlichen aus Glasschr\u00e4nken ohne Inhalt: vielleicht zweitausend Diapositive, einige Mappenwerke, Thieme-Becker bis zum Jahre 1930 und im \u00fcbrigen noch 73 B\u00fccher und Brosch\u00fcren: alles in einem unbeschreiblichen Zustand der Verwahrlosung. Unm\u00f6glich, mit diesem \u2039wissenschaftlichen Apparat\u203a die einfachste Seminararbeit auszuf\u00fchren. Ich [Jedlicka, Anm. C. J.] bin \u00fcberzeugt, da\u00df Heinrich W\u00f6lfflin jeder Wunsch des Kunstgeschichtlichen Seminars erf\u00fcllt worden w\u00e4re: wie keinem vor ihm, wie keinem nach ihm. Aber er hatte keine W\u00fcnsche: sogar die geringste Anstrengung in dieser Richtung war ihm zuwider [\u2026]\u00bb.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a> (Abb. 20) In seiner Institutsgeschichte von 1976 versuchte Reinle diesen Sachverhalt damit zu begr\u00fcnden, dass \u00abdie deutsche Idealvorstellung eines straff durchorganisierten und von einem Ordinarius beherrschten \u2039Instituts\u203a [\u2026] den individualistischen und unbeamtenhaften Schweizer Gelehrten zudem auch wesensm\u00e4ssig fern\u00bb gelegen habe.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-100\"><sup>[100]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_217\" align=\"alignright\" width=\"300\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-300x224.png\" alt=\"Kunsthistorisches Seminar in der alten Augenklinik \" class=\"wp-image-217 size-medium\" width=\"300\" height=\"224\" \/><\/a> Abb. 21: Die alte Augenklinik, in der seit 1954 das Kunsthistorische Seminar untergebracht ist, liegt zwischen den Hauptgeb\u00e4uden von Universit\u00e4t (links) und ETH (rechts); Aufnahme von Ende der 1970er-Jahre.[\/caption]\r\n\r\nMit Jedlicka war es dann allerdings durchaus ein Schweizer Gelehrter, der Ordnung in die Sache brachte und dem Kunsthistorischen Seminar nicht nur eine funktionst\u00fcchtige Bibliothek, sondern auch ein neues \u2039Zuhause\u203a bescherte. Als Dekan, der er 1950\u20131952 war, d\u00fcrfte er nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass \u2039sein\u203a Seminar, dem er seit seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius anno 1945 ex officio vorstand, zum Sommersemester 1954 zusammen mit dem Arch\u00e4ologischen Institut in die alte Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73\/Ecke Karl Schmid-Strasse (Abb. 21) einziehen konnte und nicht mehr in jenen beengten r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude verblieb, wo es seit dessen Er\u00f6ffnung 1914 untergebracht war.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-101\"><sup>[101]<\/sup><\/a> Jedlicka selbst schenkte dem Seminar anl\u00e4sslich des Einzugs in die neuen R\u00e4umlichkeiten einen grossen Teil seiner eigenen Fachbibliothek, konkret 1'246 B\u00fccher, zu denen 1968 aus seinem Nachlass nochmals 1'790 Einheiten hinzu kommen sollten.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-102\"><sup>[102]<\/sup><\/a> Weitere ca. 2'000 B\u00fccher waren 1951 durch das Verm\u00e4chtnis von Heinrich Bodmer, dem ehemaligen \u00abLeiter des Deutschen kunsthistorischen Institutes in Florenz\u00bb, in den Besitz der Seminarbibliothek gekommen.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-103\"><sup>[103]<\/sup><\/a> F\u00fcr die systematische Erschliessung dieser B\u00fccherschenkungen war bereits 1946 die Stelle eines Assistenten geschaffen worden<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-104\"><sup>[104]<\/sup><\/a>, die zun\u00e4chst mit einem Bibliothekar, seit Mitte der 1950er-Jahre mit einem \u00abfortgeschrittenen Studenten\u00bb besetzt wurde,<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-105\"><sup>[105]<\/sup><\/a> stets mit einem 25%-Pensum, was sich immer wieder als ungen\u00fcgend erwies, zumal besagter Assistent auch f\u00fcr die Foto- und die Diasammlung zust\u00e4ndig war, die \u00abgegen Entsch\u00e4digung\u00bb auch einer weiteren \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stand.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-106\"><sup>[106]<\/sup><\/a> Mehrfach beantragte Jedlicka deshalb bei den zust\u00e4ndigen Stellen eine Hilfskraft zur tempor\u00e4ren Unterst\u00fctzung des Assistenten und 1962 schliesslich die Anhebung der Assistenz auf eine Vollstelle, wie sie dem Seminar schon 1946 vom Regierungsrat zugesagt worden war.