{"id":143,"date":"2022-05-30T17:31:15","date_gmt":"2022-05-30T15:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/?post_type=chapter&#038;p=143"},"modified":"2022-06-27T14:46:30","modified_gmt":"2022-06-27T12:46:30","slug":"zwischen-tradition-und-neuanfang-josef-zemp-1869-1942-als-nachfolger-rahns","status":"publish","type":"chapter","link":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/chapter\/zwischen-tradition-und-neuanfang-josef-zemp-1869-1942-als-nachfolger-rahns\/","title":{"raw":"Zwischen Tradition und Neuanfang: Josef Zemp (1869\u20131942) als Nachfolger Rahns","rendered":"Zwischen Tradition und Neuanfang: Josef Zemp (1869\u20131942) als Nachfolger Rahns"},"content":{"raw":"Als Rahn Anfang 1912 mit 71 Jahren seinen Dienst an der Universit\u00e4t quittierte und kurz darauf starb, war im Unterschied zur Situation nach dem Tod V\u00f6gelins 24 Jahre zuvor klar, dass diese Stelle m\u00f6glichst bald wieder zu besetzen sei, wobei die \u00fcbergeordneten politischen Beh\u00f6rden ein Ordinariat anvisierten, die Fakult\u00e4t hingegen eine Doppelbesetzung auf Extraordinariatsniveau, d. h. zwei Stellen mit jeweils geringerem Lehrdeputat und entsprechend geringerem Einkommen, bevorzugte: \u00abBei der Behandlung der Frage der Wiederbesetzung der in Frage stehenden Professur gingen Erziehungsrat und Hochschulkommission von der Ansicht aus, es sollte der Kunstgeschichte an unserer Universit\u00e4t vermehrte Bedeutung gegeben und zu diesem Zwecke wieder ein volles Ordinariat eingerichtet werden, wie ein solches in fr\u00fcheren Zeiten bestanden hatte. Die philosophische Fakult\u00e4t, I. Sektion, nahm zuvor eine ablehnende Haltung ein, indem sie der Schaffung zweier voller Extraordinariate (mit Vorschlag Zemp, Brun) den Vorzug gab mit der Begr\u00fcndung, da\u00df dadurch den Bed\u00fcrfnissen unserer Hochschule besser gedient sei, als mit einem Ordinariat. Auf Veranlassung der vorberatenden Beh\u00f6rden brachte die Fakult\u00e4t jedoch Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Besetzung eines Ordinariates ein (Privatdozent Dr. Rintelen, Berlin; Professor Weese, Bern; Privatdozent Dr. Wackernagel, Leipzig). Diese Vorschl\u00e4ge wurden zun\u00e4chst zur\u00fcckgelegt, in der Absicht, zu versuchen, einen t\u00fcchtigen Kunsthistoriker schweizerischer Herkunft f\u00fcr die Professur zu gewinnen; dabei wurde insbesondere an Professor Dr. Paul Ganz, Basel, gedacht. Es ergab sich indes, da\u00df Professor Ganz wohl in ganz hervorragender Weise zur Leitung eines Kunstmuseums bef\u00e4higt ist, da\u00df er aber als Dozent nicht in jeder Hinsicht die Qualifikationen besitzt, die von einem Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte gefordert werden m\u00fcssen. Da inzwischen Dr. Rintelen von der preu\u00dfischen Regierung in amtlicher Mission nach Rom versetzt worden war, mu\u00dfte dieser Vorschlag der Fakult\u00e4t aufgegeben werden. Ein mit Mehrheit eingebrachter Antrag der Hochschulkommission, es sei Professor Zemp ein volles Ordinariat zu \u00fcbertragen, fand die Zustimmung des Erziehungsrates nicht. Die Beh\u00f6rde stellte sich vielmehr auf den Standpunkt, die Frage der Wiederbesetzung eines Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte zun\u00e4chst noch offen zu lassen und Professor Zemp als Extraordinarius in Vorschlag zu bringen.\u00bb<a id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_154\" align=\"alignleft\" width=\"205\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-205x300.png\" alt=\"Josef Zemp\" class=\"wp-image-154 size-medium\" width=\"205\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 5: Josef Zemp, 1914.<br \/>UZH-Archiv AB.1.1164; Foto: Franz Schmelhaus, Z\u00fcrich; https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=75189969 (aufgerufen am 25. Mai 2022).[\/caption]\r\n\r\nJosef Zemp (Abb. 5 und 6) war 1893 bei Rahn mit einer Arbeit \u00fcber die Schweizer Bilderchroniken und ihre Architekturdarstellungen promoviert worden und 1898 in Z\u00fcrich habilitiert. Seit 1893 arbeitete er an Rahns <em>Kunstdenkm\u00e4ler[n] des Kantons Solothurn<\/em> mit, wurde 1894 Assistent am Schweizerischen Landesmuseum, lehrte 1898\u20131904 Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Fribourg, um 1904 als Vizedirektor des Landesmuseums nach Z\u00fcrich zur\u00fcckzukehren.