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-107\"><sup>[107]<\/sup><\/a> F\u00fcr all diese Bem\u00fchungen sollte Jedlicka sp\u00e4ter als \u00abeigentlicher Gr\u00fcnder der heute bestehenden Kunstgeschichtlichen Seminarbibliothek\u00bb gew\u00fcrdigt werden,<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-108\"><sup>[108]<\/sup><\/a> und mit Fug und Recht k\u00f6nnte man dies auch auf die Fotothek und die Diathek ausweiten, die im vordigitalen Zeitalter wichtige Hilfsmittel f\u00fcr Forschung und Lehre waren.\r\n\r\nAber nicht nur Jedlicka, sondern auch dessen Kollege Peter Meyer trug zur Mehrung der Buch- und Bildbest\u00e4nde des Seminars bei. So k\u00fcndigte Meyer kurz vor seiner Pensionierung dem Rektor brieflich an, er habe vor, seine \u00absch\u00e4tzungsweise 35'000 Abbildungen umfassende Bilder-Kartothek\u00bb sowie seine Bibliothek, \u00absoweit sie aeltere und neuere Kunst betrifft\u00bb, dem Kunsthistorischen Seminar der Universit\u00e4t zu vermachen; schon jetzt \u00fcbergebe er dem Seminar \u00abeinen gerahmten Kupferstich von Raffaels \u2039Madonna della Sedia\u203a aus dem Besitz des Architekten Gottfried Semper, er kann im Seminar oder im Bodmerhaus Platz finden, sofern dieses f\u00fcr Universit\u00e4tszwecke verwendet wird\u00bb.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-109\"><sup>[109]<\/sup><\/a> Bereits 1956, zu seinem Amtsantritt, hatte Meyer dem Kunsthistorischen Seminar bzw. dessen Vorsteher Jedlicka seine Sammlung von 1'800 Diapositiven zum Kauf angeboten und daf\u00fcr einen Pauschalbetrag von 8'000.- Franken erbeten.<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-110\"><sup>[110]<\/sup><\/a> Wie kostbar und teuer die vor dem digitalen Zeitalter f\u00fcr kunsthistorische Vortr\u00e4ge \u00fcblichen Diapositive waren, zeigt auch die besondere Geb\u00fchr, die Zemp schon Jahre zuvor mit obrigkeitlicher Erlaubnis von seinen Auditoren \u00abf\u00fcr die mit Lichtbildern verbundenen Vorlesungen\u00bb erhoben hatte, \u00abin der Meinung, da\u00df der erzielte Einnahmebetrag f\u00fcr Neubeschaffung von Lichtbildern verwendet werde\u00bb; 1927 betrug diese Geb\u00fchr \u2013 notabene zus\u00e4tzlich zu dem ohnehin anfallendem Kollegiengeld \u2013 immerhin 4 Fanken pro H\u00f6rer:in und Vorlesungsstunde, was Zemp in die Lage versetzte, den damaligen Diabestand systematisch um gezielte Zuk\u00e4ufe zu erweitern.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-111\"><sup>[111]<\/sup><\/a>\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[93] Antrag der Fakult\u00e4t an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 27. Oktober 1944, Betreff: Professur f\u00fcr Kunstgeschichte (UZH-Archiv AB.1.0444). <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[94] Vgl. RRB vom 28. Dezember 1946, Nr. 4198 (UZH-Archiv AB.1.0444). <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[95] Jedlicka, Nachruf auf Escher im JbUZH 1944\/45 (wie Anm. 46), S. 59. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[96] Zitat aus der Rede W\u00f6lfflins am 8. Juli 1944 im Rahmen eines Fakult\u00e4tsessens im Zunfthaus zum R\u00fcden, abgedruckt in Jedlickas W\u00fcrdigung W\u00f6lfflins zu seinem 100. Geburtstag in der NZZ vom 21. Juni 1864 (wie Anm. 38). <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[97] Aus dem Protokoll des Erziehungsrates des Kantons ZH vom 24. Juli 1941 (UZH-Archiv AB.1.1137) sowie Jedlicka, Nachruf auf W\u00f6lfflin 1945\/46 (wie Anm. 30), S. 62. <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[98] 1945 und 1948 ersuchte Jedlicka mit Erfolg die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich um einen ausserordentlichen Kredit zur \u00abBearbeitung der Nachl\u00e4sse von Prof. Dr. K. Escher und Prof. Dr. H. W\u00f6lfflin\u00bb; vgl. die entsprechende Verf\u00fcgung der Erziehungsdirektion vom 13. Juli 1948 und den Auszug aus dem Protokoll des Erziehungsrates des Kantons Z\u00fcrich vom 4. Dezember 1945, Nr. 1300 (beides UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[99] Jedlicka 1965 (wie Anm. 30), S. 6f.; vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 84. <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[100] Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 86. <a href=\"#return-footnote-100\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 100\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[101] Jahresbericht UZH 1953\/54, S. 36; Jahresbericht UZH 1954\/55, S. 35; Maurer 1983 (wie Anm. 2), S. 553f. Zum Umzug in die alte Augenklinik siehe auch den Beitrag von Nadia Pettannice in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-101\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 101\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[102] Dankesbrief des Rektors an Jedlicka vom 23. Dezember 1954 und RRB vom 18. Januar 1968, Nr. 224 (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-102\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 102\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[103] Vgl. die entsprechende Verf\u00fcgung der Erziehungsdirektion vom 7. M\u00e4rz 1951 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-103\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 103\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[104] RRB vom 20. September 1946, Nr. 2951 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-104\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 104\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\"><\/a>[105] Die Anstellung eines Bibliothekars als \u00abAssistent\u00bb geht aus diversen Verf\u00fcgungen der Erziehungsdirektion aus den Jahren 1950\u20131955 hervor, die \u00dcbernahme des Jobs durch einen Studenten aus dem Antrag des Dekans an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 28. Februar 1962 \u00abbzgl. Anstellung eines Assistenten mit voller Verpflichtung auf den 1. M\u00e4rz 1962\u00bb (alles UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-105\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 105\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\"><\/a>[106] Brief von Jedlicka vom 2. November 1956 an Hans Fischer, Rektor der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-106\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 106\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\"><\/a>[107] Antrag des Dekans an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 28. Februar 1962 bzgl. Anstellung eines Assistenten mit voller Verpflichtung auf den 1. M\u00e4rz 1962 (UZH-Archiv AI.7.08). Auch alle anderen Dokumente zu diesem Themenbereich finden sich im Dossier AI.7.08 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-107\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 107\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\"><\/a>[108] RRB vom 18. Januar 1968, Nr. 224 (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-108\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 108\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\"><\/a>[109] Brief von Peter Meyer vom 27. Februar 1965 an den Rektor der UZH, Prof. Dr. E. Schweizer (UZH-Archiv AB.1.0661). Das hier genannte Bodmerhaus hat nichts mit dem weiter oben erw\u00e4hnten Heinrich Bodmer zu tun, der 1951 die Bibliothek des Z\u00fcrcher Kunstgeschichtlichen Seminars durch eine B\u00fccherschenkung bereicherte, sondern ist benannt nach dem ber\u00fchmten Z\u00fcrcher Gelehrten Johann Jakob Bodmer, der 1739 bis zu seinem Tod 1783 das barocke Anwesen bewohnte. Dieses (auch \u00abOberer Sch\u00f6nenberg\u00bb genannt) steht bis heute an der Sch\u00f6nbergstrasse 15 und wird vom Rektorat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich genutzt; vgl. Grunder, Karl: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. IV: Die Stadt Z\u00fcrich IV: Die Schanzen und die barocken Vorst\u00e4dte (Die Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz Bd. 105), Bern 2005, S. 220\u2013223. <a href=\"#return-footnote-109\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 109\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\"><\/a>[110] Brief von Peter Meyer vom 14. Mai 1956 an Jedlicka (UZH-Archiv AB.1.0661). Die Sammlung konnte dank eines \u00abausserordentlichen Kredit[s]\u00bb des Regierungsrates in H\u00f6he von 9'000 Franken