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Gleichzeitig mit der Aufnahme seines letztgenannten Amtes wurde er 1904 zum Titularprofessor am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum ernannt und 1912 ebendort zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie bef\u00f6rdert, wo er die gesamte Architekturgeschichte von den \u00c4gyptern bis zur Gegenwart abdeckte. Seine Ernennung zum Extraordinarius der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich erfolgte schliesslich zum Sommersemester 1913 mit dem oben zitierten Regierungsratsbeschluss vom 23. Januar 1913. Wie bereits Rahn lehrte Zemp also gleichzeitig am Polytechnikum und an der Universit\u00e4t und war wie dieser \u00fcber seine fr\u00fcheren T\u00e4tigkeiten im Landesmuseum und in der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler in vielf\u00e4ltige ausseruniversit\u00e4re Netzwerke integriert.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Anders, als man dies erwarten w\u00fcrde, bot Zemp an der Universit\u00e4t vor allem Lehrveranstaltungen zur neuzeitlichen Kunst bis 1900 an, w\u00e4hrend Veranstaltungen zum Mittelalter und explizite Architekturthemen in seinem Lehrportfolio an der Universit\u00e4t selten waren.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Durch seine \u00abstreng wissenschaftliche Arbeitsmethode\u00bb habe Zemp die \u00abheranwachsende Generation f\u00fcr verschiedene, die Kunstgeschichte ber\u00fchrende Berufszweige vorbereitet\u00bb<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> \u2013 Linus Birchler wird ihn 1942 als den letzten \u00abragende[n] Vertreter der historisch denkenden Kunstgeschichtsforschung\u00bb bezeichnen.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>\r\n\r\n[caption id=\"attachment_155\" align=\"alignright\" width=\"232\"]<a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6.png\"><img src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-232x300.png\" alt=\"Josef Zemp\" class=\"wp-image-155 size-medium\" width=\"232\" height=\"300\" \/><\/a> Abb. 6: Johann Rudolf Rahn (Mitte) zusammen mit Josef Zemp (links) und Eugen Ziegler (rechts) auf Schloss Hagenwil, 1894; die Aufnahme entstand im Zusammenhang mit den Arbeiten an der Statistik der mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Thurgau.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Rahn\u2019sche Sammlung, Fotoschachtel 534; Foto: ZBZ.[\/caption]\r\n\r\n1922 wurde \u2013 in etwa parallel zum Ausscheiden von Carl Brun und durchaus in Abh\u00e4ngigkeit davon \u2013 die ausserordentliche Professur von Zemp in eine ordentliche mit demselben Lehrgebiet (Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit) umgewandelt: \u00abDie Fakult\u00e4t weist darauf hin, da\u00df Prof. Zemp diese W\u00fcrdigung zufolge seines Ansehens als Kunsthistoriker verdiene; da\u00df aber auch ein Grund darin liege, da\u00df seit dem R\u00fccktritt von Prof. Brun die Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich lediglich durch ein Extraordinariat vertreten sei, w\u00e4hrend sie nach ihrer Bedeutung Gegenstand eines Ordinariates zu sein verdiente.\u00bb<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich hatte die Philosophische Fakult\u00e4t I schon fr\u00fcher in jenem Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt, hatte dabei betont, dass es zu keiner finanziellen Mehrbelastung komme und sich die Vorlesungen von Zemp eines grossen Zuspruchs von \u00abAuditoren\u00bb erfreuten.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Vor allem aber sei \u00abnach dem R\u00fccktritt des Herrn Prof. Dr. Brun die \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit\u203a an unserer Universit\u00e4t nur durch ein einziges Extraordinariat vertreten\u00bb, was \u00abnicht im Entferntesten der Bedeutung dieses wichtigen Faches\u00bb entspreche. Dabei wird explizit auf andere Universit\u00e4ten \u00abdes In- und Auslandes\u00bb verwiesen, zudem auf die Situation \u00abzu Lebzeiten des Herrn Prof. Rahn\u00bb. Die Hochschulkommission hatte sich zun\u00e4chst kritisch gegen dieses Ansinnen gestellt und dabei u. a. zu bedenken gegeben, \u00abob nicht in der Frequenz der Vorlesungen f\u00fcr Kunstgeschichte ein erhebliches \u00dcberwiegen solcher Auditoren weiblichen Geschlechts sich ergibt, die blo\u00df aus Liebhaberei die Vorlesungen besuchen\u00bb.