angekauft werden; vgl. RRB vom 27. Februar 1957, Nr. 708 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-110\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 110\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\"><\/a>[111] Auszug aus dem Protokoll des Erziehungsrates vom 17. M\u00e4rz 1927, Nr. 172 (UZH-Archiv AB.1.1164). Eine \u00dcbersicht \u00fcber die Zemp\u2019schen K\u00e4ufe von Diapositiven findet sich im Dossier PA.049.005 im UZH-Archiv. <a href=\"#return-footnote-111\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 111\">\u21b5<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>In der Diskussion um den Zuschnitt der Z\u00fcrcher Kunstgeschichte nach dem R\u00fccktritt von Escher im Sommer 1944 legten Fakult\u00e4t und \u00fcbergeordnete Beh\u00f6rden grossen Wert auf eine L\u00f6sung, die nicht nur die professoralen Einzelpers\u00f6nlichkeiten ber\u00fccksichtigte, sondern ein Gesamtinstitut ins Auge fasste: Bereits in ihrem Schreiben vom 27. Oktober 1944 betonte die Fakult\u00e4t mit grossem Nachdruck, dass es ihrem Antrag um Schaffung eines Ordinariats und dessen Besetzung durch Gotthard Jedlicka keineswegs nur \u00abum einen kunstgeschichtlichen Lehrstuhl im engeren Sinne des Wortes\u00bb gehe, vielmehr sei diesem \u00abein in den Anf\u00e4ngen zwar bereits bestehendes, aber des Ausbaus und der Vollendung dringend bed\u00fcrfendes kunstgeschichtliches Institut zur Seite zu stellen. [\u2026] Viel weniger als in einem andern Fall reichen die \u00fcblichen Bibliotheken und Sammlungen aus. Nur eine planm\u00e4ssige und durch lange Zeit zentral und verantwortlich geleitete Sammlung von Druckschriften und Kopien jeder Art kann den Vorlesungen des Dozenten denjenigen Rahmen geben, welcher eine fruchtbare Vertiefung seitens der Studenten erm\u00f6glicht.\u00bb<a href=\"#_ftn1\" id=\"return-footnote-93\"><sup>[93]<\/sup><\/a> Die \u00abkunstgeschichtliche Abteilung der Philosophischen Fakult\u00e4t I\u00bb habe in diesem Sinne bereits \u00abh\u00f6chst verdankenswerte Schritte getan, die nur der letzten Kr\u00f6nung durch eine geeignete Pers\u00f6nlichkeit bed\u00fcrfen, um Z\u00fcrich als einen Platz f\u00fcr kunstgeschichtliche Studien von hohem Rang erscheinen zu lassen\u00bb.<\/p>\n<p>Auch in ihrem 1946 wieder aufgenommenen Antrag auf Bef\u00f6rderung von Hans Hoffmann zum Extraordinarius untermauerte die Fakult\u00e4t ihr Anliegen mit institutionellen Argumenten: Das Bed\u00fcrfnis nach <em>zwei<\/em> Fachvertretern sei \u00abheute umso dringlicher, als die umfangreichen und wertvollen Schenkungen der Professoren W\u00f6lfflin und Escher der sach- und fachkundigen Bearbeitung und Nutzbarmachung harren\u00bb.<a href=\"#_ftn2\" id=\"return-footnote-94\"><sup>[94]<\/sup><\/a> Escher hatte wenige Jahre zuvor seine \u00fcber 4&#8217;000 B\u00e4nde umfassende Bibliothek dem kunstgeschichtlichen Seminar vermacht.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-95\"><sup>[95]<\/sup><\/a> Den Grundstock zu einer kunsthistorischen Seminarbibliothek und -fotothek hatte aber W\u00f6lfflin gelegt, der w\u00e4hrend seiner Z\u00fcrcher Jahre (1924\u201334) unter der beengten Unterbringung der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t und ihrer schlechten Ausstattung gelitten hatte: \u00abkeine Diapositive, keine Bibliothek, kein eigentlicher Seminarraum\u00bb.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-96\"><sup>[96]<\/sup><\/a> 1941 schenkte W\u00f6lfflin \u00abseine kunsthistorische Bibliothek summarisch dem Kunsthistorischen Seminar der Universit\u00e4t Z\u00fcrich\u00bb, des Weiteren verf\u00fcgte er, dass auch \u00absein Material an Abbildungen, soweit er es f\u00fcr zweckdienlich erachtet\u00bb, \u00abden B\u00fcchern mitgegeben werden [solle], ebenso sein gro\u00dfer Schreibtisch, die B\u00fcchergestelle und Bilderk\u00e4sten\u00bb und nicht zuletzt die zahlreichen Portr\u00e4tb\u00fcsten, die von ihm angefertigt worden waren (vgl. Abb. 8).<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-97\"><sup>[97]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_216\" aria-describedby=\"caption-attachment-216\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-300x193.png\" alt=\"Raum KOL F 102 (W\u00f6lfflin Zimmer)\" class=\"wp-image-216 size-medium\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-300x193.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-1024x657.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-768x493.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-1536x986.png 1536w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-2048x1315.png 2048w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-65x42.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-225x144.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_20-350x225.png 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-216\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 20: Raum KOL F 102 im 1. OG des Kollegiengeb\u00e4udes, der 1914 bis 1954 die kunsthistorische Bibliothek beherbergte. Die Wandbilder mit jungen M\u00e4nnern bei der Aus\u00fcbung verschiedener Kunstgattungen stammen von Otto Baumberger, 1914\u20131915.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unmittelbar nach seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius 1945 setzte Jedlicka alles daran, diese Best\u00e4nde zu systematisieren<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-98\"><sup>[98]<\/sup><\/a> und dadurch die chaotische Situation zu \u00fcberwinden, in der sich Seminar in seinen \u2013 Jedlickas \u2013 eigenen Anfangsjahren pr\u00e4sentierte: \u00abHeinrich W\u00f6lfflin hatte es Joseph Zemp und Konrad Escher \u00fcberlassen, das Kunstgeschichtliche Seminar einzurichten und auszubauen, und diese hatten keine Lust, in dieser Angelegenheit irgendetwas zu unternehmen. Sogar der kleine Raum, der Bibliothek, Photothek und Diapositive vereinigte, bestand im wesentlichen aus Glasschr\u00e4nken ohne Inhalt: vielleicht zweitausend Diapositive, einige Mappenwerke, Thieme-Becker bis zum Jahre 1930 und im \u00fcbrigen noch 73 B\u00fccher und Brosch\u00fcren: alles in einem unbeschreiblichen Zustand der Verwahrlosung. Unm\u00f6glich, mit diesem \u2039wissenschaftlichen Apparat\u203a die einfachste Seminararbeit auszuf\u00fchren. Ich [Jedlicka, Anm. C. J.] bin \u00fcberzeugt, da\u00df Heinrich W\u00f6lfflin jeder Wunsch des Kunstgeschichtlichen Seminars erf\u00fcllt worden w\u00e4re: wie keinem vor ihm, wie keinem nach ihm. Aber er hatte keine W\u00fcnsche: sogar die geringste Anstrengung in dieser Richtung war ihm zuwider [\u2026]\u00bb.<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-99\"><sup>[99]<\/sup><\/a> (Abb. 20) In seiner Institutsgeschichte von 1976 versuchte Reinle diesen Sachverhalt damit zu begr\u00fcnden, dass \u00abdie deutsche Idealvorstellung eines straff durchorganisierten und von einem Ordinarius beherrschten \u2039Instituts\u203a [\u2026] den individualistischen und unbeamtenhaften Schweizer Gelehrten zudem auch wesensm\u00e4ssig fern\u00bb gelegen habe.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-100\"><sup>[100]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_217\" aria-describedby=\"caption-attachment-217\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-300x224.png\" alt=\"Kunsthistorisches Seminar in der alten Augenklinik\" class=\"wp-image-217 size-medium\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-300x224.png 300w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-1024x764.png 1024w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-768x573.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-65x48.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-225x168.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21-350x261.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/06\/Jaeggi_Abb_21.png 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-217\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 21: Die alte Augenklinik, in der seit 1954 das Kunsthistorische Seminar untergebracht ist, liegt zwischen den Hauptgeb\u00e4uden von Universit\u00e4t (links) und ETH (rechts); Aufnahme von Ende der 1970er-Jahre.