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>\r\n\r\nZemps Lehrverpflichtung umfasste seit seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius 4\u20136 Stunden, als seine Lehrgebiete wurden \u00abChristliche Baukunst, bildende Kunst des Mittelalters und schweizerische Kunst\u00bb festgeschrieben.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> 1928, noch vor seinem 60. Geburtstag, gab Zemp sein Ordinariat an der Universit\u00e4t jedoch auf und lehrte von da an bis zu seinem Altersr\u00fccktritt 1934 nur noch am benachbarten Polytechnikum.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Der Universit\u00e4t Z\u00fcrich blieb er aber auch weiterhin als Honorarprofessor verbunden.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>\r\n<div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\"><\/a>[16] RRB vom 23. Januar 1913, Nr. 175 (UZH-Archiv AB.1.1164; vgl. StAZH MM 3.27 RRB 1913\/0175). Zur Vorgeschichte dieses Beschlusses s. die Dokumente in StAZH U 109.2 (Teil 7) sowie Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 81\u201383. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\"><\/a>[17] Alle biographischen Informationen zu Zemp sind den W\u00fcrdigungen anl\u00e4sslich seines Todes am 4. Juli 1942 entnommen: Escher, K[onrad]: Professor Josef Zemp, 17. Juni 1869 bis 4. Juli 1942, in: JbUZH 1942\/43, S. 63f.; Gysin, F[ritz]: Josef Zemp (geboren in Wolhusen, 17. Juni 1869; gestorben in Z\u00fcrich, 4. Juli 1942, in: ZAK 4, Heft 3 (1942), S. 129\u2013136; Birchler, L[inus], in: NZZ vom 8. Juli 1942. Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 81\u201383; Vignau-Wilbert 1976 (wie Anm. 4), S. 118; Schmid, Alfred A.: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Freiburg, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1976 (wie Anm. 1), S. 59\u201370, hier S. 63f.; Meier 2012 (wie Anm. 9), S. 383\u2013386. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\"><\/a>[18] Vgl. Anm. 17. In den zitierten W\u00fcrdigungen wird ausserdem immer wieder auf die k\u00fcnstlerische Begabung von Josef Zemp hingewiesen, die ihn u. a. Entw\u00fcrfe f\u00fcr Fahnen, Wappen und M\u00f6bel anfertigen liessen; auch dies verband Zemp mit Rahn. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\"><\/a>[19] Vgl. die Aufstellung bei Vignau-Wilbert 1976 (wie Anm. 4), S. 130. Die Fakult\u00e4t hatte in ihrem Schreiben an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 4. Juni 1912 explizit darauf hingewiesen, dass \u00abneben der Behandlung der \u00e4ltern Kunstgeschichte und der schweizerischen Kunst [...] auch eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der neuesten Kunst zu w\u00fcnschen [w\u00e4re]\u00bb; StAZH U 109.2 (Teil 7). Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 82. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\"><\/a>[20] So Escher in seinem Nachruf auf Zemp 1942 (wie Anm. 17), S. 63. <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\"><\/a>[21] Birchler, in: NZZ vom 8. Juli 1942 (wie Anm. 17). Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 83: \u00abDie Namen Rahn und Zemp wurden in der Schweiz und dar\u00fcber hinaus so etwas wie ein G\u00fctezeichen f\u00fcr solide Forschung und Denkmalpflege.\u00bb <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\"><\/a>[22] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2918 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\"><\/a>[23] Brief des Dekans der Philosophischen Fakult\u00e4t I vom 28. Oktober 1922 an die Erziehungsdirektion mit dem Antrag, Josef Zemp \u00abbei unver\u00e4nderter Lehrverpflichtung Rang und Titel eines Ordinarius f\u00fcr \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit\u203a zu verleihen\u00bb (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\"><\/a>[24] RRB vom 26. September 1922, Nr. 934 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\"><\/a>[25] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2918 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\"><\/a>[26] RRB vom 21. Juni 1928, Nr. 1160 