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit Jedlicka war es dann allerdings durchaus ein Schweizer Gelehrter, der Ordnung in die Sache brachte und dem Kunsthistorischen Seminar nicht nur eine funktionst\u00fcchtige Bibliothek, sondern auch ein neues \u2039Zuhause\u203a bescherte. Als Dekan, der er 1950\u20131952 war, d\u00fcrfte er nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass \u2039sein\u203a Seminar, dem er seit seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius anno 1945 ex officio vorstand, zum Sommersemester 1954 zusammen mit dem Arch\u00e4ologischen Institut in die alte Augenklinik an der R\u00e4mistrasse 73\/Ecke Karl Schmid-Strasse (Abb. 21) einziehen konnte und nicht mehr in jenen beengten r\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnissen im Kollegiengeb\u00e4ude verblieb, wo es seit dessen Er\u00f6ffnung 1914 untergebracht war.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-101\"><sup>[101]<\/sup><\/a> Jedlicka selbst schenkte dem Seminar anl\u00e4sslich des Einzugs in die neuen R\u00e4umlichkeiten einen grossen Teil seiner eigenen Fachbibliothek, konkret 1&#8217;246 B\u00fccher, zu denen 1968 aus seinem Nachlass nochmals 1&#8217;790 Einheiten hinzu kommen sollten.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-102\"><sup>[102]<\/sup><\/a> Weitere ca. 2&#8217;000 B\u00fccher waren 1951 durch das Verm\u00e4chtnis von Heinrich Bodmer, dem ehemaligen \u00abLeiter des Deutschen kunsthistorischen Institutes in Florenz\u00bb, in den Besitz der Seminarbibliothek gekommen.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-103\"><sup>[103]<\/sup><\/a> F\u00fcr die systematische Erschliessung dieser B\u00fccherschenkungen war bereits 1946 die Stelle eines Assistenten geschaffen worden<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-104\"><sup>[104]<\/sup><\/a>, die zun\u00e4chst mit einem Bibliothekar, seit Mitte der 1950er-Jahre mit einem \u00abfortgeschrittenen Studenten\u00bb besetzt wurde,<a href=\"#_ftn13\" id=\"return-footnote-105\"><sup>[105]<\/sup><\/a> stets mit einem 25%-Pensum, was sich immer wieder als ungen\u00fcgend erwies, zumal besagter Assistent auch f\u00fcr die Foto- und die Diasammlung zust\u00e4ndig war, die \u00abgegen Entsch\u00e4digung\u00bb auch einer weiteren \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stand.<a href=\"#_ftn14\" id=\"return-footnote-106\"><sup>[106]<\/sup><\/a> Mehrfach beantragte Jedlicka deshalb bei den zust\u00e4ndigen Stellen eine Hilfskraft zur tempor\u00e4ren Unterst\u00fctzung des Assistenten und 1962 schliesslich die Anhebung der Assistenz auf eine Vollstelle, wie sie dem Seminar schon 1946 vom Regierungsrat zugesagt worden war.<a href=\"#_ftn15\" id=\"return-footnote-107\"><sup>[107]<\/sup><\/a> F\u00fcr all diese Bem\u00fchungen sollte Jedlicka sp\u00e4ter als \u00abeigentlicher Gr\u00fcnder der heute bestehenden Kunstgeschichtlichen Seminarbibliothek\u00bb gew\u00fcrdigt werden,<a href=\"#_ftn16\" id=\"return-footnote-108\"><sup>[108]<\/sup><\/a> und mit Fug und Recht k\u00f6nnte man dies auch auf die Fotothek und die Diathek ausweiten, die im vordigitalen Zeitalter wichtige Hilfsmittel f\u00fcr Forschung und Lehre waren.<\/p>\n<p>Aber nicht nur Jedlicka, sondern auch dessen Kollege Peter Meyer trug zur Mehrung der Buch- und Bildbest\u00e4nde des Seminars bei. So k\u00fcndigte Meyer kurz vor seiner Pensionierung dem Rektor brieflich an, er habe vor, seine \u00absch\u00e4tzungsweise 35&#8217;000 Abbildungen umfassende Bilder-Kartothek\u00bb sowie seine Bibliothek, \u00absoweit sie aeltere und neuere Kunst betrifft\u00bb, dem Kunsthistorischen Seminar der Universit\u00e4t zu vermachen; schon jetzt \u00fcbergebe er dem Seminar \u00abeinen gerahmten Kupferstich von Raffaels \u2039Madonna della Sedia\u203a aus dem Besitz des Architekten Gottfried Semper, er kann im Seminar oder im Bodmerhaus Platz finden, sofern dieses f\u00fcr Universit\u00e4tszwecke verwendet wird\u00bb.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-109\"><sup>[109]<\/sup><\/a> Bereits 1956, zu seinem Amtsantritt, hatte Meyer dem Kunsthistorischen Seminar bzw. dessen Vorsteher Jedlicka seine Sammlung von 1&#8217;800 Diapositiven zum Kauf angeboten und daf\u00fcr einen Pauschalbetrag von 8&#8217;000.- Franken erbeten.