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\"><\/a>[27] Vgl. das Gesuch von Dekan Waser vom 30. Mai 1928 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich sowie den Gratulationsbrief des Rektors an Zemp zu dessen 60. Geburtstag am 17. Juni 1929 (beides in UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">&crarr;<\/a><\/div>\r\n<\/div>","rendered":"<p>Als Rahn Anfang 1912 mit 71 Jahren seinen Dienst an der Universit\u00e4t quittierte und kurz darauf starb, war im Unterschied zur Situation nach dem Tod V\u00f6gelins 24 Jahre zuvor klar, dass diese Stelle m\u00f6glichst bald wieder zu besetzen sei, wobei die \u00fcbergeordneten politischen Beh\u00f6rden ein Ordinariat anvisierten, die Fakult\u00e4t hingegen eine Doppelbesetzung auf Extraordinariatsniveau, d. h. zwei Stellen mit jeweils geringerem Lehrdeputat und entsprechend geringerem Einkommen, bevorzugte: \u00abBei der Behandlung der Frage der Wiederbesetzung der in Frage stehenden Professur gingen Erziehungsrat und Hochschulkommission von der Ansicht aus, es sollte der Kunstgeschichte an unserer Universit\u00e4t vermehrte Bedeutung gegeben und zu diesem Zwecke wieder ein volles Ordinariat eingerichtet werden, wie ein solches in fr\u00fcheren Zeiten bestanden hatte. Die philosophische Fakult\u00e4t, I. Sektion, nahm zuvor eine ablehnende Haltung ein, indem sie der Schaffung zweier voller Extraordinariate (mit Vorschlag Zemp, Brun) den Vorzug gab mit der Begr\u00fcndung, da\u00df dadurch den Bed\u00fcrfnissen unserer Hochschule besser gedient sei, als mit einem Ordinariat. Auf Veranlassung der vorberatenden Beh\u00f6rden brachte die Fakult\u00e4t jedoch Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Besetzung eines Ordinariates ein (Privatdozent Dr. Rintelen, Berlin; Professor Weese, Bern; Privatdozent Dr. Wackernagel, Leipzig). Diese Vorschl\u00e4ge wurden zun\u00e4chst zur\u00fcckgelegt, in der Absicht, zu versuchen, einen t\u00fcchtigen Kunsthistoriker schweizerischer Herkunft f\u00fcr die Professur zu gewinnen; dabei wurde insbesondere an Professor Dr. Paul Ganz, Basel, gedacht. Es ergab sich indes, da\u00df Professor Ganz wohl in ganz hervorragender Weise zur Leitung eines Kunstmuseums bef\u00e4higt ist, da\u00df er aber als Dozent nicht in jeder Hinsicht die Qualifikationen besitzt, die von einem Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte gefordert werden m\u00fcssen. Da inzwischen Dr. Rintelen von der preu\u00dfischen Regierung in amtlicher Mission nach Rom versetzt worden war, mu\u00dfte dieser Vorschlag der Fakult\u00e4t aufgegeben werden. Ein mit Mehrheit eingebrachter Antrag der Hochschulkommission, es sei Professor Zemp ein volles Ordinariat zu \u00fcbertragen, fand die Zustimmung des Erziehungsrates nicht. Die Beh\u00f6rde stellte sich vielmehr auf den Standpunkt, die Frage der Wiederbesetzung eines Ordinariates f\u00fcr Kunstgeschichte zun\u00e4chst noch offen zu lassen und Professor Zemp als Extraordinarius in Vorschlag zu bringen.\u00bb<a id=\"return-footnote-16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_154\" aria-describedby=\"caption-attachment-154\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-205x300.png\" alt=\"Josef Zemp\" class=\"wp-image-154 size-medium\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-205x300.png 205w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-701x1024.png 701w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-768x1122.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-1051x1536.png 1051w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-1402x2048.png 1402w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-65x95.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-225x329.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5-350x511.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_5.png 1540w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-154\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Josef Zemp, 1914.<br \/>UZH-Archiv AB.1.1164; Foto: Franz Schmelhaus, Z\u00fcrich; https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=75189969 (aufgerufen am 25. Mai 2022).