<a href=\"#_ftn18\" id=\"return-footnote-110\"><sup>[110]<\/sup><\/a> Wie kostbar und teuer die vor dem digitalen Zeitalter f\u00fcr kunsthistorische Vortr\u00e4ge \u00fcblichen Diapositive waren, zeigt auch die besondere Geb\u00fchr, die Zemp schon Jahre zuvor mit obrigkeitlicher Erlaubnis von seinen Auditoren \u00abf\u00fcr die mit Lichtbildern verbundenen Vorlesungen\u00bb erhoben hatte, \u00abin der Meinung, da\u00df der erzielte Einnahmebetrag f\u00fcr Neubeschaffung von Lichtbildern verwendet werde\u00bb; 1927 betrug diese Geb\u00fchr \u2013 notabene zus\u00e4tzlich zu dem ohnehin anfallendem Kollegiengeld \u2013 immerhin 4 Fanken pro H\u00f6rer:in und Vorlesungsstunde, was Zemp in die Lage versetzte, den damaligen Diabestand systematisch um gezielte Zuk\u00e4ufe zu erweitern.<a href=\"#_ftn19\" id=\"return-footnote-111\"><sup>[111]<\/sup><\/a><\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[93] Antrag der Fakult\u00e4t an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 27. Oktober 1944, Betreff: Professur f\u00fcr Kunstgeschichte (UZH-Archiv AB.1.0444). <a href=\"#return-footnote-93\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 93\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[94] Vgl. RRB vom 28. Dezember 1946, Nr. 4198 (UZH-Archiv AB.1.0444). <a href=\"#return-footnote-94\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 94\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[95] Jedlicka, Nachruf auf Escher im JbUZH 1944\/45 (wie Anm. 46), S. 59. <a href=\"#return-footnote-95\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 95\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[96] Zitat aus der Rede W\u00f6lfflins am 8. Juli 1944 im Rahmen eines Fakult\u00e4tsessens im Zunfthaus zum R\u00fcden, abgedruckt in Jedlickas W\u00fcrdigung W\u00f6lfflins zu seinem 100. Geburtstag in der NZZ vom 21. Juni 1864 (wie Anm. 38). <a href=\"#return-footnote-96\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 96\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[97] Aus dem Protokoll des Erziehungsrates des Kantons ZH vom 24. Juli 1941 (UZH-Archiv AB.1.1137) sowie Jedlicka, Nachruf auf W\u00f6lfflin 1945\/46 (wie Anm. 30), S. 62. <a href=\"#return-footnote-97\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 97\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[98] 1945 und 1948 ersuchte Jedlicka mit Erfolg die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich um einen ausserordentlichen Kredit zur \u00abBearbeitung der Nachl\u00e4sse von Prof. Dr. K. Escher und Prof. Dr. H. W\u00f6lfflin\u00bb; vgl. die entsprechende Verf\u00fcgung der Erziehungsdirektion vom 13. Juli 1948 und den Auszug aus dem Protokoll des Erziehungsrates des Kantons Z\u00fcrich vom 4. Dezember 1945, Nr. 1300 (beides UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-98\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 98\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[99] Jedlicka 1965 (wie Anm. 30), S. 6f.; vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 84. <a href=\"#return-footnote-99\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 99\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[100] Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 86. <a href=\"#return-footnote-100\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 100\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[101] Jahresbericht UZH 1953\/54, S. 36; Jahresbericht UZH 1954\/55, S. 35; Maurer 1983 (wie Anm. 2), S. 553f. Zum Umzug in die alte Augenklinik siehe auch den Beitrag von Nadia Pettannice in diesem Band. <a href=\"#return-footnote-101\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 101\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[102] Dankesbrief des Rektors an Jedlicka vom 23. Dezember 1954 und RRB vom 18. Januar 1968, Nr. 224 (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-102\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 102\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[103] Vgl. die entsprechende Verf\u00fcgung der Erziehungsdirektion vom 7. M\u00e4rz 1951 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-103\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 103\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[104] RRB vom 20. September 1946, Nr. 2951 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-104\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 