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Josef Zemp (Abb. 5 und 6) war 1893 bei Rahn mit einer Arbeit \u00fcber die Schweizer Bilderchroniken und ihre Architekturdarstellungen promoviert worden und 1898 in Z\u00fcrich habilitiert. Seit 1893 arbeitete er an Rahns <em>Kunstdenkm\u00e4ler[n] des Kantons Solothurn<\/em> mit, wurde 1894 Assistent am Schweizerischen Landesmuseum, lehrte 1898\u20131904 Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Fribourg, um 1904 als Vizedirektor des Landesmuseums nach Z\u00fcrich zur\u00fcckzukehren.<a href=\"#_ftn17\" id=\"return-footnote-3\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Gleichzeitig mit der Aufnahme seines letztgenannten Amtes wurde er 1904 zum Titularprofessor am Eidgen\u00f6ssischen Polytechnikum ernannt und 1912 ebendort zum Ordinarius f\u00fcr Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie bef\u00f6rdert, wo er die gesamte Architekturgeschichte von den \u00c4gyptern bis zur Gegenwart abdeckte. Seine Ernennung zum Extraordinarius der Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich erfolgte schliesslich zum Sommersemester 1913 mit dem oben zitierten Regierungsratsbeschluss vom 23. Januar 1913. Wie bereits Rahn lehrte Zemp also gleichzeitig am Polytechnikum und an der Universit\u00e4t und war wie dieser \u00fcber seine fr\u00fcheren T\u00e4tigkeiten im Landesmuseum und in der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Erhaltung historischer Kunstdenkm\u00e4ler in vielf\u00e4ltige ausseruniversit\u00e4re Netzwerke integriert.<a href=\"#_ftn3\" id=\"return-footnote-18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Anders, als man dies erwarten w\u00fcrde, bot Zemp an der Universit\u00e4t vor allem Lehrveranstaltungen zur neuzeitlichen Kunst bis 1900 an, w\u00e4hrend Veranstaltungen zum Mittelalter und explizite Architekturthemen in seinem Lehrportfolio an der Universit\u00e4t selten waren.<a href=\"#_ftn4\" id=\"return-footnote-19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> Durch seine \u00abstreng wissenschaftliche Arbeitsmethode\u00bb habe Zemp die \u00abheranwachsende Generation f\u00fcr verschiedene, die Kunstgeschichte ber\u00fchrende Berufszweige vorbereitet\u00bb<a href=\"#_ftn5\" id=\"return-footnote-20\"><sup>[20]<\/sup><\/a> \u2013 Linus Birchler wird ihn 1942 als den letzten \u00abragende[n] Vertreter der historisch denkenden Kunstgeschichtsforschung\u00bb bezeichnen.<a href=\"#_ftn6\" id=\"return-footnote-21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_155\" aria-describedby=\"caption-attachment-155\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-232x300.png\" alt=\"Josef Zemp\" class=\"wp-image-155 size-medium\" width=\"232\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-232x300.png 232w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-791x1024.png 791w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-768x995.png 768w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-1186x1536.png 1186w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-65x84.png 65w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-225x291.png 225w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6-350x453.png 350w, https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-content\/uploads\/sites\/116\/2022\/05\/Jaeggi_Abb_6.png 1390w\" sizes=\"auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-155\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: Johann Rudolf Rahn (Mitte) zusammen mit Josef Zemp (links) und Eugen Ziegler (rechts) auf Schloss Hagenwil, 1894; die Aufnahme entstand im Zusammenhang mit den Arbeiten an der Statistik der mittelalterlichen Kunstdenkm\u00e4ler des Kantons Thurgau.<br \/>ZBZ, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Rahn\u2019sche Sammlung, Fotoschachtel 534; Foto: ZBZ.<\/figcaption><\/figure>\n<p>1922 wurde \u2013 in etwa parallel zum Ausscheiden von Carl Brun und durchaus in Abh\u00e4ngigkeit davon \u2013 die ausserordentliche Professur von Zemp in eine ordentliche mit demselben Lehrgebiet (Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit) umgewandelt: \u00abDie Fakult\u00e4t weist darauf hin, da\u00df Prof. Zemp diese W\u00fcrdigung zufolge seines Ansehens als Kunsthistoriker verdiene; da\u00df aber auch ein Grund darin liege, da\u00df seit dem R\u00fccktritt von Prof. Brun die Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich lediglich durch ein Extraordinariat vertreten sei, w\u00e4hrend sie nach ihrer Bedeutung Gegenstand eines Ordinariates zu sein verdiente.\u00bb<a href=\"#_ftn7\" id=\"return-footnote-22\"><sup>[22]<\/sup><\/a> Tats\u00e4chlich hatte die Philosophische Fakult\u00e4t I schon fr\u00fcher in jenem Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt, hatte dabei betont, dass es zu keiner finanziellen Mehrbelastung komme und sich die Vorlesungen von Zemp eines grossen Zuspruchs von \u00abAuditoren\u00bb erfreuten.<a href=\"#_ftn8\" id=\"return-footnote-23\"><sup>[23]<\/sup><\/a> Vor allem aber sei \u00abnach dem R\u00fccktritt des Herrn Prof. Dr. Brun die \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit\u203a an unserer Universit\u00e4t nur durch ein einziges Extraordinariat vertreten\u00bb, was \u00abnicht im Entferntesten der Bedeutung dieses wichtigen Faches\u00bb entspreche. Dabei wird explizit auf andere Universit\u00e4ten \u00abdes In- und Auslandes\u00bb verwiesen, zudem auf die Situation \u00abzu Lebzeiten des Herrn Prof. Rahn\u00bb. Die Hochschulkommission hatte sich zun\u00e4chst kritisch gegen dieses Ansinnen gestellt und dabei u. a. zu bedenken gegeben, \u00abob nicht in der Frequenz der Vorlesungen f\u00fcr Kunstgeschichte ein erhebliches \u00dcberwiegen solcher Auditoren weiblichen Geschlechts sich ergibt, die blo\u00df aus Liebhaberei die Vorlesungen besuchen\u00bb.<a href=\"#_ftn9\" id=\"return-footnote-24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Zemps Lehrverpflichtung umfasste seit seiner Bef\u00f6rderung zum Ordinarius 4\u20136 Stunden, als seine Lehrgebiete wurden \u00abChristliche Baukunst, bildende Kunst des Mittelalters und schweizerische Kunst\u00bb festgeschrieben.<a href=\"#_ftn10\" id=\"return-footnote-25\"><sup>[25]<\/sup><\/a> 1928, noch vor seinem 60. Geburtstag, gab Zemp sein Ordinariat an der Universit\u00e4t jedoch auf und lehrte von da an bis zu seinem Altersr\u00fccktritt 1934 nur noch am benachbarten Polytechnikum.<a href=\"#_ftn11\" id=\"return-footnote-26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Der Universit\u00e4t Z\u00fcrich blieb er aber auch weiterhin als Honorarprofessor verbunden.<a href=\"#_ftn12\" id=\"return-footnote-27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n<div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn1\" id=\"_ftn1\"><\/a>[16] RRB vom 23. Januar 1913, Nr. 175 (UZH-Archiv AB.1.1164; vgl. StAZH MM 3.27 RRB 1913\/0175). Zur Vorgeschichte dieses Beschlusses s. die Dokumente in StAZH U 109.2 (Teil 7) sowie Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 81\u201383. <a href=\"#return-footnote-16\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 16\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn2\" id=\"_ftn2\"><\/a>[17] Alle biographischen Informationen zu Zemp sind den W\u00fcrdigungen anl\u00e4sslich seines Todes am 4. Juli 1942 entnommen: Escher, K[onrad]: Professor Josef Zemp, 17. Juni 1869 bis 4. Juli 1942, in: JbUZH 1942\/43, S. 63f.; Gysin, F[ritz]: Josef Zemp (geboren in Wolhusen, 17. Juni 1869; gestorben in Z\u00fcrich, 4. Juli 1942, in: ZAK 4, Heft 3 (1942), S. 129\u2013136; Birchler, L[inus], in: NZZ vom 8. Juli 1942. Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 81\u201383; Vignau-Wilbert 1976 (wie Anm. 4), S. 118; Schmid, Alfred A.: Der Lehrstuhl f\u00fcr Kunstgeschichte an der Universit\u00e4t Freiburg, in: Kunstwissenschaft an Schweizer Hochschulen 1976 (wie Anm. 1), S. 59\u201370, hier S. 63f.; Meier 2012 (wie Anm. 9), S. 383\u2013386. <a href=\"#return-footnote-17\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 17\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn3\" id=\"_ftn3\"><\/a>[18] Vgl. Anm. 17. In den zitierten W\u00fcrdigungen wird ausserdem immer wieder auf die k\u00fcnstlerische Begabung von Josef Zemp hingewiesen, die ihn u. a. Entw\u00fcrfe f\u00fcr Fahnen, Wappen und M\u00f6bel anfertigen liessen; auch dies verband Zemp mit Rahn. <a href=\"#return-footnote-18\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 18\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn4\" id=\"_ftn4\"><\/a>[19] Vgl. die Aufstellung bei Vignau-Wilbert 1976 (wie Anm. 4), S. 130. Die Fakult\u00e4t hatte in ihrem Schreiben an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich vom 4. Juni 1912 explizit darauf hingewiesen, dass \u00abneben der Behandlung der \u00e4ltern Kunstgeschichte und der schweizerischen Kunst [&#8230;] auch eine st\u00e4rkere Ber\u00fccksichtigung der neuesten Kunst zu w\u00fcnschen [w\u00e4re]\u00bb; StAZH U 109.2 (Teil 7). Vgl. Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 82. <a href=\"#return-footnote-19\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 19\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn5\" id=\"_ftn5\"><\/a>[20] So Escher in seinem Nachruf auf Zemp 1942 (wie Anm. 17), S. 63. <a href=\"#return-footnote-20\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 20\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn6\" id=\"_ftn6\"><\/a>[21] Birchler, in: NZZ vom 8. Juli 1942 (wie Anm. 17). Vgl. auch Reinle 1976 (wie Anm. 1), S. 83: \u00abDie Namen Rahn und Zemp wurden in der Schweiz und dar\u00fcber hinaus so etwas wie ein G\u00fctezeichen f\u00fcr solide Forschung und Denkmalpflege.\u00bb <a href=\"#return-footnote-21\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 21\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn7\" id=\"_ftn7\"><\/a>[22] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2918 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-22\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 22\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn8\" id=\"_ftn8\"><\/a>[23] Brief des Dekans der Philosophischen Fakult\u00e4t I vom 28. Oktober 1922 an die Erziehungsdirektion mit dem Antrag, Josef Zemp \u00abbei unver\u00e4nderter Lehrverpflichtung Rang und Titel eines Ordinarius f\u00fcr \u2039Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit\u203a zu verleihen\u00bb (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-23\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 23\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn9\" id=\"_ftn9\"><\/a>[24] RRB vom 26. September 1922, Nr. 934 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-24\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 24\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn10\" id=\"_ftn10\"><\/a>[25] RRB vom 23. November 1922, Nr. 2918 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-25\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 25\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn11\" id=\"_ftn11\"><\/a>[26] RRB vom 21. Juni 1928, Nr. 1160 (UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-26\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 26\">&crarr;<\/a><\/div>\n<div class=\"footnote\"><a name=\"_ftn12\" id=\"_ftn12\"><\/a>[27] Vgl. das Gesuch von Dekan Waser vom 30. Mai 1928 an die Erziehungsdirektion des Kantons Z\u00fcrich sowie den Gratulationsbrief des Rektors an Zemp zu dessen 60. Geburtstag am 17. Juni 1929 (beides in UZH-Archiv AB.1.1164). <a href=\"#return-footnote-27\" class=\"return-footnote\" aria-label=\"Return to footnote 27\">&crarr;<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":3,"menu_order":3,"template":"","meta":{"pb_show_title":"on","pb_short_title":"","pb_subtitle":"","pb_authors":["carola-jaeggi"],"pb_section_license":""},"chapter-type":[],"contributor":[61],"license":[],"class_list":["post-143","chapter","type-chapter","status-publish","hentry","contributor-carola-jaeggi"],"part":84,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters"}],"about":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/types\/chapter"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/143\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":859,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/143\/revisions\/859"}],"part":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/parts\/84"}],"metadata":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapters\/143\/metadata\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"chapter-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/pressbooks\/v2\/chapter-type?post=143"},{"taxonomy":"contributor","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/contributor?post=143"},{"taxonomy":"license","embeddable":true,"href":"https:\/\/dlf.uzh.ch\/openbooks\/150jahrekunstgeschichte\/wp-json\/wp\/v2\/license?post=143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}