104\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn13\" id=\"_ftn13\"><\/a>[105] Die Anstellung eines Bibliothekars als \u00abAssistent\u00bb geht aus diversen Verf\u00fcgungen der Erziehungsdirektion aus den Jahren 1950\u20131955 hervor, die \u00dcbernahme des Jobs durch einen Studenten aus dem Antrag des Dekans an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 28. Februar 1962 \u00abbzgl. Anstellung eines Assistenten mit voller Verpflichtung auf den 1. M\u00e4rz 1962\u00bb (alles UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-105\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 105\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn14\" id=\"_ftn14\"><\/a>[106] Brief von Jedlicka vom 2. November 1956 an Hans Fischer, Rektor der Universit\u00e4t Z\u00fcrich (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-106\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 106\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn15\" id=\"_ftn15\"><\/a>[107] Antrag des Dekans an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 28. Februar 1962 bzgl. Anstellung eines Assistenten mit voller Verpflichtung auf den 1. M\u00e4rz 1962 (UZH-Archiv AI.7.08). Auch alle anderen Dokumente zu diesem Themenbereich finden sich im Dossier AI.7.08 des UZH-Archivs. <a href=\"#return-footnote-107\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 107\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn16\" id=\"_ftn16\"><\/a>[108] RRB vom 18. Januar 1968, Nr. 224 (UZH-Archiv AB.1.0487). <a href=\"#return-footnote-108\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 108\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn17\" id=\"_ftn17\"><\/a>[109] Brief von Peter Meyer vom 27. Februar 1965 an den Rektor der UZH, Prof. Dr. E. Schweizer (UZH-Archiv AB.1.0661). Das hier genannte Bodmerhaus hat nichts mit dem weiter oben erw\u00e4hnten Heinrich Bodmer zu tun, der 1951 die Bibliothek des Z\u00fcrcher Kunstgeschichtlichen Seminars durch eine B\u00fccherschenkung bereicherte, sondern ist benannt nach dem ber\u00fchmten Z\u00fcrcher Gelehrten Johann Jakob Bodmer, der 1739 bis zu seinem Tod 1783 das barocke Anwesen bewohnte. Dieses (auch \u00abOberer Sch\u00f6nenberg\u00bb genannt) steht bis heute an der Sch\u00f6nbergstrasse 15 und wird vom Rektorat der Universit\u00e4t Z\u00fcrich genutzt; vgl. Grunder, Karl: Die Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich, N. A. Bd. IV: Die Stadt Z\u00fcrich IV: Die Schanzen und die barocken Vorst\u00e4dte (Die Kunstdenkm\u00e4ler der Schweiz Bd. 105), Bern 2005, S. 220\u2013223. <a href=\"#return-footnote-109\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 109\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn18\" id=\"_ftn18\"><\/a>[110] Brief von Peter Meyer vom 14. Mai 1956 an Jedlicka (UZH-Archiv AB.1.0661). Die Sammlung konnte dank eines \u00abausserordentlichen Kredit[s]\u00bb des Regierungsrates in H\u00f6he von 9&#8217;000 Franken angekauft werden; vgl. RRB vom 27. Februar 1957, Nr. 708 (UZH-Archiv AI.7.08). <a href=\"#return-footnote-110\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 110\">\u21b5<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn19\" id=\"_ftn19\"><\/a>[111] Auszug aus dem Protokoll des Erziehungsrates vom 17. M\u00e4rz 1927, Nr. 172 (UZH-Archiv AB.1.1164). Eine \u00dcbersicht \u00fcber die Zemp\u2019schen K\u00e4ufe von Diapositiven findet sich im Dossier PA.049.005 im UZH-Archiv. <a href=\"#return-footnote-111\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 111\">\u21b5<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":8,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-214","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":84,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/214\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":657,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/214\/revisions\/657"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/84"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/214\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=214"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=214"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}